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	<title>BLIND GUARDIAN Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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		<title>ELDEN RING Symphonic Adventure</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 13:27:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Philipshalle Düsseldorf an einem schönen Frühlingstag. Ich stehe mit einem kühlen Bierchen vor der Bühne und freue mich auf mein</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/elden-ring-symphonic-adventure">ELDEN RING Symphonic Adventure</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Philipshalle Düsseldorf an einem schönen Frühlingstag. Ich stehe mit einem kühlen Bierchen vor der Bühne und freue mich auf mein erstes Blind Guardian Konzert. Ob sie den magischen Moment des Bard´s Song nochmal wiederholen können, den sie auf der „Forgotten Tales“ hatten? Ich bin jedenfalls gespannt, wie…Stop! Falsches Konzert und falsche Zeit; ein kleiner Zeitsprung, circa 23 Jahre später.</p>
<p>Es ist ein kalter Winterabend und ich befinde mich in der Mitsubishi Halle in Düsseldorf, die einst den Namen „Philipshalle“ trug. Hier hatte ich mein erstes episches Konzert mit meiner Lieblingsband erleben dürfen, als der `Bard´s Song ‘eskalierte und wir 20 Minuten frenetisch feierten und unsere Helden auf der Bühne völlig perplex und glücklich dastanden. Auf dem „Live“ Album hört und spürt man immer noch dieses Gefühl, das ein Leben lang bleibt. Heute bin ich teilweise von Leuten mit Bandshirts umgeben, aber auch Nerdshirts, Dark Souls Fans und sehr schick angezogene Leute, füllen die Halle, denn heute wartet ein Orchester auf, das in Kombination mit Spieleszenen Fans von Elden Ring beglücken wird. Vorhang auf für das <a href="https://en.bandainamcoent.eu/elden-ring-concert">ELDEN RING SYMPHONIC ADVENTURE</a>.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="ELDEN RING Symphonic Adventure - World Premiere 2024" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/uq1F1pAkPKs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Wer hätte gedacht, als im Jahr 2009 zum ersten Mal „Demon´s Souls“ auf heimischen PS3 Bildschirmen, vielen Gamern die Bildschirmtodflatrate bescherte, dass daraus ein ganzes Genre wachsen und so populär werden würde? Die Dark Souls Reihe besticht zwar durch seinen Schwierigkeitsgrad (der sich an die 90er Jahre Computerspiele orientiert; wenig Speichermöglichkeiten, keine Pause Taste und bockschwere Gegner), aber auch besonders durch seine mystische Atmosphäre und der kryptischen Lore. Elden Ring ist die aktuelle Speerspitze aller Souls Fans, denn hier kann man sich in einer Open World mit sämtlichen Spielmechaniken und Bossen auseinandersetzen, während man durch eine liebevoll gestaltete Landschaft reist. Umso wichtiger ist dabei ein atmosphärischer Soundtrack, der in der Philipshalle (sorry, Mitsubishi Halle) zelebriert werden soll.</p>
<p>Zunächst einmal folgendes Grundprinzip zum Verständnis: man kann mehrere Metalbands auf eine Bühne mit den lautesten Verstärkern hinstellen; gegen ein komplettes Orchester (inklusive Chor) hat in Sachen Durchschlagskraft niemand eine Chance! Nicht umsonst haben sich bereits Bands wie Dimmu Borgir, Kool Savas oder Led Zeppelin bereits für einen Live-Auftritt mit einem Orchester zusammengetan, um den eigenen Songs live auch eine epochale Durchschlagskraft zu vermitteln. Dass dies in Sachen Soundtrack zu Spielen und Filmen eindrucksvoll funktionieren kann, zeigen heute YouTube Videos, die während der Aufführung von „Game of Thrones“, „Wichter“ oder „Herr der Ringe“ gedreht wurden. Eine gute Ausgangsposition also für diesen Abend.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-31327" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/20250111_212440.jpg?resize=800%2C600&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="600" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/20250111_212440-scaled.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/20250111_212440-scaled.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/20250111_212440-scaled.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/20250111_212440-scaled.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/20250111_212440-scaled.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/20250111_212440-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/20250111_212440-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>Das Licht erlischt. Über dem Orchester ragt ein gigantischer Bildschirm mit dem Elden Ring Symphonic Adventure Logo und leise Klänge des Intros läuten einen Abend der besonderen Art ein. Schaut euch einmal das komplette Intro von Elden Ring zuhause auf einem riesigen Bildschirm an und hört den Soundtrack dabei über Kopfhörer in der bestmöglichen Qualität. Dann bekommt ihr eine ungefähre Vorstellung, mit welcher Gänsehaut das Publikum in den ersten Minuten des Intros dastand und weiterhin mit einer konstanten Gänsehaut verwöhnt wurde. Danach wurde mit unterschiedlichen Charakteren die Reise durch die Spielwelt angetreten, wobei die Bosskämpfe jeweils Dreh- und Angelpunkt der Musikstücke sind. Slow Motion im Stil von 300, unterschiedliche Kameraperspektiven und Nahaufnahmen der Gesichter funktionieren mit der epochalen Wucht des Orchesters ausgezeichnet und entfachen neben der Gänsehaut direkt die Lust, sofort selbst Hand an den Controller zu legen, um die dargebotenen Kämpfe selbst zu steuern. Der Sound ist gut, die Lautstärke an einigen Stellen zu brachial, aber im Großen und Ganzen ein intensiver Trip für Augen und Ohren. Die emotionale Bindung aller Gamer spielt dem Orchester hier optimal in die Karten und gerade bei knackigen Bosskämpfen (ja, ich meine dich, Radagon!) kennt man jede Note des Soundtracks auswendig, weil man sich so oft durch die Kämpfe gequält hat. Bei allem Bombast und Kämpfen sind es aber besonders die ruhigen Momente, die diesen Abend zu etwas ganz Besonderem machen. So zieht sich das Orchester komplett in die Stille zurück, während Godrick sich in aller Ruhe in Richtung Kamera dreht, der Wind mit seinem Umhang spielt und er langsam seine Stimme erhebt. In diesen Momenten kann man eine Stecknadel unter den 7500 Anwesenden fallen hören und alles staunt voller Ehrfurcht, ehe das Orchester wieder mit voller Wucht einsetzt.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-31329" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/Malenia.jpg?resize=800%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="450" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/Malenia.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/Malenia.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/Malenia.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/Malenia.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/Malenia.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/01/Malenia.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />Mein persönliches Highlight (und wahrscheinlich vieler anderer), ist die Begegnung mit Malenia. Man kann förmlich die Anspannung aller Anwesenden&nbsp; spüren, als sie sich umdreht und mit den Worten „I am Malenia, Blade of Miquella. And I don´t know defeat!“ jenen Bosskampf einläutet, der sämtliche Souls Fans auf eine völlig neue Schwierigkeitsstufe befördert hat. Hier wurde ebenfalls ein fiktiver Charakter ins Rennen geschickt, obwohl bestimmt viele Anwesende auf den Auftritt des Spielers Let Me Solo Her gewartet haben, der durch sein professionelles Gameplay sogar von den Entwicklern ein Schwert Replika geschenkt bekommen hat. Der Mix aus Gameplayszenen und Orchester funktioniert optimal und es gibt keine Sekunde, in der es auch nur ansatzweise langatmig wurde. Das Publikum ist dankbar und so wird mit Standing Ovation und lauten Rufen eindeutig eine Zugabe gefordert, auf die keiner vorbereitet war. Um so schöner ist es, dass sie den Bosskampf von Godfrey nochmal spielen, aber sogar noch besser als vorher! Im Anschluss an das Konzert geht das große Pilgern zum Parkplatz los und man hört viele Gespräche, in denen über den Soundtrack, die Bosskämpfe und die Entwicklung der Souls Spiel gefachsimpelt wird. Wer Interesse an weiteren Infos zu der Souls Reihe hat, kann mich gerne bei <a href="https://www.multi-mania.net/games?view=article&amp;id=504&amp;catid=14">RADU´S GAMING CORNER</a> besuchen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Computerspiele, Filme und Serien sind endlich in unserer Popkultur angekommen und zelebrieren das, was uns besonders am Herzen liegt, auf unterschiedliche Weise. Klassische Musik gehört zum festen Grundpfeiler menschlicher Kultur, seit es Musik gibt. In der Mitsubishi Halle haben bereits viele unterschiedliche Bands ihren Fußabdruck hinterlassen (von Comedy, über Pop bis Metal ist alles dabei). Gaming hat sich mittlerweile aus seinem Nischendasein zu einer festen Lebenskultur entwickelt und hat einen festen Platz in vielen Herzen gefunden. An diesem Abend wurden sowohl Metalfans, Freunde der klassischen Musik, Fantasynerds und Gamingfreaks gleichermaßen bedient. Ein schöner Abend in friedlicher Atmosphäre, Leute aus unterschiedlichen Kulturen und mit unterschiedlichen Interessen werden aufgrund ihrer Leidenschaft zu Elden Ring hier friedlich vereint. Das ist meiner Meinung nach der perfekte Beweis, dass Kunst (in jeglicher Form) das beste Mittel ist, unterschiedliche Menschen zu vereinen und für eine bessere Gesellschaft zu sorgen. Denn solange die Leidenschaft in so einer warmherzigen Atmosphäre zelebriert wird, wird die Kunst weiterleben.</p>
<p><a href="https://www.radunator.de/">Berichterstattung : Sebastian Radu Groß</a></p>
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		<title>FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2024 12:10:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Treffen sich ein Musiker und ein Journalist. Der Journalist fragt: „Was ist eigentlich schwerer; die Songtexte schreiben, oder die Instrumente</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Treffen sich ein Musiker und ein Journalist. Der Journalist fragt: „Was ist eigentlich schwerer; die Songtexte schreiben, oder die Instrumente einspielen?“ Antwortet der Musiker: „Am schwierigsten ist es mal kurz von DARK SOULS wegzukommen, um endlich mal wieder komponieren zu können.“</p>
<p>Was sich wie ein schlechter Witz liest, ist tatsächlich so passiert. Während unseres Interviews 2016 zum letzten <strong><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://farbeyond.bandcamp.com/album/the-end-of-my-road">FAR BEYOND</a></span></strong> Album, stellte sich zwischen dem Verfasser dieser Zeilen und dem Solokünstler <span style="color: #003366;"><strong>Eugen Dodenhoeft</strong></span> die gemeinsame Leidenschaft zum Dark Souls Universum und zu Videospielen insgesamt heraus. Dieses Jahr ist das aktuelle Album „The End of my Road“ erschienen, das in unserem <strong><a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-the-end-of-my-road-review"><span style="color: #003366;">REVIEW</span></a></strong> amtlich abgeräumt hat. Grund genug, um über die Entstehung der Songs, verängstigte Nachbarn und andere Welten zu plaudern.</p>
<p><strong>Blind Guardians Erben</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28616" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das Vorgängeralbum deutet bereits an, dass die Entwicklung von FAR BEYOND unter einem guten Stern stand. Unter der Headline „Blind Guardians Erben“ wurde nur ein Einfluss genannt, den es auch bei diesem Album zu hören gibt. Die Resonanzen auf das Album sind überwiegend positiv; zusätzlich gibt es auch sehr durchwachsene Stimmen. Eine mexikanische Grind Metal Seite war nicht wirklich angetan von dem Werk und auch ein Blogger konnte nicht viel mit dem Album anfangen; allerdings wurde das Album von ihm nicht komplett verrissen, sondern aufgrund seiner Vielschichtigkeit empfohlen, es sich anzuhören, um sich seine eigene Meinung zu bilden. Gerade die Vielseitigkeit des Albums bietet eine Diskussionsgrundlage, die zusätzlich Aufmerksamkeit auf sich zieht. Beim Durchlauf kommen unterschiedliche Vergleiche auf: von Dimmu Borgir, Stratovarius, Borknagar, bis zu Edge of Sanity („Crimson“) ist die komplette Spannbreite dabei. Dabei ist die Chance groß, dass für jeden etwas dabei ist.</p>
<p>„Ich finde es sehr interessant, mit welchen Bands ich verglichen werde. Spontan bekomme ich alle Bands, mit denen ich verglichen wurde auch gar nicht mehr zusammen. Es ist so, als ob jeder seine eigene Brille auf hat und mich mit Bands vergleicht. Dabei sind Bands, wie Wintersun, Borknagar oder auch Bands, von denen ich noch nie gehört habe in meinem Leben. Bei Bands, die ich kenne, kann man bei einigen Elementen durchaus Ähnlichkeiten raushören. In Summe habe ich den Eindruck von meiner eigenen Musik, dass ich mich aus vielen Sachen zwar bediene, dass es aber gleichzeitig enorm eigenständig ist. Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich so eine Mischung, die ich aufgenommen habe, bei anderen Bands für mich noch nicht rausgehört habe. Ich habe nichts Neues erfunden: auf meinem Album hörst du bekannte Elemente wie Power-, Black- und Melodic Death-Metal Riffs, cleanen Gesang und Kreischvocals, Synthesizer und Chöre, also alles, was man schon einmal gehört hat. Ich bin auch kein Profi an der Gitarre, aber ich kaschiere es ganz gut (lacht). Ich würde sagen, dass die Mischung dieser Formen ein Alleinstellungsmerkmal ist.“</p>
<p><strong>Herrlich unperfekt</strong></p>
