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	<title>KATATONIA Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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	<description>Dein Mag für mehr LIVE &#38; SZENE!</description>
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	<title>KATATONIA Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
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		<title>JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2025 11:26:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[ANATHEMA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Schon mal von MY INSANITY gehört? In den 90ern war es eine Gothic Version von Samael, allerdings mit einer großen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview">JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>Schon mal von MY INSANITY gehört? In den 90ern war es eine Gothic Version von Samael, allerdings mit einer großen Prise Eigenständigkeit und einer herausragenden Stimme, deren Charisma ihresgleichen sucht. Einige ehemaligen Mitglieder musizieren unter <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://jacobsfall-band.com/">JACOB´S FALL</a></span> weiter und haben ein Album rausgehauen, das berührt, überrascht und fasziniert (siehe auch unser <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-lost-in-silence-review?preview_id=32211&amp;preview_nonce=39c2ddf9f5&amp;post_format=standard&amp;_thumbnail_id=32229&amp;preview=true">Review</a></span>).</strong><br />
<strong>Grund genug sich mit den Jungs einmal über Entstehung, Entwicklung und Ambitionen zu unterhalten.</strong></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-32205 size-medium" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Hallo und danke für eure Zeit. Wie würdet Ihr jemandem JACOB´S FALL beschreiben, der noch nie etwas von euch gehört hat? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian</span>: „Schwer zu sagen. Die Frage kann Dir ein Außenstehender vielleicht besser beantworten. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass unsere Musik sehr frisch klingt. Grob könnte man das Material als Mischung aus harter Rock Musik und Synthie Pop bezeichnen. Diverse Klassik-Anleihen sind auch zu vernehmen. Man bekommt auf keinen Fall irgendwelche Standardware. Am Besten hört jeder, der auf originelle, abwechslungsreiche Musik steht, einfach selbst mal rein. Mir fallen keine Bands ein, die man als direkten Vergleich heranziehen könnte.“</p>
<p><strong>Gehen wir einmal kurz zurück zu den Anfangstagen; wie kam die Bandgründung und der Bandname zustande? Ihr kanntet euch ja bereits von My Insanity.</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Unser Sänger Christian und ich haben Ende der 90er gemeinsam bei My Insanity musiziert. Nach meinem Ausscheiden 2001 blieben wir in lockerem Kontakt, obwohl ich zwischendurch an den Bodensee gezogen bin, während Christian 600 km nördlich in der Heimat verweilte. 2011 schickte er mir einige Songs, die er komponiert hatte und fragte, ob wir vielleicht gemeinsam was daraus machen könnten. Da ich von dem Material völlig begeistert war, gab ich natürlich sofort mein Okay. Insgeheim hatte ich eh immer gehofft, mal wieder gemeinsame Sache mit ihm zu machen.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Als nächstes haben wir überlegt, wen wir uns als Gitarristen ins Boot holen könnten, und kamen dabei ziemlich schnell auf unseren alten Freund Jens Pietzonka, der ebenfalls mal zu My Insanity gehörte. Der war sofort Feuer und Flamme. Die Position des Bassisten war da schon wesentlich schwieriger zu besetzen. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann Daniel dazukam.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Das war erst kurz vor unserem ersten Gig Ende 2016. Vorher hattet ihr ja schon diverse andere Leute angetestet. Ins Spiel gebracht wurde ich von Jens, mit dem ich schon in verschiedenen anderen Kapellen gespielt hatte.“</p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Man kann also 2016 als Gründungsjahr von Jacob´s Fall ansehen, da der Bandprozess erst ab da so richtig in Schwung kam.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Der Bandname geht auf meine Kappe. Er bezieht sich auf die Bibelfigur Jacob, wobei wir betonen möchten, dass wir keine christliche bzw. religiöse Band sind. Dieser Jacob sieht im Traum eine Leiter, die als Verbindung zwischen Himmel und Hölle dient. Mit dem Fall von der Leiter versuchen wir symbolisch darzustellen, dass die Menschheit danach strebt in den Himmel (=bessere Welt etc.) zu kommen, jedoch durch ihr prinzipielles Verhalten oft daran scheitert. Der Bandname symbolisiert also grob gesagt die Überheblichkeit bzw. das Scheitern der Menschheit.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Jacob’s Fall - Lost In Silence (NEW ALBUM TEASER)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/rR0Odm0OXQI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Herzlichen Glückwunsch zu „Lost in Silence“! Ehrlich gesagt hatte ich beim Hören des Albums ein seltenes Luxusproblem: einerseits habe ich analytisch versucht das Album zu hören, um es für eine Rezension optimal beschreiben zu können. Als Gegengewicht driftete der analytische Fokus komplett ab, weil ich mich immer wieder in eure Songs fallen lassen habe und einfach die unfassbar abwechslungsreichen Klangwelten genießen wollte. Man kann euch (zum Glück) nur schwer einordnen; es ist, als würde man eine frische Band hören, die mit den Erfahrungen von Bands der 90er Jahre (Moonspell, Lacuna Coil, Therion) gesegnet ist. Wie kann man sich den Songwritingprozess bei euch vorstellen; klassisch im Proberaum oder modern über das Internet?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Weder noch! Aber erstmal vielen Dank für das Lob! Die Songs stammen alle von mir. Beim ersten Album „The War We Miss“ von 2019 entwickelte ich sämtliche Melodien sowie einen Großteil der Riffs und der Drumparts. Durch intensives gemeinsames Proben haben wir die Songs dann zu dem Material geformt, welches auch auf der fertigen Scheibe zu hören ist. Bei „Lost In Silence“ haben wir etwas anders gearbeitet. Während das erste Album im Woodhouse Studio aufgenommen wurde, haben wir die neue Scheibe in kompletter Eigenregie im Proberaum eingespielt. Da wurden bei den Recordings stellenweise komplette Songstrukturen verändert oder neue Ideen ausprobiert. Da wir keinerlei Kosten- und Zeitdruck hatten, war das überhaupt kein Problem. Im Prinzip kann man sagen, dass die Songs komplett aus meiner Feder stammen, das Material aber erst durch das Zusammenspiel aller Bandmitglieder zu dem wird, was man am Ende auf dem Album hört oder beim Konzert erlebt.“</p>
<p><strong>Wie kam der Albumtitel zustande und was bedeutet er für euch persönlich?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Der Titel stammt von mir. Ursprünglich hatte ich auch eine ganz andere Idee für das Plattencover. Man sollte vom Weltall aus einen Planeten sehen, auf dem ein Kind mit einem Teddybären im Arm steht, das traurig und verloren wirkt. Damit sollte symbolisiert werden, dass man als einzelne Person in der Gesellschaft ganz oft überhört wird. Man kann den Titel aber auch direkt auf den Planeten beziehen. Irgendwann hatten wir neue Ideen für das Coverartwork, wollten den Titel aber unbedingt behalten. Der Song und dessen Text sind übrigens erst viel später entstanden.“</p>
<p><strong>Könnte bitte jemand dem Sänger sagen, dass er bei `Like the Leaves`(ab Minute 02:38) die Gesangsspur einfach nur endlos weitersingen soll, damit ich die Gänsehaut bitte länger genießen kann? Ganz ehrlich: ich war angetan, aber ab der Stelle habt ihr mich komplett erwischt: Danke! Ein kurzer Blick auf die Vocals; wie kommen die Geschichten zustande? Sind es persönliche Erfahrungen, werden Eindrücke verarbeitet oder ist es etwas völlig anderes? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Jens:</span> „Die Texte stammen allesamt aus meiner Feder. Du liegst ganz richtig mit Deiner Vermutung. Prinzipiell entstehen die Lyrics aus Dinge, die mich gerade beschäftigen oder die mir im täglichen Leben widerfahren. Das sind sowohl private als auch gesellschaftsrelevante bzw. politische Themen. Häufig dienen mir die Texte dazu, bestimmte Ereignisse zu verarbeiten. „The Hole“ ist beispielsweise ein Song, der mir textlich ganz viel bedeutet.“</p>
