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	<title>TIAMAT Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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	<title>TIAMAT Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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		<title>JACOB´S FALL &#8211; &#8222;Lost in Silence&#8220; (Review)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-lost-in-silence-review</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2025 11:33:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Wer kennt noch MY INSANITY und das Album „Still Dreams in Violent Areas“? Alte Hasen werden aufhorchen, denn Xytras verpasste</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-lost-in-silence-review">JACOB´S FALL &#8211; &#8222;Lost in Silence&#8220; (Review)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-32205" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wer kennt noch MY INSANITY und das Album „Still Dreams in Violent Areas“? Alte Hasen werden aufhorchen, denn Xytras verpasste dieser Klangperle anno 1998 seinen Sound und zauberte eine introvertierte und Gothic geschwängerte Version von Samael aus den Boxen (ganz grob beschrieben). Neben der Balance zwischen einfühlsamen Melodien und amtlicher Durchschlagskraft war besonders die Stimme das Aushängeschild, das diese Band besonders machte.</p>
<p><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://jacobsfall-band.com/?fbclid=IwY2xjawKhx5pleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBZZE9oYVdUQ1ZRTEdjWTdOAR6dbLrI8m9RLH7Sc0sns8ylO9BSz2hjEr5kLJIO4hHtRHh_4dpdVL21aa5M5g_aem_04gRNZKk7NMBv2ZtlzTHpw">JACOB´S FALL</a></span> bestehen u.a. aus Sänger, Drummer u. Gitarrist von MY INSANITY und legen mit „Lost in Silence“ eine Scheibe auf den Tisch, die problemlos ein Upgrade des oben erwähnten Albums sein könnte; allerdings mit 25 Jahren mehr musikalischer Erfahrung. Der Gesangsstil schiebt das Album schnell an der Durchschnittserwartung typischer Veröffentlichungen vorbei und besticht zusätzlich mit innovativem und abwechslungsreichen Songwriting. Vergleiche sind schwierig. Aber wenn man sich die Atmosphäre alter Katatonia (zur „Discourage Ones“ Zeiten), ein Bastard von Anathemas „Alternative 4“ und „Weather Systems“ und ganz leichte HIM-Einflüsse vorstellt, ist man grob in der richtigen Richtung unterwegs. JACOB´S FALL sind in vielerlei Hinsicht einzigartig und klingen so, als wäre es genetisch veranlagt. Unfassbar, wie lässig man sich von entspannten Akustikgitarren, über Stakkato Riffs, bis zu Gänsehautsolo steigern kann (`Dead Horse`). Könnte bitte jemand dem Sänger sagen, dass er bei `Like the Leaves`(ab Minute 02:38) die Gesangsspur einfach nur endlos weitersingen soll, damit der Gänsehautmoment länger anhalten kann? Außerdem ist es mir ein Rätsel, wie man `Lost in Silence` derart charismatisch darbieten kann, ohne in Kitsch abzudriften. Man hat keine Ahnung, was als nächstes um die Ecke kommt (`Walk Through Ashes`) und wird im Laufe eines Songs überrascht, wie gut die Gitarren und Drums miteinander harmonieren.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Jacob&#039;s Fall - Walk Through Ashes (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/dKi678tc2yc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Musik ist Kunst und kann auf unterschiedlichen Ebenen berühren, faszinieren und erkundet werden. JACOB´S FALL beherrschen dieses Handwerk sehr gut und verwirklichen sich fernab von Genregrenzen, Erwartungshaltungen oder anderen vorhersehbaren Eindrücken. Ich könnte mich jetzt abmühen, um eine Stilbeschreibung abzuliefern, jeden Song zu analysieren oder Lobeshymnen zu schreiben; stattdessen sollte die Musik für sich sprechen und das Album DRINGEND (!) angehört werden, denn es ist definitiv eine Bereicherung für jeden, der Musik mit Gitarren zu schätzen weiß.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Authentisch, charismatisch und herrlich abwechslungsreich; JACOB´S FALL heben sich mühelos aus der Masse ab, lassen sämtliche Genreschubladen hinter sich und konzentrieren sich auf das, worum es wirklich geht: handgemachte Musik mit Herzblut, Hingabe und Talent!</p>
<p><strong>9 von 10 Punkten</strong></p>
<p><a href="https://www.radunator.de/"><span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß</span></a></p>
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		<title>JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2025 11:26:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Schon mal von MY INSANITY gehört? In den 90ern war es eine Gothic Version von Samael, allerdings mit einer großen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview">JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>Schon mal von MY INSANITY gehört? In den 90ern war es eine Gothic Version von Samael, allerdings mit einer großen Prise Eigenständigkeit und einer herausragenden Stimme, deren Charisma ihresgleichen sucht. Einige ehemaligen Mitglieder musizieren unter <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://jacobsfall-band.com/">JACOB´S FALL</a></span> weiter und haben ein Album rausgehauen, das berührt, überrascht und fasziniert (siehe auch unser <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-lost-in-silence-review?preview_id=32211&amp;preview_nonce=39c2ddf9f5&amp;post_format=standard&amp;_thumbnail_id=32229&amp;preview=true">Review</a></span>).</strong><br />
<strong>Grund genug sich mit den Jungs einmal über Entstehung, Entwicklung und Ambitionen zu unterhalten.</strong></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignleft wp-image-32205 size-medium" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Hallo und danke für eure Zeit. Wie würdet Ihr jemandem JACOB´S FALL beschreiben, der noch nie etwas von euch gehört hat? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian</span>: „Schwer zu sagen. Die Frage kann Dir ein Außenstehender vielleicht besser beantworten. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass unsere Musik sehr frisch klingt. Grob könnte man das Material als Mischung aus harter Rock Musik und Synthie Pop bezeichnen. Diverse Klassik-Anleihen sind auch zu vernehmen. Man bekommt auf keinen Fall irgendwelche Standardware. Am Besten hört jeder, der auf originelle, abwechslungsreiche Musik steht, einfach selbst mal rein. Mir fallen keine Bands ein, die man als direkten Vergleich heranziehen könnte.“</p>
