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	<title>Specials Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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	<description>Dein Mag für mehr LIVE &#38; SZENE!</description>
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	<title>Specials Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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		<title>Alben, die unser Leben verändert haben (Part III)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/alben-die-unser-leben-veraendert-haben-part-iii</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 15:47:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[BLIND GUARDIAN]]></category>
		<category><![CDATA[DAN SWANÖ]]></category>
		<category><![CDATA[EDGE OF SANNITY]]></category>
		<category><![CDATA[KATATONIA]]></category>
		<category><![CDATA[NIGHTINGALE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Jeder, der Musik fühlt, kennt es; da ist dieser eine Song, der dich eiskalt erwischt, völlig überraschend eine Gänsehaut beschert</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/alben-die-unser-leben-veraendert-haben-part-iii">Alben, die unser Leben verändert haben (Part III)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><span style="color: #003366;">Jeder, der Musik fühlt, kennt es; da ist dieser eine Song, der dich eiskalt erwischt, völlig überraschend eine Gänsehaut beschert und etwas in dir erweckt, von dem du nicht einmal wusstest, dass es das gibt. Du wirst süchtig nach dem Song, hörst das komplette Album und schließt es direkt in dein Herz.</span><br />
<span style="color: #003366;">Genau um diese Alben soll es in unserem Special gehen, denn auch wenn wir gemeinsam mit den Alben altern, so bleiben die Erinnerungen daran ewig jung. René , Olivia und Radu erzählen euch Geschichten, welche Alben ihre Welt komplett auf den Kopf gestellt haben. Vorhang auf für unsere persönliche Reise durch das Leben und die Musik.</span></p>
<p><span style="color: #003366;">Zum Abschlus der Reihe, heißt euch Radu willkommen in seinem Kopf und seiner Gefühlswelt.</span></p>
<p><strong>Nightingale – „The Breathing Shadow“</strong></p>
<p>Manche Alben haben einen direkten Einfluss auf eine Situation, die man nie vergisst. Andere kehren an einem Punkt des Lebens zurück, um genau im richtigen Moment die notwendige Kraft zu geben. Dies ist die Geschichte von Nightingale und dem Erstling „Breathing Shadow“</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34020" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201705.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201705.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201705.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201705.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201705.jpg?resize=768%2C769&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201705.jpg?w=1079&amp;ssl=1 1079w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wir schreiben das Jahr 1995. Mein 18jähriges Ich spaziert durch die Innenstadt von Dortmund an einem kalten Wintertag. Es ist bereits dunkel und ich habe nicht mehr viel Zeit, um meinen Zug zu bekommen. Deshalb „nur mal eben kurz“ in meinen Stammplattenladen <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://shop.idiotsrecords.com/index.php"><span style="color: #003366;">I</span>diots Records</a></span> reingehüpft, um noch mal kurz ein wenig zu Plaudern und in den CD-Regalen stöbern. Nach wenigem Wühlen erregt ein Cover meine Aufmerksamkeit; drei rote Totenköpfe und ein verschnörkelter Schriftzug? Sieht stark nach Gothic Metal aus und könnte definitiv etwas für mich sein. Aus Neugierde aus dem Regal gezogen und zur Theke gebracht, um mal reinzuhören. Tückisch schleicht sich die Gitarre an das Ohr heran, ehe das Riff sich direkt ins Gehirn schießt und in meinem Kopf eine epische Landschaft explodieren lässt. Die Gänsehaut kommt sofort und bereits nach wenigen Sekunden spüre ich, dass ich hier eine ganz besondere Scheibe in den Händen halte. Aus Gewohnheit lese ich mir im Booklet die Infos durch, in der Hoffnung, dass mein Lieblingsmusiker Dan Swanö vielleicht bei der Produktion mitgewirkt hat (zur damaligen Zeit habe ich jede noch so kleine Produktion und jedes Bandprojekt von Dan Swanö fanatisch gesammelt und geliebt). Beinahe fällt mir das Booklet aus der Hand, als ich erkenne, dass dieses Album von ihm im Alleingang geschrieben, aufgenommen und produziert wurde. Als dann die ersten Gesangslinien von „Nightfall Overture“ über mich hereinbrechen, ist es endgültig um mich geschehen. Ich kannte seine Musk bereits von Edge of Sanity und einigen Side Projekten, aber ein ganzes Album mit seiner cleanen Stimme zu hören war für mich der absolute Hauptgewinn! Ein kurzer Blick auf die Uhr und die Gewissheit, dass ich mich beeilen muss, um den Zug zu bekommen. Ich glaube, ich habe insgesamt nur zwei Minuten in das Album reingehört, ehe ich Hannes meine letzten 15 Mark auf den Tresen warf und wie ein Marathonläufer zum Bahnhof eilte. Den Zug bekam ich gerade noch rechtzeitig und so starrte ich apathisch  auf das Cover und stellte mir vor, welche Großtat Dan Swanö wohl auf diesen CD-Rohling gepresst hatte (damals konnte man noch nicht streamen und brauchte einen CD-Player, um die Musik hören zu können). Zuhause angekommen wurde die „Breathing Shadow“ eingelegt und seitdem ist sie fester Bestandteil meines Lebens. „Nightfall Overture“ kann mich bis heute noch aus dem tiefsten mentalen Loch innerhalb weniger Sekunden rausboxen, während „The Dreamreader“ mir instant gute Laune verschafft. „A Lesson in Evil“ ist quasi der Soundtrack zu meinem Lebensstil; dunkel, melodisch und doch mit einem leichten Augenzwinkern von Humor beschert mir diese Gothic Nummer bis heute ein Dauergrinsen im Gesicht (besonders die Gesangslinie!). Besonders hat mich die Atmosphäre und das Ende der Geschichte mit „An Eye for an Eye“ gepackt, an dessen Ende ich mich damals so sehr erschrocken hatte, dass ich mich fast eingeschissen hätte. Das Album hat mich durch verschiedene Kapitel meines Lebens begleitet; erste Freundin, Stress in der Schule, meine Ausbildung, meine Arbeit und auch beim Gründen einer Familie und im täglichen Familienwahnsinn.</p>
<p>So weit so schön und die Geschichte könnte auserzählt sein. Wäre da nicht jener Moment, in dem das Album mir in allerhöchster Not beigestanden hätte. Wir machen einen Zeitsprung ins Jahr 2025. Mittlerweile bin ich 48 Jahre alt und mit meiner Familie im wohlverdienten Urlaub. Die vergangenen acht Monate waren für uns alle sehr belastend und hatten uns stellenweise über unsere mentale Grenze hinaus gefordert. Umso erfreulicher, dass endlich Ruhe einkehrt und wir unseren Urlaub im Schwarzwald genießen können. Plötzlich klingelt mein Handy und ich sehe mein Patenkind, das mir unter Tränen mitteilt, dass sein Vater gestorben ist. Wir waren 42 Jahre eng befreundet und haben alle Kapitel unseres Lebens gemeinsam erlebt: wir hatten die Schulbank gedrückt, Familien gegründet, gemeinsam Urlaub gemacht und viele Abenteuer erlebt. Der Verlust kam plötzlich und erwischte mich eiskalt. Am Tag der Beerdigung war es mir wichtig einige Worte über ihn zu sagen. Doch was sagt man in einer Situation, in der man selbst komplett am Boden ist? Kurz vor der Beerdigung kam der Postbote, um mir meine Bestellung von<span style="color: #003366;"> <a style="color: #003366;" href="https://swanomerch.myshopify.com/">Swanömerch</a></span> zu bringen. Mit dabei: die „Breathing Shadow“ als Remasterte Version. Ich versuchte mich durch die Musik aufs Schreiben der Grabrede zu konzentrieren, aber es gelang mir nicht. Obwohl der Sound des Albums gut war, so verband ich doch zu viele andere Erinnerungen damit. Auf der 2. CD waren alternative Mixe vorhanden und bei der Piano Version von „The Dreamreader“ wurde in mir ein Schalter umgelegt: eine altbekannte Gänsehaut im neuen Gewand überkam mich und der Text floss nur so aus mir heraus. Am Tag der Beerdigung selbst war ich ein völlig zerstörtes Nervenwrack, konnte aber die Worte, die mir wichtig waren, sprechen und mich von meinem Freund verabschieden.</p>
<p>Ich könnte an dieser Stelle meine Freude über die erstmalige Veröffentlichung der „Breathing Shadow“ auf rotem Vinyl beschreiben. Auch könnte ich die neuen Remixe von Gänsehautsongs wie „Nightfall Overture“, „Sleep…“ und „Recovery Opus“ in den Himmel loben. Schließlich beleuchten sie das Album aus einem anderen Blickwinkel und verleihen ihm dadurch noch mehr Intensität und einen tieferen Einblick, in die unterschiedlichen Facetten, die Dan Swanö (scheinbar mühelos) beherrscht. Auch die live Tracks sind eine schöne Ergänzung, während die Demos mich mit ihren Medleys und der alternativen Version von „A Lesson in Evil“ sehr glücklich gemacht haben. Objektiv betrachtet bietet das Album ein episches Update zu einem meiner Lieblingsalben, die Dan Swanö 1995 im Alleingang(!) abgeliefert hat. Subjektiv betrachtet hat mich das Album seit seiner Veröffentlichung mein Leben lang begleitet und allein die ersten Sekunden von „Nightfall Overture“ bescheren mir jederzeit eine Gänsehaut. Die Wiederveröffentlichung und die remasterte Version haben mich in einer meiner dunkelsten Stunden meines Lebens gerettet, wofür ich Dan Swanö auf ewig dankbar sein werde. Ich denke, dass genau solche Gefühle, die man mit der Musik verbindet, das ist, was ein Album zu etwas Besonderem macht.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Nightfall Overture (Remaster 2025)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/dR_t8i2TkYM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Blind Guardian- “Imaginations from the other Side”</strong></p>
<p>Über meine Liebe zu Blind Guardian zu Schreiben ist ungefähr so, als würde man jemandem sagen, er dürfte in seiner Lieblingskneipe nur ein Bier trinken und nur ein Lied hören. Ich könnte hier viele Geschichten erzählen und noch mehr Seiten füllen, warum die Alben von Blind Guardian Stammgast bei mir sind. Aber hier beschränke ich mich auf eine Anekdote, die mich gleichzeitig quält und glücklich macht.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34022" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201701.jpg?resize=300%2C219&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="219" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201701-scaled.jpg?resize=300%2C219&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201701-scaled.jpg?resize=1024%2C749&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201701-scaled.jpg?resize=768%2C562&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201701-scaled.jpg?resize=1536%2C1123&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201701-scaled.jpg?resize=2048%2C1498&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201701-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201701-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Vor dem Release des Albums, wurde die Maxi zu „A Past and Future Secret“ veröffentlicht. Für alle, die nicht wissen, was eine Maxi ist (Achtung, der Opa erzählt): es war eine CD, wo der Song in 2 Versionen vorhanden war, zusätzlich der Titelsong des neuen Albums („Imaginations from the other Side“) und die Coverversion von Uriah Heep´s „The Wizard“, die später auch auf dem „Forgotten Tales“ Album gelandet ist. Ich fieberte dem Release des Albums entgegen, und als ich es endlich in den Händen hielt, war ich hin und weg; allein der Titeltrack hat die epische Tragweite eines orchestralen Songwritings mit den knackigen Riffs einer Band gepaart, die in ihren Anfangstagen dem Speed Metal mit vollem Herzblut gehuldigt haben. Diese Blaupause sollte sich auch musikalisch durch das gesamte Album ziehen; so knüppelt man sich in bester Old School Manier durch „I´m alive“, während Hansis Gesang sich gerade in den langsamen Passagen in den Gehörgängen sanft entfaltet. Das balladeske „A Past and Future Secret“ wird nicht umsonst von den Fans bei Konzerten gerne mitgesungen, denn es ist wie ein Leuchtfeuer, das inmitten einer dunklen Welt zur Rast einlädt, wo man Kraft für einen Neubeginn tanken kann. Man möge mir denjenigen zeigen, der den Refrain von „The Script for my Requiem“ hören kann, ohne ihn automatisch mitzusingen. Denn genau das war zu dieser Zeit die große Stärke von Blind Guardian: Songs zu erschaffen, die hart und gleichzeitig episch sind, unter die Hau t gehen und deren Refrain einfach nur süchtig macht. Die Gesangsqualitäten von Hansi haben auf diesem Album merklich zugelegt, was man bei „Mordred´s Song“ sehr gut raushören kann, während man bei „Born in a Mourning Hall“ das Gaspedal durchdrückt, ohne den Blick für herausstechende Hooks zu verlieren. „Bright Eyes“ steigert sich einfach herrlich vom schüchternen Anfang zum grandiosen Song, während „Another Holy War“ in mir unzählige D&amp;D Abende vor meinem inneren Auge vorbeiziehen lässt (natürlich mit epischen Schlachten). Wie könnte man ein Album besser beenden als mit „And the story ends“? Der Rausschmeißer ist charmant und gleichzeitig endgültig und hätten Blind Guardian an diesem Punkt ihrer Karriere aufgehört, so wäre das Album definitiv das Opus Magnum ihrer Karriere geblieben. Das Coverartwork zählt meiner Meinung nach zu den besten, was die Zunft zu bieten hat und so ist es für mich ein rundum perfektes Album geworden.</p>
<p>Ja und was ist jetzt mit meiner Anekdote? Als ich das Album erstmals gehört habe, war ich hin und weg. Dann kam die freudige Nachricht: Blind Guardian gehen auf Tour! Ich hatte sie noch nie live gesehen , weil ich eher menschenscheu bin, aber diese Gelegenheit durfte ich mir nicht entgehen lassen! Also Karte gekauft und die Tage bis zum Konzert gezählt. 2 Wochen vor dem Konzert wurden bei uns in der Schule die Termine für die Abiturklausuren bekannt gegeben. Ich hatte sehr damit zu kämpfen, weil ich in Naturwissenschaften, Mathe und Chemie ein intellektueller Totalausfall war. Und wie es der Zufall (oder das Schicksal?) wollte, so fand meine Prüfung einen Tag nach dem Konzert um 8 Uhr morgens statt! Mir war klar, dass ich mich zwischen Prüfung bzw. Schulabschluss und Konzert entscheiden musste und so wählte ich verantwortungsbewusst, die Schule, während ich mich gleichzeitig sehr dafür hasste. Ich verkaufte meine Karte an meinen besten Kumpel und weinte noch viele Jahre später über diese verpasste Chance. Allerdings hatte das Schicksal Pläne mit uns; mein Kumpel, dem ich die Karte verkaufte, lernte dadurch meinen anderen Kumpel (mit dem ich dort hingefahren wäre) kennen und sie verstanden sich prächtig. Daraus ist eine Freundschaft, eine (sehr kurzweilige) Band und später eine Clique entstanden, die uns durch unsere jungen Erwachsenenjahre lange Zeit begleiten sollte. Auch heute erzählt mir mein Kumpel mit strahlenden Augen und einem breiten Grinsen von dem Konzert, das ich verpasst hatte. Mein Magic Moment sollte jedoch noch bis zum Jahr 2002 auf sich warten lassen, denn da sah ich Blind Guardian zum ersten Mal in der Phillipshalle in Düsseldorf. Sie hatten gerade die „A Night in the Opera“ rausgebracht und die anwesende Meute war bis zum Anschlag motiviert, einen schönen Abend zu haben. Der Gig verlief gut und die Stimmung war aufgeheizt, als der magische Moment kam, den ich mein Leben lang nicht vergessen sollte. „Jetzt haben wir und ihr uns eine Ruhepause verdient“ kam als Ansage von Hansi gefolgt von einigen Pfiffen. „Magic Moments kann man bekanntlich nicht wiederholen. Gebt euch alle Mühe; hier kommt „The Bard´s Song“!“ Alleine bei der Ankündigung war es, als würden alle Dämme brechen und eine unzähmbare Energie die gesamte Halle überrollen. Die ersten Klänge der Akusitkgitarre gingen fast im Klatschen der Fans unter, ehe Hansi mit „Now you all know“ ansetzte. Der Rest wurde fast im Alleingang von der gesamten Halle mit einer Leidenschaft und Innbrunst mitgesungen, dass mir die Erinnerung daran heute noch Freudentränen in die Augen treibt. Mittendrin zu stehen, Teil von etwas Großem zu sein und selbst alle Kraft in den Song zu legen war das Gefühl, das man beschreiben kann. In diesem Moment wurden alle anderen Gesetze außer Kraft gesetzt; keine Gedanken, keine Probleme, keine Unterscheide zwischen den Menschen; ausschließlich die Musik und der Moment, der alle vereint. Genau das ist der magische Moment, an dem Musik verbindet und etwas für seine persönliche Ewigkeit erschaffen wird, das noch viele Jahre lang nachhallen wird. Anscheinend war ich nicht der einzige, dem es so ging, denn nachdem der Song beendet war, entlud sich sämtliche Euphorie auf die Band, die sprachlos auf der Bühne stand und (trotz aller Professionalität) in dem Moment nicht wusste, was sie machen sollte. Hansi setzte mehrfach zur Ansage an, wurde jedoch mit frenetischen „Guardian“ Rufen überschüttet. Insgesamt dürfte das Konzert ca. 15 Minuten unterbrochen worden sein (wie es im Interview von der Bonus Disc der Special Edition von „A Twist in a Myth“ beschrieben wurde), ehe es weiterging. Diesen magischen Moment kann man übrigens auch auf dem Livealbum „Live“ von Blind Guardian hören. Da geht der Song ca. 8 Minuten (inklusive Pubkikumsausraster). Auch die anderen Gassenhauer wurden zelebriert und das Konzert war nicht nur rund, sondern der perfekte Abend, von dem ich heute noch sehr zehre.</p>