<p><strong>Ihr habt ja aufgrund eurer vorangegangenen Banderfahrungen einiges an Bord, das euch in die Karten spielt. Man hört quasi heraus, dass ihr euch gut untereinander versteht und gleichzeitig entspannt und konzentriert an die Musik herangeht. Wie würdet ihr die Herangehensweise an die Songs beschreiben und was hat sich an der Art und Weise (im Vergleich zu euren Vorbands) verändert?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René</span>: „Jeder Einzelne von uns hat schon jahrelange Erfahrung, sowohl auf der Bühne als auch im Studio. Stellenweise auch gemeinsam. Über die Jahre lernt man halt, worauf es beim Musizieren im Kollektiv ankommt bzw. wie sich jeder am Effektivsten einbringen kann. Ich denke, das kann man schon irgendwie hören. Im Vergleich zu den alten My Insanity-Scheiben klingt jetzt alles viel runder und stimmiger. Damals wollte man halt auch mal zeigen, was man technisch alles drauf hat. Das war aber selten songdienlich. Mittlerweile hat jeder auch reichlich Lebenserfahrung gesammelt, sodass das gemeinsame Miteinander viel entspannter abläuft. Das macht sich in sämtlichen, die Band betreffenden, Belangen bemerkbar.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Jacob&#039;s Fall - Walk Through Ashes (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/dKi678tc2yc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Ihr habt ja auch einen YouTube Kanal. `Walk Through Ashes` wurde bereits aus dem Album ausgekoppelt. Sind weitere Videos geplant und was ist euch generell bei Videoauskopplungen wichtig? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es sind auf jeden Fall weitere Videos geplant. Es gibt auch schon reichlich Ideen, die wir demnächst versuchen umzusetzen. Lasst euch überraschen!“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Prinzipiell wollen wir es vermeiden, einfache Performance-Clips zu machen. Die sieht man ja von so ziemlich jeder Band. Wir erzählen lieber Geschichten in unseren Videos, als einfach eine musizierende Band zu zeigen. Das finden wir ziemlich langweilig. Der nächste Clip wird konzeptionell, aber ganz anders ausfallen, als „Walk Through Ashes“. Erstaunlicherweise gab es auch viele Rückmeldungen, dass Leute die Story des Clips gar nicht so richtig verstanden haben.“</p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Wir wollen halt die üblichen Klischees vermeiden. Am schönsten wäre es, wenn wir mit den Videos unseren eigenen Stil – sowohl musikalisch als auch visuell – zum Ausdruck bringen könnten.“</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-32209" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=300%2C169&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="169" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=768%2C433&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?w=958&amp;ssl=1 958w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gibt es eigentlich Merch von euch und ist eine Vinylversion von „Lost in Silence“ erhältlich?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es gibt verschiedene T-Shirt-Motive, die man auf den üblichen Wegen (Bandcamp, Facebook etc.) erwerben kann. Derzeit wird bereits an neuen Sachen gearbeitet. „Lost In Silence“ gibt es auf Vinyl und zudem als digitale Version auf allen entsprechenden Plattformen. Eine CD-Variante ist erstmal nicht geplant, da sich dieses Formal derzeit leider kaum verkaufen lässt. Unser erstes Album „The War We Miss?“ ist übrigens weiterhin als CD und auf den digitalen Plattformen erhältlich.“</p>
<p><strong>Auch euer Albumcover sticht aus der Masse hervor; man hat das Gefühl, selbst auf einem Floß zu sitzen, während die Welt um einen herum auseinanderbricht und versinkt. Das einzige, was einen dann noch am Leben (oder über der Meeresoberfläche) hält, ist die Musik. Wie kam das Cover zustande und wer hat es erstellt?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Wie schon erwähnt, hatten wir bzw. Christian zunächst ein völlig anderes Cover im Sinn. Nachdem wir ein intensives Brainstorming mit Björn Goosses von Killustrations hatten, kamen wir irgendwann zu der Einsicht, dass sich die alte Idee eher schlecht umsetzen ließ. Björn, der bereits unser letztes Shirt entwarf und bereits für unzählige Bands Albumcover anfertigte, hatte das nun vorliegende Covermotiv in seinem Archiv und meinte, das würde doch gut zum Albumtitel passen. Als ich das Bild zum ersten Mal sah, war ich völlig begeistert. Zum Glück ging es meinen Bandkollegen genauso. Deine Interpretation, dass Musik das einzige ist, was einem am Leben hält, ist ein sehr schöner Gedanke, der wirklich gut zum Coverbild passt. Mit dem untergegangenen Floß spannen wir gleichzeitig den Bogen zum Bandnamen, der ja grob das Scheitern der Menschheit symbolisiert.“</p>
<p><strong>Habt ihr noch weitere Pläne/Konzerte für dieses Jahr im Visier?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es stehen für dieses Jahr noch einige Gigs an, u.a. im September auf einem Festival in Berlin. Da wir aber bisher bei keiner Agentur unter Vertrag stehen, ist es momentan eher schwierig, an vernünftige Auftritte heranzukommen. Falls ein Booker Interesse hat, kann er uns gern kontaktieren. Ansonsten arbeiten wir bereits an neuen Songs, da die Pause bis zum nächsten Album nicht wieder 6 Jahre dauern soll.“</p>
<p><strong>Danke für euer wunderschön und ergreifendes „Lost in Silence“; das Album ist definitiv der beste Grund, ein Fan von euch zu werden! Ich wünsche euch eine schöne Releaseparty und weiterhin alles Gute mit JACOB´S FALL! Die letzten Worte an unsere Leser gehören euch </strong><strong>😊</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Lukas:</span> „Erstmal möchte ich mich im Namen der ganzen Band für das Interview und Deine lobenden Worte bezüglich des Albums bedanken. Wir sind schon sehr auf Dein Review gespannt! Des Weiteren hoffen wir natürlich, dass sich möglichst viele Leute mit unserer Musik beschäftigen. Wie bereits erwähnt, gibt es so Einiges zu entdecken. Live sollte man sich das natürlich auch mal anschauen. Danke und viele Grüße an alle Leser!“</p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview">JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2024 12:10:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Treffen sich ein Musiker und ein Journalist. Der Journalist fragt: „Was ist eigentlich schwerer; die Songtexte schreiben, oder die Instrumente</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse">FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Treffen sich ein Musiker und ein Journalist. Der Journalist fragt: „Was ist eigentlich schwerer; die Songtexte schreiben, oder die Instrumente einspielen?“ Antwortet der Musiker: „Am schwierigsten ist es mal kurz von DARK SOULS wegzukommen, um endlich mal wieder komponieren zu können.“</p>
<p>Was sich wie ein schlechter Witz liest, ist tatsächlich so passiert. Während unseres Interviews 2016 zum letzten <strong><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://farbeyond.bandcamp.com/album/the-end-of-my-road">FAR BEYOND</a></span></strong> Album, stellte sich zwischen dem Verfasser dieser Zeilen und dem Solokünstler <span style="color: #003366;"><strong>Eugen Dodenhoeft</strong></span> die gemeinsame Leidenschaft zum Dark Souls Universum und zu Videospielen insgesamt heraus. Dieses Jahr ist das aktuelle Album „The End of my Road“ erschienen, das in unserem <strong><a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-the-end-of-my-road-review"><span style="color: #003366;">REVIEW</span></a></strong> amtlich abgeräumt hat. Grund genug, um über die Entstehung der Songs, verängstigte Nachbarn und andere Welten zu plaudern.</p>
<p><strong>Blind Guardians Erben</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28616" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das Vorgängeralbum deutet bereits an, dass die Entwicklung von FAR BEYOND unter einem guten Stern stand. Unter der Headline „Blind Guardians Erben“ wurde nur ein Einfluss genannt, den es auch bei diesem Album zu hören gibt. Die Resonanzen auf das Album sind überwiegend positiv; zusätzlich gibt es auch sehr durchwachsene Stimmen. Eine mexikanische Grind Metal Seite war nicht wirklich angetan von dem Werk und auch ein Blogger konnte nicht viel mit dem Album anfangen; allerdings wurde das Album von ihm nicht komplett verrissen, sondern aufgrund seiner Vielschichtigkeit empfohlen, es sich anzuhören, um sich seine eigene Meinung zu bilden. Gerade die Vielseitigkeit des Albums bietet eine Diskussionsgrundlage, die zusätzlich Aufmerksamkeit auf sich zieht. Beim Durchlauf kommen unterschiedliche Vergleiche auf: von Dimmu Borgir, Stratovarius, Borknagar, bis zu Edge of Sanity („Crimson“) ist die komplette Spannbreite dabei. Dabei ist die Chance groß, dass für jeden etwas dabei ist.</p>
<p>„Ich finde es sehr interessant, mit welchen Bands ich verglichen werde. Spontan bekomme ich alle Bands, mit denen ich verglichen wurde auch gar nicht mehr zusammen. Es ist so, als ob jeder seine eigene Brille auf hat und mich mit Bands vergleicht. Dabei sind Bands, wie Wintersun, Borknagar oder auch Bands, von denen ich noch nie gehört habe in meinem Leben. Bei Bands, die ich kenne, kann man bei einigen Elementen durchaus Ähnlichkeiten raushören. In Summe habe ich den Eindruck von meiner eigenen Musik, dass ich mich aus vielen Sachen zwar bediene, dass es aber gleichzeitig enorm eigenständig ist. Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich so eine Mischung, die ich aufgenommen habe, bei anderen Bands für mich noch nicht rausgehört habe. Ich habe nichts Neues erfunden: auf meinem Album hörst du bekannte Elemente wie Power-, Black- und Melodic Death-Metal Riffs, cleanen Gesang und Kreischvocals, Synthesizer und Chöre, also alles, was man schon einmal gehört hat. Ich bin auch kein Profi an der Gitarre, aber ich kaschiere es ganz gut (lacht). Ich würde sagen, dass die Mischung dieser Formen ein Alleinstellungsmerkmal ist.“</p>
<p><strong>Herrlich unperfekt</strong></p>
<p>Weiterentwicklung ist ein großes Thema bei neuen Alben. Besonders beim Gesang ist hier stark an sich gearbeitet worden. In Kombination mit dem epischen Songwriting kann man beispielsweise Parallelen zu Hollenthon, Black Lotus oder auch gelegentlich Borknagar erkennen. So hat sich die Textpassage „I am sorrounded by endless night“ (`From The Stars and The Crescent Moon`) in mein Langzeitgedächtnis gefräst. Da kommt die Frage auf, inwieweit da Gesangsunterricht genommen wurde.</p>
<p>„Ich habe da ehrlich gesagt gar nichts gemacht; es hat sich einfach so ergeben. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Songs so geschrieben habe, dass sie zu meiner Tonlage passen. Ich habe da nicht so eine große Bandbreite. Meine Stimme ist ziemlich tief, so dass ich nicht sonderlich hoch, aber dafür tief runterkomme. Der tiefe Gesang passt jedoch nicht zu den komplexen Songs, also muss ich eine gewisse Höhe erreichen, damit man mich überhaupt noch durchhören kann. Es ist sehr oft vorgekommen, dass ich mir Riffs ausgedacht habe, die nicht zu meiner Stimme gepasst haben. Dann habe ich die Songs so oft umgeschrieben, bis sie in das schmale Fenster passten, wo sie mit meiner Stimme harmonieren. Da habe ich bei diesem Album auch sehr viel mehr Wert draufgelegt als beim Vorgänger.“</p>
