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	<title>ANATHEMA Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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	<description>Dein Mag für mehr LIVE &#38; SZENE!</description>
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	<title>ANATHEMA Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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		<title>JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2025 11:26:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Schon mal von MY INSANITY gehört? In den 90ern war es eine Gothic Version von Samael, allerdings mit einer großen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview">JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>Schon mal von MY INSANITY gehört? In den 90ern war es eine Gothic Version von Samael, allerdings mit einer großen Prise Eigenständigkeit und einer herausragenden Stimme, deren Charisma ihresgleichen sucht. Einige ehemaligen Mitglieder musizieren unter <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://jacobsfall-band.com/">JACOB´S FALL</a></span> weiter und haben ein Album rausgehauen, das berührt, überrascht und fasziniert (siehe auch unser <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-lost-in-silence-review?preview_id=32211&amp;preview_nonce=39c2ddf9f5&amp;post_format=standard&amp;_thumbnail_id=32229&amp;preview=true">Review</a></span>).</strong><br />
<strong>Grund genug sich mit den Jungs einmal über Entstehung, Entwicklung und Ambitionen zu unterhalten.</strong></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-32205 size-medium" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Hallo und danke für eure Zeit. Wie würdet Ihr jemandem JACOB´S FALL beschreiben, der noch nie etwas von euch gehört hat? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian</span>: „Schwer zu sagen. Die Frage kann Dir ein Außenstehender vielleicht besser beantworten. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass unsere Musik sehr frisch klingt. Grob könnte man das Material als Mischung aus harter Rock Musik und Synthie Pop bezeichnen. Diverse Klassik-Anleihen sind auch zu vernehmen. Man bekommt auf keinen Fall irgendwelche Standardware. Am Besten hört jeder, der auf originelle, abwechslungsreiche Musik steht, einfach selbst mal rein. Mir fallen keine Bands ein, die man als direkten Vergleich heranziehen könnte.“</p>
<p><strong>Gehen wir einmal kurz zurück zu den Anfangstagen; wie kam die Bandgründung und der Bandname zustande? Ihr kanntet euch ja bereits von My Insanity.</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Unser Sänger Christian und ich haben Ende der 90er gemeinsam bei My Insanity musiziert. Nach meinem Ausscheiden 2001 blieben wir in lockerem Kontakt, obwohl ich zwischendurch an den Bodensee gezogen bin, während Christian 600 km nördlich in der Heimat verweilte. 2011 schickte er mir einige Songs, die er komponiert hatte und fragte, ob wir vielleicht gemeinsam was daraus machen könnten. Da ich von dem Material völlig begeistert war, gab ich natürlich sofort mein Okay. Insgeheim hatte ich eh immer gehofft, mal wieder gemeinsame Sache mit ihm zu machen.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Als nächstes haben wir überlegt, wen wir uns als Gitarristen ins Boot holen könnten, und kamen dabei ziemlich schnell auf unseren alten Freund Jens Pietzonka, der ebenfalls mal zu My Insanity gehörte. Der war sofort Feuer und Flamme. Die Position des Bassisten war da schon wesentlich schwieriger zu besetzen. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann Daniel dazukam.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Das war erst kurz vor unserem ersten Gig Ende 2016. Vorher hattet ihr ja schon diverse andere Leute angetestet. Ins Spiel gebracht wurde ich von Jens, mit dem ich schon in verschiedenen anderen Kapellen gespielt hatte.“</p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Man kann also 2016 als Gründungsjahr von Jacob´s Fall ansehen, da der Bandprozess erst ab da so richtig in Schwung kam.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Der Bandname geht auf meine Kappe. Er bezieht sich auf die Bibelfigur Jacob, wobei wir betonen möchten, dass wir keine christliche bzw. religiöse Band sind. Dieser Jacob sieht im Traum eine Leiter, die als Verbindung zwischen Himmel und Hölle dient. Mit dem Fall von der Leiter versuchen wir symbolisch darzustellen, dass die Menschheit danach strebt in den Himmel (=bessere Welt etc.) zu kommen, jedoch durch ihr prinzipielles Verhalten oft daran scheitert. Der Bandname symbolisiert also grob gesagt die Überheblichkeit bzw. das Scheitern der Menschheit.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Jacob’s Fall - Lost In Silence (NEW ALBUM TEASER)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/rR0Odm0OXQI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Herzlichen Glückwunsch zu „Lost in Silence“! Ehrlich gesagt hatte ich beim Hören des Albums ein seltenes Luxusproblem: einerseits habe ich analytisch versucht das Album zu hören, um es für eine Rezension optimal beschreiben zu können. Als Gegengewicht driftete der analytische Fokus komplett ab, weil ich mich immer wieder in eure Songs fallen lassen habe und einfach die unfassbar abwechslungsreichen Klangwelten genießen wollte. Man kann euch (zum Glück) nur schwer einordnen; es ist, als würde man eine frische Band hören, die mit den Erfahrungen von Bands der 90er Jahre (Moonspell, Lacuna Coil, Therion) gesegnet ist. Wie kann man sich den Songwritingprozess bei euch vorstellen; klassisch im Proberaum oder modern über das Internet?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Weder noch! Aber erstmal vielen Dank für das Lob! Die Songs stammen alle von mir. Beim ersten Album „The War We Miss“ von 2019 entwickelte ich sämtliche Melodien sowie einen Großteil der Riffs und der Drumparts. Durch intensives gemeinsames Proben haben wir die Songs dann zu dem Material geformt, welches auch auf der fertigen Scheibe zu hören ist. Bei „Lost In Silence“ haben wir etwas anders gearbeitet. Während das erste Album im Woodhouse Studio aufgenommen wurde, haben wir die neue Scheibe in kompletter Eigenregie im Proberaum eingespielt. Da wurden bei den Recordings stellenweise komplette Songstrukturen verändert oder neue Ideen ausprobiert. Da wir keinerlei Kosten- und Zeitdruck hatten, war das überhaupt kein Problem. Im Prinzip kann man sagen, dass die Songs komplett aus meiner Feder stammen, das Material aber erst durch das Zusammenspiel aller Bandmitglieder zu dem wird, was man am Ende auf dem Album hört oder beim Konzert erlebt.“</p>
<p><strong>Wie kam der Albumtitel zustande und was bedeutet er für euch persönlich?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Der Titel stammt von mir. Ursprünglich hatte ich auch eine ganz andere Idee für das Plattencover. Man sollte vom Weltall aus einen Planeten sehen, auf dem ein Kind mit einem Teddybären im Arm steht, das traurig und verloren wirkt. Damit sollte symbolisiert werden, dass man als einzelne Person in der Gesellschaft ganz oft überhört wird. Man kann den Titel aber auch direkt auf den Planeten beziehen. Irgendwann hatten wir neue Ideen für das Coverartwork, wollten den Titel aber unbedingt behalten. Der Song und dessen Text sind übrigens erst viel später entstanden.“</p>
