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	<title>INTERVIEW Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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		<title>Im Gespräch mit Nigel Glockler von SAXON (Interview)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[René Jauernik]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2025 19:20:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drums]]></category>
		<category><![CDATA[INTERVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[Nigel Glockler]]></category>
		<category><![CDATA[SAXON]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Alteingesessene Heavy Metal-Fans werden sicherlich mit dem Namen Nigel Glockler etwas anfangen können. Schließlich handelt es sich hierbei um den</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>Alteingesessene Heavy Metal-Fans werden sicherlich mit dem Namen Nigel Glockler etwas anfangen können. Schließlich handelt es sich hierbei um den Drummer der britischen Kult-Band SAXON. Mit seinem unverwechselbaren Groove hat er wesentlich dazu beigetragen, dass man Alben wie „Power &amp; The Glory“, „Crusader“ oder „Solid Ball Of Rock“ zurecht als Klassiker bezeichnet. Neben Leuten wie Phil Rudd (AC/DC), Stefan Kaufmann (Accept) oder Pete Spencer (Smokie) war Mr. Glockler einer meiner Haupteinflüsse, als es daran ging, es selbst mit der Trommelei zu probieren. Im Juli 2024 waren SAXON als Special Guest von Judas Priest in Europa unterwegs. Im Rahmen des Auftrittes in Dresden bekam ich die Gelegenheit, es mir mit Nigel im Tourbus gemütlich zu machen und ein ausführliches Pläuschchen abzuhalten. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Soundmann Jacky Lehmann, der das Ganze organisierte.</strong></p>
<p><strong>Zuerst würde mich natürlich interessieren, wann du mit dem Trommeln ange</strong><strong>fangen hast und wie es überhaupt dazu kam?</strong></p>
<p><em>„Das müsste im Alter von 7 oder 8 Jahren gewesen sein. Mein Bruder, der 11 Jahre älter ist als ich, hörte damals den ganzen Tag aktuelle Pop-Musik von Bill Haley und Konsorten. Irgendjemandem aus der Familie ist dann aufgefallen, dass ich dazu permanent mit meinen Händen auf dem Tisch und meinen Oberschenkeln mitgetrommelt habe. Das hat meinen Vater dann dazu bewogen, mir eine Snare und ein Becken zu kaufen. Lustigerweise hatte ich vorher schon eine Blechtrommel, mit der ich immer durch den Garten stolziert bin, als wäre ich einer der Wächter des Buckingham Palace (lacht). Irgendwann nahm ich dann richtigen Schlagzeugunterricht, der mich aber nicht großartig weiterbrachte, weil mein Lehrer nur die Grundtechniken drauf hatte, die ich selber recht schnell beherrschte. Das hat mich so gelangweilt, dass ich mich erstmal der Bassgitarre zugewendet habe und sogar eine Weile damit in unserer Schulband zugange war. Damals hatte ich absolut nicht vor, ein Berufsmusiker zu werden. Ich wollte unbedingt den Beruf eines Veterinärs ausüben, aber dafür haben meine schulischen Leistungen nicht ausgereicht. Mit 14 oder 15 habe ich mich wieder aufs Trommeln konzentriert und bin mit verschiedenen, kleineren Bands durch die örtlichen Clubs und Bars getingelt. 1976 hatten wir einen Gig in einer Location in Brighton, als mich jemand von der dort beheimateten Profi-Band Krakatoa ansprach, ob ich nicht bei ihnen vorspielen wolle. Das tat ich erfolgreich, und seit diesem Tag bin ich als Berufsmusiker unterwegs. Die Keyboards bediente übrigens Hans Zimmer, der später als Filmmusikkomponist weltberühmt wurde.“</em></p>
<p><strong>Kannst du dich noch an dein erstes Schlagzeug erinnern?</strong></p>
<p><em>„Natürlich (lacht)! Am Anfang hatte ich nur eine orange-glitzernde Snaredrum. Die war ziemlich flach, fast wie eine Piccolo-Snare. Als nächstes haben mir meine Eltern eine Bassdrum und ein Hängetom gekauft. So kamen dann immer mehr Einzelteile hinzu, bis ich ein komplettes Set hatte. Eines Tages habe ich jedoch schweren Herzens meine heiß geliebte elektrische Eisenbahn verkauft und mir von dem Geld ein rotes Olympic-Kit zugelegt. Das war sozusagen das Einsteigermodell der Marke Premier. Eine 20“ Bassdrum, ein 16“ Standtom und zwei 12“ Hängetoms. Damit konnte nichts mehr schiefgehen (lacht)!“</em></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-31671 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo2_Copyright_%402023-SAXON.jpg?resize=800%2C792&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="792" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo2_Copyright_%402023-SAXON.jpg?w=879&amp;ssl=1 879w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo2_Copyright_%402023-SAXON.jpg?resize=300%2C297&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo2_Copyright_%402023-SAXON.jpg?resize=768%2C760&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />Krakatoa war deine letzte Band, bevor du bei SAXON gelandet bist, oder?</strong></p>
<p><em>„Oh nein! Krakatoa lösten sich 1978 auf. Die New Wave- und Punkbewegung hat uns überrollt. Wir haben eher funkiges Zeug gespielt und uns später in die Progressive-Rock-Richtung orientiert. Das klang so ähnlich wie Kansas. Der Gitarrist Roger ist bis heute einer meiner besten Freunde und wir schreiben noch immer Musik zusammen. Nach Krakatoa war ich erstmal eine Weile als Session-Drummer unterwegs.“ </em></p>
<p><strong>Konntest du davon leben?</strong></p>
<p><em>„Ja, aber nicht besonders gut. Damals wohnte ich noch bei meinen Eltern. Die Sessions waren aber sehr hilfreich, einen Fuß ins Business zu bekommen. Durch meinen Freund Hans Zimmer landete ich in der Band des neuseeländischen Sängers Zaine Griff. Da waren noch Leute von Ultravox und aus Elton Johns Band dabei. Wir probten in einem Studio in London für das zweite Album von Zaine. Dort lernte ich die Sängerin Toyah Willcox kennen, die mich ziemlich schnell abwarb und mit der ich das Album „Anthem“ einspielte. Kurz darauf stieg ich dann bei SAXON ein.“</em></p>
<p><strong>Das müsste 1981 gewesen sein, richtig?</strong></p>
<p><em>„Korrekt.“</em></p>
<p><strong>Wie kam es dazu? Hast du dich bei SAXON beworben?</strong></p>
<p><em>„Nein, die haben mich gefragt, ob ich mitmachen will. Die sind auf mich gekommen, weil der Bassist von Krakatoa gleichzeitig der Manager von SAXON war. Ich sollte nur für den damaligen Schlagzeuger Pete Gill einspringen, weil er sich eine Handverletzung zugezogen hatte. Der Anruf kam sonntags, und der Auftritt sollte am darauffolgenden Mittwoch stattfinden. Das Witzige ist, dass ich mir bereits ein Ticket für die Show gekauft hatte, weil ich mir die Band anschauen wollte (lacht).“</em></p>
<p><strong>Hast du die Kohle wenigstens zurückbekommen?</strong></p>
<p><em>„Natürlich nicht! Das müsste ich vielleicht nochmal ansprechen (lacht)!“ </em></p>
<p><strong>Warst du bereits mit dem Songmaterial vertraut?</strong></p>
<p><em>„Die Alben waren mir schon bekannt, ja. Das war trotzdem alles ziemlich chaotisch. Das Konzert fand im Brighton Center in London statt, und die Band hatte die Location schon zwei Tage vorher gebucht. Ich habe mich dann vor Ort mit den Live-Arrangements vertraut gemacht, und dann haben wir die Songs gemeinsam geprobt. Ich machte mir natürlich einige Notizen, weil ich mir das alles in der Kürze der Zeit nicht hätte merken können. Das hat bestens funktioniert, und so bin ich gleich mit SAXON auf Tournee gegangen. Ursprünglich sollte ich nur für eine Woche aushelfen. Sie hatten noch einen anderen Drummer dabei, der das Material aber nicht so schnell lernen konnte wie ich, weil er kein Session-Drummer war. Er sollte sich also eine Woche lang jeden Auftritt von mir sorgfältig anschauen und sich dabei die Songs einprägen. Nach dem ersten Gig war er jedoch auf Nimmerwiedersehen verschwunden! Der Manager ist natürlich erstmal richtig ausgeflippt (lacht). Dann wurde ich natürlich gefragt, ob ich nicht bleiben möchte. Da hatte ich absolut nichts dagegen.“</em></p>
<p><strong>Du hast dann bis 1987 mitgemacht.</strong></p>
<p><em>„Richtig. Ich habe SAXON dann verlassen, weil ich mit dem Management nicht einverstanden war. Ich bin der Meinung, dass die uns die ganze Zeit abgezockt haben. Mehr möchte ich aber dazu nicht sagen. Ich bekam dann ziemlich schnell das Angebot, GTR mit Steve Howe, der u.a. bei Yes und Asia gespielt hat, beizutreten. Das ging aber nur ein knappes Jahr, weil die Chemie nicht gestimmt hat. Mit Steve bin ich aber nach wie vor befreundet. Ich habe sogar auf einigen seiner Soloalben gespielt.“ </em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>SAXON haben dann ohne deine Beteiligung das „Destiny“-Album veröffentlicht. Das ist übrigens meine am wenigsten bevorzugte Scheibe der Band. Die ist mir zu poppig.</strong></p>
<p><em>„Zu dem Album kann ich überhaupt nichts sagen. Man muss aber sagen, dass vor allem in Südamerika und sogar in einigen US-Bundesstaaten auf unseren Touren immer nach „Ride Like The Wind“ gefragt wird. In Europa spielen wir den Song so gut wie nie. Höchstens mal in Spanien oder Italien. Der hat wahrscheinlich ein südländisches Flair (lacht). Ich spiele den Song aber ziemlich gern. Obwohl das Stück eigentlich von Pferden handelt, will Biff den Leuten aber immer weismachen, dass es um Motorräder geht.“ </em></p>
<p><strong>1989 bist du wieder zu SAXON zurückgekehrt. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?</strong></p>
<p><em>„Die Jungs haben mich einfach gefragt, ob ich wieder mitmachen will. Mit der damaligen Besetzung hat es wohl nicht so richtig funktioniert. Wir sind dann erstmal auf Europatournee gegangen und haben auf dieser Reise das „Rock´n´Roll Gypsies“-Livealbum mitgeschnitten.“</em></p>
<p><strong>Da ich ja – genau wie euer Soundmann Jacky &#8211; aus der ehemaligen DDR stamme, hatte ich in den Achtzigern leider nicht die Gelegenheit, euch live zu sehen. Mein erstes SAXON-Konzert erlebte ich erst 1992 in Halle (Saale) auf der „Bombers &amp; Eagles“-Tour mit Motörhead. </strong></p>
<p><em>„Das ist ja witzig! Wir sind ja hier in Dresden, und ich habe vorhin noch überlegt, wo wir schon überall im Osten gespielt haben. Halle ist mir noch ein Begriff.“</em></p>
<p><strong>Hast du noch Erinnerungen an die Tour?</strong></p>
<p><em>„Mit Motörhead waren wir ja ganz oft unterwegs. Das hat immer riesigen Spaß gemacht. Ihren Gitarristen Phil Campbell kenne ich seit 1977. Lemmy war auch ein großartiger Typ. Speziell die von dir erwähnte Tour war ein großer Erfolg. Wenn ich mich richtig erinnere, waren Rage noch mit von der Partie, oder?“</em></p>
<p><strong>Korrekt! Das war ein echt gelungenes Package. In Halle konnten Motörhead absolut nicht mit euch mithalten.</strong></p>
<p><em>„Hahaha, vielen Dank! Das höre ich natürlich gern!“</em></p>
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<p><strong>Euer damals aktuelles Album „Forever Free“ finde ich auch granatenstark. 1997 bist du dann zum zweiten Mal bei SAXON ausgestiegen.</strong></p>
<p><em>„Genau. Ich hatte einen Muskelfaserriss in der Schulter und war absolut nicht mehr in der Lage, Schlagzeug zu spielen. Mein Doktor hat mir auch davon abgeraten, da sich der Heilungsprozess sonst sehr schwierig gestaltet hätte. Ich habe aber weiterhin Material für SAXON komponiert.“ </em></p>
<p><strong>Das Keyboard-Intro vom „Metalhead“-Album geht auf deine Kappe, richtig?</strong></p>
<p><em>„Ja. An 3 oder 4 Songs von „Killing Ground“ habe ich auch mitgeschrieben. Die Grundidee von „Witchfinder General“ vom „Lionheart“-Longplayer ist ebenfalls in meinem Haus entstanden. Ich komponiere nach wie vor Songs. Das macht mir Spaß.“</em></p>
<p><strong>Hattest du zu dieser Zeit eine Ahnung, dass du ein paar Jahre später wieder bei SAXON einsteigen wirst?</strong></p>
<p><em>„Biff hat mich die ganze Zeit zu überreden versucht, wieder mitzumachen. Das kam aber für eine ganze Weile nicht infrage für mich. Ich hätte das ihrem damaligen Drummer Fritz Randow gegenüber nicht fair gefunden. Irgendwann fragten mich die Jungs, ob ich nicht Lust hätte, bei ihrem Wacken-Auftritt 2004 ein paar Songs zu trommeln. Das hat tierisch Spaß gemacht. Daraufhin kam die Frage, ob ich auf ihrer nächsten Tour beim Gig in London auch wieder mitmachen möchte. In der Zwischenzeit war Fritz übrigens ausgestiegen und Jörg Michael wurde sein Nachfolger. Der Gig in London war eine unglaubliche Erfahrung. Als Biff mich ankündigte, erklangen im gesamten Saal „Nigel! Nigel!“-Sprechchöre. Das war unfassbar! Ich habe mir fast in die Hose gemacht (lacht)! Biff hat mir nur zugezwinkert und meinte „Ab geht´s!“&nbsp; Als Nächstes hatten SAXON dann eine kleine Tour geplant, auf der nur Songs von den ersten 4 oder 5 Alben gespielt werden sollten. „A Night Out With The Boys“ hieß die Sache. Biff rief mich an und fragte, ob ich Lust hätte, mitzumachen. Zwischendurch waren sie mit Deep Purple unterwegs und im Anschluss hat Jörg SAXON verlassen, um sich wieder auf seine Stammband Stratovarius zu konzentrieren. Das war 2005, und seitdem bin ich wieder fest dabei.“</em></p>
<p><strong>Hast du noch Kontakt zu Fritz und Jörg?</strong></p>
<p><em>„Mit Fritz hatte ich nie persönlichen Kontakt. Ich kann dir auch nicht sagen, wieso er damals ausgestiegen ist und was er heute so treibt. Jörg treffe ich immer, wenn wir in Wacken spielen, da er dort als Bandbetreuer arbeitet. Er ist mittlerweile ein richtig guter Freund von mir. Beide sind übrigens ganz fantastische Schlagzeuger!“</em></p>
<p><strong>Wie kam es eigentlich dazu, dass Sven &#8211; der Sohn von Metal-Legende Udo Dirkschneider – dein Roadie wurde?</strong></p>
<p><em>„Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Udo und SAXON kennen sich ja schon seit Ewigkeiten. Ich glaube, das hatte unser Tourmanager eingefädelt. Gute Roadies sind Mangelware und er hat sich immer darum gekümmert, dass fähige Leute am Start sind. Später hat mich Sven sogar bei fünf Konzerten vertreten.“</em></p>
<p><strong>Ich weiß. Ich habe das letzte davon in Berlin gesehen. Er hat einen hervorragenden Job gemacht! Wenn man die Augen schloss, hat man fast keinen Unterschied gehört.</strong></p>