<p><strong>Gehen wir einmal kurz zurück zu den Anfangstagen; wie kam die Bandgründung und der Bandname zustande? Ihr kanntet euch ja bereits von My Insanity.</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Unser Sänger Christian und ich haben Ende der 90er gemeinsam bei My Insanity musiziert. Nach meinem Ausscheiden 2001 blieben wir in lockerem Kontakt, obwohl ich zwischendurch an den Bodensee gezogen bin, während Christian 600 km nördlich in der Heimat verweilte. 2011 schickte er mir einige Songs, die er komponiert hatte und fragte, ob wir vielleicht gemeinsam was daraus machen könnten. Da ich von dem Material völlig begeistert war, gab ich natürlich sofort mein Okay. Insgeheim hatte ich eh immer gehofft, mal wieder gemeinsame Sache mit ihm zu machen.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Als nächstes haben wir überlegt, wen wir uns als Gitarristen ins Boot holen könnten, und kamen dabei ziemlich schnell auf unseren alten Freund Jens Pietzonka, der ebenfalls mal zu My Insanity gehörte. Der war sofort Feuer und Flamme. Die Position des Bassisten war da schon wesentlich schwieriger zu besetzen. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann Daniel dazukam.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Das war erst kurz vor unserem ersten Gig Ende 2016. Vorher hattet ihr ja schon diverse andere Leute angetestet. Ins Spiel gebracht wurde ich von Jens, mit dem ich schon in verschiedenen anderen Kapellen gespielt hatte.“</p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Man kann also 2016 als Gründungsjahr von Jacob´s Fall ansehen, da der Bandprozess erst ab da so richtig in Schwung kam.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Der Bandname geht auf meine Kappe. Er bezieht sich auf die Bibelfigur Jacob, wobei wir betonen möchten, dass wir keine christliche bzw. religiöse Band sind. Dieser Jacob sieht im Traum eine Leiter, die als Verbindung zwischen Himmel und Hölle dient. Mit dem Fall von der Leiter versuchen wir symbolisch darzustellen, dass die Menschheit danach strebt in den Himmel (=bessere Welt etc.) zu kommen, jedoch durch ihr prinzipielles Verhalten oft daran scheitert. Der Bandname symbolisiert also grob gesagt die Überheblichkeit bzw. das Scheitern der Menschheit.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Jacob’s Fall - Lost In Silence (NEW ALBUM TEASER)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/rR0Odm0OXQI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Herzlichen Glückwunsch zu „Lost in Silence“! Ehrlich gesagt hatte ich beim Hören des Albums ein seltenes Luxusproblem: einerseits habe ich analytisch versucht das Album zu hören, um es für eine Rezension optimal beschreiben zu können. Als Gegengewicht driftete der analytische Fokus komplett ab, weil ich mich immer wieder in eure Songs fallen lassen habe und einfach die unfassbar abwechslungsreichen Klangwelten genießen wollte. Man kann euch (zum Glück) nur schwer einordnen; es ist, als würde man eine frische Band hören, die mit den Erfahrungen von Bands der 90er Jahre (Moonspell, Lacuna Coil, Therion) gesegnet ist. Wie kann man sich den Songwritingprozess bei euch vorstellen; klassisch im Proberaum oder modern über das Internet?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Weder noch! Aber erstmal vielen Dank für das Lob! Die Songs stammen alle von mir. Beim ersten Album „The War We Miss“ von 2019 entwickelte ich sämtliche Melodien sowie einen Großteil der Riffs und der Drumparts. Durch intensives gemeinsames Proben haben wir die Songs dann zu dem Material geformt, welches auch auf der fertigen Scheibe zu hören ist. Bei „Lost In Silence“ haben wir etwas anders gearbeitet. Während das erste Album im Woodhouse Studio aufgenommen wurde, haben wir die neue Scheibe in kompletter Eigenregie im Proberaum eingespielt. Da wurden bei den Recordings stellenweise komplette Songstrukturen verändert oder neue Ideen ausprobiert. Da wir keinerlei Kosten- und Zeitdruck hatten, war das überhaupt kein Problem. Im Prinzip kann man sagen, dass die Songs komplett aus meiner Feder stammen, das Material aber erst durch das Zusammenspiel aller Bandmitglieder zu dem wird, was man am Ende auf dem Album hört oder beim Konzert erlebt.“</p>
<p><strong>Wie kam der Albumtitel zustande und was bedeutet er für euch persönlich?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Der Titel stammt von mir. Ursprünglich hatte ich auch eine ganz andere Idee für das Plattencover. Man sollte vom Weltall aus einen Planeten sehen, auf dem ein Kind mit einem Teddybären im Arm steht, das traurig und verloren wirkt. Damit sollte symbolisiert werden, dass man als einzelne Person in der Gesellschaft ganz oft überhört wird. Man kann den Titel aber auch direkt auf den Planeten beziehen. Irgendwann hatten wir neue Ideen für das Coverartwork, wollten den Titel aber unbedingt behalten. Der Song und dessen Text sind übrigens erst viel später entstanden.“</p>
<p><strong>Könnte bitte jemand dem Sänger sagen, dass er bei `Like the Leaves`(ab Minute 02:38) die Gesangsspur einfach nur endlos weitersingen soll, damit ich die Gänsehaut bitte länger genießen kann? Ganz ehrlich: ich war angetan, aber ab der Stelle habt ihr mich komplett erwischt: Danke! Ein kurzer Blick auf die Vocals; wie kommen die Geschichten zustande? Sind es persönliche Erfahrungen, werden Eindrücke verarbeitet oder ist es etwas völlig anderes? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Jens:</span> „Die Texte stammen allesamt aus meiner Feder. Du liegst ganz richtig mit Deiner Vermutung. Prinzipiell entstehen die Lyrics aus Dinge, die mich gerade beschäftigen oder die mir im täglichen Leben widerfahren. Das sind sowohl private als auch gesellschaftsrelevante bzw. politische Themen. Häufig dienen mir die Texte dazu, bestimmte Ereignisse zu verarbeiten. „The Hole“ ist beispielsweise ein Song, der mir textlich ganz viel bedeutet.“</p>
<p><strong>Ihr habt ja aufgrund eurer vorangegangenen Banderfahrungen einiges an Bord, das euch in die Karten spielt. Man hört quasi heraus, dass ihr euch gut untereinander versteht und gleichzeitig entspannt und konzentriert an die Musik herangeht. Wie würdet ihr die Herangehensweise an die Songs beschreiben und was hat sich an der Art und Weise (im Vergleich zu euren Vorbands) verändert?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René</span>: „Jeder Einzelne von uns hat schon jahrelange Erfahrung, sowohl auf der Bühne als auch im Studio. Stellenweise auch gemeinsam. Über die Jahre lernt man halt, worauf es beim Musizieren im Kollektiv ankommt bzw. wie sich jeder am Effektivsten einbringen kann. Ich denke, das kann man schon irgendwie hören. Im Vergleich zu den alten My Insanity-Scheiben klingt jetzt alles viel runder und stimmiger. Damals wollte man halt auch mal zeigen, was man technisch alles drauf hat. Das war aber selten songdienlich. Mittlerweile hat jeder auch reichlich Lebenserfahrung gesammelt, sodass das gemeinsame Miteinander viel entspannter abläuft. Das macht sich in sämtlichen, die Band betreffenden, Belangen bemerkbar.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Jacob&#039;s Fall - Walk Through Ashes (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/dKi678tc2yc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Ihr habt ja auch einen YouTube Kanal. `Walk Through Ashes` wurde bereits aus dem Album ausgekoppelt. Sind weitere Videos geplant und was ist euch generell bei Videoauskopplungen wichtig? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es sind auf jeden Fall weitere Videos geplant. Es gibt auch schon reichlich Ideen, die wir demnächst versuchen umzusetzen. Lasst euch überraschen!“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Prinzipiell wollen wir es vermeiden, einfache Performance-Clips zu machen. Die sieht man ja von so ziemlich jeder Band. Wir erzählen lieber Geschichten in unseren Videos, als einfach eine musizierende Band zu zeigen. Das finden wir ziemlich langweilig. Der nächste Clip wird konzeptionell, aber ganz anders ausfallen, als „Walk Through Ashes“. Erstaunlicherweise gab es auch viele Rückmeldungen, dass Leute die Story des Clips gar nicht so richtig verstanden haben.