<p>Die „Imaginations from the Other Side” erinnert mich deshalb immer daran, dass verpasste Chancen manchmal auch Möglichkeiten sind, bei der das Leben andere Wege geht. Dadurch habe ich eine lebenslange Freundschaft mit meinem besten Kumpel am Start, tonnenweise Erinnerungen an eine schöne Zeit und ein Konzert, von dem ich noch meinen Kindern erzählen werde.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="BLIND GUARDIAN - The Bard&amp;apos;s Song (OFFICIAL MUSIC VIDEO)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/n63UbX5kzAc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Katatonia- Dance of December Souls </strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34023" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201708.jpg?resize=295%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="295" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201708.jpg?resize=295%2C300&amp;ssl=1 295w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201708.jpg?resize=1006%2C1024&amp;ssl=1 1006w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201708.jpg?resize=768%2C782&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/1000201708.jpg?w=1080&amp;ssl=1 1080w" sizes="auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px" />Lange Zeit dachte ich, dass es das (für mich) perfekte Album nicht gibt. Allerdings ist mein 15-Jähriges Ich mit einem Album konfrontiert worden, das mir im Laufe meines Lebens das Gegenteil bewiesen hat. Damals hatte ich in der Schule große Probleme in den Fächern Mathe und Latein. Nachdem ich bereits 2 Nachhilfelehrer verheizt hatte, versuchte ein Dritter sein Glück. Er war selbst Schüler und wollte sich etwas Geld dazu verdienen. Als ich zum ersten Mal bei ihm war, staunte ich über sein großes Zimmer, das er im Keller hatte. Ein Keyboard und eine Gitarre waren ebenfalls da und eine riesige Wand mit CDs. Wir versuchten zu lernen, aber ich war viel zu abgelenkt von seinen Alben und ehe wir uns versahen, lernte ich nicht Mathe oder Latein, sondern viele neue Bands kennen. Es wurde quasi zur Tradition, dass wir uns bei ihm im Keller trafen, quatschten und er mir viele neue Bands vorstellte. Durch ihn habe ich My Dying Bride und Anathema kennen (und lieben) gelernt. Aber auch alternative Bands wie Deine Lakaien und Goethes Erben wurden zelebriert und fleißig zu Biohazard gemosht. Eines abends warf er ein Album in den CD-Schacht mit den Worten „Das könnte dir auch gefallen“. Ein lauter Schrei schallte aus den Boxen, der mich bis ins Mark erschütterte, ehe doomige Drums von einem epischen Gitarrenriff begleitet wurden, das mir innerhalb eines Herzschlags die komplette Gefühlswelt umkrempelte. Wie in Trance lauschte ich jeder Sekunde des Songs, der simpel nachvollziehbar und gleichzeitig unfassbar atmosphärisch war. Die Gitarrenlinie schlängelte sich diabolisch durch meine Gehörgänge, ehe es im Midtempo in den Refrain ging. Eine langsame Passage läutete das Ende ein, das jedoch nur ein melancholisches Intermezzo sein sollte, ehe sich „Without God“ erneut bedrohlich aufbäumte und mich endgültig in seinen Malstrom runterspülte. An diesem Tag war ich Katatonia komplett verfallen und hörte diesen einen Song gefühlte 100-mal, ohne dass er auch nur ansatzweise langweilig wurde. Irgendwann war ich neugierig und begann das komplette Album in einem Rutsch durchzuhören und damit war endgültig klar, welches Album ich mit ins Grab nehmen würde. Packende Riffs, melancholische Intermezzos, garstige Stimme und intensive Atmosphäre; dieses Album hatte alles, wovon ich jemals geträumt hatte, und war obendrein von meinem Lieblingsmusiker Dan Swanö produziert worden! Jede Sekunde der Dezemberseelen ist schlichtweg ein Genuss für mich. Der Opener „Seven Dreaming Souls“ erschallte auch diverse Male im Sprit in Dortmund und lud zum Tanz ein, ehe „Gateways of Bereavement“ sich aus den Boxen entlud und mich eher menschenscheuen Nerd hemmungslos auf der Tanzfläche ausrasten ließ. Auch heute noch spiele ich gerne meine (leicht abgeänderte) Version von „Without God“ auf der Gitarre nach, improvisiere auf der Gitarre zu „Velvet Thorns (of Drynwhil)“ oder tauche in tiefe Gedankenwelten mit „In Silence Enshrined“ hinab. Die Akustikpassage von „Tomb of Insomnia“ ist für mich bis heute eine der besten Momente, die ich jemals mit Musik erleben durfte, während der Rausschmeißer „Dancing December“ sogar ganz schüchtern den Klargesang andeutet, der erst Jahre später zu Katatonias Markenzeichen werden sollte.</p>
<p>Ich durfte einige Male mit Jonas und Anders von Katatonia plaudern und habe sie auch live oft gesehen. Mittlerweile haben sie musikalisch einen Weg eingeschlagen, der mir zu progressiv geworden ist, und den ich zwar schätze, aber bei weitem nicht so sehr liebe, wie die alten scheiben. Auch die Phase ab der „Discouraged Ones“ bis zur „Dead End Kings“ mochte ich sehr, weil Jonas´klare Stimme schlichtweg genial ist. Danach wurde es verschachtelter und schwieriger für mich, oder ich habe mich nicht intensiv genug fallen lassen können. Fakt ist, dass mich die „Dance of December Souls“ in seiner zeitlosen Traumlandschaft festhält, aus der ich niemals freiwillig erwachen möchte. Dies ist eine der wenigen Konstanten in meinem Leben, die mich auf Knopfdruck glücklich machen kann und das ist ein wertvolles Geschenk der Musik, das ich mehr las zu schätzen weiß.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Without God" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/xXCklLhCtkk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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		<title>Alben, die unser Leben verändert haben (Part II)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Olivia Zöllner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 15:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[Blind Channel]]></category>
		<category><![CDATA[Eluveitie]]></category>
		<category><![CDATA[Lost Society]]></category>
		<category><![CDATA[My Chemical Romance]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
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<p><strong>Jeder, der Musik fühlt, kennt es; da ist dieser eine Song, der dich eiskalt erwischt, völlig überraschend eine Gänsehaut beschert und etwas in dir erweckt, von dem du nicht einmal wusstest, dass es das gibt. Du wirst süchtig nach dem Song, hörst das komplette Album und schließt es direkt in dein Herz.</strong><br />
<strong>Genau um diese Alben soll es in unserem Special gehen, denn auch wenn wir gemeinsam mit den Alben altern, so bleiben die Erinnerungen daran ewig jung. René , Olivia und Radu erzählen euch Geschichten, welche Alben ihre Welt komplett auf den Kopf gestellt haben. Vorhang auf für unsere persönliche Reise durch das Leben und die Musik.</strong></p>
<p><strong>Unsere Olivia gibt euch heute einen Einblick Backstage von ihren Lieblingsalben:</strong></p>
<p>Gleich vorweg sei gesagt, als die Idee zu dieser kleinen Serie aufkam, war ich zwar direkt Feuer und Flamme und hab zugesagt. Fünf Minuten später saß ich innerlich weinend vor meinem CD-Regal und fragte mich, wie ich mich nur festlegen sollte. Letzten Endes ist es mir gelungen, einige Stücke herauszupicken, die eine ganz besondere Bedeutung für mich haben.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34008" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-Chemical-Romance.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-Chemical-Romance.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-Chemical-Romance.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-Chemical-Romance.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-Chemical-Romance.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-Chemical-Romance.jpg?w=1800&amp;ssl=1 1800w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-Chemical-Romance.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Den Auftakt macht <strong>Three Cheers for Sweet Revenge </strong>von <strong>My Chemical Romance</strong>. Als das Album im Juni 2004 erschien, war ich gerade am Ende der 5. Klasse und streckte meine Fühlerchen langsam in Richtung Heavy Music aus. My Chemical Romance waren also streng genommen nicht mein Erstkontakt mit härterer Musik, trotzdem nimmt das Album in meiner persönlichen Sammlung eine ganz besondere Rolle ein: etwa ein Jahr nach Erscheinen schickte mir eine Internetbekanntschaft den Song <strong>Helena </strong>und ich war von Anfang an so hin und weg, dass ich etwas tat, womit ich meine Mutter Jahre später immer wieder aufzog, wenn sie das Gleiche tat: ich spazierte in den örtlichen CD-Laden und besorgte mir das Album, weil ich genau einen einzigen Song kannte und mochte. Damit brachte <strong>Three Cheers For Sweet Revenge </strong>gleich mehrere wesentliche Prozesse in Gang, die meine „Karriere“ als Musikliebhaberin anfeuerten:<br />
1. Das Album war die erste CD, die ich mir stolz von meinem eigenen Taschengeld kaufte und damit der Grundstein meiner heutigen Musiksammlung.<br />
2. Daraus entstand außerdem ein reger Kontakt mit dem lokalen Musikdealer. Praktischerweise lag der heimische CD-Laden auf meinem Schulweg und so schlug ich des Öfteren auf dem Nachhauseweg dort auf, ließ mir vom Verkäufer neue Musik empfehlen, die dann nicht selten unterm Weihnachtsbaum landete, weil meine Mutter eine „unheilige Allianz“ mit dem Verkäufer schmiedete und sich mit Expertenwissen über meinen Musikgeschmack versorgen ließ. Und schließlich verbrachte ich sogar meine 2 Wochen Schulpraktikum nicht gelangweilt wie viele andere in irgendeinem Kindergarten, sondern in dem CD-Laden, in dem ich, Helena sei Dank, besagtes My Chemical Romance Album gekauft hatte.<br />
Glücklicherweise hatte die Geschichte ein Happy End. Mir gefiel nicht nur Helena, sondern nach ein bisschen Warmhören auch der Rest der Platte.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="My Chemical Romance - Helena [Official Music Video - 4K Film Restored]" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/UCCyoocDxBA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Für Nummer 2 muss ich ein bisschen ausholen. Meine Kindheit und Jugend war stark geprägt von finnischem Rock und Metal. Spätestens seit der gemeinsamen Tour von HIM, The Rasmus und Negative hatten finnische Künstler einen festen Platz in meinem Herzen. Das führte aber auch dazu, dass ich mit dem Ende meiner Schulzeit 2011 in eine Art „musikalisches Vakuum“ plumpste, da viele der Bands, mit denen ich aufgewachsen war, sich auflösten oder still und heimlich in die Inaktivität verschwanden. Da ich im Studium auch nicht die grandioseste Socialiserin war, blieb mir ein Umfeld verwehrt, das meinen Musikgeschmack teilte und so kamen auch keine Neuempfehlungen dazu und ich lebte mit so etwa vier bis fünf Bands, die alle Jubeljahre mal ein Album herausbrachten. Bis die Pandemie uns allen in den Hintern trat und der internationale Ausnahmezustand sechs junge Finnen auf die Idee brachte, am Eurovision Song Contest teilzunehmen. Als ich das erste Mal <strong>Dark Side </strong>von <strong>Blind Channel</strong> hörte, saß ich feixend vor meinem PC und dachte mir: „Süß. Linkin Park von Wish.“</p>
<p>Linkin Park von Wish rockten sich auf den 6. Platz beim ESC und auf den 1. in meinem Herzen, denn ihre Performance beim ESC überzeugte mich so dermaßen, dass ich danach das gesamte Internet umpflügte, um quasi jedes Bisschen <strong>Blind Channel </strong>aufzutun, das ich irgendwo finden konnte. Während ich zum ersten Mal <strong>Died Enough For You </strong>hörte, saß ich dann weinend vor meinem Laptop, weil es sich anfühlte, als hätte ich irgendeinen verloren geglaubten Teil von mir wiederbekommen. Weil vor allem dieser Song eine Gefühlslawine in mir lostrat, ohne die ich heute nicht diesen Text hier schreiben würde, ist Album Nummer 2 <strong>Violent Pop </strong>von <strong>Blind Channel</strong>. Denn während wochenlang bei mir zu Hause wortwörtlich NICHTS anderes mehr lief als diese Band, kaufte ich mir Tickets für mehrere Shows der Hypa Hypa Tour von Electric Callboy, um meine neue Obsession dort als Support sehen zu können – was letzten Endes mein Türöffner war zu hunderten weiteren Künstler*innen, die viel zu lange unter meinem Radar geflogen waren, die ich nun auf Konzerten und durch Features nach und nach entdeckte. Dabei legte ich außerdem das verschüttete alte Hobby „Konzertfotografie“ frei und damit schließt sich der Kreis, was <strong>Violent Pop</strong> mit diesem Text hier zu tun hat, denn ohne Blind Channel hätte ich mich vermutlich nicht bis in die Fotogräben Europas durchgeschlagen und wäre nicht hier bei Nordmensch-in-Concerts gelandet.</p>
<p>(Aber hey, was für ein „wundervoller“ Zufall, dass auch diese finnische Band mittlerweile mehr oder weniger in die Inaktivität verschwunden ist. In der Zwischenzeit sind dafür einige Karteileichen aus meiner Jugend wieder aktiv geworden.)</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34009" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Eluveitie.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Eluveitie.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Eluveitie.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Eluveitie.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Eluveitie.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Eluveitie.jpg?w=1800&amp;ssl=1 1800w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Eluveitie.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ich erwähnte im letzten Absatz Bands, die irgendwie noch da waren und alle Jubeljahre mal ein Album herausbrachten. Eine dieser Bands ist <strong>Eluveitie</strong>, die ich so etwa 2008 rum von einem Freund empfohlen bekam, der meine Schwäche für Folk Metal wahrgenommen hatte. Folgerichtig müsste jetzt in diesem Text eigentlich <strong>Slania </strong>oder <strong>Spirit </strong>stehen, die mich mein Leben lang begleitet und dafür gesorgt haben, dass ich mir eine Tin Whistle gekauft habe, weil ich unbedingt Eluveitie-Songs spielen können wollte. Die beiden sind aber nur honorable Mentions, und mit der Tin Whistle hat es nie geklappt. Stattdessen steht hier ein Album, mit dem ich totale Startschwierigkeiten hatte, das jetzt aber mein Lieblingsalbum von <strong>Eluveitie </strong>ist: <strong>Ategnatos </strong>war das zweite Studioalbum, das nach dem Ausstieg von Anna Murphy, Ivo Henzi und Merlin Sutter erschien, und ich war am Anfang absolut gar nicht glücklich – nicht zuletzt weil ich mit der Stimmfarbe von Fabienne Erni erstmal einfach nicht warm wurde. Hier schließt sich wieder einmal ein Kreis, denn daran, dass sich das änderte, sind Blind Channel nicht ganz unschuldig. 2022, als sich die Einschränkungen der Pandemie langsam lockerten, verschlug es mich für den Sommer nach Finnland und dort erstmals zum TUSKA, auf dem neben Blind Channel auch <strong>Eluveitie </strong>spielten. Obwohl ich zuerst ein bisschen skeptisch war, hibbelte ich mit kindlicher Vorfreude in der Front Row herum. Aus der Show nahm ich ein paar Dinge mit: Einen leichten Tinnitus, Gehörschutzohrenstöpsel, Gitarrenplektren von Jonas Wolf und Rafael Fella und endlos viel Liebe für Fabienne Erni, die ich seitdem bis aufs Blut gegen jeden verteidige, weil diese Frau einfach der absolute Wahnsinn ist. In der Folge gab ich <strong>Ategnatos </strong>eine neue Chance und ich weiß wirklich nicht, warum es so lange gedauert hat, aber mittlerweile ist das Album mein absolutes Lieblingsalbum von Eluveitie und <strong>Deathwalker</strong>, <strong>Slumber </strong>und <strong>Worship </strong>haben es in meine Entspannungs- und Anti-Angst-Playlists geschafft. Grund dafür sind die wirklich verdammt ikonischen Drehleierparts von Michalina Malisz, welche mir beim Runterkommen helfen, wann immer mich Angst und Nervosität überwältigen. Michalinas Ausstieg bei Eluveitie hat mir zum zweiten Mal mein Herz nachhaltig gebrochen. Glücklicherweise gibt’s ihr eigenes Projekt Lyrre, außerdem jede Menge Drehleier-Playthroughs und nachdem ich 2025 einen Drehleier-Anfängerkurs belegt habe, kann ich einige der Drehleierparts des Albums jetzt zur Beruhigung zu Hause selbst spielen.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="ELUVEITIE - The Slumber (OFFICIAL LYRIC VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/_r6ikITRKXM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34010" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Lost-Society.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Lost-Society.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Lost-Society.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Lost-Society.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Lost-Society.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Lost-Society.jpg?w=1800&amp;ssl=1 1800w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Lost-Society.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Weil es so eine Freude ist, hier kunstvolle Bögen zu schlagen, bleibe ich noch eben beim TUSKA 2022, bei Eluveitie und bei Blind Channel, und deren Schnittmenge, die erst kürzlich ein Album rausgebracht hat, das ich ziemlich schnell in mein Herz geschlossen habe. Nur um wenigstens eine wirklich aktuelle Platte zu erwähnen.<br />
