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	<title>Kult Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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	<title>Kult Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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		<title>DEPRESSIVE AGE &#8211; Ein Blick auf die Berliner Ausnahme-Metal-Band (Special)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/__trashed</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2023 18:32:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bandportraits]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[ALTERNATIVE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Vor über 20 Jahren noch als Geheimtipp avanciert und nunmehr als Kult angesehen. DEPRESSIVE AGE setzten im Metalsektor damals ihre</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/__trashed">DEPRESSIVE AGE &#8211; Ein Blick auf die Berliner Ausnahme-Metal-Band (Special)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Vor über 20 Jahren noch als Geheimtipp avanciert und nunmehr als Kult angesehen. <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://depressive-age.de/"><strong>DEPRESSIVE AGE</strong></a></span> setzten im Metalsektor damals ihre ganz eigene Duftmarke, die sich stilistisch in keine Schublade einordnen ließ. Melancholischer Thrash kommt der Sache noch ansatzweise am nähesten.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25739" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/1586_photo.jpg?resize=300%2C197&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="197" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/1586_photo.jpg?resize=300%2C197&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/1586_photo.jpg?w=500&amp;ssl=1 500w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Im Laufe ihrer (relativ kurzen) Karriere von 1991 bis 1999 loteten sie ihre eigenen Grenzen aus, experimentierten mit eingängigen Melodien („Symbols For The Blue Times“) und öffneten sich für modernen Sound („Electric Scum“). Nun sind sie wieder zurück und starteten ihren Live-Siegeszug über die Bühnen, ehe es zum (hoffentlich) neuen Album kommt. Grund genug für uns, einen intensiven Blick hinter die Entwicklung von DEPRESSIVE AGE zu werfen.</p>
<p>Wir schreiben das Jahr 2017; an einem gemütlichen Nachmittag im August schlendere ich über das Party San Gelände in Schlotheim. Die Mittagssonne brennt erbarmungslos und ich habe soeben den Merch-Stand und meine Geldbörse um einiges erleichtert. Ein gemütliches Bierchen zischen und dann ab zum Deaf Forever Stand, um mit einigen Kollegen des Legacy Magazine zu plaudern. An jenem Tag ziert das DEPRESSIVE AGE Longsleeve von der „Symbol For The Blue Times“ meinen geschundenen Körper. Als ich beim Deaf Forever Stand ankomme, starrt mich ein großer Hüne mit langen Haaren an, deutet auf mein Shirt und meint nur „Geile Band!“. Ich freue mich auf einen kleinen Plausch und frage ahnungslos „Ja, ich liebe ihre Alben. Kennst du einiges von denen?“ Mein Gegenüber kann sich ein Grinsen nicht verkneifen und meint „Ja, ich habe mal einen Song mit denen gesungen.“ Es entsteht eine kurze Pause, bis sich diese Information durch meine von Hitze und Bier geschundenen Nervenbahnen zu meinem Langzeitgedächtnis vorgearbeitet hat. „Du bist Brutus!“ bricht es aus mir heraus. „Du hast bei `Eternal Twins`gesungen!“ Nachdem ich mühsam einen Kniefall vermieden habe, kommen wir ins Gespräch. Unter anderem frage ich ihn, was die Jungs jetzt so machen. „Keine Ahnung“ lautet die ernüchternde Antwort. „Es wäre sooo geil, wenn die mal wieder auftreten würden. Die Alben waren einfach der Hammer und sind bis heute zeitlos genial!“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=VJyXVeferxQ" title="Depressive Age - Eternal Twins" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/VJyXVeferxQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Anno 2022 verkünden DEPRESSIVE AGE ihre Reunion und ihren Auftritt auf dem Rock Hard Festival. Vorher spielen sie sich noch etwas warm auf kleinen Clubbühnen in Rostock und Erfurt. Für mich selbst und viele andere geht mit dieser Entscheidung ein unfassbarer Traum in Erfüllung, denn ich hatte nie die Gelegenheit, die Band einmal live in Aktion sehen zu können.</p>