<p>Bei der Bandbreite zwischen Screams, clean und Growls gibt es viel zu tun. Was ist davon eher Heimspiel und was ist eine Herausforderung?</p>
<p>„Gerade die Screams fallen mir am schwersten. Hier ist Technik das absolut wichtigste, denn wenn du das falsch machst, hast du schnell deine Stimmbänder zerstört. Ich habe auch mal Screams aufgenommen, ohne mich vorher aufzuwärmen und dann direkt einen Krampf im Zwerchfell bekommen. Das ist besonders schön, denn davon hast du nicht nur 10 Minuten etwas, sondern mehrere Tage. Als ich dann versucht habe, kraftvoll zu Singen, hat das Zwerchfell direkt dicht gemacht und ich habe eine Woche keinen kraftvollen Ton mehr rausbekommen. Danach habe ich recherchiert und mir einen Kurs von BRITTA GÖTZ gekauft. Sie hat zusammen mit Christian Kohle aus dem Kohlekeller Studios einen Workshop gemacht und da waren sehr gute Aufwärmübungen dabei, die ich immer vor den Aufnahmen gemacht habe. Seitdem hatte ich keine Probleme mehr mit dem Zwerchfell und ich habe Töne rausbekommen, die auf dem Vorgängeralbum gar nicht möglich waren.“</p>
<p><strong>Die Vocals, oder „Wenn der Nachbar zweimal klingelt…“</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28613" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3.jpg?resize=169%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="169" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=169%2C300&amp;ssl=1 169w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=576%2C1024&amp;ssl=1 576w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=768%2C1365&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=864%2C1536&amp;ssl=1 864w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=1152%2C2048&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?w=1440&amp;ssl=1 1440w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" />Die Instrumente einzuspielen ist eine Sache, die Vocals zu üben eine völlig andere, denn da wird es zwangsläufig etwas lauter. Dabei fällt Eugen auch eine Anekdote ein.</p>
<p>„Bis vor 3 Jahren habe ich immer in Wohnungen gewohnt. Als ich damals meine ersten Gesangsaufnahmen gemacht habe zu „Bleeding Rose“ im Jahr 2001, habe ich noch bei meinen Eltern gewohnt. Das war in meinem alten Kinderzimmer, wo ich mir nicht viele Gedanken über die Lautstärke gemacht habe. Nachdem ich dann mit meinen Gesangsaufnahmen fertig war, habe ich durch das gekippte Fenster noch Stimmengewirr gehört. Als ich rausgeschaut habe, hatte sich bereits eine kleine Traube von Menschen gebildet, die ich als meine Nachbarn identifiziert habe. Viele von ihnen haben aufgeregt nach oben gezeigt und da wusste ich, dass man mich gehört hatte. Kurze Zeit später klingelte es bereits an der Tür und ein besorgter Nachbar fragte mich, ob alles OK sei, weil es so klang, als würde ich meine Mutter umbringen. Sie hätten nur fürchterliche Schreie gehört und sie haben bereits die Polizei gerufen. Wenige Sekunden später kam auch ein großer Trupp von Polizei und Feuerwehrleuten, denen ich erklären musste, dass alles OK sei und ich nur die Gesangaufnahmen gemacht habe. Draußen stand bereits der Löschwagen mit Drehleiter und allem drum und dran und ich bin im Boden versunken. Nachdem ich denen erklärt hatte, dass es nur um Gesangsaufnahmen ging, wollten sie die natürlich auch mal hören. Die gesamte Mannschaft war also in meinem Kinderzimmer, ich habe dann die Gesangsaufnahme ohne Instrumente abgespielt und bin dann hart ausgelacht worden. Mir war das Ganze extrem peinlich, aber meinem Nachbarn auch. Er hat dann auch mein Album gekauft und wurde Fan meiner Musik. Das Erste, was ich danach gemacht habe, als ich von zuhause ausgezogen bin, war mir eine Gesangskabine zu bauen. Später bin ich dann auf Gesangskabinen von Isovox umgestiegen; da hast du den Kopf wie der Vogel Strauss in der Kabine, aber es funktioniert. Mittlerweile wohne ich in einem freistehenden Haus und jetzt ist das kein Problem mehr.“</p>
<p>Neben epischen Vocals sind auch Gitarrenwände &nbsp;und tightes Drumming am Start. Zusätzlich gibt es auch Chöre auf dem Album zu Hören.</p>
<p>„Ich habe zwei unterschiedliche Arten von Chören eingebaut; zum einen ein klassisches Plug In mit einer Software Library und zusätzlich habe ich in den Refrains einfach mehrere Gesangsspuren (teilweise bis zu 20 Spuren) meiner Stimme übereinander gelegt. An einigen Stellen habe ich auch meine Stimmen und die Chor Library kombiniert, damit es noch größer klingt.“</p>
<p><strong>Where Next to Conquer</strong></p>
<p>Nach dem Songwriting ist vor dem nächsten Album. Allerdings kennt man das vielleicht auch nach einem guten Buch, einem spannenden Film oder einem packenden Computerspiel; ist man einmal am Ende angelangt, fühlt sich das Leben kurzweilig leer und bedeutungslos an.</p>
<p>„Genau so ist das auch bei mir! Ich falle dann immer erstmal in eine „Postalbumrelease Depressionsphase“ (Ausdruck kam von Lukas von Nathram). Besser könnte ich das nicht beschreiben. Wenn ich ein Album erst einmal fertig habe, habe ich danach monatelang die Schnauze voll vom Musik machen und ich verkaufe die Gitarre, mit der ich das letzte Album gemacht habe, weil ich die nicht mehr sehen kann. „The End of my Road“ ist die erste Scheibe, wo ich meine Gitarre behalten habe, weil ich einfach so sehr an ihr hänge, dass ich sie nicht mehr hergeben will. Außerdem habe ich auch einige Verkäufe schon bereut. Irgendwann später kommt wieder in mir der Drang auf, dass ich wieder musikalisch was machen möchte. Es ging auch nicht direkt mit FAR BEYOND weiter, sondern ich habe von 2017 an <u>mit Matt am zweiten Euphoreon Album gearbeitet, das wir 2018 rausgebracht haben. </u>Effektiv habe ich 2019 angefangen, am neuen FAR BEYOND Album zu arbeiten. Da war eine Menge los, u.a. bin ich dreimal umgezogen. Fertig ist das Album schon 2023 gewesen, aber der Release hat sich einfach noch so lange hingezogen. Ich hoffe, dass das nächste Album nicht so lange dauert.“</p>
<p><strong>Die Geburt der Songs</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-28618 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />„Die Grundlagen der Songs setzen sich aus Riffs, Riffs und noch mehr Riffs zusammen. Ich spiele viel mit der Gitarre rum und irgendwann kommen Riffs und Patterns dabei raus. Ich nehme die dann direkt mit Cubase auf, füge Schlagzeug und Bass hinzu und schaue, was sich daraus entwickelt. Dann kommen einige Variationen bzw. Übergänge dazu, ich experimentiere etwas herum und füge die einzelnen Elemente zusammen. Die andere Basis ist die Akustikgitarre; viele Refrains sind auf der Akustikgitarre entstanden, weil ich einige Akkorde vor mich hin gespielt und etwas dazu gesungen habe. Wenn es funktioniert, nehme ich es dann direkt auf und arbeite an der Idee weiter. Wenn ich spontan eine Idee habe, nehme ich die auch mal mit dem Handy auf. Ich füge später noch Chöre oder Effekte hinzu, aber die Basis entsteht immer auf den Gitarren.“</p>
<p>Aber auch der Zufall und die Effekte spielen Eugen manchmal in die Karten.</p>
<p>„Früher ist es häufig vorgekommen, dass ich auf dem Keyboard gespielt habe und zufälligerweise ein Preset erwischt habe, der sich geil anhört. Der Anfang von „Evernight Part 1“ von meinem letzten Album ist ein sehr gutes Beispiel dafür; du drückst eine Taste und es klingt geil!“</p>
<p>Nachdem sich viele Ideen angesammelt haben, müssen diese natürlich noch in Form gegossen werden.</p>
<p>„Irgendwann habe ich genug Ideen gesammelt, jetzt müssen daraus Songs werden. Ich wehre mich grundsätzlich noch dagegen, die typischen Songpatterns zu benutzen; also Strophe, Bridge, Refrain, Strophe, Bridge, Refrain, Solo und fertig. Ich höre das so häufig, dass ich das in meiner Musik nicht will. Ich mag es eher, wenn sich etwas aufbaut, dann mit einem Zwischenpart alles wieder runterfährt, dann wieder aufbaut und das alles in Wellenform weitergeführt wird. Ich arbeite mich quasi von Klimax zu Klimax und nicht durch eine simple Songstruktur. Natürlich wiederholen sich bei mir auch Patterns und ich möchte dies bei meinem nächsten Album auch wieder anders machen, um meine eigenen Muster zu durchbrechen. Ich weiß noch nicht, wie genau ich es machen werde, aber es wird sich auf jeden Fall etwas ändern.“</p>
<p>Natürlich sind Wiederholungen als Wiedererkennungswert wichtig und bei der Sorge, dass beim nächsten Mal verschachtelte Songstrukturen auf Kosten der Atmosphäre benutzt werden, gibt Eugen direkt Entwarnung.</p>
<p>„Das wird definitiv nicht passieren. Für mich sind Wiederholungen auch eine Orientierungshilfe für den Hörer, allerdings geschickt verpackt. Ich habe beispielsweise die Themen eines Intros später im darauffolgenden Song wieder aufgegriffen, was gut funktioniert hat. Die Arbeitsweise ergibt sich irgendwie von selbst und deshalb bin ich auch nicht in der Lage, kurze Songs zu schreiben.“</p>
<p>Auch das Element der Überraschung kann da eine entscheidende Rolle spielen. So haben Katatonia in ihren Anfangstagen noch räudige Riffs gespielt und mittendrin ein Intermezzo aus cleanen Gitarren verwendet, ehe es mit einer ganz anderen Songstruktur weiterging. Auch wenn bei FAR BEYOND nicht genauso gearbeitet wird, so sind es gerade die unvorhersehbaren Songstrukturen, die den Reiz des Albums ausmachen.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=HcgcnzLeg8w" title="FAR BEYOND - FROM THE STARS AND THE CRESCENT MOON (OFFICIAL VISUALIZER)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/HcgcnzLeg8w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Magier am Griffbrett</strong></p>
<p>Auch als Soloprojekt hat man sich hier Hilfe in Form von Gastmusikern geholt.</p>
