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	<title>SENTENCED Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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	<description>Dein Mag für mehr LIVE &#38; SZENE!</description>
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	<title>SENTENCED Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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		<title>Lieblingsplatten Revisited &#8211; &#8222;Lauschangriff&#8220; mit Markus von IMPARITY</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/lauschangriff-lieblingsplatten-revisited</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 18:31:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#160; Unsere Leidenschaft zur Musik wird von jedem von uns auf seine eigene Weise gelebt. Angefangen vom Hörerlebnis selbst, über</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/lauschangriff-lieblingsplatten-revisited">Lieblingsplatten Revisited &#8211; &#8222;Lauschangriff&#8220; mit Markus von IMPARITY</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unsere Leidenschaft zur Musik wird von jedem von uns auf seine eigene Weise gelebt. Angefangen vom Hörerlebnis selbst, über den Besuch von Konzerten, Tragen von Bandshirts bis hin zum eigenen musikalischen Projekt ist alles dabei. Dabei gibt es persönliche Vorlieben (Streaming, CD, Vinyl oder Tape) und Hörgewohnheiten (Lautsprecher oder Kopfhörer). Bei einem gemütlichen Gespräch mit Markus von <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://www.imparity.de/">IMPARITY</a></span> (siehe auch <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-tales-of-rust-and-bones">unsere Rezi zum Album</a></span>) plauderten wir über ungewöhnliche Ideen fürs Hörerlebnis, die Veränderung der eigenen Lieblingsbands innerhalb derer Diskographie und dem aktuellen Stand bei IMPARITY.</p>
<p><strong>Du hattest eine sehr coole Idee; sich einmal durch die komplette Diskographie einiger Lieblingsbands zu hören. Wie kam es zu dieser Idee?</strong></p>
<p>Eigentlich war das ein ganz profaner Grund, der mich zu dieser Idee brachte. Ich habe seit geraumer Zeit einen Plattenspieler in meinem Arbeitsbüro stehen und bin in der glücklichen Lage fast den ganzen Tag Musik hören zu können. Neben aktuellen Schallplatten, die ich an meine Arbeitsstelle schicken lasse, will ich aber natürlich auch alte Platten hören, die ich dann immer im Schwung von zu Hause aus meiner Sammlung mitnehme und nach dem Durchhören gegen andere austausche. Da ich meine Platten alphabetisch und innerhalb einer Band chronologisch sortiert habe war es mir aber tatsächlich zu mühsam, immer einzelne Platten herauszunehmen und sie hinterher wieder korrekt einzusortieren und daher habe ich immer die Kollektion einer Band im gesamten aus dem Regal genommen.</p>
<p><strong>Welche Bands hast du konkret durchgehört und warum ausgerechnet diese? Und gab es ein bestimmtes Medium (Schallplatte, CD, digital), das du bevorzugt hat oder hat du alles so gemischt, wie es in den Alltag passt?</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-31726 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB.jpg?resize=300%2C297&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="297" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=300%2C297&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=1024%2C1014&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=768%2C760&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=1536%2C1521&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=2048%2C2028&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es waren eben Bands, von denen ich einfach besonders viele Schallplatten besitze. Bands deren Sammlung ich insbesondere Ende der 90er und in den 2000ern gesammelt habe und dort vornehmlich auf CD besitze, fielen daher hinten über. Wenn mir einzelne Releases auf Platte fehlten, habe ich diese aber in der korrekten Reihenfolge dann gestreamt, um auch wirklich die ganze Diskographie zu erfassen. Außerdem sollten es schon Bands sein, die eine umfangreiche Diskographien vorweisen können.</p>
<p>Unter anderem sind da vor allem Motörhead, My Dying Bride, Swallow the Sun, Anathema, Falkenbach, Sentenced, Amorphis, Hammerfall, Black Sabbath (dank der neu veröffentlichten LP-Boxen), The Gathering und The Night Flight Orchestra, aber auch eher nicht unter den Metal zu gruppierende Bands, wie Dire Straits, Queen oder Heart, zu benennen.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-31728" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Katatonia.jpg?resize=300%2C295&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="295">Hast du noch weitere Bands auf deinem Zettel, die du durchhören möchtest und falls ja, welche sind das?</strong></p>
<p>Als nächstes steht auf jeden Fall Katatonia und Long Distance Calling an, da besitze ich auch noch fast jede Veröffentlichung auf Vinyl und aus dem Rock-Sektor Pat Benatar. Danach muss ich schon etwas genauer schauen, wo ich wirklich noch ausreichende Mengen an Releases auf Vinyl vorliegen habe. Eventuell werde ich dann doch mehr auf das Streaming oder auf die CD setzen. Nevermore, Paradise Lost oder Moonspell würden mich auf jeden Fall sehr reizen, da habe ich die meisten Releases aber „nur“ auf CD. Da würde ich dann im Büro wohl eher auf das Streaming setzen.</p>