<p>Grund genug, um eine Zeitreise in die Vergangenheit zu machen: Ursprünglich &#8222;lärmte&#8220; man unter dem Namen BLACKOUT, ehe man nach Westdeutschland übersiedelte und sich 1991 in DEPRESSIVE AGE umbenannte. Dabei spielte der Mauerfall der Band in die Karten und sie setzten mit „First Depression“ ein erstes Lebenszeichen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25550" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/First-Depression.jpg?resize=300%2C294&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="294" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/First-Depression.jpg?resize=300%2C294&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/First-Depression.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong>„First Depression“</strong></p>
<p>Das akustische Intro mit der eingestreuten Leadgitarre lässt bereits erahnen, dass Großes auf einen zukommt, ehe `Beyond Illusions` über den Hörer hereinbricht. Schnell wird klar, dass man es hier nicht mit einer 08/15 Thrash Band zu tun hat, denn der klare Gesang mit fixen und gleichzeitig eingehenden Gitarrenlinien vereint sich zu einer ganz eigenen Note, die zusammen mit dem tighten Schlagzeug eine Symbiose aus Aggression und Melancholie ergeben. Der Bandname ist hierbei Programm, wobei die Nackenwirbel schnell an ihre Grenzen gebracht werden, denn statt Trauer regiert die Flucht nach vorn in Richtung aggressiver Verzweiflung. Auch textlich („No god will save or godemn you, set your goal für your life“) spricht hier eine klare Sprache und holt den Hörer individueller ab, als manch andere Kapelle es mit gesellschaftskritischen Texten machen könnte. `The Light` ist ein aggressiver Bastard aus Griffbrettgewichse und eingängigen Melodien, ehe eine tonnenschwere Basslinie `No Risk` ankündigt. Spätestens hier kommt der Gänsehautfaktor zustande, der im Zusammenspiel mit dem cleanen Part und Jan Lubitzkis Stimme deutlich zu hören (und zu spüren) ist. Eine ganz große Stärke, die sich durch die komplette Diskographie ziehen soll. Das infernalische Riffing und gleichzeitig die hohen Melodien in `Autumn Times` zerren die mentale Gesundheit des Hörers durch die Gehörgänge und hinterlassen einen melancholischen Nachgeschmack im Langzeitgedächtnis. Abwechslung wird grundsätzlich großgeschrieben, ohne den Härtegrad auch nur ansatzweise runterschrauben zu müssen, wie `Transition` eindrucksvoll beweist. Spätestens bei `Innocent in Detention` wird auch klar, dass DEPRESSIVE AGE sehr gut Geschichten erzählen können. Die Kälte, Isolation und Hoffnungslosigkeit, die im Knast erlebt wird, ist hier ganz großes Kopfkino und jede Sekunde wird hier mehr als intensiv gelebt. Schrägen Gesangseinstieg und gleichzeitig intensive Ohrwurmgarantie beim Refrain? Gibt es hier mit `Never Be Blind` definitiv, ehe `Circles Colour Red` den Sack zumacht und DEPRESSIVE AGE fest ins Langzeitgedächtnis einbetoniert.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-25553 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Lying.jpg?resize=300%2C263&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="263" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Lying.jpg?resize=300%2C263&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Lying.jpg?resize=768%2C674&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Lying.jpg?w=894&amp;ssl=1 894w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong>„Lying in Wait“</strong></p>
<p>Ein starkes Debut zu toppen ist grundsätzlich eine schwere Angelegenheit. Entweder man geht auf Nummer sicher und hält am Erfolgskonzept fest, oder man experimentiert und entwickelt sich weiter. DEPRESSIVE AGE schaffen den Spagat aus beiden und knallen gleich mit dem Opener `Lying in Wait` eine charismatische Gitarrenlinie auf den Tisch, den ausschließlich dieser Truppe gut zu Gesicht steht. Auch den Galopp und die fetten Groovemonster in der Mitte des Songs haben sich nicht umsonst zum Kultstatus gemausert. `Where` ist eigentlich ein typisches Aggromonster, das besonders geschickt von melancholischen Momenten durchpflügt wird. `Way Out` ist ein eigenes Kunstwerk, dass sämtliche Stärken vereint; deftige Riffgewitter, charismatischer Gesang (This town is dangerous…), ballerndes Schlagzeug und eine finstere Atmosphäre. Die Band kommt aus Berlin und der gleichnamige Song beschreibt die Mischung aus dreckiger Atmosphäre und eigener Schönheit schon sehr gut, ehe `Psycho Circle Game` der auditiven Depression Platz macht. Mit `The Story &#8211; Autumn Time II` knüpft die Band musikalisch perfekt an den Vorgänger an, während `My Wine` mit seiner Eingängigkeit bereits das andeutet, was im nächsten Album bereits ausgiebig zelebriert werden soll. Eine gehörige Priese Doom kommt mit `From Out of Future` ins Spiel, an die man sich später auch nicht mehr herangetraut hat. Auf dem Album funktioniert es sehr gut und zieht um einige Ecken sogar kurz den Vergleich zu Paradise Lost. `Hateful Pride` ist in meinen Augen „nur“ ein Durchschnittssong, ehe mit `Eternal Twins` ein unfassbar kultiges Duett zwischen Jans klarem und Brutus´ brutalen Vocals zelebriert wird, dass hier auch Death Metal Fans frenetisch abfeiern lässt. Kult!!!