<p><strong>Könnte bitte jemand dem Sänger sagen, dass er bei `Like the Leaves`(ab Minute 02:38) die Gesangsspur einfach nur endlos weitersingen soll, damit ich die Gänsehaut bitte länger genießen kann? Ganz ehrlich: ich war angetan, aber ab der Stelle habt ihr mich komplett erwischt: Danke! Ein kurzer Blick auf die Vocals; wie kommen die Geschichten zustande? Sind es persönliche Erfahrungen, werden Eindrücke verarbeitet oder ist es etwas völlig anderes? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Jens:</span> „Die Texte stammen allesamt aus meiner Feder. Du liegst ganz richtig mit Deiner Vermutung. Prinzipiell entstehen die Lyrics aus Dinge, die mich gerade beschäftigen oder die mir im täglichen Leben widerfahren. Das sind sowohl private als auch gesellschaftsrelevante bzw. politische Themen. Häufig dienen mir die Texte dazu, bestimmte Ereignisse zu verarbeiten. „The Hole“ ist beispielsweise ein Song, der mir textlich ganz viel bedeutet.“</p>
<p><strong>Ihr habt ja aufgrund eurer vorangegangenen Banderfahrungen einiges an Bord, das euch in die Karten spielt. Man hört quasi heraus, dass ihr euch gut untereinander versteht und gleichzeitig entspannt und konzentriert an die Musik herangeht. Wie würdet ihr die Herangehensweise an die Songs beschreiben und was hat sich an der Art und Weise (im Vergleich zu euren Vorbands) verändert?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René</span>: „Jeder Einzelne von uns hat schon jahrelange Erfahrung, sowohl auf der Bühne als auch im Studio. Stellenweise auch gemeinsam. Über die Jahre lernt man halt, worauf es beim Musizieren im Kollektiv ankommt bzw. wie sich jeder am Effektivsten einbringen kann. Ich denke, das kann man schon irgendwie hören. Im Vergleich zu den alten My Insanity-Scheiben klingt jetzt alles viel runder und stimmiger. Damals wollte man halt auch mal zeigen, was man technisch alles drauf hat. Das war aber selten songdienlich. Mittlerweile hat jeder auch reichlich Lebenserfahrung gesammelt, sodass das gemeinsame Miteinander viel entspannter abläuft. Das macht sich in sämtlichen, die Band betreffenden, Belangen bemerkbar.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Jacob&#039;s Fall - Walk Through Ashes (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/dKi678tc2yc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Ihr habt ja auch einen YouTube Kanal. `Walk Through Ashes` wurde bereits aus dem Album ausgekoppelt. Sind weitere Videos geplant und was ist euch generell bei Videoauskopplungen wichtig? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es sind auf jeden Fall weitere Videos geplant. Es gibt auch schon reichlich Ideen, die wir demnächst versuchen umzusetzen. Lasst euch überraschen!“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Prinzipiell wollen wir es vermeiden, einfache Performance-Clips zu machen. Die sieht man ja von so ziemlich jeder Band. Wir erzählen lieber Geschichten in unseren Videos, als einfach eine musizierende Band zu zeigen. Das finden wir ziemlich langweilig. Der nächste Clip wird konzeptionell, aber ganz anders ausfallen, als „Walk Through Ashes“. Erstaunlicherweise gab es auch viele Rückmeldungen, dass Leute die Story des Clips gar nicht so richtig verstanden haben.“</p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Wir wollen halt die üblichen Klischees vermeiden. Am schönsten wäre es, wenn wir mit den Videos unseren eigenen Stil – sowohl musikalisch als auch visuell – zum Ausdruck bringen könnten.“</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-32209" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=300%2C169&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="169" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=768%2C433&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?w=958&amp;ssl=1 958w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gibt es eigentlich Merch von euch und ist eine Vinylversion von „Lost in Silence“ erhältlich?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es gibt verschiedene T-Shirt-Motive, die man auf den üblichen Wegen (Bandcamp, Facebook etc.) erwerben kann. Derzeit wird bereits an neuen Sachen gearbeitet. „Lost In Silence“ gibt es auf Vinyl und zudem als digitale Version auf allen entsprechenden Plattformen. Eine CD-Variante ist erstmal nicht geplant, da sich dieses Formal derzeit leider kaum verkaufen lässt. Unser erstes Album „The War We Miss?“ ist übrigens weiterhin als CD und auf den digitalen Plattformen erhältlich.“</p>
<p><strong>Auch euer Albumcover sticht aus der Masse hervor; man hat das Gefühl, selbst auf einem Floß zu sitzen, während die Welt um einen herum auseinanderbricht und versinkt. Das einzige, was einen dann noch am Leben (oder über der Meeresoberfläche) hält, ist die Musik. Wie kam das Cover zustande und wer hat es erstellt?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Wie schon erwähnt, hatten wir bzw. Christian zunächst ein völlig anderes Cover im Sinn. Nachdem wir ein intensives Brainstorming mit Björn Goosses von Killustrations hatten, kamen wir irgendwann zu der Einsicht, dass sich die alte Idee eher schlecht umsetzen ließ. Björn, der bereits unser letztes Shirt entwarf und bereits für unzählige Bands Albumcover anfertigte, hatte das nun vorliegende Covermotiv in seinem Archiv und meinte, das würde doch gut zum Albumtitel passen. Als ich das Bild zum ersten Mal sah, war ich völlig begeistert. Zum Glück ging es meinen Bandkollegen genauso. Deine Interpretation, dass Musik das einzige ist, was einem am Leben hält, ist ein sehr schöner Gedanke, der wirklich gut zum Coverbild passt. Mit dem untergegangenen Floß spannen wir gleichzeitig den Bogen zum Bandnamen, der ja grob das Scheitern der Menschheit symbolisiert.“</p>
<p><strong>Habt ihr noch weitere Pläne/Konzerte für dieses Jahr im Visier?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es stehen für dieses Jahr noch einige Gigs an, u.a. im September auf einem Festival in Berlin. Da wir aber bisher bei keiner Agentur unter Vertrag stehen, ist es momentan eher schwierig, an vernünftige Auftritte heranzukommen. Falls ein Booker Interesse hat, kann er uns gern kontaktieren. Ansonsten arbeiten wir bereits an neuen Songs, da die Pause bis zum nächsten Album nicht wieder 6 Jahre dauern soll.“</p>
<p><strong>Danke für euer wunderschön und ergreifendes „Lost in Silence“; das Album ist definitiv der beste Grund, ein Fan von euch zu werden! Ich wünsche euch eine schöne Releaseparty und weiterhin alles Gute mit JACOB´S FALL! Die letzten Worte an unsere Leser gehören euch </strong><strong>😊</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Lukas:</span> „Erstmal möchte ich mich im Namen der ganzen Band für das Interview und Deine lobenden Worte bezüglich des Albums bedanken. Wir sind schon sehr auf Dein Review gespannt! Des Weiteren hoffen wir natürlich, dass sich möglichst viele Leute mit unserer Musik beschäftigen. Wie bereits erwähnt, gibt es so Einiges zu entdecken. Live sollte man sich das natürlich auch mal anschauen. Danke und viele Grüße an alle Leser!“</p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview">JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>Lieblingsplatten Revisited &#8211; &#8222;Lauschangriff&#8220; mit Markus von IMPARITY</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/lauschangriff-lieblingsplatten-revisited</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 18:31:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[The Night Flight Orchestra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#160; Unsere Leidenschaft zur Musik wird von jedem von uns auf seine eigene Weise gelebt. Angefangen vom Hörerlebnis selbst, über</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/lauschangriff-lieblingsplatten-revisited">Lieblingsplatten Revisited &#8211; &#8222;Lauschangriff&#8220; mit Markus von IMPARITY</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unsere Leidenschaft zur Musik wird von jedem von uns auf seine eigene Weise gelebt. Angefangen vom Hörerlebnis selbst, über den Besuch von Konzerten, Tragen von Bandshirts bis hin zum eigenen musikalischen Projekt ist alles dabei. Dabei gibt es persönliche Vorlieben (Streaming, CD, Vinyl oder Tape) und Hörgewohnheiten (Lautsprecher oder Kopfhörer). Bei einem gemütlichen Gespräch mit Markus von <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://www.imparity.de/">IMPARITY</a></span> (siehe auch <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-tales-of-rust-and-bones">unsere Rezi zum Album</a></span>) plauderten wir über ungewöhnliche Ideen fürs Hörerlebnis, die Veränderung der eigenen Lieblingsbands innerhalb derer Diskographie und dem aktuellen Stand bei IMPARITY.</p>