“</p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Wir wollen halt die üblichen Klischees vermeiden. Am schönsten wäre es, wenn wir mit den Videos unseren eigenen Stil – sowohl musikalisch als auch visuell – zum Ausdruck bringen könnten.“</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-32209" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=300%2C169&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="169" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=768%2C433&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?w=958&amp;ssl=1 958w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gibt es eigentlich Merch von euch und ist eine Vinylversion von „Lost in Silence“ erhältlich?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es gibt verschiedene T-Shirt-Motive, die man auf den üblichen Wegen (Bandcamp, Facebook etc.) erwerben kann. Derzeit wird bereits an neuen Sachen gearbeitet. „Lost In Silence“ gibt es auf Vinyl und zudem als digitale Version auf allen entsprechenden Plattformen. Eine CD-Variante ist erstmal nicht geplant, da sich dieses Formal derzeit leider kaum verkaufen lässt. Unser erstes Album „The War We Miss?“ ist übrigens weiterhin als CD und auf den digitalen Plattformen erhältlich.“</p>
<p><strong>Auch euer Albumcover sticht aus der Masse hervor; man hat das Gefühl, selbst auf einem Floß zu sitzen, während die Welt um einen herum auseinanderbricht und versinkt. Das einzige, was einen dann noch am Leben (oder über der Meeresoberfläche) hält, ist die Musik. Wie kam das Cover zustande und wer hat es erstellt?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Wie schon erwähnt, hatten wir bzw. Christian zunächst ein völlig anderes Cover im Sinn. Nachdem wir ein intensives Brainstorming mit Björn Goosses von Killustrations hatten, kamen wir irgendwann zu der Einsicht, dass sich die alte Idee eher schlecht umsetzen ließ. Björn, der bereits unser letztes Shirt entwarf und bereits für unzählige Bands Albumcover anfertigte, hatte das nun vorliegende Covermotiv in seinem Archiv und meinte, das würde doch gut zum Albumtitel passen. Als ich das Bild zum ersten Mal sah, war ich völlig begeistert. Zum Glück ging es meinen Bandkollegen genauso. Deine Interpretation, dass Musik das einzige ist, was einem am Leben hält, ist ein sehr schöner Gedanke, der wirklich gut zum Coverbild passt. Mit dem untergegangenen Floß spannen wir gleichzeitig den Bogen zum Bandnamen, der ja grob das Scheitern der Menschheit symbolisiert.“</p>
<p><strong>Habt ihr noch weitere Pläne/Konzerte für dieses Jahr im Visier?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es stehen für dieses Jahr noch einige Gigs an, u.a. im September auf einem Festival in Berlin. Da wir aber bisher bei keiner Agentur unter Vertrag stehen, ist es momentan eher schwierig, an vernünftige Auftritte heranzukommen. Falls ein Booker Interesse hat, kann er uns gern kontaktieren. Ansonsten arbeiten wir bereits an neuen Songs, da die Pause bis zum nächsten Album nicht wieder 6 Jahre dauern soll.“</p>
<p><strong>Danke für euer wunderschön und ergreifendes „Lost in Silence“; das Album ist definitiv der beste Grund, ein Fan von euch zu werden! Ich wünsche euch eine schöne Releaseparty und weiterhin alles Gute mit JACOB´S FALL! Die letzten Worte an unsere Leser gehören euch </strong><strong>😊</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Lukas:</span> „Erstmal möchte ich mich im Namen der ganzen Band für das Interview und Deine lobenden Worte bezüglich des Albums bedanken. Wir sind schon sehr auf Dein Review gespannt! Des Weiteren hoffen wir natürlich, dass sich möglichst viele Leute mit unserer Musik beschäftigen. Wie bereits erwähnt, gibt es so Einiges zu entdecken. Live sollte man sich das natürlich auch mal anschauen. Danke und viele Grüße an alle Leser!“</p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview">JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>CREMATORY &#8211; &#8222;Destination&#8220; (Review)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/crematory-destination-review</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2025 19:55:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Wir schreiben das Jahr 1991; in Westhofen gründen Schlagzeuger Markus Jüllich und Gitarrist Lothar Först eine Lärmkombo, die sich dem</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31585" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-Crematory-Destination-album-cover.jpg?resize=379%2C379&#038;ssl=1" alt="" width="379" height="379" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-Crematory-Destination-album-cover.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-Crematory-Destination-album-cover.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-Crematory-Destination-album-cover.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-Crematory-Destination-album-cover.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-Crematory-Destination-album-cover.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w" sizes="auto, (max-width: 379px) 100vw, 379px" />Wir schreiben das Jahr 1991; in Westhofen gründen Schlagzeuger Markus Jüllich und Gitarrist Lothar Först eine Lärmkombo, die sich dem melodischen Death Metal widmet. Einen großen Zeitsprung in das Jahr 2025 können <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="https://www.crematory.de/">CREMATORY</a></strong></span> auf eine sehr eindrucksvolle Karriere zurückblicken. So haben sie in den 90er Jahren nicht nur die perfekte Symbiose zwischen Gothic und Death Metal erschaffen, sondern auch gleichzeitig elektronische Einflüsse geschickt integriert. Texte über den Tod im Death Metal Stil? Check! (´Shadows of mine`). Eine Hymne erschaffen, die ein zeitloses Bild der 90er Jahre Gothic Ära bis heute zeichnet? Check (`Tears of Time`). Den Mut, sich weiterzuentwickeln, zu experimentieren und gleichzeitig seinen Wurzeln treu zu bleiben? Definitiv! Hinzu kommt die Bodenständigkeit der Musiker und ein teilweise konstantes Bandgefüge (Schlagzeug, Gesang und Keyboards wurden zum Glück nie ausgetauscht). Was kann man also von einer Band erwarten, die seit 34 Jahren im Geschäft ist?</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="CREMATORY - &quot;Destination&quot; (Official Video)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/wXyYCOMymms?