2022 hatte ich bei Eluveitie auf dem TUSKA wie bereits erwähnt einen Front Row Spot. Ich gab ihn im Anschluss auf, um mir Northern Kings auf einer anderen Bühne anzusehen. Nach deren Performance pilgerte ich zurück zur Main Stage für ein bisschen Marktforschung: <strong>Lost Society</strong>, eine finnische Band, die in ihren frühen Jahren Thrash Metal mit streitbar geistreichen Songtiteln wie <strong>Emos are gay </strong>spielte, würden im Herbst mit Blind Channel auf Europatour gehen und ich wollte einen Blick auf die Band werfen, die ich im Herbst immerhin drei Mal als Support sehen würde und die unter einigen vorwiegend finnischen Blind Channel Fans extrem gehypet war. Ich blieb weiter hinten in der vorderen Absperrung stehen, postete ein Video vom Circle Pit mit einem wenig geistreichen Kommentar in meiner Instagramstory und checkte nach etwa dreißig Minuten meine Uhr, um herauszufinden, wie lange das Set noch gehen würde. Überzeugt war ich nicht.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34080" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/05/EW9A6235.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/05/EW9A6235.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/05/EW9A6235.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/05/EW9A6235.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/05/EW9A6235.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/05/EW9A6235.jpg?w=1800&amp;ssl=1 1800w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/05/EW9A6235.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Fast forward Herbst 2022: Drei Supportshows für Blind Channel und ihr damals neues Album <strong>If The Sky Came Down </strong>später hatte mich das <strong>Lost Society </strong>Fieber gepackt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Finnen sich immer weiter vom einstigen Thrash Metal wegentwickelt haben in ich-weiß-nicht-genau-welche-Richtung-aber-ich-mag-sie. Während besagte Platte einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass ich meine Liebe für diese Band doch noch entdeckt habe, möchte ich aber viel lieber ihr dieses Jahr im März erschienenes Album <strong>Hell Is A State Of Mind </strong>hervorheben. Ich habe es bei Erscheinen zurecht als mein „meist erwartetes Album des Jahres“ bezeichnet, denn bereits Ende 2024 hatte Samy Elbanna auf den Socials der Band angekündigt, dass das kommende Jahr Großes mit sich bringen würde, nur um dann in 2025 ganz frech nur eine einzige Single rauszubringen und ein paar Festivalshows zu spielen und uns auf 2026 zu vertrösten. <strong>Hell Is A State Of Mind </strong>war die Wartezeit aber mehr als wert und während ich mir gelegentlich ein bisschen die Augen zu <strong>Is This What You Wanted </strong>ausweine, wird es vermutlich schwer, <strong>Kill The Light </strong>als Song dieses Jahr noch zu toppen. <strong>Lost Society </strong>sind für mich nicht nur eine vollkommen unterbewertete Band, sie sind für mich persönlich auch der Inbegriff für „So kann man sich täuschen“. Wer weiß, vielleicht wäre der Funke schon früher übergesprungen, hätte ich meinen Front Row Platz beim TUSKA 2022 nicht geräumt und hätte schon früher einen genaueren Blick auf die Gitarrenfertigkeiten von Samy Elbanna und Arttu Lesonen werfen können.</p>
<p>(Übrigens, als kleiner, den Kreis schließender Funfact am Rande: Eluveitie-Gitarrist Jonas Wolf ist Lost Society Fan.)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/alben-die-unser-leben-veraendert-haben-part-ii">Alben, die unser Leben verändert haben (Part II)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>Alben, die unser Leben verändert haben (Part I)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[René Jauernik]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 May 2026 12:04:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Jeder, der Musik fühlt, kennt es; da ist dieser eine Song, der dich eiskalt erwischt, völlig überraschend eine Gänsehaut beschert</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/alben-die-unser-leben-veraendert-haben-part-i">Alben, die unser Leben verändert haben (Part I)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><span style="color: #003366;">Jeder, der Musik fühlt, kennt es; da ist dieser eine Song, der dich eiskalt erwischt, völlig überraschend eine Gänsehaut beschert und etwas in dir erweckt, von dem du nicht einmal wusstest, dass es das gibt. Du wirst süchtig nach dem Song, hörst das komplette Album und schließt es direkt in dein Herz.</span><br />
<span style="color: #003366;">Genau um diese Alben soll es in unserem Special gehen, denn auch wenn wir gemeinsam mit den Alben altern, so bleiben die Erinnerungen daran ewig jung. René, Olivia und Radu erzählen euch Geschichten, welche Alben ihre Welt komplett auf den Kopf gestellt haben. Vorhang auf für unsere persönliche Reise durch das Leben und die Musik.</span></p>
<p><span style="color: #003366;">Den Anfang macht René:</span></p>
<p><strong>AC/DC- „If You Want Blood You´ve Got It“ 1978</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33999" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/ACDC.jpg?resize=300%2C228&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="228" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/ACDC.jpg?resize=300%2C228&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/ACDC.jpg?resize=1024%2C777&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/ACDC.jpg?resize=768%2C583&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/ACDC.jpg?resize=1536%2C1165&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/ACDC.jpg?resize=2048%2C1553&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/ACDC.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/ACDC.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Dieses Live-Album ist die erste wahrgenommene Musik, an die ich mich erinnern kann. Schuld daran ist mein acht Jahre älterer Bruder, mit dem ich mir ein Kinderzimmer teilen musste und der permanent Sachen wie Kiss, Smokie und ganz viel AC/DC hörte. Daher bin ich dem lieben Steffen – den ich als meinen besten Kumpel bezeichnen würde und mit dem ich bis heute gemeinsam Konzerte besuche – zu tiefstem Dank verpflichtet, dass er mir den Weg zu einem ordentlichen Musikgeschmack ebnete. Da wir in der ehemaligen DDR aufgewachsen sind, kursierte das Album zunächst nur als Tape-Kopie, die mein Bruder von einem Klassenkameraden bekommen hatte. Erstaunlicherweise schon kurz nach dem Erscheinen der Original-Scheibe, als Bon Scott noch unter den Lebenden weilte, konnten wir diese rot/schwarze AGFA C-60-Kassette aus dem Westen hoch und runterlaufen lassen. Leider existiert das Tape schon lange nicht mehr, aber ich sehe es mit seiner grünen Beschriftung noch ganz genau vor mir! „If You Want Blood…“ ist mein absolutes Lieblingsalbum aller Zeiten. Noch heute bekomme ich eine meterdicke Gänsehaut, wenn nach Aufsetzen der Nadel das Publikum jubelt und die ersten Akkorde von „Riff Raff“ erklingen. Dieses Gefühl lässt sich absolut nicht in Worte fassen! Außer auf den anderen Platten von AC/DC ist mir keine weitere Aufnahme bekannt, bei der eine Band so arschtight zusammenspielt, wie auf diesem Hammer-Album! Ich kann beim besten Willen keine bestimmte unter den zehn enthaltenen Nummern hervorheben, aber neben dem erwähnten Opener beeindrucken mich vor allem die euphorischen Publikumsreaktionen bei „The Jack“ und „Whole Lotta Rosie“ sowie das mit einem herrlichen Angus-Solo gekrönte „Let There Be Rock“. Von sämtlichen Studioversionen, die ich erst später entdeckte, war ich zunächst ziemlich enttäuscht, weil sie irgendwie nicht an die Power der größtenteils in Glasgow aufgenommenen Liveversionen herankommen. Wenn ich für den Rest meines Lebens nur noch eine einzige Scheibe hören dürfte, würde meine Wahl ohne zu zögern auf diese hier fallen! Das ein Jahr später veröffentlichte „Highway To Hell“ hat für mich allerdings fast den gleichen Stellenwert! AC/DC forever!! Danke, Bruderherz!</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="AC/DC - Riff Raff (Official HD Video)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/ErXbMB9R5-0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>ACCEPT &#8211; „Restless And Wild“ 1982</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34001" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Accept.jpg?resize=300%2C213&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="213" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Accept-scaled.jpg?resize=300%2C213&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Accept-scaled.jpg?resize=1024%2C726&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Accept-scaled.jpg?resize=768%2C545&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Accept-scaled.jpg?resize=1536%2C1090&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Accept-scaled.jpg?resize=2048%2C1453&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Accept-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Accept-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Obwohl „Metal Heart“ (1985) meine absolute Lieblingsscheibe der Solinger ist, war „Restless And Wild´“ das erste komplette Album, welches ich von der Band zu Gehör bekam. Nachdem mein Bruder mich schon mit Songs wie „Burning“ oder „I´m A Rebel“ angefixt hatte, gelangte irgendwann eine Kassette mit dem vollständigen „Restless…“-Album in meine Hände. Leider kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, wem sie gehörte. Die beiden Songs „Princess Of The Dawn“ und „Shake Your Heads“ kannte ich bereits aus dem Radio, hatte aber keine Ahnung, von welchem Album sie stammten. Wie sicherlich unzählige andere auch, hatte ich beim Erklingen des „Heidi Heido Heida“-Intros keinen Schimmer, dass mich gleich der schnellste und härteste Song überrollen wird, den ich bis dato zu Gehör bekommen hatte. Ich brauche hier sicherlich niemandem zu erklären, was für ein unglaublicher Abriss „Fast As A Shark“ ist. Immerhin zählt das Stück zu den größten Klassikern der Metal-Geschichte. Der Song wird gemeinsam mit „For Those About To Rock“ von AC/DC und dem bandeigenen „Metal Heart“ für immer der beste Album-Opener aller Zeiten bleiben! Eine ganze Weile war es mir ein völliges Rätsel, was Trommler Stefan Kaufmann da überhaupt anstellt. Mangels Bildmaterial, das damals hinter der scheiß Mauer einfach nicht existierte, hatte ich keinen blassen Schimmer, dass es so etwas wie Doublebass-Drumming gibt und konnte mir absolut keinen Reim darauf machen, wie dieses Trommelfeuerwerk zustande kommt. Aber auch das gedoppelte Gitarrensolo zimmert mir noch heute bei jedem Hören ein breites Grinsen ins Gesicht. Insgesamt gibt es für mich&nbsp; keinen einzigen schwachen Ton auf diesem nahezu perfekten Album. Vom hymnischen Titelsong über das rockige „Get Ready“ bis hin zum knallharten „Demon´s Night“ oder dem leicht kommerziellen „Don´t Go Stealing My Soul Away“ gibt es ausschließlich Volltreffer. Auch das originale Album-Cover mit den brennenden Flying V´s dürfte eines der bekanntesten Heavy-Metal-Cover sein. Obwohl ich auch großer Fan der aktuellen ACCEPT-Alben bin, könnte ich bei Konzerten gut und gerne auf die Darbietung der „Restless And Wild“-Songs verzichten, die kein anderer als Original-Sänger Udo Dirkschneider singen sollte. Im Prinzip sollte man diese Regel sogar gesetzlich verankern. Drummer Stefan hat mich übrigens mit seinem Stil beeinflusst wie kein anderer. Ich glaube, von alten AC/DC-Sachen abgesehen, habe ich als Heranwachsender keine anderen Songs öfter versucht nachzuspielen, als die von „Restless And Wild“ und dem Nachfolger „Balls To The Wall“ (1983). Vor einigen Jahren durfte ich mich ausgiebig mit meinem Hero, Stefan Kaufmann, über seine Karriere unterhalten und habe dabei etliche Sachen erfahren, die mir sogar als Die-Hard-Fan stellenweise völlig neu waren. Alleine aufgrund dieses Albums hätten ACCEPT einen viel größeren Status in der internationalen Szene verdient!</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="U.D.O. - Fast As A Shark (live, Cologne 2011)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/trsx5e_pncA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>HELGE SCHNEIDER &#8211; „Es gibt Reis, Baby“ 1993</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34002" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Helge.jpg?resize=300%2C216&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="216" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Helge.jpg?resize=300%2C216&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Helge.jpg?resize=1024%2C736&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Helge.jpg?resize=768%2C552&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Helge.jpg?w=1446&amp;ssl=1 1446w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Irgendwann im Jahre 1993 besuchte mich mein Kumpel Steffen C. und hatte das gerade frisch erschienene Original-Tape von „Es gibt Reis, Baby“ dabei, welches ihm der Chef unseres örtlichen Plattenladens „aufgeschwatzt“ hatte. Mit den Worten: „Kennst du den? Das musst du unbedingt hören!“ hielt er mir die Kassette unter die Nase und schob mich förmlich Richtung Anlage. Der Name war mir ein Begriff, ich konnte mich aber nicht entsinnen, schon mal irgendwelche Aufnahmen von ihm gehört zu haben. Das eröffnende Stück fand ich eher albern als lustig, aber was dann an Erzählungen und abgefahrenen Songs folgt, hatte ich in dieser Form bis dato noch nie gehört. Ich kann mich noch erinnern, dass wir das Tape immer wieder stoppen mussten, weil uns die Bäuche vor Lachen weh taten. Das war wirklich eine unfassbare Erfahrung! Wer mit Helge vertraut ist, weiß natürlich, was man geboten bekommt. Einem Neuling jedoch zu erklären, welche Mischung aus intelligentem Quatsch und unglaublich hoher Musikalität hier dargeboten wird, ist aus meiner Sicht unmöglich. Die Kassette lief in den nächsten Wochen in Dauerbetrieb, bis man die Gags bis auf die letzte Silbe mitsprechen konnte. Schnell war auch ein großer Teil des Freundeskreises infiziert. Getoppt wurde das Ganze noch vom meinem ersten Helge-Konzert 1994 in Leipzig. Auch dieses Erlebnis vermag ich nicht in Worte zu fassen! Wer die Gelegenheit hat, den Meister auf einer Bühne sehen zu können, sollte das unbedingt tun. Das damalige Konzert wurde noch in derselben Dreierbesetzung gespielt, die auch auf dem Album zu hören ist. Hardcore nannte sich die Band damals, existiert aber schon lange nicht mehr. Seit damals bin ich absoluter Helge-Fan und habe ihn seither auf fast jeder Tournee gesehen. Leider durfte ich den Meister bisher noch nicht persönlich treffen. Für mich ist er der großartigste Entertainer aller Zeiten! Mein persönliches Helge-Lieblingsalbum ist zwar „Es rappelt im Karton“ (1995), aber mit „Es gibt Reis, Baby“, das im Prinzip keinen Deut schlechter ist, fing für mich alles an. Songs wie „Telefonmann“, „Buttersong“ oder das Titelstück sowie die Erzählungen „Operette für eine kleine Katze (Orang Utan Klaus)“ und „Das alte Reinhold-Helge-Spiel“ sollte jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben gehört haben. Helge for President!