<p><em>„Das lag sicher daran, dass er mein Drumkit benutzt hat (lacht)! Sven ist wirklich ein ausgezeichneter Schlagzeuger. Du meinst aber die Gigs mit Motörhead, richtig? Da hat er mich auch für ein paar Shows ersetzt, die wegen Phil Campbells Krankheit kurzfristig verschoben werden mussten. Das hatte ich fast schon wieder vergessen (lacht). Sven hat uns aber bereits im Februar 2015 ausgeholfen, weil ich im Dezember 2014 aufgrund eines Hirn-Aneurysmas im Krankenhaus lag und kurz davor war, abzutreten. Die Ärzte teilten meiner Frau schon mit, sie solle mit dem Schlimmsten rechnen. Unser Promoter war so nett, die Konzerte auf Februar zu verschieben. Ich war einen kompletten Monat lang ans Bett gefesselt und sollte ein paar Wochen später schon wieder komplette Shows spielen. Unglaublich, oder? Das hat dann Sven erledigt. Ich bin zur letzten Show nach London gefahren und hatte mir vorgenommen, wenigsten einen Song – und zwar „747 (Strangers In The Night)“ – zu spielen. Meine Muskeln waren ja noch nicht mal ansatzweise wieder so fit, wie es für ein ganzes Konzert nötig wäre. Der Soundcheck lief echt super und im Endeffekt habe ich dann 5 Songs gespielt. Ich lag übrigens in Newcastle im Krankenhaus. Als wir das nächste Mal dort spielten, lud ich als kleines Dankeschön den Chirurg zum Konzert ein.“</em></p>
<p><strong>Hat er sich denn blicken lassen?</strong></p>
<p><em>„Ja, tatsächlich! Er brachte seine Frau mit und wir haben nach dem Gig noch ein paar Getränke zu uns genommen. Irgendwann meinte er zu mir: „Du bist ein absoluter Freak! Nach solch einer OP braucht man normalerweise anderthalb bis zwei Jahre, bevor man wieder mit voller Power trommeln kann. Und du bist nach vier Monaten schon wieder auf Tour!“ Dem Mann werde ich bis zu meinem Lebensende zutiefst dankbar sein!“</em></p>
<p><strong>Immerhin scheint er ja was von seinem Job zu verstehen.</strong></p>
<p><em>„Offensichtlich (lacht)!“</em></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="size-full wp-image-31670 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo1.jpg?resize=800%2C600&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="600" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo1.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo1.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />Mich würde mal interessieren, welcher SAXON-Song für dich live am Schwierigsten zu spielen ist?</strong></p>
<p><em>„Gute Frage! Da würde ich einen vom neuen Album „Hell, Fire And Damnation“ wählen, den wir zwar noch gar nicht live gespielt haben, der aber mit Sicherheit auf der nächsten Tour dabei sein wird, nämlich „Fire And Steel“.“ </em></p>
<p><strong>Das dürfte einer der schnellsten SAXON-Songs überhaupt sein.</strong></p>
<p><em>„Genau deshalb (lacht)! Ich bin aber selbst schuld. Wenn wir die Songs im Studio aufnehmen, versuche ich oft, möglichst viele interessante Parts einzubauen. Live tendiert man als Schlagzeuger aber häufig dazu, etwas schneller zu spielen. Das kennst du ja bestimmt auch, oder?“</em></p>
<p><strong>Ähm, natürlich…</strong></p>
<p><em>„Siehst du (lacht)! In dem Song gibt es unheimlich lange Doublebassparts, die dann mit noch höherer Geschwindigkeit ziemlich anstrengend werden.“ </em></p>
<p><strong>Welchen Song spielst du am liebsten?</strong></p>
<p><em>„Momentan ist das auch einer vom aktuellen Album, und zwar „Madame Guillotine“. Der groovt von Anfang bis Ende und macht höllisch Spaß.“</em></p>
<p><strong>Der Song hat auch hervorragende Lyrics.</strong></p>
<p><em>„Oh ja! Das ist einer der besten Texte, die Biff je geschrieben hat. Ich finde es echt witzig, das Ganze aus Sicht der Guillotine zu erzählen. Der Text erinnert mich immer an die Anfangsszene der letzten „Napoleon“-Verfilmung mit Joaquin Phoenix, in der die Hinrichtung von Marie Antoinette gezeigt wird. Ein wirklich erstklassiger Streifen! „Roswell“ von der neuen Scheibe spiele ich auch unheimlich gern. Ich stehe total auf unsere groovigen Sachen. Das Wichtigste an einem Song ist der Groove. Der absolute Meister diesbezüglich ist meiner Meinung nach übrigens Phil Rudd. Wenn er anfängt zu spielen, wippst du automatisch mit dem Fuß mit. In den Achtzigern habe ich das leider noch nicht so gesehen. Da habe ich stellenweise versucht, zuviel in die Songs reinzupacken. Egal, ob notwendig oder nicht. So nach dem Motto: „Da gibt es doch dieses abgefahrene Fill von Neil Peart. Das muss ich auch irgendwo unterbringen!“ (lacht) Du weißt bestimmt, was ich meine.“</em></p>
<p><strong>Na klar. Auf dem „Power &amp; The Glory“-Album hast du dich diesbezüglich beispielsweise ziemlich ausgetobt.</strong></p>
<p><em>„Genau! Das war aber auch mein erstes SAXON-Album, und da musste ich zeigen, was ich draufhabe! Ich durfte ja die ganzen Pete Gill-Fans nicht enttäuschen! Bei den Aufnahmen hatten wir aber jede Menge Spaß!“</em></p>
<p><strong>Der Titelsong ist mein Lieblingstrack von SAXON.</strong></p>
<p><em>„Gute Wahl! Das ganze Album ist aber Klasse!“</em></p>
<p><strong>Vom Coverartwork mal abgesehen…</strong></p>
<p><em>„Hahaha, das stimmt! Das waren seltsame Zeiten. Damals ging es aber vielen Bands so wie uns, denen einfach irgendwelche komischen Cover aufdiktiert wurden. Sieh dir nur mal die ganzen Musikvideos von damals an! Mit dem „Crusader“-Cover haben wir diese Scharte aber wieder ausgewetzt!“</em></p>
<p><strong>Zum Schluss würde ich gerne wissen, ob es eine bestimmte Tour oder einen Einzelgig gibt, den du als Highlight deiner Karriere bezeichnen würdest?</strong></p>
<p><em>„Oh Mann, das ist echt schwierig! Ich liebe es aber, in Wacken zu spielen. Prinzipiell mag ich die ganzen großen Festivals. Für mich ist aber eher die Fertigstellung eines neuen Albums immer ein großes Highlight. Damit verknüpft man meistens nur gute Erinnerungen. Wir hatten 1989/90 eine etwas schlechtere Phase, als der Metal nicht mehr ganz so erfolgreich war und dieses Grunge-Ding aufkam. Aber so ging es wohl vielen Metal-Bands zu dieser Zeit.“</em></p>
<p><strong>Damals gab es doch auch eine kurze Tour gemeinsam mit Bands wie Manowar und Lizzy Borden, bei der ihr als Co-Headliner nur eine Spielzeit von 35 Minuten hattet.</strong></p>
<p><em>„Ja, genau. Da haben doch auch Sabbat mitgemacht, bei denen unser heutiger Stammproduzent Andy Sneap damals Gitarre spielte. Echt witzig!“</em></p>
<p><strong>Richtig. Außerdem waren noch Fates Warning dabei. Damit wären wir auch schon durch. Ich danke dir ganz herzlich, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch genommen hast. Es war mir eine echte Ehre, mit dir so ausführlich sprechen zu dürfen!</strong></p>
<p><em>„Das Gespräch hat mir wirklich Spaß gemacht, mein Freund! Jederzeit wieder! Wenn du noch irgendwelche Infos brauchst, dann melde dich! Bis dann!“</em></p>
<p><strong>Redakteur: <span style="color: #003366;">René Jauernik</span></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/interview-mit-saxon-drummer-nigel-glockler">Im Gespräch mit Nigel Glockler von SAXON (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>Dirkschneider im Interview &#8211; Jubiläum eines Meilensteins</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dirkschneider-im-interview-jubilaeum-eines-meilensteins</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[René Jauernik]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Feb 2025 19:26:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[ALBUM]]></category>
		<category><![CDATA[Balls to The Walls]]></category>
		<category><![CDATA[Dirkschneider. U.D.O.]]></category>
		<category><![CDATA[INTERVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[METAL]]></category>
		<category><![CDATA[reloaded]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Dirkschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Tour 2025]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>„Balls To The Wall“ sollte zumindest den älteren Semestern unserer Leserschaft ein Begriff sein. Immerhin handelt es sich bei dem</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dirkschneider-im-interview-jubilaeum-eines-meilensteins">Dirkschneider im Interview &#8211; Jubiläum eines Meilensteins</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>„Balls To The Wall“ sollte zumindest den älteren Semestern unserer Leserschaft ein Begriff sein. Immerhin handelt es sich bei dem Ende 1983 veröffentlichten Accept-Album um einen der größten Meilensteine der Musikgeschichte. Zum vierzigsten Jubiläum präsentiert Originalsänger Udo Dirkschneider mit seiner Band das gesamte Werk auf ausgiebiger Welttournee und hat das Album unter Mithilfe befreundeter Gastsänger komplett neu eingespielt. Wer auf der „Balls To The Wall Reloaded“ getauften Scheibe so alles am Start ist und was im Bandlager derzeit abgeht, erzählen der Metalgott sowie sein trommelnder Sohnemann Sven im folgenden Gespräch.</strong></p>
<p><strong>Hallo ihr beiden! Schön, euch zu sehen. Wie geht´s euch?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Hallöchen! Alles gut soweit. Ich leide noch etwas unter dem Jetlag.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Hi René! Hier ist auch alles bestens. Bei dir hoffentlich auch?</em></p>
<p><strong>Alles prima! Ihr kommt ja gerade von der 70.000 Tons Of Metal Cruise in Florida. Wie war´s?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Das war auf jeden Fall super! Gut, dass wir da noch kurzfristig reingerutscht sind. &nbsp;</em></p>
<p><strong>Dort spielt man ja in der Regel zwei unterschiedliche Sets, oder?</strong></p>
<p><strong><em>Udo: </em></strong><em>Genau! Wir haben einmal auf dem Pooldeck und einmal im sogenannten Theater gespielt. Ich glaube, dass wir die Leute gut bedient haben. Zumindest herrschte permanent eine Wahnsinns-Stimmung.</em></p>
<p><strong>Das freut mich! In diesem Gespräch soll es aber hauptsächlich um das „Balls To The Wall Reloaded“-Album gehen. Wie und wann seid ihr denn auf die Idee gekommen, die Scheibe in der nun vorliegenden Form erneut einzuspielen?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> So richtig geplant war das zunächst eigentlich nicht. Diverse Leute aus dem Business und auch befreundete Musiker haben uns auf Festivals oder bei einzelnen Shows gefragt, ob wir zum vierzigsten Jubiläum von „Balls To The Wall“ irgendetwas Spezielles machen wollen. Damals hatten wir schon eine Tour, auf der wir das Album am Stück spielen wollten, im Auge, mussten dieses Vorhaben jedoch verschieben, weil im angedachten Zeitraum bereits ACCEPT unterwegs waren. Gleichzeitig loszuziehen, wäre aber doof gewesen. Häufig kamen dann Leute von anderen Bands und meinten: „Geile Idee! Da würde ich gerne mal einen Song mitsingen!“ Als sich solcherlei Anfragen vermehrten, begannen wir darüber nachzudenken, ob es Sinn ergeben würde, die Scheibe nochmal neu aufzunehmen. Nur mit mir als Sänger wollten wir das aber nicht machen. Eine heilige Kuh sollte man einfach nicht anfassen, wenn du weißt, was ich meine? Das ist immer ziemlich gefährlich (lacht)! Dann kam ganz schnell die Idee auf, jeden Song mit einem Gastsänger zu präsentieren.</em></p>
<p><strong>Also sind die beiden Ideen, eine Jubiläums-Tour zu machen und das Album neu einzuspielen, nicht gleichzeitig entstanden?</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Die Tour war schon etwas länger geplant. Durch Covid haben sich aber sämtliche Vorbereitungen verschoben, sodass wir das leider nicht zum exakten Zeitpunkt des Jubiläums durchziehen konnten. Ich denke aber, dass das den Leuten im Nachhinein egal ist. Immerhin zelebrieren wir hier eines der wichtigsten und bedeutendsten Alben der Metal-Geschichte. Ich glaube, da freuen sich die Fans drauf. Das haben wir auch auf der Cruise gemerkt, als wir „Balls To The Wall“ beim zweiten Set komplett aufgeführt haben. In Südamerika waren wir ja schon mit der Tour zugange. Da herrschte einfach eine ganz besondere Stimmung.</em></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31517" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=471%2C471&#038;ssl=1" alt="" width="471" height="471" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w" sizes="auto, (max-width: 471px) 100vw, 471px" />Wie erfolgte die Auswahl der Sänger? Habt ihr euch die Leute ausgesucht oder kamen die von sich aus auf euch zu?</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Logischerweise hatten wir erstmal eine lange Liste mit Wunschkandidaten. Natürlich schaut man zunächst bei alten Weggefährten, wie in diesem Fall Biff Byford (Saxon), Doro Pesch, Dee Snider (Twisted Sister) oder Joakim Brodén von Sabaton. Das sind alles Leute, mit denen wir – oder besser gesagt mein Dad – schon oft auf Tour waren. Es standen auch noch jede Menge andere Namen auf der Liste, aber bei solch großen Projekten ist das am Ende des Tages alles ein riesiger Akt der Organisation. Die einen sind gerade im Studio, die anderen gerade auf Tour, oder was auch immer. Irgendwann muss man jedoch mal starten und den ganzen Kram koordinieren. Ich denke aber, schlussendlich hat das sehr gut funktioniert, da wir tolle Ergebnisse erhielten und mit allen Beiträgen hochzufrieden sind. Uns war es aber sehr wichtig, dass die einzelnen Leute auch Spaß daran haben. Es ging uns absolut nicht darum, bei den Gästen zu betteln, dass sie unseren Song singen. Eigentlich haben alle gesagt, dass sie gern eine eigene Interpretation des jeweiligen Stückes machen wollten und somit mit vollem Eifer dabei waren. Ich denke, das hört man den Liedern auch an. Meiner Meinung nach sind da ganz großartige Versionen dabei. Wir haben übrigens so gearbeitet, dass die Sänger immer den kompletten Song eingesungen haben. Es gab da keinerlei Vorgaben in der Art: „Sing mal Strophe zwei oder Satz Nummer vier etc.“ Am Ende konnten wir dann gemeinsam mit den Sängern entscheiden, welche Variante cool ist und verwendet werden soll.</em></p>
<p><strong>Haben sich die Gastsänger den jeweiligen Song selbst ausgesucht oder habt ihr die Stücke zugeteilt?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Wir hatten da schon konkrete Ideen, welcher Song zu welchem Sänger passen könnte. Als beispielsweise feststand, dass Doro dabei ist, war klar, dass sie „Winterdreams“ übernimmt. Das passt ja wie Arsch auf Eimer, wie man so schön sagt (lacht)! Für den Titelsong stand Joakim von Sabaton auch ziemlich schnell fest. Dafür war ursprünglich Till Lindemann von Rammstein geplant. Der war jedoch leider durch eine Knie-OP verhindert. Bei „Losers And Winners“ kam uns sofort Dee Snider in den Sinn, was sich als perfekte Wahl herausgestellt hat. „Losing More Than You´ve Ever Had“ gestaltete sich da etwas schwieriger, aber ich meinte dann: „Wenn das einer vernünftig hinbekommt, dann der Kiske!“ Der war sich zunächst völlig unsicher und hat sich das erst gar nicht zugetraut. Ich finde aber, dass er das toll gemacht hat und der Song völlig zu ihm passt. Oder nimm „Guardian Of The Night“. Das Stück ist doch prädestiniert für Tim „Ripper“ Owens. Im Endeffekt hat das alles wunderbar funktioniert.</em></p>
