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	<title>Festival 2025 Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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	<description>Dein Mag für mehr LIVE &#38; SZENE!</description>
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		<title>NOAF 2025 &#8211; 20 Jahre Heavy Metal im Weinberg (28.-30. August 2025)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Erik Hüther]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 09:26:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit &#8211; vor 20 Jahren hieß der Bundeskanzler Gerhard Schröder und Stefan Raabs &#8222;TV Total&#8220;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/noaf-2025-28-30-august-2025">NOAF 2025 &#8211; 20 Jahre Heavy Metal im Weinberg (28.-30. August 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit &#8211; vor 20 Jahren hieß der Bundeskanzler Gerhard Schröder und Stefan Raabs &#8222;TV Total&#8220; war der heiße Scheiß, es gab noch keine Smartphones, Youtube und Facebook waren noch ganz neu und interessant und nicht die Verschwörungsschleudern wie heute. Und wahrscheinlich kommunizierten die Macher des NOAFs damals per ICQ (&#8222;Ohoh!&#8220;), als sie auf die Idee kamen, ein Festival im beschaulichen Wörrstadt im Herzen Rheinhessens, mitten in den Weinbergen, aus der Taufe zu heben. Damals bei der ersten Ausgabe hauptsächlich mit Coverbands mit illustren Namen wie &#8222;Rage against the Bratwurst&#8220; und &#8222;Just Priest&#8220; und ungefähr 500 Besuchern.</p>
<p>Spulen wir vor ins Jahr 2025: Das NOAF gibt es immer noch, doch statt Coverbands stehen jetzt international bekannte Bands auf der Bühne am Neuborn. Die Besucherzahl liegt seit etlichen Jahren stabil um die 3000, viele von denen sind Stammgäste, die seit vielen Jahren jedes Jahr herkommen. So wie auch ich meinen Bobbes schon seit mindestens 2016 dorthin schleppe, denn eigentlich ist es fast egal, wer dort oben auf der Bühne steht, Hauptsache endlich normaaahle Leute! Naja, ganz egal ist es dann doch nicht, deswegen steigen wir dann mal ein ins Geschehen auf und vor der Bühne.</p>
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<p><em>Normaahle Leute! Wer den Autor dieses Artikels erkennt, darf ihm ein Bier ausgeben.</em></p>
<p>Los geht&#8217;s am Donnerstagabend mit der Warmup-Party, die ich erstmals zu besuchen schaffte. Bis ich allerdings meine Bändchen, Wertbons und ein erstes Kaltgetränk habe, hat <strong>Pimp Blitzkid</strong> bereits angefangen. Da ich mit dem Original noch nie was anfangen kannte, babbel ich aber lieber mit Freunden und Bekannten, die ich gleich treffe, und höre nur mit einem halben Ohr Richtung Bühne. Immerhin schaffen es die Buben aus Kirn, eine erste Wall of Death zu initieren, doch dann kommt schon mein erstes Highlight des Festivals: <strong>Interstellar Overdrive</strong> aus Wiesbaden bringen den Sound von Pink Floyd ziemlich authentisch auf die Bühne, inklusive exotischem Instrumentarium wie Saxophon und mächtigen Gongs. Geboten werden alle Hits wie &#8222;Echoes&#8220;, &#8222;Time&#8220;, &#8222;Money&#8220; und &#8222;Another Brick in the Wall&#8220;. Und natürlich darf auch die Powerballade &#8222;Wish you were here&#8220; nicht fehlen, was aber von meinem Umfeld spontan in &#8222;Wish you were beer&#8220; umgedichtet wird.</p>
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<p><em>Interstellar Saxomophon</em></p>
<p>Leider ruft am nächsten Tag wieder die Arbeit, deswegen geht&#8217;s mit dem Rad zum Bahnhof und mit dem letzten Zug nach Hause. Doch auch wenn ich keinen Urlaub gekriegt habe, immerhin darf ich am Freitag früher Feierabend machen und mich deshalb pünktlich zu Mittag von der Madame einsammeln lassen. Trotz Umleitung wegen Bauarbeiten schaffen wir es, noch vor der ersten Band unser Zelt aufzuschlagen und ein erstes Dosenbier zu zischen, bevor&#8217;s dann die wenigen Meter zum Infield runter geht. Wie ich am Vorabend schon feststellen durfte, sind die Verpflegungspreise stabil geblieben, so kosten z.B. 400 Milliliter köstlich kühlen Urpils&#8216; nach wie vor 4 Euro.</p>
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<p><em>Homer Simpson gefällt das!</em></p>
<p>Außerdem im Angebot sind Weinschorle in allen Geschmacksrichtungen (der Kenner trinkt natürlich sauer, also mit Sprudel), Pale Ale und dunkles Bier sowie diverse Mischgetränke und latürnich Alkfreies. Löblich: Den Humpen Mineralwasser gibt es für nur einen Euro. Bezahlt wird übrigens mit Wertbons, die man gegen Bargeld oder per Kartenzahlung zwischen Bierstand und Fressbude erwerben kann. Auf der anderen Seite gibt es nämlich köstliche Viktualien wie Schwenksteak, Pommes, Bratwurst, Käsespätzle und veganes Linsencurry. Alles frisch zubereitet vom Küchenteam im Hintergrund und alles sehr schmackhaft!</p>
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<p><em>Kinderarbeit an der Bonkasse!</em></p>
<p>Vor den Verpflegunsstationen sind noch ausreichend Bierbänke für müde und hungrige Metaller*innen aufgestellt, außerdem finden sich rund ums Infield verteilt Sofas, Liegestühle und andere Sitzgelegenheiten. Doch Sitzen is&#8216; ersma vorbei, denn mit <strong>Leyka</strong> fängt die erste Band an! Lustigerweise habe ich die Mainzer vor kurzem erst auf dem <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/field-invasion-2025" target="_blank" rel="noopener">Field Invasion</a> kennengelernt und sehe sie nun bereits zum zweiten Mal, aber eben nicht in Mainz, wo ich ja auch herkomme. Einmal mehr überzeugen mich meine Stadtgenossen mit ihrem EmoCore, ich würde mich freuen, sie mal in einem der Mainzer Clubs zu sehen.</p>
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<p><em>Traitor träten auf</em></p>
<p>Danach wird&#8217;s trashig, Verzeihung, thrashig: <strong>Traitor</strong> wurden anscheinend direkt aus den 80ern hergebeamt und liefern feinsten Old School Thrash, auch wenn die Outfits eher nach 90er Death Metal aussehen, Cargo-Tarnhosen und Sneaker inklusive.</p>
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<p><em>&#8222;The Eeeeeyeee of the Tiger&#8220;</em></p>
<p><strong>Lacrimosa Profundere</strong> wiederum erinnern an eine Mischung aus Moonspell und Paradise Lost mit einem ordentlichen Schuss EBM &#8211; nicht ganz so meins, aber durchaus unterhaltsam. Außerdem sehr photogen!</p>
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<p><em>Starke Frau auf starker Frau: April Art</em></p>
<p>&#8222;Die nächst Bänd muss ich mer unbedingt ogugge, die habbe so e Rothaarisch!&#8220; spricht ein Bekannter. Nun, damit hat er nicht zuviel versprochen, Sängerin Lisa-Marie ist sehr rothaarig. Insgesamt ist rot eh die vorherrschende Farbe bei <strong>April Art</strong>, die so wie die noch etwas poppigere Version von Guano Apes klingen. Positiv hervorzuheben ist die unglaubliche Energie, mit der alle, aber allen voran die Sängerin, ans Werk gehen, und die sich auch auf&#8217;s Publikum überträgt, auch wenn man sich bei dem Dauergegrinse des Gitarristen fragt, was der so genommen hat&#8230;</p>
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<p><em>Anderen Leuten scheint die Sonne aus dem A&#8230; 🙂</em></p>
<p>Die Ansage &#8222;Wir machen Musik, bei der man sich bewegen muss&#8220; hätte es gar nicht gebraucht, denn bereits beim ersten Song fängt die Meute an herumzuhüpfen wie eine Horde wildgewordener Gummibälle. Etwas chaotisch wird es, als Lisa-Marie sich vor die Bühne begibt, sich dort sehr zum Bedauern vieler männlicher Besucher doch lieber von einer starken Frau auf die Schultern nehmen lässt und von dort aus eine Wall of Death orchestrieren will.</p>
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<p><em>Wall of Selfie</em></p>
<p>Nicht wenige nutzen nämlich die Gelegenheit schamlos aus, um ein Selfie zu schießen. Schließlich klappt das mit der Todeswand aber doch noch, bis bei &#8222;Karma is a Bitch&#8220; das ganze Infield zu brodeln scheint.</p>
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<p><em>Wall of Woooosh</em></p>
<p>Dann kommt der erste (und wie sich herausstellen wird, auch einzige) Regenschauer über&#8217;s NOAF. Viele, meinereiner eingeschlossen, nutzen die Gelegenheit, um am Bierstand aufzutanken, während auf und vor der Bühne aber munter weiter Gas gegeben wird. Und so schnell, wie der Schutt gekommen ist, so schnell ist er auch wieder vorbei, das frische Bier kaum angetrunken.</p>
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<p><em>Son of a bastard!</em></p>
<p>Fast zehn Jahre ist es nun her, dass Lemmy Kilmister von uns gegangen ist. Das bedeutet leider auch, dass es seit fast zehn Jahren auch keine Motörhead-Konzerte mehr gegeben hat. Doch dann ist da ja noch Phil Campbell, der über 30 Jahre (1983 bis zum Schluss) als Gitarrist an der Seite von Lemmy stand. Aus einer Rolling Stones-Coverband für den 30. Geburtstag von Phils Sohn Todd entstand nach dem Ende von Motörhead eine Familenunternehmung mit dem Namen <strong>Phil Campbell and the Bastard Sons</strong>. Ob Phils Mitmusikanten nun tatsächlich unehelich gezeugt wurden oder Phil sich selbst als Bastard bezeichnet, entzieht sich meiner Kenntnis, aber bis auf den Sänger&nbsp; (heute abend statt Joel Peters ein Ersatzmann, dessen Name in Phils Nuscheln untergeht)&nbsp; besteht die Band tatsächlich nur aus Söhnen von Phil &#8211; und Phil selbst natürlich.&nbsp;</p>
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<p><em>Vadder Campbell</em></p>
<p>Doch wenn die &#8222;Bastard Sons&#8220; auch eigene Lieder im Repertoire haben, das Publikum will Motörhead-Songs hören, und die bekommt es auch: &#8222;50 years of Motörhead, yeah? Here&#8217;s a song you can dance to&#8220; kündigt Phil mit breitem walisischem Akzent &#8222;Going to Brazil&#8220; an, gefolgt von weiteren Knallern wie &#8222;We are the Road Crew&#8220;, &#8222;Ace of Spades&#8220; und &#8222;Killed by Death&#8220;. Der Ersatzmann am Mikrophon versucht dabei dankenswerterweise gar nicht erst, wie Lemmy zu klingen, und so wird das ganze zu einem Familienfest, das überhaupt nicht peinlich war, sondern an das man gerne zurückdenkt.</p>
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<p><em>Dirkschneider mit Eierschneidern</em></p>