<p><strong>Wenn man eine Band in seiner Jugend zum ersten Mal hört und dann einige Alben immer wieder auf dem Plattenteller hat, gehören die schon fest zum eigenen Leben. Wenn man jetzt allerdings die komplette Diskographie durchhört, hört (und spürt) man ja schon einige Unterschiede im Gegensatz zum „ersten Mal“. Wenn du das aktuelle Hörerlebnis mit deinen ersten Begegnungen mit den Bands vergleichst: was hat sich konkret verändert und was ist gleich geblieben für dich beim Durchhören?</strong></p>
<p>Gleich geblieben ist natürlich die Liebe und die Begeisterung zu jeder der Platten. Von den genannten Bands gibt es wirklich nur wenige Platten, die ich nicht liebe und mag. Jede Platte für sich ist besonders und einzigartig, auch wenn sie manchmal aus dem Kontext fallen oder doch eine deutliche Kurskorrektur der Band aufweisen. Wenn man die Platten nun im Kontext der Banddiskographie hört fällt einem &#8211; wie ich finde &#8211; schon deutlicher auf, dass sich viele Stilwechsel eben doch längerfristig eingeschlichen haben und nicht wie es einem manchmal in der Jugend vorkam, von einer Platte auf die andere. Manchmal lässt sich der stilistische Wechsel auch natürlich auch an Wechseln in der Bandbesetzung festmachen. Ich habe auch versucht immer zu den Platten ein wenig über die Geschichte der Band zu recherchieren und die Platten auch im Zusammenhang von Besetzungswechsel, Plattenfirmawechsel und ggf. auch Aufnahmebudget zu sehen. So erschließen sich einem viele Unterschiede und Zusammenhänge, die man in früheren Zeiten auch auf Grund der damals nicht vorhandenen Datenbanken im Internet so gar nicht deuten konnte. In dem Zuge bin ich dann auch nach der Discographie einer Band gerne noch eine Zeit bei den Nebenprojekten der Mitglieder oder weiterführender Gruppen ehemaliger Mitglieder hängengeblieben.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="size-full wp-image-31730 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Imparity.jpg?resize=235%2C214&#038;ssl=1" alt="" width="235" height="214">Das bringt mich direkt zu eurer Band IMPARITY; stell dir vor, du würdest eure ersten musikalischen Gehversuche mit eurem aktuellen Album vergleichen; was hat sich da für dich verändert, wenn du es als Hörer durchhören würdest?</strong></p>
<p>Zum einen vor allem der Sound. Bei unserer ersten EP waren wir zwar in einem professionellen Studio und eigentlich ist es von der Technik her die am besten produzierte Platte. Aber wir wussten gar nicht so recht, welchen Sound wir eigentlich haben wollten und entsprechend langweilig ist dann auch der Mix ohne Ecken und Kanten ausgefallen. Die zweite Veröffentlichung „Dying Dreams“ haben wir dann in der Pandemie-Zeit komplett im Heim-Studio aufgenommen und ich habe sie selbst gemischt. Für einen Anfänger glaube ich gar nicht so schlecht, aber im Nachhinein merkt man dann natürlich doch wo die Schwachstellen sind. Bei dem ersten Langspieler haben wir dann zwar auch im Heimstudio recordet, das Ganze aber von Markus Skroch von den Kalthallen Studios (u.a. Ash of Ashes) mixen lassen und das Ergebnis hat uns auf der gesamten Länge überzeugt.</p>
<p>Der zweite Unterschied liegt sicher im Songwriting, wo wir mit der Zeit auch deutliche Fortschritte gemacht haben. Sowohl in der Abwechslung als auch in der Komplexität. Und schließlich auch in unseren eigenen Fähigkeiten am Instrument und in dem Mut, einmal etwas Neues zu probieren.</p>
<p><strong>Wie schaut´s aktuell im Lager von IMPARITY aus; euer Debut-Album „Tales of Rust and Bones“ war ja bereits eine Doom Perle. Wie sind die aktuellen Pläne in Sachen Songwriting und Konzerten?</strong></p>
<p>Wir bleiben in der Entwicklung nicht stehen und haben jüngst eine sehr erfreuliche Entwicklung. Wir konnten ein neues Bandmitglied für uns gewinnen und werden in Zukunft mit Geige und Keyboard die Bühnen unsicher machen. Dadurch wird unser Sound sicher deutlich komplexer und abwechslungsreicher sowie atmosphärischer. Wir sind mitten im Prozess des Songwritings für das neue Album, ein Termin steht hier aber auch noch gar nicht fest. Gerne würden wir auch ein kleines Label für uns gewinnen können. Erste Live-Termine sind für den Sommer auf jeden Fall geplant. Zum Beispiel am 02.08.2025 im Valhalle in Köln und am 06.09.2025 im Kult 41 in Bonn.</p>
<p><strong>Du bist ja auch viel auf Konzerten unterwegs; gibt es ein Festival, auf dem du gerne mit IMPARITY spielen würdest?</strong></p>
<p>Wir würden gerne mal auf einem Festival spielen, da kommen viele kleine Festivals im Ruhrgebiet oder in ganz Deutschland sicher in Frage. Ein Festival ist immer eine großartige Möglichkeit seine Musik einer größeren Gruppe von Musikbegeisterten zu präsentieren, die sonst nie auf diese Band gestoßen wären. Total schön wäre es mal in einer besonderen Location, wie z.B. der Naturhöhle in Balve zu spielen. Aber das sind weit entfernte Träume.</p>