<p>Weiterentwicklung ist ein großes Thema bei neuen Alben. Besonders beim Gesang ist hier stark an sich gearbeitet worden. In Kombination mit dem epischen Songwriting kann man beispielsweise Parallelen zu Hollenthon, Black Lotus oder auch gelegentlich Borknagar erkennen. So hat sich die Textpassage „I am sorrounded by endless night“ (`From The Stars and The Crescent Moon`) in mein Langzeitgedächtnis gefräst. Da kommt die Frage auf, inwieweit da Gesangsunterricht genommen wurde.</p>
<p>„Ich habe da ehrlich gesagt gar nichts gemacht; es hat sich einfach so ergeben. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Songs so geschrieben habe, dass sie zu meiner Tonlage passen. Ich habe da nicht so eine große Bandbreite. Meine Stimme ist ziemlich tief, so dass ich nicht sonderlich hoch, aber dafür tief runterkomme. Der tiefe Gesang passt jedoch nicht zu den komplexen Songs, also muss ich eine gewisse Höhe erreichen, damit man mich überhaupt noch durchhören kann. Es ist sehr oft vorgekommen, dass ich mir Riffs ausgedacht habe, die nicht zu meiner Stimme gepasst haben. Dann habe ich die Songs so oft umgeschrieben, bis sie in das schmale Fenster passten, wo sie mit meiner Stimme harmonieren. Da habe ich bei diesem Album auch sehr viel mehr Wert draufgelegt als beim Vorgänger.“</p>
<p>Bei der Bandbreite zwischen Screams, clean und Growls gibt es viel zu tun. Was ist davon eher Heimspiel und was ist eine Herausforderung?</p>
<p>„Gerade die Screams fallen mir am schwersten. Hier ist Technik das absolut wichtigste, denn wenn du das falsch machst, hast du schnell deine Stimmbänder zerstört. Ich habe auch mal Screams aufgenommen, ohne mich vorher aufzuwärmen und dann direkt einen Krampf im Zwerchfell bekommen. Das ist besonders schön, denn davon hast du nicht nur 10 Minuten etwas, sondern mehrere Tage. Als ich dann versucht habe, kraftvoll zu Singen, hat das Zwerchfell direkt dicht gemacht und ich habe eine Woche keinen kraftvollen Ton mehr rausbekommen. Danach habe ich recherchiert und mir einen Kurs von BRITTA GÖTZ gekauft. Sie hat zusammen mit Christian Kohle aus dem Kohlekeller Studios einen Workshop gemacht und da waren sehr gute Aufwärmübungen dabei, die ich immer vor den Aufnahmen gemacht habe. Seitdem hatte ich keine Probleme mehr mit dem Zwerchfell und ich habe Töne rausbekommen, die auf dem Vorgängeralbum gar nicht möglich waren.“</p>
<p><strong>Die Vocals, oder „Wenn der Nachbar zweimal klingelt…“</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28613" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3.jpg?resize=169%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="169" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=169%2C300&amp;ssl=1 169w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=576%2C1024&amp;ssl=1 576w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=768%2C1365&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=864%2C1536&amp;ssl=1 864w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=1152%2C2048&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?w=1440&amp;ssl=1 1440w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" />Die Instrumente einzuspielen ist eine Sache, die Vocals zu üben eine völlig andere, denn da wird es zwangsläufig etwas lauter. Dabei fällt Eugen auch eine Anekdote ein.</p>
<p>„Bis vor 3 Jahren habe ich immer in Wohnungen gewohnt. Als ich damals meine ersten Gesangsaufnahmen gemacht habe zu „Bleeding Rose“ im Jahr 2001, habe ich noch bei meinen Eltern gewohnt. Das war in meinem alten Kinderzimmer, wo ich mir nicht viele Gedanken über die Lautstärke gemacht habe. Nachdem ich dann mit meinen Gesangsaufnahmen fertig war, habe ich durch das gekippte Fenster noch Stimmengewirr gehört. Als ich rausgeschaut habe, hatte sich bereits eine kleine Traube von Menschen gebildet, die ich als meine Nachbarn identifiziert habe. Viele von ihnen haben aufgeregt nach oben gezeigt und da wusste ich, dass man mich gehört hatte. Kurze Zeit später klingelte es bereits an der Tür und ein besorgter Nachbar fragte mich, ob alles OK sei, weil es so klang, als würde ich meine Mutter umbringen. Sie hätten nur fürchterliche Schreie gehört und sie haben bereits die Polizei gerufen. Wenige Sekunden später kam auch ein großer Trupp von Polizei und Feuerwehrleuten, denen ich erklären musste, dass alles OK sei und ich nur die Gesangaufnahmen gemacht habe. Draußen stand bereits der Löschwagen mit Drehleiter und allem drum und dran und ich bin im Boden versunken. Nachdem ich denen erklärt hatte, dass es nur um Gesangsaufnahmen ging, wollten sie die natürlich auch mal hören. Die gesamte Mannschaft war also in meinem Kinderzimmer, ich habe dann die Gesangsaufnahme ohne Instrumente abgespielt und bin dann hart ausgelacht worden. Mir war das Ganze extrem peinlich, aber meinem Nachbarn auch. Er hat dann auch mein Album gekauft und wurde Fan meiner Musik. Das Erste, was ich danach gemacht habe, als ich von zuhause ausgezogen bin, war mir eine Gesangskabine zu bauen. Später bin ich dann auf Gesangskabinen von Isovox umgestiegen; da hast du den Kopf wie der Vogel Strauss in der Kabine, aber es funktioniert. Mittlerweile wohne ich in einem freistehenden Haus und jetzt ist das kein Problem mehr.“</p>
<p>Neben epischen Vocals sind auch Gitarrenwände &nbsp;und tightes Drumming am Start. Zusätzlich gibt es auch Chöre auf dem Album zu Hören.</p>
<p>„Ich habe zwei unterschiedliche Arten von Chören eingebaut; zum einen ein klassisches Plug In mit einer Software Library und zusätzlich habe ich in den Refrains einfach mehrere Gesangsspuren (teilweise bis zu 20 Spuren) meiner Stimme übereinander gelegt. An einigen Stellen habe ich auch meine Stimmen und die Chor Library kombiniert, damit es noch größer klingt.“</p>
<p><strong>Where Next to Conquer</strong></p>
<p>Nach dem Songwriting ist vor dem nächsten Album. Allerdings kennt man das vielleicht auch nach einem guten Buch, einem spannenden Film oder einem packenden Computerspiel; ist man einmal am Ende angelangt, fühlt sich das Leben kurzweilig leer und bedeutungslos an.</p>
<p>„Genau so ist das auch bei mir! Ich falle dann immer erstmal in eine „Postalbumrelease Depressionsphase“ (Ausdruck kam von Lukas von Nathram). Besser könnte ich das nicht beschreiben. Wenn ich ein Album erst einmal fertig habe, habe ich danach monatelang die Schnauze voll vom Musik machen und ich verkaufe die Gitarre, mit der ich das letzte Album gemacht habe, weil ich die nicht mehr sehen kann. „The End of my Road“ ist die erste Scheibe, wo ich meine Gitarre behalten habe, weil ich einfach so sehr an ihr hänge, dass ich sie nicht mehr hergeben will. Außerdem habe ich auch einige Verkäufe schon bereut. Irgendwann später kommt wieder in mir der Drang auf, dass ich wieder musikalisch was machen möchte. Es ging auch nicht direkt mit FAR BEYOND weiter, sondern ich habe von 2017 an <u>mit Matt am zweiten Euphoreon Album gearbeitet, das wir 2018 rausgebracht haben. </u>Effektiv habe ich 2019 angefangen, am neuen FAR BEYOND Album zu arbeiten. Da war eine Menge los, u.a. bin ich dreimal umgezogen. Fertig ist das Album schon 2023 gewesen, aber der Release hat sich einfach noch so lange hingezogen. Ich hoffe, dass das nächste Album nicht so lange dauert.“</p>
<p><strong>Die Geburt der Songs</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-28618 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />„Die Grundlagen der Songs setzen sich aus Riffs, Riffs und noch mehr Riffs zusammen. Ich spiele viel mit der Gitarre rum und irgendwann kommen Riffs und Patterns dabei raus. Ich nehme die dann direkt mit Cubase auf, füge Schlagzeug und Bass hinzu und schaue, was sich daraus entwickelt. Dann kommen einige Variationen bzw. Übergänge dazu, ich experimentiere etwas herum und füge die einzelnen Elemente zusammen. Die andere Basis ist die Akustikgitarre; viele Refrains sind auf der Akustikgitarre entstanden, weil ich einige Akkorde vor mich hin gespielt und etwas dazu gesungen habe. Wenn es funktioniert, nehme ich es dann direkt auf und arbeite an der Idee weiter. Wenn ich spontan eine Idee habe, nehme ich die auch mal mit dem Handy auf. Ich füge später noch Chöre oder Effekte hinzu, aber die Basis entsteht immer auf den Gitarren.“</p>
<p>Aber auch der Zufall und die Effekte spielen Eugen manchmal in die Karten.</p>
<p>„Früher ist es häufig vorgekommen, dass ich auf dem Keyboard gespielt habe und zufälligerweise ein Preset erwischt habe, der sich geil anhört. Der Anfang von „Evernight Part 1“ von meinem letzten Album ist ein sehr gutes Beispiel dafür; du drückst eine Taste und es klingt geil!“</p>
<p>Nachdem sich viele Ideen angesammelt haben, müssen diese natürlich noch in Form gegossen werden.</p>
<p>„Irgendwann habe ich genug Ideen gesammelt, jetzt müssen daraus Songs werden. Ich wehre mich grundsätzlich noch dagegen, die typischen Songpatterns zu benutzen; also Strophe, Bridge, Refrain, Strophe, Bridge, Refrain, Solo und fertig. Ich höre das so häufig, dass ich das in meiner Musik nicht will. Ich mag es eher, wenn sich etwas aufbaut, dann mit einem Zwischenpart alles wieder runterfährt, dann wieder aufbaut und das alles in Wellenform weitergeführt wird. Ich arbeite mich quasi von Klimax zu Klimax und nicht durch eine simple Songstruktur. Natürlich wiederholen sich bei mir auch Patterns und ich möchte dies bei meinem nächsten Album auch wieder anders machen, um meine eigenen Muster zu durchbrechen. Ich weiß noch nicht, wie genau ich es machen werde, aber es wird sich auf jeden Fall etwas ändern.“</p>
<p>Natürlich sind Wiederholungen als Wiedererkennungswert wichtig und bei der Sorge, dass beim nächsten Mal verschachtelte Songstrukturen auf Kosten der Atmosphäre benutzt werden, gibt Eugen direkt Entwarnung.</p>
<p>„Das wird definitiv nicht passieren. Für mich sind Wiederholungen auch eine Orientierungshilfe für den Hörer, allerdings geschickt verpackt. Ich habe beispielsweise die Themen eines Intros später im darauffolgenden Song wieder aufgegriffen, was gut funktioniert hat. Die Arbeitsweise ergibt sich irgendwie von selbst und deshalb bin ich auch nicht in der Lage, kurze Songs zu schreiben.“</p>
<p>Auch das Element der Überraschung kann da eine entscheidende Rolle spielen. So haben Katatonia in ihren Anfangstagen noch räudige Riffs gespielt und mittendrin ein Intermezzo aus cleanen Gitarren verwendet, ehe es mit einer ganz anderen Songstruktur weiterging. Auch wenn bei FAR BEYOND nicht genauso gearbeitet wird, so sind es gerade die unvorhersehbaren Songstrukturen, die den Reiz des Albums ausmachen.</p>
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<p><strong>Magier am Griffbrett</strong></p>
<p>Auch als Soloprojekt hat man sich hier Hilfe in Form von Gastmusikern geholt.</p>
<p>„Nach meinem letzten Album hat sich ein Typ namens Lukas bei mir gemeldet. Ihm gefiel mein Album und ihm ist aufgefallen, dass ich alles allein mache. Er hat selbst ein Soloprojekt (NAHTRAM) und wollte sich gerne mit mir austauschen. Ich hatte dann bei ihm reingehört und war direkt schwer begeistert: viele Gitarren, geile Soli und alles im Alleingang, das hat mich schon beeindruckt! Da habe ich ihn gefragt, ob er Lust hat, auf meinem neuen Album die Leadgitarren einzuspielen und er hat sofort zugesagt. Ich habe ihm damals vier Stücke mit groben Beschreibungen zugeschickt, wo ich mir ein Solo vorstellen könnte. Es war unfassbar, was dabei zurückgekommen ist. Jeder Schuss hat sofort gesessen; Lukas hat instantan sofort die Atmosphäre des Albums gespürt und eine geiles Solo nach dem anderen dazu beigesteuert. Ich bin immer noch schwer beeindruckt davon, weil es einerseits sehr anspruchsvoll ist und gleichzeitig nicht nur Technik ohne Atmosphäre beinhaltet. Ich bin schwer begeistert und super happy, dass er beim nächsten Album wieder mitmachen will.“</p>
<p><strong>Live VS. Studio</strong></p>
<p>„The End of my Road“ funktioniert auf vielen Ebenen sehr gut. Segen und gleichzeitig Fluch von FAR BEYOND ist die Tatsache, dass es ein Soloprojekt ist, wo man vollständig unabhängig von anderen Komponenten oder Künstlern ist. Das schiebt gleichzeitig Live-Aktivitäten einen Riegel vor.</p>
<p>„FAR BEYOND live umzusetzen ist schwierig; ich müsste sehr viel vom Band laufen lassen, selbst wenn ich eine komplette Band mit Sänger, Schlagzeuger, Gitarristen, Bassisten und Keyboarder hätte. Auf der anderen Seite bekommen es Blind Guardian und Wintersun live ja auch hin, es wäre also möglich. Was mich aber wirklich abschreckt ist der Aufwand. Ich müsste sehr viel üben, um eine Stunde lang meine Sachen zu singen und gleichzeitig Gitarre zu spielen, was ich ja sonst nicht mache. Meine Songs entstehen schrittweise und deshalb habe ich auch noch nie meine Songs komplett durchgespielt. Dann noch die Leute zu finden, mit denen ich alles proben muss, ist schon eine Herausforderung. Andererseits stelle ich mir vor, dass ich als alter Mann rückblickend bereuen werde, nie die Live-Erfahrung zu machen, wie das Publikum zu meinen Songs steil geht und mitsingt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es etwas Besseres geben würde, als diese Erfahrung. Ich bekomme zwar digital viel positives Feedback, aber das kannst du mit dem Gefühl einer Live-Erfahrung nicht vergleichen. Das geht mir selbst nicht anders, wenn ich meine Lieblingsbands live sehe. Aber der Aufwand schreckt mich einfach ab.“</p>
<p>Da ist Eugen nicht allein, denn selbst bekannte Bands erzählen Geschichten vom Tourleben, die nicht gerade dazu verführen. In erster Linie besteht es aus Warten, dann aus Reisen und dem Vorbereiten, dann aus Warten, und nach dem Gig wieder reisen und auf Flughäfen/Bahnhöfen warten. Der Moment des Konzertes wird von allen geliebt, aber das Drumherum ist auch für gestandene Größen immer eine Herausforderung.</p>