<p>Eigentlich hätte ja <strong>Saxon</strong> den Freitagabend beschließen sollen, doch da deren Sänger Biff mit einer Krebserkrankung rumlaboriert, kam sehr kurzfristig eine Absage. Umso beeindruckender, dass die NOAF-Crew noch kurzfristiger einen mehr als würdigen Ersatz gefunden hat, und zwar in Form von <strong>Dirkschneider</strong>. Das ist der Nachname von Udo, der damals in den 80ern als Sänger von <strong>Accept</strong> nicht nur unter anderem mich zum Heavy Metal bekehrt hat (sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die seine Reibeisenstimme schon damals nicht ausstehen konnte), sondern auch der Welt den Begriff &#8222;Teutonen Metal&#8220; beigebracht und gezeigt hat, dass aus Solingen härterer Stahl kommt als aus Hannover. Und da der Herr Dirkschneider alte Accept-Kracher auf die Bühne bringt, quasi als ultimative Coverband, hab ich mich auf den Ersatz sogar mehr gefreut als auf Saxon &#8211; dennoch alles Gute, Biff!</p>
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<p><em>Und Du singst gefällligst auch mit!</em></p>
<p>Und was für ein Fest! Udo und seine Genossen, darunter sein Sohn Sven am Schlagzeuch, aber auch der alte Accept-Basser, Peter Baltes, hauen einen Knaller nach dem anderen raus. Unter anderem das komplette &#8222;Balls to the Wall&#8220;-Album, das vor vierzig Jahren erschienen ist und sich über zwei Millionen Mal verkaufte, inklusive Udos Lieblingssong &#8222;Losing more than you&#8217;ve ever had&#8220;.&nbsp; Aber auch Klassiker wie &#8222;Fast as a Shark&#8220; und &#8222;Burning&#8220; stehen auf dem Programm. Udo zeigt sich erstaunlich fit für seine 73 Jahre und hat viel Spaß mit seinen teils deutlich jüngeren Mitstreitern, und auch wenn der Gesang etwas leise gemischt ist &#8211; das Publikum hilft gerne aus. Und als bei &#8222;Princess of the Dawn&#8220; ein tausendstimmiger Chor den Refrain singt, stellen sich einem vor Freude sämtliche Härchen am Körper. Ein würdiger Abschluss für den ersten &#8222;vollen&#8220; Festivalabend!</p>
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<p><em>Willste nochen Wegbier?</em></p>
<p>Samstag früh, nach dem ersten Frühstückbier, wird erstmal eruiert, ob man die ca. zwanzig Minuten Fußmarsch zum nahegelegenen Neubornbad auf sich nehmen soll, um sich dort Schweiß und Dreck vom Astralleib zu spülen. Gegenseitiges Beschnuppern lässt uns aber zum Schluss kommen, dass der Siff-Faktor sich noch im tolerablen Bereich sowohl für die eigene Person als auch die Umwelt befindet. Also schmeißt man sich ein frisches Leibchen über, ein weiteres Kaltgetränk in den Rachen und begibt sich einmal mehr Richtung Infield.</p>
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<p><em>Nicht aus Kriegsfeld: Warfield</em></p>
<p>Dort geht&#8217;s gleich wieder mit herrlichstem Oldschool Thrash Metal los: <strong>Warfield</strong> stammen zwar leider nicht etwa aus dem wenige Kilometer entfernten Kriegsfeld (und verzichten trotz Hinweis ihres Managers auf einen entsprechenden Gag!), sondern aus Kaiserslautern, dreschen aber trotzdem derart ordentlich um sich, dass der Gitarrenverstärker aufgibt und es zu einer Zwangspause kommt. Das hält die schon erstaunlich dicht vertretene Meute vor der Bühne jedoch nicht davon ab, einfach weiter im Circle Pit rumzuspringen, derweil Basser und Sänger Johannes erzählt, dass das NOAF für die drei Buben dereinst das erste Festival war, das sie besuchten &#8211; und jetzt stehen sie hier auf der Bühne! Die Begeisterung darüber ist ihm sichtlich anzusehen. Inzwischen ist Matthias&#8216; Gitarre wieder am Start, und in breitestem Pfälzer Dialekt heißt es &#8222;Isch will hier facking Bewääägung säähe!&#8220; &#8211; als ob es so einer Aufforderung bedurft hätte!</p>
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<p><em>Brutaler Ab-, äh, Seifenschaum!</em></p>
<p>Zwischendrin fällt mir dann auf, dass die Idee, meinen mobilen Telekommunikationsendapperat (vulgo: Handy) im Zelt zu lassen, wohl doch nicht so kluk[tm] war, da ich ja meine Notizen dort reintippe. Also wieder hin- und zurückgeschlappt, dabei werde ich auf dem Rückweg von Wegelagerern auf brutalste Art und Weise mit Seifenblasen attackiert!</p>
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<p><em>Nungara</em></p>
<p>Zurück im Infield ist die nächste Überraschung <strong>Nungara</strong> aus Berlin. Rein optisch würde man alles Mögliche&nbsp; erwarten, aber nicht so ein düsteres Post Black Metal-Brett, was einem die aus Brasilien stammende Noelle dos Anjos und ihre beiden eher brav wirkenden Mitstreiter da um die Ohren hauen. Dabei sieht Noelle nicht nur verdammt gut aus, was auch alle anwesenden Damen neidlos anerkennen, sondern schafft es neben sehr variablem Gesang &#8211; von cleanen, atmosphärischen Vocals bis hin zu tiefen Growls &#8211; auch sehr effektiv vermittels geschicktem Einsatz von Effekten und Spieltechniken wie Tapping, eine Soundwand hochzuziehen, für die es sonst drei Gitarreros bräuchte. Der Bandname stammt übrigens aus der Indio-Sprache Tupi-Guarani und bedeutet &#8222;Gleichgestellt&#8220; &#8211; als Reminiszenz an diese Wurzeln kommt auch immer wieder mal eine Art Didgeridoo zum Einsatz.</p>
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<p><em>Nur einer dieser Bäuche wurde von Bier geformt&#8230;</em></p>
<p>Und dann begegne ich Lisa und Matthes: Vor einem Jahr hat sie hier auf dem NOAF seinen Heiratsantrag mit &#8222;Ja&#8220; beschieden, und als Folge hat jetzt nicht nur Matthes einen dicken Bauch: In wenigen Wochen wird Anton erwartet, quasi ein echtes NOAF-Baby!</p>
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<p><em>Anscheinend bei Kindern sehr beliebt: Ellende</em></p>
<p>A propos Kinder: <strong>Ellende</strong> aus Graz sehen jetzt nicht gerade so aus, als würden sie kinderfreundlichen&nbsp; Metal à la Heavysaurus machen, im Gegenteil: Mit ihrem Corpse Paint und Sänger Lukus&#8216; Knochenkostüm sollte man meinen, dass kleine Kinder bei diesem Anblick vor Schreck davon laufen, aber das Gegenteil war der Fall: Nicht nur vor der Bühne tummeln sich noch mehr Kinder als gewöhnlich, auch auf der Bühne drängen sich am Rand viele Nachwuchsmetaller*innen.</p>
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<p><em>Oder gab es Pokémon zu fangen?</em></p>
<p>Wie dem auch sei: Auch für die &#8222;Großen&#8220; wird was geboten, nämlich mächtig drückender Post Black Metal. Aber womöglich liegt es am strahlenden Sonnenschein oder am allgemeinen Nachmittagstief, irgendwie will nicht so recht Schwung ins Publikum kommen. Außer bei den Kindern, warum auch immer die gerade bei dieser Band abgehen. Beim Verlassen des Photograbens wollen auch alle sogar noch ein Bild von mir. Bitteschön! 🙂</p>
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<p><em>Kinners, Kinners!</em></p>
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<p><em>Statt weißen Rosen: Lange Haare aus Athen bei den Suicidal Angels</em></p>
<p>Da kamen die <strong>Suicidal Angels</strong> aus Athen gerade recht, um den Laden nochmal richtig aufzumischen. Moderner Thrash Metal, dass die Bude wackelt, dazu lange Haare, dass das Weibsvolk darob völlig in Verzückung gerät.&nbsp;</p>
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<p><em>Weibsvolk in Verzückung</em></p>
<p>&#8222;Dummerweise&#8220; treffe ich ausgerechnet jetzt auf zwei alte Kumpels, die ich seit Jahren nicht gesehen habe, und so wird der Großteil des Auftritts der thrashenden Griechen verbabbelt und stattdessen in Anekdoten geschwelgt. Und Bier. Aber ist ja auch schön, sich persönlich auszutauschen, statt dies per Ferngespräch zu tun. Und mit dieser grandiosen Überleitung kommen wir zur nächsten Band:</p>
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<p><em>R-Gespräch: Long Distance Calling</em></p>
<p>Von den deutschen Instrumental-Post-Rockern <strong>Long Distance Calling</strong> habe ich nicht viel gesehen. Und das lag nicht daran, dass ich wieder am Babbeln war, sondern an einer Nebelmaschine, die auf MAX gestellt war. Und so geil ich die Musik der Münsteraner auf Platte finde und ich mich daher auch im Vorfeld sehr gefreut habe, sie endlich mal live zu sehen: In so einer Festivalumgebung am noch sonnenhellen Abend springt (zumindest bei mir) einfach nicht der Funke über. Ich denke, das ist eine Band, die man sich im Club geben muss. Dennoch ein solider Auftritt, was auch von etlichen Fans mit entsprechendem Shoe Gazing und verkreuzten Armen gewürdigt wurde &#8211; das Progrock-Äquivalent zur Wall of Death.</p>
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<p><em>Mach mir nochmal zwo Bier&#8230;</em></p>
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<p><em>&#8230;uh, das ging fix!</em></p>
<p>Und dann sind wir auch schon bei meinem persönlichen, absoluten Highlight des NOAF 2025: Auf <strong>Zeal &amp; Ardor</strong> habe ich mich im Vorfeld schon wie Bolle gefreut, auch wenn ich nicht so recht wusste, wie die Truppe um den Basler Manuel Gagneux die doch etwas eigentümliche Mixtur live rüberzubringen vermag: 2013 fragte Manuel in einem Internetforum, welche beiden Musikstile er für sein nächstes Projekt verbinden solle, worauf &#8222;Black Metal&#8220; und &#8222;N***er Music&#8220; als Antworten kamen. Anfangs skeptisch, experimentierte Manuel damit herum, und letztenendlich entstand daraus die Band, die heute abend hier vor mir auf der Bühne steht. Fassen wir&#8217;s kurz: Die Mischung aus Black Metal, Gospel und Blues überzeugt live sogar noch mehr als auf Platte.</p>
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<p><em>Abgehoben: Denis Wagner (links) und Tiziano Volante</em></p>
<p>Ungewöhnliche Musik braucht auch eine ungewöhnliche Besetzung, und so gibt es neben Manuel (der auch Gitarre spielt) noch gleich zwei hauptamtliche Sänger, ergänzt durch die übliche Rockbandbesetzung Bass, Schlagzeug, zweite Gitarre. Außerdem verfügt Manuel über zwei Mikros, was nicht nur cool aussieht, sondern auch einen Zweck hat: Eins ist für cleanen Gesang eingestellt, das andere für Gegrowle. Denn der gelockte Maestro verfügt über eine höchst erstaunliche Bandbreite gesanglicher Ausdrucksformen, von zart und verletzlich über tief-bluesig bis zu derbstem Gegrowle und Gekeife. Die meisten Songs erkenne ich nicht wieder, aber immerhin wird mein absoluter Lieblingssong &#8222;Götterdämmerung&#8220; dargeboten, ebenso wie &#8222;Blood in the River&#8220; (mit dem charakteristischen Kettengerassel vom Band) und &#8222;Devil is Fine&#8220;.</p>
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<p>Und damit könnte das NOAF vorbei sein, aber zum Abschluss wurde nochmal (fast) die gesamte Crew auf die Bühne geholt, um ein Gruppenbild zu machen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle der rund 200 ehrenamtlichen Helfer*innen, die Jahr um Jahr, teils Wochen und Monate vorher und nachher, ihre Freizeit opfern, um dieses geilste aller Festivals auf die Beine zu stellen. Danke, danke! Danke!</p>
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<p><em>Ein Trulala der Thekencrew&#8230;</em></p>
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<p><em>&#8230;ein Trulala der Orga-Crew&#8230;</em></p>