<p><strong>Da hast du zufällig auch meine drei Highlights der Scheibe genannt. Die Kiske-Version finde ich wirklich herausragend. Klasse, wie er seinen eigenen Stil mit eingebracht hat. Seid ihr eigentlich zu ACCEPT-Zeiten mal mit Helloween zusammen aufgetreten?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Nee! Ich habe tatsächlich noch nie mit den Jungs zusammengespielt. Auf irgendeinem Festival in Spanien standen wir auf demselben Billing, spielten aber an unterschiedlichen Tagen. Da haben wir uns nur hinten an der Bar getroffen (lacht). Wir sind aber gut miteinander befreundet.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Da war der Michael Kiske aber gar nicht mit dabei. Das war noch vor deren „Pumpkins United“-Reunion-Tour. Auf dem Masters Of Rock-Festival in Tschechien sind wir uns aber oft über den Weg gelaufen. In Hamburg hat man sich hier und da mal gesehen. Da gab es also schon reichlich Berührungspunkte. </em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>Vor drei Jahren solltet ihr ja eigentlich im Vorprogramm von Helloween touren, aber leider hat euch Corona da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gibt es eventuell Überlegungen, die Sache nochmal anzusetzen?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Im Augenblick ist nichts Derartiges geplant. Aber man weiß ja nie wie´s kommt.</em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>Das wäre auf jeden Fall eine erstklassige Kombination. Der Beitrag von Dee Snider ist ebenfalls einer der Höhepunkte, finde ich. Hattest du mit dem schon Kontakt während der ACCEPT-Ära?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ja, wir waren damals mit Twisted Sister unterwegs. Die spielten sogar bei uns im Vorprogramm. Später haben wir uns dann auf Festivals unzählige Male getroffen. Ich würde das jetzt nicht als tiefe Freundschaft bezeichnen, aber wir mögen uns (lacht)! Laut eigener Aussage ist er ein absoluter Fan und von daher passt seine Beteiligung hervorragend. </em></p>
<p><strong>Besteht eine Chance, dass man den einen oder anderen Gastsänger gemeinsam mit euch auf der Bühne erleben kann?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Wir versuchen es auf jeden Fall! Es gibt aber noch keine konkreten Planungen.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Bei der 70.000 Tons Of Metal-Cruise hatten wir Joacim Cans von Hammerfall bei „Head Over Heels“ mit auf der Bühne. Der war übrigens auch für „Balls To The Wall Reloaded“ eingeplant, aber das hat leider aus Zeitgründen nicht geklappt. Eine Live-Beteiligung der Gastsänger steht und fällt größtenteils damit, ob sie verfügbar sind. Die meisten sind ja selbst häufig auf Tournee, und dann wird´s natürlich schwierig. Wir versuchen aber definitiv, ein paar Gäste ran zu bekommen.</em></p>
<p><strong>Von Hammerfall gibt es ja bereits eine Studioversion von „Head Over Heels“, bei der du mitgesungen hast.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Genau. Das ist aber schon steinalt. Die Version hat locker schon über zwanzig Jahre auf dem Buckel! Das Einsingen hat damals aber tierisch viel Spaß gemacht und das Ergebnis ist echt gut geworden.</em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>Die meisten „Balls To The Wall“-Songs hattet ihr ja schon in den regulären DIRKSCHNEIDER-Sets. Songs wie „Losing More Than You´ve Ever Had“ oder „Guardian Of The Night“ waren bisher noch nicht dabei. War es schwer, sich die Stücke wieder drauf zu schaffen, oder hast du die automatisch drin?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> „Losing More Than You´ve Ever Had“ hatten wir tatsächlich noch nie live gespielt, auch mit ACCEPT nicht. „Guardian Of The Night“ war damals für zwei Abende im Programm, wenn ich mich recht erinnere. Was den Gesang anbelangt, war ich im Studio schon ein bisschen nervös. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich noch alle Töne treffe (lacht). Es hat aber alles bestens funktioniert. Da war ich selbst etwas überrascht. Im Prinzip haben wir uns bei den Neueinspielungen Eins zu Eins an die Originale gehalten. Soundmäßig hat sich natürlich einiges verändert. Das liegt auch an den veränderten beziehungsweise weiterentwickelten Aufnahmemöglichkeiten. Da wollten wir jetzt nicht unbedingt zu einhundert Prozent einen auf Vintage machen und schon irgendwie den aktuellen Hörgewohnheiten entsprechen. Bis auf das Solo in „Losing More Than You´ve Ever Had“ haben wir aber absolut nichts verändert. </em></p>
<p><strong>Leider habe ich keine Informationen, wo ihr das Album aufgenommen habt. Ich gehe aber mal stark davon aus, dass Stefan Kaufmann wieder involviert war, oder?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ja, klar! In Stefans Studio wurde das Schlagzeug eingespielt und mein Gesang aufgenommen. Die Gitarren haben die Jungs jeder für sich zuhause eingespielt.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Mit Stefan, Peter und Udo ist natürlich ein Großteil des originalen Line-Ups vertreten, was ein unglaublicher Vorteil für die ganze Sache ist. Ich hatte natürlich die große Ehre, dass mir Stefan original am Drumset zeigen konnte, wie er die Sachen früher gespielt hat. Ich finde, diesbezüglich sollte man die Songs auch nicht verändern. Du kannst beispielsweise nicht einfach mittendrin ein Ride-Pattern spielen, was vorher nie da war. Ich versuche mich bei den ACCEPT-Songs prinzipiell immer sehr konsequent an das Original zu halten. Natürlich irgendwo immer mit einer eigenen Note. So ging es den Gitarristen aber auch.</em></p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="DIRKSCHNEIDER - Balls To The Wall (feat. Joakim Brodén) (Official Lyric Video)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/cRd-7LcK7OE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Wi</strong><strong>e du schon gesagt hast, ist mir beim Album und auch bei den DIRKSCHNEIDER-Shows aufgefallen, dass ihr an den Arrangements so gut wie nichts verändert habt. Die Drumparts spielst du nahezu identisch, und ich finde es bemerkenswert, wie du Stefans Stil hinbekommst, ohne wie eine reine Kopie zu wirken. Das macht auch sehr viel von den Songs aus, finde ich.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Da hast du absolut Recht!</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Vielen Dank für das Lob! Es steckt zwar keine Schlagzeuger-DNA in mir, aber dafür ganz viel ACCEPT (lacht)!</em></p>
<p><strong>Du wurdest ja geboren, als dein Vater bereits zum zweiten Mal mit ACCEPT durchgestartet ist. Hast du dich mit den Scheiben deines alten Herrn schon beschäftigt, als du begonnen hast, dich aktiv oder bewusst für Musik zu interessieren oder kam das erst nach deinem Einstieg bei U.D.O.?</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Als ich noch ganz klein war, war ich sehr gut mit dem Julien Freund befreundet. Das ist der Sohn vom Dieter Dierks, in dessen Studio ja etliche ACCEPT-Alben produziert wurden. Dort haben wir als Knirpse ganz oft rumgehangen. Aus der Zeit gibt es noch ein Video, wo Julien mit einer Gitarre und ich im Tarnanzug mit Mikrophon bewaffnet im Wohnzimmer meiner Eltern „Metal Heart“ nachahmen. Das ist auch der Song, der ganz tief in mir drin ist. Jedes Mal, wenn ich den live spiele, ist das der reinste Gänsehaut-Moment! Als ich dann mit dem Schlagzeug spielen angefangen habe, waren so Sachen wie Rammstein angesagt. Ich kann mich noch erinnern, dass ich mit einem Kumpel immer den Song „Sonne“ nachgespielt habe. Kurz darauf kam diese riesige Pop-Punk-Welle aus den USA mit Bands wie Sum 41, Blink 182 etc. rüber geschwappt, die mich ziemlich begeisterten. Das ganze Zeug habe ich dann ausgiebig mit meiner damaligen Coverband nachgespielt. Als ich dann mit und für Bands unterwegs war, kam der Dreh zurück zum klassischen Hardrock und Heavy Metal, auch bedingt durch die zahlreichen entsprechenden Festivals. Zwischendurch gab es aber noch eine extreme Phase mit Bands wie Slipknot, Finntroll oder Children Of Bodom. Daran war aber meine Schwester schuld (lacht)! Als ich dann bei U.D.O. eingestiegen bin, war aber eher unser Produzent Matte mein Mentor, der damals auch die Alben gemacht hat und zudem ein ganz fantastischer Schlagzeuger ist. Von ihm konnte ich ganz viel in Sachen Studioarbeit lernen. Dann ging irgendwann die Sache mit dem DIRKSCHNEIDER-Projekt los, und da habe ich mich natürlich sehr oft mit dem Originaldrummer Stefan kurzgeschlossen. Natürlich steckt da auch ganz viel Üben drin.</em></p>
<p><strong>Ich kann mich noch an eine mehrteilige TV-Doku über U.D.O. erinnern, bei der man sehen konnte, wie dir Stefan dieses prägnante Break von „Metal Heart“ erklärt hat.</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Genau! Das Break war eigentlich ein Fehler, der aber so gelassen wurde. Diesen Fehler kann dir halt nur der Originaldrummer so hundertprozentig zeigen. Oder nimm den 16tel Hi-Hat-Part bei „London Leatherboys“. Den würde jeder Drummer automatisch zweihändig spielen. Stefan hat das mit nur einer Hand gespielt. Er meinte: „Wenn du willst, dass es richtig klingt, dann spiel´s einhändig!“ Dann sitzt du erstmal da und denkst: „Wie zur Hölle hat der das gemacht?“ (lacht) Das ist halt Übungssache und man muss eben die entsprechenden Stunden investieren. Nach unserer Show auf der Full Metal Cruise kam der Kreator-Trommler Ventor auf mich zu und meinte: „Ich finde es echt geil, dass du den Songs genau das gibst, was sie brauchen!“ Sowas freut mich natürlich sehr. Das ist aber auch mein Anliegen, weil es sonst einfach nicht richtig klingt.</em></p>
<p><strong>Bleiben wir gleich bei „Metal Heart“. Zum fünfunddreißigsten Jubiläum wollte ihr eigentlich eine spezielle Show in Wacken machen, die aber der Pandemie zum Opfer fiel. Wird das eventuell noch nachgeholt? Vielleicht zum Fünfzigsten?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ja, das wärs (lacht)! Wir könnten dieses Jahr zum Vierzigsten nahtlos an die „Balls“-Tour anschließen, aber ich denke, das lassen wir lieber sein. Bei den DIRKSCHNEIDER-Gigs spielen wir ja eh etliche Songs der Scheibe. Da dürften nicht mehr viele fehlen. Man muss auch aufpassen, dass man sich mit so einer Masche nicht totläuft. Irgendwann denken die Leute bestimmt, dass einem nichts mehr einfällt.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Ich glaube, da besteht auch gar kein großes Interesse daran. U.D.O. ist mit der letzten Scheibe „Touchdown“ so erfolgreich gelaufen, dass wir uns lieber in diese Richtung weiterentwickeln wollen.</em></p>
<p><strong>Gibt es denn schon Pläne für ein neues U.D.O.-Album?</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Wir arbeiten parallel fleißig an neuen Songs. Bekanntlich stehen wir ja nie still!</em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>Da bin ich schon sehr gespannt drauf! Ich hätte noch ein paar Fragen zum originalen „Balls To The Wall“-Album. Ist das okay für dich, Udo?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ja klar! Kein Problem. Schieß los.</em></p>
<p><strong>Mich würde mal interessieren, ob es sich bei dem Model auf dem Frontcover um ein Bandmitglied handelt?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Nee (lacht)! Das war ein Boxer, den wir sozusagen als „Mädchen für alles“ mit auf der Tour dabeihatten. Der war als Masseur tätig oder als Security und so weiter. Das ganze Konzept der Scheibe inklusive des Coverartworks muss man komplett unserer damaligen Managerin Gaby Hauke zuschreiben. Die hatte da ganz genaue Vorstellungen im Kopf, die auch ganz gut funktioniert haben.</em></p>
<p><strong>Die Gaby steht ja auch immer unter dem Decknamen Deaffy als Texterin auf euren Alben. Hat sie die Lyrics ganz allein verfasst, oder warst du auch involviert.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ich sag mal so: Wir haben zwar gemeinsam über die Textideen gesprochen, aber mein damaliges Englisch war nicht gut genug, um vernünftige Texte zu schreiben. Zu dieser Zeit hatte Gaby das deutlich besser drauf, als irgendjemand anderer aus der Band. </em></p>
<p><strong>Wie lief das mit dem Komponieren der Musik? Da hört man irgendwie unterschiedliche Meinungen. Der Herr Hoffmann behauptet ja oft, dass er der alleinige Songwriter bei den alten ACCEPT war. Ich habe aber auch schon öfter gelesen, dass eher Stefan und du die Hauptsongwriter waren.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Also beim „Balls To The Wall“-Album stammt ganz viel vom Stefan. Insgesamt ist die Scheibe aber wirklich durch gemeinsames Arbeiten entstanden. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Das ist heute im Prinzip nicht anders. Auf neue Riffideen singe ich erstmal irgendwelche „Hänschen-Klein“-Texte, damit ich irgendwie eine Gesangsmelodie entwickeln kann. Im Anschluss arbeite ich mit Sven dann an richtigen Texten. Da werden viele unterschiedliche Sachen ausprobiert, bis irgendwas passt. Wichtig ist dabei, offen für alles Mögliche zu sein. Selbst aus der scheinbar blödesten Idee kann was Großartiges entstehen. Grundvoraussetzung ist aber, dass ich mich damit wohlfühle. So ist das damals auch gelaufen. Peter war bei „Balls“ auch ein ganz wichtiger Faktor. Der hat gemeinsam mit Stefan die ganzen Songs arrangiert. Damit hatte Wolf zum Beispiel weniger zu tun. Er kam halt mit den meisten Riffs an, aber das Ganze in Form zu bringen, war das Spezialgebiet von Stefan und Peter. Unser damaliger Produzent Louis Austin hatte aber auch großen Anteil am Gelingen der Scheibe. Der hat sich beispielsweise darum gekümmert, dass meine Aussprache auch dem Englischen entspricht (lacht). Das waren damals ganz große Lernprozesse für uns. Wir waren ja noch relativ jung und wussten eigentlich noch gar nicht so genau, wohin wir eigentlich wollen. Man hat aber ganz schnell gemerkt, dass die ganze Sache irgendwie rund beziehungsweise stimmig war. Da passte alles zusammen. Dass die Scheibe dann so ein großer Erfolg werden würde, hätte damals keiner für möglich gehalten. Als die in den USA rauskam, lief die praktisch über Nacht bei 120 Radiostationen. Ich denke, das Album kann man guten Gewissens als Meilenstein bezeichnen.</em></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-31534" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/live-berlin-4-scaled-1.jpg?resize=800%2C600&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="600"></p>
<p><strong>Das war euer weltweiter Durchbruch, oder?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Auf jeden Fall! Im Prinzip waren wir mit der Scheibe drei Jahre lang in Amerika unterwegs. Zwischendurch sind wir immer mal wieder für kleinere Touren oder Festivals nach Europa gekommen, aber die Songs für den Nachfolger „Metal Heart“ haben wir komplett in den Staaten komponiert. Bis 1986 lebten wir tatsächlich hauptsächlich in den USA und waren dort sehr erfolgreich. Als man das dann irgendwann in Deutschland mitbekam, war man plötzlich auch in der Heimat stolz auf uns (lacht). Das war so ähnlich wie bei den Scorpions. Das ist auch immer mal wieder Thema, wenn wir uns treffen. Alte Leidensgenossen, sozusagen. </em></p>