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<p><strong>Kleiner Handgriff, große Wirkung</strong></p>
<p>Weiterentwicklung muss nicht immer in großen, epischen Schritten ablaufen. Manchmal sind es gerade die Kleinigkeiten, die den großen Unterschied machen.</p>
<p>„Beim Vorgängeralbum hatte ich lange Songs mit Intros integriert, was epische Songs als Ergebnis hatte. Dieses Mal habe ich die Intros als separaten Track von den Songs gelöst, damit die Songs auch besser zur Geltung kommen. Dadurch bleibt die Atmosphäre erhalten und gleichzeitig kann der Hörer direkt zum Punkt springen, an dem er sein Lieblingsriff hört.“</p>
<p>Definitiv eine gute Entscheidung; hat damals bei Edge of Sanity´s „Crimson II“ im Vergleich zu „Crimson“ auch super funktioniert. Auch in Sachen persönlicher Lieblingssong und Promo hat es sich zum Vorteil ergeben.</p>
<p>„Mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album ist ‚A Symphony of Light`. Allerdings wollte ich den nicht als Single raushauen; meine Hoffnung war, dass sich die Leute das Album kaufen und dann mit diesem Song auch ihr persönliches Highlight finden. Ich habe dann das Label gefragt, welchen Song die nehmen würden und die haben dann „From the Stars…“ genommen. Ich hatte den Song gar nicht auf dem Radar; er ist gut, aber nicht mein Favorit auf dem Album (dafür aber der Liebling des Redakteurs). Anscheinend hat das Label aber damit voll ins Schwarze getroffen, weil ich so viele positive Resonanzen zu dem Song bekommen habe.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=mGtrNZwqpCY" title="SENTENCED - No One There (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/mGtrNZwqpCY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Blast from the Past</strong></p>
<p>Textlich atmet das Album eine sehr dichte Atmosphäre, die mich an die Black Metal Bands der 90er Jahre erinnert. Man hatte sich damals textlich und musikalisch was getraut, viel experimentiert und die Komfortzone bestand darin, Neues auszuprobieren. Man scheute nicht vor Akustikgitarren, Keyboards und Trompeten zurück und hat damals unsere heutige Musiklandschaft gestaltet (Beispiel: Emperor im Black Metal mit den Keyboards bzw. Mortiis mit Dungeron Synth). „Kennst du noch Sentenced?“ leitet eine Schwärmerei ein, bei der alles von der „Amok“ bis zur „Cold White Light“ erstmals würdig gehuldigt wird. Der Humor der Finnen ist ebenfalls unübertroffen; so soll auf der „Cold White Light“ ein Percussion Part sein, der angeblich das Klatschen auf dem nackten Arsch eines Bandmitglieds ist (*versucht bei der Vorstellung nicht zu lachen). Leider kann man diese Band nicht mehr live bewundern, da Miika Tenkula (Hauptsongwriter und Gitarrist) nicht mehr lebt; auch Peter Steele und Dio weilen leider nicht mehr unter uns, um uns epische Momente zu bescheren. Bei dem Thema „denkwürdige Momente“ biegen wir auf die Zielgerade des Interviews ab und stellen die Frage nach dem besten und übelsten Moment im Zusammenhang mit FAR BEYOND.</p>
<p>„Der beste Moment ist leicht: ich habe vor jedem Album ein Backing Sheet, wo alles einzeln aufgeführt und farblich markiert ist (Gitarren, Drums, Gesangsspuren usw.). Das ist für meinen Fortschritt beim Songwriting für mich essenziell. Wenn ich das letzte Feld grün einfärbe und das entsprechende Instrument weglege, weiß ich, dass ich mit dem Teil des Albums fertig bin, was ein sehr intensives Gefühl ist. Das sind definitiv immer die besten Momente. Ansonsten ist die Kompositionsphase sehr emotional, während die Recordingphase selbst ein sehr monotoner Prozess ist, der aber auch Spaß macht. Der Worst Case war beispielsweise die Aufnahmen zum Vorgängeralbum. Ich hatte noch in einer anderen Wohnung gewohnt und die Nachbarn hatten gefühlte 40 Wellensittiche, die bereits morgens Party gemacht haben. Die Instrumente und der Gesang waren kein Problem aufzunehmen, aber wenn ich eine Akustikgitarre aufnehmen wollte wusste ich nie, ob ich Ruhe habe, oder ob irgendwann mittendrin ein Wellensittich zu hören war. Also habe ich die Mikrofone in die Gesangskabine eingebaut und die Akustikgitarre dort aufgenommen. Eigentlich nicht schlimm, aber die Gesangskabine war so klein, dass man die Gitarre fast nur senkrecht nach oben halten konnte und ich gleichzeitig in verdrehter Körperhaltung reinsteigen musste. Wenn du dann noch nach jedem Take aufstehen musst, zum Rechner gehst und alles anhörst, wieder auf Aufnahme drückst und zurückgehst, geht das irgendwann massiv auf die Nerven.“</p>
<p><strong>Prepare to Mosh</strong></p>
<p>Unsere gemeinsame Leidenschaft Gaming bietet Stoff für ganze Bücher; dennoch halten wir uns hier zurück und beschränken uns auf die Frage, ob und für welches Computerspiel Eugen Musik schreiben würde.</p>
<p>„Ich finde, dass Metalmusik gar nicht so wirklich zu den Spielen passt, die ich gerne spiele. Ich musste natürlich gerade an die Dark Souls Reihe denken, aber dazu passt es nicht. Bei dem Reboot von Doom, im Zusammenhang mit dem Flow und dem Geballer funktioniert diese Art der Musik natürlich sehr gut. Ich bin aber nicht in der Lage Musik zu dieser Art des Mediums zu machen und ich wüsste auch nicht, zu welcher Art von Spielen meine Musik passen würde. Gleiches gilt für Filmmusik, denn es ist eine andere Art und Weise Musik zu machen. Man hört auch bei Spielesoundtracks die Musik während des Spiels stundenlang (Hallo „Baldur´s Gate 3“) und dafür darf sich die Musik nicht allzu schnell abnutzen. Auch bei From Softwares´“Elden Ring“ funktionieren leichte, langgezogene Töne perfekt, während bei Bossgegnern das volle Orchester aufgefahren wird. Außerdem ist es gefährlich, denn wenn ich beispielsweise bei „Dark Souls“ zum 1000. Mal gestorben bin, kann ich diesen Track einfach nicht mehr hören, weil es mich irgendwann aggressiv macht. Anders sieht´s beim Firelink Shrine aus, denn da weißt du, dass du runterfahren kannst und alles in Ordnung ist. Bei Spielemusik passe ich.“</p>
<p>Ist aber nicht schlimm, denn „The End of My Road“ bietet genug Stoff für ein eigenes, episches Kopfkino.</p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></strong></span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse">FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>FAR BEYOND &#8211; &#8222;The End Of My Road&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Feb 2024 08:37:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[BLIND GUARDIAN]]></category>
		<category><![CDATA[BORKNAGAR]]></category>
		<category><![CDATA[DARK SOULS]]></category>
		<category><![CDATA[DEATH METAL]]></category>
		<category><![CDATA[Dimmu Borgir]]></category>
		<category><![CDATA[EDGE OF SANITY]]></category>
		<category><![CDATA[ELDEN RING]]></category>
		<category><![CDATA[FAR BEYOND]]></category>
		<category><![CDATA[HOLLENTHON]]></category>
		<category><![CDATA[ICS VORTEX]]></category>
		<category><![CDATA[Power Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der Wind zerrt am Mantel des Wanderers; er weiß nicht mehr, wann und warum er aufgebrochen ist, aber sein Weg</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-the-end-of-my-road-review">FAR BEYOND &#8211; &#8222;The End Of My Road&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der Wind zerrt am Mantel des Wanderers; er weiß nicht mehr, wann und warum er aufgebrochen ist, aber sein Weg treibt ihn vorwärts. Zaghafte Synthesizer-Schritte markieren seine Spuren im Schnee, die von einer elegischen Geige aus dem Schatten heraus verfolgt werden. Eine Basslinie später wird das Bild klarer und verspielte Melodien umringen ihn, wie eine Horde Irrlichter. Im Hintergrund braut sich etwas zusammen, während eine Gänsehaut die Szene vor dem inneren Auge umschließt. Fast schon sanft haucht `Midwinter` seinen Atem aus, ehe epische Chöre und Stakkato Gitarren `A Symphony of Light` zelebrieren.</p>
<p>Was im Intro angedeutet wird, explodiert in einer Kaskade aus Chören, aggressiven Vocals und einer warmherzigen Gitarrenlinie, ehe die klaren Vocals endgültig die Gänsehaut heraufbeschwört. Bereits in den ersten Sekunden passiert hier so viel, wie auf anderen Alben, ohne jedoch chaotisch zu wirken. Der Entdeckungsdrang wird mit nackenbrechenden Riffs, epischen Orchesterpassagen und charismatischem Refrain belohnt. Hollenthon, Borknagar, Dimmu Borgir; es gibt viele Namen, die man als Vergleich in den Ring werfen könnte, aber sie deuten lediglich an, was eine herrlich eigenständige Mischung ist. Elemente aus dem Extremsektor werden gekonnt mit klassischen Gitarrenleads vermischt und zu einer packenden Symbiose verarbeitet, die auch vor (kleinen) elektrischen Experimenten nicht Halt macht. Nach dem 10 Minuten Trip wird mit `Ad Infinitas` erstmal ein Intermezzo eingestreut, ehe `Tempus Fugit`nahtlos daran anknüpft. Die Chöre bilden hier den Aufhänger, während ein geschmeidiger Doublebassteppich eine Stimme trägt, die problemlos jede Power Metal Band glücklich machen könnte, ehe wieder aggressives Gekeife eingestreut wird.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=HcgcnzLeg8w" title="FAR BEYOND - FROM THE STARS AND THE CRESCENT MOON (OFFICIAL VISUALIZER)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/HcgcnzLeg8w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>`A Wish Upon a Star` verpackt in 2 Minuten alles, was ich an einem balladesken Instrumental lieben kann; sanfte Klänge zerfließen mit einer charismatischen Akustikgitarre, während ein klassisches Gitarrensolo einen wohltuenden Schauer hinterlässt und den Weg für die Chorpassage ebnet. Einen Eulenschrei später ebnet sich das Black Metal Riff von `From The Stars And The Crescent Moon` den Weg durch die Boxen und eröffnet den Tanz zu meinem persönlichen Highlight des Albums. Zu Beginn wirft man bewusst mit Dreck um sich, doch die klaren Vocals harmonieren mit den hohen Gitarrenlinien so unfassbar genial miteinander, dass spätestens jetzt die Gänsehaut Stammgast ist. Hier wird neben dem gekonnten Wechsel von Midtempo Black Metal und epischen Momenten die Trumpfkarte des Klargesanges ausgespielt, der mich auch Tage später noch mit der Gesangspassage „I am surrounded by endless night…“ mitfühlen lässt. Hier sollte man sich mit den Texten beschäftigen, die übrigens derart introvertiert und gleichzeitig poetisch sind, dass sie problemlos in den 90ern von einer begnadeten Black Metal Band geschrieben hätten werden können. Den Rest des Songs beschreibe ich nicht, den sollte man sich im Video (ganz laut!) anhören.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-27673" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3.jpg?resize=169%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="169" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=169%2C300&amp;ssl=1 169w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=576%2C1024&amp;ssl=1 576w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=768%2C1365&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=864%2C1536&amp;ssl=1 864w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=1152%2C2048&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?w=1440&amp;ssl=1 1440w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" />Perfektion hat viele Gesichter; manchmal ist es die Produktion, manchmal die Instrumentierung und manchmal auch die Gesangsleistung. Unterm Strich ist der Gesamteindruck alles, worauf es am Ende des Tages ankommt. Die Tatsache, dass sich hinter <strong><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://farbeyond.bandcamp.com/album/the-end-of-my-road">FAR BEYOND</a></span></strong> eine Person verbirgt (Eugen Dodenhoeft), stemmt das Ganze nochmal auf ein ganz neues Level. Gastmusiker Nahtram hat hier astreine Gitarrensoli beigesteuert, was für einen glänzenden Feinschliff sorgt. Das Album ist (zum Glück) nicht für jeden perfekt, aber ich konnte für mich weder am Sound, noch an den Songs, am Cover oder an den Texten etwas entdecken, was mir auch nur ansatzweise Angriffsfläche zum Meckern geben würde. Das Streben nach Perfektion wurde von Eugen hier mehr als gründlich zelebriert und hinterlässt bei mir ein Gefühl der Ehrfrucht. Vielleicht bleibt das Album ein Geheimtipp, wegen mangelnder Bekanntheit, aber an der Qualität kann es definitiv nicht liegen, denn hier wird eine Open World vieler Facetten des Metals aufgefahren und zu einer charismatischen Symbiose vereint, dass selbst ein Dark Souls Endboss anerkennend nicken würde.</p>
<p>Episch, gefühlvoll, genial!</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>10 von 10 Punkten</strong></span></p>
<p><strong>Redakteur: <span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß</span></strong></p>
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		<title>CATHUBODUA &#8211;  „Interbellum“ (Review)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/cathubodua-interbellum-review</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jan 2024 20:36:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BLIND GUARDIAN]]></category>
		<category><![CDATA[BORKNAGAR]]></category>