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<p><em>&#8230;und noch ein Trulala dem ganzen NOAF, das wir jetzt leersaufen!</em></p>
<p>Und damit freuen wir uns auf&#8217;s NOAF 2026, das dann zum zwanzigsten Mal stattfinden wird. Die Headliner stehen schon fest: <strong>Saxon</strong> und <strong>Grave Digger</strong>.<br />
Und wer sich jetzt fragt: &#8222;Hä, ich dacht diesjahr wäre 20jähriges Jubiläum?&#8220; Føllig richtig, pandemiebedingt ist das Festival allerdings zweimal ausgefallen, deswegen ist es 2025 20 Jahre alt geworden und 2026 wird das 20. NOAF stattfinden (weil man das erste NOAF 2005 ja auch noch draufrechnen muss). Komplett verwirrt? Egal: Jedenfalls kann man so zweimal feiern!</p>
<p>Weitere Infos auf der <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://noaf.de/" target="_blank" rel="noopener">Festivalwebsite</a></span> und der <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.facebook.com/noaf666/" target="_blank" rel="noopener">NOAF-Facebook-Seite</a>.</span></p>
<p><strong>Berichterstattung / PhotoCredits: <a href="https://rhoihesseknipser.de/"><span style="color: #003366;">Erik Hüther</span></a></strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/noaf-2025-28-30-august-2025">NOAF 2025 &#8211; 20 Jahre Heavy Metal im Weinberg (28.-30. August 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>TUSKA Metal Festival &#8211; Helsinki, 27.-29.07.2025</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/tuska-metal-festival-helsinki-27-29-07-2025</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[NordmenschAdmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2025 20:38:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Nach mehreren Jahren Pause ist es endlich wieder einmal so weit: das TUSKA Festival in Helsinki ruft. Für campingfaule Menschen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/tuska-metal-festival-helsinki-27-29-07-2025">TUSKA Metal Festival &#8211; Helsinki, 27.-29.07.2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-00-2.jpg?ssl=1" data-image-id="12207" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-00-2.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-1-00-2.jpg" data-title="Tuska-Day-1-00-2" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-00-2.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Auf dem Hügel neben dem REDI-Einkaufszentrum sammeln sich TUSKA-Fans</figcaption></figure>
<p>Nach mehreren Jahren Pause ist es endlich wieder einmal so weit: das <span style="color: #003366;"><strong>TUSKA Festival</strong></span> in Helsinki ruft. Für campingfaule Menschen ist das TUSKA ein Traum. Durch seine recht zentrale Lage im Kulturzentrum Suvilahti in Helsinki kann man bequem in Hotels oder Ferienwohnungen schlafen und täglich mit Bus und Bahn anreisen. Das Tor zum TUSKA führt von der Haltestelle Kalasatama durch das REDI-Einkaufszentrum, welches Kooperationspartner des Festivals ist. Dort befindet sich die Bändchenausgabe, welche bereits mehrere Tage vor dem Festival geöffnet ist. Das Festivalbändchen gibt es daher schon bequem am Donnerstag, ohne lange Schlange. Ebenfalls im REDI: ein TUSKA-Merch Shop, der auch schon vor Festivalbeginn die Tore öffnet. Wer vorab online Merch vorbestellt hat, kann es dort abholen (allerdings gibt es dort nur Festivalmerch, Bandmerch bekommt man dann ab Festivalbeginn auf dem Festivalgelände selbst).</p>
<p>Der Freitag beginnt durch die gute Vorbereitung entspannt, wenn man von der Wetterlage einmal absieht. Der erste Festivaltag ist bewölkt, es ist Regen angekündigt. Das erschüttert jedoch niemanden – eine knappe Stunde vor Einlass hat sich sowohl am normalen als auch am VIP-Eingang bereits eine lange Schlange gebildet. Sehr gesittet übrigens, denn Schlange stehen ist ‚finnischer Nationalsport‘. Um 14 Uhr öffnen die Tore, der TUSKA-Freitag startet tatsächlich mit ein bisschen Sonnenschein und für uns mit dem Opener der Main Stage: <em>Horizon Ignited</em> eröffnen das Festival mit einer ordentlichen Portion Melodic Death Metal. Im Gepäck haben die Finnen unter anderem Songs von ihrem erst dieses Jahr erschienenen Album <em>Tides. </em>Obwohl das Festivalgelände gerade erst geöffnet hat, ist der Platz vor der Bühne bereits gut gefüllt, die Stimmung ist aber noch etwas zurückhaltend. Die Performance gefällt für den Auftakt dennoch gut und die erste Live-Begegnung mit <em>Horizon Ignited </em>ist überzeugend.</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-02-Call-From-Abyss-12.jpg?ssl=1" data-image-id="12210" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-02-Call-From-Abyss-12.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-1-02-Call-From-Abyss-12.jpg" data-title="Tuska-Day-1-02-Call-From-Abyss-12" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-02-Call-From-Abyss-12.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Call From Abyss im vollen Clubraum der Kult Stage</figcaption></figure>
<p>Auf dem TUSKA werden insgesamt vier Bühnen bespielt: die Karhu Main Stage wechselt sich ab mit den kleineren, parallel bespielten Nebenbühnen, der Nordic Energy Stage (Open Air) und der Radio City Stage (mit Zeltdach). Dazu kommt die TUSKA Kvlt Stage, eine Indoor Bühne mit Clubatmosphäre, die überwiegend von kleineren Bands und Newcomern mit kurzen Pausen nahezu durchgängig bespielt wird. Dorthin geht es im Anschluss, da beim Sichten der TUSKA-Playlist vorab der ein oder andere spannende Act auffiel, bei dem ein Besuch sich durchaus lohnen könnte. Nummer 1 aus dieser Liste: <em>Call From Abyss</em>, eine Band aus Finnland, deren Debüt EP im Februar 2024 erschienen ist. Musikalisch erinnern sie ein wenig an <em>Children of Bodom</em>, was ordentlich Stimmung macht. Sowohl die Atmosphäre als auch die Luft im kleinen Clubraum kochen, während <em>Call From Abyss </em>eine ordentliche Show hinlegen. Danach sind wir auf jeden Fall gut aufgewärmt – und brauchen erst einmal Sauerstoff, denn der war im packevollen Club etwas rar.</p>
<p>Der nächste Stop ist der Festivalmerch, wo die Begleitung sich bereits eine halbe Stunde vorher angestellt hatte. Von einem Freund kam die Empfehlung, sich bereits am Freitag um Bandmerch zu kümmern, welches erfahrungsgemäß schnell knapp wird. Denn bereits ab Freitag wird von allen Bands Merch verkauft, die am gesamten Wochenende dort spielen und so sind beispielsweise große Größen der <em>Motionless in White</em>-Shirts bereits eine Stunde nach Festivalbeginn ausverkauft, vermutlich da Helsinki der letzte Stopp ihrer Sommertour ist. Schnell sein lohnt sich hier. Nach etwa einer Stunde Schlangestehen haben wir erfolgreich unser Merch gesichert, während aus der Ferne <em>Knocked Loose</em> zu uns rüberschallen. Aus der Distanz wirkt das Publikum begeistert und der Moshpit spricht für sich. Musikalisch überzeugt es uns jedoch nicht und der Hunger ist groß, weswegen nun die Suche nach Essen wichtiger erscheint.</p>
<p>Das Speiseangebot auf dem TUSKA ist divers. Großer Vorteil: in der TUSKA-App sind alle Anbieter aufgeführt und dort können auch die Speisekarten auf Englisch eingesehen werden. An den Ständen selbst sind die Angebote nämlich nur auf Finnisch aufgeführt. Hier ist mit der App aber eine gute Lösung gefunden worden. Es gibt verschiedene Food-Areale, wo es auch ausreichend Sitzplätze gibt, um eine Pause zu machen. Die Wartezeiten an den Ständen sind sehr unterschiedlich, je nach Tageszeit und Angebot, aber alles moderat. Die Mitarbeiter sind freundlich und hilfsbereit und helfen professionell weiter bei Nachfragen zu Allergenen und Unverträglichkeiten. Gluten und Laktose sind an den Ständen ausgezeichnet, weitere Allergene müssen erfragt werden. An sämtlichen Ständen gibt es gleichwertige vegetarische oder vegane Optionen. Aus deutscher Sicht erscheint das Essen recht teuer, allerdings sind Lebensmittel in Finnland allgemein teurer als bei uns, was die Preise dann doch wieder angemessen erscheinen lässt. Die Getränkepreise hingegen wirken unerwartet günstig. Die Bezahlung auf dem gesamten Festival erfolgt bargeldlos.</p>
<p>Eigentlich sah der Tagesplan im Anschluss <em>Dragonforce </em>vor, ein mögliches Highlight. Jedoch wird der Plan durch die Talk-Angebote im TUSKA-Forum umgeschubst, die uns erst kurz vor Öffnung der Tore aufgefallen sind. An diesem Tag stehen gleich zwei spannende Themen auf dem Plan. Und so wird der Tag kurzerhand umstrukturiert und es geht stattdessen ins liebevoll gestaltete TUSKA-Forum. In angenehm gedimmtem Licht befindet sich dort eine kleine Bühne, der Raum ist bestuhlt und es gibt eine Bar. Die Talks finden in Kooperation mit dem <em>Bleeding Metal</em> Podcast statt, moderiert werden sie von deren Moderatorin Kiki.&nbsp;</p>
<p>So starten wir zuerst mit einem halbstündigen Talk unter der Überschrift <em>The Values of Metal</em> bei, in welchem Kiki gemeinsam mit ihrem Gast erörtert, für welche Werte die Metal-Community heute steht und wie sehr diese Werte in der Praxis gelebt werden. Es geht um Diversität und Inklusion, um Awareness und auch um Kritik an der Szene. Wie inklusiv sind Metalkonzerte und Festivals tatsächlich, wie steht es um Barrierefreiheit? Wie divers sind Festival-Lineups und die Fanszene selbst? Wie gehen wir als Community mit problematischen Künstler*innen und Veranstalter*innen um? Und wie können wir als Community dafür sorgen, dass die Community inklusiver und diverser wird? Wie können wir selbst einen Safer Space erschaffen? Neben Kritik werden auch Perspektiven eröffnet. Es ist schade, dass das Publikum eher klein ist, denn das Thema erscheint wichtig und verdient Gehör.&nbsp;</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-03-Imminence-Talk-2.jpg?ssl=1" data-image-id="12211" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-03-Imminence-Talk-2.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-1-03-Imminence-Talk-2.jpg" data-title="Tuska-Day-1-03-Imminence-Talk-2" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-03-Imminence-Talk-2.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-1-03-Imminence-Talk-2" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Imminence zu Gast im Talk bei Kiki von Bleeding Metal</figcaption></figure>