</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Helge Schneider - Es gibt Reis Baby (Official Video)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/AainIbNwIcY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>MY INSANITY &#8211; „Still Dreams In Violent Areas“ 1999</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34003" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-INsanity.jpg?resize=300%2C150&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="150" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-INsanity-scaled.jpg?resize=300%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-INsanity-scaled.jpg?resize=1024%2C511&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-INsanity-scaled.jpg?resize=768%2C384&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-INsanity-scaled.jpg?resize=1536%2C767&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-INsanity-scaled.jpg?resize=2048%2C1023&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-INsanity-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/My-INsanity-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />In der Rubrik „Alben, die mein Leben verändert haben“ muss ich natürlich auch eine Scheibe erwähnen, auf der ich selbst mitgespielt habe. Da kommt am ehesten das My Insanity-Debüt-Album in Frage. Aufgenommen im Sommer 1998 war dies – genau wie für meine damaligen Bandkollegen – mein erster Aufenthalt in einem professionellen Tonstudio. Die Rede ist hier von den berühmten und damals ziemlich angesagten Woodhouse Studios in Hagen. Es wäre utopisch, alle erfolgreichen Scheiben aufzuzählen, die dort entstanden sind. Aber die Beispiele „Passage“ von Samael, „Wildhoney“ von Tiamat, „Nighttime Birds“ von The Gathering oder „Down“ von Sentenced dürften reichen, um zu verdeutlichen, mit welchem Kaliber es man hier zu tun hat. Selbst Rock-Legenden wie Udo Lindenberg – den ich ein Jahr später an gleicher Stelle kennenlernen durfte – und Peter Maffay, waren im Woodhouse zugange. Beim ersten Betreten der heiligen Hallen, in denen u.a. auch die Cover der aufgeführten Beispielalben an den Wänden hingen, machte sich eine große Nervosität breit. Immerhin sollten wir sechs Grünschnäbel aus dem Osten hier ein international konkurrenzfähiges Album zustande bringen. Meiner Meinung nach ist uns das auch gelungen. Die unzähligen positiven Reviews aus aller Welt geben mir da sogar recht. Den Aufbau meines Drumsets sowie den anschließenden Soundcheck unter Aufsicht des Studiobesitzers Siggi Bemm, der damals einen Ruf als „Schleifer“ oder „Antreiber“ hatte, sehe ich noch genau vor mir. Vor den ersten Aufnahmetakes war ich ziemlich aufgeregt. Unser Produzent Xy von der Schweizer Band Samael war aber die Ruhe in Person und brachte mich durch seine fokussierte Art dazu, die elf Stücke in etwas mehr als zwei Tagen aufs Band zu zimmern. Tatsächlich wurde damals noch mit riesigen Bandmaschinen aufgenommen. Ein ständiges Editieren und Geradeziehen der Aufnahmen – wie es heutzutage leider üblich ist – war nicht möglich, sodass ich jeden Song fehlerfrei komplett durchspielen musste. Ein Reinschneiden wurde nur in seltensten Ausnahmefällen durchgeführt. Da musste noch richtig gearbeitet werden! Umso stolzer bin ich aber noch heute auf das Endergebnis! Den nicht mehr ganz zeitgemäßen Drumsound finde ich persönlich immer noch mega-gut. „Lebensverändernd“ ist die Scheibe aber hauptsächlich deshalb, weil ich in diesem Zusammenhang viele tolle Menschen kennenlernen durfte, die ich bis heute zu meinen engen Bekannten und sogar Freunden zählen kann. Da wären als erstes der bereits erwähnte Siggi Bemm und seine Frau Antje, die sich selbst als Fans von My Insanity und der quasi Nachfolgeband Jacob´s Fall bezeichnen. Das macht mich unheimlich stolz! Als Nächstes ist da Produzent Xy, mit dessen Band Samael wir später viele lustige Stunden erleben durften. Weiter geht es mit Waldemar Sorychta, der damals ebenfalls regelmäßig im Woodhouse zugange war und uns bei einigen Gitarrenspuren half. Damals ebenfalls zugegen waren die Jungs von Moonspell, die in einem anderen Aufnahmeraum unter dem Namen Demonarch ein Black Metal-Album fabrizierten. Die gemeinsamen Abende vorm Studiofernseher, an denen wir uns die Spiele der Fußball-WM reinzogen, werde ich niemals vergessen. Kurz nach Veröffentlichung von „Still Dreams…“ gingen wir gemeinsam mit Samael, Grip Inc. und Lacuna Coil auf eine kleine Tournee. Zu letzteren besteht seit damals eine Freundschaft, die mir viel bedeutet. Außerdem konnte ich auf der Tour jeden Tag Zeit mit einem meiner Drum-Idole – nämlich Dave Lombardo, der ja bekanntlich bei Grip Inc. trommelte und sich als völlig sympathischer, bodenständiger Zeitgenosse entpuppte – verbringen. Ich könnte jetzt noch tausend weitere Sachen aus dieser Zeit aufführen, aber das würde wohl den Rahmen sprengen. Wer das Album nicht kennt und auf Gothic-angehauchten Metal steht, sollte auf jeden Fall mal reinhören.</p>
<p><strong>METALLICA &#8211; „The $ 5.98 E.P. – Garage Days Re-Revisited“ 1987</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34004" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Metallica.jpg?resize=300%2C263&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="263" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Metallica-scaled.jpg?resize=300%2C263&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Metallica-scaled.jpg?resize=1024%2C898&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Metallica-scaled.jpg?resize=768%2C674&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Metallica-scaled.jpg?resize=1536%2C1347&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Metallica-scaled.jpg?resize=2048%2C1796&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Metallica-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/04/Metallica-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Zwar handelt es sich hier nur um eine 5-Song-EP, die aber dafür verantwortlich ist, dass Metallica zusammen mit AC/DC und Accept zu meinen Top-3-Faves gehören. Zwar war mir die Band schon eine ganze Weile vor Erscheinen der EP bekannt, aber so richtig aus den Socken hauten mich „Ride The Lightning“ und „Master Of Puppets“, die ich damals wie üblich als tausendfach kopierte Tapes besaß, komischerweise nicht. Irgendwie fand ich Hetfield´s Stimme für diese Art von Musik damals nicht heavy genug. Da hörte ich mir lieber das raue Gekreische von Accept, Venom oder den frisch entdeckten Kreator an. Kurz nach Release der EP lief diese bereits komplett im DDR-Radio, wo öfter mal komplette Alben zum Mitschneiden gesendet wurden. Beim ersten Hören war mir gar nicht bewusst, dass es sich ausschließlich um Coverversionen handelte, da mir kein einziges der Originallieder bekannt war. Zunächst mal beeindruckte mich der fantastische Drumsound, der wirklich so rüberkommt, als ob man direkt im Proberaum der Herren steht. Das gilt auch für den erstklassigen Klang der Gitarren und des Basses. Den größten Eindruck hinterließ jedoch die rotzige Stimme, die mich vielmehr ansprach, als auf den Longplayern. So richtig kann ich es nicht in Worte fassen, aber die Scheibe hat mich von Anfang an gepackt. Jeder Song ist ein absoluter Ohrwurm, und obwohl die Stücke von völlig unterschiedlichen Interpreten stammen, wirken die fünfundzwanzig Minuten wie aus einem Guss. Ich weiß noch, dass sich auf der A-Seite der 60er ORWO-Kassette (20 Ostmark!) Slayer´s „Reign In Blood“ befand, die aber praktisch keine Chance gegen meine neuen Lieblinge hatte, da ich die B-Seite auf Dauerbetrieb laufen ließ. Seit Ende 1987 bin ich Die-Hard Metallica-Fan und kann mit Ausnahme des „Lulu“-Desasters mit jeder ihrer Scheiben etwas anfangen. Niemals werde ich mein erstes Metallica-Konzert am 19.05.1990 in der Messehalle Hannover vergessen. Da die Währungsunion noch nicht besiegelt war, durften 1000 Fans aus dem Osten Tickets für 60 Ostmark erwerben, die man über die Radiosendung Tendenz Hard bis Heavy bestellen konnte. Im Vorprogramm spielten die Ost-Berliner Mephisto, Warrior Soul, Bonham und Dio. Das alles interessierte mich aber nicht, da ich den ganzen Tag auf meine Helden gewartet habe. Als ich in der ersten Reihe stand und das Intro „Ecstasy Of Gold“ startete, liefen mir dicke Freudentränen die Wangen herunter. Ich konnte es nicht glauben, dass ich gleich meine Lieblingsband live erleben werde! Mit „Creeping Death“ begann dann ein zweieinhalbstündiger Abriss, bei dem mit „Helpless“ und „Last Caress“ auch zwei Songs der EP gespielt wurden. Von Metallica´s eigenen Werken ist „…And Justice For All“ mein Favorit, aber die EP wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herz einnehmen!</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Metallica - Creeping Death [Live In Seattle &#039;89] (2018 Remastered)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/RNvktQLf_zs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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		<title>UNITED FORCES &#8211; Markus Wosgiens neugegründete, globale Rock-/Metal PR-Agentur geht an den Start!</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/united-forces-markus-wosgiens-neugegruendete-globale-rock-metal-pr-agentur-geht-an-den-start</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2026 13:16:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Die Musikindustrie ist weiterhin einem ständigen Wandel unterworfen, ringt mit rückläufigen physischen Verkäufen und unzureichenden Streaming-Einnahmen. Aber das Heavy Metal</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Die Musikindustrie ist weiterhin einem ständigen Wandel unterworfen, ringt mit rückläufigen physischen Verkäufen und unzureichenden Streaming-Einnahmen. Aber das Heavy Metal Genre schreibt seine eigenen Regeln und hat immer wieder seine Widerstandsfähigkeit und Fähigkeit zur Erneuerung unter Beweis gestellt.</p>
<p><strong>FIREFLASH RECORDS</strong>, ursprünglich 2022 von Szeneveteran <strong>Markus Wosgien </strong>gegründet, startet nun offiziell als unabhängiges Label neu. Das erste Kapitel des Labels umfasste bereits das letzte Studioalbum der deutschen Thrash Metal Legende <strong>HOLY MOSES</strong> (ihr erster Charteinstieg auf Platz #14 in Deutschland), das Debütalbum der britischen Senkrechtstarter <strong>TAILGUNNER</strong>, das Reunion-Album der schwedischen Thrasher <strong>MEZZROW</strong> und neue Veröffentlichungen von u.a. der US-Kult-Metal-Band <strong>RUTHLESS</strong>.</p>
<p>2024 wurde <strong>FIREFLASH RECORDS </strong>sowie die <strong>ATOMIC FIRE FRECORDS</strong> GmbH, bei denen <strong>Markus Wosgien</strong> einer der Geschäftsführer war, ein Teil der <strong>REIGNING PHOENIX MUSIC</strong> GmbH, doch nach zwei Jahren trennen sich die Wege und sorgten für den Entschluss, <strong>FIREFLASH RECORDS</strong> neu zu starten.</p>
<p><strong>FIREFLASH RECORDS</strong> wird seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit <strong>HOLY MOSES </strong>fortsetzen und neben zahlreichen Backkatalog-Titeln auch das letzte Kapitel der Band veröffentlichen, ein Live-Album ihrer Abschiedsshow in der Hamburger „Markthalle“. Ein neuer Vertrag wurde mit <strong>RUTHLESS</strong> unterzeichnet, deren kommendes Studioalbum „<strong>Curse Of The Beast</strong>“ im Juli erscheinen wird, noch vor ihrem Auftritt beim &#8222;Headbanger&#8217;s Open Air&#8220; Festival in Deutschland.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33885" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Wolf.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Wolf.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Wolf.jpg?w=497&amp;ssl=1 497w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Heute ist <strong>FIREFLASH RECORDS</strong> stolz, seine ersten Neuzugänge bekannt zu geben, angeführt von der schwedischen Heavy-Metal-Institution <strong>WOLF</strong>. Eine Band, die rundum alles verkörpert, wofür das Label steht. <em>„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Fireflash Records, einem Label, das unsere Leidenschaft für Heavy Metal teilt. Das zehnte Album von Wolf ist in Arbeit und wird 2026 bei Fireflash Records erscheinen. Seid gespannt!“</em>, kommentiert Sänger <strong>Niklas Stålvind</strong>. <em>„Ich liebe alles an Wolf. Sie sind der Inbegriff dessen, worum es beim Heavy Metal geht. Ich bin mehr als stolz darauf, ihr Vertrauen zu genießen und ab sofort mit ihnen erneut Metal Geschichte zu schreiben“,</em> fügt <strong>Markus Wosgien</strong> hinzu.</p>
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<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33886" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Depressive-Age.jpg?resize=300%2C214&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="214" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Depressive-Age.jpg?resize=300%2C214&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Depressive-Age.jpg?w=509&amp;ssl=1 509w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ein weiterer wichtiger Neuzugang ist die wiedervereinigte Berliner Melancholic/Thrash Metal-Kultband <strong>DEPRESSIVE AGE</strong>. Der Backkatalog der Band wird bald erstmals digital verfügbar sein und nach und nach auch physisch neu aufgelegt werden, während der Fokus ganz auf dem für Januar 2027 geplanten Reunion-Album liegt. <em>„Mit Depressive Age hätten wir das neue Jahr nicht besser beginnen können&#8230; ein Plattenvertrag mit unserem Wunschpartner Fireflash Records! Wir freuen uns auf eine großartige und kreative Zusammenarbeit und werden im April mit den Aufnahmen zu unserem neuen Album beginnen“,</em> bestätigt Gitarrist und Gründungsmitglied <strong>Jochen Klemp</strong>.</p>
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<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33887" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Vanaheim.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Vanaheim.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Vanaheim.jpg?w=496&amp;ssl=1 496w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Aus dunkleren Gefilden stammt die niederländische Folk-/Black-Metal-Band <strong>VANAHEIM</strong>, deren epischer Sound eine Brücke zwischen den Welten von Ensiferum, Wintersun und Moonsorrow schlägt. <em>„Mit Markus von Fireflash Records haben wir jemanden gefunden, der unsere Vision von epischer Musik, Qualität und den Werten, für die wir als Band stehen, teilt. Gemeinsam werden wir die Geschichten von Vanaheim weit und breit verbreiten. Das nächste Kapitel in der Geschichte der Band steht kurz vor dem Beginn“,</em> erklärt die Band.</p>
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<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33889" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Rock-Justice.jpg?resize=238%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="238" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Rock-Justice.jpg?resize=238%2C300&amp;ssl=1 238w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Rock-Justice.jpg?w=408&amp;ssl=1 408w" sizes="auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px" />Mit <strong>ROCK JUSTICE</strong> stößt ein neuer Name zum Roster hinzu. Dahinter stehen mit Sängerin <strong>Maggy Luyten </strong>(Ayreon, Beautiful Sin, The Prize, ex-Nightmare) und Gitarrist <strong>Bas Maas</strong> (Doro, After Forever) zwei fantastische Musiker/innen. Die Band liefert eine kraftvolle und energiegeladene Mischung aus Hard Rock und Metal. <em>„Wir sind sehr glücklich, bei einem Label zu sein, das unsere Old-School-Rock-Werte und unsere bodenständige Einstellung teilt. Wir kennen Markus Wosgien seit vielen Jahren und schätzen uns sehr glücklich, mit jemandem zusammenzuarbeiten, den wir zutiefst respektieren“,</em> kommentiert die Band.</p>
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<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33890" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Master-Maassive.jpg?resize=240%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="240" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Master-Maassive.jpg?resize=240%2C300&amp;ssl=1 240w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Master-Maassive.jpg?w=424&amp;ssl=1 424w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" /></p>