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		<category><![CDATA[NIGHTWISH]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Wow, was für eine Weiterentwicklung! Im Vorgängeralbum „Continuum“ glänzten CATHUBODUA in erster Linie durch epische Klänge, verfeinert mit sehr viel</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-27656" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/cover-CATHUBODUA-Interbellum.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/cover-CATHUBODUA-Interbellum.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/cover-CATHUBODUA-Interbellum.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/cover-CATHUBODUA-Interbellum.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/cover-CATHUBODUA-Interbellum.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/01/cover-CATHUBODUA-Interbellum.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wow, was für eine Weiterentwicklung! Im Vorgängeralbum „Continuum“ glänzten <strong><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.cathubodua.com/">CATHUBODUA</a></span></strong> in erster Linie durch epische Klänge, verfeinert mit sehr viel Abwechslung und folkloristischen Klängen. Die Achillesverse war jedoch das Gesamtbild mit dem weiblichem Gesang, der diese Band schnell in die Nightwish Schublade verschwinden ließ. Dieses Mal hat man Nägel mit Köpfchen gemacht und sich sowohl gesanglich als auch musikalisch etwas weiter aus dem Fenster gelehnt. Das Songwriting klingt viel erdiger, ohne an Bombast einzubüßen.</p>
<p>Der Opener `Effigy of Aftermath` vollendet in den ersten Sekunden einen Spagat zwischen Yngwie Malmsteen und Black Metal, während der weibliche Gesang schon fast aggressiv aus den Boxen prescht. `Foretelling` beginnt zwar langsam, schraubt sich aber schnell in epische Gefilde, die jeden Blind Guardian Fan sofort abholen werden. Mit `Will Unbroken` beweist man, dass man nicht nur knackige Riffs am Start hat, sondern auch in der Lage ist, einen Ohrwurm zu erschaffen. Man könnte meinen, dass man mit `Amidst Gods` an alte Tage anknüpfen und auf Sicherheit spielen möchte, aber das wird schnell durch die Blastbeats und der Geige Lügen gestraft, die sehr gut zusammen harmonieren. Eine weitere Stärke der Band ist das Erzählen einer packenden Geschichte, wobei `The Mirror` definitiv der dramatische Teil der Tragödie ist. Das Finale `Goddess Fallacy` beginnt zwar ruhig, ballert dann aber sämtliche Stärken in Dauerfeuer durch die Boxen; episch, aggressiv (inkl. Growls!), abwechslungsreich und endlich auch charismatisch mit Wiedererkennungswert.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=sIRh5yELJkE" title="CATHUBODUA - Foretelling (Official Video)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/sIRh5yELJkE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Das Cover hätte problemlos auf einem Screenshot von „Elden Ring“ seinen Platz gefunden und die wuchtige Produktion zementiert den Gesamteindruck ebenfalls ein. Mit einer Spielzeit von 30 Minuten ist der Spaß recht kurz, aber wenn man seine Stärken bündelt und nichts unnötig langzieht, kommt man auch auf ein sehr gutes Ergebnis.</p>
<p>Fazit: Die belgische Antwort auf Blind Guardian inklusive Frauengesang und folkloristischen Elementen überrascht und weiß extrem gut zu gefallen. Gerne mehr davon!</p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>8 von 10 Punkten</strong></span></p>
<p><strong><span style="color: #333333;">Redakteur:</span> <span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß</span></strong></p>
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		<title>Barden im Wandel der Zeit- BLIND GUARDIAN liefern epischen Abend in Coesfeld ab (20.10.2023)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/barden-im-wandel-der-zeit-blind-guardian-liefern-epischen-abend-in-coesfeld-ab-20-10-2023</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Nov 2023 11:31:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[BARD`S SONG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Es gibt sie noch, jene magischen Konzerte, die für immer ins Gedächtnis gebrannt werden. Manchmal ist es Glück, manchmal spielt</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Es gibt sie noch, jene magischen Konzerte, die für immer ins Gedächtnis gebrannt werden. Manchmal ist es Glück, manchmal spielt einem auch das Schicksal in die Karten. Vorhang auf für meinen persönlichen Konzertbericht, der eigentlich keiner werden sollte.</p>
<p>Konzerte von <span style="color: #003366;"><strong>BLIND GUARDIAN</strong></span> und ich sind eine Geschichte für sich; als eingefleischter Fan bin ich bereits seit der „Tales from the Twilight World“ an Bord. Seitdem verfolge ich intensiv die Entwicklung der Barden, freue mich über jede Veröffentlichung und sammele endlose Collectors-Editionen, die es gibt. Mein erster Versuch, die Wächter live zu sehen, scheiterte an einer fetten Grippe und so bekam mein bester Freund die Gelegenheit, BLIND GUARDIAN live in Dortmund zur Zeit der &#8222;Imaginations…“- Tour zu erleben (von der er heute noch schwärmt). Mein zweiter Versuch war 1998, der anhand der Tatsache scheiterte, dass ich am nächsten Tag meine Abiklausur schreiben sollte und ich deshalb meine Karte verkaufte (es tat sehr weh). Anno 2002 war es endlich soweit; die „A Night at the Opera“ war draußen und ich konnte meine Jugendhelden endlich live in der Philipshalle in Düsseldorf erleben. Wer damals dabei gewesen ist, wird sich vielleicht noch daran erinnern, wie intensiv der magische Moment gewesen ist, als nach dem „Bard´s Song“ die komplette Halle ausrastete und die Band in Grund und Boden bejubelte, dass selbst Hansi nicht mehr zu Wort kam. Auch heute höre ich mir dieses Ereignis gerne nochmal auf dem „Live“ Album von 2002 an, wobei mich Freudentränen und Gänsehaut immer begleiten. Im selben Jahr konnte ich BLIND GUARDIAN nochmal auf dem Wacken erleben, wobei ich mein erstes Mal Crowdsurfen erleben durfte und dabei in die erste Reihe plumpste. Ab dem Zeitpunkt war klar, dass jedes Konzert etwas ganz Besonderes werden sollte. Sei es 2010, als ich meine damalige Freundin (heute meine Frau) mitnahm, später auf dem Rock Hard Festival, mit meinen weiteren Lieblingsbands Moonspell und Nightingale (Altmeister Dan Swanö live!!!) und danach nochmal mit dem Mann meiner Fahrgemeinschaft von der Arbeit. Auch dieses Mal, sollte das Schicksal mich anlächeln und einen magischen Abend bescheren…</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-26965 size-large" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/1000040656.jpg?resize=800%2C600&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="600" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/1000040656-scaled.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/1000040656-scaled.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/1000040656-scaled.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/1000040656-scaled.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/1000040656-scaled.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/1000040656-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/1000040656-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />Ich traf einen alten Kumpel vor 2 Jahren auf dem Rock Hard Festival. Sein Kumpel Markus spielte Gitarre bei IMPARITY (checkt unser <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-im-interview-dunkel-die-jahrenszeit-das-herz-doomt">Interview mit der Band</a>)</span> und wir verabredeten uns vor einigen Wochen für ein Interview und netten Abend. Kurz danach bekam ich die Nachricht, dass er seine BLIND GUARDIAN Karte verkaufen müsste, weil er selbst am nächsten Tag einen Gig hatte. Ursprünglich wollte er mit unserem gemeinsamen Kumpel fahren (den ich seit meiner Jugend bereits kenne) und man hätte sogar einen Bus organisiert, der uns zum Konzert fahren würde. Meine Lieblingsband in der Fabrik Coesfeld (wo ich früher jedes Wochenende Stammgast war) mit einem alten Jugendkumpel und einem Bus voller Gleichgesinnter und Bier? Ich glaube kaum, dass es bessere Voraussetzungen für einen epischen Abend gibt! So kam es, dass ein kompletter Bus voller Metalmaniacs die Strecke von Lüdinghausen bis Coesfeld im Bus zurücklegten und diverse Bekanntschaften geschlossen bzw. wieder getroffen wurden. Ein ehemaliger Nachbar meiner Jugend, ein guter Kumpel meiner Frau, der ehemalige Bassist von Imparity oder ein alter Schulkollege sind nur eine kleine Auswahl der Leute, die ich (ohne, dass es vorher abgesprochen war) wiedertreffen durfte. An der Location angekommen, ging es erstmal an den Futtertrog lecker Pizza essen. Gewohnheitstechnisch ging es danach zum Merchandise-Stand, wo ich direkt mit einem Shirt, Hoodie und dem Digipack mit Unterschriften zuschlug. Auf dem Weg zur Theke traf ich meinen alten Schulkollegen und ehemaligen Drummer unserer Band mit dessen Frau wieder. Unfassbar, wie magisch dieser Abend sich noch entwickeln würde, noch bevor der erste Ton gespielt wurde.</p>
<p>Die Vorband <span style="color: #003366;"><strong>Dawn of Extinction</strong> </span>hatte leichtes Spiel mit dem Publikum, denn die Stimmung war gut und die Anheizer lieferten gut ab. Das Schöne an der Location ist die gemütliche Atmosphäre, die sich schnell überträgt. So spielte man sich rasch auf Betriebstemperatur und der Mix aus Hart und Zart fand schnell fruchtbaren Boden.</p>
<p>Ein weiteres Bier, einen weiteren Kumpel aus alten Konzerttagen wiedergetroffen und dann ging es endlich los. Episches Intro und die Drachen vom Mobile aus dem „Imaginations…“ Backdrop, ehe man sich die Ehre gab. „Was für fette Eier muss man haben, um als Opener `Imaginations…` zu spielen?“ war die erste Reaktion des Publikums und der Start in einen emotionalen Abend. Nach dem epischen Opener gab es noch einen flotten Spruch von Hansi und man spürte: Die Jungs haben richtig Bock! Das Zusammenspiel mit dem Publikum flutschte und so hatte `Blood of the Elves` leichtes Spiel in der Moshpit. Schweiß abgetropft, Stimmbänder geölt und ich&nbsp; `Nightfall` erschütterte die Fabrik im Klang der Fans. Eine kurze Zeitreise mit `The Script for my Requiem`, ehe `Violent Shadows` ins Publikum gefeuert wird. Ich erinnere mich lebhaft daran, wie BLIND GUARDIAN diesen Song während der Pandemie auf einem leeren Wacken Acker performed haben und er bereits damals vorm Fernseher knallte; an diesem Abend darf er auch im feierwütigen Publikum seine ganze Kraft entfalten, was weiterhin Öl ins Stimmungsfeuer gießt. Endlich hat man auch wieder `Skalds and Shadows` aus der Mottenkiste gekramt und es funktioniert als Mitsinghymne (besonders im Refrain) optimal. Anscheinend ist man an diesem Abend auf dem „Imaginations..“-Trip, denn zum Refrain von `Born in a Mounring Hall` bin ich plötzlich wieder 15 Jahre alt und mein Körper weiß nichts mehr von den Belastungen der letzten Jahre. Damals stundenlang das Cover vor dem CD Player angestarrt, heute mit Gleichgesinnten jede Textzeile mitsingend; wie soll man das noch toppen?</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=7ql8T_9EgCc" title="BLIND GUARDIAN – Coesfeld Fabrik &quot;The God Machine Tour&quot; 2023" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/7ql8T_9EgCc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Am besten gar nicht; stattdessen wird der Backdrop runtergelassen und ein weiteres Artwork der aktuellen Scheibe „The God Machine“ prangt beeindruckend zu den Klängen von `Secrets oft he Amercian Gods` auf der Bühne. Wie man den Spagat zwischen Jugenderinnerungen und moderner Gänsehaut schaffen kann, ist mir an diesem Abend einfach unbegreiflich, aber es funktioniert! Muss ich über den `Bard´s Song` Worte verlieren? Gänsehaut, Schweiß und Freudentränen liefern sich hier ein spannendes Wettrennen, während der Song vom Publikum im Alleingang getragen und ins Langzeitgedächtnis eingebettet wird. Großartig! Aber bevor es zu rührselig wird, holt man noch die garstige Keule aus der Versenkung und prügelt sich mit `Majesty` in Richtung Abschluss, ehe wir von Hansi dazu aufgefordert werden, den Chor zu `Traveller in Time` anzustimmen. Wer sich noch an die „Tokyo Tales“ erinnert, wird an diesem Abend mit dem Live Gefühl zu diesem Song belohnt, ehe es von der Bühne geht. Kurze Pause, dann die ersten Klänge von `Sacred Words`, die wohl jeder Gamer und Fan gleichermaßen kennen dürfte. Noch einmal die ultimative Gänsehaut mit `Lord of the Rings` abgeholt, ehe die letzten Kraftreserven nochmal für `Valhalla` zusammengekratzt werden &#8211; der Refrain singt sich schließlich nicht von alleine. Bereits hier waren alle glücklich, zufrieden und kaputt, doch man geht lieber auf Nummer sicher und zündet zum Abschluss nochmal `Mirror Mirror` durch die Synapsen und räumt damit den Tisch endgültig ab. BLIND GUARDIAN sind live immer sehr gut, aber an diesem Abend haben sie sich selbst übertroffen und mit einer Spielfreude, Energie und vor allem mit dem Spiel zum Publikum geglänzt, dass jede Sekunde ein Fest gewesen ist!</p>
<p>Schweißnass und auf mysteriöse Weise wieder vollständig von der leichten Wirkung des Bieres befreit (sämtliche Alkoholrückstände und Sorgen wurden erfolgreich ausgeschwitzt), geht es noch ein wenig zur Party danach, bei denen ich die Räumlichkeiten meiner Jugend noch einmal zu guter Musik in Augenschein nehme, ehe es mit dem Bus zurück nach Hause geht. Die Songs, die Stimmung und dieser emotionale Spagat zwischen Jugenderinnerungen und heutiger Lebenssituation hallen noch lange in mir nach und ich wünsche dem gesamten Publikum, dass es noch lange von dieser wertvollen Erfahrung zehrt. Manche Dinge sind alt und schön, andere sind für den Moment sehr intensiv. Für mich ist ein Konzert von BLIND GUARDIAN immer magisch; was ich an diesem Abend erleben durfte, wird sich nahtlos in den Rest meiner schönen Erinnerungen einreihen und immer einen Stammplatz in meinem Langzeitgedächtnis haben.</p>