<p>Nach einer kurzen Pause geht es weiter, dieses Mal mit Eddie Berg, Harald Barrett und Christian Höijer der schwedischen Band <em>Imminence</em>, welche mit Moderatorin Kiki die Frage diskutieren, welchen Sinn Kunst hat und wie <em>Imminence </em>selbst ihrer Musik einen Sinn verleihen. Auf sehr sympathische Art und Weise geben die Schweden Einblick in ihre Denk- und Arbeitsweise: Dass es ursprünglich vor allem darum ging, einfach Musik zu machen. Dass das Schreiben von Songs ein Mittel zum Ausdruck ist und <em>Imminence </em>nicht unbedingt selbst das Ziel verfolgen, eine Art Sprachrohr für ihre Fans oder Sprecher für mentale Gesundheit zu sein, aber durchaus positiv (und überrascht) aufnehmen, wie viele Menschen sich durch ihre Musik verstanden fühlen. Auch hier kommen wieder Themen der vorherigen Talkrunde auf, so wird positiv hervorgehoben, dass die Crew der Band bereits recht divers sei. Die drei Musiker zeigen, dass es nicht unbedingt ihre Mission ist, eine bestimmte Message rüberzubringen, aber dass sie für bestimmte Werte einstehen und durchaus das Herz am rechten Fleck haben. Das unterstreichen sie im Anschluss an den Talk, als sie für eine eher spontane Signieraktion für ihre Fans vor Ort bleiben.&nbsp;</p>
<p>Nach der kurzen Talkpause geht es an der Nordic Energy Stage mit einem echten Urgestein der finnischen Musikszene weiter: <em>Marko Hietala</em>, einstiger Bassist von Nightwish, gibt sich auf dem TUSKA mit seinem Solo-Programm die Ehre. Seine Fans trotzen dem einsetzenden Regen, der im Verlauf des Sets immer heftiger wird, und halten sich mit Singen und Headbangen warm. Und auch Hietala und Band lassen sich vom schlechten Wetter nicht beirren. Die gesamte Performance wirkt sehr sympathisch und warm, die gute Laune ist Hietala selbst deutlich anzusehen. Ein eindeutiges Zeichen, dass seine Rückkehr in die Öffentlichkeit und auf die Bühne die richtige Entscheidung war. Dieser Mann ist noch nicht fertig mit der Musik und seine Fans danken es ihm.</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-05-Electric-Callboy-11.jpg?ssl=1" data-image-id="12217" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-05-Electric-Callboy-11.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-1-05-Electric-Callboy-11.jpg" data-title="Tuska-Day-1-05-Electric-Callboy-11" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-1-05-Electric-Callboy-11.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-1-05-Electric-Callboy-11" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Electric Callboy heizen dem TUSKA-Publikum bei Regen ein</figcaption></figure>
<p>Etwas durchgeweicht führt der Weg im Anschluss zur Main Stage für eines der Highlights des Tages, und das offensichtlich für ziemlich viele Menschen, denn die Menge vor der größten Bühne des Festivals wächst rasant. An diesem Freitag bricht das TUSKA seinen eigenen Rekord an Tagesbesuchern und das wird gerade sehr deutlich, denn das Durchkommen ist schwerer als zuvor. Das weitläufige Festivalgelände wirkt trotzdem nicht überfüllt, aber es ist auf jeden Fall eine ganze Menge los. Als erster Subheadliner des Wochenendes stehen <em>Electric Callboy </em>in den Startlöchern, die dem anhaltenden schlechten Wetter mit Technobeats, Konfetti und jeder Menge Feuer gegenhalten. Das Publikum dankt mit mehr als nur einem Moshpit, selbst außerhalb des Infields tun sich kleinere Moshpits auf und es wird bis in die hintersten Reihen lauthals mitgesungen. Bei ihrem Hit <em>Hypa Hypa </em>gibt es dann sogar noch einen ganz besonderen Gast: Joonas Porko, Gitarrist der finnischen Band <em>Blind Channel</em>, übernimmt für einen Song, eingekleidet im ikonischen Hypa Hypa-Look, die Gitarre von Pascal Schillo,. Als weiteres Highlight können Electric Callboy im Verlaufe ihres Sets verkünden, dass ihre Singles <em>Hypa Hypa, We Got The Moves</em> und <em>Pump It</em> in Finnland Goldstatus erreicht haben. Um das gebührend zu feiern, geben die Jungs aus Castrop-Rauxel nicht nur Vollgas auf der Bühne, sondern auch noch eine heiß ersehnte Headline-Show in Helsinki auf ihrer kommenden World Tour bekannt.</p>
<p>Während im Anschluss das Infield vorübergehend geräumt wird, um den Platz von den Massen an buntem Konfetti zu befreien, wird es auf der Radio City Tent Stage düster. Der feine Duft von Nag Champa Räucherstäbchen liegt in der Luft, die Bühne ist dekoriert mit atmosphärischen Kirchenfenstern und Laternen. Im gut gefüllten Zelt, welches Schutz vor dem immer noch anhaltenden Nieselregen bietet, geben sich nun <em>Imminence </em>die Ehre. Ihr aktuellstes Album <em>The Black</em> war im Vorjahr erschienen und hat die Schweden ziemlich durch die Decke katapultiert. Ihre Albumtour im vergangenen Jahr war ein absolutes Konzerthighlight, umso größer ist die Vorfreude darauf, der Magie von <em>The Black</em> noch einmal beiwohnen zu dürfen. Die Atmosphäre, die <em>Imminence </em>bei ihren Shows kreieren, ist magisch – ob Gitarrist Harald Barrett seine Gitarre mit einem Geigenbogen bearbeitet oder Sänger Eddie Berg voller Leidenschaft in seine Geige schreit. Das Violincore-Konzept der Band geht auf, hebt sie von der Masse ab und bricht Herzen. Um uns herum feuchte Augen, feuchte Wangen und Menschen, die ihren Lieben weinend in die Arme fallen. Die Diskussionsrunde mit der Band kommt wieder in den Sinn. Wer sich nach einem Imminence-Konzert umschaut, sieht auf den ersten Blick, wie viel die Band mit ihrer Musik in ihren Fans bewegt.</p>
<p>Eigentlich war fest eingeplant, auch den Headliner des Abends noch mitzunehmen. Kurz nach Imminence steht auf der Karhu Main Stage mit <em>In Flames </em>nämlich bereits die nächste schwedische Kultband bereit. Leider fordert der lange Festivaltag aber Tribut: Vom Regen durchnässt und mit schmerzenden Füßen endet der erste Festivaltag bereits nach einer Viertelstunde des Sets der Melodic Death Metal Legenden. Dusche und Bett rufen.</p>
<figure style="width: 267px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-06-Insomnium-16.jpg?ssl=1" data-image-id="12246" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-06-Insomnium-16.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-2-06-Insomnium-16.jpg" data-title="Tuska-Day-2-06-Insomnium-16" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-06-Insomnium-16.jpg?resize=267%2C400&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-2-06-Insomnium-16" width="267" height="400"></a><figcaption class="wp-caption-text">Pride-Feeling am TUSKA-Samstag</figcaption></figure>
<p>Der zweite Tag beginnt früher. Bereits um 13:00 Uhr öffnet das TUSKA seine Tore. Morgens ist es noch wolkig, bei Einlass regnet es, aber mit Beginn der Acts stabilisiert sich das Wetter. An diesem Samstag ist in Helsinki nicht nur jenes riesige Metalfestival, sondern auch Helsinki Pride. Das spiegelt sich auch den ganzen Tag über auf dem Festival wieder, wo eine ganze Menge Pride-Fahnen zu sehen sind. Zu den Werten des Festivals gehören Offenheit und Toleranz. Der deutliche Wunsch der Betreiber*innen lautet: Sei wer du bist, sei stolz darauf – und akzeptiere andere genau so. Es gibt eine Safer Space Policy auf dem Festival und in der Praxis lässt sich sagen, dass das TUSKA sich auch genau danach anfühlt. Es ist ein Safer Space, wo Mensch einfach Mensch sein kann.&nbsp;</p>
<p>Musikalisch beginnt der Tag an der Nordic Energy Stage mit <em>Arion, </em>einer finnischen Power Metal Band, die gleich mit Pyrotechnik und jeder Menge Spielfreude loslegt. Der Platz vor der Bühne ist auch so früh am Tag schon gut gefüllt und <em>Arion</em> zeigen sich als gutes Warm-Up in den Tag. Die Musik geht ins Ohr und macht ordentlich Stimmung und die Musiker haben sichtlich Spaß an dem, was sie tun.&nbsp;</p>
<p>Im Anschluss zieht es uns wieder in die Kvlt Stage, wo eine weitere kleinere, aber sehr vielversprechende finnische Band spielt. <em>Bisa </em>füllen den Club ordentlich, es ist wieder einmal eng und warm. Die Band wirkt jung, legt aber eine verdammt gute Performance hin. Ein weiteres Beispiel, warum Festivals gut damit fahren, auch kleineren, unbekannteren Acts eine Chance zu geben. Der Moshpit spricht ebenfalls für sich, die Crowd wirkt überzeugt. <em>Bisa </em>machen Spaß und Lust auf mehr. Musikalisch wird auch hier eine Nähe zu den legendären <em>Children of Bodom </em>deutlich, eine Band, die der Musikwelt auf jeden Fall sehr fehlt. Umso begeisternder ist es, dass <em>Bisa</em> ein bisschen den Vibe der finnischen Melo-Death Ikonen zurückbringen.&nbsp;</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-03-1.jpg?ssl=1" data-image-id="12232" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-03-1.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-2-03-1.jpg" data-title="Tuska-Day-2-03-1" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-03-1.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-2-03-1" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Ein Blick hinter die Main Stage bei der Medienführung</figcaption></figure>
<p>Danach führt der Weg zurück zur Karhu Main Sage, auf der gerade <em>Timo Rautiainen ja Trio Niskalaukaus </em>spielen. Die Performance ist aber gerade eher zweitrangig, stattdessen geht es zu einer Führung für Medienvertreter*innen. Vor Festivalbeginn hatten die Media Hosts dazu eingeladen, um einen Einblick hinter die Kulissen gewähren zu können. Unsere kleine Gruppe trifft unter anderem TUSKA CEO Eeka Mäkynen, Designerin Jenni Hyypiä und die Journalistin Heta Hyttinen, die zu den Festivalhosts und nach über 20 Jahren Arbeit für das Festival auch irgendwie zum Inventar gehört. Nach einem Blick ins Backstage der Main Stage erkunden wir kurz die TUSKA Expo. Dort finden sich neben jeder Menge Ständen mit Kleidung, Kunst und Handwerk auch Tattoo- und Piercing-Artists und eine weitere kleine Bühne, auf der Suspension Art Performances stattfinden. Die Expo stellt mit ihren vielfältigen Künstler*innen auch eine Schnittstelle zwischen Metal und Paganismus dar. Das Angebot ist vielfältig und liebevoll zusammengestellt. Die Anbieter*innen kommen überwiegend aus Finnland, es finden sich jedoch auch internationale Händler*innen.</p>
<p>Anschließend besichtigen wir den VIP-Bereich, der sich im alten Gasometer befindet. Trotz der extrem hohen Anzahl an verkauften VIP-Tickets ist dieser fast leer. TUSKA-CEO Mäkynen erklärt dies mit der Beobachtung, dass auch die VIPs lieber an den Bühnen die Musik genießen (was sich bestätigen lässt, viele VIPs harren stundenlang in der Frontrow aus, um ihre Lieblinge zu sehen). Trotzdem bietet das Gasometer viel gemütlichen Raum zum Ausruhen und Connecten – und einen Außenbereich, von dem aus man bequem die Acts auf der Main Stage sehen kann.&nbsp;</p>
<p>Der nächste Stop ist bei einem diesjährigen Partner des Festivals. Konnte man letztes Jahr auf dem TUSKA heiraten, wurde dieses Jahr ein anderer zentraler Aspekt des Lebens bedacht: ein Bestattungsinstitut bietet neben einem Fotospot die Möglichkeit, die eigene Beerdigung zu planen. Angebote wie diese seien dem TUSKA wichtig und so suche man gezielt nach Partner*innen, die “mehr” als nur den Festivalbesuch abdecken. Laut Betreiber ein Erfolg, denn das Angebot ist gut besucht.&nbsp;</p>