<p>Danke für deine Zeit und die coole Idee für diesen Artikel!</p>
<p><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/"><strong>Sebastian Radu Groß</strong></a></span></p>
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		<title>CEMETARY SKLYINE &#8211; &#8222;Nordic Gothic&#8220; (Review)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/cemetary-sklyine-nordic-gothic-review</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2024 13:46:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[CEMETARY SKYLINE]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Tranquillity]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Wir schreiben das Jahr 1994 &#8211; der Film „The Crow“ mit Brandon Lee läuft in den Kinos, Gothic- &#160;und Metalszene</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/cemetary-sklyine-nordic-gothic-review">CEMETARY SKLYINE &#8211; &#8222;Nordic Gothic&#8220; (Review)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Wir schreiben das Jahr 1994 &#8211; der Film „The Crow“ mit Brandon Lee läuft in den Kinos, Gothic- &nbsp;und Metalszene verbrüdern sich und das Wave Gotik Treffen in Leipzig findet zum dritten Mal statt und ahnt noch nicht, welchen Kultstatus es noch erreichen sollte. Zu dieser Zeit probierten sich viele Bands aus und teilten den Hang zum Mystischen, Dunklen und Verborgenen. Kerzen, altertümliche Gewandungen und Undergroundparties waren auch fester Bestandteil meiner Jugend, die mich sehr geprägt hat.</p>
<p>Ein Zeitsprung in das Jahr 2024 &#8211; die alten Kerzen sind längst erloschen und aus der Jugend wurde das Alter mit viel Erfahrung und weltlichen Lasten. Im Kino versucht man vergeblich den Flair des 90er Jahre Kinos einzufangen (The Crow Remake hätte unter einem anderen Namen veröffentlich werden müssen) und viele Bands frönen noch heute den Tributen von Sisters of Mercy &amp; Co. Die Gothicszene wurde durch Cyberpunk und anderen Strömungen erweitert und ich schaue durch die Augen eines älteren Mannes auf die Szene, an deren Ursprung ich mich nur allzu gerne erinnere.</p>
<p>So oder ähnlich könnte es den Bandmitgliedern von <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="https://cemeteryskyline.lnk.to/NordicGothic-Bio?fbclid=IwY2xjawFhwbdleHRuA2FlbQIxMAABHUsNdVyfc_SbUFtHFwitHeEapO-WgcoO1Mlx3R1vuf3GPIryaWiPNW1olg_aem_ypwVPDbgEJUUVtn_VZAAjA">CEMETARY SKYLINE</a> </strong></span>ebenfalls ergangen sein, denn man möchte nicht nur dem alten Vibe frönen, sondern auch ein modernes Soundgewand spendieren, das nichts vom introvertierten Feeling einbüßen soll. Die Bandmitglieder haben die damalige Szene auch aktiv mitgestaltet und das Line Up besteht aus Mitgliedern von Amorphis, Omnium Gatherum, Dimmu Borgir, Insomnium und Sentenced. Für den Gesangsposten haben sie Mikael Stanne von Dark Tranqulillity bekommen, dessen cleane Stimme alleine schon Garant für Gänsehaut ist. Aber was hier mit „Nordic Gothic“ abgeliefert wird, ist schlichtweg ein Meisterwerk, das ein tiefgründiges Debüt abliefert, wie es im Buche steht.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=y1PQE6cxXK4" title="CEMETERY SKYLINE - Violent Storm (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/y1PQE6cxXK4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Bereits der Opener `Torn Away`strotzt nur so von liebevollen Details, die sich zu einem charismatischen Gesamtbild formen. Sanfte Keyboards schleichen sich heran, ehe die Gitarrenwände und das Schlagzeug die Boxen erstmals mit Volldampf durchbrechen. Klassische The 69 Eyes Vocals mit einem Klavier eingestreut, ehe der Refrain sich direkt ins Langzeitgedächtnis fräst. `In Darkness` kommt erst verspielt um die Ecke, ehe es mit seinen Rammstein Riffs durch die Gehörgänge trampelt. Dennoch bleibt man in sphärischen Bereichen und serviert zusätzlich Gänsehautsolo und einen Gänsehautmarathon per excellence. Morgens beim Aufstehen habe ich immer noch den Ohrwurm von `Violent Storm`, der den Kreislauf auf Betriebstemperatur bringt. Egal ob beim Autofahren, Training oder Zocken; dieser Song holt dich einfach aus jedem Tiefpunkt wieder nach oben und lässt (trotz oder wegen) seines Midtempos das Adrenalin frisch durch die Adern schießen. Zu hart für eine Ballade, zu soft für einen Nackenbrecher? Egal, `Behind The Lie` punktet mit Gänsehaut, ehe man mit `When Silence Speaks` erhabene Pfade betritt.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-30514" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Cemetery-Skyline-Nordic-Gothic.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Cemetery-Skyline-Nordic-Gothic.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Cemetery-Skyline-Nordic-Gothic.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Cemetery-Skyline-Nordic-Gothic.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Cemetery-Skyline-Nordic-Gothic.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Cemetery-Skyline-Nordic-Gothic.