<p><strong>Beim Song „Losers And Winners“ gibt es im Mittelteil so eine Art Chorgesang beziehungsweise Shouting. Was singt ihr da eigentlich? Zu dieser Passage ist nirgends ein Text abgedruckt.</strong></p>
<p><strong><em>Udo: </em></strong><em>Ich kann dir sagen, was wir da singen: Hans Sachs!</em></p>
<p><strong>Ernsthaft?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Hahaha! Ja, wirklich. Aber frag mich nicht, wieso! Man könnte auch „Hot Socks“ singen, oder so. Es weiß aber kein Mensch mehr, wie wir da drauf gekommen sind. Wir haben das einfach so gelassen.</em></p>
<p><strong>Ich glaube, ab jetzt höre ich das Stück mit anderen Ohren. Deine ex-Band hat mal eine Zeitlang live bei dieser Stelle „Accept“ gesungen.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Das kann man auch machen. Würde gut passen. Da kann man viele Variationen einbauen.</em></p>
<p><strong>Damit wäre ein großes Mysterium gelöst. Ein weiteres birgt für mich der Titelsong. Nach dem Solo taucht für wenige Sekunden so ein seltsames Geräusch auf, was wie ein Knacken oder Zerbrechen klingt. Was soll das darstellen und wie habt ihr das fabriziert?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Das habe ich mit meinen Zähnen gemacht. Heute geht das leider nicht mehr. Damals habe ich irgendwie meine Beißerchen aneinander gerieben, aber was das bedeuten sollte, kann ich dir auch nicht mehr sagen. Ich glaube, das habe ich unbewusst gemacht und irgendwie fanden wir das cool. Manchmal macht man einfach irgendwelche ungeplanten Sachen. Lass uns mal beispielsweise ein Album zurückgehen. Beim „Restless And Wild“-Opener „Fast As A Shark“ gibt es ja dieses Heidi-Heido-Heida-Intro. Während der Aufnahmen des Albums kam die Mutter unseres Produzenten Dieter Dierks mit einer Single an und meinte: „Guckt mal, hier hat der Dieter als 10jähriger ein deutsches Volkslied gesungen.“ Das finden wir so geil, dass wir das direkt als Intro verwendeten. Um einen cooleren Effekt zu erzeugen, haben wir die Platte dann beim Abspielen noch schön zerkratzt, was Frau Dierks allerdings nicht so toll fand (lacht).</em></p>
<p><strong>Auf den Fotos im Innersleeve ist der heutige Victory-Boss Herman Frank zu sehen. Ist er auf dem Album auch zu hören, oder gehörte er nur zur Livebesetzung?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ich glaube, ich muss da jetzt mal eine Lanze für den Herman brechen. Der hat ganz viel aufgenommen, ist letztendlich aber nur mit einem kurzen Solo bei „Losers And Winners“ zu hören. Das tut mir echt leid! Der Rest wurde wieder entfernt. Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen. Ich will hier keine bösen Geschichten auftischen.</em></p>
<p><strong>Nach den Aufnahmen war wieder euer alter Gitarrist Jörg Fischer dabei.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Genau. Die letzte Deutschland-Show der „Balls“-Tour fand an Weihnachten 1983 statt. Zu dem Zeitpunkt war schon klar, dass man Herman nicht mehr dabei haben wollte und hat den Jörg zurück geholt. Der hat dann die komplette US-Tour mit uns durchgezogen.</em></p>
<p><strong>Leider hört man von Herrn Fischer überhaupt nichts mehr. Hast du eine Ahnung, ob er noch musikalisch aktiv ist?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Das weiß kein Mensch. Ich glaube, der lebt in den USA. Aber ich habe keine Ahnung, was der so treibt.</em></p>
<p><strong>Deine ex-Band feiert ja demnächst fünfzigstes Jubiläum. In der Presse tauchten schon diverse Gerüchte auf, dass es zu diesem Anlass eine Tour geben soll, bei der du und Peter auch mit auf der Bühne stehen sollen. Ist da was dran?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Da weiß ich nichts von, und da werde ich auch nicht auftauchen. Völlig ausgeschlossen! Zu der ganzen Sache möchte ich mich lieber nicht äußern.</em></p>
<p><strong>Akzeptiert. Eine letzte Frage habe ich allerdings noch: Da der Peter ja jetzt fest an Bord ist, wäre es da vielleicht denkbar, den Song „Crossroads“ vom „Predator“-Album mal mit ins Liveprogramm zu nehmen? Den Song finde ich absolut klasse.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Der war sogar schon mal im Gespräch für die Tour. Wir fangen allerdings erst in den nächsten Tagen damit an, uns konkret um die Setlist zu kümmern. Vielleicht geht da was. Ist auf jeden Fall ein schönes Duett zwischen Peter und mir. Mal gucken. Never say never (lacht)!</em></p>
<p><strong>Würde mich sehr freuen. Vielen Dank für das interessante Gespräch. Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg mit der Tour und dem Album.</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Alles klar! Vielen lieben Dank!</em></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Wir sehen uns in Leipzig! Mach´s gut!</em></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Redakteur:</strong></span> <strong><span style="color: #003366;">René Jauernik</span></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dirkschneider-im-interview-jubilaeum-eines-meilensteins">Dirkschneider im Interview &#8211; Jubiläum eines Meilensteins</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>UNTAMED im Interview &#8211; Play It Fucking Loud!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 09:12:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der charsimatische Mix aus Nirvana und Metallica hat viele Rockherzen im Sturm erobert. Grund genug, um mit den Jungs von</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/untamed-im-interview-play-it-fucking-loud">UNTAMED im Interview &#8211; Play It Fucking Loud!</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der charsimatische Mix aus Nirvana und Metallica hat viele Rockherzen im Sturm erobert. Grund genug, um mit den Jungs von <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="http://www.untamed-band.com/">UNTAMED</a></strong></span> einmal gemütlich zu Plaudern:</p>
<p><strong>Welche Emotionen und Erfahrungen habt ihr in eurer Musik verarbeitet, insbesondere auf eurem ersten Album?<br />
</strong>Auf unserem ersten Album geht es um persönliche Erfahrungen oder Ereignisse mit den verschiedensten Emotionen. Welche das sind? Hört am besten selbst mal rein.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28139" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?resize=300%2C275&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="275" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?resize=300%2C275&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?resize=1024%2C940&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?resize=768%2C705&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wie würdet ihr den kreativen Prozess beschreiben, der hinter der Entstehung eurer Songs steckt? Gibt es bestimmte Einflüsse oder Inspirationsquellen, die ihr dabei besonders hervorheben möchtet?<br />
</strong>Es gibt überall Inspiration und das in verschiedensten Formen. Dazu kommt die eigene Gefühlslage und wie inspiriert man selbst ist. Wenn man offen genug ist, entstehen durch viele Dinge auch verschiedene Ideen.</p>
<p><strong>Gibt es eine bestimmte Geschichte hinter einem der Songs auf dem Album, die ihr gerne teilen möchtet?<br />
</strong>Hinter jedem Song steckt etwas Bestimmtes. Vor allem aber hinter Can You Hear Me. Es geht darüber, dass man eine geliebte Person verloren hat und erst dann realisiert, dass man viel zu wenig Zeit miteinander verbracht hat. Also verbringt Zeit mit euren Liebsten 🙂</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=DOjD0KV_ayQ" title="Untamed - CAN YOU HEAR ME (Official Video)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/DOjD0KV_ayQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Wie sieht euer typischer Tag als Band aus, insbesondere während der Zeit, in der ihr nicht an einem Album arbeitet?<br />
</strong>Es gibt keinen typischen Tag als Band bei uns, denn jeden Tag gibt es etwas anderes zu erledigen. Am meisten Zeit in Anspruch nimmt jedoch die Arbeit außerhalb der Musik, also Promo, Social Media, usw… . Trotzdem lassen wir immer genug Freiraum für unsere Musik, denn darum geht es ja letztendlich.</p>
<p><strong>Was hat euch dazu inspiriert, Musik zu machen und eine Band zu gründen? Gab es einen bestimmten Moment oder eine spezielle Erfahrung, die euch dazu motiviert hat?<br />
</strong>Wir alle waren schon immer musikbegeistert. Daher waren alle auf der Suche nach einer Band. Als wir uns dann kennengelernt haben, war das das Beste, was uns passieren konnte.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist es für euch als Band, eine starke Online-Präsenz zu haben und Social Media zur Interaktion mit euren Fans zu nutzen?<br />
</strong>Das ist mit das Wichtigste für uns. Nicht nur Live gibt es eine Bühne, sondern auch online. Selbstverständlich nutzen wir das als Künstler. Und vor allem die tägliche Interaktion mit unseren Fans ist dadurch viel intensiver und auch regelmäßiger.</p>
<figure id="attachment_28146" aria-describedby="caption-attachment-28146" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28146 size-medium" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=2048%2C2048&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-28146" class="wp-caption-text">Foto: Patrick Rosyk</figcaption></figure>
<p><strong>Wie geht ihr als Band mit kreativen Blockaden oder Herausforderungen während des Songwritings um?<br />
</strong>Wie bereits erwähnt, kann Kreativität aus vielfältigen Quellen entspringen und wenn man dafür offen ist, fließen die Ideen oft ganz von selbst. Natürlich ist man nicht immer in diesem Modus. Es ist jedoch wichtig, jeden kreativen Moment zu nutzen, wenn er sich zeigt. Selbst wenn wir beim Songwriting mal nicht so viele Ideen haben, lassen wir uns davon nicht entmutigen. Als offene und kreative Personen erleben wir glücklicherweise selten echte Blockaden und dafür sind wir dankbar.</p>
<p><strong>Redakteur: <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/untamed-im-interview-play-it-fucking-loud">UNTAMED im Interview &#8211; Play It Fucking Loud!</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>FEAR FACTORY im Interview &#8211; Blut, Schweiß &#038; Tränen</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/fear-factory-im-interview-blut-schweiss-traenen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jul 2021 18:46:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dino]]></category>
		<category><![CDATA[Fear Factory]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarre]]></category>
		<category><![CDATA[INTERVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[NEW ALBUM]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung Burton]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Unter diesem Motto können sowohl die Entstehung des letzten Longplayers „Aggression Continuum“ als auch das Interview eingetütet werden. Hatte man</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/fear-factory-im-interview-blut-schweiss-traenen">FEAR FACTORY im Interview &#8211; Blut, Schweiß &#038; Tränen</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Unter diesem Motto können sowohl die Entstehung des letzten Longplayers „Aggression Continuum“ als auch das Interview eingetütet werden. Hatte man das Album bereits vor drei Jahren mittels einer Crowdfunding Kampagne fertiggestellt, kam es zu internen Streitigkeiten, die letzten Endes zum Ausstieg von Sänger Burton C. Bell führten. Es folgte ein Rechtsstreit um den Bandnamen <a href="https://fearfactory.com/"><span style="color: #003366;"><strong>FEAR FACTORY</strong></span></a>, die letzten Endes bei Dino blieben und somit ein weiteres Album aus seinen Händen ermöglichten. In einem Zoom-Interview plauderten wir mit einem müden, aber sehr gut gelaunten Dino über das Album, Dystopie und Gitarren.</p>
<p><b>Hi Dino und erst einmal herzlichen Glückwunsch zu „Aggression Continuum“! Es war ja eine sehr schwere Geburt, aber sie hat sich definitiv gelohnt. Wie geht es dir aktuell und welche Reaktionen gab es bereits von der Fanbase?</b></p>
<p><em>Hey, danke für deine Zeit für das Interview! Erstmal sorry für meine Stimme; ich habe seit heute morgen einen Interviewmarathon hinter mir und war gestern feiern (lacht). Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen FEAR FACTORY Fans für ihren Support bedanken! Egal, ob durch das Crowdfunding, indem ihr unser Merch kauft oder das Album hört, wir freuen uns riesig über eure Unterstützung und euer Feedback! Ich bin sehr glücklich, dass das Album endlich draußen ist und wir darüber sprechen können. Wir haben viele positive Rückmeldungen zum Album bekommen, was uns sehr freut. Es ist definitiv nicht unser härtestes Album geworden, hat aber sehr viele Nuancen, mit denen wir uns dieses Mal ausprobiert haben. Ich glaube, es ist uns ganz gut gelungen (lacht).“</em></p>
<p><b>Das sehe ich genauso. Euer Markenzeichen sind die Stakkato Riffs und der Kontrast zwischen hart und zart (besonders bei den Vocals). Dieses Mal habt ihr den Kontrast zwar beibehalten, alles wirkt durch die Synthesizer symbiotischer eingebettet. Außerdem habt ihr sehr viel Abwechslung mit eingebracht. Zum Beispiel erinnert mich `Monolith` teilweise an eure „Transgression“ Phase, die eher in die melodische und fast schon rockige Ecke ging.</b></p>
<p><em>Dazu kann ich leider nichts sagen, weil ich bei „Transgression“ nicht mit dabei war. Wir haben uns insgesamt um sehr viel Abwechslung bemüht und `Monolith`ist auch ein sehr gutes Beispiel dafür; es hat diese stampfenden Riffs und gleichzeitig diese eingängigen Melodien und Synthesizer, die schnell zugänglich sind.</em></p>
<p><b>Nicht zu vergessen, das herrliche Gitarrensolo, das sehr klassisch gehalten ist und trotzdem extrem gut in das FEAR FACTORY Kostüm passt. Insgesamt hat das Album sehr viele Elemente, die euch ausmachen und ihr habt gleichzeitig den Mut gehabt, viele Dinge auszuprobieren.</b></p>
<p><em>Danke, schön, dass es dir gefällt! Ich hatte das Glück mit einem hervorragenden Team zusammenarbeiten zu dürfen. Besonders die Synthesizer haben einen zentralen Beitrag am Album, da sehr viele Nuancen gesetzt wurden und wir die Stimmung mal apokalyptisch, mal tragend haben.</em></p>
<p><b>&#8230; und manchmal auch komische Elemente. Die Ausiosamples sorgen ja bereits seit euren Anfangstagen für dystopische Grundstimmung; allerdings kam mir der Mittelpart von &#8218;Fuel Injected Suicide Machine&#8216; mit demSample schon fast wie ein Werbeslogan vor. (singt schief): I am a fuel injected Suiciiiide Machine!´ </b><b>(Beidseitiges Gelächter)</b></p>