<p>„Nach meinem letzten Album hat sich ein Typ namens Lukas bei mir gemeldet. Ihm gefiel mein Album und ihm ist aufgefallen, dass ich alles allein mache. Er hat selbst ein Soloprojekt (NAHTRAM) und wollte sich gerne mit mir austauschen. Ich hatte dann bei ihm reingehört und war direkt schwer begeistert: viele Gitarren, geile Soli und alles im Alleingang, das hat mich schon beeindruckt! Da habe ich ihn gefragt, ob er Lust hat, auf meinem neuen Album die Leadgitarren einzuspielen und er hat sofort zugesagt. Ich habe ihm damals vier Stücke mit groben Beschreibungen zugeschickt, wo ich mir ein Solo vorstellen könnte. Es war unfassbar, was dabei zurückgekommen ist. Jeder Schuss hat sofort gesessen; Lukas hat instantan sofort die Atmosphäre des Albums gespürt und eine geiles Solo nach dem anderen dazu beigesteuert. Ich bin immer noch schwer beeindruckt davon, weil es einerseits sehr anspruchsvoll ist und gleichzeitig nicht nur Technik ohne Atmosphäre beinhaltet. Ich bin schwer begeistert und super happy, dass er beim nächsten Album wieder mitmachen will.“</p>
<p><strong>Live VS. Studio</strong></p>
<p>„The End of my Road“ funktioniert auf vielen Ebenen sehr gut. Segen und gleichzeitig Fluch von FAR BEYOND ist die Tatsache, dass es ein Soloprojekt ist, wo man vollständig unabhängig von anderen Komponenten oder Künstlern ist. Das schiebt gleichzeitig Live-Aktivitäten einen Riegel vor.</p>
<p>„FAR BEYOND live umzusetzen ist schwierig; ich müsste sehr viel vom Band laufen lassen, selbst wenn ich eine komplette Band mit Sänger, Schlagzeuger, Gitarristen, Bassisten und Keyboarder hätte. Auf der anderen Seite bekommen es Blind Guardian und Wintersun live ja auch hin, es wäre also möglich. Was mich aber wirklich abschreckt ist der Aufwand. Ich müsste sehr viel üben, um eine Stunde lang meine Sachen zu singen und gleichzeitig Gitarre zu spielen, was ich ja sonst nicht mache. Meine Songs entstehen schrittweise und deshalb habe ich auch noch nie meine Songs komplett durchgespielt. Dann noch die Leute zu finden, mit denen ich alles proben muss, ist schon eine Herausforderung. Andererseits stelle ich mir vor, dass ich als alter Mann rückblickend bereuen werde, nie die Live-Erfahrung zu machen, wie das Publikum zu meinen Songs steil geht und mitsingt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es etwas Besseres geben würde, als diese Erfahrung. Ich bekomme zwar digital viel positives Feedback, aber das kannst du mit dem Gefühl einer Live-Erfahrung nicht vergleichen. Das geht mir selbst nicht anders, wenn ich meine Lieblingsbands live sehe. Aber der Aufwand schreckt mich einfach ab.“</p>
<p>Da ist Eugen nicht allein, denn selbst bekannte Bands erzählen Geschichten vom Tourleben, die nicht gerade dazu verführen. In erster Linie besteht es aus Warten, dann aus Reisen und dem Vorbereiten, dann aus Warten, und nach dem Gig wieder reisen und auf Flughäfen/Bahnhöfen warten. Der Moment des Konzertes wird von allen geliebt, aber das Drumherum ist auch für gestandene Größen immer eine Herausforderung.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=VAH3GEKpp5M" title="FAR BEYOND - A Frozen Flame Of Ice" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/VAH3GEKpp5M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Kleiner Handgriff, große Wirkung</strong></p>
<p>Weiterentwicklung muss nicht immer in großen, epischen Schritten ablaufen. Manchmal sind es gerade die Kleinigkeiten, die den großen Unterschied machen.</p>
<p>„Beim Vorgängeralbum hatte ich lange Songs mit Intros integriert, was epische Songs als Ergebnis hatte. Dieses Mal habe ich die Intros als separaten Track von den Songs gelöst, damit die Songs auch besser zur Geltung kommen. Dadurch bleibt die Atmosphäre erhalten und gleichzeitig kann der Hörer direkt zum Punkt springen, an dem er sein Lieblingsriff hört.“</p>
<p>Definitiv eine gute Entscheidung; hat damals bei Edge of Sanity´s „Crimson II“ im Vergleich zu „Crimson“ auch super funktioniert. Auch in Sachen persönlicher Lieblingssong und Promo hat es sich zum Vorteil ergeben.</p>
<p>„Mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album ist ‚A Symphony of Light`. Allerdings wollte ich den nicht als Single raushauen; meine Hoffnung war, dass sich die Leute das Album kaufen und dann mit diesem Song auch ihr persönliches Highlight finden. Ich habe dann das Label gefragt, welchen Song die nehmen würden und die haben dann „From the Stars…“ genommen. Ich hatte den Song gar nicht auf dem Radar; er ist gut, aber nicht mein Favorit auf dem Album (dafür aber der Liebling des Redakteurs). Anscheinend hat das Label aber damit voll ins Schwarze getroffen, weil ich so viele positive Resonanzen zu dem Song bekommen habe.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=mGtrNZwqpCY" title="SENTENCED - No One There (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/mGtrNZwqpCY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Blast from the Past</strong></p>
<p>Textlich atmet das Album eine sehr dichte Atmosphäre, die mich an die Black Metal Bands der 90er Jahre erinnert. Man hatte sich damals textlich und musikalisch was getraut, viel experimentiert und die Komfortzone bestand darin, Neues auszuprobieren. Man scheute nicht vor Akustikgitarren, Keyboards und Trompeten zurück und hat damals unsere heutige Musiklandschaft gestaltet (Beispiel: Emperor im Black Metal mit den Keyboards bzw. Mortiis mit Dungeron Synth). „Kennst du noch Sentenced?“ leitet eine Schwärmerei ein, bei der alles von der „Amok“ bis zur „Cold White Light“ erstmals würdig gehuldigt wird. Der Humor der Finnen ist ebenfalls unübertroffen; so soll auf der „Cold White Light“ ein Percussion Part sein, der angeblich das Klatschen auf dem nackten Arsch eines Bandmitglieds ist (*versucht bei der Vorstellung nicht zu lachen). Leider kann man diese Band nicht mehr live bewundern, da Miika Tenkula (Hauptsongwriter und Gitarrist) nicht mehr lebt; auch Peter Steele und Dio weilen leider nicht mehr unter uns, um uns epische Momente zu bescheren. Bei dem Thema „denkwürdige Momente“ biegen wir auf die Zielgerade des Interviews ab und stellen die Frage nach dem besten und übelsten Moment im Zusammenhang mit FAR BEYOND.</p>
<p>„Der beste Moment ist leicht: ich habe vor jedem Album ein Backing Sheet, wo alles einzeln aufgeführt und farblich markiert ist (Gitarren, Drums, Gesangsspuren usw.). Das ist für meinen Fortschritt beim Songwriting für mich essenziell. Wenn ich das letzte Feld grün einfärbe und das entsprechende Instrument weglege, weiß ich, dass ich mit dem Teil des Albums fertig bin, was ein sehr intensives Gefühl ist. Das sind definitiv immer die besten Momente. Ansonsten ist die Kompositionsphase sehr emotional, während die Recordingphase selbst ein sehr monotoner Prozess ist, der aber auch Spaß macht. Der Worst Case war beispielsweise die Aufnahmen zum Vorgängeralbum. Ich hatte noch in einer anderen Wohnung gewohnt und die Nachbarn hatten gefühlte 40 Wellensittiche, die bereits morgens Party gemacht haben. Die Instrumente und der Gesang waren kein Problem aufzunehmen, aber wenn ich eine Akustikgitarre aufnehmen wollte wusste ich nie, ob ich Ruhe habe, oder ob irgendwann mittendrin ein Wellensittich zu hören war. Also habe ich die Mikrofone in die Gesangskabine eingebaut und die Akustikgitarre dort aufgenommen. Eigentlich nicht schlimm, aber die Gesangskabine war so klein, dass man die Gitarre fast nur senkrecht nach oben halten konnte und ich gleichzeitig in verdrehter Körperhaltung reinsteigen musste. Wenn du dann noch nach jedem Take aufstehen musst, zum Rechner gehst und alles anhörst, wieder auf Aufnahme drückst und zurückgehst, geht das irgendwann massiv auf die Nerven.“</p>
<p><strong>Prepare to Mosh</strong></p>
<p>Unsere gemeinsame Leidenschaft Gaming bietet Stoff für ganze Bücher; dennoch halten wir uns hier zurück und beschränken uns auf die Frage, ob und für welches Computerspiel Eugen Musik schreiben würde.</p>
<p>„Ich finde, dass Metalmusik gar nicht so wirklich zu den Spielen passt, die ich gerne spiele. Ich musste natürlich gerade an die Dark Souls Reihe denken, aber dazu passt es nicht. Bei dem Reboot von Doom, im Zusammenhang mit dem Flow und dem Geballer funktioniert diese Art der Musik natürlich sehr gut. Ich bin aber nicht in der Lage Musik zu dieser Art des Mediums zu machen und ich wüsste auch nicht, zu welcher Art von Spielen meine Musik passen würde. Gleiches gilt für Filmmusik, denn es ist eine andere Art und Weise Musik zu machen. Man hört auch bei Spielesoundtracks die Musik während des Spiels stundenlang (Hallo „Baldur´s Gate 3“) und dafür darf sich die Musik nicht allzu schnell abnutzen. Auch bei From Softwares´“Elden Ring“ funktionieren leichte, langgezogene Töne perfekt, während bei Bossgegnern das volle Orchester aufgefahren wird. Außerdem ist es gefährlich, denn wenn ich beispielsweise bei „Dark Souls“ zum 1000. Mal gestorben bin, kann ich diesen Track einfach nicht mehr hören, weil es mich irgendwann aggressiv macht. Anders sieht´s beim Firelink Shrine aus, denn da weißt du, dass du runterfahren kannst und alles in Ordnung ist. Bei Spielemusik passe ich.“</p>
<p>Ist aber nicht schlimm, denn „The End of My Road“ bietet genug Stoff für ein eigenes, episches Kopfkino.</p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></strong></span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse">FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>BORKNAGAR &#8211; &#8222;Fall&#8220; (Review)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/borknagar-fall-review</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2024 12:51:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amorphis]]></category>
		<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[BORKNAGAR]]></category>
		<category><![CDATA[BURZUM]]></category>
		<category><![CDATA[Dream Theater]]></category>
		<category><![CDATA[KATATONIA]]></category>
		<category><![CDATA[PARADISE LOST]]></category>