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Einmal introvertiert und gleichzeitig hart bitte? `The Darkest Night` serviert zuverlässig, wobei Mikaels Stimme hier derart perfekt reinpasst, dass es eigentlich in ein Lehrbuch für optimales Songwriting gehört. Schwermütig auf die vergangenen Gothic Tage der Jugend zurückblicken kann man mit `Never Look Back`, der allerdings einen Hoffnungsschimmer in Sachen Zukunft gibt. Es ist nicht alles verloren, was man in der Jugend erlebt hat, sondern es entwickelt sich weiter, während man gleichzeitig die goldenen Zeiten im Herzen trägt. Knackiger Bass und charismatische Obertöne &nbsp;an der Gitarre gefällig? `The ColdestHeart` wird euch glücklich machen. Es gibt eigentlich keine Anspieltipps hier, aber wer bei `Anomalie` keine Gänsehaut bekommt ist definitiv tot oder hat nicht mal ansatzweise Emotionen. Keine Beschreibung, sofort anhören und zwar in voller Lautstärke! Ganz tief in den musikalischen Vortex geht es mit `Alone Together`, womit das Album abgeschlossen wird. `</p>
<p>Ich könnte jeden Song auseinandernehmen, analysieren und davon schwärmen, aber stattdessen sollte man sich das Album einfach direkt holen und seine persönlichen Highlights direkt raushören. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Album jemandem absolut nicht gefallen kann, denn es bedient einfach zu viele Ecken in allen Bereichen mit professionellem Songwriting und Herzblut. Man kann ihm vorwerfen, dass es Everybody´s Darling werden wird und kommerziell ist. Reine Knüppelfetischisten könnte es auch vielleicht ein Gähnen entlocken, aber dem gesamten Rest der Menschheit, die auch nur ansatzweise etwas mit Stromgitarren anfangen können, werden es mögen und sehr viele werden es lieben. Eine Verbeugung an alte Tage und gleichzeitig eine moderne Weiterentwicklung des 90er Jahre Gohtic Sounds derart zu zelebrieren, spielt schon in einer ganz eigenen Liga und gehört meiner Meinung nach gewürdigt. Das phantastische Cover und der Albumname runden das ab, was mich seit Tagen in Dauerschleife begleiten: restlose Begeisterung für ein Album, das mich die Weiterentwicklung des modernen Gothicsounds zelebrieren und fühlen lassen.</p>
<p>Pflichtkauf!</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">10 von 10 Punkten</span></strong></p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/cemetary-sklyine-nordic-gothic-review">CEMETARY SKLYINE &#8211; &#8222;Nordic Gothic&#8220; (Review)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2024 12:10:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Treffen sich ein Musiker und ein Journalist. Der Journalist fragt: „Was ist eigentlich schwerer; die Songtexte schreiben, oder die Instrumente</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse">FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Treffen sich ein Musiker und ein Journalist. Der Journalist fragt: „Was ist eigentlich schwerer; die Songtexte schreiben, oder die Instrumente einspielen?“ Antwortet der Musiker: „Am schwierigsten ist es mal kurz von DARK SOULS wegzukommen, um endlich mal wieder komponieren zu können.“</p>
<p>Was sich wie ein schlechter Witz liest, ist tatsächlich so passiert. Während unseres Interviews 2016 zum letzten <strong><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://farbeyond.bandcamp.com/album/the-end-of-my-road">FAR BEYOND</a></span></strong> Album, stellte sich zwischen dem Verfasser dieser Zeilen und dem Solokünstler <span style="color: #003366;"><strong>Eugen Dodenhoeft</strong></span> die gemeinsame Leidenschaft zum Dark Souls Universum und zu Videospielen insgesamt heraus. Dieses Jahr ist das aktuelle Album „The End of my Road“ erschienen, das in unserem <strong><a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-the-end-of-my-road-review"><span style="color: #003366;">REVIEW</span></a></strong> amtlich abgeräumt hat. Grund genug, um über die Entstehung der Songs, verängstigte Nachbarn und andere Welten zu plaudern.</p>
<p><strong>Blind Guardians Erben</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28616" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das Vorgängeralbum deutet bereits an, dass die Entwicklung von FAR BEYOND unter einem guten Stern stand. Unter der Headline „Blind Guardians Erben“ wurde nur ein Einfluss genannt, den es auch bei diesem Album zu hören gibt. Die Resonanzen auf das Album sind überwiegend positiv; zusätzlich gibt es auch sehr durchwachsene Stimmen. Eine mexikanische Grind Metal Seite war nicht wirklich angetan von dem Werk und auch ein Blogger konnte nicht viel mit dem Album anfangen; allerdings wurde das Album von ihm nicht komplett verrissen, sondern aufgrund seiner Vielschichtigkeit empfohlen, es sich anzuhören, um sich seine eigene Meinung zu bilden. Gerade die Vielseitigkeit des Albums bietet eine Diskussionsgrundlage, die zusätzlich Aufmerksamkeit auf sich zieht. Beim Durchlauf kommen unterschiedliche Vergleiche auf: von Dimmu Borgir, Stratovarius, Borknagar, bis zu Edge of Sanity („Crimson“) ist die komplette Spannbreite dabei. Dabei ist die Chance groß, dass für jeden etwas dabei ist.</p>