<p><strong>Du hattest eine sehr coole Idee; sich einmal durch die komplette Diskographie einiger Lieblingsbands zu hören. Wie kam es zu dieser Idee?</strong></p>
<p>Eigentlich war das ein ganz profaner Grund, der mich zu dieser Idee brachte. Ich habe seit geraumer Zeit einen Plattenspieler in meinem Arbeitsbüro stehen und bin in der glücklichen Lage fast den ganzen Tag Musik hören zu können. Neben aktuellen Schallplatten, die ich an meine Arbeitsstelle schicken lasse, will ich aber natürlich auch alte Platten hören, die ich dann immer im Schwung von zu Hause aus meiner Sammlung mitnehme und nach dem Durchhören gegen andere austausche. Da ich meine Platten alphabetisch und innerhalb einer Band chronologisch sortiert habe war es mir aber tatsächlich zu mühsam, immer einzelne Platten herauszunehmen und sie hinterher wieder korrekt einzusortieren und daher habe ich immer die Kollektion einer Band im gesamten aus dem Regal genommen.</p>
<p><strong>Welche Bands hast du konkret durchgehört und warum ausgerechnet diese? Und gab es ein bestimmtes Medium (Schallplatte, CD, digital), das du bevorzugt hat oder hat du alles so gemischt, wie es in den Alltag passt?</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-31726 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB.jpg?resize=300%2C297&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="297" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=300%2C297&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=1024%2C1014&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=768%2C760&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=1536%2C1521&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=2048%2C2028&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es waren eben Bands, von denen ich einfach besonders viele Schallplatten besitze. Bands deren Sammlung ich insbesondere Ende der 90er und in den 2000ern gesammelt habe und dort vornehmlich auf CD besitze, fielen daher hinten über. Wenn mir einzelne Releases auf Platte fehlten, habe ich diese aber in der korrekten Reihenfolge dann gestreamt, um auch wirklich die ganze Diskographie zu erfassen. Außerdem sollten es schon Bands sein, die eine umfangreiche Diskographien vorweisen können.</p>
<p>Unter anderem sind da vor allem Motörhead, My Dying Bride, Swallow the Sun, Anathema, Falkenbach, Sentenced, Amorphis, Hammerfall, Black Sabbath (dank der neu veröffentlichten LP-Boxen), The Gathering und The Night Flight Orchestra, aber auch eher nicht unter den Metal zu gruppierende Bands, wie Dire Straits, Queen oder Heart, zu benennen.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-31728" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Katatonia.jpg?resize=300%2C295&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="295">Hast du noch weitere Bands auf deinem Zettel, die du durchhören möchtest und falls ja, welche sind das?</strong></p>
<p>Als nächstes steht auf jeden Fall Katatonia und Long Distance Calling an, da besitze ich auch noch fast jede Veröffentlichung auf Vinyl und aus dem Rock-Sektor Pat Benatar. Danach muss ich schon etwas genauer schauen, wo ich wirklich noch ausreichende Mengen an Releases auf Vinyl vorliegen habe. Eventuell werde ich dann doch mehr auf das Streaming oder auf die CD setzen. Nevermore, Paradise Lost oder Moonspell würden mich auf jeden Fall sehr reizen, da habe ich die meisten Releases aber „nur“ auf CD. Da würde ich dann im Büro wohl eher auf das Streaming setzen.</p>
<p><strong>Wenn man eine Band in seiner Jugend zum ersten Mal hört und dann einige Alben immer wieder auf dem Plattenteller hat, gehören die schon fest zum eigenen Leben. Wenn man jetzt allerdings die komplette Diskographie durchhört, hört (und spürt) man ja schon einige Unterschiede im Gegensatz zum „ersten Mal“. Wenn du das aktuelle Hörerlebnis mit deinen ersten Begegnungen mit den Bands vergleichst: was hat sich konkret verändert und was ist gleich geblieben für dich beim Durchhören?</strong></p>
<p>Gleich geblieben ist natürlich die Liebe und die Begeisterung zu jeder der Platten. Von den genannten Bands gibt es wirklich nur wenige Platten, die ich nicht liebe und mag. Jede Platte für sich ist besonders und einzigartig, auch wenn sie manchmal aus dem Kontext fallen oder doch eine deutliche Kurskorrektur der Band aufweisen. Wenn man die Platten nun im Kontext der Banddiskographie hört fällt einem &#8211; wie ich finde &#8211; schon deutlicher auf, dass sich viele Stilwechsel eben doch längerfristig eingeschlichen haben und nicht wie es einem manchmal in der Jugend vorkam, von einer Platte auf die andere. Manchmal lässt sich der stilistische Wechsel auch natürlich auch an Wechseln in der Bandbesetzung festmachen. Ich habe auch versucht immer zu den Platten ein wenig über die Geschichte der Band zu recherchieren und die Platten auch im Zusammenhang von Besetzungswechsel, Plattenfirmawechsel und ggf. auch Aufnahmebudget zu sehen. So erschließen sich einem viele Unterschiede und Zusammenhänge, die man in früheren Zeiten auch auf Grund der damals nicht vorhandenen Datenbanken im Internet so gar nicht deuten konnte. In dem Zuge bin ich dann auch nach der Discographie einer Band gerne noch eine Zeit bei den Nebenprojekten der Mitglieder oder weiterführender Gruppen ehemaliger Mitglieder hängengeblieben.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-31730 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Imparity.jpg?resize=235%2C214&#038;ssl=1" alt="" width="235" height="214">Das bringt mich direkt zu eurer Band IMPARITY; stell dir vor, du würdest eure ersten musikalischen Gehversuche mit eurem aktuellen Album vergleichen; was hat sich da für dich verändert, wenn du es als Hörer durchhören würdest?</strong></p>
<p>Zum einen vor allem der Sound. Bei unserer ersten EP waren wir zwar in einem professionellen Studio und eigentlich ist es von der Technik her die am besten produzierte Platte. Aber wir wussten gar nicht so recht, welchen Sound wir eigentlich haben wollten und entsprechend langweilig ist dann auch der Mix ohne Ecken und Kanten ausgefallen. Die zweite Veröffentlichung „Dying Dreams“ haben wir dann in der Pandemie-Zeit komplett im Heim-Studio aufgenommen und ich habe sie selbst gemischt. Für einen Anfänger glaube ich gar nicht so schlecht, aber im Nachhinein merkt man dann natürlich doch wo die Schwachstellen sind. Bei dem ersten Langspieler haben wir dann zwar auch im Heimstudio recordet, das Ganze aber von Markus Skroch von den Kalthallen Studios (u.a. Ash of Ashes) mixen lassen und das Ergebnis hat uns auf der gesamten Länge überzeugt.</p>