</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25554" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Symbols.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Symbols.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Symbols.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Symbols.jpg?w=400&amp;ssl=1 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong>„ Symbols For The Blue Times“</strong></p>
<p>Die Kreativität explodiert, denn nur ein Jahr später kommt ein Album auf den Tisch, das in Sachen Eingängigkeit den Weg zu einem sehr großen Publikum ebnet. Die pechschwarze Atmosphäre weicht verspielten und gleichzeitig eingängigen Gitarrenmelodien, was der Opener `Hills For The Thrills` eindrucksvoll beweist. Einmal Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen wäre eine Entscheidung, die den Charakter formt. Davon erzählt `World in Veins` eine klare und schonungslose Sprache, die von lockeren bis aggressiven Gitarrenparts klar untermauert wird. Mein persönlicher Ohrwurm vor dem Herrn dürfte definitiv `Garbage Canyons` sein, wobei der Songtext alles andere als leichte Kost ist. Ein sehr guter Beweis, dass manche Bands etwas zu sagen haben und gleichzeitig sehr gut in ihre Musik verpacken können. `Hut` ist für mich ehrlich gesagt eine solide Nummer, während `Subway Tree` alle Vorteile dieser Band vereint; authentischer Gesang, eingängige Riffs und tightes Schlagzeug klatschen den Song direkt in die Fresse, inklusive Gänshehautnachschlag. Mit `Port Graveyard` haben DEPRESSIVE AGE eine derart melancholische Nummer erschaffen, dass selbst My Dying Bride anerkennend nicken dürften. Sterben im Wüstensand war selten so real, wie in diesem emotionalen Kopfkino. `We hate Happy Ends` unterstreicht die mittlerweile sehr gut gereiften Gesangskünste und setzen gleichzeitig ein klares Statement, was sehr gut zum Bandnamen passt.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=XeObndj6ycE" title="Depressive Age - &quot;Friend Within&quot;" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/XeObndj6ycE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Während `Friend Within` schon fast eine lässige und gleichzeitig schwermütige Parallele zu den Vorgängeralben ist, knallen die Gitarren bei `Neptune Roars` mit einer Mischung aus Soundcollage und knackigen Riffs durch die Boxen. Die Mischung aus Eingängigkeit, Härte und Melancholie sollte man normalerweise nur Gothic Metal Bands attestieren, aber hier wird es halt in authentisch härter abgeliefert. Wie auch immer man diese melancholischen Melodien bei `Sorry Mr. Pain` aus dem Ärmel schüttelt ist mir ein Rätsel, aber es funktioniert auch über 20 Jahre nach der Veröffentlichung immer noch sehr gut. `Kotze` überspringe ich jetzt mal bewusst (halt ein Lückenfüller mit Brecheinlagen), ehe das Riffmonster `Rusty Cells` die Nackenmuskeln schnell an die Belastungsgrenze bringt. Der Rausschmeißer `Mother Salvation`hätte nicht passender gewählt sein können und beschließt das Album mehr als würdevoll.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-25555 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Electric.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Electric.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Electric.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Electric.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong>„Electric Scum“</strong></p>
<p>Ganze 2 Jahre sollten ins Land ziehen, ehe es ein neues Lebenszeichen geben sollte. Man hatte DEPRESSIVE AGE abgelegt und sich in D-AGE umbenannt; Grund dafür könnte die Umkehr zum modernen Sound sein. Statt eingängiger Melancholie, gibt es technisch packende Riffs aufs Tablett, was gleich beim Opener durch tonnenweise Keyboardeffekte klar wird. Muss nicht jedem gefallen, aber die Durchschlagkraft ist ungebrochen. `Cairo Crabat` konzentriert sich auf die Kernkompetenzen der Band; eingängige Riffs, packender Gesang und tightes Schlagzeug. Die Umbenennung ist mehr als berechtigt, denn Melancholie hat Ausgang und es herrscht in erster Linie der Arschtrittfaktor, der aber sehr gut funktioniert. `Remember` ist vom Text her noch recht leichte Kost und auch musikalisch sehr lässig durch die Boxen geflutet, während `Teenage Temples` mit seinen Riffs der damaligen Grunge Szene den Mittelfinger ins Gesicht streckt.