<p>„Ich finde es sehr interessant, mit welchen Bands ich verglichen werde. Spontan bekomme ich alle Bands, mit denen ich verglichen wurde auch gar nicht mehr zusammen. Es ist so, als ob jeder seine eigene Brille auf hat und mich mit Bands vergleicht. Dabei sind Bands, wie Wintersun, Borknagar oder auch Bands, von denen ich noch nie gehört habe in meinem Leben. Bei Bands, die ich kenne, kann man bei einigen Elementen durchaus Ähnlichkeiten raushören. In Summe habe ich den Eindruck von meiner eigenen Musik, dass ich mich aus vielen Sachen zwar bediene, dass es aber gleichzeitig enorm eigenständig ist. Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich so eine Mischung, die ich aufgenommen habe, bei anderen Bands für mich noch nicht rausgehört habe. Ich habe nichts Neues erfunden: auf meinem Album hörst du bekannte Elemente wie Power-, Black- und Melodic Death-Metal Riffs, cleanen Gesang und Kreischvocals, Synthesizer und Chöre, also alles, was man schon einmal gehört hat. Ich bin auch kein Profi an der Gitarre, aber ich kaschiere es ganz gut (lacht). Ich würde sagen, dass die Mischung dieser Formen ein Alleinstellungsmerkmal ist.“</p>
<p><strong>Herrlich unperfekt</strong></p>
<p>Weiterentwicklung ist ein großes Thema bei neuen Alben. Besonders beim Gesang ist hier stark an sich gearbeitet worden. In Kombination mit dem epischen Songwriting kann man beispielsweise Parallelen zu Hollenthon, Black Lotus oder auch gelegentlich Borknagar erkennen. So hat sich die Textpassage „I am sorrounded by endless night“ (`From The Stars and The Crescent Moon`) in mein Langzeitgedächtnis gefräst. Da kommt die Frage auf, inwieweit da Gesangsunterricht genommen wurde.</p>
<p>„Ich habe da ehrlich gesagt gar nichts gemacht; es hat sich einfach so ergeben. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Songs so geschrieben habe, dass sie zu meiner Tonlage passen. Ich habe da nicht so eine große Bandbreite. Meine Stimme ist ziemlich tief, so dass ich nicht sonderlich hoch, aber dafür tief runterkomme. Der tiefe Gesang passt jedoch nicht zu den komplexen Songs, also muss ich eine gewisse Höhe erreichen, damit man mich überhaupt noch durchhören kann. Es ist sehr oft vorgekommen, dass ich mir Riffs ausgedacht habe, die nicht zu meiner Stimme gepasst haben. Dann habe ich die Songs so oft umgeschrieben, bis sie in das schmale Fenster passten, wo sie mit meiner Stimme harmonieren. Da habe ich bei diesem Album auch sehr viel mehr Wert draufgelegt als beim Vorgänger.“</p>
<p>Bei der Bandbreite zwischen Screams, clean und Growls gibt es viel zu tun. Was ist davon eher Heimspiel und was ist eine Herausforderung?</p>
<p>„Gerade die Screams fallen mir am schwersten. Hier ist Technik das absolut wichtigste, denn wenn du das falsch machst, hast du schnell deine Stimmbänder zerstört. Ich habe auch mal Screams aufgenommen, ohne mich vorher aufzuwärmen und dann direkt einen Krampf im Zwerchfell bekommen. Das ist besonders schön, denn davon hast du nicht nur 10 Minuten etwas, sondern mehrere Tage. Als ich dann versucht habe, kraftvoll zu Singen, hat das Zwerchfell direkt dicht gemacht und ich habe eine Woche keinen kraftvollen Ton mehr rausbekommen. Danach habe ich recherchiert und mir einen Kurs von BRITTA GÖTZ gekauft. Sie hat zusammen mit Christian Kohle aus dem Kohlekeller Studios einen Workshop gemacht und da waren sehr gute Aufwärmübungen dabei, die ich immer vor den Aufnahmen gemacht habe. Seitdem hatte ich keine Probleme mehr mit dem Zwerchfell und ich habe Töne rausbekommen, die auf dem Vorgängeralbum gar nicht möglich waren.“</p>
<p><strong>Die Vocals, oder „Wenn der Nachbar zweimal klingelt…“</strong></p>
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<p>„Bis vor 3 Jahren habe ich immer in Wohnungen gewohnt. Als ich damals meine ersten Gesangsaufnahmen gemacht habe zu „Bleeding Rose“ im Jahr 2001, habe ich noch bei meinen Eltern gewohnt. Das war in meinem alten Kinderzimmer, wo ich mir nicht viele Gedanken über die Lautstärke gemacht habe. Nachdem ich dann mit meinen Gesangsaufnahmen fertig war, habe ich durch das gekippte Fenster noch Stimmengewirr gehört. Als ich rausgeschaut habe, hatte sich bereits eine kleine Traube von Menschen gebildet, die ich als meine Nachbarn identifiziert habe. Viele von ihnen haben aufgeregt nach oben gezeigt und da wusste ich, dass man mich gehört hatte. Kurze Zeit später klingelte es bereits an der Tür und ein besorgter Nachbar fragte mich, ob alles OK sei, weil es so klang, als würde ich meine Mutter umbringen. Sie hätten nur fürchterliche Schreie gehört und sie haben bereits die Polizei gerufen. Wenige Sekunden später kam auch ein großer Trupp von Polizei und Feuerwehrleuten, denen ich erklären musste, dass alles OK sei und ich nur die Gesangaufnahmen gemacht habe. Draußen stand bereits der Löschwagen mit Drehleiter und allem drum und dran und ich bin im Boden versunken. Nachdem ich denen erklärt hatte, dass es nur um Gesangsaufnahmen ging, wollten sie die natürlich auch mal hören. Die gesamte Mannschaft war also in meinem Kinderzimmer, ich habe dann die Gesangsaufnahme ohne Instrumente abgespielt und bin dann hart ausgelacht worden. Mir war das Ganze extrem peinlich, aber meinem Nachbarn auch. Er hat dann auch mein Album gekauft und wurde Fan meiner Musik. Das Erste, was ich danach gemacht habe, als ich von zuhause ausgezogen bin, war mir eine Gesangskabine zu bauen. Später bin ich dann auf Gesangskabinen von Isovox umgestiegen; da hast du den Kopf wie der Vogel Strauss in der Kabine, aber es funktioniert. Mittlerweile wohne ich in einem freistehenden Haus und jetzt ist das kein Problem mehr.“</p>