<p>Der zweite Unterschied liegt sicher im Songwriting, wo wir mit der Zeit auch deutliche Fortschritte gemacht haben. Sowohl in der Abwechslung als auch in der Komplexität. Und schließlich auch in unseren eigenen Fähigkeiten am Instrument und in dem Mut, einmal etwas Neues zu probieren.</p>
<p><strong>Wie schaut´s aktuell im Lager von IMPARITY aus; euer Debut-Album „Tales of Rust and Bones“ war ja bereits eine Doom Perle. Wie sind die aktuellen Pläne in Sachen Songwriting und Konzerten?</strong></p>
<p>Wir bleiben in der Entwicklung nicht stehen und haben jüngst eine sehr erfreuliche Entwicklung. Wir konnten ein neues Bandmitglied für uns gewinnen und werden in Zukunft mit Geige und Keyboard die Bühnen unsicher machen. Dadurch wird unser Sound sicher deutlich komplexer und abwechslungsreicher sowie atmosphärischer. Wir sind mitten im Prozess des Songwritings für das neue Album, ein Termin steht hier aber auch noch gar nicht fest. Gerne würden wir auch ein kleines Label für uns gewinnen können. Erste Live-Termine sind für den Sommer auf jeden Fall geplant. Zum Beispiel am 02.08.2025 im Valhalle in Köln und am 06.09.2025 im Kult 41 in Bonn.</p>
<p><strong>Du bist ja auch viel auf Konzerten unterwegs; gibt es ein Festival, auf dem du gerne mit IMPARITY spielen würdest?</strong></p>
<p>Wir würden gerne mal auf einem Festival spielen, da kommen viele kleine Festivals im Ruhrgebiet oder in ganz Deutschland sicher in Frage. Ein Festival ist immer eine großartige Möglichkeit seine Musik einer größeren Gruppe von Musikbegeisterten zu präsentieren, die sonst nie auf diese Band gestoßen wären. Total schön wäre es mal in einer besonderen Location, wie z.B. der Naturhöhle in Balve zu spielen. Aber das sind weit entfernte Träume.</p>
<p>Danke für deine Zeit und die coole Idee für diesen Artikel!</p>
<p><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/"><strong>Sebastian Radu Groß</strong></a></span></p>
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		<title>IMPARITY &#8211; &#8222;Tales of Rust and Bones&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2023 09:18:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Wir schreiben die 90er Jahre; die Gothic Szene erlebt ihren musikalischen Frühling, die Metalszene explodiert in verschiedene Richtungen, weil viele</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-26926" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/TalesOfRustAndBones.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/TalesOfRustAndBones.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/TalesOfRustAndBones.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/TalesOfRustAndBones.jpg?w=700&amp;ssl=1 700w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wir schreiben die 90er Jahre; die Gothic Szene erlebt ihren musikalischen Frühling, die Metalszene explodiert in verschiedene Richtungen, weil viele Bands sich ausprobieren und es entwickeln sich unterschiedliche Subgenres. Der Metal wird durch kommerziell erfolgreiche Bands aus seinem Nischendasein ans Licht gezerrt und erfährt eine breite Aufmerksamkeit. Zeitreise ins Jahr 2023; die Welt ist gebeutelt von Corona, Krieg und Naturkatastrophen. Musikalisch gibt es im Metalsektor eine große Bandbreite, die niemand mehr als Ganzes zu erfassen vermag. Es fällt daher teilweise schwer, aus diesem Überangebot eine Perle rauszufischen, da man vieles bereits gehört hat.</p>
<p>Inmitten dieser Landschaft lauert das Debüt von <span style="color: #003366;"><strong><a href="http://imparity.de/">IMPARITY</a>,</strong></span> die sich unverkennbar dem Doom verschrieben haben. Schwerfällig wälzt sich der Opener `Hermetical Seal of Light` aus den Boxen, um sich langsam zu entfalten. Der Grundpfeiler ist definitiv Black Sabbath, garniert mit einem leichten Cathedral Einschlag (minimalistisches Stoner Rock Feeling beim Solo). Keine mentale Moshpit, keine Nackenbrecher, sondern ein intensiver Trip wartet hier auf den Hörer, der sich durch das ganze Album durchziehen soll. Frontfrau Eva beschwört sowohl mit klarem, als auch mit keifendem Gesang Bilder im Kopf herauf, die nur allzu gut zum (gelungenen) Albumcover passen. Erstaunlich ist auch, dass sich einige Textpassagen sogar ohrwurmartig ins Gedächtnis fräsen, was eher untypisch für das Genre ist. `Missing Number` ist ein wunderschönes Beispiel dafür, dass einige Songs sich im Laufe der Zeit optimal entfalten können. Überwiegend klarer Gesang und tonnenschwere Riffs bilden hier das Grundgerüst, dass von gelegentlichem Gekeife zerbrochen wird. Der ruhige Mittelpart unterstreicht, dass simple Methoden zu einem atmosphärischen Ergebnis führen; einfach mal gemütlich zurücklehnen und die eingestreuten Gitarreneffekte ihren Job machen lassen funktioniert hier mehr als gut. `Rust and Debris` lullt zwar mit Stonersound ein, kommt aber dann mit seiner Doublebass in die Gänge, die von Eva&#8217;s Stimme umschmeichelt werden.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=mEm7anoBf24" title="Imparity -  The Truth Of Bones (Single 2023)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/mEm7anoBf24?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>`The Truth of Bones` hat es mir besonders angetan, denn hier haut Eva nicht nur die komplette Bandbreite ihrer Stimme raus, sondern besonders die aggressiven Vocals hinterlassen bei mir ein zufriedenes Dauergrinsen. Die Gesangslinie „Dying alive, hiding in fear. Feeling nothing, fading away“ hallen auch noch lange nach dem Ende des Songs in meinem Kopf wider und alleine dafür liebe ich diese Scheibe. IMPARITY knallen mit `Third from the Sun` einen derartig charismatischen Song auf den Tisch, den man ihnen sofort abkauft, obwohl (oder weil?) es ein Coversong von Chrome ist. Authentischer kann man es nicht mit seinen musikalischen Zutaten machen. `Watch The World Go By` hat den Sprung von der ersten EP auf&#8217;s Debüt geschafft und eine Frischzellenkur erfahren, die sich gelohnt hat.</p>
<p>Auf diesem Album gibt es viele Dinge, die sehr gut laufen; ein sauberer Sound, der jedem Instrument seinen Platz zum Atmen lässt, ist eine Sache. Ein eigenbrötlerisches Songwriting, das zwar nicht jedem gefallen muss, aber dafür herrlich authentisch ist, gibt es hier definitiv im großen Stil. Weitere Vergleiche als oben genannt möchte ich hier bewusst nicht machen, denn man versucht nicht sich an Erfolgen großer Helden zu messen, sondern zieht hier konsequent sein eigenes Ding durch. Den Release-Termin in die dunkle Jahreszeit zu verlegen, ist ein gelungener Schachzug und wird bestimmt einige Leute gut durch viele Winternächte durchbringen. „Tales of Rust and Bones“ ist ein sehr gelungener Geheimt(r)ip geworden, der zwar seine Anlaufzeit braucht, dann aber mit vielen doomigen Momenten belohnt, denen man sich nur schwer entziehen kann.</p>