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>„Destination“ überrascht mich quasi aus dem Nichts und erwischt mich eiskalt. Das Cover deutet bereits an, dass hier die Zähne gezeigt werden und im Vergleich zum Vorgänger „Inglorious Darkness“ wird hier wieder mehr auf druckvolle Gitarrenwände gesetzt, als auf elektronische Spielereien. Natürlich sind diese auch weiterhin fester Bestandteil, wurden aber hier sehr geschickt eingewoben und nicht in den Fokus gerückt. Ohne lange Intros knallt der Titeltrack als Opener durch die Hörgänge und zwingt die Nackenmuskulatur zu Überstunden. Knackige Riffs führen zum Refrain, bei dem alles da ist, was ich an CREMATORY liebe: das Gefühl für Melodien, einprägsamer Refrain und atmosphärische Keyboards. Auch Felix Stimme hat wieder genug Hass getankt, um die Durchschlagskraft der Songs nach vorne zu bringen. `The Future is a lonely Place` würde problemlos auf einem Gothic Sampler sein zuhause finden und lässt das Gefühl aufkommen, dass diese musikalische Ära gerade einen weiteren Frühling erlebt. Mit `Welt aus Glas` lässt man seine Erfahrung in allen Klangfarben erstrahlen und so kombiniert man das Flair aus deutschem Text, melodischen Elementen (die stark an das ehemalige Sideprojekt Century erinnern) und brachialen Riffs zu einer wirkungsvollen Dampframme, die sich schnell durch die Boxen trümmert. In Sachen Coverversionen ist der Band nichts heilig und man kann ihr auch nicht böse sein. Aber wer bereits vor Ewigkeiten `Temple of Love` gecovert hat, kann sich auch getrost an den Type O Negative Klassiker `My Girlfriend´s girlfriend`wagen und es funktioniert und macht einfach nur Spaß!</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-31589" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-CREMATORY-Destination-Ingo-Spoerl-2.jpg?resize=800%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="450" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-CREMATORY-Destination-Ingo-Spoerl-2-scaled.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-CREMATORY-Destination-Ingo-Spoerl-2-scaled.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-CREMATORY-Destination-Ingo-Spoerl-2-scaled.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-CREMATORY-Destination-Ingo-Spoerl-2-scaled.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-CREMATORY-Destination-Ingo-Spoerl-2-scaled.jpg?resize=2048%2C1152&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-CREMATORY-Destination-Ingo-Spoerl-2-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/2025-CREMATORY-Destination-Ingo-Spoerl-2-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />Sanftere Töne gibt es bei `After Isolation`, bei dem man u.a. &nbsp;wieder die Harmonie zwischen atmosphärischen Keyboards und Gitarrenleads genießen kann, ohne dass der Härtegrad runtergeschraubt wird. Warum sind es immer die simplen Kleinigkeiten, die den großen Unterschied machen? `My Own Private God` ist von der Songstruktur und vom Riffing her eigentlich recht simpel, aber mein Gott, knallt das meine Synapsen durch! Die Riffs röcheln sich durch den Song, während das Keyboard problemlos jedem Horror Score Konkurrenz machen könnte. Definitiv meine Lieblingsnummer und hoffentlich auch eine Live-Granate. Auf die Frage, ob Metal hart und tanzbar ist, gibt `Day without Sun’ eine klare Antwort, bei dem auch Freunde der elektronischen Klänge wieder auf ihre Kosten kommen. Man könnte ewig so weiter schwärmen von schönen Halbballaden (`Deep in the silence`), emotionalen Abrissbirnen (`Banished Forever`) , Gänsehautriffs (`Ashes of Despair`) oder Refrains, die einfach nur rausgebrüllt werden müssen (`Toxic Touch`), ehe man mit `das letzte Ticket`den Sack zumacht.</p>
<p>Ich persönlich stecke musikalisch in den 90er Jahren fest und bin der Meinung, dass hier bereits das meiste (für mich) gesagt wurde. Um so mehr freue ich mich, wenn mich junge Bands eines besseren belehren und mir zeigen, dass es auch noch Neues zu entdecken gibt. Wenn ich aber höre, zu welchem leidenschaftlichen Album eine Band in der Lage ist, die bereits seit ihren Anfangstagen fester Bestandteil meines CD Regals (und meines Lebens) ist, kann ich nur ehrfürchtig staunen und mich einfach nur darüber freuen. CREMATORY haben hier ein Album auf den Tisch geprügelt, bei dem ich einfach nur glücklich bin; schickes Cover, Top Produktion, sehr gute Songs und eine Atmosphäre, als hätte man einen Best-Of Bastard zwischen der „…Just Dreaming“ und der „Illusions“ erschaffen und damit in diesem Jahr die Blütezeit der Gothic Ära eingeläutet. Hier hört man eine Band, die sich auf ihre Wurzeln besinnt, ihre langjährige Erfahrung geschickt nutzt und in absoluter Topform spielt. „Destination“ zelebriert ein Revival der Verbrüderung von Gothic- und Metal, das man gehört haben muss!</p>
<p><strong>10 von 10 Punkten</strong></p>
<p><a href="https://www.radunator.de/"><span style="color: #003366;"><strong>Sebastian Radu Groß</strong></span></a></p>
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		<title>Metal Hammer Paradise 2022 &#8211; Festival-Jahresabschluss an der Ostsee (18.-19.11.2022)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Jacobs]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2022 10:38:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>SOLD OUT und das völlig zu Recht! Ja, da war er wieder der Abschluss der mehrtägigen Festivals im Lande. Das</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>SOLD OUT und das völlig zu Recht!</p>
<p>Ja, da war er wieder der Abschluss der mehrtägigen Festivals im Lande. Das <span style="color: #003366;"><strong>METAL HAMMER Paradise</strong></span>&nbsp;&#8211; wie immer traditionell zum Jahresende &#8211; war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Rund 70 Prozent der Tickets für die kommende Ausgabe am 17. und 18. November 2023 sind&nbsp; bereits wenige Stunden nach Beginn des Vor-Ort-Vorverkaufs am zweiten Festivaltag vergriffen. Tipp an dieser Stelle: Wartet nicht zu lange, sondern bucht bitte rechtzeitig Euer Ticket!</p>
<p>Zwei bombastisch großartige Festivaltage liegen hinter mir und es gab jede Menge Überraschungen. Das METAL HAMMER Paradise kommt mit etwas weniger Dekoration und drumherum aus als das PLAGE NOIRE, welches am gleichen Ort stattfindet, bleibt aber einfach Kult innerhalb der Szene. So durften wir etwa DORO in Bestform erleben. Das &#8222;Metal Urgestein&#8220; (ne weit davon entfernt) kam daher mit einer erfrischend fetzigen Show, in der es Schlag auf Schlag mit Klassiker-Songs in die Vollen ging. Man kennt sie ja, die Kritiker: Diese wurden aber durch eine eine volle Halle und einer fantastischen Atmosphäre wahrlich Lügen gestraft. Mit DORO konnte man wieder einmal erleben, wie man es gefühlt 30 Jahre ohne Druckabfall auf der Bühne noch so reißen kann.</p>
<p>Aber auch IN EXTREMO und JBO gaben Vollgas. Auf der kleineren Stage gab es wahre Leckerbissen, so z.B. THE UNITY und TIAMAT, die man einfach gesehen haben muss. Leider schafft man es nicht zeitgleich in allen Sälen zu sein und muss &#8211; ähnlich wie auf anderen Festivals &#8211; genau planen, was man unbedingt sehen möchte. Main Stage, Motörhütt und Riff-Alm sind die drei Bühnen, auf denen dann zwei Tage lang die Post abgeht.&nbsp; Das Team von Ballroom Hamburg sorgte bereits ab Freitag mit einer fetten &#8222;Welcome-Party&#8220; für Stimmung. Highlights an diesem Wochenende natürlich auch die brasilianische Thrash-Formation SEPULTURA oder aber auch nationale Acts, wie z.B. CREMATORY und EISBRECHER haben ohne Ende abgefeuert und tolle Auftritte präsentiert, die lange im Gedächnis bleiben werden. Und auch CLAWFINGER aus Schweden sind diesseits mit ihrem Metal-Rap immer willkommene Gäste und präsentieren allseits bekannte Songs mit Mitsing-Faktor.&nbsp;</p>