<p>Ein weiteres Statement für puren Heavy Metal kommt von der schwedischen Kultband <strong>MASTER MASSIVE</strong>, die ursprünglich in den frühen 90er Jahren von Gitarrist <strong>Jan Strandh</strong> gegründet wurde. <em>„Wir sind stolz darauf, bekannt geben zu dürfen, dass das nächste Album von Master Massive im Sommer 2026 bei Fireflash Records erscheinen wird. Das Label wird von einer echten und kompromisslosen Leidenschaft für Heavy Metal angetrieben“,</em> so die Band. <strong>MASTER MASSIVE</strong> haben sich außerdem entschieden, das Konzept mit drei Sängern weiterzuverfolgen, darunter <strong>Tony Niva</strong> (ex-LION&#8217;S SHARE, ZANITY), <strong>Viktor Gustafsson</strong> (LETHAL STEEL) und ihr aktueller Sänger <strong>Marcus „Masken“ Karlsson</strong>. Freut euch auf ein großartiges Heavy/Power/Prog-Metal-Album mit nichts als epischen Hymnen.</p>
<p>Alle zukünftigen Veröffentlichungen auf <strong>FIREFLASH RECORDS </strong>werden weltweit von <strong>EDEL </strong>(physisch) und <strong>KONTOR NEW MEDIA</strong> (digital) vertrieben, dem bevorzugten Partner des Labels, der echte Metalheads in seinen Reihen hat, die die Szene verstehen, aber auch dazu beitragen, das Label auf eine neue Ebene zu heben. <strong>Ralph Ulrich,</strong> zuständiger Label- und Produktmanager bei <strong>KNM</strong>, ist ebenfalls begeistert und erklärt: <em>Wir freuen uns sehr über die neue Partnerschaft mit Fireflash Records und Markus Wosgien, einem echten Szeneexperten mit jahrzehntelanger Erfahrung. Diese Zusammenarbeit ist für uns ein wichtiger Schritt, um den Metal-Bereich im Portfolio von Kontor New Media weiter auszubauen und den Fans viele spannende Releases zu bieten. Mit der gebündelten Expertise und Leidenschaft des Fireflash-Teams sind wir überzeugt, gemeinsam neue Impulse zu setzen und die Szene nachhaltig zu bereichern.“</em></p>
<p><em>&nbsp;</em>Der Labelname „Fireflash“ stammt aus dem HELLOWEEN-Klassiker „Twilight Of The Gods“, der nun „tatsächlich Realität“ wird. Eine Band, die Markus Wosgien in seiner frühen Jugend in der zweiten Hälfte der 80er Jahre neben seinen Teenager- und Allzeitfavoriten ACCEPT und STORMWITCH am meisten beeinflusst hat. Er begann in der Szene mit eigenen Fanzines („Troubadix“, „Circle Of The Tyrants“) und als Musik-Journalist für verschiedene Metal-Magazine („Horror Infernal“, „Iron Pages“, „Metal Heart“ u. a.), bevor er Mitte der 90er Jahre bei <strong>LAST EPISODE PRODUCTIONS</strong> das Handwerk des Promoters erlernte und unter anderem die PR für die frühen Alben von BRAINSTORM, MYSTIC CIRCLE, GRAVEWORM, SACRIVERSUM und PARAGON übernahm. Zur Jahrtausendwende wechselte er schließlich zum Branchenriesen <strong>NUCLEAR BLAST,</strong> wo er 18 Jahre lang als Promoter und A&amp;R für Künstler wie NIGHTWISH, BLIND GUARDIAN, SABATON, HAMMERFALL, AVANTASIA, MANOWAR, DORO, RHAPSODY, ACCEPT, GOTTHARD, PRIMAL FEAR, ENFORCER, RAGE und vielen anderen, zuständig war.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33891" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Markus-Wosgien.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Markus-Wosgien.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/Markus-Wosgien.jpg?w=436&amp;ssl=1 436w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Neben <strong>FIREFLASH RECORDS </strong>gründet <strong>Markus Wosgien </strong>zusammen mit seiner langjährigen Kollegin und guten Freundin <strong>Barbara Francone UNITED FORCES</strong>, eine neue europäische und globale Rock- und Metal-PR-Agentur.</p>
<p><strong>Barbara Francone</strong> ist Promoterin mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der internationalen Musikindustrie. Sie hat mit führenden Labels wie REIGNING PHOENIX MUSIC, ATOMIC FIRE RECORDS und NUCLEAR BLAST zusammengearbeitet und sich einen soliden Ruf für strategische Kommunikation, internationale Medienarbeit und langfristige Künstlerentwicklung aufgebaut. Zuvor war sie Label-Managerin für Italien bei ROADRUNNER RECORDS. Im Laufe ihrer Karriere hat sie PR- und Werbekampagnen für weltweit bekannte Künstler wie GHOST, RAMMSTEIN, SLASH, VOLBEAT und ALTER BRIDGE betreut. <em>„United Forces entstand aus Vertrauen, einer gemeinsamen Vision und jahrelanger Zusammenarbeit. Die Gründung dieser Agentur fühlt sich wie eine natürliche Entwicklung an – nicht wie ein Neuanfang, sondern wie der nächste Schritt auf einer langen Reise, die auf Erfahrung, gegenseitigem Respekt und einer echten Leidenschaft für Musik basiert“,</em> konstatiert <strong>Barbara Francone</strong>.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-33892" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/BArbara-Francone.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/BArbara-Francone.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2026/01/BArbara-Francone.jpg?w=432&amp;ssl=1 432w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>Neben dem <strong>FIREFLASH RECORDS</strong>-Kader ist der erste Großkunde von <strong>UNITED FORCES </strong>das legendäre Label <strong>MASSACRE RECORDS</strong> mit zahlreichen großartigen Acts wie HELSTAR, DARKNESS, POLTERGEIST, WARRANT, ASSASSIN, THE RODS, TOXIK, DEBAUCHERY und EISREGEN in ihren Reihen.</p>
<p><em>„Wir freuen uns sehr, von nun an mit United Forces als unserem PR-Partner zusammenzuarbeiten! Barbara ist seit einigen Monaten Teil unseres Teams und wir freuen uns nun auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Markus. Wir erwarten ein großartiges neues Jahr 2026“,</em> sagt <strong>Thomas Hertler</strong>, Gründer und Labelmanager von Massacre Records.</p>
<p>„<em>Es ist uns eine Ehre, von nun an mit Massacre Records zusammenzuarbeiten. Ich erinnere mich an ihre Anfänge mit fantastischen Alben von neuen Bands wie VIPER, RITUAL, MYSTIK und FORTE oder ihre spätere Entdeckung von THEATRE OF TRAGEDY und CREMATORY. Ich freue mich auf ihre aktuellen und kommenden Veröffentlichungen, darunter neue Alben von FROZEN LAND, HUMAN FORTRESS, DEATH DEALER, PHANTOMS OF FUTURE und SKULL &amp; CROSSBONES</em>“, fügt <strong>Markus Wosgien </strong>hinzu.</p>
<p><em>„Trotz der angespannten Marktsituation freue ich mich auf alles, was kommen mag und glaube an diesen wichtigen Schritt in Richtung vollständiger Unabhängigkeit. Mit den richtigen Bands an meiner Seite, hochwertigen Alben und den richtigen Partnern an Bord ist alles möglich. Diese ersten Schritte bestärken mich in meinen Zielen und meinem Glauben an die Heavy-Metal-Community. Gute Bands und Alben setzen sich am Ende immer durch und mit Fireflash Records bieten wir ihnen ein Label-Zuhause oder unterstützen andere Labels und einzelne Künstler mit unserer PR-Erfahrung bei United Forces“,</em> fasst <strong>Markus Wosgien</strong> zusammen. Weitere Signings und erste Veröffentlichungen werden in Kürze bekannt gegeben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/united-forces-markus-wosgiens-neugegruendete-globale-rock-metal-pr-agentur-geht-an-den-start">UNITED FORCES &#8211; Markus Wosgiens neugegründete, globale Rock-/Metal PR-Agentur geht an den Start!</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>BLACK SABBATH- Warum der Abschied so wichtig ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jul 2025 18:52:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>„Was ist das?“ fragt mein kindliches Ich meinen Vater, mit dem ich Auto fahre. Ein seltsames Klopfen, gefolgt von einem</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>„Was ist das?“ fragt mein kindliches Ich meinen Vater, mit dem ich Auto fahre. Ein seltsames Klopfen, gefolgt von einem schwingenden Geräusch, während eine Computerstimme „ I am Iron Man“ spricht, flutet die Autoboxen, während mein Vater mich ansieht und anlächelt, als hätte ich einen uralten Schatz gefunden. „Das sind <strong><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://blacksabbathapparelshop.com/?fbclid=IwY2xjawLaWkJleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBZZE9oYVdUQ1ZRTEdjWTdOAR6WnWpVNGQGnxaucL5Qy4NgTIxa3EL_d7GYA9v1Qp2WMZke299lVITPX5iwzg_aem_lKafgk8JvQjAiuqjtl3ZTg">Black Sabbath</a></span></strong>“ höre ich ihn noch ehrfürchtig sagen, ehe das Gitarrenriff meine Welt für immer verändern sollte.</p>
<p>An dieser Stelle könnte ich jedes Album aufzählen, verschiedene Stationen meines Lebens einzelnen Songs zuordnen oder einfach nur eine epochale Lobeshymne auf Tony Iommi schreiben, dessen Riffs mein Leben für immer bereichert haben. Auch könnte ich über den irren Ozzy schwärmen, der bei einem Konzert einer Fledermaus den Kopf abgebissen hat und dessen Stimme gemeinsam mit Zakk Wyldes (und natürlich Randy Rhoads) Riffs fester Bestandteil meines Lebens ist. Das überspringe ich alles, denn ich bin mir sicher, dass es vielen da draußen ähnlich geht wie mir. Ich hatte das Glück und konnte die Band in unterschiedlichen Besetzungen live sehen. Auch wenn Black Sabbath einige Sänger am Start hatten, so begann doch alles in der Originalbesetzung mit Bill Ward, Geezer Butler, Ozzy Osbourne und Tony Iommi in Birmingham. Am 5. Juli 2025 wurde dort (unter enorm großem Aufwand und Hype) das letzte Konzert einer Legende veranstaltet.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-32309 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142938.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142938-scaled.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142938-scaled.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142938-scaled.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142938-scaled.jpg?resize=1536%2C2048&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142938-scaled.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142938-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" />Finale Konzerte großer Legenden gibt es leider mehrere und verlieren daher ihre Bedeutung; die letzte große Kiss Tour ist dabei ein Running Gag und wenn sich eine Band verabschiedet, so soll sie doch bitte für immer von der Bildschirmfläche verschwinden, oder? Black Sabbath hatten ebenfalls eine Tour hinter sich, die mit „The End“ Bände sprach. Grund dafür war der Gesundheitszustand von Tony Iommi, dessen (zum Glück geheilte) Krebserkrankung und Ozzys Gesundheit ein ausuferndes Touren unmöglich machten. Als das „Back to the Beginning“ Konzert angekündigt wurde, hätte man das Gleiche vermuten können, wie es bei anderen Farewell Touren gehandhabt wird; vor der endgültigen Bühnenrente nochmal schnell die Taschen mit Geld vollstopfen, um sich dann im Ruhm vergangener Tage zu sonnen. Ozzys Managerin Sharon Osbourne und Tony Iommi hatten da einen anderen Ansatz: noch einmal alles in die Waagschale werfen und eine riesengroße Rockparty veranstalten, ehe der letzte Vorhang endgültig fällt. Die Liste der auftretenden Bands liest sich dabei wie ein feuchter Traum der Rock und Metal Hall of Fame. Im Fokus standen neben Black Sabbath auch Ozzy, dessen Lebensstil nun seinen erbarmungslosen Tribut forderte. Wenn selbst Rocklegende Lemmy schon sagt, dass Ozzys Partywut ihm zu extrem ist, dann will das schon etwas heißen; doch hinter dem gebrechlichen Körper verbirgt sich immer noch jener schalkhafte Charakter, der die Menge zum Toben bringt, und mit seinem „God bless you aaaaaaaall!“ Generationen von Musikern geprägt hat. Allein die Tatsache, sich in diesem Zustand noch einmal auf die Bühne zu trauen, verdient alleine für sich schon Respekt.</p>
<p>Was macht dieses Konzert so besonders? Das Billing spricht schon allein Bände, aber es sind vielmehr die kleinen Ereignisse und Worte zwischen den Zeilen, die hier zu Tränen rühren und das Herzblut deutlich werden lassen. Da verliert mal eben der Slipknot Drummer backstage die Fassung, weil er Bill Ward leibhaftig live bewundert hat, der ihn in seiner Jugend so sehr geprägt hat. James Hetfield liefert mit seiner Ansage „Ohne Black Sabbath würde es Metallica niemals geben!“ ein klares Statement ab. Steven Tyler (Aerosmith) überrascht mit seinem unangekündigten Auftritt, während Slayer einerseits einen verbalen Kniefall vor Sabbath aufführen, ehe sie mit ihren Schwergewichten (z.B. „Angel of Death“) das Stadion in eine infernalische Moshpit verwandeln. Jason Momoa (Aquaman) kündigt mal eben Pantera auf der Bühne an, ehe er in die Menge springt, um zu „Cowboys from Hell“ gemeinsam mit allen anderen Fans hemmungslos durchzudrehen. Weltweit sind viele Musiker aus unterschiedlichen Rock- und Metalsparten angereist, um als Gäste dabei sein zu können, wenn eine Legende noch einmal abliefert und backstage macht Sid Wilson (Slipknot) &nbsp;Kelly Osbourne einen Heiratsantrag.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-32314 size-medium" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142937-1-scaled-e1752005543267-265x300.jpg?resize=265%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="265" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142937-1-scaled-e1752005543267.jpg?resize=265%2C300&amp;ssl=1 265w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142937-1-scaled-e1752005543267.jpg?resize=904%2C1024&amp;ssl=1 904w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142937-1-scaled-e1752005543267.jpg?resize=768%2C870&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142937-1-scaled-e1752005543267.jpg?resize=1355%2C1536&amp;ssl=1 1355w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142937-1-scaled-e1752005543267.jpg?resize=1807%2C2048&amp;ssl=1 1807w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142937-1-scaled-e1752005543267.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/07/1000142937-1-scaled-e1752005543267.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px" />Den Gig selbst muss ich gar nicht im Detail beschreiben, darüber gibt es bereits viele Videos und Artikel im Netz. Allerdings möchte ich 2 Dinge hervorheben, die mich in meinen Grundfesten erschüttert haben: Ozzy tritt in einem (liebevoll gestalteten) Thron auf und unterstreicht, dass er mit jedem Atemzug seines geschundenen Körpers die Musik l(i)ebt! Zweitens: die Rock-/Metalgemeinde lebt vom rebellischen Gedanken, sein eigenes Ding durchzuziehen und gleichzeitig liebevoll und respektvoll untereinander (und miteinander) umzugehen. Neben den emotionalen Beiträgen in den sozialen Medien und den von Herzen kommenden Ansagen der beteiligten Bands ist Zakk Wylde ein gutes Beispiel, der während des gesamten Auftritts ein wachsames Auge auf Ozzy geworfen hat, ihn bei den Vocals unterstützt hat und wie ein Bruder auf ihn geachtet hat. Das spiegelt sich im Zusammenspiel auf der Bühne wider und verleiht dem tränenreichen Moment, in dem Ozzys Stimme mit den Emotionen bei „Mama I´m coming home“ zu kämpfen hat, mehr Gewicht. In diesem Moment ist genau das am besten sichtbar, was ich bereits mein Leben lang auf Konzerten und Festivals erlebt habe: der Zusammenhalt jener Menschen, deren Musikgeschmack verbindet und als (ehemalige Außenseiter-) Familie zusammenschweißt. Fernab von profitgeilen Massenveranstaltungen und digitalen Followerzahlen ist dieses Abschiedskonzert von Black Sabbath so wichtig, weil es den Grundgedanken des Rock´n Roll und der Metalgemeinde widerspiegelt. Vielleicht haben wir mit diesem Woodstock des Metal nicht nur den Abschied von Ozzys Bühnenpräsenz, sondern auch das Ende einer Ära erlebt, in der sich große Bands vergangener (und präsenter) Tage einmal versammelt haben. Etwas endet, macht Platz für die Jugend und etwas Neues beginnt; so ist nun mal der Lauf der Welt. Auch wenn ich diesen Moment „nur“ digital erleben konnte, so wurde hier ein langfristiges Vermächtnis hinterlassen, an das man sich noch sehr lange erinnern wird.</p>
<p><strong>Sebastian Radu Groß</strong></p>
<p>Eine vollständige Analyse der kompletten BLACK SABBATH Biographie könnt ihr in meinem aktuellen Buch „Pitwalker- Tagebuch eines Headbanger Nerds“ nachlesen. Das Buch ist kostenlos erhältlich und kann hier runtergeladen werden: <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/pitwalker/">https://www.radunator.de/pitwalker/</a></span></p>