<p><strong>8 von 10 Punkten</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Redakteur: Sebastian Radu Groß</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-tales-of-rust-and-bones">IMPARITY &#8211; &#8222;Tales of Rust and Bones&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>IMPARITY im Interview &#8211; Dunkel die Jahrenszeit, das Herz doomt</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-im-interview-dunkel-die-jahrenszeit-das-herz-doomt</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2023 10:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der Regen prasselt an die Fensterscheiben und die Sonne ist bereits lange verschwunden. Es ist ein dunkler Novemberabend im Jahr</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-im-interview-dunkel-die-jahrenszeit-das-herz-doomt">IMPARITY im Interview &#8211; Dunkel die Jahrenszeit, das Herz doomt</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der Regen prasselt an die Fensterscheiben und die Sonne ist bereits lange verschwunden. Es ist ein dunkler Novemberabend im Jahr 2023, das von Kriegen, Naturkatastrophen und Zukunftsängsten gebeutelt ist. Die ersten Grippewellen rollen über das Land hinweg und Festivals und gemütliche Sommernächte sind lediglich Erinnerungen, die im Alltag zu verblassen drohen. In diesem Moment setze ich die Kopfhörer auf, schließe die Augen und begebe mich mit „Tales of Rust and Bones“ von <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://imparity.de/"><strong>IMPARITY</strong></a></span> auf eine authentische Reise durch doomige Gefilde, die mich daran erinnert, dass es in einer turbulenten Welt noch jene Geheimtipps gibt, die einem nahe gehen. Grund genug die Band in Bochum zu treffen und über Verarbeitung von Gefühlswelten, Erfüllung von Jugendträumen und Techno als Werkzeug zu plaudern. Vorhang auf für IMPARITY!</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-26933" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=248%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="248" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=248%2C300&amp;ssl=1 248w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=847%2C1024&amp;ssl=1 847w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=768%2C929&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=1270%2C1536&amp;ssl=1 1270w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?w=1482&amp;ssl=1 1482w" sizes="auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px" />Hallo, erstmal vielen Dank für eure Zeit und herzlichen Glückwunsch zu eurem ersten Album! Lasst uns eine kleine Zeitreise zu euren Wurzeln machen:&nbsp; Wie kam es zu IMPARITY?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Stefan:</span></strong> Diese Frage habe ich befürchtet (lacht). Es war 2015, nachdem ich meine allererste Band verlassen hatte, wo ich Schlagzeug gespielt habe. Eigentlich hatte ich das Schlagzeugspielen für mich aufgegeben, weil ich keine Lust mehr auf den ganzen Stress hatte. Ich war dann mit meinem Vater auf einem Konzert von Motörhead und als ich Lemmy dann live gesehen habe dachte ich mir: „Das kann noch nicht alles gewesen sein“. Ich habe also mein Schlagzeug wieder aufgebaut und übers Internet nach Leuten gesucht. Andy (Bass) hatte sich gemeldet und wir kamen ganz gut miteinander klar. Wir brauchten auch noch einen Gitarristen und Andy empfahl mir sofort Markus, der ein sehr guter Gitarrist wäre. Markus kam dann sichtlich irritiert zu unseren Proben, da er seit 15 Jahren kaum noch Gitarre gespielt hatte, aber die Chemie zwischen uns stimmte sofort. Zu dritt sind wir dann gestartet und haben lange nach einem Sänger/Sängerin gesucht, bis wir zum Glück Eva übers Netz kennengelernt haben. Sie war bereits heiß von anderen Bands umworben und hat sich aus irgendeinem Grund für uns entschieden (lacht). Musikalisch passten unsere Vorlieben für Doom mit Eva&#8217;s Gesangserfahrungen im Gothic-Sektor sehr gut zusammen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-26951 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/kokok.jpeg?resize=150%2C150&#038;ssl=1" alt="" width="150" height="150" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/kokok.jpeg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/kokok.jpeg?w=225&amp;ssl=1 225w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Wir sind dann tief in die 90er Jahre abgetaucht, hatten unsere ersten Auftritte und unsere erste EP &#8222;Watch The World Go By&#8220; gemacht. Es gab noch einige Besetzungswechsel, bis Greg (Bass) zu uns gestoßen ist, der noch einiges an musikalischen Kompetenzen mit in die Band eingebracht hat.</p>
<p><strong>Ihr habt bereits eine EP und eine Split auf dem Kerbholz. Wie hat sich die Herangehensweise bei eurem Songwriting bis zum Album entwickelt?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Markus:</span></strong> Wir drei Instrumentalisten treffen uns regelmäßig im Proberaum, Eva ist allerdings auf Grund der räumlichen Distanz seltener dabei. Während der Pandemie haben wir gelernt, vieles online zu erledigen. &nbsp;Durch Greg hat sich an der Herangehensweise einiges geändert. Früher habe ich beispielsweise eine Idee oder ein Riff gehabt, unser Bassist hat seinen Part beigesteuert, Eva den Gesang und Stefan die Drums. Damit waren wir dann fertig. Seit Greg bei uns ist, ist es vielmehr ein gemeinschaftliches Erarbeiten.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-26953" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Cover-Imparity-Dying-Dreams.jpg?resize=150%2C150&#038;ssl=1" alt="" width="150" height="150" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Cover-Imparity-Dying-Dreams.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Cover-Imparity-Dying-Dreams.jpg?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Bei der Split EP &#8222;Dying Dreams&#8220; war er noch neu an Bord und es war zusätzlich die Corona Zeit, so dass wir wenig proben konnten. Damals haben wir uns viele Ideen hin- und hergeschickt, was man den Songs teilweise auch anhört. Die Songs waren bereits fertig und Greg hat noch seine persönliche Note mit eingebracht, was auch sehr gut funktioniert hat. Bei dem Album hat immer einer eine Idee mitgebracht und wir haben dann gemeinsam im Proberaum den Song daraus entwickelt, was für uns sehr gut funktionierte.</p>
<p><strong>Eine Frage an Eva (Gesang): Wie wird der Gesang in den Song integriert? Steht bereits das fertige Stück und du kannst dann loslegen?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Eva:</strong></span> Ja, so ungefähr (lacht). Ich bin nicht immer bei den Proben dabei, weil ich in einen zweistündigen Anfahrtsweg habe und dann nur rumsitzen würde. Das macht keinen Sinn. Wenn ich den Song höre, mache ich mir Notizen, welche Assoziationen ich dabei habe. Und anhand dieser Assoziationen schreibe ich nachher den Text. Das funktioniert für mich ganz gut, ich kann die meisten Texte dann einfach so runterschreiben. Wenn ich einmal das Schema habe, dann kriege ich das schnell geschrieben. Ich brauche für mich halt den Moment, an dem ich weiß, worum es in dem Song gehen soll und dann klappt das sehr gut.</p>