<p>Einer der Nachteile der Location ist jedoch der mangelnde Parkraum, der zu absurden Pkw-Stapeleien führt, wenn die Anlage am Weissenhäuser Strand bis auf das letzte Zimmer und Appartement ausverkauft ist. Nichts desto trotz liegt hier dann wiederum alles dicht beieinander, so z.B. ein Edeka Markt, ein Schwimmbad, eine Kegelbahn, Bühnen und Merch-Stände. Auch Glühwein und Met wurden in einer kleinen Mittelalter-Ecke geboten, eine ausbaufähige Idee, die man auf dem PLAGE NOIRE etwas größer angeboten hat. Dies ist aber der Jahreszeit geschuldet, denn es war wirklich ein frostiges Event, wenn man nicht gerade vor der Bühne stand oder durch die Galerie schlenderte. Der Veranstalter hatte alle Hände voll zu tun, hier&nbsp; solch eine Qualität an Musik aufzufahren. Immerhin liegen zwei volle Jahre &#8222;Pandemie-Drama&#8220; hinter der Szene, von denen hier allerdings nicht mehr zu spüren war.</p>
<p>Lesungen, Kegeln mit der Band THE UNITY als auch Nebengefechte boten erfrischende Abwechslung. Auch Autogrammstunden und die eine oder andere Begegnung mit Bands bzw. Musikern bleiben bei einer solch familiären Atmosphäre nicht aus. Es war bitterkalt, so dass 2022 die Galerie und die Innenräume beliebter waren als in den Vorjahren. 4000 Metalheads gaben sich allerdings gewohnt gelassen und völlig stressfrei. An der Ostsee haben wir bereits jede Wetterlage erleben dürfen, T-Shirt-Wetter, Sturm und Schnee. In den Restaurants und an den Imbisständen war dann Zeit für einen Snack zwischen den Shows und man sah lauter relaxte Metaller im Holiday-Mode. Hier noch ein kleiner Tipp von mir persönlich: Kleines Chilli für 4,50 € (saulecker) hilft bei der Witterung und wärmt besser als jeder Schnaps.</p>
<p>Dennoch ist man wirklich froh am Abend im Zimmer in ein warmes kuscheliges Bett zu fallen und das letzte Dosenbier zu genießen. Die Bilder des Tages laufen dann im Hotel-TV und zeigen einem, was es sonst noch alles zu erleben bzw. zu sehen gab. Nach dem traurigen Ende der Hamburg Metal Dayz ist für mich das METAL HAMMER Paradise das letzte mehrtägige Festival der Szene im Jahr 2022 und es ist würdig diesen Platz zu füllen.</p>
<p>Die Security auf dem MHP 2022 hat einen astreinen Job gemacht &#8211; für mich immer ein wichtiger Faktor wieder aufzukreuzen. Man passte aufeinander auf und auch der Durchsatz weiblichen Personals am Einlass ist über die Jahre deutlich besser geworden. Dieses Fanlob geben wir also gerne weiter, denn darüber wird oft gesprochen.&nbsp;</p>
<p>Sebastian Kessler vom MHP resümiert:</p>
<blockquote><p>„Wir sind überglücklich, dass das neunte METAL HAMMER Paradise bei allen Beteiligten für glückliche Gesichter gesorgt hat: Bands, Fans, Veranstalter und die METAL HAMMER-Redaktion haben die Festivalsaison lautstark und feuchtfröhlich in die Winterpause geschickt. Wir können schon jetzt das Jubiläum 2023 kaum erwarten!“</p></blockquote>
<p>Stephan Thanscheidt zog ein entsprechend positives Fazit:</p>
<blockquote><p>„Das METAL HAMMER Paradise ist ein Herzensprojekt für uns, das wir im engen Dialog mit unseren Gästen ständig weiterentwickeln. Dass die programmatische Ausrichtung und das Veranstaltungskonzept so großen Anklang finden, freut uns enorm. Für das Vertrauen, das uns die Besucherinnen und Besucher durch den fulminanten Vorverkaufsstart erneut entgegengebracht haben, werden wir uns wie immer mit einem hochkarätigen Line-up bedanken.“</p></blockquote>
<p>Das <strong>METAL HAMMER Paradise 2023</strong> findet am <strong>17. und 18. November</strong> im Ferienpark Weissenhäuser Strand statt. Der Online-Vorverkauf startete am Montag, den 21. November 2022. Tickets und Infos gibt es auf der<span style="color: #800000;"><strong><a id="6379461cc93fabfb0e873c60" style="color: #800000;" href="https://engagement.juneapp.com/e/c/6379461cc93fabfb0e873c60/630f4872281065fd8fb9a59d" target="_blank" rel="noopener"> Festival-Website</a>.</strong></span></p>
<p>METAL HAMMER Paradise ist eine Veranstaltung von FKP Scorpio Konzertproduktionen in Kooperation mit METAL HAMMER.</p>
<p>Das vollständige Line-Up 2022 hier noch einmal für Euch in der Übersicht: <span style="color: #003366;">April Art, Axxis, Bonded, Bonsai Kitten, Clawfinger, Cobra Spell, Crematory, Crowbar, Doro, Dragony, Eisbrecher, In Extremo, </span><span style="color: #003366;">J.B.O., Knife, Night Demon, The Night Flight Orchestra, Oversense, Primal Fear, Rhapsody Of Fire, </span><span style="color: #003366;">Sacred Reich, Sepultura, Sodom, Soulbound, Temperance, Tiamat, Undertow, The Unity.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Berichterstattung / PhotoCredits: <a href="https://www.facebook.com/Fotos.Dirk.Jacobs"><span style="color: #003366;">Dirk Jacobs</span></a></strong></p>
 [<a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/metal-hammer-paradise-2022-festival-jahresabschluss-an-der-ostsee-18-19-11-2022">See image gallery at magazin.nordmensch-in-concerts.com</a>] 
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		<title>CHRISTIAN KRUMM &#8211; Lesen ist Metal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2020 11:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Christian Krumm ist im Ruhrpott bereits eine gestandene Größe, wenn es um die Verbindung zwischen Büchern und Metal geht. Der</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/christian-krumm-lesen-ist-metal">CHRISTIAN KRUMM &#8211; Lesen ist Metal</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong><a href="https://www.christian-krumm-autor.de/">Christian Krumm</a> ist im Ruhrpott bereits eine gestandene Größe, wenn es um die Verbindung zwischen Büchern und Metal geht. Der Startschuss fiel gemeinsam mit Hogler Schmenk mit „Kumpels in Kutten“ bei dem über 60 Interviews und Bandhintergründe der Metalszene beleuchtet wurden. Im Anschluss widmete sich Christian 6 Monate lang backstage der Arbeit einer Plattenfirma und veröffentlichte „CENTURY MEDIA- Die Geschichte eines Labels“. Hier kamen neben dem chaotischen Werdegang auch viele Anekdoten auf den Tisch, nach denen man seine Plattensammlung unter neuen Gesichtspunkten durch hörte. Nachdem die Metalszene beleuchtet wurde, widmete sich Christian seiner ersten Bandbiographie, bei der MORGOTH Pate standen. Mein erster direkter Kontakt zu ihm begann während der Promo von „At Dawn They Sleep“; hier schrieb er einen Roman mitten aus dem Leben eines Metalheads, der vielen Fans der Szene aus der Seele spricht. Der Spagat zwischen der Leidenschaft zur Musik und dem „normalen“ Leben (Spieleabend), der Aufstieg in der Szene und die Abgründe einer Parallelwelt haben mir ebenfalls schlaflose Nächte bereitet, denn das Buch will nicht nur unterhalten, sondern schießt auch direkt ins Herz. Mit „Traumschrott“ ging es weg von der Metalszene, und hin zu 11 Kurzgeschichten, die von einem packenden Rahmen gehalten werden. In seinem aktuellen Roman „Heaven 11“ baut Christian seine Kompetenzen aus und widmet sich ganz dem Alltag einer Psychiatrie. Die Frage nach der mentalen Gesundheit wird hier von einem differenzierten Licht beleuchtet und verschafft eine intensive Perspektive zu diesem Thema.</strong></p>