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		<title>Lieblingsplatten Revisited &#8211; &#8222;Lauschangriff&#8220; mit Markus von IMPARITY</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/lauschangriff-lieblingsplatten-revisited</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 18:31:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#160; Unsere Leidenschaft zur Musik wird von jedem von uns auf seine eigene Weise gelebt. Angefangen vom Hörerlebnis selbst, über</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/lauschangriff-lieblingsplatten-revisited">Lieblingsplatten Revisited &#8211; &#8222;Lauschangriff&#8220; mit Markus von IMPARITY</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
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<p>Unsere Leidenschaft zur Musik wird von jedem von uns auf seine eigene Weise gelebt. Angefangen vom Hörerlebnis selbst, über den Besuch von Konzerten, Tragen von Bandshirts bis hin zum eigenen musikalischen Projekt ist alles dabei. Dabei gibt es persönliche Vorlieben (Streaming, CD, Vinyl oder Tape) und Hörgewohnheiten (Lautsprecher oder Kopfhörer). Bei einem gemütlichen Gespräch mit Markus von <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://www.imparity.de/">IMPARITY</a></span> (siehe auch <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-tales-of-rust-and-bones">unsere Rezi zum Album</a></span>) plauderten wir über ungewöhnliche Ideen fürs Hörerlebnis, die Veränderung der eigenen Lieblingsbands innerhalb derer Diskographie und dem aktuellen Stand bei IMPARITY.</p>
<p><strong>Du hattest eine sehr coole Idee; sich einmal durch die komplette Diskographie einiger Lieblingsbands zu hören. Wie kam es zu dieser Idee?</strong></p>
<p>Eigentlich war das ein ganz profaner Grund, der mich zu dieser Idee brachte. Ich habe seit geraumer Zeit einen Plattenspieler in meinem Arbeitsbüro stehen und bin in der glücklichen Lage fast den ganzen Tag Musik hören zu können. Neben aktuellen Schallplatten, die ich an meine Arbeitsstelle schicken lasse, will ich aber natürlich auch alte Platten hören, die ich dann immer im Schwung von zu Hause aus meiner Sammlung mitnehme und nach dem Durchhören gegen andere austausche. Da ich meine Platten alphabetisch und innerhalb einer Band chronologisch sortiert habe war es mir aber tatsächlich zu mühsam, immer einzelne Platten herauszunehmen und sie hinterher wieder korrekt einzusortieren und daher habe ich immer die Kollektion einer Band im gesamten aus dem Regal genommen.</p>
<p><strong>Welche Bands hast du konkret durchgehört und warum ausgerechnet diese? Und gab es ein bestimmtes Medium (Schallplatte, CD, digital), das du bevorzugt hat oder hat du alles so gemischt, wie es in den Alltag passt?</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-31726 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB.jpg?resize=300%2C297&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="297" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=300%2C297&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=1024%2C1014&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=768%2C760&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=1536%2C1521&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=2048%2C2028&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es waren eben Bands, von denen ich einfach besonders viele Schallplatten besitze. Bands deren Sammlung ich insbesondere Ende der 90er und in den 2000ern gesammelt habe und dort vornehmlich auf CD besitze, fielen daher hinten über. Wenn mir einzelne Releases auf Platte fehlten, habe ich diese aber in der korrekten Reihenfolge dann gestreamt, um auch wirklich die ganze Diskographie zu erfassen. Außerdem sollten es schon Bands sein, die eine umfangreiche Diskographien vorweisen können.</p>
<p>Unter anderem sind da vor allem Motörhead, My Dying Bride, Swallow the Sun, Anathema, Falkenbach, Sentenced, Amorphis, Hammerfall, Black Sabbath (dank der neu veröffentlichten LP-Boxen), The Gathering und The Night Flight Orchestra, aber auch eher nicht unter den Metal zu gruppierende Bands, wie Dire Straits, Queen oder Heart, zu benennen.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-31728" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Katatonia.jpg?resize=300%2C295&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="295">Hast du noch weitere Bands auf deinem Zettel, die du durchhören möchtest und falls ja, welche sind das?</strong></p>
<p>Als nächstes steht auf jeden Fall Katatonia und Long Distance Calling an, da besitze ich auch noch fast jede Veröffentlichung auf Vinyl und aus dem Rock-Sektor Pat Benatar. Danach muss ich schon etwas genauer schauen, wo ich wirklich noch ausreichende Mengen an Releases auf Vinyl vorliegen habe. Eventuell werde ich dann doch mehr auf das Streaming oder auf die CD setzen. Nevermore, Paradise Lost oder Moonspell würden mich auf jeden Fall sehr reizen, da habe ich die meisten Releases aber „nur“ auf CD. Da würde ich dann im Büro wohl eher auf das Streaming setzen.</p>
<p><strong>Wenn man eine Band in seiner Jugend zum ersten Mal hört und dann einige Alben immer wieder auf dem Plattenteller hat, gehören die schon fest zum eigenen Leben. Wenn man jetzt allerdings die komplette Diskographie durchhört, hört (und spürt) man ja schon einige Unterschiede im Gegensatz zum „ersten Mal“. Wenn du das aktuelle Hörerlebnis mit deinen ersten Begegnungen mit den Bands vergleichst: was hat sich konkret verändert und was ist gleich geblieben für dich beim Durchhören?</strong></p>
<p>Gleich geblieben ist natürlich die Liebe und die Begeisterung zu jeder der Platten. Von den genannten Bands gibt es wirklich nur wenige Platten, die ich nicht liebe und mag. Jede Platte für sich ist besonders und einzigartig, auch wenn sie manchmal aus dem Kontext fallen oder doch eine deutliche Kurskorrektur der Band aufweisen. Wenn man die Platten nun im Kontext der Banddiskographie hört fällt einem &#8211; wie ich finde &#8211; schon deutlicher auf, dass sich viele Stilwechsel eben doch längerfristig eingeschlichen haben und nicht wie es einem manchmal in der Jugend vorkam, von einer Platte auf die andere. Manchmal lässt sich der stilistische Wechsel auch natürlich auch an Wechseln in der Bandbesetzung festmachen. Ich habe auch versucht immer zu den Platten ein wenig über die Geschichte der Band zu recherchieren und die Platten auch im Zusammenhang von Besetzungswechsel, Plattenfirmawechsel und ggf. auch Aufnahmebudget zu sehen. So erschließen sich einem viele Unterschiede und Zusammenhänge, die man in früheren Zeiten auch auf Grund der damals nicht vorhandenen Datenbanken im Internet so gar nicht deuten konnte. In dem Zuge bin ich dann auch nach der Discographie einer Band gerne noch eine Zeit bei den Nebenprojekten der Mitglieder oder weiterführender Gruppen ehemaliger Mitglieder hängengeblieben.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-31730 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Imparity.jpg?resize=235%2C214&#038;ssl=1" alt="" width="235" height="214">Das bringt mich direkt zu eurer Band IMPARITY; stell dir vor, du würdest eure ersten musikalischen Gehversuche mit eurem aktuellen Album vergleichen; was hat sich da für dich verändert, wenn du es als Hörer durchhören würdest?</strong></p>
<p>Zum einen vor allem der Sound. Bei unserer ersten EP waren wir zwar in einem professionellen Studio und eigentlich ist es von der Technik her die am besten produzierte Platte. Aber wir wussten gar nicht so recht, welchen Sound wir eigentlich haben wollten und entsprechend langweilig ist dann auch der Mix ohne Ecken und Kanten ausgefallen. Die zweite Veröffentlichung „Dying Dreams“ haben wir dann in der Pandemie-Zeit komplett im Heim-Studio aufgenommen und ich habe sie selbst gemischt. Für einen Anfänger glaube ich gar nicht so schlecht, aber im Nachhinein merkt man dann natürlich doch wo die Schwachstellen sind. Bei dem ersten Langspieler haben wir dann zwar auch im Heimstudio recordet, das Ganze aber von Markus Skroch von den Kalthallen Studios (u.a. Ash of Ashes) mixen lassen und das Ergebnis hat uns auf der gesamten Länge überzeugt.</p>
<p>Der zweite Unterschied liegt sicher im Songwriting, wo wir mit der Zeit auch deutliche Fortschritte gemacht haben. Sowohl in der Abwechslung als auch in der Komplexität. Und schließlich auch in unseren eigenen Fähigkeiten am Instrument und in dem Mut, einmal etwas Neues zu probieren.</p>
<p><strong>Wie schaut´s aktuell im Lager von IMPARITY aus; euer Debut-Album „Tales of Rust and Bones“ war ja bereits eine Doom Perle. Wie sind die aktuellen Pläne in Sachen Songwriting und Konzerten?</strong></p>
<p>Wir bleiben in der Entwicklung nicht stehen und haben jüngst eine sehr erfreuliche Entwicklung. Wir konnten ein neues Bandmitglied für uns gewinnen und werden in Zukunft mit Geige und Keyboard die Bühnen unsicher machen. Dadurch wird unser Sound sicher deutlich komplexer und abwechslungsreicher sowie atmosphärischer. Wir sind mitten im Prozess des Songwritings für das neue Album, ein Termin steht hier aber auch noch gar nicht fest. Gerne würden wir auch ein kleines Label für uns gewinnen können. Erste Live-Termine sind für den Sommer auf jeden Fall geplant. Zum Beispiel am 02.08.2025 im Valhalle in Köln und am 06.09.2025 im Kult 41 in Bonn.</p>
<p><strong>Du bist ja auch viel auf Konzerten unterwegs; gibt es ein Festival, auf dem du gerne mit IMPARITY spielen würdest?</strong></p>
<p>Wir würden gerne mal auf einem Festival spielen, da kommen viele kleine Festivals im Ruhrgebiet oder in ganz Deutschland sicher in Frage. Ein Festival ist immer eine großartige Möglichkeit seine Musik einer größeren Gruppe von Musikbegeisterten zu präsentieren, die sonst nie auf diese Band gestoßen wären. Total schön wäre es mal in einer besonderen Location, wie z.B. der Naturhöhle in Balve zu spielen. Aber das sind weit entfernte Träume.</p>
<p>Danke für deine Zeit und die coole Idee für diesen Artikel!</p>
<p><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/"><strong>Sebastian Radu Groß</strong></a></span></p>
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		<title>DEPRESSIVE AGE &#8211; Ein Blick auf die Berliner Ausnahme-Metal-Band (Special)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/__trashed</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2023 18:32:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bandportraits]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[ALTERNATIVE]]></category>
		<category><![CDATA[Depressive Age]]></category>
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		<category><![CDATA[Thrash]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Vor über 20 Jahren noch als Geheimtipp avanciert und nunmehr als Kult angesehen. DEPRESSIVE AGE setzten im Metalsektor damals ihre</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/__trashed">DEPRESSIVE AGE &#8211; Ein Blick auf die Berliner Ausnahme-Metal-Band (Special)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Vor über 20 Jahren noch als Geheimtipp avanciert und nunmehr als Kult angesehen. <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://depressive-age.de/"><strong>DEPRESSIVE AGE</strong></a></span> setzten im Metalsektor damals ihre ganz eigene Duftmarke, die sich stilistisch in keine Schublade einordnen ließ. Melancholischer Thrash kommt der Sache noch ansatzweise am nähesten.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25739" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/1586_photo.jpg?resize=300%2C197&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="197" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/1586_photo.jpg?resize=300%2C197&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/1586_photo.jpg?w=500&amp;ssl=1 500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Im Laufe ihrer (relativ kurzen) Karriere von 1991 bis 1999 loteten sie ihre eigenen Grenzen aus, experimentierten mit eingängigen Melodien („Symbols For The Blue Times“) und öffneten sich für modernen Sound („Electric Scum“). Nun sind sie wieder zurück und starteten ihren Live-Siegeszug über die Bühnen, ehe es zum (hoffentlich) neuen Album kommt. Grund genug für uns, einen intensiven Blick hinter die Entwicklung von DEPRESSIVE AGE zu werfen.</p>
<p>Wir schreiben das Jahr 2017; an einem gemütlichen Nachmittag im August schlendere ich über das Party San Gelände in Schlotheim. Die Mittagssonne brennt erbarmungslos und ich habe soeben den Merch-Stand und meine Geldbörse um einiges erleichtert. Ein gemütliches Bierchen zischen und dann ab zum Deaf Forever Stand, um mit einigen Kollegen des Legacy Magazine zu plaudern. An jenem Tag ziert das DEPRESSIVE AGE Longsleeve von der „Symbol For The Blue Times“ meinen geschundenen Körper. Als ich beim Deaf Forever Stand ankomme, starrt mich ein großer Hüne mit langen Haaren an, deutet auf mein Shirt und meint nur „Geile Band!“. Ich freue mich auf einen kleinen Plausch und frage ahnungslos „Ja, ich liebe ihre Alben. Kennst du einiges von denen?“ Mein Gegenüber kann sich ein Grinsen nicht verkneifen und meint „Ja, ich habe mal einen Song mit denen gesungen.“ Es entsteht eine kurze Pause, bis sich diese Information durch meine von Hitze und Bier geschundenen Nervenbahnen zu meinem Langzeitgedächtnis vorgearbeitet hat. „Du bist Brutus!“ bricht es aus mir heraus. „Du hast bei `Eternal Twins`gesungen!“ Nachdem ich mühsam einen Kniefall vermieden habe, kommen wir ins Gespräch. Unter anderem frage ich ihn, was die Jungs jetzt so machen. „Keine Ahnung“ lautet die ernüchternde Antwort. „Es wäre sooo geil, wenn die mal wieder auftreten würden. Die Alben waren einfach der Hammer und sind bis heute zeitlos genial!“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=VJyXVeferxQ" title="Depressive Age - Eternal Twins" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/VJyXVeferxQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Anno 2022 verkünden DEPRESSIVE AGE ihre Reunion und ihren Auftritt auf dem Rock Hard Festival. Vorher spielen sie sich noch etwas warm auf kleinen Clubbühnen in Rostock und Erfurt. Für mich selbst und viele andere geht mit dieser Entscheidung ein unfassbarer Traum in Erfüllung, denn ich hatte nie die Gelegenheit, die Band einmal live in Aktion sehen zu können.</p>
<p>Grund genug, um eine Zeitreise in die Vergangenheit zu machen: Ursprünglich &#8222;lärmte&#8220; man unter dem Namen BLACKOUT, ehe man nach Westdeutschland übersiedelte und sich 1991 in DEPRESSIVE AGE umbenannte. Dabei spielte der Mauerfall der Band in die Karten und sie setzten mit „First Depression“ ein erstes Lebenszeichen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25550" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/First-Depression.jpg?resize=300%2C294&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="294" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/First-Depression.jpg?resize=300%2C294&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/First-Depression.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong>„First Depression“</strong></p>
<p>Das akustische Intro mit der eingestreuten Leadgitarre lässt bereits erahnen, dass Großes auf einen zukommt, ehe `Beyond Illusions` über den Hörer hereinbricht. Schnell wird klar, dass man es hier nicht mit einer 08/15 Thrash Band zu tun hat, denn der klare Gesang mit fixen und gleichzeitig eingehenden Gitarrenlinien vereint sich zu einer ganz eigenen Note, die zusammen mit dem tighten Schlagzeug eine Symbiose aus Aggression und Melancholie ergeben. Der Bandname ist hierbei Programm, wobei die Nackenwirbel schnell an ihre Grenzen gebracht werden, denn statt Trauer regiert die Flucht nach vorn in Richtung aggressiver Verzweiflung. Auch textlich („No god will save or godemn you, set your goal für your life“) spricht hier eine klare Sprache und holt den Hörer individueller ab, als manch andere Kapelle es mit gesellschaftskritischen Texten machen könnte. `The Light` ist ein aggressiver Bastard aus Griffbrettgewichse und eingängigen Melodien, ehe eine tonnenschwere Basslinie `No Risk` ankündigt. Spätestens hier kommt der Gänsehautfaktor zustande, der im Zusammenspiel mit dem cleanen Part und Jan Lubitzkis Stimme deutlich zu hören (und zu spüren) ist. Eine ganz große Stärke, die sich durch die komplette Diskographie ziehen soll. Das infernalische Riffing und gleichzeitig die hohen Melodien in `Autumn Times` zerren die mentale Gesundheit des Hörers durch die Gehörgänge und hinterlassen einen melancholischen Nachgeschmack im Langzeitgedächtnis. Abwechslung wird grundsätzlich großgeschrieben, ohne den Härtegrad auch nur ansatzweise runterschrauben zu müssen, wie `Transition` eindrucksvoll beweist. Spätestens bei `Innocent in Detention` wird auch klar, dass DEPRESSIVE AGE sehr gut Geschichten erzählen können. Die Kälte, Isolation und Hoffnungslosigkeit, die im Knast erlebt wird, ist hier ganz großes Kopfkino und jede Sekunde wird hier mehr als intensiv gelebt. Schrägen Gesangseinstieg und gleichzeitig intensive Ohrwurmgarantie beim Refrain? Gibt es hier mit `Never Be Blind` definitiv, ehe `Circles Colour Red` den Sack zumacht und DEPRESSIVE AGE fest ins Langzeitgedächtnis einbetoniert.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-25553 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Lying.jpg?resize=300%2C263&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="263" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Lying.jpg?resize=300%2C263&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Lying.jpg?resize=768%2C674&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Lying.jpg?w=894&amp;ssl=1 894w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong>„Lying in Wait“</strong></p>