<p>Neben epischen Vocals sind auch Gitarrenwände &nbsp;und tightes Drumming am Start. Zusätzlich gibt es auch Chöre auf dem Album zu Hören.</p>
<p>„Ich habe zwei unterschiedliche Arten von Chören eingebaut; zum einen ein klassisches Plug In mit einer Software Library und zusätzlich habe ich in den Refrains einfach mehrere Gesangsspuren (teilweise bis zu 20 Spuren) meiner Stimme übereinander gelegt. An einigen Stellen habe ich auch meine Stimmen und die Chor Library kombiniert, damit es noch größer klingt.“</p>
<p><strong>Where Next to Conquer</strong></p>
<p>Nach dem Songwriting ist vor dem nächsten Album. Allerdings kennt man das vielleicht auch nach einem guten Buch, einem spannenden Film oder einem packenden Computerspiel; ist man einmal am Ende angelangt, fühlt sich das Leben kurzweilig leer und bedeutungslos an.</p>
<p>„Genau so ist das auch bei mir! Ich falle dann immer erstmal in eine „Postalbumrelease Depressionsphase“ (Ausdruck kam von Lukas von Nathram). Besser könnte ich das nicht beschreiben. Wenn ich ein Album erst einmal fertig habe, habe ich danach monatelang die Schnauze voll vom Musik machen und ich verkaufe die Gitarre, mit der ich das letzte Album gemacht habe, weil ich die nicht mehr sehen kann. „The End of my Road“ ist die erste Scheibe, wo ich meine Gitarre behalten habe, weil ich einfach so sehr an ihr hänge, dass ich sie nicht mehr hergeben will. Außerdem habe ich auch einige Verkäufe schon bereut. Irgendwann später kommt wieder in mir der Drang auf, dass ich wieder musikalisch was machen möchte. Es ging auch nicht direkt mit FAR BEYOND weiter, sondern ich habe von 2017 an <u>mit Matt am zweiten Euphoreon Album gearbeitet, das wir 2018 rausgebracht haben. </u>Effektiv habe ich 2019 angefangen, am neuen FAR BEYOND Album zu arbeiten. Da war eine Menge los, u.a. bin ich dreimal umgezogen. Fertig ist das Album schon 2023 gewesen, aber der Release hat sich einfach noch so lange hingezogen. Ich hoffe, dass das nächste Album nicht so lange dauert.“</p>
<p><strong>Die Geburt der Songs</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-28618 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />„Die Grundlagen der Songs setzen sich aus Riffs, Riffs und noch mehr Riffs zusammen. Ich spiele viel mit der Gitarre rum und irgendwann kommen Riffs und Patterns dabei raus. Ich nehme die dann direkt mit Cubase auf, füge Schlagzeug und Bass hinzu und schaue, was sich daraus entwickelt. Dann kommen einige Variationen bzw. Übergänge dazu, ich experimentiere etwas herum und füge die einzelnen Elemente zusammen. Die andere Basis ist die Akustikgitarre; viele Refrains sind auf der Akustikgitarre entstanden, weil ich einige Akkorde vor mich hin gespielt und etwas dazu gesungen habe. Wenn es funktioniert, nehme ich es dann direkt auf und arbeite an der Idee weiter. Wenn ich spontan eine Idee habe, nehme ich die auch mal mit dem Handy auf. Ich füge später noch Chöre oder Effekte hinzu, aber die Basis entsteht immer auf den Gitarren.“</p>
<p>Aber auch der Zufall und die Effekte spielen Eugen manchmal in die Karten.</p>
<p>„Früher ist es häufig vorgekommen, dass ich auf dem Keyboard gespielt habe und zufälligerweise ein Preset erwischt habe, der sich geil anhört. Der Anfang von „Evernight Part 1“ von meinem letzten Album ist ein sehr gutes Beispiel dafür; du drückst eine Taste und es klingt geil!“</p>
<p>Nachdem sich viele Ideen angesammelt haben, müssen diese natürlich noch in Form gegossen werden.</p>
<p>„Irgendwann habe ich genug Ideen gesammelt, jetzt müssen daraus Songs werden. Ich wehre mich grundsätzlich noch dagegen, die typischen Songpatterns zu benutzen; also Strophe, Bridge, Refrain, Strophe, Bridge, Refrain, Solo und fertig. Ich höre das so häufig, dass ich das in meiner Musik nicht will. Ich mag es eher, wenn sich etwas aufbaut, dann mit einem Zwischenpart alles wieder runterfährt, dann wieder aufbaut und das alles in Wellenform weitergeführt wird. Ich arbeite mich quasi von Klimax zu Klimax und nicht durch eine simple Songstruktur. Natürlich wiederholen sich bei mir auch Patterns und ich möchte dies bei meinem nächsten Album auch wieder anders machen, um meine eigenen Muster zu durchbrechen. Ich weiß noch nicht, wie genau ich es machen werde, aber es wird sich auf jeden Fall etwas ändern.“</p>
<p>Natürlich sind Wiederholungen als Wiedererkennungswert wichtig und bei der Sorge, dass beim nächsten Mal verschachtelte Songstrukturen auf Kosten der Atmosphäre benutzt werden, gibt Eugen direkt Entwarnung.</p>
<p>„Das wird definitiv nicht passieren. Für mich sind Wiederholungen auch eine Orientierungshilfe für den Hörer, allerdings geschickt verpackt. Ich habe beispielsweise die Themen eines Intros später im darauffolgenden Song wieder aufgegriffen, was gut funktioniert hat. Die Arbeitsweise ergibt sich irgendwie von selbst und deshalb bin ich auch nicht in der Lage, kurze Songs zu schreiben.“</p>