<p>Der letzte Stop ist schließlich das TUSKA-Forum, definitiv neben der Expo der Stolz der TUSKA-Designerin Jenni Hyypiä. Die Deko stamme vor allem aus Second Hand Shops (und von denen gibt es in der finnischen Hauptstadt viele). Hier bekommen wir die Möglichkeit, noch ein paar Fragen zu stellen. So fällt auch die Standort-Frage. Die Stadt plane Veränderungen am aktuellen Gelände, man sei im Gespräch, ob und wie es in Zukunft in Suvilahti weitergehen könne. Auch Alternativen werden diskutiert. Die Stadt Helsinki ist wichtiger Partner für das Festival und beide Parteien bemühen sich um die Lösungsfindung. 2026 wird das TUSKA definitiv am gewohnten Ort stattfinden, aber die weitere Zukunft bleibt vorerst ungewiss.&nbsp;</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-03-4.jpg?ssl=1" data-image-id="12233" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-03-4.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-2-03-4.jpg" data-title="Tuska-Day-2-03-4" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-03-4.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-2-03-4" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Wind Rose sorgen für gute Laune</figcaption></figure>
<p>Nach der Führung geht es im Sauseschritt zur Nordic Energy Stage. Dort steht noch eine Viertelstunde lang ein absolutes Highlight auf der Bühne: die italienische Power Metal Band <em>Wind Rose </em>heizt dem Publikum nicht nur mit Pyro ein. Die Stimmung ist ausgelassen, im Infield vor der Bühne findet eine riesengroße Party statt, eine Polonaise tanzt durch die Crowd, die Menschen recken Spielzeug-Spitzhacken und Co in die Luft. Auch der Band ist die Begeisterung merklich anzusehen. Es ist durchaus schade, einen großen Teil des Sets verpasst zu haben, denn<em> Wind Rose </em>machen Laune und reißen mit. Sie sind definitiv eine der überzeugendsten Bands des Wochenendes. <em>Diggy Diggy Hole </em>kann sich einfach niemand entziehen und so gräbt das Publikum fleißig Luftlöcher.&nbsp;</p>
<p>Die nächste Wahl fällt schwer: auf der Main Stage spielen <em>Orbit Culture</em>, welche definitiv einen Besuch wert sind. Beim Bandcheck vor dem Festival zieht jedoch wieder einmal ein Act auf der Kvlt Stage die Aufmerksamkeit auf sich. Angesichts der angekündigten Deutschlandtour von <em>Orbit Culture </em>fällt daher die Entscheidung für den kleineren Act, der in Deutschland wohl nicht so bald zu sehen sein wird: mit <em>Countless Goodbyes </em>präsentiert sich ein kleines Juwel des Modern Metal, die auf der kleinen Club Stage ordentlich abreißen. Zugegeben, der Raum ist nicht so packevoll wie bei den anderen Acts vorab, aber die Anwesenden geben im Moshpit alles. <em>Countless Goodbyes </em>machen Spaß. Bereits seit etwa 15 Jahren existiert die Band aus Pori, die bisher zwei Alben veröffentlicht hat. Die Band sind eine ganz klare Empfehlung für jeden, der Modern Metal beziehungsweise Metalcore mag.&nbsp;</p>
<p>Irgendwie ist der ganze Samstag ein Ping-Pong zwischen zwei Bühnen und so führt der Weg zurück zur Nordic Energy Stage. Bei schönstem Sonnenschein erwartet uns dort eine Gothic Metal Supergroup, die von ihrer ersten Single an vollends überzeugt hat: <em>Cemetery Skyline </em>bringen ein ganzes Line-Up an Größen der nordischen Metalszene auf die Bühne und spielen Songs, die Herzen schmelzen. Außerdem schmilzt das Herz beim Anblick strahlender Gesichter beiderseits des Fotograbens: auf der Bühne gute Laune und Spielfreude, im Publikum gute Laune, tanzen und mitsingen. Cemetery Skyline existieren noch nicht lang. Sänger Mikael Stanne scherzt selbst über das Verhältnis von Setlänge zu vorhandenen Songs, als er das Cindy Lauper-Cover <em>I Drove All Night</em> ankündigt. Die Band war ein Must-See dieses Wochenende und es hat sich absolut gelohnt. Vermutlich auch, weil sie sich zusammensetzt aus Musikern, die in absoluten Kultbands spielen und jede Menge Erfahrung, aber auch deutlich sichtbare Freude am Musizieren mitbringen.</p>
<p>Im Grunde kann man einen ganzen Festivaltag mit Bands der verschiedenen Mitglieder von <em>Cemetery Skyline</em> füllen, und so gibt es nach kurzer Futterpause mit wirklich unfassbar leckerer Pizza ein Wiedersehen mit Gitarrist Markus Vanhala, dieses Mal mit <em>Insomnium. </em>Das Abendprogramm steht im Zeichen des Melodic Death Metal, ein Herzensgenre, und mit <em>Insomnium </em>gibt den Auftakt eine absolute Herzensband dieser Richtung. Der gefüllte Platz vor der Bühne spricht dafür, dass die Band sich auch in ihrer finnischen Heimat nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. <em>Insomnium </em>ist auf eine gewisse Art Entspannung pur und mitten im Festivaltag eine schöne Auszeit, in der die wunderschönen Melodien von Songs wie <em>Lilian </em>über das Publikum hinweg spülen. So widersprüchlich das klingt, ist die Performance der Finnen dennoch energiegeladen. Sie lädt ein zum entspannten Härchenschütteln.</p>
<p>Der letzte Tagespunkt beim TUSKA ist dann ein weiterer Melodic Death Metal Act, der in den letzten Jahren rasant an Aufmerksamkeit gewonnen hat: mit <em>The Halo Effect </em>kehrt Mikael Stanne zurück auf die Nordic Energy Stage, die letzte Runde an diesem Tag auf der Nebenbühne. Auch hier ist den Schweden die Spielfreude wieder deutlich anzusehen, vor allem Sänger Stanne selbst trägt nahezu durchgängig ein Lächeln zur Schau. Mit ihrem einstündigen Set verzaubern sie das Publikum erneut. Die besonders hartgesottenen Fans harrten bereits seit dem Auftakt mit <em>Arion </em>vor der Bühne aus &#8211; und es hat sich gelohnt. Ein Großteil des Sets besteht aus Songs ihres ersten Albums <em>Days of the Lost</em>, doch auch ein paar Songs des dieses Jahr erschienenen Albums <em>March of the Unheard </em>haben sich ins Set verirrt. Das Finale bildet <em>Shadowminds</em>, welches das Potential hat, für den Rest des Wochenendes als Ohrwurm im Kopf hängen zu bleiben.</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-08-Afterparty-St-Aurora-3.jpg?ssl=1" data-image-id="12253" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-08-Afterparty-St-Aurora-3.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-2-08-Afterparty-St-Aurora-3.jpg" data-title="Tuska-Day-2-08-Afterparty-St-Aurora-3" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-2-08-Afterparty-St-Aurora-3.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-2-08-Afterparty-St-Aurora-3" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">St Aurora spielen im ausverkauften On The Rocks</figcaption></figure>
<p>Auf der Karhu Main Stage steht im Anschluss noch Tagesheadliner <em>Powerwolf</em> auf dem Plan. Eigentlich eine sichere Bank für eine grandiose Show, aber es lockt stattdessen wieder einmal der Reiz eines kleineren Acts: jeden Abend findet im <em>On The Rocks </em>(nahe des Helsinkier Hauptbahnhofs) eine Afterparty mit Konzert statt. Shows, die mit DJ-Set und vielversprechenden kleineren Künstlern aus Finnland besetzt sind. So geht es an diesem Samstagabend in das Zentrum der finnischen Hauptstadt, um eine noch recht junge Band zu sehen, die unfassbares Potential mitbringt und hoffentlich einmal richtig durch die Decke gehen wird: <em>St Aurora </em>wurden erst vor etwa 5 Jahren gegründet, die Anzahl ihrer veröffentlichten Songs liegt im einstelligen Bereich, aber das, was sie liefern, ist ganz großes Theater. Mit einem 45-minütigen Set vor voller Hütte überzeugen die Finnen auch mit einigem noch unveröffentlichtem Material. Eine gelungene Performance, obwohl sie auf der Kippe stand, da Bassist Eemi Lamberg kurz vor dem Festival bei einem Wohnungseinbruch sein Laptop entwendet wurde, der sämtliches Bandmaterial enthielt, unter anderem Elemente der Liveshow. Dem Set ist trotzdem nicht anzumerken, dass es ein bisschen mit der heißen Nadel gestrickt wurde. Es ist heiß, es ist eng, die Stimmung kocht. <em>St Aurora </em>sind Entertainer durch und durch, vor allem Sänger Nile unterstreicht dies mit dramatischem Look.&nbsp;Für Fans von Alternative Rock sind <em>St Aurora </em>ein Geheimtipp, und sie haben noch jede Menge Pfeile im Köcher.</p>
<p>Für den Headliner der Afterparty, <em>Balance Breach, </em>reicht leider das Energielevel nicht mehr und so führt der Weg zurück in die Unterkunft. Vor dem Einschlafen gibt es noch eine nicht so erbauliche Meldung auf Social Media: für Sonntag sind Sturmböen gemeldet, durchaus gefährlich für ein Open Air Festival. Doch Sonntagvormittag gibt es Entwarnung vom Festivalteam: über Nacht hat man diverse Maßnahmen ergriffen, um das Festivalgelände bestmöglich abzusichern. Die Türen öffnen wie geplant um 14 Uhr. Zäune wurden gesichert, windanfällige Dekorationen abgenommen oder zusätzlich befestigt. Leider mussten auch die großen Bildschirme an den Bühnenseiten sicherheitshalber weichen. Die Nordic Energy Stage hat keine Rückwand mehr, Bandbanner bleiben aus Sicherheitsgründen ebenfalls weg und die meisten Acts des Tages müssen auf Pyrotechnik verzichten. Ein bisschen reduziert, aber alles ist bereit für den letzten Festivaltag.&nbsp;</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-01-Turmion-Kaetiloet-14.jpg?ssl=1" data-image-id="12262" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-01-Turmion-Kaetiloet-14.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-3-01-Turmion-Kaetiloet-14.jpg" data-title="Tuska-Day-3-01-Turmion-Kaetiloet-14" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-01-Turmion-Kaetiloet-14.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-3-01-Turmion-Kaetiloet-14" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Sonntag beim Tiny TUSKA darf der Nachwuchs mitfeiern</figcaption></figure>
<p>Der Sonntag ist zudem ein besonderer Tag: beim <em>Tiny Tuska </em>dürfen an diesem Tag Kinder bis 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen das Festival besuchen und so sieht man überall auf dem Gelände Nachwuchs-Metalheads mit großen Ohrenschützern, mal im Prinzessinnenkleid, mal mit Corpse Paint. Bis 18 Uhr darf der Nachwuchs mitfeiern. Im Gründungsland des Projekts <em>Hevisaurus </em>wird das Rekrutieren von Nachwuchs offensichtlich großgeschrieben.&nbsp;Es wird deutlich: Niemand hier, weder groß noch klein, lässt sich die Stimmung von ein bisschen Wind vermiesen. Schlechtes Wetter ist man in Helsinki durchaus gewöhnt und man weiß damit umzugehen.</p>
<p>Auf der Radio City Stage wird der Tag durch die finnische Band <em>Cyan Kicks </em>eröffnet, die mit melodisch-poppigem Sound das Publikum aufwärmen. Die Zeltbühne ist gut gefüllt, dort ist man auch einigermaßen windgeschützt und so ist die Stimmung beim ersten Act des Tages auch wirklich gut.</p>