<p>Ein starkes Debut zu toppen ist grundsätzlich eine schwere Angelegenheit. Entweder man geht auf Nummer sicher und hält am Erfolgskonzept fest, oder man experimentiert und entwickelt sich weiter. DEPRESSIVE AGE schaffen den Spagat aus beiden und knallen gleich mit dem Opener `Lying in Wait` eine charismatische Gitarrenlinie auf den Tisch, den ausschließlich dieser Truppe gut zu Gesicht steht. Auch den Galopp und die fetten Groovemonster in der Mitte des Songs haben sich nicht umsonst zum Kultstatus gemausert. `Where` ist eigentlich ein typisches Aggromonster, das besonders geschickt von melancholischen Momenten durchpflügt wird. `Way Out` ist ein eigenes Kunstwerk, dass sämtliche Stärken vereint; deftige Riffgewitter, charismatischer Gesang (This town is dangerous…), ballerndes Schlagzeug und eine finstere Atmosphäre. Die Band kommt aus Berlin und der gleichnamige Song beschreibt die Mischung aus dreckiger Atmosphäre und eigener Schönheit schon sehr gut, ehe `Psycho Circle Game` der auditiven Depression Platz macht. Mit `The Story &#8211; Autumn Time II` knüpft die Band musikalisch perfekt an den Vorgänger an, während `My Wine` mit seiner Eingängigkeit bereits das andeutet, was im nächsten Album bereits ausgiebig zelebriert werden soll. Eine gehörige Priese Doom kommt mit `From Out of Future` ins Spiel, an die man sich später auch nicht mehr herangetraut hat. Auf dem Album funktioniert es sehr gut und zieht um einige Ecken sogar kurz den Vergleich zu Paradise Lost. `Hateful Pride` ist in meinen Augen „nur“ ein Durchschnittssong, ehe mit `Eternal Twins` ein unfassbar kultiges Duett zwischen Jans klarem und Brutus´ brutalen Vocals zelebriert wird, dass hier auch Death Metal Fans frenetisch abfeiern lässt. Kult!!!</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-25554" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Symbols.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Symbols.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Symbols.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Symbols.jpg?w=400&amp;ssl=1 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong>„ Symbols For The Blue Times“</strong></p>
<p>Die Kreativität explodiert, denn nur ein Jahr später kommt ein Album auf den Tisch, das in Sachen Eingängigkeit den Weg zu einem sehr großen Publikum ebnet. Die pechschwarze Atmosphäre weicht verspielten und gleichzeitig eingängigen Gitarrenmelodien, was der Opener `Hills For The Thrills` eindrucksvoll beweist. Einmal Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen wäre eine Entscheidung, die den Charakter formt. Davon erzählt `World in Veins` eine klare und schonungslose Sprache, die von lockeren bis aggressiven Gitarrenparts klar untermauert wird. Mein persönlicher Ohrwurm vor dem Herrn dürfte definitiv `Garbage Canyons` sein, wobei der Songtext alles andere als leichte Kost ist. Ein sehr guter Beweis, dass manche Bands etwas zu sagen haben und gleichzeitig sehr gut in ihre Musik verpacken können. `Hut` ist für mich ehrlich gesagt eine solide Nummer, während `Subway Tree` alle Vorteile dieser Band vereint; authentischer Gesang, eingängige Riffs und tightes Schlagzeug klatschen den Song direkt in die Fresse, inklusive Gänshehautnachschlag. Mit `Port Graveyard` haben DEPRESSIVE AGE eine derart melancholische Nummer erschaffen, dass selbst My Dying Bride anerkennend nicken dürften. Sterben im Wüstensand war selten so real, wie in diesem emotionalen Kopfkino. `We hate Happy Ends` unterstreicht die mittlerweile sehr gut gereiften Gesangskünste und setzen gleichzeitig ein klares Statement, was sehr gut zum Bandnamen passt.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=XeObndj6ycE" title="Depressive Age - &quot;Friend Within&quot;" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/XeObndj6ycE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Während `Friend Within` schon fast eine lässige und gleichzeitig schwermütige Parallele zu den Vorgängeralben ist, knallen die Gitarren bei `Neptune Roars` mit einer Mischung aus Soundcollage und knackigen Riffs durch die Boxen. Die Mischung aus Eingängigkeit, Härte und Melancholie sollte man normalerweise nur Gothic Metal Bands attestieren, aber hier wird es halt in authentisch härter abgeliefert. Wie auch immer man diese melancholischen Melodien bei `Sorry Mr. Pain` aus dem Ärmel schüttelt ist mir ein Rätsel, aber es funktioniert auch über 20 Jahre nach der Veröffentlichung immer noch sehr gut. `Kotze` überspringe ich jetzt mal bewusst (halt ein Lückenfüller mit Brecheinlagen), ehe das Riffmonster `Rusty Cells` die Nackenmuskeln schnell an die Belastungsgrenze bringt. Der Rausschmeißer `Mother Salvation`hätte nicht passender gewählt sein können und beschließt das Album mehr als würdevoll.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-25555 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Electric.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Electric.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Electric.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/06/Electric.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong>„Electric Scum“</strong></p>
<p>Ganze 2 Jahre sollten ins Land ziehen, ehe es ein neues Lebenszeichen geben sollte. Man hatte DEPRESSIVE AGE abgelegt und sich in D-AGE umbenannt; Grund dafür könnte die Umkehr zum modernen Sound sein. Statt eingängiger Melancholie, gibt es technisch packende Riffs aufs Tablett, was gleich beim Opener durch tonnenweise Keyboardeffekte klar wird. Muss nicht jedem gefallen, aber die Durchschlagkraft ist ungebrochen. `Cairo Crabat` konzentriert sich auf die Kernkompetenzen der Band; eingängige Riffs, packender Gesang und tightes Schlagzeug. Die Umbenennung ist mehr als berechtigt, denn Melancholie hat Ausgang und es herrscht in erster Linie der Arschtrittfaktor, der aber sehr gut funktioniert. `Remember` ist vom Text her noch recht leichte Kost und auch musikalisch sehr lässig durch die Boxen geflutet, während `Teenage Temples` mit seinen Riffs der damaligen Grunge Szene den Mittelfinger ins Gesicht streckt.&nbsp; Mit `Small Town Boy` haben D-AGE meiner Meinung nach eine sehr gute Coverversion hingelegt, die bis heute zu meinen Lieblingen gehört. Apropos Lieblinge: `Featherflute` ist immer wieder Stammgast meiner Repeat-Taste, denn die Vocals hämmern sich einfach zu schnell ins Langzeitgedächtnis, während die knackigen Riffs und unterstützenden Synthesizer den Rest erledigen. `Ich muss zugeben, dass ich `Toyland Hills` bis heute lediglich als durchschnittlichen Song wahrnehme, und mit dem spanisch angehauchten `Compañero Song` nichts anfangen kann. Ganz anders sieht es mit `New Machine Wisdom` aus, das quasi eine moderne Antwort auf `Lying in Wait` sein könnte; stampfende Riffs antworten auf melancholische Ansätze und werden durch eingängige Gesangslinien im Keim erstickt. Klingt seltsam, funtkioniert aber sehr gut. `Polar Athletic Son` dürfte sowohl Anhänger von End of Green und Paradise Lost gleichzeitig aufhorchen lassen, denn die Gesangsleistung versprüht hier ein ähnliches Charisma. Moderner Sound, weniger Härte aber gleichzeitig energiegeladen präsentiert sich `Weird Boy`, ehe man mit `Sport Yells` ein industrialgeschwängertes Aufbäumen raushaut, das für viele Jahre das letzte Lebenszeichen sein soll.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=vKqSnBcvvDc" title="Depressive Age - Cairo Crabat" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/vKqSnBcvvDc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Zurück ins Jahr 2023: Der langersehnte Auftritt im Mai auf dem Rock Hard Festival in Gelsenkirchen war definitiv eine klare Ansage an die Fans. Wir berichteten seinerzeit:</p>
<blockquote><p><span style="color: #003366;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-25724 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=300%2C188&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="188" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=300%2C188&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=1024%2C640&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=768%2C480&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?resize=1536%2C960&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?w=2048&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/07/351133900_1699357107191921_3806111989645755843_n.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Da sind sie nun wieder, nach 26b Jahren. Man fragt sich, ob ein Live-Auftritt nach über 20 Jahren Abstinenz Sinn macht. Könnte generell ein zweischneidiges Schwert sein, wenn man nicht DEPRESSIVE AGE heißen würde und auf eine kurze, aber sehr abwechslungsreiche Diskographie zurückblicken würde. Damals als Geheimtipp, mittlerweile im Kultstatus angekommen, erwartet eine große Menschentraube den langersehnten Auftritt. Die ersten Klänge von „Rusty Cells“ dienen als Intro, ehe man sich mit „Lying in Wait“ direkt ins Set schmeißt. Der Spannungsbogen funktioniert und man spielt sich schnell auf Betriebstemperatur. Der Bass (Mario Prause) flitzt über die Bühne, an den Gitarren (Jochen Klemp und Marcus Marth) fliegen die Matten und gesangstechnisch klingt es so, als wäre Jan Lubitzki niemals wirklich weg gewesen. Das überträgt sich auch im Laufe des Sets aufs Publikum und so treffen Granaten wie „Berlin“&nbsp; und „World in Veins“ schnell auf fruchtbaren Boden. Zum Glück haben DEPRESSIVE AGE damals schon zeitlose Stücke geschrieben und so knallt „Cairo Crabat“ mit ungebremster Durchschlagskraft in die feierwütige Menge. Auf der Bühne hat man Bock, das spürt man zu jeder Sekunde des Auftrittes. Wer hätte gedacht, dass „Electric Scum“ live sehr viel geiler klingt, als auf Platte? Mit „War“ präsentiert man zusammen mit Postmortem Sänger „Putz“ einen neuen Song, der eine weitergedachte Version von „Eternal Twins“ ist und sehr gut ins Live-Set passt. Das macht definitiv neugierig auf mehr! Einmal „Innocent in Detention“ live hören und die beklemmende Knastatmosphäre spüren? Wird geliefert, inklusive Gänsehautfaktor. Mit „Eternal Twins“ beschließt man den knapp 50minütigen Auftritt, der viel zu kurz war. War der Auftritt perfekt? Nein, das nicht – man hatte kleine Soundprobleme, es gab den einen oder anderen minimalistischen Verspieler und einige Fans beklagten (auf sehr hohem Niveau) den einen oder anderen Gesangspart. Aber mal Hand aufs Herz: Hier wurde mit Herzblut und Leidenschaft gespielt, man hatte eine extrem gute Setlist und das Adrenalin und die Gänshaut haben sich hier die Klinke in die Hand gegeben. Es braucht keinen perfekten&nbsp; Auftritt, sondern einen emotionalen Auftritt, der uns lange Zeit im Gedächtnis bleibt. Das haben DEPRESSIVE AGE hier sehr gut geschafft und viele Fans haben noch lange nach dem Konzert geschwärmt, was für ein geiler Abriss das gewesen ist! Das nächste Mal bitte als Headliner und gerne auch mit neuem Album im Gepäck; der Rest ist verbrannte Erde und es verbleibt ein Wohlgefühl als auch ein Dauergrinsen.</span></p></blockquote>
<p>Im Videobeitrag des WDR konnte man auch einige Hintergrundinfos zur Reunion erfahren:</p>
<p><a href="https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/rockpalast/rockpalast-rock-hard-festival-2023-clip-depressive-age-im-interview-beim-rock-hard-festival-2023-100.html"><strong><span style="color: #003366;">WDR ROCKPALAST &#8211; INTERVIEW DEPRESSIVE AGE</span></strong></a></p>
<p>Es bleibt weiterhin spannend. Mit ihrem zeitlosen Sound treffen DEPRESSIVE AGE genau den Nerv der Zeit und bekommen hoffentlich endlich die wohlverdiente Aufmerksamkeit. Aktuell formiert sich die Band aus den beiden Gründungsmitgliedern Jochen Klemp (Gitarre) und&nbsp; Jan Lubitzki (Gesang), als Bassist gesellte sich Mario Prause (Punishable Act / ex Solar Flares) dazu und an der zweiten Gitarre finden wir Marcus Marth, der vielen sicherlich als Gitarrist der Berliner Band Postmortem bekannt ist und natürlich der &#8222;Herr Brakel&#8220; des legendären <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://www.brutzundbrakel.de/?fbclid=IwAR3ceEa-nePk_svZrKZLc_GiSIYNPLAyc1lLNZ1GiD6jIyYtsqsyAuZIb28">Brutz &amp; Brakel</a></span> in Berlin ist. Die Felle bearbeitet Nihil Baxter (Quasimodo u.a.), der spielerisch schon bei den ersten Auftritten einschlug wie Bombe.&nbsp;</p>
<p>Wer die Band noch in diesem Jahr live erleben möchte, hat hierzu Chance auf dem WACKEN OPEN AIR am Freitag, den 04.08.2023 (Spielzeit 16.00 Uhr, Headbangers Stage) oder aber auf dem ALCATRAZ in Belgien am Sonntag, den 13.08.2023 (Spielzeit: 22:00 Uhr, La Morgue Stage) sowie beim STORM CRUSHER Festival (07.09.-09.09.2023 in 92715 Püchersreuth). Auch für 2024 heuerte die Band bei den 70000 Tons of Metal an und finden sich nunmehr im Line-Up wieder (Zeitraum 29.01.-04.02.2024).&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß</span></strong></p>
<p><span style="color: #003366;">(stellv. Chefredakteur NIC &#8211; NordMensch in Concerts)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/__trashed">DEPRESSIVE AGE &#8211; Ein Blick auf die Berliner Ausnahme-Metal-Band (Special)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>SVEN ZIMMERMANN – &#8222;Disteln am Arsch der Hölle&#8220; Lesung des Autors in der Nortorfer Kramer Scheune (Vorbericht zum 24.03.2023)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/sven-zimmermann-disteln-am-arsch-der-hoelle-lesung-des-autors-in-der-nortorfer-kramer-scheune-vorbericht-zum-24-03-2023</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Norbert Czybulka]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2023 18:02:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[2023]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
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		<category><![CDATA[Nortorf]]></category>
		<category><![CDATA[Self Publishing]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Zimmermann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Ihr sucht nach einem Kulturelebnis? Etwas Außergewöhnlichem? Nach einem Abend, der viel bietet, aber erschwinglich ist? Dann solltet Ihr an</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/sven-zimmermann-disteln-am-arsch-der-hoelle-lesung-des-autors-in-der-nortorfer-kramer-scheune-vorbericht-zum-24-03-2023">SVEN ZIMMERMANN – &#8222;Disteln am Arsch der Hölle&#8220; Lesung des Autors in der Nortorfer Kramer Scheune (Vorbericht zum 24.03.2023)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Ihr sucht nach einem Kulturelebnis? Etwas Außergewöhnlichem? Nach einem Abend, der viel bietet, aber erschwinglich ist?</p>
<p>Dann solltet Ihr an diesem Abend in Nortorf mit dabei sein:</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Sven Zimmermann: „Disteln am Arsch der Hölle“</strong></span><br />
Ein besonderes Konzert- und Leseerlebnis!<br />
Freitag, 24. März 2023, 19 Uhr in der Kramer-Scheune Nortorf, Heinkenborsteler Weg 8</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-24228 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/03/Sven_Zimmermann_C_Insa_Korth.jpg?resize=200%2C300&#038;ssl=1" alt="Sven Zimmermann; Bild bei Insa Korth" width="200" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/03/Sven_Zimmermann_C_Insa_Korth.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/03/Sven_Zimmermann_C_Insa_Korth.jpg?w=240&amp;ssl=1 240w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Eine ostdeutsche Musikerkarriere und wie sie endete. In der Wendenacht am 9. November 1989 erreichten sie endlich ihr Ziel: Platz 1 der DDR-Musikcharts! Nur schade, dass es niemand mehr mitbekam &#8230;<br />