<p><b><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11384 alignright size-medium" src="https://i0.wp.com/nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2021/07/fear-factory-aggession-continuum-album-cover-300x300.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300">Auch wenn zwischen „Genexus“ und „Aggression Continuum“ stolze 6 Jahre liegen, so habt ihr den zeitlichen Aspekt mit dem Album sehr gut gelöst; war auf dem Abschlusstrack des Vorgängers `Expiration Date` noch der Herzschlag einer sterbenden Maschine zu hören, so eröffnet `Recode` mit einem Aufruf zur Revolution für die Menschlichkeit.</b></p>
<p><em>Ja, die Grundidee ist und bleibt bei der gleichen Thematik, die wir bereits seit unseren Anfangstagen fahren; Dystopie Technik und die Menschheit am Abgrund. Es gibt so viele Einflüsse aus Büchern, Filmen und dem täglichen Leben, das man ewig darüber schreiben kann und immer mit neuem Futter versorgt wird.</em></p>
<p><b>Wir wollen keine schmutzige Wäsche waschen und du hast bereits in anderen Interviews viel darüber erzählt, daher bleiben wir bei den Fakten; Burton hat den Gesangsposten geräumt und viele fragen sich, wie es weitergeht. Habt ihr bereits einen neuen Sänger? </b></p>
<p><em>Noch nicht, aber wir sind in der heißen Phase der Bewerbungen angekommen. Wir werten noch aus, führen viele Gespräche und vergleichen auch viel. Für uns ist wichtig, dass es nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich stimmt. Wir wollen schließlich mit dem neuen Sänger sehr viel touren und ein großes Repertoire aus unserer Diskographie im Gepäck haben. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder touren können und euch unser neues Mitglied dann live vorstellen können.</em></p>
<p><b>Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich FEAR FACTORY noch nie live gesehen habe. Von den YouTube Videos hatte ich den Eindruck, dass es im Gesangsbereich leider auf die „Geil-auf-Platte-live-leider-kacke“ Schiene hinauslaufen würde. Ich liebe Burtons Stimme auf allen Alben, aber live klang es (auf den Videos zumindest) sehr dünn. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr bald einen guten Sänger findet und werde euch hoffentlich nächstes Jahr live selbst erleben.</b></p>
<p><b>Themenwechsel: Welches Medium bevorzugst du zum Musikhören? Bist du eher ein Vinyl Sammler, streamst du oder kaufst du noch CD´s?</b></p>
<p><em>Das ist mir ehrlich gesagt egal; Musik ist Musik, egal auf welchem Medium du es hörst. Klar kann es auf Vinyl seinen eigenen Klang haben, als Streaming unterwegs ist es dafür praktischer. Alles hat seine Vor- und Nachteile und je nachdem, was für mich praktischer ist, nutze ich für mich.</em></p>
<p><b>Daraufhin halte ich meine „Demanufacture“ Vinyl in die Kamera und bedanke mich dafür, dass auch die Vinylsammler bei FEAR FACTORY nicht nur in die Röhre schauen. Wie schaut es mit den alten Alben aus? Wird beispielsweise „Archetype“ jemals das Licht der Welt als Vinyl erblicken?</b></p>
<p><em>Das kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen, weil das jenseits meiner Kontrolle ist. Ich habe damals nicht mitgewirkt und die Rechte verbleiben bei der Plattenfirma (Roadrunner), von daher kann ich dazu leider gar nichts sagen.</em></p>
<p><b>Du bist ein Gitarrenfetischist und Techniknerd. Gleichzeitig bist du in den sozialen Medien sehr aktiv; ich habe vor kurzem das Video zur Ormsby Dino Cazares DC Obsolete GTR 7 String Multiscale Gitarre gesehen, was ich extrem interessant fand. Außerdem gab es ein Video auf Facebook, wo du deine alte Gitarre nach Ewigkeiten wiederbekommen hattest. </b></p>
<p><em>Ja, das war eine sehr emotionale Geschichte. Ich hatte während den Aufnahmen zu „Demanufacture“ meine Liebe zu 7 String Gitarren entdeckt und auch mit viel Herzblut eingesetzt. Mittlerweile habe ich auch viele Gitarren ausprobiert und gekauft, wie man das halt so macht. Irgendwann hatte ich meine erste 7 String verkauft und jahrelang nicht mehr daran gedacht. Irgendwann packte mich die Nostalgie und ich fragte mich, was wohl aus ihr geworden ist. Also startete ich einen Aufruf über Facebook und fragte, ob jemand wüsste, wer diese Gitarre besitzen könnte, da der Verkäufer sich nicht mehr erinnern konnte, an wen er sie verkauft hatte. Keine 2 Stunden später meldete sich ein Typ aus Las Vegas und gab mir bescheid, dass er sie jetzt hätte. Ich setzte mich ins Auto und 4 Stunden später hielt ich mein geliebtes Schätzchen erneut in den Armen.</em></p>
<p><b>Eine schöne Liebesgeschichte mit der Gitarre (beidseitiges Gelächter).</b></p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="FEAR FACTORY - Recode (OFFICIAL MUSIC VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/FAvTQgxt6Us?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Zum Schluss etwas anderes: Eure dystopische Thematik mit Maschinen, Robotern und der Niedergang der Menschheit ist allgegenwärtig. Gleichzeitig schreitet der technische Fortschritt immer schneller voran, so dass viele Dinge mittlerweile schon sehr realistisch geworden sind. Sei es mit der Handygeneration, kleinen Rasenmäherrobotern oder der künstlichen Intelligenz, es geht schnell voran. Wie stehst du persönlich zum technischen Fortschritt?</b></p>
<p><em>Ich finde es eine sehr spannende Sache, was es mittlerweile alles gibt. Wie du bereits erwähnt hast, bestimmt vieles davon unser tägliches Leben. Es gibt auch mit der künstlichen Intelligenz immer mehr Möglichkeiten; in der Medizin beispielsweise oder auch bei der Polizei, wo mittlerweile Roboterhunde getestet werden. In den nächsten 30 bis 50 Jahren wird noch einiges an spannender Entwicklung auf uns zukommen und ich bin sehr gespannt, wie es sich entwickeln wird.</em></p>
<p><b>Danke für deine Zeit und dieses Interview! Alles Gute weiterhin für dich und die FEAR FACTORY Familie!</b></p>
<p>Danke und nochmals, danke für euren Support! Wir sehen uns hoffentlich nächstes Jahr auf Tour!</p>
<p><b>Kleine Anekdote am Rande; besonders beim letzten Abschnitt „technischer Fortschritt“ mussten beide Gesprächspartner sehr häufig lachen, da sowohl die Zoom-Aufnahmemöglichkeit, als auch das Diktiergerät innerhalb ihres Dienstes versagten und oldschool mäßig dann eben mitgeschrieben wurde.</b></p>
<p><b></b>Durch das Interview führte: <span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/fear-factory-im-interview-blut-schweiss-traenen">FEAR FACTORY im Interview &#8211; Blut, Schweiß &#038; Tränen</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>Support Your Local Heroes: CASKET INC. im Interview (02.05.2020)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/support-your-local-heroes-casket-inc-im-interview-02-05-2020</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Norbert Czybulka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 11:15:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[2020]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Support your local heroes – Nach dem Aufruf, mindestens einmal im Monat einen kleinen Club, eine lokale Band oder ein</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/support-your-local-heroes-casket-inc-im-interview-02-05-2020">Support Your Local Heroes: CASKET INC. im Interview (02.05.2020)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>Support your local heroes</strong> – Nach dem Aufruf, mindestens einmal im Monat einen kleinen Club, eine lokale Band oder ein Kneipenkonzert zu besuchen, habe ich dank der Corona-Pandemie und des Veranstaltungsverbotes zuerst wieder keine Idee, wie ich dies für den Monat Mai trotzdem bewerkstelligen kann. Bands genug gibt es ja und ich erinnerte mich an <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.facebook.com/casketdeath"><strong>CASKET INC</strong>.</a></span>, eine richtig gute und sympathisch wirkende Band aus Dithmarschen. Am 06. März, also eine Woche vor dem Veranstaltungs-Stop sah ich die Thrash Metal Truppe in einem Kieler Hinterhofclub, dem MEDUSA. Wer ist die Truppe, warum habe ich die bisher noch nicht gesehen?</p>
<p>Also CD schnell besorgt und Kontakt hergestellt. Eigentlich wollten wir uns irgendwo im Nirgendwo zu einem Plausch treffen, aber die aktuelle Situation lies das nun einmal nicht zu. So verabredeten wir uns zu einem Interview via Internet. Den neuen Medien sei Dank!</p>
<p><strong>Danke, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, dass ich als &#8222;Konzertbesucher&#8220; Euch so näher kennen lernen darf.&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Oliver: </strong>Das ist doch selbstverständlich. Wir freuen uns, dass Du bei dieser Geschichte an uns gedacht hast und wir bei Dir einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.</p>
<p><strong>Ich stelle Euch einmal kurz vor (von links nach rechts): Lars Newe (Gesang), Mathias Friese (Gitarre), Lars Franck (Bass) und Oliver Teschner (Schlagzeug)<br />
</strong></p>
<p><strong>Metal in Dithmarschen hat ja gerade auch durch die Nähe zum legendären Wacken Open Air eine lange Tradition. Seit wann seid ihr am Start?&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Oliver: </strong>Nachdem Kuddel und ich die Thrash-Metal Band ENRAGED ruhen ließen, bin ich für ca. 2 Jahre nach Kiel zu TYSON gewechselt. Daher auch die Verbindung zu Kochi und eben dem TYSON-Support-Gig in der MEDUSA. Ich habe die &#8222;Counterparts&#8220;-Scheibe von TYSON mit eingespielt und bin mit den Jungs auch auf Tour gewesen, u.a. mit Smoke Blow und COR. Im Zuge meiner werdenden Vaterschaft im Jahre 2012 bin ich dann wieder musikalisch &#8222;zurück&#8220; nach Dithmarschen, raus bei TYSON und habe angefangen mit Kuddel neue Songs zu schreiben, aus denen dann letztlich CASKET INC. wurden. Wir wollten melodischer zur Sache gehen, als bei ENRAGED und so rekrutieren wir noch im selben Jahr den Ex-ENRAGED Gitarristen Lars Newe als Sänger und unseren alten Freund, Lars Franck, als Bassisten.<br />
Seitdem haben wir zwei Alben in Eigenregie, unter Aufsicht von Jan Pörschke (Produzent, Mixer, Freund der Band), produziert und einige coole Live-Gigs gezockt. Wir traten unter anderem auf dem Meltdown Festival, mit der kanadischen Thrash-Metal-Legende AGGRESSION und im Knust in Hamburg mit FORGOTTEN NORTH auf. Momentan arbeiten wir an unserem dritten Album.</p>
<p><strong>Ein drittes Album? Wann ist es soweit?&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Oliver: </strong>Drei Songs stehen bereits. Die drei hatten wir ja auch in der MEDUSA schon vorgestellt. Zwei weitere befinden sich gerade in Arbeit. Ich denke wir werden Ende 2020/Anfang 2021 mit den Aufnahmen beginnen.</p>
<p><strong>Eure letzte CD „Disciples Of Doom“ ist nun schon fast zwei Jahre alt. Immer wieder bekommt ihr dafür gute Kritiken. Wird die neue Scheibe im gleichen Stil oder habt Ihr Veränderungen geplant?</strong></p>
<p><strong>Oliver</strong><strong>: </strong>&nbsp;Auf der Scheibe wird es zu 100% Casket Inc. geben, dass kann ich schon mal verraten :). Wir haben wieder einen guten Mix aus Midtempo Nummern und thrashigen Stücken. Für Experimente außerhalb vom Heavy Metal sind wir zu Oldschool 😀 :D.</p>
<p><strong>Habt Ihr bei der neuen CD professionelle Hilfe oder wird es wieder eine reine Eigenproduktion mit Eigenvertrieb?</strong></p>
<p><strong>Oliver</strong><strong>: </strong>Ich möchte die Vorgehensweise der ersten beiden Scheiben gerne beibehalten, deshalb wollen wir wieder mit Jan Pörschke (Produzent von „Unleash The Chaos“ und „Disciples Of Doom“) zusammen arbeiten. Wir sind mittlerweile zu einem Team zusammengewachsen und den qualitativen Sprung von der „Unleash…“ zur „Disciples…“ finde ich enorm. Jan kennt uns gut und weiß wie er mit uns arbeiten muss/kann. Außerdem bringt er die nötige Geduld mit, um es mit uns auszuhalten 🙂 :).</p>
<p><strong>Apropos professionelle Hilfe. Wie sieht es mit Booking aus? Bewerbt ihr Euch selbst auf Festivals? Sucht ihr Euch selbst Auftrittsmöglichkeiten oder könnt Ihr da schon auf einen Booker zurück greifen?</strong></p>
<p><strong>O</strong><strong>liver:</strong> Wir machen alles in Eigenregie. Ein Booker wird ja eingestellt um die jeweilige Band auf allen möglichen Festivals oder für möglichst viele Konzerte zu buchen. Wir müssen aber auch unseren Jobs nachgehen und jeder in der Band hat Familie. Daher müssen wir die Konzerte entsprechend in unser Arbeits-/Familienleben einbinden. Unser Booking sieht dann also so aus, dass artig die Bewerbungen für Konzerte oder Festivals geschrieben werden wenn die Kinder schlafen oder der Feierabend auf der Couch eingeleitet wird.</p>
<p><strong>Hattet ihr in der Corona-Pause Live-Auftritte in der Pipeline?&nbsp;Wie wollt Ihr Euch live in Zukunft aufstellen?</strong></p>
<p><strong>Oliver</strong><strong>: </strong>Eins der Highlights für 2020 konnten wir zum Glück noch vor dem ganzen Corona Stress erleben: Die Wochenendtour mit TYSON und SECUTOR! Das war schon sehr cool. Das zweite Highlight für uns in diesem Jahr fällt leider aus: Das Stöfenpark Rock Festival in Marne im Juni. Wir machen aber weiter wie gehabt, gucken was geht und bewerben uns. Ich hoffe sehr, dass die Lage sich ab August/September entspannt und wir dann wieder live angreifen können.</p>
<p><strong> Metal aus D.e.a.t.h.m.a.r.s.c.h.e.n., dem Nabel der Welt. Wer ist auf das T-Shirt-Layout gekommen?</strong></p>
<p><strong>Oliver</strong><strong>: </strong>&nbsp;Der Begriff „DEATHMARSCHEN“ stammt noch aus der ENRAGED Zeit. Unser damaliger Sänger Fritjof ist drauf gekommen. Das hat sich aber tatsächlich etabliert. Wenn wir Konzerte im Dithmarscher Umkreis spielen heißt es immer:“ ahha die Kapelle aus DEATHMARSCHEN“ 🙂 . Das Shirt selber hat unser Sänger Lars entworfen.</p>
<p><strong>Probenraum, eine CD-Produktion, Reisen zu Livegigs, Merch. Das alles kostet ordentlich Geld. Bekommt Ihr irgendwoher Unterstützung, womöglich von der Wacken Foundation?</strong></p>
<p><strong>Oliver</strong><strong>: I</strong>ch möchte die Band zur neuen Scheibe gerne breiter aufstellen. Speziell zu den Dingen, die du gerade genannt hast. Die CD Produktionskosten müssen ja erst einmal von uns vorgestreckt werden und dann auch wieder rein kommen. Insofern wäre Unterstützung schon klasse. Gleiches gilt für´s Merch. Ich hab mich mit Kochi von TYSON drüber unterhalten und weiß daher, dass die Wacken Foundation da einen sehr guten Job macht. So etwas könnte ich mir auch für Casket Inc. vorstellen. Vielleicht schreibe ich Holger (Hübner) mal an 😉</p>
<p><strong>Euer Sänger Lars Newe wird gerne zwischen Bon Scott und Udo Dirkschneider einsortiert. Musikalisch passt das. Euer Stil geht ein wenig in Richtung Manowar. Absicht oder Zufall? Habt ihr Vorbilder oder werden die Parallel nur hereininterpretiert?</strong></p>