<p>Die Karhu Main Stage öffnet danach das Programm. Die TUSKA-Hosts haben sich Unterstützung mitgebracht: drei Jungen dürfen als Symbolbild des familienfreundlichen <em>Tiny Tuska </em>den Opener der Hauptbühne ankündigen. Mit <em>Turmion Kätilöt</em>, den ‘Hebammen des Verderbens’, startet der Nachmittag mit Disco, denn der Industrial Metal der Finnen ist nicht nur hart, sondern auch extrem tanzbar. <em>Turmion Kätilöt</em> sind eine Erscheinung und laden ein zum Mitsingen, obwohl wir nach kurzem Blick in die Übersetzung nur eine sehr grobe Idee haben, worum es in den finnischsprachigen Songs geht. Die Show macht extrem Spaß und der Circle Pit rund um die riesige Matschpfütze im Infield tobt. <em>Turmion Kätilöt</em> erfreuen sich offensichtlich großer Beliebtheit. Ist verständlich. Wer auf tanzbaren Metal mit elektronischen Beats steht, dem kann man diese Band wärmstens ans Herz legen. Tatsächlich gehören sie zu den wenigen finnischsprachigen Acts, die sich auch ab und zu nach Deutschland auf Tour verirren.&nbsp;</p>
<p>Der nächste Weg führt zur Nordic Energy Stage und damit zu Urgesteinen des finnischen Folk Metal. <em>Korpiklaani </em>lassen uns jedoch warten und wir beobachten, wie Lautsprecher und Scheinwerfer bedenklich im extrem starken Wind schwanken. Ist die Bühne sicher genug für einen Auftritt?</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-02-Korpiklaani-14.jpg?ssl=1" data-image-id="12271" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-02-Korpiklaani-14.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-3-02-Korpiklaani-14.jpg" data-title="Tuska-Day-3-02-Korpiklaani-14" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-02-Korpiklaani-14.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-3-02-Korpiklaani-14" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Korpiklaani bringen das Publikum zum Tanzen</figcaption></figure>
<p>Die Antwort lautet Ja, und mit etwa 5 Minuten Verspätung geht es dann auch los mit dem Gute-Laune-Programm von <em>Korpiklaani. </em>Sänger Jonne Järvelä moderiert nicht viel, stattdessen gibt es Musik pur von einer Band, die extrem gute Laune ausstrahlt und das Publikum damit ansteckt. Die Stimmung ist ähnlich gut wie bei <em>Wind Rose</em> und so tanzt zur powervollen Metalversion des finnischen Klassikers <em>Ievan Polka </em>wieder einmal eine Polonaise durchs Publikum – dieses Mal auch mit <em>Tiny Tuska </em>Besucher*innen auf den Schultern. An anderer Stelle im Publikum wird ein flotter Paartanz auf den Schotterboden gelegt, oder Menschen wirbeln untergehakt im Kreis. Ein finnischer Freund bezeichnete <em>Korpiklaani </em>einst als eine Alte-Leute-Band. Die Show weckt jedoch den Eindruck: sie sind eine Band, die Lebensfreude ausstrahlen und ihr Alle-Generationen-Publikum damit anstecken. Obwohl sie sehr früh spielen, sind sie stimmungstechnisch schon ein Tageshöhepunkt.</p>
<p>Und weiter geht es mit Urgesteinen der finnischen Metalgeschichte, der Legendencount steigt weiter. Auf der Karhu Main Stage spielen nun <em>Apocalyptica, </em>die bereits seit Jahrzehnten mit Metallica-Covern auf dem Cello begeistern. Beim TUSKA spielen sie eine Show ihrer Metallica-Covertour und auch für Menschen, die nicht viel Metallica hören, ist die Performance absolut mitreißend. Die Energie, die Eicca Toppinen, Perttu Kivilaakso und Paavo Lötjönen mitbringen, während sie mit ihren Celli die Bühne auf und ab rennen, ist unglaublich. Auf der Videoleinwand im Hintergrund sind immer wieder Textzeilen zu sehen und die drei Musiker fordern das Publikum wiederholt zum Mitsingen absoluter Klassiker der Metal-Legenden auf. Der Show-Aspekt ist mindestens so beeindruckend wie das virtuose Cello-Geschrammel. Die Show von <em>Apocalyptica </em>ist mitreißend und nachhaltig beeindruckend.&nbsp;</p>
<p>Die nachfolgende Band ist ein ordentliches Kontrastprogramm zum bisher Gesehenen. Im Schutz des Zeltes der Radio City Stage spielt nun die amerikanische Deathcore-Band <em>Whitechapel, </em>welche ebenfalls beim Probehören der TUSKA-Playlist unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Und was für einen Abriss sie liefern! Die Atmosphäre im Zelt ist unfassbar intensiv, die Luft fühlt sich geladen an. Der Moshpit tobt. <em>Whitechapel </em>beeindrucken auf eine Art und Weise, die sich kaum in Worte fassen lässt. Der Sound ist aggressiv und kraftvoll. Die Performance reißt total mit. Von den gesehenen Bands an diesem Tag stechen die Amerikaner deutlich heraus, in vielerlei Hinsicht. <em>Whitechapel </em>sind eine Band, die live absolut überzeugen und richtig Lust auf mehr machen.</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-05-Motionless-in-White-2.jpg?ssl=1" data-image-id="12283" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-05-Motionless-in-White-2.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-3-05-Motionless-in-White-2.jpg" data-title="Tuska-Day-3-05-Motionless-in-White-2" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-05-Motionless-in-White-2.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-3-05-Motionless-in-White-2" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Diese Trans Pride Flag findet nachher ihren Weg in die Hände von Chris Motionless</figcaption></figure>
<p>Auf der Main Stage folgt dann eine Herzensband. <em>Motionless in White </em>beenden ihre Sommershows in Europa mit der Show beim TUSKA-Festival, die Front Row ist sichtbar gut gefüllt mit Fans der Band, es fallen vor allem selbst bemalte Pride-Fahnen auf, und die Stimmung kocht. Waren die Moshpits im bisherigen Verlauf des Tages noch größtenteils zögerlich den riesigen Pfützen im Infield ausgewichen, wächst der Pit bei <em>Motionless in White</em> auf eine beachtliche Größe an. Sänger Chris Motionless wirkt amüsiert, als er einigermaßen beeindruckt die logistische Höchstleistung lobt, dass das Publikum einen fließenden Übergang von Wall of Death in Circle Pit hinbekommen habe. Etwas, das er so noch nie gesehen habe. <em>Motionless in White</em> sind eine Band, die auch aufgrund der Werte, für die sie einsteht, unfassbar gut ins Line-Up des TUSKA passt. Die von den Veranstalter*innen angestrebte Vielfalt und Offenheit leben die Amerikaner auf der Bühne deutlich aus. So findet nicht nur die Progress Pride Flag auf der Videoleinwand ihre Verwendung, sondern Chris Motionless holt sich auch die Trans Pride Flag aus der Front Row auf die Bühne und zeigt damit Solidarität mit der queeren Community.&nbsp;</p>
<p>Im Anschluss geht es wieder zur Zeltbühne. <em>Polaris </em>aus Australien warten dort mit deftigem Metalcore. Die Band überzeugt vom ersten Ton an. Die Performance der Band ist energetisch, die Laune sichtlich gut. Beim Publikum kommt das voll an und zum zweiten Mal an diesem Tag lässt sich das Phänomen “Wall of Circle Pit” beobachten. Was neben der Energie heraussticht, sind die unfassbar schönen Clear Vocals von Bassist Jake Steinhauser. Polaris überzeugen und nehmen definitiv mindestens einen Fan mehr mit nach Hause.</p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-simplelightbox" title=" " href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-07-Lorna-Shore-19.jpg?ssl=1" data-image-id="12303" data-src="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-07-Lorna-Shore-19.jpg" data-thumbnail="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/thumbs/thumbs_Tuska-Day-3-07-Lorna-Shore-19.jpg" data-title="Tuska-Day-3-07-Lorna-Shore-19" data-description=" "><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/gallery/2025-tuska/Tuska-Day-3-07-Lorna-Shore-19.jpg?resize=400%2C267&#038;ssl=1" alt="Tuska-Day-3-07-Lorna-Shore-19" width="400" height="267"></a><figcaption class="wp-caption-text">Episches Finale mit Lorna Shore</figcaption></figure>
<p>Schließlich geht es zum Finale. Die letzte Performance des Tages und der Headliner des Sonntags sind <em>Lorna Shore</em>, welche in den letzten Jahren einen gigantischen Aufschwung gemacht und sich damit den Headliner-Spot sicherlich verdient haben. Die Massen an Lorna Shore T-Shirts, die das gesamte Wochenende über auf dem Festivalgelände zu sehen waren, sprechen dafür. Und die Band liefert. Die Wetterlage am Abend lässt den Einsatz von Pyrotechnik zu und so gibt es sowohl ein klangliches als auch ein visuelles Feuerwerk von der amerikanischen Melodic Deathcore Band. Nach dem ersten Song fordert Sänger Will Ramos das Publikum zum Crowdsurfen auf – eigentlich verboten, aber wie könnte sich die Crowd dieser Einladung widersetzen? Und so setzt ein massiver Strom an Crowdsurfern ein. Die Stimmung unter den Anwesenden ist auf einem Höhepunkt. Zwanzig Minuten vor Schluss kündigt Will Ramos den letzten Song an. Zeit für den <em>Pain Remains </em>Zyklus, ein ziemlich epischer Abschluss für das Festivalwochenende, bei dem die Amerikaner noch einmal alles geben.&nbsp;</p>
<p>Und so setzt irgendwie ein Gefühl der Leere ein, als es vorbei ist, der letzte Ton verklingt, die Menschen vom Festivalgelände strömen und stattdessen ziemlich Hitchcock-mäßig eine Horde Möwen auf der Suche nach etwas zu Fressen über Suvilahti herfällt. TUSKA ist ein Erlebnis. Ein Ort, an dem man sein kann, wer man ist. Das TUSKA ist ein Wohlfühlfestival, das sich trotz seiner Größe irgendwie familiär und gemütlich anfühlt. Und vielleicht lädt es auch deswegen dazu ein, immer wieder zurückzukommen und Teil des TUSKA Kults zu werden.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/tuska-metal-festival-helsinki-27-29-07-2025">TUSKA Metal Festival &#8211; Helsinki, 27.-29.07.2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>Field Invasion 2025 (10.-12. Juli 2025)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/field-invasion-2025</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erik Hüther]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 11:28:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#8222;Auf Urbachs grünem Acker, ich mich hemmungslos betacker!&#8220; So steht es zumindest auf den Festivalbechern des Field Invasion Festival, doch</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/field-invasion-2025">Field Invasion 2025 (10.-12. Juli 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#8222;Auf Urbachs grünem Acker, ich mich hemmungslos betacker!&#8220; So steht es zumindest auf den Festivalbechern des <strong>Field Invasion Festival</strong>, doch auch wenn man das tatsächlich sehr gut auf dem kleinen, aber feinen Festival in dem kleinen Ort im Westerwald tun kann, so lohnt sich nicht alleine deswegen ein Besuch:&nbsp;</p>
 [<a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/field-invasion-2025">See image gallery at magazin.nordmensch-in-concerts.com</a>] 
<p><em>Noch länger als das Field Invasion existiert dieses Auto. Auf der Koppel im Hintergrund befinden sich mehr PS.</em></p>