<p><strong>Worum geht es in den Texten? Sind es fiktive Geschichten, oder persönlich erlebte Ereignisse?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Eva:</strong></span> Also die meisten Texte sind schon relativ persönlich, weil ich nicht der Mensch bin, der plakativ seine Gefühlswelt darlegt. Ich suche mir da meine Ideen raus und setze sie um. Beispielsweise bei `Rust and Debris` ist es relativ einfach, denn es geht um Umweltverschmutzung. Bei dem Intro hatte ich ein Dune Szenario im Kopf und habe den Rest dann darauf aufgebaut. Ich habe in einigen Texten auch Trennungen verarbeitet, aber das schreibe ich halt nicht so offensiv rein, sondern versuche die Stimmung zu transportieren.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=mEm7anoBf24" title="Imparity -  The Truth Of Bones (Single 2023)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/mEm7anoBf24?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Hand aufs Herz; was liegt euch mehr: Live Gigs oder die Songs im Kämmerlein schreiben?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Greg:</strong></span> Ich finde beides geil; die Songs gemeinsam im Proberaum zu entwickeln und dann bei Leuten zu testen, wie das live funktioniert. Anhand der Reaktionen merkt man dann, ob es ein Treffer war, oder ob man den nicht ganz so häufig spielt. Ich freue mich immer, wenn ich auf der Bühne stehen darf. Für mich ist beides gleichberechtigt. Es ist zwar grundverschieden, aber gleichermaßen wichtig.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Markus:</strong></span> Ich bin ehrlich gesagt mehr der Proberaum- und Schreibemensch. Natürlich sind Gigs zwar nicht schlecht, aber für mich wäre es nicht schlimm, wenn es keine Gigs gäbe (lacht).</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Stefan:</span></strong> Früher hatte ich eine ähnliche Einstellung wie Markus zu Liveauftritten. Nachdem wir einige Auftritte absolviert und etwas Selbstvertrauen gewonnen haben, machen mir die Auftritte schon mehr Spaß. Wir sind jetzt gut aufeinander eingespielt und können uns aufeinander verlassen auf der Bühne. Selbst wenn sich jemand mal verspielt, bekommen wir das live als Band sehr gut ausgebügelt. Gerade in den Anfangstagen bei den ersten Auftritten weißt du, dass ein Spielfehler die ganze Band rausbringen kann; das setzt dich dann zusätzlich unter Stress, was mittlerweile viel besser geworden ist. Jetzt finde ich Live-Auftritte schon richtig geil.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Eva:</strong> </span>Ich finde Live-Auftritte toll! Ich weiß noch, als wir 2017 im Proberaum darüber gesprochen haben, dass wir mittlerweile genug Material für einen Auftritt haben. Die Reaktion darüber war relativ verhalten (lacht).</p>
<p><strong>Gerade in Sachen Locations muss man als unbekannte Band aber auch erst einmal an einige Gigs rankommen. Kleinere Clubs sind da stellenweise sehr offen und gute Kontakt spielen da auch eine sehr bedeutende Rolle</strong>.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Eva:</strong></span> Wir haben das Glück, dass ich den Veranstalter vom Kult 41 in meiner Heimatstadt Bonn kenne und der Club Fördergelder bekommt. Ohne den Kontakt wäre es sehr schwer für uns geworden.</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Stefan:</span></strong> Alle unsere Konzerte basieren auf unseren persönlichen Kontakten, die wir zu den Veranstaltern haben. Als kleinere Band wirst du erst gar nicht großartig angefragt, deshalb basieren unsere Gigs zu 100% auf die Kontakte der einzelnen Bandmitglieder.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-26941 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Imparity2020-2.jpg?resize=300%2C212&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="212" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Imparity2020-2.jpg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Imparity2020-2.jpg?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Imparity2020-2.jpg?w=900&amp;ssl=1 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gab es einen besonders schönen oder schlechten Moment, der euch in Sachen live Auftritten im Gedächtnis geblieben ist?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Eva:</span> </strong>Wir hatten insgesamt zwei richtig schlechte Gigs.</p>
<p>Stefan: Da gab es mehrere Umstände, die dazu geführt haben. Ein vom Veranstalter gestelltes Schlagzeug, das nicht mal mehr für den Schrottplatz getaugt hatte, keine Gesangsanlage und keine Monitorboxen.</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Markus:</span></strong> Da war so ein Songcontest mit drei Bands und der Veranstalter kannte bis zum Schluss nicht unseren Bandnamen. Anfangs hatte er noch vom Zettel abgelesen; als es zu der Siegerehrung kam (bei der wir gnadenlos untergegangen sind), hatte er seinen Zettel verloren und nur auf uns gedeutet und gemeint „die Band, die da vorne steht“. Schön sieht anders aus.</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Stefan:</span></strong> Letztes Jahr in Hamm und in Bonn waren sehr gute Gigs. Als kleine Band ist man gut aufgehoben und wir hatten viel Spaß; die Leute geben sich Mühe und man hat gute Technik am Start. Ich glaube, wenn diese Grundvoraussetzungen stimmen, dann kommt der Rest von ganz allein.</p>
<p><strong>Ihr habt auch bereits vor IMPARITY einige Erfahrungen gesammelt; habt oder hattet ihr weitere Musikprojekte?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Eva:</span></strong> Ich habe früher bei Traumtänzer gesungen; lustigerweise war es auch eine Bochumer Band. Irgendwie bleibe ich immer in Bochum hängen (lacht). Als ich dann Mutter geworden bin, kam es zum Bruch. Man war der Meinung, dass man als Mutter und mit Familie nicht erfolgreich durchstarten könne. Nach dieser negativen Erfahrung war ich der Meinung, dass es besser wäre, die Sache mit dem Singen komplett bleiben zu lassen. Ich habe danach noch fünf Jahre gebraucht, um auf die Idee zu kommen, erneut Musik zu machen. Ich kam 2016 zu IMPARITY und die Jungs sind einfach die nettesten.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Greg:</strong> </span>Ich habe schon eine etwas längere Historie.Wahrscheinlich ist das auch altersmäßig bedingt und ich habe einfach mehr Zeit gehabt (lacht). Das ging bei mir mit 14 über die üblichen Schülerbands los, dann habe ich Bass in einer Blues-Rock Coverband gespielt. Dort habe ich mir meine Sporen verdient und sehr viel vom damaligen Gitarristen gelernt. Später war ich in einer Thrash-Band, danach habe ich noch in einer Psychedelic-Rockband Gitarre gespielt und gesungen. Mitte der 90er Jahre hat mich dann der Technozug frontal erwischt. Dann habe ich fast 25 Jahre Techno und Acid (auch live) gemacht. Ich bin kein DJ, sondern Musiker und habe mit meinem Bruder mit Hardware und Drum Computer auf der Bühne dann Musik gemacht. Irgendwann war für mich alles gesagt, so dass ich wieder zurück zum Bass gefunden habe und in einer Stoner-Band gespielt habe, was ein großes Steckenpferd von mir ist. Leider ist das aufgrund persönlicher Differenzen auseinander gegangen und dann hat mich nach 2 Jahren Suche Stefan angeschrieben.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Stefan:</strong> </span>Ich bin durch meinen Cousin zum Schlagzeugspielen gekommen. Er hatte mich mal gefragt, ob ich nicht Lust hätte, in seiner Band zu spielen. Damals konnte ich noch gar nicht spielen, aber er hat es mir dann vieles in Ruhe beigebracht, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Außerdem habe ich seit Tag 1 Musikunterricht an den Drums genommen, was mich ebenfalls schnell nach vorne gebracht hat. Später ist es dann auseinandergegangen, was für mich aber nicht schlimm war, denn danach ging es mit IMPARITY weiter.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=tmNb20JPXvA" title="Imparity - Tales Of Rust And Bones" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/tmNb20JPXvA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Gregs musikalische Historie spielt IMPARITY in Sachen Songwriting sehr gut in die Karten. So ist der Sprung in Sachen Effekten von der EP, über die Split bis zum Album deutlich zu hören. Man hat hier das Gefühl, dass die Effekte in kleinen Dosen genau an der richtigen Stelle platziert worden sind.