<p><strong>Oliver</strong><strong>: </strong>Zufall. Ich glaube ich bin auch der Einzige in der Band der Manowar geil findet. Die Ähnlichkeit zu Manowar kommt meiner Meinung eher von den Texten zu Songs wie „Asgards Fall“ oder „Bravehammer“, also Songs über Schlachten, aber mit deutlich weniger „Hail, Kill, Die“ 🙂 :). Ich sehe das aber trotzdem als Kompliment :). Musikalische Vorbilder haben wir viele. Kuddel kommt aus dem Punk, Lars (Newe) ist alter Thrasher, ich bin mit Speed- und Heavy Metal aufgewachsen und unser Bassist Lars ist einer der größten Iron Maiden Fan´s der Welt (nach mir 😀 😀 😀 )</p>
<p><strong>Wie sehen Eure Ziele aus. Wo seht Ihr Euch in der Zukunft?</strong></p>
<p><strong>Oliver</strong><strong>: </strong>Wir wollen auf jeden Fall ein noch stärkeres Album als „Disciples Of Doom“ herausbringen und Casket Inc. als feste Live-Größe etablieren. Ich persönlich will mit einem Instrumental das nächste Album beginnen aber da muss ich noch viel Überzeugungsarbeit innerhalb der Band leisten.</p>
<p><strong>Danke nochmals, dass ihr Euch die Zeit für uns genommen habt. Möchtet Ihr auf diesem Weg noch etwas an unsere Leser loswerden?</strong></p>
<p><strong>Oliver</strong><strong>: </strong>&nbsp;vielen Dank für die Chance uns ein wenig zu präsentieren! Ich wünsche mir, dass wir alle gesund aus dieser Corona Scheiße kommen und dass die Liveszene zu alter Stärke zurück findet! Und checkt mal bitte alle die vielen großartigen Metalbands in Schleswig-Holstein! Es lohnt sich!!</p>
<p><strong>Berichterstattung / PhotoCredits: <a href="https://www.facebook.com/norbert.czybulka"><span style="color: #000080;">Norbert Czybulka</span></a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/support-your-local-heroes-casket-inc-im-interview-02-05-2020">Support Your Local Heroes: CASKET INC. im Interview (02.05.2020)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>HARPYIE &#8211; Was macht eine Band eigentlich in Zeiten der Pandemie? (Interview)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/harpyie-was-macht-eine-band-eigentlich-in-zeiten-der-pandemie-interview</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Rachow]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 16:57:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Aello]]></category>
		<category><![CDATA[CORONA]]></category>
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		<category><![CDATA[Fabelwesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Zuerst einmal, wer sind HARPYIE überhaupt? HARPYIE ist eine im Jahre 2011 gegründete Folk-Metal Band, die aus ehemaligen Bandmitgliedern der</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/harpyie-was-macht-eine-band-eigentlich-in-zeiten-der-pandemie-interview">HARPYIE &#8211; Was macht eine Band eigentlich in Zeiten der Pandemie? (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Zuerst einmal, wer sind <span style="color: #003366;"><strong>HARPYIE</strong></span> überhaupt?</span></span></p>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">HARPYIE ist eine im Jahre 2011 gegründete Folk-Metal Band, die aus ehemaligen Bandmitgliedern der Band COMANDER KEEN gegründet wurde. Die Band benannte sich nach der Harpyie, einem Fabelwesen der griechischen Mythologie. Die Thematik der Mythologie zieht sich auch durch die Lieder der Alben, als auch durch die Künstlernamen der Bandmitglieder. Über die Jahre entstanden fünf Alben, die von Release zu Release stärker wurden! „Die Band wächst mit jedem Album und dadurch auch ihre Erfahrung“, sagt Aello direkt zu Anfang des Interviews. Die aktuelle Scheibe der Band heißt &#8222;<strong>Aurora</strong>&#8220; und wurde 2019 veröffentlicht. Sie war zugleich der erste Chart-Erfolg für die Band (Platz 62 der deutsche Albumcharts). Zudem gab es zwei Single-Auskopplungen mit hochwertig produzierten Musik Videos.<br />
</span></span><i><b></b></i></p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Harpyie - Kompassrosen welken nicht (OFFICIAL MUSICVIDEO) 2019" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/GynuXyl8Gts?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">In unserem Interview unterhalten wir uns mit Sänger Aello, Schlagzeuger Kayran sowie dem Backline-Tech Motombo.</span></span></p>
<h5><strong>Finden eigentlich derzeit Bandproben statt zu Zeiten der Corona-Pandemie oder wie handhabt Ihr das?</strong></h5>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Aello:</strong> Nein! Das ist derzeit einfach nicht möglich. Auch wir müssen uns an das Kontaktverbot halten. Und die Gesundheit steht für uns alle im Vordergrund. Da gibt es keine Ausreden oder Ausnahmen.<br />
<strong>Kayran:</strong> Anstelle der Bandproben arbeiten wir viel und intensiv von Zuhause aus. Viele Sachen lassen sich per Telefon oder über das Internet klären. Dass wir uns nicht treffen können ist Schade, aber zum Ergebnis kommen wir auch durch diese Art der Kommunikation.</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Harpyie - Nichts mehr (OFFICIAL MUSICVIDEO) 2019" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/Ihw5JSIBjKs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<h5><strong><span style="color: #333333;">Zuletzt war eine Co-Headliner-Tour geplant. Die &#8222;Zwielicht-Tour&#8220; zusammen mit VOGELFREY. Nachdem die Tour aufgrund der Pandemie verschoben werden musste, würde ich gerne wissen, was für Euch nun für ein finanzieller Schaden entsteht.</span></strong></h5>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Alle Drei atmen tief durch. </span></span></p>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Den Anfang macht <strong>Motombo.</strong> Er schlägt die Hände über dem Kopf zusammen: Also ich verdiene bis September kein Geld mehr. Ich habe zwar noch einen Notgroschen in der Hinterhand, aber der reicht auch nicht für einen ganzen Sommer. Alle Touren sind abgesagt, das Arbeiten bei Rock am Ring, dem Wacken Open Air oder auch auf dem Reload Festival. Das sind Gelder, die einfach wegfallen. Und diese finanziellen Löcher zu stopfen ist nicht gerade einfach.</span></span></p>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Kayran:</strong> Die Cornona-Krise macht uns zu Verlierern der zweiten Reihe. Über diese spricht aktuell noch niemand und uns geht es noch nicht schlecht. Aber wir werden in einem halben Jahr nichts mehr haben! Und genau das macht uns Angst!</span></span></p>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Aello:</strong> Die Einnahmen aus Merch-Verkäufen, Tour-Tickets und Festival-Shows fällt einfach weg und hinterlässt der Band ein großes Loch an Geldern, die für divere Dinge geplant waren.<br />
</span></span></p>
<h5><strong>Was ist für die Zukunft der Band geplant?</strong></h5>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Aello:</strong> Vor einigen Wochen haben wir einen Podcast auf Spotify gestartet. In diesem reden wir als Band über Gott und die Welt, beantworten Fragen von Fans, reden über Themen die uns geschrieben werden, oder erzählen über Dinge, die im Hintergrund der Band ablaufen. <strong>Kayran:</strong> Die Idee zu dem Podcast kam von Aello. Aber ich glaube darüber nachgedacht haben wir alle schon mal und fanden die Idee super! Daraufhin haben wir uns direkt an die Umsetzung gemacht.</span></span></p>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Nächstes Jahr wird HARPYIE zehn Jahre alt! Das wollen wir natürlich feiern. Wir hatten das Release eines Doppel-Albums geplant. Außerdem wollten wir ein eigenes kleines Happy-Birthday-Festival organisieren, um mit all unseren Freunden und Fans feiern zu können. Doch durch die fehlenden Einnahmen von Konzerten, Merch und Festivals ist das für uns nicht möglich.</span></span></p>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Aello:</strong> Wir lassen uns unsere Träume aber nicht verbieten und schon gar nicht zerstören. Aus diesem Grund haben wir uns, trotz dieser schweren Zeiten, in Abstimmung mit unseren Fans entschieden eine Crowdfunding-Aktion zu starten, um dieses Projekt durchführen zu können. Das gesammelte Geld fließt komplett in die Albumproduktion ein. Das heißt, die Realisierung, die Veröffentlichung und die Vermarktung. Auch ein Musikvideo oder auch eine Special-Edition wären denkbar. Dazu brauchen wir erneut die Hilfe unserer Fans. Schon für zwei vorherige Projekte konnten wir ihre wahre Stärke spüren und hoffen auch in diesem Falle auf sie! Denn ohne unsere Fans wäre dieses Projekt nicht möglich. </span></span></p>
<h5><strong><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wann kann mit dem neuen Album dann letztendlich gerechnet werden?</span></span></strong></h5>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> Geplant sind 21 düstere Songs, und auch Partyknaller für den Frühjahr/Sommer 2021.</span></span></p>
<div class="fb-video" data-allowfullscreen="true" data-href="https://www.facebook.com/harpyien/videos/1734481756694575/" style="background-color: #fff; display: inline-block;"></div>
<h4>&nbsp;</h4>
<h5><strong>Wie können Eure Fans Euch denn nun unterstützen?</strong></h5>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Aello:</strong> Helfen kann uns jeder! Es spielt keine Rolle, ob es eine Spende ist, ob Merch auf unserer Website gekauft wird (<a href="http://www.harpyien.de/"><span style="color: #000080;">www.harpyien.de</span></a><span style="color: #000080;">)</span> oder ob sich an unserer Crowdfunding-Aktion beteiligt wird. Jede Hilfe ist willkommen. Durch den Kauf dieser Dankeschöns, in Form von Autogrammen, limitierten Unterstützer T-Shirts, Namen im Album-Booklet, signierte Schlagzeugfelle, VIP-Tickets für eine Albumrelease Show und noch vieles mehr, könnt Ihr uns unterstützen. Wir haben für jeden etwas dabei und hoffen auf einen schnellen Erfolg.</span></span></p>
<h1 style="text-align: center;"><a href="https://www.startnext.com/harpyiealbum?fbclid=IwAR1j5SNGVdUE_wlB2HfEJmwIr0P3USE3NvnnZn30jl3VBG7rUqEsJ43eo2c"><strong><span style="color: #993300;">CROWDFUNDING LINK HARPYIE</span> </strong></a></h1>
<p><span style="font-family: DejaVu Sans, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wir vom NIC- Nordmensch in Concerts Magazine bedanken uns bei Aello, Kayran und Motombo aus dem Harpyien-Horst für das Interview. Bleibt bitte alle gesund und munter und habt viel Erfolg mit Eurer Kampagne!</span></span></p>
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		<title>Support Your Local Heroes: Im Proberaum von THE LOST MEMBERS in Kiel (04.04.2020)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Norbert Czybulka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 09:16:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bandportraits]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Support your local heroes – Nach dem Aufruf, mindestens einmal im Monat einen kleinen Club, eine lokale Band oder ein</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/support-your-local-heroes-im-proberaum-von-the-lost-members-in-kiel-04-04-2020">Support Your Local Heroes: Im Proberaum von THE LOST MEMBERS in Kiel (04.04.2020)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-18394 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2020/04/The_Lost_Members%402020-03-14_Kiel_Probenraum_04.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2020/04/The_Lost_Members%402020-03-14_Kiel_Probenraum_04.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2020/04/The_Lost_Members%402020-03-14_Kiel_Probenraum_04.jpg?resize=768%2C511&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2020/04/The_Lost_Members%402020-03-14_Kiel_Probenraum_04.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Support your local heroes</strong></span> – Nach dem Aufruf, mindestens einmal im Monat einen kleinen Club, eine lokale Band oder ein Kneipenkonzert zu besuchen, habe ich dank der Corona-Pandemie und des Veranstaltungsverbotes zuerst keine Idee, wie ich es trotzdem bewerkstelligen kann. Warte ich den 19. April ab? Was ist, wenn das Verbot verlängert wird? Beim Fensterputzen kam mir dann die Idee. Im März war ich bei den PINPRICKS und ihrer CD-Release-Party. Aber wie entsteht eigentlich so eine CD bei einer Amateurband? Ein Studio kann sich kaum eine kleine Band leisten und einen Plattenvertrag hat auch niemand in der Tasche, nur weil er ein Instrument halten kann.</p>
<p>In einer Kaffeepause schreibe ich ein paar Nachrichten. Dank der neuen Medien ist ja alles kein Problem mehr. Prompt kommt von meinen alten Freunden von THE LOST MEMBERS dann das &#8222;Go!&#8220;. &#8222;Komm vorbei, wir erklären Dir alles und die Pandemie bekämpfen wir mit Desinfektionsmittel von Innen&#8220;. Ahhh Ja 😉</p>
<p>Also los zum vereinbarten Termin. Vor ein paar Jahren war ich schon einmal in dem Keller-Proberaum der Kieler Amateurband <a href="https://www.facebook.com/TheLostMembers/"><span style="color: #000080;"><strong>THE LOST MEMBERS</strong></span></a>. Die Band besteht aus Henrik Hagner an der Gitarre, Christoph Cammas am Bass sowie Torsten Hüls an den Drums. Wir kommen alle ziemlich zeitgleich an. Die drei Musiker nehmen sogleich ihre Positionen an den Instrumenten ein. Erst einmal warmspielen. Nach ein paar eigenen Songs dann noch ein kurzes Cover. &#8222;I Was Made For Loving You&#8220; von Kiss erkenne ich schon an den ersten Takten.</p>
<p>Im Vergleich zu damals hat sich hier einiges verändert. Das Mischpult steht nicht mehr im Vorraum auf der Waschmaschine, der Probenraum ist isoliert und Desinfektionsmittel steht in ausreichender Menge in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen bereit. Wir halten die Abstände natürlich an diesem Tage ein und kommen uns nicht zu nah. Die meisten Songs kenne ich von den wenigen Auftritten der Drei. Danach setzen sie sich mit mir zusammen und beantworten geduldig auf meine Fragen.</p>
<p><strong>Danke, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, mir als &#8222;Konsumer&#8220; mal etwas die Augen zu öffnen.&nbsp;</strong><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Henrik</span>: </strong>Das ist doch selbstverständlich. Wir freuen uns, dass Du dabei an uns gedacht hast und begrüßen Dich herzlich in unseren heiligen Hallen!</p>
<p><strong>Ihr seid jetzt in dieser Konstellation seit 2007 zusammen. Was gab den Ausschlag jetzt plötzlich eine CD zu produzieren?<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Torsten</span>:</strong> Die Situation kennst Du ja selbst. Keine CD: Keine Auftritte! Heute muss eine Demo vorhanden sein, wenn man sich um einen Auftritt bewirbt. Die Situation wird immer verrückter und schwieriger.</p>
<p><strong>Seit wann arbeitet Ihr an der CD?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Christoph</span>:</strong> Im Prinzip seit etwa zwei Jahren. Leider gab es immer wieder kleiner Pausen aufgrund gesundheitlicher Probleme. Aus den 44 Songs, die wir ohne Cover etc. drauf haben, sind jetzt 11 plus ein Intro in die Titelauswahl gekommen. Sie passen thematisch gut zusammen und bilden musikalisch eine vielseitige Konstellation.</p>