<p><strong>Hallo Christian und erst einmal vielen Dank für deine Zeit. Bitte stell dich einmal kurz unseren Lesern vor, die noch nichts von dir gehört haben.</strong></p>
<p>Sehr gerne, wobei Du ja auch schon einiges erzählt hast. 😉 Hauptberuflich arbeite ich an der Uni Duisburg-Essen als Dozent für wissenschaftliches Schreiben. Ursprünglich habe ich Geschichte studiert und bin so auch zum Schreiben von Büchern über Heavy Metal gekommen, denn Holger Schmenk war damals mein Kollege am Lehrstuhl. Und obwohl mir die Sachbücher, besonders wegen der vielen Interviews, immer sehr viel Spaß gemacht haben, bin ich doch dem Schreiben von Romanen und Geschichten verfallen. An der Uni gebe ich auch regelmäßig Seminare für Studenten, die in ihrer Freizeit Geschichten schreiben. Insofern gehörten mein Roman „At Dawn They Sleep“ und dann die weiteren Bücher „Traumschrott“ und „Heaven 11“ zu dem natürlichen Prozess, der mich dorthin geführt hat, wo ich eigentlich hinwollte.</p>
<p><strong>Wie hast du damals deine Leidenschaft zum Schreiben entdeckt und kannst du dich an deine ersten lyrischen Gehversuche noch erinnern?</strong></p>
<p>Nach dem Abitur wollte ich eigentlich Journalist werden, naja und Rockstar, aber das ging wohl Vielen so. Ich habe dann ein paar Jahre freiberuflich für eine Zeitung gearbeitet, aber irgendwann gemerkt, dass ich mich bei diesen kurzen Texten nicht wirklich austoben. Kurz nach meinem Uni-Abschluss habe ich angefangen Geschichten zu schreiben und eigentlich nie damit aufgehört. Die Sachbücher kamen mehr oder weniger dazwischen. Die Geschichten, die ich damals geschrieben habe, sind dann in überarbeiteter Form in die Sammlung „Traumschrott“ gewandert. Insofern ist das eine Sammlung der ersten Gehversuche.</p>
<p><strong>Deine Leidenschaft für Metal wurde in mehreren Büchern thematisiert; erzähl uns bitte, wie du metalfiziert wurdest. Welcher Song oder welche Band hat dir den Weg zur Metalszene geebnet?</strong></p>
<p>Ganz eindeutig „Civil War“ von Guns N‘ Roses. Ich stand eines morgens vor dem Spiegel mit Walkman auf (man hört, dass ich in den 70ern geboren wurde) und da lief dieser Song. Der war ja die B-Seite von „You could be mine“ und eigentlich nur zufällig auf meinem Mix-Tape gelandet. Ich hörte die Gitarren und sie erzeugten in mir ein Gefühl von Energie, das ich bis heute spüre, wenn ich diesen Song höre. Dann kamen Blind Guardian hinzu, für die ich mich eigentlich erst einmal nur interessierte, weil sie auch aus Krefeld kommen. Naja, der Rest kam dann aber wie von selbst.</p>
<p><strong>Kannst du dich noch an dein erstes Konzert/Bandshirt erinnern? Was war dein letztes Konzert, das du besucht hast und welches Shirt hast du dir als letztes gekauft?</strong></p>
<p>Das erste Konzert war Iron Maiden 1993 in der Essener Grugahalle. Das war einfach unfassbar, noch mit Dickinson, bevor er dann zwischenzeitlich ging. Dass das ein unglaublich prägendes Erlebnis war, brauche ich wohl keinem Metalhead erzählen. Das erste Bandshirt war von Blind Guardian, das, was ich mir als letztes gekauft habe, war von dem Konzert von Pain of Salvation in der Zeche Bochum. Die haben mit „In the passing light of day“ ein Album vorgelegt, das mir immer wieder Schauer über den Rücken treibt, wenn ich nur daran denke. Und das Konzert war der Hammer. So eine Band in der nicht einmal ausverkauften Zeche zu sehen, das ist ein großes Geschenk. Da wusste ich wieder, warum Metal einfach so eine tolle Musik ist.</p>
<p><strong>Dein Roman „At Dawn They Sleep“ erzählt die Geschichte eines Metalheads, der mitten in der Szene ist. Angefangen als Fanboy, mausert er sich später zu einer Größe in einer Szene, in der sich nicht nur eine starke Gemeinschaft, sondern auch einige Abgründe auftun. Welche Parallelen gibt es zur Metalszene, die du erlebst und wie hast du damals deine Recherchen durchgeführt?</strong></p>
<p>Für den Roman musste ich gar nicht recherchieren, denn ich hatte ja vorher die ganzen Interviews für „Kumpels in Kutten“ und „Century Media“ geführt. Nachdem die beiden Bücher fertig waren, hatte ich zwar eine ganze Menge über Bands, die Szene und das Geschäft geschrieben, aber das Gefühl blieb zurück, dass ich dennoch den Punkt noch nicht wirklich getroffen hatte. Das, so meine Überzeugung, konnte nur mit einem Roman funktionieren, denn Metal ist ein Gefühl und das lässt sich nicht auf rationalem Wege erklären. So ist „At Dawn They Sleep“ das pure Gefühl, das nach den Sachbücher übrig geblieben war und unbedingt raus musste. Und das, kann man so sagen, sind auch die Parallelen des Romans zur Szene, eine recht subjektive Schilderung, aber ich habe gehört, dass viele Metalheads auch ähnliche Leute kennen. Schon witzig. 😊</p>
<p><strong>In „Traumschrott“ hast du mehrere Kurzgeschichten versammelt, die inhaltlich durch einen kurzen Handlungsstrang zusammengehalten werden. Allerdings durchbrichst du mit dieser kleinen Handlung die vierte Wand zum Leser, und erwischst ihn auf der Zielgeraden sehr unvorbereitet. Wie kam es zu der Idee und hattest du als Leser selbst schon mal so einer Erfahrung, die dich dazu inspiriert hat?</strong></p>
<p>Speziell das Durchbrechen der Vierten Wand hatte ich schon einmal bei einem italienischen Autor namens Italo Calvino erlebt, in seinem Buch „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“. Das hat mich tief beeindruckt. Aber das hat mir eigentlich nur das Bewusstsein um dieses „Werkzeug“ gebracht. Bei Traumschrott war es so, dass ich zwar als Autor mit den Geschichten ganz zufrieden war, mich aber als Leser immer noch so außen vor fühlte. Ich wusste nichts mit den Geschichten anzufangen, wenn sie nicht in einen großen Zusammenhang gestellt werden und wenn dabei nicht ich als Leser unmittelbar betroffen bin. Manche der Geschichten sind ja auch etwas abstrakt, aber ich wollte eben, dass der Leser in der Sammlung merkt, dass es auch um seine Träume, Wünsche und Bedürfnisse geht, unabhängig davon, welchen Inhalts sie sind. Also musste ich den Leser in die Geschichte mit hineinziehen, meine Sache zu seiner machen, und ich bin mit dem Ergebnis doch sehr zufrieden. So wurde für mich aus einer Improvisation das Herzstück des Buches. So geht das manchmal.</p>
<p><strong>Zu „Heaven 11“ hatte ich ja damals ein (recht umfangreiches) Manuskript, dass sich deutlich von dem veröffentlichten Roman unterscheidet. Wie kam es zu den Veränderungen und wie hat sich das für dich persönlich angefühlt?</strong></p>
<p>Ja, da kann mal wieder sehen, wie sehr das Schreiben doch einem Marathonlauf ähnelt. Man rackert sich eine gefühlte Ewigkeit ab und dann kommt es doch auf die letzten Sekunden auf der Zielgerade an. Ähnlich wie bei „Traumschrott“ traten die entscheidenden Veränderungen bei der Überarbeitung ein, dieses Mal allerdings auf den Hinweis einer befreundeten Autorin hin, die das Manuskript zur Probe gelesen hatte. Anja Bagus heißt sie und sie schrieb mir, ich solle mich voll auf die Station konzentrieren und den Rest weglassen. So wurden innerhalb von sechs Wochen aus 550 Seiten 300 und die Geschichte bekam eine andere Stoßrichtung. Die gestrichenen Passagen schwingen zwar noch so im Hintergrund mit, aber die Geschichte steht auch für sich und funktioniert besser ohne. Aber wenn ich jemals einen zweiten Teil schreibe, habe ich auf jeden Fall jede Menge Material. Persönlich fühlte es sich für mich zuerst an, als würde ich mir selbst einen Arm amputieren, aber danach war das Gefühl nur noch positiv, frei und die Rezensionen geben Anja in jedem Punkt Recht. Das Buch kommt überwältigend gut an.</p>