<p><strong>Berichterstattung: <span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>ROCK HARD FESTIVAL 2022- Familientreffen Reloaded</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/rock-hard-festival-2022-familientreffen-reloaded</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2022 12:54:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Nachdem die Welt über zwei Jahre still stand, bekam Pfingsten endlich wieder eine Bedeutung für alle Stromgitarrenanhänger; die Rede ist</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/rock-hard-festival-2022-familientreffen-reloaded">ROCK HARD FESTIVAL 2022- Familientreffen Reloaded</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Nachdem die Welt über zwei Jahre still stand, bekam Pfingsten endlich wieder eine Bedeutung für alle Stromgitarrenanhänger; die Rede ist vom <a href="https://www.rockhard.de/rhfestival/"><strong><span style="color: #003366;">ROCK HARD FESTIVAL</span></strong></a> in Gelsenkirchen, das im wunderschönen Amphitheater stattfand. Das erfreulichste daran: die Welt hatte zwar pandemiebedingt die STOP-Taste gedrückt, aber das Festival setzte direkt im Anschluss da an, als ob es nie eine Pause gegeben hätte. Unterschiedliche Metalgenres, familiäre Atmosphäre und Familientreffen mit den Kumpels sind die Dinge, die nach der Pandemie eine besondere Bedeutung bekommen haben. Leider war mir aus familiären Gründen „nur“ ein Tag vergönnt, aber der hatte es in sich: Vorhang auf für den Rückblick auf das ROCK HARD 2022!</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20860" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/IN.jpg?resize=300%2C199&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="199" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/IN-scaled.jpg?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/IN-scaled.jpg?resize=1024%2C678&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/IN-scaled.jpg?resize=768%2C509&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/IN-scaled.jpg?resize=1536%2C1017&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/IN-scaled.jpg?resize=2048%2C1356&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/IN-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/IN-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Das Festival hat etwas Magisches; denn egal, wie lange ich nicht mehr da war, man trifft IMMER alte Bekannte oder lernt neue Leute kennen. So dauerte es keine 20 Minuten, bis ich meinem alten Jugendkumpel begegnete, den ich zuletzt vor 20 Jahren gesehen hatte. Grund genug für ein Bierchen und die erste Band des Tages <strong><span style="color: #003366;">INDIAN NIGHTMARE</span></strong>. Man kann von der Punk´n Roll Kapelle halten was man will, aber die Jungs haben richtig Bock und klopfen ordentlich den Morgenkater aus dem Schädel. Epische Bühnenshow, charismatische Bühnenshow? Darauf wird gepflegt geschissen; stattdessen zeigt man mit messerscharfen Riffs den Stinkefinger aus den Boxen und rotzt seinen Stiefel durch. OK, dem Sänger fehlt es an Wiedererkennungswert und auch den Gitarristen ans Mikro zu lassen steigert nicht gerade die Qualität, aber das machen die Jungs schlichtweg durch ihr Herzblut auf der Bühne wett und füllen das Amphitheater so früh schon recht amtlich. Ein guter Einstieg, um die Nackenmuskeln schon mal warm zu schleudern.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-20861 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/SA6.jpg?resize=300%2C199&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="199" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/SA6-scaled.jpg?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/SA6-scaled.jpg?resize=1024%2C678&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/SA6-scaled.jpg?resize=768%2C509&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/SA6-scaled.jpg?resize=1536%2C1017&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/SA6-scaled.jpg?resize=2048%2C1356&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/SA6-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/SA6-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Thrash-in-die-Fresse gibt’s direkt im Anschluss mit den <strong><span style="color: #003366;">SUICIDAL ANGELS</span></strong>, die mittlerweile kein unbeschriebenes Blatt mehr sind. Zwar ist das Genre nicht gerade meins, aber dennoch lassen mich die Aggression und besonders die Solis nicht kalt. Das sehen viele Anwesenden ebenfalls so, denn vor dem Platz staut sich bereits eine amtliche Menschentraube, die von dem Sound recht angetan sind. Hinzu kommt, dass auf der Bühne in Sachen Stage-Acting geklotzt statt gekleckert wird, denn man legt sich ins Zeug und versucht alles, um seine Duftmarke in Gelsenkirchen zu hinterlassen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-20862 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/Land1.jpg?resize=300%2C199&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="199" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/Land1-scaled.jpg?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/Land1-scaled.jpg?resize=1024%2C678&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/Land1-scaled.jpg?resize=768%2C509&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/Land1-scaled.jpg?resize=1536%2C1017&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/Land1-scaled.jpg?resize=2048%2C1356&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/Land1-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/Land1-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mit einem sehr charismatischen Sound legen <strong><span style="color: #003366;">VILLAGERS OF IONNINA CITY</span></strong> los, der einen sofort in den Bann zieht. Keine Ahnung, was sie dort auf der Bühne zelebrieren, aber es hat etwas. Da ich noch nie von der Band gehört habe, lass ich mich einfach mal in den Sound fallen und erschrecke als ich merke, wie schnell die Zeit doch dabei vergeht. Spätestens bei &#8222;Millenium Blues&#8220; ist die Hütte voll und an vielen Ecke der Duft von grünem Kraut wahrnehmbar, während vorne ein sehr guter Grund dargeboten wird, warum die Stoner Rock Szene ausrastet. Entspannt und gleichzeitig doch irgendwie dynamisch.</p>
<p>Mittlerweile ist es Nachmittag und die Sonne hat sich und die Anwesenden schon recht warm gebrutzelt. Zeit für eine kleine Stärkung und zum Schnäppchenpreis von 8,00 Euro eine Packung gebratene Nudeln reingeschaufelt. Ein Bierchen für 5,00 Euro tut über den Tag verteilt zwar irgendwo auch weh, aber nach der Pandemie habe ich keinen Grund zu klagen und zahle das doch sehr gerne, um hier eine gute Zeit zu verbringen. Mittlerweile fallen mir auch einige kleine Veränderungen auf: Den Metalmarkt gibt es nicht mehr, dafür einige Merch-Stände, die insgesamt alles gut abdecken. Außerdem gibt es das Satanorium, bei der einige coole Aktionen stattfinden. Leider habe ich die Lesungen von „Kumpels in Kutten“ verpasst, aber dafür konnte ich die <span style="color: #003366;"><strong>PAINTED IN BLOOD</strong></span> Ausstellung besuchen, bei der sehr coole Bilder von <strong>Thomas Ewerhard</strong>,<strong> Jan Meininghau</strong>s und <strong>Björn Gooßes</strong> ausgestellt werden. Dabei fallen einem unter anderem sehr schöne Artworks von Kreator, das Buchcover von „Traumschrott“ (von Christian Krumm) oder eine Hommage an das „Holy Diver“-Cover von DIO auf. Es gibt viel zu entdecken und auch zu kaufen, aber dann wieder fix Richtung Bühne.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20863" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/AK1.jpg?resize=300%2C199&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="199" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/AK1-scaled.jpg?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/AK1-scaled.jpg?resize=1024%2C678&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/AK1-scaled.jpg?resize=768%2C509&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/AK1-scaled.jpg?resize=1536%2C1017&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/AK1-scaled.jpg?resize=2048%2C1356&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/AK1-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/AK1-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Satte 11 Jahre ist es her, dass <strong><span style="color: #003366;">ATLANTEAN KODEX</span></strong> das Rock Hard beehrt haben. Sie wurden damals als eine Mischung von Manowar und Bathory angekündigt und das trifft auch 100%ig zu. Damals räumten sie ab und entsprechend groß ist die Vorfreude bereits auf dem Platz und soll an diesem Tag erneut mehr als erfüllt werden. Auch wenn es der sympathischen Truppe schwer fällt mehr als 4 Songs in 50 Minuten zu spielen (ja, die Songs sind ausufernd, aber nie langweilig), hat man hier auf und vor der Bühne seinen Spaß und wird mit gegenseitiger Gänsehaut belohnt. &#8222;Lion of Chaldea&#8220; stampft beispielsweise mit seinen Riffs alles ein, während die charismatische Stimme die Atmosphäre in jede Ecke des Amphitheaters trägt. Man spürt die Verbindung zwischen Band und Publikum hier sehr intensiv, die sich gegenseitig sehr viel zu geben haben und so ist spätestens bei &#8222;Sol Invictus&#8220; fast jeder Sitzplatz belegt und die Stimmung auf extrem hoher Betriebstemperatur. Spätestens beim Rausschmeißer &#8222;The Atlantean Kodex&#8220;, ist klar, dass man hier eine Band erleben durfte, die auch problemlos einen Platz als Headliner verdient hätte. Episch, sympathisch, genial; jederzeit wieder!</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-20864 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/NFO1.jpg?resize=300%2C203&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="203" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/NFO1-scaled.jpg?resize=300%2C203&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/NFO1-scaled.jpg?resize=1024%2C692&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/NFO1-scaled.jpg?resize=768%2C519&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/NFO1-scaled.jpg?resize=1536%2C1039&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/NFO1-scaled.jpg?resize=2048%2C1385&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/NFO1-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/NFO1-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Was ist cheezy, trieft nur vor lauter Klischees und macht nach einer (pandemiebedingten) Zwangspause trotzdem irgendwie doch Spaß?<strong><span style="color: #003366;"> THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA</span></strong> huldigen dem 80er Jahre Sound derart intensiv, dass ich mir am liebsten ein Schweißband anziehen und den ersten Teil von „Karate Kid“ anschauen möchte. Ich hatte sie bereits einmal auf dem Rock Hard gesehen, aber schlichtweg keinen Zugang dazu gefunden. Auch wenn ich eigentlich diese Klänge mag, will sich bei mir schlichtweg keine Begeisterung einstellen. Das liegt allerdings definitv an mir, denn auf der Bühne liefert man top ab und der Platz ist voller Feierwütigen, die dem Sound (zurecht) huldigen. Als Hintergrundmusik ist es für mich zu diesem Zeitpunkt perfekt, um nochmal die Merch Stände zu plündern und etwas zu futtern.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20866" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/GD1.jpg?resize=300%2C199&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="199" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/GD1-scaled.jpg?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/GD1-scaled.jpg?resize=1024%2C678&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/GD1-scaled.jpg?resize=768%2C509&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/GD1-scaled.jpg?resize=1536%2C1017&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/GD1-scaled.jpg?resize=2048%2C1356&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/GD1-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/GD1-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Was könnte man an seinem 40. Geburtstag alles machen? Mit zweijähriger Verspätung beantworten <strong><span style="color: #003366;">GRAVE DIGGER</span></strong> diese Frage und lassen die Clans ins Amphitheater marschieren. Gleichzeitig gewinnen sie den Preis für die aufwendigste Bühnenshow, denn man fährt mal eben eine komplette Mannschaft auf, um mit Dudelsäcken und Trommeln zu unterstützen. Viele Anwesenden werden wieder in ihre Jugend zurück katapultiert, wenn Granaten wie &#8222;Excalibur&#8220;, &#8222;The Clans Will Rise Again&#8220; oder &#8222;Heavy Metal Breakdown&#8220; in die Masse gefeuert werden. Auch neuer Stoff wie &#8222;Hell Is My Purgatory&#8220; zündet schnell und reiht sich gut in die Klassiker ein. Lediglich &#8222;The Ballad Of Mary&#8220; hätte man sich meiner Meinung nach klemmen können; dennoch sind GRAVE DIGGER in Gelsenkirchen genauso gut aufgehoben, wie die Currywurst bei der Pommes: passt zusammen und ist beides Kult!</p>