		<category><![CDATA[PROGRESSIVE ROCK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Meine Beziehung zu BORKNAGAR ist kompliziert … Als ich mich einst in die „Olden Domain“ schockverliebte, fütterte mich die Band</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/borknagar-fall-review">BORKNAGAR &#8211; &#8222;Fall&#8220; (Review)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Meine Beziehung zu <a href="https://borknagar.com/"><span style="color: #003366;"><strong>BORKNAGAR</strong></span></a> ist kompliziert …</p>
<p>Als ich mich einst in die „Olden Domain“ schockverliebte, fütterte mich die Band konstant mit neuen Superlativen. Hatte die „Archaic Course“ für mich das Gefühl von Ulver 2.0 hervorgerufen, so wurde auf der „Quintessence“ der (für mich) perfekte Spagat zwischen unheiliger Raserei, innovativen Zwischensequenzen und gänsehautartigem Gesang abgeliefert. Ein persönlicher Traum ging für mich in Erfüllung, als sich Vintersorg auf der „Empiricism“ dazu gesellte und die Gesangsfront damit auf das ultimative hievte. Leider hatte ich in den folgenden Alben genau das gleiche Problem, wie bei den Vintersorg Alben; zu viele Ideen wurden für mich in die Songs geknüppelt, zu progressiv und verschachtelt wurde das Songwriting, so dass der einstige Zauber wirkungslos bei mir verpuffte. Durch puren Zufall bekam ich die „True North“ ins Visier und es hatte sich einiges geändert; das Besetzungskarussell hatte sich intensiv gedreht und man hatte sich sowohl auf die alten Stärken als auch auf neue Tugenden besinnt. Der Gesang wurde mehr in den Fokus gesetzt und der alte Zauber wurde in gereifteres Songwriting verpackt. Meine Liebe für <span style="color: #333333;">BORKNAGAR </span>war neu entflammt.</p>
<figure id="attachment_27916" aria-describedby="caption-attachment-27916" style="width: 900px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27916 size-full" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/03/636988690195429451-900x450-1.jpg?resize=800%2C400&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="400" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/03/636988690195429451-900x450-1.jpg?w=900&amp;ssl=1 900w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/03/636988690195429451-900x450-1.jpg?resize=300%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/03/636988690195429451-900x450-1.jpg?resize=768%2C384&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-27916" class="wp-caption-text">Foto: PR, Jorn Veberg. All rights reserved</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit „Fall“ führt man den Kurs nun weiterhin fort, den man auf dem Vorgänger beschritten hat. Bereits der Opener `Summits` knallt alles, was ich an dieser Band liebe, in über 7 Minuten brachial auf den Tisch; emotionale Gitarrenarbeit, packender Gesang und im Verlauf einige Überraschungen, die für Gänsehaut sorgen. `Nordic Anthem`schreitet erhaben aus den Boxen und atmet mit jeder Pore die klare Gesangsarbeit, die BORKNAGAR für mich einzigartig macht. Beim Text kann man patriotisch denken, aber der Bezug auf die Natur führt schnell zurück zu den Black Metal Wurzeln, bei denen man sich in der Schönheit der Natur verliert und dies auf fast schon schamanistische Weise zelebriert.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=7hxKHRqCRdA" title="BORKNAGAR - Nordic Anthem (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/7hxKHRqCRdA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>wohl man auf `Afar` keinen Schritt von seinem Konzept abweicht, schießt die Wirkung irgendwie an mir vorbei; hier beginnt mein analytisches Hören, und mir erschließt sich auf den fast 7 Minuten das Konzept von Hart bis Zart, unterbrochen von melodischen und progressiven Passagen, die um nichts in der Welt in eine Schublade einsortiert werden wollen. Vielleicht habe ich mir den Song auch nur noch nicht oft genug angehört, aber die Wirkung stellt sich bei mir nicht ein. Ganz anders ergeht es mir bei den ersten Sekunden von `Moon`, das nach vorne prescht und mit einem herrlichen Gitarrensolo in der ersten Minute den Sack zu macht. Meine Spannungskurve wird in dem ruhigen Teil kurz abgebremst, ehe das Solo mich wieder erneut einfängt und mit dem Gesang in die fixe Passage entführt. Gerade das Konzept, mittendrin die Geschwindigkeit rauszunehmen und lange Songs zu schreiben, ist für mich ein zweischneidiges Schwert: entweder packt es mich komplett, oder die Aufmerksamkeit bricht bei mir auf diesem Album ein, weil es zu viel ist. So schön die sphärischen Intermezzi auch sein mögen, sie werden mir beim kompletten Durchlauf zu viel und das Mittel zum Zweck wirkt für mich (stellenweise) aufgesetzt, was mir die Wirkung von `Stars Ablaze`leider stellenweise verschließt.</p>
<p>`Unraveling` offenbart mir dann das Hauptproblem, welches ich mit dem Album habe: geile Gitarrenmelodien und nach vorne preschendes Schlagzeug werden abrupt ausgebremst, um erneut in langsame Gefilde zu verfallen; hier sehne ich mich nach der „Quintessence“ zurück, bei der man das Gaspedal mindestens eine Minute lang durchgetreten hat (Beispiel: `Ruins of Future`) und im späteren Verlauf die Überraschung eingestreut hat. Auch der Zauber von „The Archaic Course“ hätte hier weitergeträumt werden können, bei dem sowohl Geschwindigkeit als auch komplett cleaner Gesang in Einklang gebracht werden (bestes Beispiel: `Universal`). Es mag wie das Jammern eines alten Mannes klingen, der sich nach der „guten alten Zeit“ zurücksehnt, aber die Kombination aus überlangen Songs und zu schnellem Tempowechsel hinterlässt bei mir das Gefühl, nach der Auffahrt auf der mentalen Gänsehautautobahn plötzlich mit der Handbremse ausgebremst zu werden.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=8Qqv3yIOYfc" title="BORKNAGAR - Moon (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/8Qqv3yIOYfc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>`Wild Lingers` macht bereits in den ersten Sekunden seinen Standpunkt klar; ruhige Gitarrentöne werden durch ein fast bluesartiges Solo aufgewertet, während der cleane Gesang ein introvertiertes Epos abliefert, das mich wieder mit einer Gänsehaut bereichert. `Northward` ist der zehnminütige Rausschmeißer, der viel beinhaltet und mich dennoch kalt lässt, was ich aber gut finde. Eine große Stärke des Albums ist nämlich seine Langzeitwirkung und je öfter man das Album durchhört, umso mehr gibt es zu entdecken und umso besser setzen sich die Songs fest. Vielleicht kommt auch hier der Moment, in dem sich dieser Song mir eröffnet und ich mich frage, warum ich ihn nicht sofort zu schätzen wusste.</p>
<p>Lange Spielzeiten, viele Tempowechsel und keine eindeutige Genrezugehörigkeit kann man diesem Album vorwerfen, sowie die schnelle Ausbremsung der aggressiven Elemente an einigen Stellen. Ganz viel Abwechslung, emotional packender Gesang, Authentizität und eine sehr gute Langzeitwirkung stehen diesen Kritikpunkten gegenüber, die dieses Album für mich zwar nicht zum besten, aber zu einem guten BORKNAGAR Album macht. Die Songs kann ich mir einzeln jederzeit anhören, einige Songs warten noch darauf, von mir erschlossen zu werden und in Sachen Qualität ist das Jammern auf einem sehr hohen Niveau. Letzten Endes bereichert mich das Album an so vielen Stellen und lässt gleichermaßen Wünsche offen, die mich auf die weitere Entwicklung der Band neugierig machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>7,5 von 10 Punkten</strong></p>
<p><strong>Redakteur: <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.facebook.com/radunator">Sebastian Radu Groß</a></span></strong></p>
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		<title>IMPARITY &#8211; &#8222;Tales of Rust and Bones&#8220;</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-tales-of-rust-and-bones</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2023 09:18:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[ANATHEMA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Wir schreiben die 90er Jahre; die Gothic Szene erlebt ihren musikalischen Frühling, die Metalszene explodiert in verschiedene Richtungen, weil viele</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-26926" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/TalesOfRustAndBones.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/TalesOfRustAndBones.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/TalesOfRustAndBones.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/TalesOfRustAndBones.jpg?w=700&amp;ssl=1 700w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wir schreiben die 90er Jahre; die Gothic Szene erlebt ihren musikalischen Frühling, die Metalszene explodiert in verschiedene Richtungen, weil viele Bands sich ausprobieren und es entwickeln sich unterschiedliche Subgenres. Der Metal wird durch kommerziell erfolgreiche Bands aus seinem Nischendasein ans Licht gezerrt und erfährt eine breite Aufmerksamkeit. Zeitreise ins Jahr 2023; die Welt ist gebeutelt von Corona, Krieg und Naturkatastrophen. Musikalisch gibt es im Metalsektor eine große Bandbreite, die niemand mehr als Ganzes zu erfassen vermag. Es fällt daher teilweise schwer, aus diesem Überangebot eine Perle rauszufischen, da man vieles bereits gehört hat.</p>