<p><strong>Das heißt ihr seid fertig?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Torsten</span>:</strong> Im Prinzip ja. Alle Titel sind eingespielt, alle Spuren abgemischt und das Cover-Layout in Arbeit. Wir holen gerade Angebote zur Pressung und zum Druck ein.</p>
<p><strong>Eine CD in Eigenregie ohne Plattenvertrag? Fressen Euch da nicht die Kosten auf?<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Christoph</span>:</strong> Wir sind alle berufstätig und machen das als Hobby. Klar, kostet das alles viel Geld. Die CD selbst ist da richtig günstig. Das Equipment ist inzwischen der größte Posten. Allein ein studiotauglicher Kopfhörer mit einer fast geraden Frequenzlinie kostet über 400 Euro. Unser Mischpult um die 1.000 Euro. Dazu Studiolautsprecher, Software, Instrumente, Mikrofone, Kabel und so weiter. Ein Coverdesigner würde etwa 2.500 Euro kosten. Das geht natürlich nicht, aber die Tochter von Torsten, Jaqueline, hilft uns unsere Ideen zu visualisieren.</p>
<p><strong>Ihr habt die CD selbst abgemischt? Ohne Studio?<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Christoph</span>:</strong> Ja. Eine professionelle Studioaufnahme hätte uns wahrscheinlich um die 20.000 Euro gekostet. Natürlich sind nach oben wie immer keine Grenzen. Das können wir uns nicht leisten und haben deswegen kurzerhand beschlossen, das selber zu machen. Ich war mal an der School of Audio Engineering in Hamburg und habe einige Kenntnisse im Bereich Ton- und Studiotechnik. Wir haben also alle Spuren eingespielt und ich habe versucht unseren eigenen Sound, so gut es geht, auf diese CD zu bringen.</p>
<p><strong>Jede der Spuren … Wie funktioniert das?<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Christoph</span>:</strong> Allein am Schlagzeug sind acht Mikrofone. Jedes eine einzelne Spur. Insgesamt hatten wir über 24 Spuren. Zuerst kommt die Schmutzspur. Da spielen wir den Titel einmal mit einem Raummikro zur Orientierung durch. Diese wird dann dem Schlagzeuger auf den Kopfhörer gelegt und er spielt dazu den Song mit. Und jede Tom, die Snare, zwei Overheads und das Bassdrum-Micro bekommen eine neue Spur. Wenn der Take fehlerfrei war, bekommt der Gitarrist die Schmutzspur und die Drums auf den Kopfhörer und spielt erst die Rhythmusgitarre ein und später die Soli, dann ist der Bassist an der Reihe und zuletzt der Gesang. Damit die Frequenzen sich nicht überschneiden, wird nach grober Anpassung der Lautstärkeverhältnisse und Panorama mit Equalizern gearbeitet. So schaffen wir einen klaren und definierten Sound. Hier und da kommen auch Effekte, wie Hall oder Room zum Einsatz oder Dynamics, wie Kompressoren, Limiter etc.</p>
<p><strong>Das ist dann letztendlich so, wie damals das gute analoge 8 Spur Tonband?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Christoph</span>:</strong> Nicht ganz. Bei den analogen Aufnahmen damals mussten alle Instrumente zeitgleich und perfekt eingespielt werden. Es konnten im Nachgang nur kompliziert Sounds verändert werden. Digital ist das alles viel einfacher und man kann auch einfach mal was ausprobieren ohne „Schaden“ anzurichten</p>
<p><strong>Was muss denn eigentlich am meisten beim Mischen korrigiert werden?<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Christoph</span>:</strong> Das ist von Song zu Song ganz unterschiedlich. Wenn der Drummer mal auf den Fellring haut,&nbsp; statt auf die Tom, dann kann man sowas mit einem Punsh in korrigieren. Die Soli sind meist sehr anspruchsvoll und brauchen dann doch mal den einen oder anderen Take. Auch beim Gesang kann hier und dort mal eine Silbe, ein Buchstabe oder ein Wort „verschluckt“ werden. Die Hauptarbeit liegt aber im Aufteilen der Frequenzen.</p>
<p><strong>Ihr habt hier einen Haufen verschiedener Pleks und Sticks liegen. Spielt nicht jeder immer mit dem gleichen „Werkzeug“, wie bei einem Livekonzert?<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Torsten</span>: </strong>Komm mal rüber zum Schlagzeug, ich zeig Dir das. Zum einen liegt jeder Stick anders in der Hand. Jeder Kopf macht auf den Becken zum Beispiel einen anderen Klang. Die Dicke des Sticks variiert die Lautstärke des Sounds. So kann es sein, dass man bei verschiedenen Titeln auch die Sticks wechselt.</p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Henrik</span>:</strong> Das Gleiche ist auch mit den Pleks. Die gibt es in verschiedenen Stärken und auch Formen. Für Gitarristen ist die Stärke entscheidend. Für ein Banjo wiederum benötigt man andere Formen und einen Bass kann man mit dünnen Pleks spielen. Das muss man aber nicht, da die Saiten ja viel stärker sind. Da sind dickere Pleks ab 1,0 mm schon von Vorteil. Aber grundsätzlich ist es auch immer eine Geschmackssache des Musikers. Einige Bassisten spielen zum Beispiel nur mit den Fingern.</p>
<p><strong>Nochmals zur CD. Alles was das Presswerk braucht ist:<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Henrik</span>:</strong> Die Dateien in einer wav-Datei, Kohle je nach bestellter Auflage und ein paar Grafikdateien für das Cover.</p>
<p><strong>Ab welcher Auflage kann man pressen lassen?<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Torsten</span>:</strong> Manche bieten Kleinstserien ab 50 Stück an. Normal geht es bei 100/150 Stück los.</p>
<p><strong>Wow! Liegt man dann nicht preislich enorm hoch?<br />
</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Torsten</span>:</strong> Das geht dann. Man kann dann schon bei einem Herstellungspreis um die 3 Euro pro Stück landen.</p>
<p><strong>Viel Geld, Arbeit und Aufwand für ein kleines Stück Plastik. Danke, dass Ihr mir das einmal so bewusst vor Augen geführt habt. Ich freue mich schon jetzt auf die Releaseparty, die ich dann auf jeden Fall begleiten werde.</strong></p>
<p><strong>Und nun ein großes &#8222;Prost&#8220; auf Euer Erstlingswerk und die daraus resultierende Welttournee!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Berichterstattung / PhotoCredits:</strong> <a href="https://www.facebook.com/norbert.czybulka"><span style="color: #000080;"><strong>Norbert Czybulka</strong></span></a></p>
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		<title>FABIAN DEE DAMMERS &#8211; Im Interview mit dem Gitarristen von U.D.O.</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/fabian-dee-dammers-im-interview-mit-dem-gitarristen-von-u-d-o</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Norbert Czybulka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2020 14:41:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Alyzee]]></category>
		<category><![CDATA[Bubble Joyride To Utopia]]></category>
		<category><![CDATA[Dirty D´Sire]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Dee Dammers]]></category>
		<category><![CDATA[INTERVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[The Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[U.D.O.]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Dirkschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Wacken Open Air]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Bis kurz vor Weihnachten 2019 war Udo Dirkschneider auf großer Welt-Tournee. Nun ist Zeit und Ruhe für Nebenprojekte der Bandmitglieder.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/fabian-dee-dammers-im-interview-mit-dem-gitarristen-von-u-d-o">FABIAN DEE DAMMERS &#8211; Im Interview mit dem Gitarristen von U.D.O.</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Bis kurz vor Weihnachten 2019 war Udo Dirkschneider auf großer Welt-Tournee. Nun ist Zeit und Ruhe für Nebenprojekte der Bandmitglieder. Im März steht beispielsweise das Release des ersten Solo-Albums von Gitarrist <span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" href="https://deedammers.com/"><strong>Fabian Dee Dammers</strong></a></span> an. Dies zum Anlass genommen, nutzten wir die die Chance zu einem kurzen Interview:</p>
<p><strong>Hallo Fabian. Erst einmal vielen Dank, das Du Dir die Zeit genommen hast, für unser Magazin ein paar Fragen zu beantworten. Mir fällt so unwahrscheinlich viel ein, was ich fragen möchte. Deshalb erst einmal zum wichtigsten, Deiner ersten Solo-CD „<span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" href="https://nordmensch-in-concerts.de/fabian-dee-dammers-bubble-joyride-to-utopia-voe-29-03-2020/">Bubbly Joyride To Utopia</a></span>“.</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Hi Norbert, sehr gerne! Los geht’s.</p>
<p><strong>Dein Soloalbum wurde durch Crowdfunding finanziert. In welchem Zeitraum konntest Du die benötigte Summe dadurch aufbringen?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Die Crowdfunding Kampagne für „Bubbly Joyride to Utopia“ lief insgesamt 6 Wochen lang und war nach bereits knapp 4 Wochen erfolgreich. Ich war zu diesem Zeitpunkt mit<a href="https://www.udo-online.com/news-98.html"><span style="color: #000080;"><strong> U.D.O</strong></span></a>. in der Ukraine auf Tour und wir haben abends dann alle noch gemeinsam gefeiert.</p>
<p><strong>Welcher Verlag wird die CD verlegen?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Ich habe schon einige Angebote auf dem Tisch liegen, aber ich möchte dieses Album vorerst ohne Label/Verlag veröffentlichen. Selbstverständlich wird das Album auf allen Plattformen wie z.B. Spotify erscheinen. Die physische CD gibt es exklusiv in meinem Webshop<a href="https://deedammers.com/shop/"><strong><span style="color: #000080;"> https://deedammers.com/shop</span></strong>/</a>.</p>
<p><strong>Das Album wird an Deinem 28. Geburtstag erscheinen. Zufall oder mit einem bestimmten Grund?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Das Datum musste ich ein bisschen später ansetzen, als ich das ursprünglich geplant hatte. Ich wollte es aber auch unbedingt vor der nächste Tour mit U.D.O. veröffentlichen. Wir kamen dann relativ schnell auf Ende März, so dass ich auch meinen Geburtstag als Veröffentlichungsdatum wählen konnte.</p>
<p><strong>Wenn man Dich kennt, erwartet man eigentlich eine fetzige Metal-Scheibe. Gemacht hast Du ein instrumentales Projekt, das hervorragend ohne Gesang auskommt. Damit stellst Du meiner Meinung nach nicht nur Dein hervorragendes Können unter Beweis, hebst Dich auch mit der CD von anderen ab. Wie kam es zu der Idee gerade solch ein Album zu machen, denn richtig gute Sänger und Sängerinnen gibt es in Deinem Bekanntenkreis ja zuhauf?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Wow, vielen lieben Dank! Wenn Du eine Platte machst heißt es oft: „Das muss kommerzieller“ oder „Wir wollen Zielgruppe X erreichen“. Für dieses Projekt wollte ich mich einfach mal total frei von solchen Dingen machen und mich einfach nur mit einer Frage auseinandersetzen: „Wie klingt es eigentlich, wenn ich mich jetzt in ein Auto setze und nach Utopien fahre?!“. Die Idee auf Gesang zu verzichten, fand ich dabei total interessant, da der Zuhörer nur den Titel des Tracks liest und den Rest dann seiner Fantasie überlassen muss. Im besten Fall legst Du die CD ein, setzt Dich gemütlich hin, schließt die Augen und imaginierst einen grandiosen Blockbuster parallel zu dem was Du hörst!</p>
<p><strong>Mal etwas härter wie bei „Last Day in Paradise“ und dann genau das Gegenteil mit „Floor 13“ bzw. die Idee mit dem jazzigen Epilog „Exit“. Was gab den Ausschlag, so unterschiedliche Songs zu spielen?</strong></p>
<p><strong>Fabian:</strong> Für mich persönlich gab es schon immer nur zwei Arten von Musik: Musik die ich mag und Musik die ich nicht mag. Menschen kategorisieren immer alles in diverse Genre – was auch durchaus sinnvoll sein kann bei der Vielzahl an Musik, welche es heutzutage gibt, aber auch hier finde ich es spannend Musik grenzenlos zu verbinden und über die Genregrenzen hinauszublicken. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass Du mich nicht gefragt hast in welches Genre ich das Album stecken würde. Das wäre dann so etwas wie „Instrumental Rock/Funk/Country/Fusion/Diverse“, oder „Instrumental Gulasch“ &#8211; haha!</p>
<p><strong>Wie viele Anteile an der Scheibe haben deine Mitstreiter Leon Dombrowski am Bass und Robert Söhngen am Schlagzeug? Wenn man sich Ihre Profile anschaut, sind ihre Vorlieben scheinbar genau für diese CD gemacht.</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Ich bin super glücklich, dass ich diese beiden großartigen Musiker für mein Album gewinnen konnte. Der Workflow sah ungefähr so aus: Ich habe die Stücke komponiert und grobe Bass &amp; Drum-Vorschläge gemacht. Anschließend habe ich dann die Stücke an Robert &amp; Leon geschickt mit exakten Wortlaut „macht euer Ding, ihr habt alle Freiheiten“ und ich hätte nicht glücklicher mit dem Ergebnis sein können! Robert und Leon grooven einfach tierisch und es macht total viel Spaß die Gitarre darüber zu spielen. Ich hatte noch kurzfristig zwei Gastmusiker für das Album eingeladen: Phil Schwerhoff (Piano) und Melissa Tendick (Violine).&nbsp; Mir war er wichtig, dass die Instrumente von Künstlern eingespielt werden – heutzutage kann man ja auch alle Instrumente programmieren, aber ich wollte unbedingt echte Performances auf dem Album festhalten, die lebendig sind.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Bubbly Joyride to Utopia by Dee Dammers Band (Live Session)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/2i3gxIUZrLg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Du bist mit Deinen 27 Lenzen gerade von einer Welttour mit Udo Dirkschneider zurück. Wie kam es dazu, Stefan Kaufmann/Bill Hudson bei U.D.O. zu ersetzen?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Das Ganze hat im April 2018 angefangen: Ich war noch mit <strong><span style="color: #000080;">Dirty D´Sire</span></strong> auf Tour und erhielt die E-Mail „Hier sind 5 Songs, schicke uns mal ein Video davon, wie Du die spielst“. Ein guter Freund, Michael Müller, von Jaded Heart war so lieb, mich mit dem Management der Band in Verbindung zu setzen. Ich kam dann nachts von der Tour wieder Heim, habe drei Stunden geschlafen, mir eine Coffein-Überdosis in Form von Cola Zero gegeben und die ersten Stücke rausgeschrieben und anschließend eingespielt. Ein paar Wochen danach wurde ich dann zu einer Audition in Pulheim eingeladen, wo die Band zurzeit für ein Konzert mit den Musikkorps der Bundeswehr probte. Wir haben dann ein paar Songs zusammen gespielt – da war Fitty noch am Bass – und anschließend viel gequatscht. Ein paar Monate später erhielt ich dann den Anruf von Udo, dass die Russland Tour im Oktober los geht.</p>