<p>Auch das Element der Überraschung kann da eine entscheidende Rolle spielen. So haben Katatonia in ihren Anfangstagen noch räudige Riffs gespielt und mittendrin ein Intermezzo aus cleanen Gitarren verwendet, ehe es mit einer ganz anderen Songstruktur weiterging. Auch wenn bei FAR BEYOND nicht genauso gearbeitet wird, so sind es gerade die unvorhersehbaren Songstrukturen, die den Reiz des Albums ausmachen.</p>
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<p><strong>Magier am Griffbrett</strong></p>
<p>Auch als Soloprojekt hat man sich hier Hilfe in Form von Gastmusikern geholt.</p>
<p>„Nach meinem letzten Album hat sich ein Typ namens Lukas bei mir gemeldet. Ihm gefiel mein Album und ihm ist aufgefallen, dass ich alles allein mache. Er hat selbst ein Soloprojekt (NAHTRAM) und wollte sich gerne mit mir austauschen. Ich hatte dann bei ihm reingehört und war direkt schwer begeistert: viele Gitarren, geile Soli und alles im Alleingang, das hat mich schon beeindruckt! Da habe ich ihn gefragt, ob er Lust hat, auf meinem neuen Album die Leadgitarren einzuspielen und er hat sofort zugesagt. Ich habe ihm damals vier Stücke mit groben Beschreibungen zugeschickt, wo ich mir ein Solo vorstellen könnte. Es war unfassbar, was dabei zurückgekommen ist. Jeder Schuss hat sofort gesessen; Lukas hat instantan sofort die Atmosphäre des Albums gespürt und eine geiles Solo nach dem anderen dazu beigesteuert. Ich bin immer noch schwer beeindruckt davon, weil es einerseits sehr anspruchsvoll ist und gleichzeitig nicht nur Technik ohne Atmosphäre beinhaltet. Ich bin schwer begeistert und super happy, dass er beim nächsten Album wieder mitmachen will.“</p>
<p><strong>Live VS. Studio</strong></p>
<p>„The End of my Road“ funktioniert auf vielen Ebenen sehr gut. Segen und gleichzeitig Fluch von FAR BEYOND ist die Tatsache, dass es ein Soloprojekt ist, wo man vollständig unabhängig von anderen Komponenten oder Künstlern ist. Das schiebt gleichzeitig Live-Aktivitäten einen Riegel vor.</p>
<p>„FAR BEYOND live umzusetzen ist schwierig; ich müsste sehr viel vom Band laufen lassen, selbst wenn ich eine komplette Band mit Sänger, Schlagzeuger, Gitarristen, Bassisten und Keyboarder hätte. Auf der anderen Seite bekommen es Blind Guardian und Wintersun live ja auch hin, es wäre also möglich. Was mich aber wirklich abschreckt ist der Aufwand. Ich müsste sehr viel üben, um eine Stunde lang meine Sachen zu singen und gleichzeitig Gitarre zu spielen, was ich ja sonst nicht mache. Meine Songs entstehen schrittweise und deshalb habe ich auch noch nie meine Songs komplett durchgespielt. Dann noch die Leute zu finden, mit denen ich alles proben muss, ist schon eine Herausforderung. Andererseits stelle ich mir vor, dass ich als alter Mann rückblickend bereuen werde, nie die Live-Erfahrung zu machen, wie das Publikum zu meinen Songs steil geht und mitsingt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es etwas Besseres geben würde, als diese Erfahrung. Ich bekomme zwar digital viel positives Feedback, aber das kannst du mit dem Gefühl einer Live-Erfahrung nicht vergleichen. Das geht mir selbst nicht anders, wenn ich meine Lieblingsbands live sehe. Aber der Aufwand schreckt mich einfach ab.“</p>
<p>Da ist Eugen nicht allein, denn selbst bekannte Bands erzählen Geschichten vom Tourleben, die nicht gerade dazu verführen. In erster Linie besteht es aus Warten, dann aus Reisen und dem Vorbereiten, dann aus Warten, und nach dem Gig wieder reisen und auf Flughäfen/Bahnhöfen warten. Der Moment des Konzertes wird von allen geliebt, aber das Drumherum ist auch für gestandene Größen immer eine Herausforderung.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=VAH3GEKpp5M" title="FAR BEYOND - A Frozen Flame Of Ice" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/VAH3GEKpp5M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Kleiner Handgriff, große Wirkung</strong></p>
<p>Weiterentwicklung muss nicht immer in großen, epischen Schritten ablaufen. Manchmal sind es gerade die Kleinigkeiten, die den großen Unterschied machen.</p>
<p>„Beim Vorgängeralbum hatte ich lange Songs mit Intros integriert, was epische Songs als Ergebnis hatte. Dieses Mal habe ich die Intros als separaten Track von den Songs gelöst, damit die Songs auch besser zur Geltung kommen. Dadurch bleibt die Atmosphäre erhalten und gleichzeitig kann der Hörer direkt zum Punkt springen, an dem er sein Lieblingsriff hört.“</p>
<p>Definitiv eine gute Entscheidung; hat damals bei Edge of Sanity´s „Crimson II“ im Vergleich zu „Crimson“ auch super funktioniert. Auch in Sachen persönlicher Lieblingssong und Promo hat es sich zum Vorteil ergeben.</p>