<p>Es ist mittlerweile später geworden und ich laufe den gefühlt endlos langen Weg, um meine Kutte aus dem Auto zu holen und die Merchbeute in den Kofferraum zu werfen. Ich komme am Biergarten vorbei, wo der DJ die Meute mit Manowar einheizt. Überhaupt hat der Mann hinter den Reglern von <strong><span style="color: #003366;">BURNING STEEL</span></strong> ein feines Händchen für geile Musik und begeistert mich mit seinem Mix aus Sentenced, Paradise Lost und Edge of Sanity.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-20867 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/ASphyx2.jpg?resize=300%2C199&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="199" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/ASphyx2-scaled.jpg?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/ASphyx2-scaled.jpg?resize=1024%2C678&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/ASphyx2-scaled.jpg?resize=768%2C509&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/ASphyx2-scaled.jpg?resize=1536%2C1017&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/ASphyx2-scaled.jpg?resize=2048%2C1356&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/ASphyx2-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/ASphyx2-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Leider mussten Phil Campbell kurzfristig absagen; dafür springen <strong><span style="color: #003366;">ASPHYX</span></strong> in die Bresche. Ein Kompromiss, mit dem viele Anwesenden (inklusive mir) sehr gut leben können. Bereits beim Soundcheck geht die Stimmung hoch, als Martins Organ durch die Boxen bellt. Eine Weltpremiere wird angekündigt, denn am Schlagzeug wird heute erstmals in kurzen Hosen gespielt. Sehr zum Leidwesen von Martin, der sich über den üblen Gestank beschwert. Es ist immer wieder herrlich, diesen Bierhumor in Kombination mit rotzigem Gehacke live zu erleben und obwohl die Truppe unvorbereitet und völlig spontan eingesprungen ist, wird hier die Nackenbrecherbestellung zuverlässig abgeliefert. Auch an politischen Ansagen mangelt es nicht und so wird seinem Ärger über den Krieg in der Ukraine rasch Luft gemacht. Der Death Hammer kam, fiel und legte alles in Schutt und Asche. Ich freu mich schon, die Jungs auf dem <strong>Party San</strong> erneut zu sehen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-20868" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/BG10.jpg?resize=300%2C199&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="199" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/BG10-scaled.jpg?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/BG10-scaled.jpg?resize=1024%2C678&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/BG10-scaled.jpg?resize=768%2C509&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/BG10-scaled.jpg?resize=1536%2C1017&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/BG10-scaled.jpg?resize=2048%2C1356&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/BG10-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/06/BG10-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mit <span style="color: #003366;"><strong>BLIND GUARDIAN</strong></span> verbinde ich extrem viel mit meiner Jugend und meinem Leben generell; mit Perlen wie „Somewhere Far Beyond“ oder „Nightfall in Middle Earth“ haben sich die Barden einen festen Platz in meinem Leben einbetoniert. Mit entsprechend großer Ehrfurcht begegne ich dem Gig mit den wohl höchsten Erwartungen (und gleichzeitig Vertrauen), die ich je bei einem Konzert hatte. Nachdem man mit &#8222;Into The Storm&#8220; bereits das Stimmungsbarometer auf Maximum geballert hat, kündigt Hansi an, dass man heute (aufgrund der Nachbarn) pünktlich fertig werden müsse und wir heute auf lange Ansagen verzichten müssen. Ohne Umschweife beackert man noch schnell die „Nightfall“, ehe man das komplette „Somewhere Far Beyond Album“ in die Menge schießt und damit alle ins Jahr 1992 katapultiert. Auch nie gespielte Nummern wie &#8222;Black Chamber&#8220; werden schnell mit dem Publikum veredelt, oder auch &#8222;Theatre of Pain&#8220; mit derartigen Hingabe gespielt, dass Zeit und Alter in diesem Moment des Gigs schlichtweg keine Rolle mehr spielen. Die Krefelder sind live eine zuverlässige Institution, scheinen aber heute Abend extrem hungrig zu sein, denn es entlädt sich die Energie, die sich aufgrund der Pandemie aufgestaut hat. &#8222;Ashes to Ashes&#8220; war auf Platte geil, legt aber live nochmal eine Schippe drauf und spätestens bei &#8222;The Quest for Tanelorn&#8220; bekommt man das Gefühl, das man als Jugendlicher hatte, als man die Tokyo Tales gehört hatte und sich wünschte, dabei gewesen zu sein. Der „Bard´s Song“ ist eine sichere Kiste mit Gänsehaut, aber endlich auch mal den „Bard Song: The Hobbit“ live zu hören ist alleine schon die Reise nach Gelsenkirchen wert gewesen. Der Titeltrack ist eine Belastungsprobe für Nackenmuskulatur und Stimmbänder gleichzeitig, ehe man mit &#8222;Valhalla&#8220; die angrenzenden Nachbarn wach singen möchte. Obwohl die Endorphine bereits Überstunden schieben und der Körper quasi nur noch aus Adrenalin besteht, ballert man noch &#8222;Mirror, Mirror&#8220; in die Meute und macht damit den Sack zu. Einmal im Leben die „Somewhere&#8230;“ live und in voller Länge hören; dieser Traum ist an diesem Abend in Erfüllung gegangen und es hat sich mehr als gelohnt!</p>
<p>Nach einem weiteren Marsch zum Auto und einer flauschigen Fahrt von 50 Minuten (bei 170 km/h) , freut sich mein Kadaver wieder zuhause zu sein. Der Alltag und neue Herausforderungen warten bereits wenige Stunden später, aber wenn ich an diesen Tag zurückdenke, ist es genau das, was einem Kraft gibt und was mir die letzten beiden Jahre so gefehlt hat; die Musik, die ich liebe in einer schönen Location zu genießen und mit sehr netten Menschen zu teilen. <strong>DANKE ROCK HARD Festival!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PhotoCredits / Berichterstattung:</strong><span style="color: #003366;"> Sebastian Radu Groß&nbsp;</span></p>
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		<title>ROCK HARD FESTIVAL 2022</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/rock-hard-festival-2022</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2022 06:29:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Ein Festival im Ruhrgebiet mit schöner Kulisse im Amphitheater und breit gefächertem Billing gefällig? Auch wenn das ROCK HARD FESTIVAL</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Ein Festival im Ruhrgebiet mit schöner Kulisse im Amphitheater und breit gefächertem Billing gefällig? Auch wenn das <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="https://www.rockhard.de/rhfestival/">ROCK HARD FESTIVAL</a></strong></span> eigentlich kaum einer Vorstellung bedarf, so sollte man diesen Aspekt trotzdem einmal einwerfen, denn alleine von der Kulisse und der Umgebung her ist es nicht umsonst das jährliche Familientreffen vieler Metalheadz.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-20257" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/04/Rock-Hard-Festival-2022.jpeg?resize=451%2C451&#038;ssl=1" alt="" width="451" height="451" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/04/Rock-Hard-Festival-2022.jpeg?w=1000&amp;ssl=1 1000w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/04/Rock-Hard-Festival-2022.jpeg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/04/Rock-Hard-Festival-2022.jpeg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/04/Rock-Hard-Festival-2022.jpeg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px" />Das Entertainment-Programm ist ebenfalls bunt gemischt: eine Runde Flippern, Gitarre spielen oder im Partyzelt mit den Kumpels abfeiern, sind hier fester Bestandteil. Die Besucherzahl knackt nicht einmal die 10.000er Marke, die Wege zum Festival sind kurz und die Preise fair, was die familiäre Atmosphäre unterstreicht. Der CD-Markt, die Karaoke Aktionen im Biergarten und Merch-Stände sind ebenso Kult, wie die Bands, die dort auftreten. Man beschränkt sich hier nicht auf eine Stilrichtung, sondern bedient hier die Gemüter von &#8222;hart bis zart&#8220; und hat für jeden Geschmack mindestens ein Highlight am Start.</p>
<p>Einmal schön &#8222;Balls To The Wall&#8220; von <span style="color: #003366;"><strong>ACCEPT</strong></span>, einen der seltenen Auftritte von<strong><span style="color: #003366;"> SULPHUR AEON</span></strong> oder die epische Vollbedienung von <strong><span style="color: #003366;">BLIND GUARDIAN</span></strong>? Gerade der Querschnitt ist das , was viele Fans auf diesem Festival vereint und in der schönen Kulisse des Amphitheaters die eine oder andere kultige Erinnerung bescheren wird.</p>
<p>Das Line-Up in diesem Jahr sieht wie folgt aus:&nbsp;</p>
<p><span style="color: #003366;">ACCEPT</span><br />
<span style="color: #003366;">ATLANTEAN KODEX</span><br />
<span style="color: #003366;">AXXIS</span><br />
<span style="color: #003366;">BLIND GUARDIAN</span><br />
<span style="color: #003366;">GRAVE DIGGER</span><br />
<span style="color: #003366;">HEATHEN</span><br />
<span style="color: #003366;">INDIAN NIGHTMARE</span><br />
<span style="color: #003366;">MICHAEL MONROE</span><br />
<span style="color: #003366;">MIDNIGHT</span><br />
<span style="color: #003366;">NECK CEMETARY</span><br />
<span style="color: #003366;">NIFELHEIM</span><br />
<span style="color: #003366;">NIGHT DEMON</span><br />
<span style="color: #003366;">PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS PLAY MOTÖRHEAD</span><br />
<span style="color: #003366;">RAZOR</span><br />
<span style="color: #003366;">SACRED REICH</span><br />
<span style="color: #003366;">SORCERER</span><br />
<span style="color: #003366;">SUICIDAL ANGELS</span><br />
<span style="color: #003366;">SULPHUR AEON</span><br />
<span style="color: #003366;">THE NIGHT FLIGHT ORECHESTRA</span><br />
<span style="color: #003366;">VILLAGERS OF IONNINA CITY</span></p>
<p>Die 3-Tages-Tickets kosten 97,90 Euro inklusive aller Gebühren (Ticket + Camping: 123,80 Euro). Tagestickets sind ebenfalls ab sofort im Vorverkauf erhältlich (FR: 45,00 Euro, SA + SO 55,00 Euro).</p>
<p>Also, was bleibt da abschließend zu sagen: &#8222;See you in the pit!&#8220;</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=JIexTOwKcsw" title="Rock Hard Festival 2022 - Trailer" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/JIexTOwKcsw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>BLIND GUARDIAN &#8211; Im Gespräch mit Hansi Kürsch zum Orchester Album (Interview)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/blind-guardian-im-gespraech-mit-hansi-kuersch-zum-orchester-album-interview</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2019 15:07:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[BLIND GUARDIAN]]></category>
		<category><![CDATA[DEMONS & WIZARDS]]></category>
		<category><![CDATA[HERR DER RINGE]]></category>
		<category><![CDATA[LEGACY OF THE DARK LANDS]]></category>
		<category><![CDATA[MANOWAR]]></category>
		<category><![CDATA[MARKUS HEITZ]]></category>
		<category><![CDATA[ORCHESTER ALBUM]]></category>
		<category><![CDATA[RUNNING WILD]]></category>
		<category><![CDATA[SAXON]]></category>
		<category><![CDATA[SPEED METAL]]></category>
		<category><![CDATA[TOLKIEN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Gut Ding will Weile haben. BLIND GUARDIAN Fans kennen das zu Genüge, denn zwischen den regulären Alben liegen traditionell mehrere</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Gut Ding will Weile haben. <span style="color: #800000;"><a style="color: #800000;" href="https://www.blind-guardian.com/"><strong>BLIND GUARDIAN</strong></a></span> Fans kennen das zu Genüge, denn zwischen den regulären Alben liegen traditionell mehrere Jahre. Mit &#8222;Legacy Of The Dark Lands&#8220; enthüllen die Krefelder Barden endlich das Geheimnis, das sie seit fast 23 Jahren mit sich tragen und legen ihr lang erwartetes Orchester Album vor. In Zusammenarbeit mit Fantasy Auto Markus Heitz (&#8222;Die Zwerge&#8220;) ist ein Opus entstanden, der trotz fehlender Gitarren daran anknüpft, wo &#8222;Nightfall In Middle Earth&#8220; aufgehört hat. Wir telefonierten mit Hansi Kürsch und plauderten über die Entstehung des Albums, Markus Heitz die Verbindung zu den anderen Alben.<strong><br />
</strong></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie geht es Dir jetzt, wo alle Geheimnisse um das Album offenbart sind und Ihr endlich frei darüber sprechen könnt?</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Ich fühl mich erleichtert und bin sehr stolz auf das Ergebnis. Erleichtert deshalb, weil ich teilweise an die Veröffentlichung schon nicht mehr glauben konnte. Es hat sich für mich schon wie eine unendliche Geschichte angehört und jetzt hören endlich die Erklärungen auf. Das Thema „Orchester Album“ kam gefühlt in jedem fünften Interview zur Sprache. Natürlich kam die Frage „Erklär mal, was ist denn das?“ mehrfach auf, weil man sich nichts darunter vorstellen konnte. Dann versucht man irgendwie etwas zu erklären, was nicht erklärbar ist, weil Musik erst erklärbar wird, wenn man sie gehört hat bzw. wenn man weiß, worum es geht. Ich habe mich häufig bemüht den Leuten mitzuteilen, was es ist. Man hat aber häufig die Fragezeichen über den Köpfen der Leute sehen können. Damit ist es jetzt endlich vorbei; entweder es gefällt oder es gefällt nicht (lacht), aber die Leute wissen jetzt, wovon wir gesprochen haben.</p>
<p><strong>Ja, das Orchester Album war schon ein Running Gag. Man hat sich schon immer über jedes reguläre Album gefreut und bei jedem Interview sprach man über die orchestralen Elemente, die dann sofort zu der Frage führten, wann denn das Orchester Album bleibt.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #808000;">Hansi:</span></strong> Genau. Am Nächsten dran waren wir tatsächlich zwischen 2006 und 2010. Da hab ich gedacht, dass wir jetzt auf dieses Orchester Album eingehen und dabei bleiben. Allerdings hatten wir noch nicht alle Leute zusammen, die wir brauchten und haben es dann irgendwann verworfen und uns entschlossen, erst ein reguläres Album zu machen. Das ist dann „At The Edge Of Time“ gewesen. In der Zeit haben wir dann praktisch die fehlenden Leute an Bord bekommen, u.a. das Prager Philharmonic Orchester, weshalb dieser Zwischenschritt durchaus Sinn gemacht hat. Da waren wir wirklich relativ nah dran, zumindest mit der Produktion anzufangen. Das haben wir dann aber wieder bis nach „Beyond The Red Mirror“ wieder verworfen. Danach haben wir aber gesagt, jetzt machen wir Nägel mit Köpfen und jetzt kommt dieses Teil! (lacht). Sonst wäre das Album wohl nie veröffentlicht worden und es hätte so ausgesehen, dass wir einfach nur quatschen. Da haben wir also wirklich mal die Chance beim Schopfe gepackt. Ich habe aber nicht damit gerechnet, dass diese finale Produktion, die weitestgehend aus technischen Geschichten, aus Mix und aus Gesängen bestand, so lange dauern würde. Davon bin ich von Tag 1 an nicht ausgegangen. Es hat sich dann relativ schnell herauskristallisiert, dass doch mehr zu tun ist, und dass es doch sehr viel aufwendiger ist, als gedacht.</p>