<p><strong>Ich durfte Udo noch nicht kennenlernen. Ist er&nbsp; tatsächlich so charismatisch und extrovertiert, wie man es ihm nachsagt?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Was ich an Udo am meisten schätze ist seine direkte, offene und ehrliche Art. Wir albern total viel herum, vor, während und nach den Shows. Die ganze Atmosphäre innerhalb der Band ist super angenehm und ich freue mich jetzt schon darauf, die Gang im März wiederzusehen.</p>
<p><strong>Wie ist es Dir auf der Tour ergangen? Da waren ja auch recht große Gigs dabei.</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Ohja! In diesem Jahr spielen wir das neue U.D.O. Album auf <a href="https://www.wacken.com/"><strong>Wacken</strong></a> vor 80.000 Menschen, darauf freue ich mich schon sehr. Für mich spielt es aber keine Rolle wie viele Menschen vor Ort sind, sondern viel eher der Vibe, der zwischen uns und den Fans entsteht. Das Tourleben an sich liebe ich, ich gehe täglich ins Fitnessstudio kann den ganzen restlichen Tag Gitarre spielen und darf dann das neu Gelernte abends präsentieren – super!</p>
<p><strong>Was habt Ihr auf dieser Tour so alles Kurioses erlebt?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Ich muss da sofort an Rumänien denken. Dort haben wir im Sommer ´19 ein Festival gespielt. Der Tag begann mit einem defekten Flugzeug, welches nach halber Strecke wieder umkehrte, um in Deutschland repariert zu werden, so dass wir fast die Show aufgrund der entstandenen Verspätung absagen mussten. Ein paar Stunden später sind wir dann endlich in Resita (Rumänien) angekommen. Der Fahrer, welcher uns vom Hotel dann zum Festival-Gelände fahren sollte, hatte einen Motorschaden. Nochmal Verspätung. Danach lief alles erst einmal ganz gut und wir waren bereit für die Show. Nur leider befand sich das Festival mitten auf einem Berg und ein heftiges Gewitter begann kurz vor unserer Stage-Time. Wir haben dann aber tatsächlich unser Programm durchziehen können. Die Fans waren bereits während des Show-Intros komplett nass und ich rede hier von einem wirklich heftigem Gewitter. Wir haben auf der Bühne auch alles abbekommen. Zwei Stunden Regendusche, egal &#8211; Rock´n Roll. Auf dem Rückweg ins Hotel hatten wir dann noch einen &#8222;Platten&#8220;, so dass wir komplett durchnässt noch eine Stunde in der Kälte auf das Ersatz-Auto warten mussten. Das war ein Tag!</p>
<p><strong>Ich muss doch noch einmal in die Mottenkiste greifen und ein paar Fragen über Deinen Lebenslauf stellen. Im Netz ist nicht wirklich viel über Dich zu erfahren …</strong><br />
<strong>Seit wann spielst Du Gitarre und wer war Dein Lehrer?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Ich habe Ende 2013 angefangen Gitarre zu spielen, mein Dad, Bernd Dammers, zeigte mir wie man &#8222;Iron Man&#8220; von Black Sabbath spielt. Ich habe daraufhin sehr viel selbständig gelernt und auch immer wieder Unterricht genommen, z.B. Dennis Hormes, Marco Wriedt, Rumen Iliev und viele mehr.</p>
<p><strong>Als erste Bandmitgliedschaft findet man von 2014 bis 2015 „The Treatment“, eine britische Classic-Rockband. Eine Lernstation oder nur zur Aushilfe?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Bei „The Treatment“ war ich festes Bandmitglied und habe zu der Zeit auch in Cambridge, UK gewohnt. Die erste Zeit war großartig! Meine erste Show mit der Band war bei Rock am Ring, weiter ging es mit einer Australien Tour und Support-Shows für u.a. Aerosmith, Scorpions und Alter Bridge. 2015 habe ich dann beschlossen, die Band zu verlassen.</p>
<p><strong>Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Alyzee? Oriental Pop Rock ist nicht das, was man von Dir erwartet…</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong></span> Der liebe Mirko Salispahic konnte ein paar Shows nicht spielen und hatte mich gefragt ob ich ihn vertreten kann. Die Songs von Alyzee machen total viel Spaß zu spielen, ich höre sie heute noch manchmal beim Autofahren.</p>
<p><strong>Du stehst bei Alyzee noch in der Band. Trittst Du mit ihr trotz Soloprojekt, U.D.O. und Dirty D´Sire, Deiner eigenen Metalband, noch weiter auf?</strong></p>
<p><strong>Fabian:</strong> Ich versuche das alles unter einen Hut zu bekommen – mein Motto ist „JUST WANNA PLAY“.&nbsp; Deswegen habe ich zusammen mit meiner Freundin Stella von Monroe, die auch als Fetish Model aktiv ist, die „JUST WANNA PLAY“ Shirts ins Leben gerufen. Ich möchte so viel spielen wie ich nur kann, man lernt einfach super viel beim Live spielen. Mit Udo machen wir ca. 100 Shows pro Jahr, alles andere versuche ich drum herum zu bauen. Dirty D´Sire ist derzeit ein reines Studioprojekt, wo ich erst vor Kurzem mit dem grandiosen Sänger Gabriel Spigolon von VITJA ein Cover veröffentlicht habe. Ich spiele auch mit einer P!NK Tribute Band mit Vanessa Henning, die mal „Just Pink“ hießen und sich jetzt „It´s All Pink“ nennen. Die ersten Shows für mein Solo-Projekt sind gerade auch in Planung!</p>
<p><strong>Zum Abschluss natürlich noch die Frage, wo Du Dich in ein paar Jahren siehst. Was dürfen wir in Zukunft von Dir erwarten?</strong></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong>Fabian:</strong> </span>Ich werde weiterhin 110% geben, viel spielen und hoffe, dass ich mit der Dee Dammers Band touren und weitere Alben produzieren kann. Außerdem würde ich gerne mal die Gitarre für Katy Perry spielen.</p>
<p><strong>Danke für das Gespräch! Alles Gute für die Zukunft und auf ein Wiedersehen spätestens in Wacken!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>/ <span style="color: #800000;">Norbert Czybulka</span></strong> (Fotograf und Redakteur des <strong>NiC – NordMensch in Concerts Online Magazine</strong>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/fabian-dee-dammers-im-interview-mit-dem-gitarristen-von-u-d-o">FABIAN DEE DAMMERS &#8211; Im Interview mit dem Gitarristen von U.D.O.</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>NIGHT LASER &#8211; Kleiner Plausch beim &#8222;Metal Bash&#8220;</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/nightlaser2</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dirk Jacobs]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2019 19:36:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Beim diesjährigen "Metal Bash" in Neu Wulmstorf traf Wolfgang Kühnle von NordMensch in Concerts auf Benno Hankers von der Hamburger Band NIGHT LASER. Wir nutzten die Gelegenheit und zogen uns in eine gemütliche Ecke zurück und schon begann die wirklich sehr angenehme Plauderei mit einem der vier "Laserheads":</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/nightlaser2">NIGHT LASER &#8211; Kleiner Plausch beim &#8222;Metal Bash&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Beim diesjährigen <a href="https://www.metal-bash.de/"><strong>&#8222;Metal Bash&#8220;</strong></a> in Neu Wulmstorf traf Wolfgang Kühnle von NordMensch in Concerts auf Benno Hankers von der Hamburger Band <a href="https://www.nightlaser.de/"><strong>NIGHT LASER</strong></a>. Wir nutzten die Gelegenheit und zogen uns in eine gemütliche Ecke zurück und schon begann die wirklich sehr angenehme Plauderei mit einem der vier &#8222;Laserheads&#8220;:</p>
<p><strong>Moin Benno, erst einmal meinen Glückwunsch zum genialen Gig beim Metal Bash. Wie fandest Du diesen Auftritt, bei dem das Publikum auch hier wieder sehr mit ging und Euch ja echt gefeiert hat?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Es war wirklich toll! Ich bin total von den Socken, dass die Stimmung hier kurz nach Mittag schon so super war. Die Sonne kam direkt zum ersten Akkord raus. Ein mega kompetentes Veranstaltungs- und Technikteam. Was will man mehr? Klasse war das!“</p>
<p><strong>Ich begleite Euch ja schon eine ganze Weile, auch ward Ihr schon öfters zu Gast beim Heathen Rock Festival. Dreimal! Und jedes Mal wurden die Zuschauerzahlen größer. Wie nehmt Ihr es so für Euch wahr, dass Ihr schon mehr als ein Insider-Tipp nach zwei Alben seid?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Ist das so? Ich würde uns glaube ich immer noch als Geheimtipp bezeichnen. In Hamburg haben wir mittlerweile wirklich ganz ansehnliche Publikumsgrößen erreicht und das ist auch ein sehr geiles Gefühl, aber in Richtung Süd- oder Ostdeutschland (und außerhalb Deutschlands sowieso) gibt es noch extrem viel für uns zu holen. Klar, die Tendenz stimmt und es werden laufend mehr Zuschauer. Dafür sind wir auch unglaublich dankbar. Aber wie gesagt… eigentlich legen wir gerade erst los!“</p>
<p><strong>Letze Woche war ich Zeuge Eures Auftritts in Braunschweig beim Pop Meets Classic, zwar nur zwei Songs, davon einer von Bon Jovi, aber dennoch. Wer erlebt hat, wie Du mehr als 6.000 Zuschauer, die zum Teil auch deutlich älter waren, zum Mitmachen bewegt hast &#8230; das war schon genial. Ich merkte Dir und Euch nicht an, dass Ihr zum ersten Mal sowas erlebt habt. Erzähl doch bitte, wie es dazu kam und wie Ihr das erlebt habt</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Wir sind ja zum Teil gebürtige Braunschweiger und haben daher schon oft dort gespielt. Tatsächlich haben wir die Band dort gegründet. Undercover Entertainment (die Veranstalter von Pop Meets Classic) hatten uns daher für dieses Event auf ihrer Wunschliste und haben angeklopft. Und wir haben natürlich zugesagt! Das war wirklich ein unfassbares Erlebnis. Einerseits wegen der schieren Masse an Leuten. Andererseits aber auch aufgrund der Erfahrung mal mit einem Orchester zu spielen. Der Sound war gewaltig!!! Und es war die mit Abstand professionellste Produktion, die wir je gesehen haben. Hammer!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Und nun zurück zum heutigen Tag. Für Euch war es ja nicht irgendein Auftritt, sondern der Abschied von Hannes, welcher, dies ist nicht nur meine Meinung, ein großes Erbe hinterlassen wird.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Ja, das war ein sehr intensiver Gig! Ich kenne Hannes seit 20 Jahren. Wir haben super viel zusammen erlebt. Dass dieses Kapitel nun endet ist natürlich super schade! Wir gehen als gute Freunde auseinander und sind einfach dankbar für die tolle Zeit zusammen.“</p>
<p><strong>Auch muss ich sagen: Wenn man sich mit Freunden und Fans über Euch Vier unterhält, stellt man fest, dass viele Euch echt mögen. Besonders als Menschen. Eure gute Laune erst recht. Bei Jonas, der hinter seiner Schießbude sitzt und ein Dauergrinsen zeigt … immer Freude pur, wenn Ihr auf der Bühne steht.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Das freut mich aber sehr zu hören! Ein größeres Kompliment als das kann man ja eigentlich gar nicht bekommen. Wir haben einfach verdammt viel Spaß bei der Sache. Klar, wenn das anders wäre, sollten wir uns auch fragen, ob wir die Sache nicht an den Nagel hängen sollten. Aber einer der Hauptgründe dafür ist auch, dass wir vom Publikum regelmäßig so ein tolles Feedback bekommen. Die Live-Auftritte geben uns einfach so unglaublich viel zurück. Und wenn die Leute es dann auch noch so abfeiern, kann ich gar nicht anders, als über beide Ohren zu strahlen. Wobei ich da mit Jonas verglichen fast noch ein Miesepeter bin, bei dem ist das Lächeln echt eingemeißelt.“</p>
<p><strong>Wenn ich einmal so auf Euren Tourplan schaue, da frage ich mich, wie Ihr das alles unter einen Hut bringt. Jedes Wochenende “On the Road“, dann arbeiten / Studium und noch die Arbeit mit der Band.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Ja, das fragen wir uns auch regelmäßig. Es hängt bestimmt zum Teil damit zusammen, dass wir die Konzerte nicht so sehr als Arbeit ansehen, sondern als Belohnung für die Arbeit abseits der Bühne. Klar ist man mördermäßig im Arsch, wenn man nach einer harten Woche und anschließendem Konzertwochenende mit über 1000 km auf dem Tacho am Montag wieder im Büro sitzt. Aber wir lieben was wir tun. Und solange es Kaffee und Metal gibt, ziehen wir das durch!“</p>
<p><strong>Zurück zur Zukunft: Zwei Alben sind draußen. Seid Ihr mit den Verkaufszahlen zufrieden oder gar überrascht, dass Ihr mit dem zweiten Album und dem genialen Video bei den Fans so richtig Eindruck gemacht habt?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Wir freuen uns über jede einzelne verkaufte Scheibe. Klar gilt hier die Devise „mehr ist mehr“, aber wir sind auch schon echt begeistert über das, was wir erreicht haben und auch ein wenig stolz. Unser Debüt „Fight for the Night“ war zwischenzeitlich sogar ausverkauft, da mussten wir erst eine neue Auflage nachpressen lassen. Dass das zweite Album so extrem gut angenommen wurde, freut uns natürlich auch total. Das Video zu „Laserhead“ ist sogar noch besser angekommen als erwartet. Mittlerweile hat sich das schon verselbstständigt. Ich war am Wochenende auf einer Hochzeit, auf der der DJ „Laserhead“ gespielt hat. Wie cool ist das denn??“</p>
<p><strong>Eine Frage von mir, auch als Fan von Euch: Wann dürfen wir denn mit dem dritten Album von Euch rechnen?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Wir arbeiten mit Hochdruck an der neuen Scheibe. Vieles rollt jetzt gerade an bzw. ist teilweise auch schon fertig. Ich denke aber, dass es in diesem Jahr nichts mehr wird. Wir haben fast 50 Konzerte im Kalender stehen und auch allgemein super viel um die Ohren, da ist es gar nicht so einfach, der neuen Scheibe die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Vieles spricht aber für eine Veröffentlichung im nächsten Jahr, möglicherweise auch noch vor dem Sommer.</p>
<p><strong>Okay, kurz noch eine Frage, die viele interessieren würde &#8211; Wo kann man Euch live erleben in den nächsten Monaten?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Oha da gibt es viel. Wie sich das für den Sommer gehört, haben wir viele Festivals im Kalender stehen. Beispielsweise die folgenden:</p>
<ul>
<li>30.05. Aukrug Open Air</li>
<li>31.05. MV Metal Meeting</li>
<li>06.07. Langeln Open Air</li>
<li>13.07. Village Rock Open Air</li>
<li>03.08. Rockbi Festival</li>
<li>09.08. Rock die Berta Open Air</li>
<li>24.08. Farmfest Open Air</li>
<li>Am 29.06. sind wir noch in Quickborn. Später im Jahr gibt es dann noch ein paar Touren, zum Beispiel in die UK. Wird sehr geil alles!&#8220;</li>
</ul>
<p><strong>Benno, vielen Dank für die Zeit die Du Dir genommen hast für das kurze Interview. Aber ihr müsst jetzt schnell zur Autogrammstunde, bis bald!</strong></p>
<p><strong><span style="color: #993366;">Benno:</span></strong> „Danke dir und Party On!!“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/nightlaser2">NIGHT LASER &#8211; Kleiner Plausch beim &#8222;Metal Bash&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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