<p>Inmitten dieser Landschaft lauert das Debüt von <span style="color: #003366;"><strong><a href="http://imparity.de/">IMPARITY</a>,</strong></span> die sich unverkennbar dem Doom verschrieben haben. Schwerfällig wälzt sich der Opener `Hermetical Seal of Light` aus den Boxen, um sich langsam zu entfalten. Der Grundpfeiler ist definitiv Black Sabbath, garniert mit einem leichten Cathedral Einschlag (minimalistisches Stoner Rock Feeling beim Solo). Keine mentale Moshpit, keine Nackenbrecher, sondern ein intensiver Trip wartet hier auf den Hörer, der sich durch das ganze Album durchziehen soll. Frontfrau Eva beschwört sowohl mit klarem, als auch mit keifendem Gesang Bilder im Kopf herauf, die nur allzu gut zum (gelungenen) Albumcover passen. Erstaunlich ist auch, dass sich einige Textpassagen sogar ohrwurmartig ins Gedächtnis fräsen, was eher untypisch für das Genre ist. `Missing Number` ist ein wunderschönes Beispiel dafür, dass einige Songs sich im Laufe der Zeit optimal entfalten können. Überwiegend klarer Gesang und tonnenschwere Riffs bilden hier das Grundgerüst, dass von gelegentlichem Gekeife zerbrochen wird. Der ruhige Mittelpart unterstreicht, dass simple Methoden zu einem atmosphärischen Ergebnis führen; einfach mal gemütlich zurücklehnen und die eingestreuten Gitarreneffekte ihren Job machen lassen funktioniert hier mehr als gut. `Rust and Debris` lullt zwar mit Stonersound ein, kommt aber dann mit seiner Doublebass in die Gänge, die von Eva&#8217;s Stimme umschmeichelt werden.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=mEm7anoBf24" title="Imparity -  The Truth Of Bones (Single 2023)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/mEm7anoBf24?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p>`The Truth of Bones` hat es mir besonders angetan, denn hier haut Eva nicht nur die komplette Bandbreite ihrer Stimme raus, sondern besonders die aggressiven Vocals hinterlassen bei mir ein zufriedenes Dauergrinsen. Die Gesangslinie „Dying alive, hiding in fear. Feeling nothing, fading away“ hallen auch noch lange nach dem Ende des Songs in meinem Kopf wider und alleine dafür liebe ich diese Scheibe. IMPARITY knallen mit `Third from the Sun` einen derartig charismatischen Song auf den Tisch, den man ihnen sofort abkauft, obwohl (oder weil?) es ein Coversong von Chrome ist. Authentischer kann man es nicht mit seinen musikalischen Zutaten machen. `Watch The World Go By` hat den Sprung von der ersten EP auf&#8217;s Debüt geschafft und eine Frischzellenkur erfahren, die sich gelohnt hat.</p>
<p>Auf diesem Album gibt es viele Dinge, die sehr gut laufen; ein sauberer Sound, der jedem Instrument seinen Platz zum Atmen lässt, ist eine Sache. Ein eigenbrötlerisches Songwriting, das zwar nicht jedem gefallen muss, aber dafür herrlich authentisch ist, gibt es hier definitiv im großen Stil. Weitere Vergleiche als oben genannt möchte ich hier bewusst nicht machen, denn man versucht nicht sich an Erfolgen großer Helden zu messen, sondern zieht hier konsequent sein eigenes Ding durch. Den Release-Termin in die dunkle Jahreszeit zu verlegen, ist ein gelungener Schachzug und wird bestimmt einige Leute gut durch viele Winternächte durchbringen. „Tales of Rust and Bones“ ist ein sehr gelungener Geheimt(r)ip geworden, der zwar seine Anlaufzeit braucht, dann aber mit vielen doomigen Momenten belohnt, denen man sich nur schwer entziehen kann.</p>
<p><strong>8 von 10 Punkten</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Redakteur: Sebastian Radu Groß</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>IMPARITY im Interview &#8211; Dunkel die Jahrenszeit, das Herz doomt</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-im-interview-dunkel-die-jahrenszeit-das-herz-doomt</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2023 10:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der Regen prasselt an die Fensterscheiben und die Sonne ist bereits lange verschwunden. Es ist ein dunkler Novemberabend im Jahr</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der Regen prasselt an die Fensterscheiben und die Sonne ist bereits lange verschwunden. Es ist ein dunkler Novemberabend im Jahr 2023, das von Kriegen, Naturkatastrophen und Zukunftsängsten gebeutelt ist. Die ersten Grippewellen rollen über das Land hinweg und Festivals und gemütliche Sommernächte sind lediglich Erinnerungen, die im Alltag zu verblassen drohen. In diesem Moment setze ich die Kopfhörer auf, schließe die Augen und begebe mich mit „Tales of Rust and Bones“ von <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://imparity.de/"><strong>IMPARITY</strong></a></span> auf eine authentische Reise durch doomige Gefilde, die mich daran erinnert, dass es in einer turbulenten Welt noch jene Geheimtipps gibt, die einem nahe gehen. Grund genug die Band in Bochum zu treffen und über Verarbeitung von Gefühlswelten, Erfüllung von Jugendträumen und Techno als Werkzeug zu plaudern. Vorhang auf für IMPARITY!</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-26933" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=248%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="248" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=248%2C300&amp;ssl=1 248w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=847%2C1024&amp;ssl=1 847w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=768%2C929&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?resize=1270%2C1536&amp;ssl=1 1270w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Proberaum.jpg?w=1482&amp;ssl=1 1482w" sizes="auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px" />Hallo, erstmal vielen Dank für eure Zeit und herzlichen Glückwunsch zu eurem ersten Album! Lasst uns eine kleine Zeitreise zu euren Wurzeln machen:&nbsp; Wie kam es zu IMPARITY?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Stefan:</span></strong> Diese Frage habe ich befürchtet (lacht). Es war 2015, nachdem ich meine allererste Band verlassen hatte, wo ich Schlagzeug gespielt habe. Eigentlich hatte ich das Schlagzeugspielen für mich aufgegeben, weil ich keine Lust mehr auf den ganzen Stress hatte. Ich war dann mit meinem Vater auf einem Konzert von Motörhead und als ich Lemmy dann live gesehen habe dachte ich mir: „Das kann noch nicht alles gewesen sein“. Ich habe also mein Schlagzeug wieder aufgebaut und übers Internet nach Leuten gesucht. Andy (Bass) hatte sich gemeldet und wir kamen ganz gut miteinander klar. Wir brauchten auch noch einen Gitarristen und Andy empfahl mir sofort Markus, der ein sehr guter Gitarrist wäre. Markus kam dann sichtlich irritiert zu unseren Proben, da er seit 15 Jahren kaum noch Gitarre gespielt hatte, aber die Chemie zwischen uns stimmte sofort. Zu dritt sind wir dann gestartet und haben lange nach einem Sänger/Sängerin gesucht, bis wir zum Glück Eva übers Netz kennengelernt haben. Sie war bereits heiß von anderen Bands umworben und hat sich aus irgendeinem Grund für uns entschieden (lacht). Musikalisch passten unsere Vorlieben für Doom mit Eva&#8217;s Gesangserfahrungen im Gothic-Sektor sehr gut zusammen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-26951 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/kokok.jpeg?resize=150%2C150&#038;ssl=1" alt="" width="150" height="150" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/kokok.jpeg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/kokok.jpeg?w=225&amp;ssl=1 225w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Wir sind dann tief in die 90er Jahre abgetaucht, hatten unsere ersten Auftritte und unsere erste EP &#8222;Watch The World Go By&#8220; gemacht. Es gab noch einige Besetzungswechsel, bis Greg (Bass) zu uns gestoßen ist, der noch einiges an musikalischen Kompetenzen mit in die Band eingebracht hat.</p>
<p><strong>Ihr habt bereits eine EP und eine Split auf dem Kerbholz. Wie hat sich die Herangehensweise bei eurem Songwriting bis zum Album entwickelt?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Markus:</span></strong> Wir drei Instrumentalisten treffen uns regelmäßig im Proberaum, Eva ist allerdings auf Grund der räumlichen Distanz seltener dabei. Während der Pandemie haben wir gelernt, vieles online zu erledigen. &nbsp;Durch Greg hat sich an der Herangehensweise einiges geändert. Früher habe ich beispielsweise eine Idee oder ein Riff gehabt, unser Bassist hat seinen Part beigesteuert, Eva den Gesang und Stefan die Drums. Damit waren wir dann fertig. Seit Greg bei uns ist, ist es vielmehr ein gemeinschaftliches Erarbeiten.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-26953" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Cover-Imparity-Dying-Dreams.jpg?resize=150%2C150&#038;ssl=1" alt="" width="150" height="150" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Cover-Imparity-Dying-Dreams.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Cover-Imparity-Dying-Dreams.jpg?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Bei der Split EP &#8222;Dying Dreams&#8220; war er noch neu an Bord und es war zusätzlich die Corona Zeit, so dass wir wenig proben konnten. Damals haben wir uns viele Ideen hin- und hergeschickt, was man den Songs teilweise auch anhört. Die Songs waren bereits fertig und Greg hat noch seine persönliche Note mit eingebracht, was auch sehr gut funktioniert hat. Bei dem Album hat immer einer eine Idee mitgebracht und wir haben dann gemeinsam im Proberaum den Song daraus entwickelt, was für uns sehr gut funktionierte.</p>
<p><strong>Eine Frage an Eva (Gesang): Wie wird der Gesang in den Song integriert? Steht bereits das fertige Stück und du kannst dann loslegen?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Eva:</strong></span> Ja, so ungefähr (lacht). Ich bin nicht immer bei den Proben dabei, weil ich in einen zweistündigen Anfahrtsweg habe und dann nur rumsitzen würde. Das macht keinen Sinn. Wenn ich den Song höre, mache ich mir Notizen, welche Assoziationen ich dabei habe. Und anhand dieser Assoziationen schreibe ich nachher den Text. Das funktioniert für mich ganz gut, ich kann die meisten Texte dann einfach so runterschreiben. Wenn ich einmal das Schema habe, dann kriege ich das schnell geschrieben. Ich brauche für mich halt den Moment, an dem ich weiß, worum es in dem Song gehen soll und dann klappt das sehr gut.</p>