<p><strong>Die Geschichte lädt den Leser ein, sich intensiv mit den unterschiedlichen Strukturen unseres Verstandes auseinander zu setzen. Das Thema bietet extrem viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren; warum hast du dich für dieses Thema entscheiden und wie bist du an die Geschichte ran gegangen?</strong></p>
<p>Ich habe als Zivi und später als ungelernter Pfleger in der geschlossenen Psychiatrie gearbeitet, 5 Jahre insgesamt. Als ich von dort wegging, um meinen Unijob anzutreten, habe ich mir vorgenommen, ein Buch darüber zu schreiben. Damals dachte ich noch gar nicht daran, jemals ein Buch zu veröffentlichen, aber dieser Gedanke war seitdem immer lebendig, womöglich sogar der Grund, warum ich überhaupt mit dem Schreiben begonnen habe. Nachdem dann alle anderen Bücher erledigt waren, habe ich mich hingesetzt und zunächst Anekdoten und Erlebnisse aus dieser Zeit aufgeschrieben. An wieviel ich mich noch erinnern konnte, zeigte mir einmal mehr, wie prägend diese Zeit für mich war. Die Geschichte sollte dann so funktionieren, dass der Leser spürt, welchen ungeheuren Einfluss der Umgang mit psychisch kranken Menschen auf das eigene Selbstbild und den Blick auf die Gesellschaft hat. Das wird man nie wieder los und diese Erfahrung wollte ich mit Interessierten teilen. Ich glaube, das ist ganz gut gelungen.</p>
<p><strong>Die Atmosphäre hat mich sehr an meine Zivildienstzeit erinnert; auch wenn es eine andere Einrichtung war (Wohnheim für behinderte Menschen), so habe denke ich, dass die Patienten deines Buchs (bzw. die Bewohner meiner Einrichtung) Struktur, Vertrauen und menschliche Nähe benötigen, um ihren Alltag und ihr Leben bewerkstelligen zu können. Dennoch lebt jeder in seiner eigenen Welt und das einzige, was denjenigen von uns Leuten in der „freien Wildbahn“ unterscheidet ist, dass wir uns um uns selbst kümmern müssen und weniger kontrolliert werden. Unterm Strich empfindet jeder von uns das Leben auf seine eigenen Weise und handelt entsprechend. Was davon als „krank“ oder „unnatürlich“ angesehen ist, ist das, was von der Gesellschaft und den Erwartungen definiert wird. Wie siehst du das?</strong></p>
<p>Genauso. Ich lasse das so stehen, denn auch darum geht es in „Heaven 11“. Der Wahnsinn findet nicht drinnen statt (also auf der Station), sondern draußen.</p>
<p><strong>Du hast mittlerweile einige Bücher auf dem Kerbholz. Wie fühlt es sich für die als Autor an, wenn du auf deine (teils sehr unterschiedliche) Werke zurückblickst?</strong></p>
<p>Spannend. Bücher sind wie Kinder (wobei ich ja keine habe, aber ich glaube der Vergleich taugt trotzdem). Jedes Buch ist ein kleiner Mikrokosmos für sich und ich liebe jedes einzelne auf seine Art. Natürlich habe ich auch meine Lieblinge, aber dass das verwerflich ist, so weit muss man den Vergleich mit den Kindern dann doch nicht treiben. Zum Beispiel bin ich immer noch unendlich stolz auf das Century-Media-Buch. Ich halte es in seiner Art für einzigartig, weil in keinem Sachbuch das Musikgeschäft so nah am Geschehen beschrieben wird. Von dem, was ich in dieser Zeit, in der ich bei Century Media fast so praktikantenmäßig ein- und ausgegangen bin, habe ich unendlich viel gelernt und vieles davon steckt auch in dem Buch. „At Dawn They Sleep“ wiederum war ein außerordentlicher Kraftakt, die reine Selbstverwirklichung, bei der ich vielleicht noch ein wenig mehr an der Leser hätte denken sollen. Aber darum ging es in dem Buch nicht, sondern allein um das Gefühl, das ich mit der Metalszene verbinde. Es ist ein lustiges Gefühl, dass ich tatsächlich in der Regel mit Büchern immer zufriedener werde. Was anderes bringt ja auch nichts, denn sie sind ja schon geschrieben. Dafür bin ich mit dem aktuellen Buch immer sehr unzufrieden und das ändert sich auch gewöhnlich nicht, bis es draußen ist. Am Ende fühle ich mich wie ein 90jähriger im Rollstuhl und die Lektoren und Probeleser sind meine Pfleger, die mir bei den kleinsten Kleinigkeiten helfen müssen. Aber so hat es bislang noch immer gut funktioniert.</p>
<p><strong>Wie gehst du ein neues Buch an? Hast du eine bestimmte Technik, oder lässt du dich inspirieren, sammelst und sortierst im Anschluss?</strong></p>
<p>Zwei meiner liebsten Autoren, Umberto Eco und Stephen King, haben, jeder auf seine Art, das Schreiben sehr treffen beschrieben. Eco sagt: „Schreiben ist 10 % Inspiration und 90 % Transpiration“ und King schreibt irgendetwas von einem Tunnel voller Scheiße, durch den man kriechen muss. Genauso ist das. Es gibt eine Idee, die den Anfang setzt und danach läuft es eigentlich immer so: „Ah, das ist eine Mega-Idee“ – schreib, schreib, schreib – „Ach ne, eigentlich ist das total scheiße!“ – verzweifel, fluch, ich kann nix, ich hör auf, leckt mich doch alle! So geht das mit 9 von 10 Ideen, die mir zu einer Geschichte kommen. Für mich gibt es nur einen Weg, ein Buch zu schreiben: Man muss es einfach wollen, alles hinterfragen, immer prüfen, ob und wie etwas funktioniert und dem Willen, eine gute Geschichte zu schreiben, alles andere unterordnen. Für mein neues Manuskript habe ich bereits 300 Seiten geschrieben, davon bin ich zufrieden mit ungefähr 40. Der Rest ist nur der Weg zu etwas Besserem. Man muss extrem ruhig bleiben und sich immer wieder überwinden. Das ist für mich die einzige Technik. Der Rest ist Fühlen. Man muss schwitzen, lachen, weinen, Angst haben, während man schreibt, dann ist es richtig. Und das kann man nur, wenn man frei von dem Gedanken ist, dass man ein Buch schreiben MUSS. Es muss einfach gewollt sein. Klingt nicht sehr hilfreich, aber ich glaube, die meisten Autoren würden mir da zustimmen.</p>
<p><strong>Du hast in deinen Anfangstagen mit Holger und Nicole Schmenk zusammen gearbeitet und hast seit einigen Jahren eine feste Kooperation mit Edition Roter Drache. Bitte erzähl uns, wie es damals zur Zusammenarbeit gekommen ist und was diese Kooperation heute noch für dich reizvoll macht.</strong></p>
<p>Edition Roter Drache ist ein großartiger Verlag. Natürlich läuft nicht alles immer so, wie man sich das wünscht, aber menschlich gibt es nichts Besseres. Die Autoren sind tatsächlich wie eine große Familie und da sind ja wirklich ein paar durchaus nennenswerte dabei wie Luci van Org, Axel Hildebrandt, Christian von Aster, Tommi Krappweiß, Marc Benecke usw. Natürlich kenne ich nicht alle persönlich, das ergibt sich eher zufällig auf gemeinsamen Messen und Lesungen. Und diese Atmosphäre liegt eben daran, dass der Verleger Holger Klimannel so ein großartiger Typ ist, der wirklich alles für die Bücher tut. Wenn Du als Autor das Gefühl hast, dass Dein Verleger mindestens ebenso hart für Dein Buch arbeitet, wie Du, dann ist das ein großes Glück. Außerdem kann er exzellent Bücher setzen, die werden immer echte Schmuckstücke. Kennen gelernt habe ich ihn über den ehemaligen Morgoth-Sänger Marc Grewe. Der hatte mich seinerzeit für die Morgoth-Biografie vorgeschlagen, die ich ja dann auch geschrieben habe. Naja, und dann sagte Holger zu mir: Wenn Du noch was hast, immer her damit. Und so war ich drin. Das sehe ich als großes Glück an.</p>