<p>Auch bei den Gesängen mussten mehrere Versuche gestartet werden, um die Intensität einzufangen, die dem Orchester gerecht wurde. Trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass die Produktion noch so lange dauern würde.Wir haben seit 2009 immer wieder den einen oder anderen Song orchestertechnisch aufgenommen. Das ging in der Regel immer sehr schnell, so dass ein oder zwei Songs an einem Tag fertig waren. Aber das Editieren und Abmischen des Orchesters, so dass ich dazu performen konnte, hat eine Menge Zeit in Anspruch genommen. Das hat man so gar nicht auf dem Schirm.</p>
<p><strong>Bereits seit der „Nightfall“ kam die Idee des Orchester Albums erstmals auf. Man hatte bereits orchestrale Elemente genutzt und immer wieder etwas auf der Halde liegen. Als es dann aber ans Eingemachte ging, kann ich mir gut vorstellen, dass Ihr dann die kreative Box der Pandora geöffnet habt und Euch erstmals der wahre Umfang dieses Projektes bewusst geworden ist.</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Das war absolut so! Alleine das Finden des Orchesters war eine Herausforderung. Wir haben im Vorfeld bereits mit zwei Orchestern Testballons gestartet, die aus unserer Sicht nach hinten losgegangen sind. Da haben wir dann auch nicht weiter Zeit investiert, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, sondern sind straight an das dritte Orchester rangegangen. Dazwischen sind natürlich viele Monate ins Land gegangen, bis wir gemerkt haben, dass das Prager Orchester richtig für uns ist, weil die Leute einfach den passenden Sound hatten. Es war aber von der Umsetzung auch so ein Ding. Die Schwierigkeit bestand darin, dass die von uns programmierten Songs von einem Orchester eingespielt werden mussten. Eigentlich denkt man, dass man alles ja schon auf dem Computer fertig eingespielt hat, alles harmonisch klingt und man damit 100%ig zufrieden ist. Theoretisch müsste man also problemlos in der Lage sein, das Ganze als Score ausdrucken zu lassen (es gibt schließlich sehr viele Programme dafür). Dem ist aber leider nicht so; du musst tatsächlich für jedes einzelne Instrument, das du bereits programmiert hattest, überprüfen, ob es für das klassische Instrument spielbar ist. Wenn dem so nicht ist, musst du erstmal ein geeignetes Instrument suchen, wo es spielbar ist. Das war nur eine der vielen Hürden. Beim Gesang war es nicht anders. Ich musste auch ausprobieren, mit welchem Härtegrad ich die Songs einsinge und was dazu passt. Ich habe es auch mal versucht so einzusingen, wie es ein klassischer Sänger gemacht hätte. Das hat uns aber nicht gefallen, weil es keine BLIND GUARDIAN Eier mehr gehabt hätte. Da mussten wir uns auch hinarbeiten, um diesen Härtegrad zu finden, der unserer Band entspricht. Gleichzeitig darf das Orchester nicht zu verzerrt werden und der narrative Teil muss transportiert werden. Das war dann auch nochmal ein Jahr Lehrgeld, bis ich wusste,wie ich zu singen habe. Da steckt insgesamt schon eine Menge Finesse drin.</p>
<p><strong>Ihr seid ja dafür bekannt, viel Zeit für ein Album zu brauchen, aber dann immer Euer perfektestes Ergebnis ins Rennen zu schicken. Wenn Ihr ein Album macht kommt im Nachgang immer raus, wie perfektionistisch und akribisch Ihr daran geht, um immer noch etwas mehr rauszuholen, als bei den Vorgängern. Das hat meiner Meinung nach mit dem Orchester Album auch gut geklappt.</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Das freut mich. Ich hoffe das sehen andere auch so (lacht).</p>
<p><strong>Was war Deiner Meinung der größte Erfolg und die größte Niederlage während der Entstehungsphase des Orchester Albums?</strong></p>
<p>Die Niederlage ist trotz allem die Zeit und, dass wir nicht in der Lage gewesen sind, das wesentlich früher zu veröffentlichen. Hinzu kommt, dass der Markt sich auch sehr verändert hat. Wir sind uns zwar sicher, ein zeitgemäßes Produkt auf den Markt gebracht zu haben, aber die Hörgewohnheiten haben sich auch so sehr verändert. Es gibt zum Glück auch Nostalgiker, die CD´s und Vinyl hören. Denen kann man unser Album so präsentieren, wie es von uns gedacht ist. Bei den Streaming Geschichten wird das schon etwas schwieriger. Die Leute denken hier nicht in Alben, sondern in Playlists. Da stellt sich die Frage: „ Was ist die korrekte Playlist für BLIND GUARDIAN Twilight Orchester?“(lacht). Soundtrack funktioniert nicht, wegen Gesang und einigen Metallern könnten die Gitarren und das ballernde Schlagzeug fehlen. Da wäre es sicherlich einfacher gewesen, dieses Album im Jahr 2005 zu veröffentlichen. Wenn ich ganz streng mit uns wäre, würde ich die lange Zeit als Niederlage werten. Auf der anderen Seite, wie Du bereits erwähnt hast, geben wir nichts heraus, von dem wir nicht komplett überzeugt sind. Ich glaube außerdem, dass der Sprung von der „Nightfall“ zu diesem Album nicht all zu groß ist, weil da das Erzählerische mit dabei ist.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="BLIND GUARDIAN TWILIGHT ORCHESTRA - War Feeds War (OFFICIAL MUSIC VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/7bZjrn6IhOw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Thema „Streaming“ glaube ich, dass es viele Fans gibt, die noch die nostalgische Schiene fahren und CD´s und Vinyl bevorzugen. Besonders bei den Metalfans, da es so viele Special-Editions gibt, die auch schnell ausverkauft sind. Ich beispielsweise habe mir Euer Album gleich als Earbook und Vinyl geholt.</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Ach, Du bist derjenige, der wie verrückt bestellt! (lacht). Der größte Erfolg bei dem Album ist, dass es zu 100% BLIND GUARDIAN ist. Wir haben uns im Grunde neu erfunden, weil die Band außen vor war. Markus und Frederik konnten leider nicht mitspielen. Andre ebenfalls nicht, sondern hat ausschließlich komponiert. Der Gesang definiert die Band hier zwar, aber nicht ausschließlich. Ich glaube, dass jeder, der uns seit der „Nightfall&#8220; hört, bestätigen wird, dass das funktioniert.</p>
<p><strong>Als Fan hatte ich es nicht immer leicht mit Euch. Als Ihr 2002 den Schwenk zur „A Night At The Opera“ gemacht habt, wurden immer mehr orchestrale und bombastische Elemente drauf gepackt. Bei der „Beyond The Red Mirror“ hatte ich das Gefühl, dass man eine Symbiose aus den besten Queen Zutaten mit Bombast gemischt hat und den BLIND GAURDIAN Mantel drüber gelegt hat. Klingt geil, aber da fehlte mir persönlich das gewisse Etwas, was mich vollends ausflippen lässt. Als ich „Legacy Of The Dark Lands“ zum ersten Mal gehört habe, war das alte Feeling auf magische Weise sofort wieder da, was mir seit Jahren gefehlt hatte. Im Anschluss daran habe ich mir alle Scheiben nach der „Opera“ nochmal angehört und ein tieferes Verständnis dafür bekommen, wie die Entwicklung des Orchester Albums auf Eure regulären Werke abgefärbt hat. Ich kann mir vorstellen, dass diese Tatsache nicht nur mich, sondern auch andere Fans lange beschäftigen wird.</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Cool! Ich bin mir nicht so sicher, inwieweit das Orchester Album die regulären Alben befruchtet hat, oder umgekehrt. Ich sehe das aber auch so, wie Du, dass die Arbeiten an „Legacy Of The Dark Lands“ während all den Jahren mit definiert hat. Das Schöne an der ganzen Sache war, dass es bei Andre und mir nie Verständnislücken gab. Wir haben immer super gerne an den Sachen gearbeitet. Es gab nie die Situation, dass wir uns überlegen mussten, ob der Part so OK ist oder, ob wir den lieber weglassen sollten. Bei `War Feeds War` gibt es nur ein Mal den Refrain, statt der klassischen Wiederholung. Da waren wir uns auch sofort sicher, dass das so funktionieren würde. Es gibt immer wieder Momente bei jedem BLIND GUARDIAN Album, wo wir Elemente zurückhalten oder wieder rausschmeißen. Das ist aber schon seit der „Battallions Of Fear“ so gewesen. Das ist nicht in den letzten Jahren so entstanden, sondern Teil unseres Songwritings, dass wir sehr kritisch mit uns selbst ins Gericht gehen und jeden Part in seiner Form hinterfragen. Bei den klassischen Geschichten ist das nicht so passiert. Es ist einfach konzipiert worden und hat sich für uns immer sofort richtig angefühlt. Wir hätten natürlich auch Gitarren und Schlagzeug drauf packen können, die Diskussion gab es zu mehreren Anlässen. Wir sind aber immer wieder zu der Ursprungsidee zurückgekommen, dass es ein reines Orchester Album mit Gesang werden sollte. Wir hätten auch noch diverse Gastsänger an den Start holen können, wie bei Ayreon, um das Ganze aufzubauschen. So war das aber nicht konzipiert; da ist ein Typ, der springt in die Rollen der verschiedenen Charaktere rein und erzählt (als letztes Überbleibsel von BLIND GUARDIAN) die Geschichte. Ich gehe davon aus, dass die Leute, die die „Nightfall“ mochten, mit dem Orchester Album schnell warm werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Beim Durchhören ist mir aufgefallen, dass `Harvester Of Souls` bereits auf der „Beyond The Red Mirror“ in Form von „At The Edge Of Time“ eingespielt wurde (nur halt mit Gitarren und Schlagzeug).</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Stimmt, Du hast recht. In gewisser Weise ist das ein Widerspruch zu dem, was ich die ganze Zeit erzähle. (lacht). Es stimmt auch, was Du vorher gesagt hast, dass mit der aktuellen Platte das Verständnis da sein könnte, wie die regulären Alben entstanden sind. An manchen Stellen kann man sogar raushören, welche Songs zu welchen Orchester-Projekten entstanden sind. `Wheel Of Time` ist beispielsweise ursprünglich für dieses Album konzipiert worden. Ich bin damals zu Andre gegangen und war der Meinung, dass diese Nummer für das Orchester Album nicht aussagekräftig genug war. Andre hat sofort geschaltet und wir haben daraus einen Bandsong gemacht. Haben wir gemacht, hat funktioniert, da hat BLIND GUARDIAN definitiv von dem Orchester Album schon profitiert (lacht). Bei „Beyond The Red Mirror“ ist es ähnlich gelaufen; dieses Mal kam Andre zu mir und meinte, er habe die Nummer geträumt und es würde sehr gut mit Gitarren klingen. Dadurch denkt man sich, dass einige Stücke bekannt vorkommen und man kann einige Hinweise wirklich in unseren früheren Alben entdecken, was wir selbst auch nicht wussten.</p>
<p><strong>Ihr habt mit dem Fantasy Autor Markus Heitz, der ja selbst auch ein großer Fan von Euch ist, zusammengearbeitet. Wie kam es zu dem Kontakt?</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Wir waren uns schon um 2007 oder 2008 im Klaren, dass es kein Tolkien Konzept werden soll. Ich war mir aber auch im Klaren, dass ich das textliche Konzept alleine nicht stemmen kann, weil ich z.B. ja auch noch bei Demons &amp; Wizards dabei bin. Sonst hätte unser eigener Anspruch und die Qualität darunter gelitten. Ich habe mich also auf die Suche nach meinen Lieblingsautoren gemacht und in Deutschland ist Markus Heitz mit dem Zwerge Universum definitiv die Nummer Eins, so dass er meine erste Anlaufstelle war. Markus hat in den 90er Jahren als Rollenspieler BLIND GUARDIAN rauf und runter gehört und sich tierisch gefreut. Wir haben uns getroffen, gut verstanden und auch sehr schnell über den konzeptionellen Rahmen der Geschichte einigen können. Wir waren da sehr schnell auf einer Spur.</p>
<p><strong>Das glaube ich Dir sehr gerne. Das Buch „Die Dunklen Lande“ (angelehnt an die Geschichte des Orchester Albums &#8211; Anmerkung der Redaktion) hast Du aber auch gelesen, oder?</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Musste ich ja (lacht). Das habe ich auch in der Entstehungsphase der Texte gelesen und konnte daher einiges an Vorwissen noch mit einbringen. Im Großen und Ganzen haben wir aber den Rahmen für „Legacy Of The Dark Lands“ schon davor erstellt.</p>
<p><strong>ACHTUNG SPOILER ZUR GESCHICHTE!!!</strong><br />
Ich wusste ja, dass Nicolas ein dunkles Geheimnis umgibt; ich wusste nur noch nicht, welches das war. Ich hab dann meine eigenen Schlüsse und Weisheiten draus gezogen und an Markus weiter geleitet. Er hat dann daraufhin die vier Reiter der Apokalypse rausgepackt und Nicolas zum ersten Reiter gemacht. Der erste Reiter ist nämlich nicht definiert und das Thema der Apokalypse ist ja etwas, was jemand nicht wirklich will. Daher gibt es beim ersten Reiter sehr viel Interpretationsfreiheit, was man auch positiv deuten kann, z.B. als Messias oder Jesus Christus. <strong>SPOILER ENDE</strong></p>
<p><strong>Beim Durchlesen der Texte kam auch der heilige Gral wieder ins Spiel. So ganz konntest Du die Finger nicht von der Thematik lassen, oder?</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong> </span>Stimmt (lacht) `The Great Ordeal` unterscheidet sich atmosphärisch sehr von den anderen Stücken. An der Stelle brauchte ich aber die Templer. Ich konnte nicht im dreißigjährigem Krieg bleiben, ohne die Templer reinzubringen. Ich bin dann auf Recherche gegangen und habe herausgefunden, dass in Zeiten des dreißigjährigen Krieges ein Schreiben im Vatikan gefunden (und wieder verlegt) worden ist, dass die Templer von allen Anschuldigungen freigesprochen hat. Historisch, religiöser Kram quasi; ich habe dann die Nachfahren dieser Templer in die Geschichte eingebaut. Das musste ich dann irgendwann Markus gestehen, der die Templer nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Die haben aber im Laufe der Geschichte dann sehr gut reingepasst.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="BLIND GUARDIAN TWILIGHT ORCHESTRA - This Storm (OFFICIAL LYRIC VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/dR_VJ-jJosI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Auch grafisch ist Euer Album sehr schön geworden. Insbesondere auf der Vinyl- und Earbook Edition kommen die Zeichnungen sehr gut zur Geltung.</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Ja, finde ich auch. Leider Gottes ist uns auch da die Zeit weggelaufen, sonst hätten wir mit Sicherheit noch mehr grafisch umgesetzt. Da wurde wirklich ein Hammer Job gemacht; alle Motive wirklich phantastisch!</p>