&nbsp; Mit `Small Town Boy` haben D-AGE meiner Meinung nach eine sehr gute Coverversion hingelegt, die bis heute zu meinen Lieblingen gehört. Apropos Lieblinge: `Featherflute` ist immer wieder Stammgast meiner Repeat-Taste, denn die Vocals hämmern sich einfach zu schnell ins Langzeitgedächtnis, während die knackigen Riffs und unterstützenden Synthesizer den Rest erledigen. `Ich muss zugeben, dass ich `Toyland Hills` bis heute lediglich als durchschnittlichen Song wahrnehme, und mit dem spanisch angehauchten `Compañero Song` nichts anfangen kann. Ganz anders sieht es mit `New Machine Wisdom` aus, das quasi eine moderne Antwort auf `Lying in Wait` sein könnte; stampfende Riffs antworten auf melancholische Ansätze und werden durch eingängige Gesangslinien im Keim erstickt. Klingt seltsam, funtkioniert aber sehr gut. `Polar Athletic Son` dürfte sowohl Anhänger von End of Green und Paradise Lost gleichzeitig aufhorchen lassen, denn die Gesangsleistung versprüht hier ein ähnliches Charisma. Moderner Sound, weniger Härte aber gleichzeitig energiegeladen präsentiert sich `Weird Boy`, ehe man mit `Sport Yells` ein industrialgeschwängertes Aufbäumen raushaut, das für viele Jahre das letzte Lebenszeichen sein soll.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=vKqSnBcvvDc" title="Depressive Age - Cairo Crabat" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/vKqSnBcvvDc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Zurück ins Jahr 2023: Der langersehnte Auftritt im Mai auf dem Rock Hard Festival in Gelsenkirchen war definitiv eine klare Ansage an die Fans. Wir berichteten seinerzeit:</p>
<blockquote><p><span style="color: #003366;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-25724 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=300%2C188&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="188" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=300%2C188&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=1024%2C640&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=768%2C480&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=1536%2C960&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?w=2048&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Da sind sie nun wieder, nach 26b Jahren. Man fragt sich, ob ein Live-Auftritt nach über 20 Jahren Abstinenz Sinn macht. Könnte generell ein zweischneidiges Schwert sein, wenn man nicht DEPRESSIVE AGE heißen würde und auf eine kurze, aber sehr abwechslungsreiche Diskographie zurückblicken würde. Damals als Geheimtipp, mittlerweile im Kultstatus angekommen, erwartet eine große Menschentraube den langersehnten Auftritt. Die ersten Klänge von „Rusty Cells“ dienen als Intro, ehe man sich mit „Lying in Wait“ direkt ins Set schmeißt. Der Spannungsbogen funktioniert und man spielt sich schnell auf Betriebstemperatur. Der Bass (Mario Prause) flitzt über die Bühne, an den Gitarren (Jochen Klemp und Marcus Marth) fliegen die Matten und gesangstechnisch klingt es so, als wäre Jan Lubitzki niemals wirklich weg gewesen. Das überträgt sich auch im Laufe des Sets aufs Publikum und so treffen Granaten wie „Berlin“&nbsp; und „World in Veins“ schnell auf fruchtbaren Boden. Zum Glück haben DEPRESSIVE AGE damals schon zeitlose Stücke geschrieben und so knallt „Cairo Crabat“ mit ungebremster Durchschlagskraft in die feierwütige Menge. Auf der Bühne hat man Bock, das spürt man zu jeder Sekunde des Auftrittes. Wer hätte gedacht, dass „Electric Scum“ live sehr viel geiler klingt, als auf Platte? Mit „War“ präsentiert man zusammen mit Postmortem Sänger „Putz“ einen neuen Song, der eine weitergedachte Version von „Eternal Twins“ ist und sehr gut ins Live-Set passt. Das macht definitiv neugierig auf mehr! Einmal „Innocent in Detention“ live hören und die beklemmende Knastatmosphäre spüren? Wird geliefert, inklusive Gänsehautfaktor. Mit „Eternal Twins“ beschließt man den knapp 50minütigen Auftritt, der viel zu kurz war. War der Auftritt perfekt? Nein, das nicht – man hatte kleine Soundprobleme, es gab den einen oder anderen minimalistischen Verspieler und einige Fans beklagten (auf sehr hohem Niveau) den einen oder anderen Gesangspart. Aber mal Hand aufs Herz: Hier wurde mit Herzblut und Leidenschaft gespielt, man hatte eine extrem gute Setlist und das Adrenalin und die Gänshaut haben sich hier die Klinke in die Hand gegeben. Es braucht keinen perfekten&nbsp; Auftritt, sondern einen emotionalen Auftritt, der uns lange Zeit im Gedächtnis bleibt. Das haben DEPRESSIVE AGE hier sehr gut geschafft und viele Fans haben noch lange nach dem Konzert geschwärmt, was für ein geiler Abriss das gewesen ist! Das nächste Mal bitte als Headliner und gerne auch mit neuem Album im Gepäck; der Rest ist verbrannte Erde und es verbleibt ein Wohlgefühl als auch ein Dauergrinsen.</span></p></blockquote>