</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Greg:</strong></span> Im Laufe der Jahre eignet man sich auch ein gewisses Sortiment an Werkzeug und Wissen an, das man auch universell einsetzen kann. Das kann man in jeder Musikrichtung gut einbringen; IMPARITY haben mit Techno ja überhaupt nichts zu tun- Es geht nur darum, dass man an der richtigen Stelle das passende Werkzeug nehmen kann, um ein passendes Gesamtbild zu erzeugen.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Markus:</strong> </span>Wir haben uns generell stark weiterentwickelt. Unsere erste EP haben wir zwar professionell im Studio aufnehmen und mixen lassen, aber wir hatten selber noch keine Idee, wo die Reise soundtechnisch hingehen sollte. Daher klingt die Platte sehr zahm. Die Split-EP haben wir dann selbst produziert und gemixt. Wir wussten in welche Richtung der Sound gehen sollte und der Sound ist schon ein deutlicher Schritt nach vorne, aber man hört an vielen Stellen eben auch raus, dass der Mix nicht wirklich professionell ist. Lediglich das Mastern haben wir damals aus der Hand gegeben. Diese Erfahrungen und die Idee unseres eigenen Sounds haben wir dann auf unserem Album verfeinert. Durch den sehr guten Support von Markus Skroch, der unser Album dieses Mal gemixt und gemastert hat, haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt, weil er wusste, welche Vorstellung wir von unserem Sound hatten.</p>
<p><strong>Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Markus?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Stefan:</strong> </span>Markus hatte früher in der Band Hel gespielt. Das war eine relativ bekannte Pagan Metal-Band. Jetzt spielt er in der Band Ash of Ashes und ich bin seit meiner Teenager Zeit ein großer Fan seiner Musikprojekte. Ich hatte das Glück Hel einmal live sehen zu können und hatte mit Markus innerhalb meiner Redaktionstätigkeit bei metal.de gelegentlich gemailt. Dann begab es sich, dass seine neue Band Ash of Ashes zufälligerweise auf dem gleichen Label (Schattenpfade) ist wie wir, was für mich als Hel-Fanboy sehr schön ist. Als ich dann erfahren habe, dass er auch Mix und Mastering professionell anbietet, habe ich über unser Label den Kontakt mit ihm gesucht und wir haben uns dann in Wuppertal getroffen. Für uns gab es keinen Zweifel, dass wir mit ihm zusammenarbeiten wollen; wir waren sofort auf einer Wellenlänge und hatten auch schnell einen Plan von unserer Herangehensweise. Ich war anfangs etwas aufgeregt, aber mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als es so gut funktioniert hatte. Wir sind alle sehr gut miteinander klar gekommen und ich glaube das Ergebnis kann sich sehr gut hören lassen.</p>
<p><strong>Neben der Musik gibt es auch ein sehr schönes Coverartwork zu bestaunen. Zusätzlich gab es auch Pressefotos, bei denen die Bandmitglieder ein leicht abgewandeltes Cover nachspielten, wobei Eva als Nonne fungierte.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Eva:</span></strong> Die Fotos hat Maurice Matern gemacht, der bereits für unsere erste EP die Fotos gemacht hat. Ich hatte ihn mal über Facebook kennen gelernt, weil wir einen Photographen gesucht haben und seitdem unterstützt er uns.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Stefan:</strong> </span>Er ist sehr ambitioniert und macht sich viele Gedanken, wie er was bestmöglich umsetzen kann. Er kam zu uns in den Proberaum und wir hatten zu dem Zeitpunkt bereits das Cover für das Album; er kam dann auf die Idee, das Cover mit uns nachzustellen. Eva also als Nonne und der Rest von uns unter dem Saum des Kleides verdeckt. Wir haben dann eine alte Scheune im Sauerland für das Fotoshooting nutzen dürfen und dann direkt losgelegt. Wir haben den gesamten Tag daran gearbeitet, sowohl an den Einzelportraits als auch an dem Gruppenfoto und es hat sehr gut funktioniert.</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Greg:</span></strong> Kleine Anekdote am Rande: wir waren den ganzen Tag mit dem Shooting beschäftigt und bekamen irgendwann auch Hunger. Also haben wir kurzerhand einige Pizzen in die verlassene Scheune irgendwo im Sauerland bestellt. Der Lieferservice kam dann in den Raum rein, wo fünf Kerle und eine Frau im Latexkostüm saßen, umgeben von einer großen Fotoausrüstung und rotem Samt auf den Boden. Er war sichtlich verwirrt, aber wir konnten ihm (hoffentlich) erklären, dass es nicht das ist, wonach es aussieht (schallendes Gelächter).</p>
<p><strong>Alles ist hier noch echte Handarbeit; sei es bei der Musik, in der Cover- / Bookletgestaltung oder auch in der Promo. So kümmert sich Stefan in erster Linie um die Promo, da er stellvertretender Chefredakteur bei metal.de ist und die Connections hat, während Markus sich um die CD´s und das Vinyl kümmert. In der Zwischenzeit lockt Greg bereits mit ersten neuen Ideen für den Nachfolger, wobei man sich jetzt ganz auf den Release von „Tales of Rust and Bones“ konzentriert. Die Single `The Truth of Bones` ist bereits erschienen und am 17.11.2023 erblickt das Debütalbum das Licht der Welt. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, für IMPARITY beginnt jedoch ein neues Kapitel in der Bandgeschichte. Ich bin mir sicher, dass es viele geben wird, denen es wie mir in der Einleitung gehen wird und die die dunkle Jahreszeit mit dieser Doom-Perle würdig einläuten werden.&nbsp; </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #003366;"><span style="color: #333333;">Redakteur: </span>Sebastian Radu Groß</span></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-im-interview-dunkel-die-jahrenszeit-das-herz-doomt">IMPARITY im Interview &#8211; Dunkel die Jahrenszeit, das Herz doomt</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>AMORPHIS  &#8222;Halo&#8220; (Album Review)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/amorphis-halo-album-review</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jan 2022 11:16:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amorphis]]></category>
		<category><![CDATA[ANATHEMA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>AMORPHIS &#8211; „Halo“ In Zeiten von Covid 19, in denen sich die Welt falsch herumdreht und alles auf den Kopf</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/amorphis-halo-album-review">AMORPHIS  &#8222;Halo&#8220; (Album Review)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>AMORPHIS &#8211; „Halo“</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-19564" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=2048%2C2048&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />In Zeiten von Covid 19, in denen sich die Welt falsch herumdreht und alles auf den Kopf stellt, gibt es noch einige Konstanten, die unumstößlich der Fels in der Brandung sind:<strong> <a href="https://amorphis.net/">AMOPRHIS</a></strong> tragen ihren Teil dazu bei, dass man sich auf ein hochkarätiges Album freuen darf, das gleichzeitig mit einigen Überraschungen aufwartet.</p>
<p>„Halo“ ist sehr leicht zugänglich, was Produzenten Jens Bogren dazu veranlasste, es sogar als „poppig“ zu bezeichnen. Die Band sieht es genau andersrum und erlebt es als eines der härtesten Alben ihrer Karriere; letzten Endes liegt die Antwort im Cover des Albums, das eine Anspielung auf das Ying und Yang ist; leicht zugänglich (oder poppig?) und durch die Kontraste härter (und abwechslungsreicher). AMORPHIS haben das Rad nicht neu erfunden, aber sich selbst auf diesem Album sehr intensiv erkundet. Es scheint, als habe man hier eine Selbstreflexion abgeliefert, mit der Frage: Was macht uns eigentlich aus? Sind es die atmosphärischen Elemente des Wechselgesangs (`Northwards`), der Mut zu Experimenten (`On The Dark Waters`), unsere eingängigen Ohrwurmriffs (`The Moon`) oder die Kunst, unsere Stärken auf den Punkt zu bringen und zu bündeln (`A New Land`)?</p>