<p><strong>Worum geht es in den Texten? Sind es fiktive Geschichten, oder persönlich erlebte Ereignisse?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Eva:</strong></span> Also die meisten Texte sind schon relativ persönlich, weil ich nicht der Mensch bin, der plakativ seine Gefühlswelt darlegt. Ich suche mir da meine Ideen raus und setze sie um. Beispielsweise bei `Rust and Debris` ist es relativ einfach, denn es geht um Umweltverschmutzung. Bei dem Intro hatte ich ein Dune Szenario im Kopf und habe den Rest dann darauf aufgebaut. Ich habe in einigen Texten auch Trennungen verarbeitet, aber das schreibe ich halt nicht so offensiv rein, sondern versuche die Stimmung zu transportieren.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=mEm7anoBf24" title="Imparity -  The Truth Of Bones (Single 2023)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/mEm7anoBf24?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Hand aufs Herz; was liegt euch mehr: Live Gigs oder die Songs im Kämmerlein schreiben?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Greg:</strong></span> Ich finde beides geil; die Songs gemeinsam im Proberaum zu entwickeln und dann bei Leuten zu testen, wie das live funktioniert. Anhand der Reaktionen merkt man dann, ob es ein Treffer war, oder ob man den nicht ganz so häufig spielt. Ich freue mich immer, wenn ich auf der Bühne stehen darf. Für mich ist beides gleichberechtigt. Es ist zwar grundverschieden, aber gleichermaßen wichtig.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Markus:</strong></span> Ich bin ehrlich gesagt mehr der Proberaum- und Schreibemensch. Natürlich sind Gigs zwar nicht schlecht, aber für mich wäre es nicht schlimm, wenn es keine Gigs gäbe (lacht).</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Stefan:</span></strong> Früher hatte ich eine ähnliche Einstellung wie Markus zu Liveauftritten. Nachdem wir einige Auftritte absolviert und etwas Selbstvertrauen gewonnen haben, machen mir die Auftritte schon mehr Spaß. Wir sind jetzt gut aufeinander eingespielt und können uns aufeinander verlassen auf der Bühne. Selbst wenn sich jemand mal verspielt, bekommen wir das live als Band sehr gut ausgebügelt. Gerade in den Anfangstagen bei den ersten Auftritten weißt du, dass ein Spielfehler die ganze Band rausbringen kann; das setzt dich dann zusätzlich unter Stress, was mittlerweile viel besser geworden ist. Jetzt finde ich Live-Auftritte schon richtig geil.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Eva:</strong> </span>Ich finde Live-Auftritte toll! Ich weiß noch, als wir 2017 im Proberaum darüber gesprochen haben, dass wir mittlerweile genug Material für einen Auftritt haben. Die Reaktion darüber war relativ verhalten (lacht).</p>
<p><strong>Gerade in Sachen Locations muss man als unbekannte Band aber auch erst einmal an einige Gigs rankommen. Kleinere Clubs sind da stellenweise sehr offen und gute Kontakt spielen da auch eine sehr bedeutende Rolle</strong>.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Eva:</strong></span> Wir haben das Glück, dass ich den Veranstalter vom Kult 41 in meiner Heimatstadt Bonn kenne und der Club Fördergelder bekommt. Ohne den Kontakt wäre es sehr schwer für uns geworden.</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Stefan:</span></strong> Alle unsere Konzerte basieren auf unseren persönlichen Kontakten, die wir zu den Veranstaltern haben. Als kleinere Band wirst du erst gar nicht großartig angefragt, deshalb basieren unsere Gigs zu 100% auf die Kontakte der einzelnen Bandmitglieder.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-26941 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Imparity2020-2.jpg?resize=300%2C212&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="212" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Imparity2020-2.jpg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Imparity2020-2.jpg?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2023/11/Imparity2020-2.jpg?w=900&amp;ssl=1 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gab es einen besonders schönen oder schlechten Moment, der euch in Sachen live Auftritten im Gedächtnis geblieben ist?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Eva:</span> </strong>Wir hatten insgesamt zwei richtig schlechte Gigs.</p>
<p>Stefan: Da gab es mehrere Umstände, die dazu geführt haben. Ein vom Veranstalter gestelltes Schlagzeug, das nicht mal mehr für den Schrottplatz getaugt hatte, keine Gesangsanlage und keine Monitorboxen.</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Markus:</span></strong> Da war so ein Songcontest mit drei Bands und der Veranstalter kannte bis zum Schluss nicht unseren Bandnamen. Anfangs hatte er noch vom Zettel abgelesen; als es zu der Siegerehrung kam (bei der wir gnadenlos untergegangen sind), hatte er seinen Zettel verloren und nur auf uns gedeutet und gemeint „die Band, die da vorne steht“. Schön sieht anders aus.</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Stefan:</span></strong> Letztes Jahr in Hamm und in Bonn waren sehr gute Gigs. Als kleine Band ist man gut aufgehoben und wir hatten viel Spaß; die Leute geben sich Mühe und man hat gute Technik am Start. Ich glaube, wenn diese Grundvoraussetzungen stimmen, dann kommt der Rest von ganz allein.</p>
<p><strong>Ihr habt auch bereits vor IMPARITY einige Erfahrungen gesammelt; habt oder hattet ihr weitere Musikprojekte?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Eva:</span></strong> Ich habe früher bei Traumtänzer gesungen; lustigerweise war es auch eine Bochumer Band. Irgendwie bleibe ich immer in Bochum hängen (lacht). Als ich dann Mutter geworden bin, kam es zum Bruch. Man war der Meinung, dass man als Mutter und mit Familie nicht erfolgreich durchstarten könne. Nach dieser negativen Erfahrung war ich der Meinung, dass es besser wäre, die Sache mit dem Singen komplett bleiben zu lassen. Ich habe danach noch fünf Jahre gebraucht, um auf die Idee zu kommen, erneut Musik zu machen. Ich kam 2016 zu IMPARITY und die Jungs sind einfach die nettesten.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Greg:</strong> </span>Ich habe schon eine etwas längere Historie.Wahrscheinlich ist das auch altersmäßig bedingt und ich habe einfach mehr Zeit gehabt (lacht). Das ging bei mir mit 14 über die üblichen Schülerbands los, dann habe ich Bass in einer Blues-Rock Coverband gespielt. Dort habe ich mir meine Sporen verdient und sehr viel vom damaligen Gitarristen gelernt. Später war ich in einer Thrash-Band, danach habe ich noch in einer Psychedelic-Rockband Gitarre gespielt und gesungen. Mitte der 90er Jahre hat mich dann der Technozug frontal erwischt. Dann habe ich fast 25 Jahre Techno und Acid (auch live) gemacht. Ich bin kein DJ, sondern Musiker und habe mit meinem Bruder mit Hardware und Drum Computer auf der Bühne dann Musik gemacht. Irgendwann war für mich alles gesagt, so dass ich wieder zurück zum Bass gefunden habe und in einer Stoner-Band gespielt habe, was ein großes Steckenpferd von mir ist. Leider ist das aufgrund persönlicher Differenzen auseinander gegangen und dann hat mich nach 2 Jahren Suche Stefan angeschrieben.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Stefan:</strong> </span>Ich bin durch meinen Cousin zum Schlagzeugspielen gekommen. Er hatte mich mal gefragt, ob ich nicht Lust hätte, in seiner Band zu spielen. Damals konnte ich noch gar nicht spielen, aber er hat es mir dann vieles in Ruhe beigebracht, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Außerdem habe ich seit Tag 1 Musikunterricht an den Drums genommen, was mich ebenfalls schnell nach vorne gebracht hat. Später ist es dann auseinandergegangen, was für mich aber nicht schlimm war, denn danach ging es mit IMPARITY weiter.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=tmNb20JPXvA" title="Imparity - Tales Of Rust And Bones" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/tmNb20JPXvA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Gregs musikalische Historie spielt IMPARITY in Sachen Songwriting sehr gut in die Karten. So ist der Sprung in Sachen Effekten von der EP, über die Split bis zum Album deutlich zu hören. Man hat hier das Gefühl, dass die Effekte in kleinen Dosen genau an der richtigen Stelle platziert worden sind.</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Greg:</strong></span> Im Laufe der Jahre eignet man sich auch ein gewisses Sortiment an Werkzeug und Wissen an, das man auch universell einsetzen kann. Das kann man in jeder Musikrichtung gut einbringen; IMPARITY haben mit Techno ja überhaupt nichts zu tun- Es geht nur darum, dass man an der richtigen Stelle das passende Werkzeug nehmen kann, um ein passendes Gesamtbild zu erzeugen.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Markus:</strong> </span>Wir haben uns generell stark weiterentwickelt. Unsere erste EP haben wir zwar professionell im Studio aufnehmen und mixen lassen, aber wir hatten selber noch keine Idee, wo die Reise soundtechnisch hingehen sollte. Daher klingt die Platte sehr zahm. Die Split-EP haben wir dann selbst produziert und gemixt. Wir wussten in welche Richtung der Sound gehen sollte und der Sound ist schon ein deutlicher Schritt nach vorne, aber man hört an vielen Stellen eben auch raus, dass der Mix nicht wirklich professionell ist. Lediglich das Mastern haben wir damals aus der Hand gegeben. Diese Erfahrungen und die Idee unseres eigenen Sounds haben wir dann auf unserem Album verfeinert. Durch den sehr guten Support von Markus Skroch, der unser Album dieses Mal gemixt und gemastert hat, haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt, weil er wusste, welche Vorstellung wir von unserem Sound hatten.</p>