<p>Im Videobeitrag des WDR konnte man auch einige Hintergrundinfos zur Reunion erfahren:</p>
<p><a href="https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/rockpalast/rockpalast-rock-hard-festival-2023-clip-depressive-age-im-interview-beim-rock-hard-festival-2023-100.html"><strong><span style="color: #003366;">WDR ROCKPALAST &#8211; INTERVIEW DEPRESSIVE AGE</span></strong></a></p>
<p>Es bleibt weiterhin spannend. Mit ihrem zeitlosen Sound treffen DEPRESSIVE AGE genau den Nerv der Zeit und bekommen hoffentlich endlich die wohlverdiente Aufmerksamkeit. Aktuell formiert sich die Band aus den beiden Gründungsmitgliedern Jochen Klemp (Gitarre) und&nbsp; Jan Lubitzki (Gesang), als Bassist gesellte sich Mario Prause (Punishable Act / ex Solar Flares) dazu und an der zweiten Gitarre finden wir Marcus Marth, der vielen sicherlich als Gitarrist der Berliner Band Postmortem bekannt ist und natürlich der &#8222;Herr Brakel&#8220; des legendären <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://www.brutzundbrakel.de/?fbclid=IwAR3ceEa-nePk_svZrKZLc_GiSIYNPLAyc1lLNZ1GiD6jIyYtsqsyAuZIb28">Brutz &amp; Brakel</a></span> in Berlin ist. Die Felle bearbeitet Nihil Baxter (Quasimodo u.a.), der spielerisch schon bei den ersten Auftritten einschlug wie Bombe.&nbsp;</p>
<p>Wer die Band noch in diesem Jahr live erleben möchte, hat hierzu Chance auf dem WACKEN OPEN AIR am Freitag, den 04.08.2023 (Spielzeit 16.00 Uhr, Headbangers Stage) oder aber auf dem ALCATRAZ in Belgien am Sonntag, den 13.08.2023 (Spielzeit: 22:00 Uhr, La Morgue Stage) sowie beim STORM CRUSHER Festival (07.09.-09.09.2023 in 92715 Püchersreuth). Auch für 2024 heuerte die Band bei den 70000 Tons of Metal an und finden sich nunmehr im Line-Up wieder (Zeitraum 29.01.-04.02.2024).&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß</span></strong></p>
<p><span style="color: #003366;">(stellv. Chefredakteur NIC &#8211; NordMensch in Concerts)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/__trashed">DEPRESSIVE AGE &#8211; Ein Blick auf die Berliner Ausnahme-Metal-Band (Special)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>&#8222;Szene-Typen&#8220; &#8211; MASCHINE NITROX (Interview)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/szene-typen-maschine-nitrox-interview</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 08:29:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Wen liebt Ihr und wer liebt Euch? Naaaaaa, ahnt Ihr schon mit wem ich mich heute unterhalten werde? Ein Unikum</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/szene-typen-maschine-nitrox-interview">&#8222;Szene-Typen&#8220; &#8211; MASCHINE NITROX (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>Wen liebt Ihr und wer liebt Euch?</strong> Naaaaaa, ahnt Ihr schon mit wem ich mich heute unterhalten werde? Ein Unikum ist er auf jeden Fall. Eine Berliner Frohnatur, die vor vielen Jahren ordentlich „eingenordet“ wurde und ja, eben eine echte Type, die man hier bei uns im Norden kennt oder einfach auch kennenlernen sollte!</p>
<p>Ja, liebe Leute, heute gibt es keine freundschaftliche Umarmung &#8211; wir halten Abstand und das Ganze von daher leider nicht persönlich, sondern schriftlich. Ich konnte diese Woche Andreas Pooch, alias<span style="color: #000080;"> <a style="color: #000080;" href="https://www.facebook.com/Maschine-Nitrox-1237523956291636/"><strong>Maschine Nitrox</strong></a></span> für ein Interview gewinnen und freue mich auf die &#8222;getippte Plauderei&#8220;. Gut, dass wir die neuen Medien haben &#8211; die machen es auch dieser Zeit möglich. Ich fange dann einfach mal an:</p>
<p><strong>Hallo Andi, schön, dass Du Dir Zeit für mich und mein Magazine genommen hast. Diesmal, dank Covid19 leider nicht persönlich, aber dennoch freue ich mich natürlich.</strong></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong><span style="color: #000080;">Andreas</span>:</strong></span> Hallo Stefanie, ja, mal ganz anders 🙂</p>