<p>Das Field Invasion gibt es jetzt seit 16 Jahren, ich persönlich war jetzt leider erst zum dritten Mal dort, würde aber jederzeit wieder hinfahren. Und das nicht nur wegen des eingangs bereits erwähnten Mottos, sondern wegen des Gesamtpakets: Auch wenn das Festival sehr klein und überschaubar ist (grob geschätzt ca. 700 Tagesgäste und 500 Campende) und mit einem Wochenendbändchen für durchaus leistbare 43 Euro an der Abendkasse nicht so teuer ist, sollte man nicht erwarten, dass da auf irgendeiner Rumpelbühne drittklassige Coverkapellen aus den Nachbardörfern zum Tanz aufspielen &#8211; im Gegenteil! Auch wenn mir im Vorfeld die meisten Bandnamen meist nichts sagen (außer, man hat sie schonmal eben hier gesehen), so bin ich noch nie enttäuscht heim, sondern habe vielmehr etliche neue Perlen kennengelernt. Dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin, zeigen viele Stammgästys, die Jahr um Jahr auch teilweise weite Anreisen auf sich nehmen und die man dann auch irgendwann alle kennenlernt &#8211; so dass es mir gar nichts ausmachte, in diesem Jahr zunächst alleine hinzufahren.</p>
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<p><em>Zugegeben, das ist nicht die Ankunft, sondern da ist das Mobbed schon wieder abmarschbereit am Sonntagmorgen</em></p>
<p>Schon die Anreise mit dem Motorrad gestaltete sich höchst erfreulich, angenehm sommerliche Temperaturen und die wunderbar weite Westerwälder Landschaft lassen&#8217;s dann auch gar nicht so schlimm sein, wenn man sich mal ein bisschen verfährt. Auch wenn das Festival mit einer Warm-Up-Party schon am Donnerstagabend begann, schaffte ich es wegen leidlicher Dinge wie Broterwerb leider erst am Freitagabend nach Urbach, und bis das Zelt stand, hatte ich dann auch grade <strong>Soulshifter</strong> verpasst &#8211;&nbsp; was ich vom Zeltplatz aus mitbekommen habe, klang aber schon recht mächtig! Bis die nächste Band anfängt, schlenderte ich ein wenig über das Festivalgelände: Neben &#8222;Rolfs Biergarten&#8220; und dem Essensstand nebenan, dem obligatorischen Bierstand, einem Stand für Schnaps, Cocktails und Pälzer Weinschorle(!) und einem Badezuber gab es in diesem Jahr erstmals eine echte Dusche und ein Spielzelt mit Lego Duplo für kleine und große Kinder &#8211; Haupsach, Schuh aus!</p>
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<p><em>Ein Spaß für Klein und Groß!</em></p>
<p>Inzwischen mit einem Kaltgetränk bewaffnet, traf ich tatsächlich auch die ersten Bekanntys und verbabbelte mich auf einer der mitten im Infield aufgestellten Bänke, rund um die Feuerstelle. Da das ganze auf einer leicht abschüssigen Wiese stattfindet und die Bühne am Fuße derselben steht, hat man wie in einem natürlichen Amphitheater von überall auf dem Gelände einen hervorragenden Blick auf die Bühne, auch wenn der Sound auf den Bereich direkt davor optimiert ist. Dort spielten inzwischen <strong>Hereafter</strong> aus Bielefeld, die mit ihrem New Metal-Sound und cleanen Frauenvocals und männlichem Geshoute bereits eine erkleckliche Crowd vor die Bühne zogen.</p>
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<p><em>Final Fortune im Final Countdown zum Sundown</em></p>
<p>Ein relativ brachialer Stilwechsel kam mit <strong>Final Fortune</strong> aus Mayen,&nbsp; die sich selbst&nbsp; als &#8222;80&#8217;s Hard&#8217;n&#8217;Heavy&#8220; bezeichnen, und das war im besten Sinne wahr, die Looks passten dazu, auch wenn sie ein wenig eklektisch zusammengewürfelt erschienen: Kutte&nbsp; und 80er-Badebux-Kombi beim Bassisten kontrastierten mit dem Sleaze Rock-Outfit des Gitarristen &#8211; insgesamt aber großer Spaß und definitv empfehlenswert! Dachte sich übrigens auch ein Nackedei, der sich nur mit Hut bekleidet auf die Bühne mogelte und mit der Band Party machte &#8211; leider war der Hut auf dem Kopf&#8230;</p>
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<p><em>Riecht möglicherweise ähnlich</em></p>
<p>Doch der Anblick brachte mich auf eine Idee: Also pilgerten wir (man erinnert sich: Bekannte trifft man dort schnell, wenn man schonmal da war&#8230;) zu &#8222;Rolfs Fressbude&#8220;, wo es neben Burgern (sehr lecker, aber Sauerei beim Essen), Schnitzelweck, Käsespätzle und Pommes auch Brat- und Currywurst gab*. Während ich mir also eine solche in die Futterluke stellte und den umgebenden Gesprächen lauschte oder mich mit vollem Mund beteiligte, verpasste ich leider <strong>Karabooza</strong>. Ich kann mich noch erinnern, dass es irgendwie so Elektro Metal war, und dass es nach Hereafter bereits die zweite Band des Abends ohne Bass war.</p>
<p><em>*Ob es auch vegane Optionen gab, weiß ich leider nicht mehr, allerdings gab es Samstag nebenan auch noch ein Pizzamobil.&nbsp;</em></p>
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<p><em>Left Betrayed</em></p>
<p>Derart gestärkt waren wir aber bereit für den Headliner des Abends: Die Lokalmatadore <strong>Left Betrayed</strong> aus dem nahen Hachenburg (wo übrigens auch das ausgeschenkte Bier herkommt) sah ich bereits zum zweiten Mal auf dem Field Invasion, insofern war ich von der Metalcore-Dampfwalze, die da über einen rollte, nicht so ganz überrascht. Dennoch großartig, mit welcher Energie die fünf Jungs und diverse Gastsänger da eine Granate nach der anderen zündeten!</p>
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<p><em>Achtung, heiß!</em></p>
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<p><em>Achtung, noch heißer! (ist übrigens derselbe Typ)</em></p>
<p>Nach etwas mehr als einer sehr schweißtreibenden Stunde gab es zum Feierabendschobbe noch eine Feuershow und Illumination aus und an der bereits erwähnten Feuerstelle. Ein angenehmer Ausklang für einen sehr angenehmen Tag!</p>
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<p><em>Das ganze Festival ist übrigens barrierefrei</em></p>
<p>Gut erholt und nach einer erstaunlich ruhigen Nacht ausgeschlafen ging es erstmal Duschen, doch statt ins nahegelegene Schwimmbad (Eintritt: 2 Euro) zu gehen, nahm ich das Angebot einer Freundin an, bei ihr zuhause zu duschen. Dass im Westerwald &#8222;ich wohne um&#8217;s Eck&#8220; eine halbe Stunde Autofahrt pro Richtung bedeutet, hatte ich nicht bedacht, und so kam es, dass ich die Stoner Rocker <strong>Organic Destruction</strong> ebenso verpasste wie die Hardrocker <strong>Soulstrike</strong>, hatte aber immerhin noch&nbsp; mit dem Bassisten der erstgenannten einen sehr netten Schnack über Photoapperate, Perfektionismus und Produktionsabläufe.</p>
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<p><em>Gefrierbrand</em></p>
<p>Großes Rätselraten im Vorfeld über die musikalische Ausrichtung der nächsten Band: Machen <strong>Gefrierbrand</strong> Punk, Neue Deutsche Härte oder doch was ganz anderes? Während ich mein Geld auf &#8222;Rammstein für Arme&#8220; gesetzt hätte, gewonnen hätte keiner: Positiv überraschend fabrizierten die Mannen aus dem Schwarzwald ein ziemlich ordentliches Black Metal-Brett ab, das ich irgendwo zwischen Finntroll, frühen Dimmu Borgir und Immortal verorten würde. Thematisch geht es im weiteren Sinne um Märchen, was auch die Aufmachung mit altertümlichen Westen, Hosenträgern und Hemden erklären dürfte.&nbsp;</p>
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<p><em>Macht Lahme wieder Gehend: Leyka</em></p>
<p>Als Mainzer, der selbst lange in divcersen Bands dort gespielt hat und durchaus oft auf Konzerte in den Mainzer Clubs geht, dachte ich, alle Bands der Mainzer Metal- und Rockszene zumindest vom Namen her zu kennen, aber <strong>Leyka</strong> war mir bis dato unbekannt. Schade eigentlich, denn der Emo-Core bollerte trotz aller Gefühlig- und Verletzlichkeit bei den Texten ziemlich fett aus den Lautsprechern und initierte nicht zu unrecht den ersten Circle Pit des Tages.</p>
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<p>Dass sich die Band dabei selbst immer wieder unter&#8217;s Volk mischte, trug allerdings sicher auch dazu bei &#8211; selbst der Sänger ohne(!) Funkmikro hat es irgendwie hinbekommen, einmal quer über über den Platz zu rennen, ohne dabei irgendwen mit seinem Kabel zu erdrosseln und ohne sich zu verheddern wieder auf die Bühne zu gelangen &#8211; alleine dafür schon Respekt!</p>
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<p><em>Gefrierbrand in zivil</em></p>
<p>Danach traf ich Gefrierbrand am Fresstand wieder, leider musste die Band direkt weiter. Als Dank für das schnell aus der Lameng geschossene Bandphoto vermachten mir die Herren ihre restlichen Bons und Wertmarken, was immerhin für einen Börger und ein Getränk reichte! Danke!</p>
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<p><em>Dieser Herr zeigt sich vom Geschehen um sich herum völlig unbeeindruckt</em></p>
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<p><em>Alles auf Zucker &#8211; tatsächlich ein Bandname und kein Dessert!</em></p>
<p><strong>Alles auf Zucker</strong> ist wieder so eine Band, deren Namen einen rätseln lässt, was einen da nun musikalisch erwartet: Wie sich herausstellte: Hardrock aus dem Westerwald. Während die eigenen Sachen irgendwo zwischen Guns n Roses und Alice Cooper liegen, wenn auch stimmlich etwas tiefer, wurde auch ziemlich viel gecovert, u.a. Green Day und ein Metallica-Medley, alles unterhaltsam präsentiert &#8211; schee! Der Name geht übrigens wohl auf eine jüdische Komödie von Daniel Levy aus dem Jahre 2004 zurück.</p>
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<p><em>Deluminate</em></p>
<p>Anschließend ging&#8217;s wieder einen Stock tiefer, zumindest was die Stimmung der Gitarren betrifft: <strong>Deluminate</strong> aus Koblenz sind irgendwo zwischen Death Metal und Hardcore angesiedelt, nennen das ganze &#8222;Nucore&#8220; und sorgten wieder für diverse Arten von Moshpits, inkl. einer Wall of Death.</p>
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<p><em>Ih, Pärchenscheiß!</em></p>
<p>Noch erfreulicher als fette Breakdowns war für mich persönlich, dass die schöne Frau, die seit über sieben Leben Jahren mein Leben bereichert, endlich auch eingetroffen ist. Und zwar grade rechtzeitig zu den heimlichen Headliners des Tages, zumindest für uns&#8230;.</p>
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<p><em>Bloodspot-Sänger Pete beim Frühsport</em></p>
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<p><em>Die Frisur sitzt</em></p>
<p>&#8230;nämlich <strong>Bloodspot</strong> aus Limburg! Statt mir nun selbst eine Beschreibung aus den Rippen zu leihern, zitiere ich lieber Sänger Pete: &#8222;Brutaler Dinosaurier Death Metal!&#8220;. Zugegeben, damit meinte er eine bestimmte, schon etwas ältere Nummer, aber brutal und Death Metal passen wie die schlagringbewehrte Faust aufs Fascho-Auge. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands aus der Death Metal-Ecke positionieren sich die Männer aus der Domstadt an der Lahn nämlich auch in ihren Texten ziemlich eindeutig gegen Rechts und für Menschenrechte.</p>