<p>„Mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album ist ‚A Symphony of Light`. Allerdings wollte ich den nicht als Single raushauen; meine Hoffnung war, dass sich die Leute das Album kaufen und dann mit diesem Song auch ihr persönliches Highlight finden. Ich habe dann das Label gefragt, welchen Song die nehmen würden und die haben dann „From the Stars…“ genommen. Ich hatte den Song gar nicht auf dem Radar; er ist gut, aber nicht mein Favorit auf dem Album (dafür aber der Liebling des Redakteurs). Anscheinend hat das Label aber damit voll ins Schwarze getroffen, weil ich so viele positive Resonanzen zu dem Song bekommen habe.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=mGtrNZwqpCY" title="SENTENCED - No One There (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/mGtrNZwqpCY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Blast from the Past</strong></p>
<p>Textlich atmet das Album eine sehr dichte Atmosphäre, die mich an die Black Metal Bands der 90er Jahre erinnert. Man hatte sich damals textlich und musikalisch was getraut, viel experimentiert und die Komfortzone bestand darin, Neues auszuprobieren. Man scheute nicht vor Akustikgitarren, Keyboards und Trompeten zurück und hat damals unsere heutige Musiklandschaft gestaltet (Beispiel: Emperor im Black Metal mit den Keyboards bzw. Mortiis mit Dungeron Synth). „Kennst du noch Sentenced?“ leitet eine Schwärmerei ein, bei der alles von der „Amok“ bis zur „Cold White Light“ erstmals würdig gehuldigt wird. Der Humor der Finnen ist ebenfalls unübertroffen; so soll auf der „Cold White Light“ ein Percussion Part sein, der angeblich das Klatschen auf dem nackten Arsch eines Bandmitglieds ist (*versucht bei der Vorstellung nicht zu lachen). Leider kann man diese Band nicht mehr live bewundern, da Miika Tenkula (Hauptsongwriter und Gitarrist) nicht mehr lebt; auch Peter Steele und Dio weilen leider nicht mehr unter uns, um uns epische Momente zu bescheren. Bei dem Thema „denkwürdige Momente“ biegen wir auf die Zielgerade des Interviews ab und stellen die Frage nach dem besten und übelsten Moment im Zusammenhang mit FAR BEYOND.</p>
<p>„Der beste Moment ist leicht: ich habe vor jedem Album ein Backing Sheet, wo alles einzeln aufgeführt und farblich markiert ist (Gitarren, Drums, Gesangsspuren usw.). Das ist für meinen Fortschritt beim Songwriting für mich essenziell. Wenn ich das letzte Feld grün einfärbe und das entsprechende Instrument weglege, weiß ich, dass ich mit dem Teil des Albums fertig bin, was ein sehr intensives Gefühl ist. Das sind definitiv immer die besten Momente. Ansonsten ist die Kompositionsphase sehr emotional, während die Recordingphase selbst ein sehr monotoner Prozess ist, der aber auch Spaß macht. Der Worst Case war beispielsweise die Aufnahmen zum Vorgängeralbum. Ich hatte noch in einer anderen Wohnung gewohnt und die Nachbarn hatten gefühlte 40 Wellensittiche, die bereits morgens Party gemacht haben. Die Instrumente und der Gesang waren kein Problem aufzunehmen, aber wenn ich eine Akustikgitarre aufnehmen wollte wusste ich nie, ob ich Ruhe habe, oder ob irgendwann mittendrin ein Wellensittich zu hören war. Also habe ich die Mikrofone in die Gesangskabine eingebaut und die Akustikgitarre dort aufgenommen. Eigentlich nicht schlimm, aber die Gesangskabine war so klein, dass man die Gitarre fast nur senkrecht nach oben halten konnte und ich gleichzeitig in verdrehter Körperhaltung reinsteigen musste. Wenn du dann noch nach jedem Take aufstehen musst, zum Rechner gehst und alles anhörst, wieder auf Aufnahme drückst und zurückgehst, geht das irgendwann massiv auf die Nerven.“</p>
<p><strong>Prepare to Mosh</strong></p>
<p>Unsere gemeinsame Leidenschaft Gaming bietet Stoff für ganze Bücher; dennoch halten wir uns hier zurück und beschränken uns auf die Frage, ob und für welches Computerspiel Eugen Musik schreiben würde.</p>
<p>„Ich finde, dass Metalmusik gar nicht so wirklich zu den Spielen passt, die ich gerne spiele. Ich musste natürlich gerade an die Dark Souls Reihe denken, aber dazu passt es nicht. Bei dem Reboot von Doom, im Zusammenhang mit dem Flow und dem Geballer funktioniert diese Art der Musik natürlich sehr gut. Ich bin aber nicht in der Lage Musik zu dieser Art des Mediums zu machen und ich wüsste auch nicht, zu welcher Art von Spielen meine Musik passen würde. Gleiches gilt für Filmmusik, denn es ist eine andere Art und Weise Musik zu machen. Man hört auch bei Spielesoundtracks die Musik während des Spiels stundenlang (Hallo „Baldur´s Gate 3“) und dafür darf sich die Musik nicht allzu schnell abnutzen. Auch bei From Softwares´“Elden Ring“ funktionieren leichte, langgezogene Töne perfekt, während bei Bossgegnern das volle Orchester aufgefahren wird. Außerdem ist es gefährlich, denn wenn ich beispielsweise bei „Dark Souls“ zum 1000. Mal gestorben bin, kann ich diesen Track einfach nicht mehr hören, weil es mich irgendwann aggressiv macht. Anders sieht´s beim Firelink Shrine aus, denn da weißt du, dass du runterfahren kannst und alles in Ordnung ist. Bei Spielemusik passe ich.“</p>
<p>Ist aber nicht schlimm, denn „The End of My Road“ bietet genug Stoff für ein eigenes, episches Kopfkino.</p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></strong></span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse">FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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