<p><strong>Du bist ja grundsätzlich ein gut gebuchter Künstler/Entertainer, bekannt aus diversen Musikprojekten, aber natürlich auch bekannt durch Deine Late Night Show, die Du zum einen auf dem <span style="color: #000080;"><a style="color: #000080;" href="https://www.wacken.com/">Wacken Open Air</a></span>, dem Werner Rennen oder aber auch für Radio Bob präsentierst. </strong></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong><span style="color: #000080;">Andreas</span>:</strong></span> Ich muss ein wenig ausholen, da sich der Name aus zwei Epochen meines Lebens zusammensetzt. Maschine ist ein Spitzname, der mir in der späten Jugend quasi verliehen wurde. So heiße ich schon eine ganze Weile, nicht nur als Künstler, auch bei Freunden. Fänd ich auch irgendwie kacke, sich selbst den Namen Maschine als Künstler zu geben. Nichtsdestotrotz ist er das nun bei mir. Nitrox hingegen kommt eigentlich vom Tauchen. Ich bin früher viel getaucht, und willst Du beim Tauchen tiefer als die normale Sporttauchtiefe von 30 m bis 40 m, kannst du dieses Gasgemisch sozusagen als Additiv verwenden, um tiefer zu tauchen. Zu dieser Zeit waren wir auch dabei eine Plattform im Web für Musik, Künstler, Bands, etc. zu gründen. Sind rumgefahren von Konzert zu Konzert&nbsp; (das kennst Du ja), gefilmt und Interviews gemacht. Das Motto war &#8222;Dive deeper into music&#8220; und die Plattform haben wir daher &#8222;Nitrox TV&#8220; genannt. Schicke Seite war das. In der Zusammensetzung deswegen &#8222;Maschine Nitrox&#8220;. Kurz erklärt 🙂</p>
<p><strong>Du bist ja wirklich ein Allrounder. Man hat das Gefühl, es gibt nichts, was es für Dich nicht gibt und auch nichts, was Du nicht tun würdest. Kommen wir also erst einmal zum Künstler „Maschine“. Erzähl unseren Lesern doch einmal, was Du so alles musikalisch machst, welche Projekte es gibt bzw. gab.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Andreas</span>:</strong> Zur Zeit &#8211; aus dem Grund &#8222;Zeit&#8220;, ist das recht überschaubar. Da singe / shoute ich noch in meiner Ur-Band Das Beben. Das ist toll, immer noch &#8230; haha. Deutsche Texte und ein Crossover aus Punk, Metal und was einem so zu den Songs sonst noch einfällt in der Entstehung. Dann gab es noch die Bands‚ &#8222;Acoustic Guerillas&#8220; und &#8222;Rakete Mendoza&#8220;, in denen ich getrommelt habe. Ansonsten immer wieder verschiedene Projekte. Das Schönste, und auch immer noch aktuell, ist &#8222;Monsieur Bernie &amp; Maat-Schine&#8220; die kleinste Shanty-Band der Welt‘, in der mein Freund Bernie Akkordeon spielt und ich Shanties und Chansons singe.</p>
<p><strong>Und dann blicken wir gleich einmal im Anschluss auf den Entertainer „Maschine“. Was machst Du hier alles? Ich weiß ja, wieviel es ist, aber vielleicht der eine oder andere von unseren Lesern noch nicht.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Andreas</span>:</strong> In der Hauptsache bin ich Moderator. Ich moderiere (fast) alles. Das macht &#8217;nen Heidenspaß. Große und kleine Festivals (Wacken, Wilwarin), ich mache Bingo und Karaoke und natürlich meine eigene Show, die da genannt wird &#8222;Maschines Late Night Show&#8220;. Zur Zeit auf Instagram bei Radio BOB (für die ich auch OffAir Moderator bin), sonst auf Festivals. Ich lese und spreche Dinge ein, für Dokus oder als Rolle in z.B. den John Sinclair Hörspielen. Ganz viel der Kasper sein kommt noch dazu 😀 Eine meiner Haupt- und Lieblingssachen sind die Charity-Adventure-Rallys, die ich zum Teil mitorganisiere und als Host betreue. Dies mache ich mit zwei Freunden zusammen, welche ich als meine Brüder bezeichne und betrachte. Die Firma dazu heißt &#8222;Superlative Adventure Club&#8220;. Wir haben aktuell 6 Rallys, die wir pro Jahr machen und fahren mit verschiedenen Teams je einmal im Winter sowie im Sommer, um die Ostsee (Baltic Sea Circle), über den Balkan, durch das mehr oder weniger vereinte Königreich und durch Europa. Gerade leider schlechte Zeiten dafür, aber das ändert sich auch wieder. Hier lege ich viel Energie rein.</p>
<p><strong>Apropos Wacken: Wie bist Du eigentlich an diese große Nummer herangekommen und seit wann mischt Du bei diesem weltweit größten Metalfestival mit?</strong></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Andreas:</strong></span> An das Wacken Open Air bin vor 10 Jahren durch einen Freund, Nick, gekommen. Wacken hat mit dem &#8222;Bullhead City Circus&#8220; damals seine Bandbreite erweitert. Hier wurde ein Moderator gesucht, der passt, das war dann eben ich. Über die Jahre wurde ich dann auch überall anders eingesetzt, auf der &#8222;Full Metal Cruise&#8220; oder dem &#8222;Full Metal Mountain&#8220;. Ich bin den Leuten von Wacken sehr dankbar, war und bin aber wohl auch gut in dem was ich tue, hehe …</p>