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<p><em>Band zum Abschied: Words of Farewell</em></p>
<p>Den würdigen Abschluss des zweiten Tages bildeten <strong>Words of Farewell</strong> aus Münster in Westfalen. Sänger Alexander ist nicht nur optisch eine Maschine, auch stimmlich und stimmungsmäßig gab der muskelbepackte Hüne Vollgas. Außerdem bemerkenswert: Eine Death Metal-Band, bei der der Bass nicht nur gut beschäftigt, sondern tatsächlich auch zu hören war! Und das, obwohl sich neben der üblichen Besetzung (zwei Gitarren, Drums, Gesang und eben Bass) auch noch ein Keyboarder auf die dann doch gar nicht mehr so große Bühne quetschte. Der aber den Saitenartisten mal dringend benötigte Auszeiten vom beständigen Staccato-Riffing verschaffte, so dass diese mal die Hand ausschütteln konnten. Zur Zugabe zog Alexander dann auf vielfachen Wunsch vor allem des weiblichen Publikums dann doch noch sein Shirt aus, nicht ohne allerdings vorher noch das obligatorische &#8222;Band vor Publikum&#8220;-Bild als Teil des Deals machen zu lassen.</p>
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<p><em>Dieser leicht verstrahlte junge Mann muss am nächsten Tag noch ein Kraftrad steuern</em></p>
<p>A propos Maschine: Mein Zweirad wollte am nächsten Morgen wieder bewegt werden, so dass ich schweren Herzens drauf verzichtete, mich der Aftershow-Party anzuschließen und mich zum Ausnüchtern ins Zelt verkroch. Von wo aus ich aber trotzdem mitbekam, dass die Feierei sich anscheinend bis weit ins Morgengrauen zog, zumindest der Musiklautstärke vom unweit gelegenen Schnapsstand aus nach zu urteilen.</p>
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<p><em>Stellvertretend für alle Helfys: Danke an euch!</em></p>
<p>Doch auch wenn ich deswegen in der zweiten Nacht eher bescheiden geschlafen habe: Ein dickes, fettes Dankeschön mit Bussi obendrauf an alle ehrenamtlichen Helfer*innen, die das Field Invasion mal wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis machten!</p>
<p><a href="https://field-invasion-festival.de/" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #003366;">Hier findet man die Homepage des Field Invasion Festivals</span></a>, dort gibt es hoffentlich bald auch Karten für nächstes Jahr!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PhotoCredits / Berichterstattung:</strong> <span style="color: #003366;">Erik Hüther</span></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/field-invasion-2025">Field Invasion 2025 (10.-12. Juli 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>TUSKA 2025 &#8211; Metal im Herzen Helsinkis</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/tuska-2025-metal-im-herzen-helsinkis</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Olivia Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2025 08:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Festival 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Helsinki]]></category>
		<category><![CDATA[TUSKA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#8211; English version below &#8211; Was gibt es Schöneres als einen Festival-Urlaub – vielleicht im hohen Norden? Denn in der</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/tuska-2025-metal-im-herzen-helsinkis">TUSKA 2025 &#8211; Metal im Herzen Helsinkis</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong><span style="color: #003366;"><em>&#8211; English version below &#8211;</em></span></strong></p>
<p>Was gibt es Schöneres als einen Festival-Urlaub – vielleicht im hohen Norden? Denn in der finnischen Hauptstadt <strong>Helsinki</strong> findet vom <strong>27. bis 29. Juni</strong> das TUSKA, Finnlands größtes Metalfestival, statt. Der Veranstaltungsort <strong>Suvilahti</strong> liegt nahezu im Herzen Helsinkis, direkt am Redi-Einkaufszentrum, in welchem auch die Bändchenausgabe stattfindet, und bietet für ca 60 000 Besucher*innen ein dreitägiges Programm mit über 60 Acts.</p>
<p>Viele der Bands kommen aus Finnland oder den nordischen Nachbarländern, jedoch hat das TUSKA-Festival auch in diesem Jahr wieder einige internationale Größen für sich gewinnen können. So sind die Headliner-Slots besetzt durch <strong>IN FLAMES, ELECTRIC CALLBOY, POWERWOLF, SLAUGHTER TO PREVAIL, LORNA SHORE</strong> und <b>MOTIONLESS IN WHITE</b>, doch auch andere große Namen wie <strong>CRADLE OF FILTH</strong>, <strong>DRAGONFORCE</strong> oder <strong>APOCALYPTICA</strong> finden sich im Line-Up.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-32177 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/TUSKA25_BILLING4_vaaka-eng.jpg.webp?resize=800%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="450"></p>
<p>Vier Bühnen werden bespielt, die kleinste davon in kuscheliger Club-Atmosphäre. Stilistisch ist für alle Geschmäcker etwas dabei, sei es Death-, Power- oder Industrial Metal, Metal- oder Deathcore. Wer eine Pause vom Haare schütteln braucht, kann die strapazierten Muskeln zudem in der Festivalsauna entspannen. Außerdem gibt es On-Site eine Body Art Area, in der nicht nur diverse Tattoo und Piercing Artists ihren Service anbieten, sondern auch Hook Suspension, Shibari und Massagen angeboten werden.</p>
<p>Aufgrund seiner zentralen Lage mitten in der finnischen Hauptstadt bietet das TUSKA-Festival keinen eigenen Campingplatz an. Neben Hotels, Hostels und privaten Unterkünften steht für Camper auch der Rastila Camping Ground der Stadt Helsinki zur Verfügung, der neben Stellplätzen für Zelt und Caravan auch Cottages für Gruppen von 4-8 Personen bietet. Der Campingplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Metro-Station.</p>
<p>Wichtig zu beachten: Besucher*innen des TUSKAFestivals müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Für Kinder im Alter von 0-12 Jahren gibt es am Sonntag von 14-18 Uhr im Rahmen des TINY TUSKA Zugang zum Festivalgelände, sofern sie in Begleitung eines Erwachsenen mit gültigem Ticket sind.</p>
<p>Das 3-Tages-Ticket kostet 239 €.<br />
2-Tages-Tickets, die frei kombinierbar sind, gibt es ab 209 €.<br />
Tagestickets kosten 149 €.</p>
<p>Es gibt außerdem VIP-Tickets für 3 Tage (389 €) und VIP-Tagestickets (229 €).</p>
<p>Erwerben könnt ihr die Tickets auf Tiketti.fi (https://www.tiketti.fi/tuska-festival-2025-suvilahti-helsinki-lippuja/101141) oder Lippu.fi <span style="color: #003366;"><strong>(<a style="color: #003366;" href="https://www.lippu.fi/artist/tuska/">https://www.lippu.fi/artist/tuska/</a>).</strong></span></p>
<p><strong>Komplettes Line-Up (alphabetisch):</strong></p>
<p>Alcest – Apocalyptica – Arion – Ashes in the Fall – Bambie Thug – Battle Beast – Bisa – Blood Command – Bokassa – Call From Abyss – Cemetery Skyline – Charlotte Wessels – Countless Goodbyes – Cradle of Filth – Cryptic Hatred – Cyan Kicks – Distant Stares – Dol – Dragonforce – Eihwar – Electric Callboy – Endstand – Enemies Everywhere – Falling From Grace – Havukruunu – Horizon Ignited – Imminence – In Flames – Insomnium – Intrepid – Jarkko Martikainen – Jiluka – Kaisa Pylkkänen – Kim Dracula – Knocked Loose – Korpiklaani – Lights to Remain – Lorna Shore – Marko Hietala – Mokoma – Motionless in White – Nameles – Noiduin – Nothing More – Octoploid – Orbit Culture – Polaris – Powerwolf – Royal Sorrow – Sepulchral Curse – Skynd – Slaughter to Prevail – Sorretun Voima – Tarja – The Halo Effect – The Vantages – Thrown – Timo Rautiainen &amp; Trio Niskalaukaus – Turmion Kätilöt – Tyrantti – Vähäkyrö Drive-By – Whitechapel – Wind Rose</p>
<p><span style="color: #003366;">***</span></p>
<p><strong><span style="color: #003366;"><em>English:</em></span></strong></p>
<p>What’s better than a festival vacation – maybe up in the high north? From 27<sup>th</sup> to 29<sup>th</sup> June, the Finnish capital <strong>Helsinki</strong> hosts <strong>TUSKA</strong>, Finland’s biggest metal festival. The festival ground <strong>Suvilahti</strong> is located almost in the heart of Helsinki, right next to the Redi shopping mall, where you will also get your festival wristband. It offers a 3-day program with over 60 acts for about 60 000 visitors.</p>
<p>Many of the bands playing there are from Finland or its Nordic neighbours, yet, TUSKA managed to snatch some big international names. The headline spots this year are taken by <strong>IN FLAMES, ELECTRIC CALLBOY, POWERWOLF, SLAUGHTER TO PREVAIL, LORNA SHORE</strong> and <b>MOTIONLESS IN WHITE</b>, but you can also find big names like <strong>CRADLE OF FILTH</strong>, <strong>DRAGONFORCE</strong> or <strong>APOCALYPTICA</strong> in the line-up.</p>
<p>There are four stages. The smallest one offers a cozy club atmosphere. Style-wise, all tastes will be met, no matter if you’re into Death, Power or Industrial Metal, Metalcore or Deathcore. If you need a break from headbanging and shaking your hair, the on-site festival sauna offers a place to relax your strained muscles. Furthermore, there’s a Body Art area, where not only tattoo and piercing artists offer their services, but you even find offers of Hook Suspension, Shibari or a massage service this year.</p>
<p>As the festival ground is located quite in the centre of the Finnish capital, TUSKA does not have its own camp site. Besides hotels, hostels or private accommodation you can also book a spot at Rastila Camping, which is a camp ground operated by the city of Helsinki. They offer space for tents or caravans, but also have a number of cottages for groups of 4-8 people. Rastila Camping is located right next to a metro station.</p>
<p>Please keep in mind: TUSKA is a K18 festival, so you need to be at least 18 years old to visit. But there’s also an offer for families called TINY TUSKA: on Sunday, children aged 0-12 can enter the festival area between 14:00 to 18:00 if accompanied by a paying adult. &nbsp;</p>
<p>A 3-day ticket is 239 €.<br />
2-day tickets start from 209 € and you can combine any of the three festivals freely.<br />
A day-ticket is 149 €.</p>
<p>There are also 3-day VIP tickets (389 €) and VIP-day (229 €).</p>
<p>You can buy your tickets on Tiketti.fi (https://www.tiketti.fi/tuska-festival-2025-suvilahti-helsinki-lippuja/101141) or Lippu.fi (<strong><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.lippu.fi/artist/tuska/">https://www.lippu.fi/artist/tuska/</a>).</span></strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/e_MSqS1-Ubs?si=M0GIQg0uLozmHVXc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/tuska-2025-metal-im-herzen-helsinkis">TUSKA 2025 &#8211; Metal im Herzen Helsinkis</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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