Mit 11 Jahren wollte der 1966 in Rostock geborene und seit der Wende 1989 in Kiel lebende Künstler Sven Zimmermann Gitarrist werden. Doch es kam anders: Er wurde Bassist! Als Teenie mit blonder Rockermähne, Balletpantalon und Nietenarmband gründete er mit Freunden die Rostocker Band RosaRock. In den 1980er-Jahren &#8211; mehrfach preisgekrönt &#8211; galten RosaRock als jüngste Band der DDR und beliebteste Rockband Mecklenburg-Vorpommerns.</p>
<p>Die Lesung: Sven Zimmermann beschreibt in seinem Buch ein Leben als Musiker östlich der Elbe in den 80er-Jahren bis hin zum Fall der Mauer. Komische, wahre und manchmal wirklich absurde Geschichten. Ein Ratgeber, wie man sich daran gewöhnt, wenn grundsätzlich nichts läuft, wie geplant.</p>
<p>Die Musik: „Sven Zimmermann muss sich mit seinen einfühlsamen Songs und seiner inbrünstigen Stimme nicht hinter so großen Namen wie Christian Kuhnert, Rio Reiser oder Herwig Mitteregger verstecken. Geschliffene Liebespoesie paart sich mit ironischen Stücken und unterstreicht seine humoristische Seite. Er hat zu jedem Song die Entstehungsgeschichte parat.“ (Kieler Nachrichten 14.05.2011)</p>
<p>Vita: Sven Zimmermann besuchte das Konservatorium und die Musikhochschule Rostock. Er ist nicht nur Mitglied in verschiedenen Bands, sondern auch als engagierter Bass-Lehrer bekannt. Als solcher hat er mit großem Erfolg in Kiel und Rostock die ersten Rock &amp; Popschulen Deutschlands gegründet. Er war 12 Jahre Sänger, Gitarrist und Bassist der Gruppe „Godewind“. Heute leitet Zimmermann die Rockschule in Kiel-Russee und arbeitet darüber hinaus als Fotograf, Autor und Journalist.</p>
<p>Karten gibt es für 19,00 Euro unter <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="https://kramerscheune.de/sven-zimmermann-disteln-am-arsch-der-hoelle-24-3-2023/">www.Kramer-Scheune.de</a></strong></span> mit PayPal, im Restaurant „Dionysos“ in Nortorf oder abends im Heinkenborsteler Weg 8. Das Team der Kramer Scheune serviert Getränke und Snacks.</p>
<p>Eine Rezension des (Hör-)Buches als Vorgeschmack gefällig?<span style="color: #003366;"><strong> <a style="color: #003366;" href="https://time-for-metal.eu/sven-zimmermann-disteln-am-arsch-der-hoelle/">https://time-for-metal.eu/sven-zimmermann-disteln-am-arsch-der-hoelle/</a></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=xiRa6xxdMkc&amp;ab_channel=JazzmanZimmerling" title="Du bist der Wind" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/xiRa6xxdMkc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/sven-zimmermann-disteln-am-arsch-der-hoelle-lesung-des-autors-in-der-nortorfer-kramer-scheune-vorbericht-zum-24-03-2023">SVEN ZIMMERMANN – &#8222;Disteln am Arsch der Hölle&#8220; Lesung des Autors in der Nortorfer Kramer Scheune (Vorbericht zum 24.03.2023)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>JAN OFF &#8211; Lesung des Szeneautors im Kieler FahrradKinoKombinat (27.01.2023)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jan-off-lesung-des-szeneautors-im-kieler-fahrradkinokombinat-27-01-2023</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Norbert Czybulka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2023 10:03:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Galerien]]></category>
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		<category><![CDATA[Antifa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#8222;Vorkriegsjugend&#8220;, Geschichten eines exzessiven Punkerlebens, &#8222;200 Gramm Punkrock&#8220; oder sein letztes Werk &#8222;Liebe &#8211; Glaube &#8211; Hohngelächter&#8220; sind seine bekanntesten</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jan-off-lesung-des-szeneautors-im-kieler-fahrradkinokombinat-27-01-2023">JAN OFF &#8211; Lesung des Szeneautors im Kieler FahrradKinoKombinat (27.01.2023)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#8222;Vorkriegsjugend&#8220;, Geschichten eines exzessiven Punkerlebens, &#8222;200 Gramm Punkrock&#8220; oder sein letztes Werk &#8222;Liebe &#8211; Glaube &#8211; Hohngelächter&#8220; sind seine bekanntesten Werke. 2001 wurde <a href="http://jan-off.de/"><strong><span style="color: #003366;">Jan Off</span></strong></a> National-Poetry-Slam-Champion. Heute gibt er einen Mix aus seinen bisherigen Publikationen zum Besten. Er beschreibt mit seinem Schwarzen Humor ungeschminkt den Alltagswahnsinn. Er spricht von Polizeiwillkür, dem Punk werden und vom Leben des Anitifaschisten.&nbsp;</p>
<p>Das <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://fahrradkinokombinat.de/"><strong>FahrradKinoKombinat</strong></a></span>, kurz FKK, ist ein &#8222;alternatives&#8220; Kulturzentrum in der Kieler Innenstadt. Eintritt und Getränke werden bezahlt nach dem &#8222;Gib-was-du-kannst&#8220; Prinzip. Vor der Tür erst einmal ein Corona-Schnelltest, damit sich Künstler, Mitarbeiter und Zuschauer sicher fühlen können. &#8222;200 Gramm Punkrock&#8220;, die Neuauflage von &#8222;Vorkriegsjugend&#8220; war vor Jahren mein erster Kontakt mit dem Autor. Wie es oft so ist, verliert man den Autor dann aus dem Sinn. Nachdem ich im vergangenen Jahr dann von dem Erscheinen seines neuesten Werkes &#8222;Liebe &#8211; Glaube &#8211; Hohngelächter&#8220; erfuhr, wollte ich eigentlich sofort wieder zuschlagen. Meine Vorsätze blieben dann aber leider wieder liegen. Nun erinnerte mich das &#8222;Social Media Netz&#8220; an die Lesung und ich machte mich vom warmen Sofa auf in die eisige Kieler Innenstadt.&nbsp;</p>
<blockquote><p>&#8222;Lesungen von Jan Off sind wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Ob er sich an das angekündigte Programm hält, ist ebenso ungewiss, wie die Frage, ob er seine Zuhörerschaft charmant umgarnen oder nicht minder charmant beleidigen wird. Abschweifungen gehören in jedem Fall genauso zum guten Ton wie spontane Reaktionen auf Äußerungen aus dem Publikum. Das ist echtes Stand-up, wenn auch im Sitzen dargeboten. Nicht selten poetisch, nicht selten politisch, immer aber unterhaltsam&#8220;</p></blockquote>
<p>so verlautet es aus dem Werbetext des <a href="https://www.ventil-verlag.de/">Ventil-Verlages</a> zu seinen Veranstaltungen.&nbsp;</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-24121" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/01/Jan_Off%402023-01-27_Kiel_05.jpg?resize=382%2C254&#038;ssl=1" alt="" width="382" height="254" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/01/Jan_Off%402023-01-27_Kiel_05.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/01/Jan_Off%402023-01-27_Kiel_05.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/01/Jan_Off%402023-01-27_Kiel_05.jpg?resize=768%2C511&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px" />Es ist nicht viel los. Nach dem Testprozedere bin ich früh im Veranstaltungsraum und sehe den Autor mit einer Trainingsjacke vom Roter Stern Leipzig im Zuschauerraum sitzen. So kommen wir schnell ins Gespräch, ich kann schon einmal bei ihm persönlich einkaufen und die Bücher sowie eine Vinyl mit einem Hörbuch signieren lassen. Ein paar Gäste kommen noch, so dass es im Publikumsbereich immerhin noch zweistellig wird.</p>
<p>Zur Begrüßung ein munteres Gespräch. Jan Off weist darauf hin, das Autoren nach der Pandemie von der Krise stärker betroffen sind als Musiker. Die könnten sich noch in Streams retten, doch wer kauft jetzt noch ein Buch? Er liest Texte aus seinem neuen Werk, aber auch vereinzelt eingestreut aus älteren Büchern. Nach einem Gedicht steigt er mit der Beschreibung von Mückes Begegnung bei einer polizeilichen Verkehrskontrolle an.</p>
<blockquote><p>&#8222;Der Bulle, ein junger Typ mit ehrgeizigem, aber nicht unsympathischen Gesicht, verlor unüberhörbar an Laune. &#8218;Wollen Sie mich für dumm verkaufen?&#8216; &#8218;Gott bewahre&#8216;, entgegnete Mücke [der Protagonist der Einstiegsgeschichte] &#8218;ich bin doch kein Menschenhändler. Menschenhandel ist verboten. Davon ab: Wenn ich etwas verkaufe, dann nicht für dumm, beziehungsweise für umme, wie es eigentlich heißt, denn das wäre ja eine Schenkung und kein Verkauf, sondern für einen angemessenen Betrag. Geld, Schotter, Patte. Sie verstehen?&#8220;&nbsp;</p></blockquote>
<p>In diesem Stil zieht es sich durch den ganzen Abend. Immer im Dialog mit den Zuhörern erkennt sich die 23-jährige vorne links genauso in den Texten wieder, wie der fast 60-jährige Altpunk. Sein Stil erinnert an den Großmeister Charles Bukowski. Psychotische Punks, straßenschlachterprobte Jungautonome und klebstoffschnüffelnde Kleinkriminelle sind das Hauptklientel seiner stets mit schwarzem Humor und feinster Ironie verzierten Texte.&nbsp;</p>
<p>Zweieinhalb Stunden vergehen wie im Flug. Man klebt an seinen Lippen, man schaut lachend, grinsend oder auch nur schmunzeld zu, wie er von seinen Figuren berichtet. Der Wahl-Hamburger beschreibt die Geschehnisse bunt und real.</p>
<p>Wird es in Zukunft noch solche Autoren geben? Werden sie so erfolgreich sein, dass sie davon leben können und uns solche Lesungen bescheren? Ich hoffe inständig, dass es noch Licht in diesen düsteren Zeiten gibt und geben wird.</p>
<p><strong>Berichterstattung / PhotoCredits:&nbsp;</strong><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.facebook.com/norbert.czybulka"><strong>Norbert Czybulka</strong></a></span></p>
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		<title>Joachim Witt u. Eros Atomus: Pressekonferenz, Secret Live Konzert &#038; Interviews im Hard-Rock Cafe Hamburg (22.02.2022)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/joachim-witt-u-eros-atomus-pressekonferenz-secret-live-konzert-interviews-im-hard-rock-cafe-hamburg-22-02-2022</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Norbert Czybulka]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2022 14:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Nach langer Zeit geht es nun endlich wieder los. Nicht nur Konzerte, sondern auch Pressekonferenzen werden wieder in Präsenz abgehalten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/joachim-witt-u-eros-atomus-pressekonferenz-secret-live-konzert-interviews-im-hard-rock-cafe-hamburg-22-02-2022">Joachim Witt u. Eros Atomus: Pressekonferenz, Secret Live Konzert &#038; Interviews im Hard-Rock Cafe Hamburg (22.02.2022)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Nach langer Zeit geht es nun endlich wieder los. Nicht nur Konzerte, sondern auch Pressekonferenzen werden wieder in Präsenz abgehalten. Da großer Nachholbedarf besteht, auch gerne gleich im Doppelpack.</p>
<p>Heute am 22.02.2022 luden zwei Künstler zu ihren kommenden Releases zur Pressekonferenz in das Hard-Rock Cafe Hamburg. Gastgeber dieses Secret Live Konzert &amp; Interviews-Events waren natürlich nicht die Stars, sondern die<span style="color: #003366;"><strong> <a style="color: #003366;" href="https://schubertmusic.com/blog/schubert-music-agency-recruits-michael-thiesen-as-head-of-booking-for-new-live-entertainment-booking-agency-sma-live/">Schubert Music Agency &#8211; Live Entertainment &amp; Booking</a></strong></span>. Der Beginn im großen Restaurant sollte High Noon sein. Die geladenen Fotografen bekamen eine halbe Stunde vorher die Chance auf ein Fotoshooting mit den beiden Künstlern auf dem Dach des Cafes.&nbsp;</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-19625 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/02/Eros_Atomus%402022-02-22_Hamburg_09.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/02/Eros_Atomus%402022-02-22_Hamburg_09.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/02/Eros_Atomus%402022-02-22_Hamburg_09.jpg?resize=768%2C511&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/02/Eros_Atomus%402022-02-22_Hamburg_09.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es begann mit dem jungen Hoffnungsträger <a href="https://erosatomus.com/home"><strong><span style="color: #003366;">Eros Atomu</span>s</strong></a>. Die norddeutsche ESC-Hoffnung präsentierte mit „Alive“ den Song, mit dem er auch am 04.03.2022 beim ESC-Vorentscheid ins Rennen um den deutschen Platz beim ESC-Finale in Turin gehen wird. Der gerade mal 21-Jährige ist kürzlich erst von Flensburg nach Hamburg gezogen. Hier hat er in den <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://www.chameleonstudio.de/CHAMELEON_RECORDING_STUDIOS_HAMBURG/START.html"><strong>Chameleon Studios</strong></a></span> in Hamburg-Barmbek seine Songs für das Debüt-Album &#8222;XOXO&#8220; eingespielt. Professionelle Hilfe hatte er hier von <span class="nc684nl6">Eike O. Freese und</span> Marcel Zürcher (Die Krupps). Marcel war ebenfalls beim heutigen Event vor Ort.&nbsp;</p>
<p>Der Großteil wartete jedoch auf eine lebende und waschechte Hamburger Legende. <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://joachimwitt.de/"><strong>Joachim Witt</strong> </a></span>(„Goldener Reiter“ oder aber „Die Flut“) stellt an seinem 73. Geburtstag Songs und Videos seines neuen Werkes „Rübezahls Reise“ vor. Sein neues Album erscheint am 25.02.2022 und schließt die Rübezahl-Trilogie ab. Auch dieses Album, immerhin schon sein 19. Soloalbum (!), wurde ebenfalls in den Hamburger Chameleon Studios in Zusammenarbeit mit Chris Harms (Lord of the Lost) aufgenommen und produziert. Dort im Pausenraum lernten sich die beiden Protagonisten Witt und Atomus kennen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-19626 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/02/Joachim_Witt%402022-02-22_Hamburg_04.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/02/Joachim_Witt%402022-02-22_Hamburg_04.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/02/Joachim_Witt%402022-02-22_Hamburg_04.jpg?resize=768%2C511&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/02/Joachim_Witt%402022-02-22_Hamburg_04.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Einen pünktlichen Veranstaltungsbeginn verhinderte am heutigen Tage der Fahrstuhl des Hard-Rock Cafés. Moderator der Schubert Music Agency, Manager Michael Thiesen, blieb mit Eros Atomus und weiteren Gästen auf dem Weg nach unten stecken und musste durch die zur Hilfe gerufenen Techniker befreit werden.&nbsp; Erst nachdem eine Scheibe eingeschlagen wurde, konnten die Insassen erlöst werden. Mit einer Stunde Verspätung führte Michael Thiesen sodann souverän durch die folgende Show.</p>
<p>Dem Publikum wird nun erst einmal das Video zur ersten Album-Single &#8222;Stern&#8220; vorgestellt. Die Ballade singt er zusammen mit Claudia Uhle und erzeugt Gänsehaut. Aber so ruhig geht es nicht weiter. Die in der letzten Woche erschienene Single &#8222;Das Leben in mir&#8220; wird deutlich metallischer. Moderator Michael Thiesen führt danach ein kleines Interview zum bisherigen Werdegang und dem neuen Release. Im Anschluss stellt <strong>Eros Atomus</strong> seinen ESC-Vorentscheid-Beitrag „Alive“ sowie einen weiteren Song auf der Akustik-Gitarre vor, bevor dann das passiert, worauf hier alle gewartet haben: Die beiden vereinen sich auf der Bühne und spielen, was ein Jeder kennt, nämlich &#8222;An der Umgehungsstraße steht eine Nervenklinik &#8230;&#8220;</p>
<p>Nach der Liveshow bekommen angemeldete Pressevertreter Einzel-Interviews außerhalb der Öffentlichkeit. Eine ereignisreiche und &#8222;etwas andere&#8220; Mittagspause geht zu Ende. Ein Dank geht an Michael Thiesen für die Einladung zu diesem großartigen Event!</p>
<p><strong>Berichterstattung / PhotoCredits:</strong>&nbsp; <span style="color: #003366;"><strong>Norbert Czybulk</strong><strong>a&nbsp;</strong></span></p>
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 [<a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/joachim-witt-u-eros-atomus-pressekonferenz-secret-live-konzert-interviews-im-hard-rock-cafe-hamburg-22-02-2022">See image gallery at magazin.nordmensch-in-concerts.com</a>] 
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<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/joachim-witt-u-eros-atomus-pressekonferenz-secret-live-konzert-interviews-im-hard-rock-cafe-hamburg-22-02-2022">Joachim Witt u. Eros Atomus: Pressekonferenz, Secret Live Konzert &#038; Interviews im Hard-Rock Cafe Hamburg (22.02.2022)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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