<p>Als Antwort ist ein Gesamtkunstwerk heraus gekommen, das sämtlichen Facetten der Band in einem modernen Licht erstrahlen lässt, ohne auf Überraschungen, Gänsehautmomente und das bekannte AMORPHIS Feeling zu verzichten. Knackige Gitarrenwände mit eingängigen Melodien? Check. Charismatischer (Wechel-) Gesang? Check. Atmosphärische Keyboards? Check. Eingestreute Nuancen, um den Hörer zu überraschen (Frauengesang, Chor)? Check. Auch wenn „Halo“ sehr zugänglich geworden ist, vergisst es nie seine Wurzeln und gelegentlich blitzen bei einer Synthesizer-Melodie Momente der „Elegy“ in den Synapsen auf, während die Gitarrenmelodien sogar ein kurzes Augenzwinkern zur unsterblichen „Tales From The Thousand Lakes“ erlauben.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="AMORPHIS - The Moon (OFFICIAL MUSIC VIDEO) | Atomic Fire Records" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/EU5A5nqojYo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Obwohl das Album sehr gut zugänglich ist, gibt es hier sehr viel zu entdecken. Orchestrale Arrangements, spacige Keyboards und einige verträumte Momente, ohne den Härtegrad herunter zu schrauben. Ein besonderes Kompliment muss man Sänger Tomi Joutsen machen, dessen Stimme in absoluter Topform ist: einfühlsam geschmeidig (jeder Refrain des Albums ist Gänsehaut pur) und gleichzeitig brutal in den tiefen Lagen. Der beste Beweis, dass man seine Stärken immer noch steigern kann.</p>
<p><strong>Fazit</strong>:<br />
Selten habe ich ein Album gehört, bei dem eine Band nicht nach neuen Ufern strebte, sondern einfach ganz bei sich sein wollte und gleichzeitig so viel zu sagen hatte. „Halo“ ist das beste Beispiel dafür, dass es immer noch Konstanten im Leben gibt, die unumstößlich fest im Leben verankert sein sollten und gleichzeitig durch Selbstreflexion einen großen Schritt nach vorne in seiner eigenen Entwicklung machen kann. Mehr AMORPHIS auf einem Album geht einfach nicht, deshalb sämtliche Daumen nach oben und Höchstpunktzahl gezückt!</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>10 von 10 Punkten</strong></span></p>
<p>Redakteur: <span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="AMORPHIS - Halo Documentary EP03: Guitars &amp; Bass (OFFICIAL DOCUMENTARY) | Atomic Fire Records" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/yYSVHpEBZWs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
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		<title>ALCEST &#8211; &#8222;SPIRITUAL INSTINCT&#8220;</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/alcest-spiritual-instinct</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2019 19:53:25 +0000</pubDate>
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<p>ALCEST dürfte mittlerweile vielen Leuten ein Begriff sein. „Introvertierter Black Metal“ beschreibt den Sound dieser Band recht gut, in dem</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong><a href="https://www.alcest-music.com/">ALCEST</a> </strong>dürfte mittlerweile vielen Leuten ein Begriff sein. „Introvertierter Black Metal“ beschreibt den Sound dieser Band recht gut, in dem die Franzosen verwurzelt sind und deren Weg sie konsequent gegangen sind. Meine erste Begegnung mit ihnen war „Écailles de Lune“, die meine stillen Gebete nach einer ausbalancierten Symbiose aus melodischem und gleichzeitig räudigem Black Metal erhörte. Musik, Cover und Produktion stimmten hier einfach perfekt und eröffneten mir gleichzeitig den Horizont zu der Band Les Discrets, die ich auch gemeinsam sehen und interviewen durfte. Dabei lernte ich Songwriter Neige als spirituellen und gleichzeitig sympathischen Zeitgenossen kennen, der losgelöst von der Religionsrichtung auf der Suche nach spiritueller Selbstfindung war, die er mit ALCEST vertont.</p>
<p>Auf ihrem sechsten Album „Spiritual Instinct“ wird diese Selbstfindung auf den Punkt gebracht. Statt ausufernden Intros oder üppigen Soundcollagen, setzt man hier auf minimalistische Mittel: erdige Gitarrenriffs greifen mit rockigem Charme nach der Aufmerksamkeit des Hörers, ehe sich die gesamte Schönheit über den Hörer ergießt. Natürlich sind auch die zerbrechlichen Gitarrensounds wieder an Bord und auch die aggressiven Vocals sind vorhanden, aber der Fokus liegt hier klar auf Neige´s klarem Gesang und einprägsamen Melodien. Getreu dem Motto „weniger ist mehr“ haben Neige und Winterhalter Songs geschrieben, die eine Weiterentwicklung von ALCEST klar aufzeigen; der Hörer wird nicht mehr so eingelullt wie bei der „Les Voyages de l`Ame“, aber auch nicht so poppig bedient wie auf „Shelter“. Die Aggression findet im Hintergrund statt, man kommt bei dem Songwriting schnell auf den Punkt und schafft es gleichzeitig, schneller eine Gänsehautatmosphäre zu fabrizieren. Der klare Gesang von Neige ist dabei ganz klar der Haupttrumpf, dessen man sich auch ausgiebig und gekonnt bedient. Einfühlsame Textpassagen, gedoppelte Gesangslinien oder einfach nur das Zusammenspiel mit den Gitarren und dem Schlagzeug lassen bereits beim ersten Durchlauf eine beherzte Atmosphäre aufkommen, die gleichzeitig ihre Langzeitwirkung nicht verfehlt.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="ALCEST - Sapphire (OFFICIAL MUSIC VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/69fnUZhV8SI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch den Black Metal Riffs steht die klare Produktion und die geerdete Atmosphäre sehr gut (`Les Jardins De Minuit`). Das stampfende `Protection` beweist das Talent für groovige Riffs, und gleichzeitig erhabene Melodien, während `Sapphire` bereits vor der Albumveröffentlichung als Dauerbrenner im Netz fungierte. Durch den Wechsel von Prophecy zu Nuclear Blast bekam man das Budget, ein sehr atmosphärisches Video dazu zu drehen. Schon fast erschreckende Elektrosounds leiten `L´lle Des Morts` ein, gleiten dann aber schnell zurück auf die vertraute ALCEST Schiene und spielt auf 9 Minuten sämtliche Trümpfe dieser Band aus. `Le Miroir` entführt in eine sehr atmosphärische Soundcollage, die bereits auf der „Écailles de Lune“ ausgiebig zelebriert wurde und auch dort locker einen Platz als Bonustrack gefunden hätte. Meterlange Gitarrenwände dominieren den Titeltrack und werden von Neige´s Stimme sicher durch den Song ins Herz des Hörers geführt, womit man auch am Ende des Albums erreicht hat.</p>
<p>ALCEST haben mich bereits bei Prophecy fasziniert und erklimmen bei Nuclear Blast das nächste Level ihrer Karriere. Sehr viel live Erfahrung und die bereits sehr guten Veröffentlichungen haben sie bereits seit Jahren aus dem Underground Status hervortreten lassen (ALCEST live auf dem Prophecy Fest in der Balver Höhle sind atmosphärisch einfach unschlagbar). Mit „Spiritual Instinct“ haben sie auch musikalisch ein neues Level erreicht und beweisen, dass man auch mit minimalistischen und alten Mitteln (es wurde analog auf Tape aufgenommen) ein herausragendes und warmherziges Album erschaffen kann. Fanboys dürften sich über die Sammler Edition bei Nuclear Blast freuen, während das Album genrell auf jeder Plattform schnell Anhänger finden dürfte. Erdig, atmosphärisch und unfassbar schön!</p>
<p><strong>9 von 10 Punkten</strong></p>
<p>/Radu</p>
<p>&nbsp;</p>
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