<p><strong>Der Comic dazu hat ja leider nicht mehr geklappt, wie es eigentlich geplant war.</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong> </span>Das wäre jetzt eine lange Geschichte, die mich viel Nerven gekostet hat. Da bin ich auch nicht ganz drüber weg, wobei wir beim Thema „Niederlagen“ wären. Aber die Geschichte ist auch noch nicht ganz zu den Akten gelegt, um es mal so kurz zu sagen.</p>
<p><strong>Ihr habt ja noch bei Euren Sessions zu „Nightfall In Middle Earth“ einiges an Material gehabt, was später veröffentlicht wurde. `Doom´ wurde beispielsweise als Bonustrack bei der „Beyond The Red Mirror“ verewigt und `The Tunes Of War` gab es limitiert auf einem Rock Hard Sampler. Wie schaut´s bei „Legacy Of The Dark Lands“ aus? Habt Ihr auch noch Material, was später veröffentlicht werden kann?</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Produktionstechnisch haben wir alles benutzt, was wir auch vorbereitet hatten. Aber in der Phase sind andere Songs entstanden, die wir noch nicht angepackt haben, was die Umsetzung mit dem Orchester angeht. Die sind in der Komposition fertig und könnten veröffentlicht werden, aber wir haben jetzt bereits nochmal zwei neue Nummern komponiert. Ich will mich da nicht festlegen, aber ich glaube, dass wir vielleicht in den nächsten 10 Jahren (lacht) ein neues Orchester Album veröffentlichen werden.</p>
<p><strong>Ihr habt ja auch noch ein reguläres Album in der Mache. Letzter Stand war, dass die Drumspuren noch eingespielt werden mussten und es dann veröffentlicht werden kann. Wann wird das ungefähr sein?</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong> </span>Wir haben bereits zwei Nummern mit dem Schlagzeug fertig. Wir werden voraussichtlich März oder April 2020 in die Produktion gehen und nochmals alles überarbeiten. Die Idee ist im März zu veröffentlichen und dann wieder auf Tour zu gehen.</p>
<p><strong>Wie schaut es mit einer Live-Umsetzung des Orchester Albums aus? Gibt es da bereits Pläne oder ist es überhaupt realistisch für Euch?</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Das ist sehr realistisch, aber braucht natürlich seine Zeit, bis wir das reguläre Album fertiggestellt und dann auf Tour gewesen sind. Ob es eine klassische Konzerthalle oder eine „normale“ Konzerthalle werden wird, kann ich noch nicht sagen. Es hängt davon ab, mit wem wir zusammen arbeiten und wer mit der intelligentesten Idee um die Ecke kommt. Praktischer und einfacher umsetzbar ist die Once-In-A-Lifetime Nummer, wo man eine Uraufführung macht und sich überlegt, ob man sowas überhaupt noch einmal macht. Gib uns circa ein halbes Jahr Zeit, dann müssen wir eh an die Öffentlichkeit und sagen, wie es ablaufen wird. Es wird aber passieren.</p>
<p><strong>Ihr seid mittlerweile seit über 30 Jahren im Geschäft. Könntet Ihr Euch vorstellen, einmal eine BLIND GUARDIAN Biographie zu veröffentlichen?</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Wir sind zumindest an einer Bandbiographie seit Jahren dran und werden seit Jahren in regelmäßigen Abständen mit Anfragen malträtiert. Derjenige, der jetzt an der Bandbiographie schreibt, ist recht nah an BLIND GUARDIAN dran, das wäre dann schon einmal eine von uns autorisierte Biographie.</p>
<p><strong>Danke für das Gespräch! Da Ihr in der Band große Kuchenfans seid, wünschen wir Euch ein schönes Wochenende und einen leckeren Kuchen. Alles Gute für BLIND GUARDIAN!</strong></p>
<p><span style="color: #808000;"><strong>Hansi:</strong></span> Dankeschön und Euch auch einen schönen Kuchen (lacht).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>/Sebastian Radu Groß</strong><span style="color: #000000;"> (Chefredakteur des NIC &#8211; NordMensch in Concerts Online Magazine)</span></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/blind-guardian-im-gespraech-mit-hansi-kuersch-zum-orchester-album-interview">BLIND GUARDIAN &#8211; Im Gespräch mit Hansi Kürsch zum Orchester Album (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>BLIND GUARDIAN &#8211; &#8222;LEGACY OF THE DARK LANDS&#8220;</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/blind-guardian-legacy-of-the-dark-lands</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2019 07:59:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BLIND GUARDIAN]]></category>
		<category><![CDATA[DIE ZWERGE]]></category>
		<category><![CDATA[FANTASY]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Kann ein Klassik Album funktionieren? Das Konzept Rock/Metal mit einem Orchester zu kombinieren ist nicht neu. Waltari, Metallica und andere</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/blind-guardian-legacy-of-the-dark-lands">BLIND GUARDIAN &#8211; &#8222;LEGACY OF THE DARK LANDS&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Kann ein Klassik Album funktionieren? Das Konzept Rock/Metal mit einem Orchester zu kombinieren ist nicht neu. Waltari, Metallica und andere taten es bereits vorher und zeigten, dass es funktionieren kann. Ganze 20 Jahre brüteten <span style="color: #800000;"><a style="color: #800000;" href="https://www.blind-guardian.com/"><strong>BLIND GUARDIAN</strong> </a></span>über ihr Orchester Album. Immer wieder schimmerte die Ankündigung zwischen den letzten Veröffentlichungen hindurch, aber es gab nichts Konkretes. Tatsächlich beeinflusste die Entstehung von „Legacy Of The Dark Lands“ die Bandentwicklung bereits seit 2002, ohne die es Songs wie beispielsweise `And Then There Was Silence` nicht gegeben hätte. Die orchestralen Elemente hielten immer mehr Einzug im Songwriting und rangen mit den ehemals legendären Speed Metal Attacken um die Vorherrschaft, was nicht immer leicht für die Fans war. Letzten Endes gehen die Krefelder Barden ihren Weg unbeirrt von jeglicher Erwartungshaltung weiter und lassen mit ihrem aktuellen Album (endlich) die Katze aus dem Sack.</p>
<p>Das Intro `1618 Ouverture` fließt herrlich atmosphärisch aus den Boxen und lässt ansatzweise erahnen, was da auf einen zurollt. Mutig schiebt man die Textpassage `The Gathering` hinterher, ehe mit `War Feeds War` das erste „richtige“ Stück beginnt. Bereits die ersten Klänge katapultieren in eine riesige Konzerthalle und gleichzeitig in eine Parallelwelt, dessen Soundtrack den Hörer liebevoll durch Gänsehautpassagen und epische Momente führt. Hansis Stimme ist hier klar die Orientierung für die Fans und das Songwriting holt mich auch ohne Gitarren direkt da ab, wo ich als Guardian Fan stehe. Bedrohliche und versöhnliche Momente wechseln sich in dem Stück gleichermaßen ab und hinterlassen ein Gefühl der Hoffnung inmitten eines Schlachtfeldes der verlorenen Seelen. Für die ersten Klänge von `Dark Cloud´s Rising` hätte Peter Jackson sich beim Herr der Ringe Soundtrack die Finger geleckt, ehe der Refrain in das so geliebte Guardian (Gänsehaut) Feeling mündet. „What The future holds, the star may know“ erschallt es aus den Boxen, und man hat spätestens jetzt die Außenwelt komplett ausgeblendet und staunt ehrfürchtig, wie zielsicher man hier mit den orchestralen Elementen durch das Songwriting führt.</p>
<p>Der Eindruck verstärkt sich im Laufe des gesamten Albums und hat noch sehr viel zu bieten; mit einem Durchlauf ist es nicht getan und man möchte sich am liebsten mit dem Album längere Zeit einkerkern, um es in aller Ruhe in seiner ganzen Schönheit zu erkunden. Der fröhliche Beginn von `The Great Ordeal`catcht direkt und steigert sich herrlich, um in seiner gesamten Pracht verschiedene Facetten in die Hirnrinde zu schmieden. Das finstere `In The Red Dwarf´s Tower`besticht unter anderem mit seinen Chören, während `Point Of No Return`sämtliche Synapsen zum Schmelzen bringt. Mal im ernst, wenn die Krefelder auch nur ansatzweise so viel Spaß beim Schreiben dieses Songs hatten, wie ich beim Hören, kann ich die letzten 20 Jahre sehr gut verstehen.`Nephilim` marschiert stolz aus den Boxen, während `Harvester Of Souls` eher der finstere Geselle ist. Obwohl `Conquest Is Over`lediglich ein Intermezzo ist, wirft es mich als Rollenspieler mit seinen elegischen Klängen atmosphärisch in die Spielwelt von Dark Souls und beweist, das bereits der minimale Einsatz von Instrumenten, das Maximum raus kitzeln kann.`This Storm` wurde bereits im Vorfeld als Lyric Video veröffentlicht und zum Ende des Albums wartet man mit einer Überraschung auf; statt es im opulenten Orchester Sound zu ersticken, hat man sich für eine ruhigere und doch fordernde Variante entschieden; `Beyond The Wall` wird mit Hansis eher untypischen, tieferen Vocals eingeleitet und besticht vor allem durch seine Chöre. Es ist eine andere Art ein Album zu beenden, die mir sehr gut gefällt, weil man etwas bekommt, was man nicht erwartet hat und sich gleichzeitig sehr darüber freut.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Blind Guardian’s Twilight Orchestra - This Storm (OFFICIAL LYRIC VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/VsXWXh8neNo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
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<p>Bereits die ersten Infohäppchen und Videos ließen erahnen, dass es teilweise ein Heimspiel wird, denn das Album ist sowohl Hörbuch, als auch Musikalbum. Der erste Eindruck, dass es sich um „Nightfall in Middle Earth 2.0 in der Orchester Version“ handelt, wird schnell bestätigt. Die Original Sprecher nochmal ans Mikro zu holen lässt einen schnell heimisch fühlen und harmoniert perfekt in Sachen Atmosphäre. Thematisch knüpft man an „Die Dunklen Lande“ von Markus Heitz an, den Fantasy Fans bereits sehr gut kennen dürften. Befürchtungen, dass BLIND GUARDIAN ohne Gitarren nicht funktionieren, werden bereits nach wenigen Minuten verstreut. Man hat in den letzten Jahren in Sachen Erfahrungen und größenwahnsinnige Alben einiges angesammelt und schafft es mühelos, den Hörer da abzuholen, wo er seit den ersten Klängen dieser Band steht; die Songs treffen stellenweise unvorbereitet mit einer Gänsehaut ins Schwarze und begleiten konstant durch sämtliche Klanggefilden die es braucht, um zu fesseln. Das Soundtrack Feeling ist allgegenwärtig und wer Angst davor hatte, es mit einem reinen Klassik Album zu tun zu bekommen, wird schnell Entwarnung geben können. Jedes Wort über die Produktion erübrigt sich hier im Ansatz, denn die Wächter sind nicht nur mit dem gewohnten Perfektionismus, sondern auch mit sehr viel Liebe zum Detail an das Album herangetreten. Natürlich könnte ich jetzt mit Adjektiven wie „episch“, „bombastisch“ und „unglaublich“ um mich schmeißen, aber wenn man die Truppe kennt und sich vorstellt, was sie in 20 Jahren auf die Beine stellen können, erübrigt sich jedes weitere Wort.</p>
<p>Im Promotext wird davon gesprochen, dass Rom nicht an einem Tag erbaut worden ist und das Tolkien seine Fans auch lange hat warten lassen, ehe sein „Herr der Ringe“ Epos fertig war. Mit „Legacy Of The Dark Lands“ haben BLIND GUARDIAN ihr Rom erbaut und ihren „Herr der Ringe“ erschaffen. Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf. Tatsächlich liebe ich diese Band seit der ersten Stunde und hatte mit dem einen oder anderen Album so meine Probleme um rein zu kommen. „Legacy Of The Dark Lands“schafft das, was andere Alben bei mir versuchen und packt mich von der ersten, bis zur letzten Sekunde und offenbart den Kern dieser Band. BLIND GUARDIAN sind nicht (nur) Gitarren, sondern jenes Gefühl, das sie seit den ersten Klängen der „Battalians Of Fear“ sind: Eine Band, die es schafft, Geschichten so atmosphärisch zu vertonen, dass ich nicht genug davon kriegen kann!</p>
<p>Klar kann man als Kritiker hier auch jedes Detail auseinanderpflücken und Schwachstellen suchen, aber die Wucht, die Vielfältigkeit und die unfassbar greifbare Atmosphäre beschäftigen mich viel zu sehr, als dass ich einen Grund zum Meckern suchen möchte. Ich bin mir sicher, dass dieses Album mich noch sehr lange Zeit beschäftigen wird; Fakt ist, dass sich BLIND GUARDIAN damit ihr eigenes Denkmal gesetzt haben und ich mich jetzt schon darauf freue, dieses Kunstwerk mit dem Twilight Orchester live zu erleben.</p>
<p><strong>10 von 10 Punkten</strong></p>
<p><span style="color: #800000;">/Radu</span></p>
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<p>Folgende 3 Tipps sollte man beherzigen, um sich die Wirkung des Albums in seiner ganzen Bandbreite zu gönnen:</p>
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<li>Das Album beim ersten Durchlauf alleine und über Kopfhörer durchhören (wenn man sich die Zeit für die Musik nimmt, wird man mit einem epischen Trip belohnt).</li>
<li>Das Buch „Die Dunklen Lande“ von Markus Heitz lesen.</li>
<li>Nach einigen Durchläufen die BLIND GUARDIAN Diskographie ab der „A Night At The Opera“ nochmals anhören. Das gibt nicht nur ein tieferes Verständnis für die Band und deren musikalische Entwicklung der letzten 20 Jahre, sondern versöhnt auch einige Fans, die mit den (teils sehr opulenten) Werken nach der „Nightfall“ ihre Schwierigkeiten hatten.</li>
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