<p><strong>Ich bekomme ja sehr wohl mit, was Du so das ganze Jahr über treibst, aber am meisten freue ich mich alljährlich auf die Baltic Sea Circle Rally. Jedes Jahr schreie ich ja schon immer: „Nimm mich mit“ und eines Tages werde ich das auch machen. Erzähle doch einmal, wie das so abläuft, was Dein Job dabei ist und wohin die Route alljährlich führt.</strong></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong><span style="color: #000080;">Andreas</span>:</strong></span> Der &#8222;Superlative Adventure Club – SAC&#8220; ist meine Herzenssache. Ich hab ja eben zuvor schon beschrieben, wo wir so lang fahren, aber es lohnt sich mal auf unsere Seite <span style="color: #000080;"><strong><a style="color: #000080;" href="http://www.sac.me/">www.sac.me</a></strong></span> zu schauen. Dort sind alle Rallys ausführlich beschrieben. Ich bin dort in der Organisation sowie der Ausführung der geplanten Betreuung der Rally-Teams zu finden. The &#8222;man on the spot&#8220;.</p>
<p><strong>Wer Dich das erste Mal sieht, denkt sicherlich „Was für eine skurile Type“. Wenn man Dich dann aber kennengelernt hat, ist man fasziniert und kann Dich eigentlich nur liebhaben 😉 Eine verrückte Type, eine ehrliche Type, eine herzliche Type und vor allem eine spaßige Type. Bist Du immer gut gelaunt oder gibt es auch Dinge, die Du echt nicht leiden kannst und die Dich ärgerlich machen? Wenn ja, was wäre das zum Beispiel?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Andreas</span>: </strong>In erster Linie ärgert es mich, meine Zeit mit schriftlichen Interviews zu vergeuden. Stundenlanges Tippen, um dämliche Fragen zu beantworten sind mir ein Greuel 😉 Du merkst, dass es wirklich recht wenig gibt, was mich ärgert, ich bin immer sehr gerne ironisch bis sarkastisch, frech und provokant. Meine meist positive Einstellung, selbst in miesen Situationen, geht vielen auf den Sack, denke ich. Man fragt oft: &#8222;Sage mal das kann doch gar nicht sein, das ist doch alles kacke hier gerade, warum bist du so fröhlich?&#8220; Bin ich nunmal und mache bevorzugt aus Scheisse Bonbons. Ich mag keine dummen Menschen (in erster Linie, dumm wie unbelehrbar), Intoleranz, Nazis oder Gewalt gegen irgendwas. Jegliche Form von Faschismus finde ich zum Kotzen, nicht nur in der rechten Richtung. Da ich mich zwar damit auseinandersetzte, mich aber so wenig wie möglich mit solchen Leuten umgebe, blende ich diese Dinge weitestgehend aus. Man könnte fast meinen, ich wäre ein Verdrängungskünstler, haha &#8211; doch bin ich recht reflektiert.</p>
<p><strong>Ideen sprudeln aus Dir nur so hinaus. Ich habe das Gefühl, deine Gedankenwelt und Ideenwelt ist so ein 24/7-Ding. Gibt es auch den Andreas, der ruhen kann, der Stille genießen kann? Suchst Du Dir auch ab und an diese stillen Momente? Ganz allein? </strong></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Andreas:</strong></span> Selten</p>
<p><strong>Wo bekommst Du eigentlich immer Deine Garderobe her? Da ist ja alles dabei, bunte Bermudas, Schlaghosen, Glitteranzüge, Plateauschuhe und einiges mehr. Kaufst Du Second-Hand? Bist Du so ein Shopping-Typ?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Andreas</span>:</strong> Ich bin oft in Second Hand Läden unterwegs, schaue auch im Netz aufmerksam hin. Die Sachen ergeben sich meist, ich kaufe da auch auf Verdacht. Irgendwann braucht man das schon, oder ich hab was für Andere. Shoppen kann ich schon als eine Lieblingsbeschäftigung bezeichnen.</p>
<p><strong>Deine Mami konnten wir ja bereits hier und und da auch einmal auf Fotos mit Dir zusammen sehen, auch konnte sie mit Dir zusammen im vergangenen Jahr Udo Lindenberg auf seiner Kreuzfahrt treffen. Wie ist es für Deine Mutter, wie sieht sie Dein Leben? Sicherlich ist sie jetzt stolz wie Bolle, aber war das gleich von Anfang an so? Oder hieß es auch erst einmal „Mensch Junge, lerne etwas Vernünftiges“. War es ein langer Prozess &#8222;Mami Maschine&#8220; stolz zu machen?</strong></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Andreas:</strong></span> Nö, das war zum Glück immer so. Meine Mami stand jederzeit hinter mir, war jedoch nicht antiautoritär. Eine starke Frau, die mir zwangsläufig einiges zutrauen musste als Alleinerziehende. Sie hat mich tolerant und doch wertebezogen erzogen. Das Schönste war immer meine Freiheit, und ich danke ihr dolle, dass ich das machen konnte, was ich wollte. Da hat sie mir die Kreativität geschenkt, die Süße. Fazit: Eine tolle Mutter, ohne die ich nicht wäre, was ich bin. Stolz ist sie auch, die Mami …</p>