<p><strong>Du bist (genau wie ich) ein großer BLIND GUARDIAN Fan; erzähl uns doch mal, wie du das letzte Album erlebt hast und ob was du vom neuen Album erwartest.</strong></p>
<p>Meinst Du das Orchester-Album? Ich gebe zu, dass ich die Begeisterung nicht so ganz teile. Es ist zwar ein atemberaubendes Werk, funktioniert aber für mich persönlich nicht so gut, wie die regulären Alben. Liegt aber auch daran, dass ich „Beyond the red mirror“ für ein Meisterwerk halte. Das hat allerdings einen Makel. Die Story des Albums ist sehr undurchsichtig und funktioniert für meinen Geschmack nicht. Da taten Guardian doch gut daran, dass sie sich früher bei Tolkien bedient haben. Und ich glaube sogar, sie sehen das ähnlich, denn für das aktuelle Album haben sie sich ja mit Markus Heitz einen DER deutschen Fantasy-Autoren der Gegenwart geholt. Das ist natürlich super. Ist übrigens auch ein netter Typ, den habe ich mal kennen gelernt, weil ich auf einer Konvention direkt nach ihm gelesen habe, allerdings mit ein paar weniger Zuschauer (hüstel). Also, konzeptionell, von der Umsetzung her, ein nahezu perfektes Werk, wie es bei Blind Guardian so ist, aber eben nicht so mein Geschmack. Ich bin gespannt, was jetzt kommt.</p>
<p><strong>Hast du noch andere Tipps, welche coolen Alben man sich aktuell anhören sollte? Was sind deine Top 5 Lieblingsalben, die immer gehen?</strong></p>
<p>Ich bin vielleicht nicht immer so Up-to-date, weil ich weniger die aktuellen Releases verfolge, sondern auch gerne in den Tiefen der Musikhistorie stöbere. Dort habe ich ein Album gefunden, das auch von Mikael Akerfeld in einem Youtube-Video empfohlen wurde: Song for all seasons von The Renaissance. Cooles Ding, gebe ich ihm Recht, eher seicht, 70s-Prog, aber eben mein Geschmack. Ansonsten das oben erwähnte Pain of Salvation-Album, ebenso „Remedy Lane“ von dieser Band, einfach großartig. „Eternal“ von Stratovarius höre ich in letzter Zeit wieder sehr, sehr gerne, außerdem „Watershed“ von Opeth. Das sind so die Favoriten im Moment, neben vielen alten Schätzchen von Dream Theater, Genesis oder auf Dire Straits, die bei mir immer gehen.</p>
<p><strong>Hast du eigentlich ein Stammfestival, bei dem man dich antreffen kann?</strong></p>
<p>In letzter Zeit bin ich etwas draußen, was Festivals angeht, nicht nur wegen Corona. Aber wenn dann sicher das Rock Hard Festival, das Dong Open Air oder das Nord Open Air. Die gehen eigentlich immer.</p>
<p><strong>Wie schaut´s bei dir mit Büchern aus? Welche Autoren/Genres liest du gerne und warum? Gibt es für dich einen Unterschied zwischen dem Lesen und sich inspirieren lassen?</strong></p>
<p>Den gibt es eigentlich nicht. Für mich ist es nach Heaven 11 die vordringliche Frage, in welches Genre ich meine Geschichten entwickeln will. Das Genre ist bei Autoren fast noch wichtiger als bei Musikern, da man ja bei Bands schon einmal einen Song hören kann, um zu verstehen, welche Musik sie machen. Bei Autoren müsste man mindestens ein ganzes Buch lesen und das kostet Zeit. Daher nehmen die Leser den Genre-Hinweis immer dankbar an. Ich habe bereits eine Horror-Kurzgeschichte für eine Anthologie geschrieben und mit Heaven 11 in Kombination dachte ich mir, Psycho-Horror wäre eine gute Sache. Also las ich ein paar Klassiker, besonders natürlich Stephen King. Die Herausforderung dieses Genres ist, dass man verstehen muss, was einem Leser so richtig das Gruseln lehrt, wenn man eben nicht die Möglichkeit hat, Bilder zu zeigen wie im Film. Dafür suche ich nach Werkzeugen. Viele Autoren dieses Genres retten sich damit, dass sie brutale Geschichten schreiben. Das will ich nicht. Ich will, dass die Leute sich gruseln, nicht ekeln. Also las ich zum Beispiel endlich „Carrie“ und „Shining“, was ich schon immer vor hatte. Das war ganz aufschlussreich, aber ich stehe da noch am Anfang.</p>
<p><strong>Du bist Dozent an der Uni für wissenschaftliches Schreiben; privat tobst du dich in Sachen kreativem Schreiben aus. Hält sich das bei dir gegenseitig die Balance, oder fällt es dir manchmal schwer, beides in Einklang zu bringen?</strong></p>
<p>Das ist kein Problem, eher im Gegenteil. Natürlich hätte ich manchmal gerne mehr Zeit zum Schreiben, aber die Arbeit bringt mich auf andere Gedanken. Außerdem lerne ich an der Uni jede Menge Studenten kennen, die liebend gerne schreiben. Das sorgt für jede Menge Inspiration, und Kontakte nebenbei. Der Vater einer meiner Studentinnen zum Beispiel ist Autor für Perry Rhodan und hat mir den Kontakt zu Andreas Eschbach ermöglicht, der tatsächlich dann auch zu Besuch in meinem Seminar war und über das Schreiben erzählt hat. Das war großartig. Also, ich bin sehr glücklich mit dieser zweigleisigen Arbeit.</p>
<p><strong>Kannst du dich noch daran erinnern, als du dein erstes Manuskript einem Verlag vorgelegt hast? Was war das für ein Gefühl und wie unterscheidet sich der Adrenalinkick von heute?</strong></p>
<p>Es ist schon ein beruhigendes Gefühl, dass ich einen Verlag habe, der gewöhnlich meine Geschichten veröffentlicht. Aber der Kick ist immer noch da, gerade wenn die Phase der Probeleser kommt. Mein erstes Manuskript habe ich vor Jahren einem Verlag in meiner Heimatstadt Krefeld vorgelegt. Die Verlegerin war sehr nett und gab mir jede Menge Tipps, hat aber letztlich das Manuskript abgelehnt. Es war aber auch wirklich schlecht. Letztlich ist es gar nicht einmal so ein großes Problem, einen Verlag zu finden, wenn man ein Manuskript hat, besonders, wenn es eindeutig einem Genre zugeordnet werden kann. Aber den passenden zu finden, ist schon wieder wie die Nadel im Heuhaufen suchen. Und die kleinen Verlage haben tatsächlich schwer zu kämpfen. Als Autor muss man damit rechnen, auch selbst sehr viel Promotion zu machen. Aber wo ist das nicht so?</p>
<p><strong>Kannst du dir vorstellen, noch ein Buch in Bezug auf Musik zu schreiben? Welche Zukunftspläne gibt es bei dir?</strong></p>
<p>Die Psycho-Mystery-Horrorgeschichten sind das Projekt, an dem ich jetzt arbeite. Ich träume von einer klassischen Spukhaus-Geschichte, die aber eben auch diese Psycho-Elemente von Heaven 11 hat. Mal sehen, ist ein langer Weg. Bücher über Musik – das Thema ist erst einmal durch. Mein Plan war: Szenebuch, Plattenfirmabuch, Bandbiografie, Roman, alles habe ich gemacht. Daher konzentriere ich mich auf andere Dinge.</p>
<p><strong>Danke für deine Zeit und das coole Interview! Einige abschließende Worte an unsere Leser?</strong></p>
<p>Danke Dir. 😊 Gerne, ich bemerke immer wieder, dass Leser und auch Rezensenten sich nicht unbedingt trauen, mit einem Autor in Verbindung zu treten. Macht das ruhig, sagt mir Eure Meinung, wenn Ihr eines meiner Bücher gelesen habt. Feedback ist immer toll!</p>
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<p><strong>Durch das Interview führte: Sebastian Radu Groß</strong></p>
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