<p><strong>Der Kieler Marionettenbauer </strong><span style="color: #000080;"><strong><a style="color: #000080;" href="https://www.facebook.com/profile.php?id=100009683194510">Peter Beyer</a></strong></span><strong>, baute Dir sogar eine Maschine Nitrox Marionette, die ziemlich nah an das Original herankommt. Man konnte Dich zusammen mit der Puppe auch schon auf der Bühne sehen. Auch </strong><span style="color: #000080;"><strong><a style="color: #000080;" href="https://www.timeckhorst.com/">Tim Eckhorst</a></strong></span><strong>, der Wacken Zeichner, fertigte eine Maschine Nitrox Zeichnung für Deine eigenen Shirts. Du bist schlichtweg eine Persönlichkeit des Nordens. Dein Weg – gerade auch die letzten drei Jahre – verlief rasant und auch positiv, würde ich sagen. Wenn Du jetzt einen Wunsch frei hättest, was würdest Du gerne noch einmal machen, sei es an Moderation oder aber auch an Musik oder vielleicht etwas ganz anderes? Irgend so ein Herzensding. Gibt es da etwas?</strong></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong>Andreas:</strong></span> Das ist schön, dass du diese Menschen erwähnst &#8211; ich sehe das stellvertretend für so viele tolle Persönlichkeiten, die zum Glück mein Leben bereichern. Das Geben und Nehmen, die gemeinsamen Projekte, dass Jeder Jedem hilft und die Möglichkeit, auf das Können Anderer zurückgreifen zu können, sind eine unfassbar schöne Sache und, da kannst du eigentlich jeden Künstler oder Kreativen fragen, absolut essentiell. Ich helfe so gern und bin froh, dass mir geholfen wird. Stell Dir mal vor ich hätte die Marionette selbst gebaut, oder die Zeichnungen für Shirt und 1000 andere Dinge in Eigenregie angefertigt, oh man, wie grausam. Da habe ich keine Talente :O, insofern an dieser Stelle DANKE an Alle. Sollte ich einmal Wünsche frei haben, dann möchte ich alle Sprachen sprechen können, alle Instrumente der Welt beherrschen und gesund und fit bleiben und so lange auch das Leben leben, wie es mir gefällt.</p>
<p><strong>Auch bei Dir ist nun bedingt durch die Corona-Krise ein Stillstand zu verzeichnen. Gerade der Eventbereich ist stark betroffen und somit auch Du selbst. Was macht Maschine Nitrox, eine Persönlichkeit, die Stillstand nicht kennt, denn jetzt in dieser Flautezeit? Kann man Dich irgendwie unterstützen? </strong></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong><span style="color: #000080;">Andreas</span>:</strong></span> Ja, das ist großer Mist. Abgesehen davon, dass einem das Auftreten und das Publikum fehlt, ist diese soziale Isolation &#8222;bäh&#8220;. Dafür ergeben sich jedoch so viele andere Möglichkeiten und herrliche Perspektiven. Das Netz ist hier fantastisch. Was hier zur Zeit passiert ist der Wahnsinn. Nicht nur die ganzen Shows und Ideen, die umgesetzt werden, Bands geben umsonst Konzerte für die Leute, die Solidarität der Fans, die mit Geld und Zuspruch ihre Künstler unterstützen, sind der Wahnsinn. Auch privat wird wieder so viel miteinander kommuniziert, alles entschleunigt sich so wunderbar. Wichtige Dinge im Leben, der Umgang miteinander treten mehr in den Vordergrund. Geld ist gar nicht mehr soooo im Vordergrund. Sollten wir, und vor allem &#8222;Die-da-Oben&#8220; nur etwas mitnehmen aus dieser Krise &gt; Halleluja !</p>
<p>Ich bin fein, da ich mich ohnehin immer beschäftige. Am Anfang hab ich gedacht, ich werde vor Langeweile eingehen. Jetzt sind es schon wieder acht Projekte. Das einzige was echt blöd ist, dass alle Aufträge wegfallen und ich bald pleite bin. Geht ja nun auch nicht nur mir so :/ Naja, kommt Zeit, kommt Rat, anderweitig gehe ich auf Betteltour, hab ja Erfahrung damit auf der Strasse zu leben (war ne gute Zeit 😉 )</p>
<p><strong>Also Andi, ich danke Dir für Deine Zeit. Bleib bitte gesund! Ich hoffe, dass wir beide uns schon bald, wenn dieser Spuk ein Ende genommen hat, auf einem Event wiedersehen. </strong></p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Andreas</span>: </strong>Das werden wir und danke Dir für dieses Gespräch. Grüße an Alle und macht es Euch schick.</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/szene-typen-maschine-nitrox-interview">&#8222;Szene-Typen&#8220; &#8211; MASCHINE NITROX (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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