<p><strong>Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Markus?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Stefan:</strong> </span>Markus hatte früher in der Band Hel gespielt. Das war eine relativ bekannte Pagan Metal-Band. Jetzt spielt er in der Band Ash of Ashes und ich bin seit meiner Teenager Zeit ein großer Fan seiner Musikprojekte. Ich hatte das Glück Hel einmal live sehen zu können und hatte mit Markus innerhalb meiner Redaktionstätigkeit bei metal.de gelegentlich gemailt. Dann begab es sich, dass seine neue Band Ash of Ashes zufälligerweise auf dem gleichen Label (Schattenpfade) ist wie wir, was für mich als Hel-Fanboy sehr schön ist. Als ich dann erfahren habe, dass er auch Mix und Mastering professionell anbietet, habe ich über unser Label den Kontakt mit ihm gesucht und wir haben uns dann in Wuppertal getroffen. Für uns gab es keinen Zweifel, dass wir mit ihm zusammenarbeiten wollen; wir waren sofort auf einer Wellenlänge und hatten auch schnell einen Plan von unserer Herangehensweise. Ich war anfangs etwas aufgeregt, aber mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als es so gut funktioniert hatte. Wir sind alle sehr gut miteinander klar gekommen und ich glaube das Ergebnis kann sich sehr gut hören lassen.</p>
<p><strong>Neben der Musik gibt es auch ein sehr schönes Coverartwork zu bestaunen. Zusätzlich gab es auch Pressefotos, bei denen die Bandmitglieder ein leicht abgewandeltes Cover nachspielten, wobei Eva als Nonne fungierte.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Eva:</span></strong> Die Fotos hat Maurice Matern gemacht, der bereits für unsere erste EP die Fotos gemacht hat. Ich hatte ihn mal über Facebook kennen gelernt, weil wir einen Photographen gesucht haben und seitdem unterstützt er uns.</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Stefan:</strong> </span>Er ist sehr ambitioniert und macht sich viele Gedanken, wie er was bestmöglich umsetzen kann. Er kam zu uns in den Proberaum und wir hatten zu dem Zeitpunkt bereits das Cover für das Album; er kam dann auf die Idee, das Cover mit uns nachzustellen. Eva also als Nonne und der Rest von uns unter dem Saum des Kleides verdeckt. Wir haben dann eine alte Scheune im Sauerland für das Fotoshooting nutzen dürfen und dann direkt losgelegt. Wir haben den gesamten Tag daran gearbeitet, sowohl an den Einzelportraits als auch an dem Gruppenfoto und es hat sehr gut funktioniert.</p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Greg:</span></strong> Kleine Anekdote am Rande: wir waren den ganzen Tag mit dem Shooting beschäftigt und bekamen irgendwann auch Hunger. Also haben wir kurzerhand einige Pizzen in die verlassene Scheune irgendwo im Sauerland bestellt. Der Lieferservice kam dann in den Raum rein, wo fünf Kerle und eine Frau im Latexkostüm saßen, umgeben von einer großen Fotoausrüstung und rotem Samt auf den Boden. Er war sichtlich verwirrt, aber wir konnten ihm (hoffentlich) erklären, dass es nicht das ist, wonach es aussieht (schallendes Gelächter).</p>
<p><strong>Alles ist hier noch echte Handarbeit; sei es bei der Musik, in der Cover- / Bookletgestaltung oder auch in der Promo. So kümmert sich Stefan in erster Linie um die Promo, da er stellvertretender Chefredakteur bei metal.de ist und die Connections hat, während Markus sich um die CD´s und das Vinyl kümmert. In der Zwischenzeit lockt Greg bereits mit ersten neuen Ideen für den Nachfolger, wobei man sich jetzt ganz auf den Release von „Tales of Rust and Bones“ konzentriert. Die Single `The Truth of Bones` ist bereits erschienen und am 17.11.2023 erblickt das Debütalbum das Licht der Welt. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, für IMPARITY beginnt jedoch ein neues Kapitel in der Bandgeschichte. Ich bin mir sicher, dass es viele geben wird, denen es wie mir in der Einleitung gehen wird und die die dunkle Jahreszeit mit dieser Doom-Perle würdig einläuten werden.&nbsp; </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #003366;"><span style="color: #333333;">Redakteur: </span>Sebastian Radu Groß</span></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-im-interview-dunkel-die-jahrenszeit-das-herz-doomt">IMPARITY im Interview &#8211; Dunkel die Jahrenszeit, das Herz doomt</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>AMORPHIS  &#8222;Halo&#8220; (Album Review)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/amorphis-halo-album-review</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jan 2022 11:16:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amorphis]]></category>
		<category><![CDATA[ANATHEMA]]></category>
		<category><![CDATA[KATATONIA]]></category>
		<category><![CDATA[OPETH]]></category>
		<category><![CDATA[PARADISE LOST]]></category>
		<category><![CDATA[THE GATHERING]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>AMORPHIS &#8211; „Halo“ In Zeiten von Covid 19, in denen sich die Welt falsch herumdreht und alles auf den Kopf</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/amorphis-halo-album-review">AMORPHIS  &#8222;Halo&#8220; (Album Review)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>AMORPHIS &#8211; „Halo“</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-19564" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?resize=2048%2C2048&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/AMORPHIS-Halo-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />In Zeiten von Covid 19, in denen sich die Welt falsch herumdreht und alles auf den Kopf stellt, gibt es noch einige Konstanten, die unumstößlich der Fels in der Brandung sind:<strong> <a href="https://amorphis.net/">AMOPRHIS</a></strong> tragen ihren Teil dazu bei, dass man sich auf ein hochkarätiges Album freuen darf, das gleichzeitig mit einigen Überraschungen aufwartet.</p>
<p>„Halo“ ist sehr leicht zugänglich, was Produzenten Jens Bogren dazu veranlasste, es sogar als „poppig“ zu bezeichnen. Die Band sieht es genau andersrum und erlebt es als eines der härtesten Alben ihrer Karriere; letzten Endes liegt die Antwort im Cover des Albums, das eine Anspielung auf das Ying und Yang ist; leicht zugänglich (oder poppig?) und durch die Kontraste härter (und abwechslungsreicher). AMORPHIS haben das Rad nicht neu erfunden, aber sich selbst auf diesem Album sehr intensiv erkundet. Es scheint, als habe man hier eine Selbstreflexion abgeliefert, mit der Frage: Was macht uns eigentlich aus? Sind es die atmosphärischen Elemente des Wechselgesangs (`Northwards`), der Mut zu Experimenten (`On The Dark Waters`), unsere eingängigen Ohrwurmriffs (`The Moon`) oder die Kunst, unsere Stärken auf den Punkt zu bringen und zu bündeln (`A New Land`)?</p>
<p>Als Antwort ist ein Gesamtkunstwerk heraus gekommen, das sämtlichen Facetten der Band in einem modernen Licht erstrahlen lässt, ohne auf Überraschungen, Gänsehautmomente und das bekannte AMORPHIS Feeling zu verzichten. Knackige Gitarrenwände mit eingängigen Melodien? Check. Charismatischer (Wechel-) Gesang? Check. Atmosphärische Keyboards? Check. Eingestreute Nuancen, um den Hörer zu überraschen (Frauengesang, Chor)? Check. Auch wenn „Halo“ sehr zugänglich geworden ist, vergisst es nie seine Wurzeln und gelegentlich blitzen bei einer Synthesizer-Melodie Momente der „Elegy“ in den Synapsen auf, während die Gitarrenmelodien sogar ein kurzes Augenzwinkern zur unsterblichen „Tales From The Thousand Lakes“ erlauben.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="AMORPHIS - The Moon (OFFICIAL MUSIC VIDEO) | Atomic Fire Records" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/EU5A5nqojYo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Obwohl das Album sehr gut zugänglich ist, gibt es hier sehr viel zu entdecken. Orchestrale Arrangements, spacige Keyboards und einige verträumte Momente, ohne den Härtegrad herunter zu schrauben. Ein besonderes Kompliment muss man Sänger Tomi Joutsen machen, dessen Stimme in absoluter Topform ist: einfühlsam geschmeidig (jeder Refrain des Albums ist Gänsehaut pur) und gleichzeitig brutal in den tiefen Lagen. Der beste Beweis, dass man seine Stärken immer noch steigern kann.</p>
<p><strong>Fazit</strong>:<br />
Selten habe ich ein Album gehört, bei dem eine Band nicht nach neuen Ufern strebte, sondern einfach ganz bei sich sein wollte und gleichzeitig so viel zu sagen hatte. „Halo“ ist das beste Beispiel dafür, dass es immer noch Konstanten im Leben gibt, die unumstößlich fest im Leben verankert sein sollten und gleichzeitig durch Selbstreflexion einen großen Schritt nach vorne in seiner eigenen Entwicklung machen kann. Mehr AMORPHIS auf einem Album geht einfach nicht, deshalb sämtliche Daumen nach oben und Höchstpunktzahl gezückt!</p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>10 von 10 Punkten</strong></span></p>
<p>Redakteur: <span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="AMORPHIS - Halo Documentary EP03: Guitars &amp; Bass (OFFICIAL DOCUMENTARY) | Atomic Fire Records" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/yYSVHpEBZWs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
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		<title>NORTHERN SILENCE SPECIAL</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/northern-silence-special</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2022 09:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[ALCEST]]></category>
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		<category><![CDATA[NORTHERN SILENCE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Metalheadz des älteren Semesters kennen noch die Zeiten, in denen es kein Internet, YouTube und Social Media gab. EMP und</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Metalheadz des älteren Semesters kennen noch die Zeiten, in denen es kein Internet, YouTube und Social Media gab. EMP und NUCLEAR BLAST waren unsere Bibel, bei denen man regelmäßig seine Sammlung aufstockte. Fans des erlesenen Black Metals erfreuen sich seit 2003 an dem Label <strong><a href="https://store.northern-silence.de/de/">NORTHERN SILENCE</a></strong>, das neben einem extrem abwechslungsreichem Angebot (von räudig, bis symphonisch &#8211; alle Black Metal Arten sind vertreten) auch noch den alten Spirit lebt: mit Herzblut präsentierte Bands, teilweise limitierte Sammlerstücke und ein schöner Mix aus Vinyl, CD und Shirts. Wir sprachen mit <strong>Torsten</strong> von NORTHERN SILENCE über sein langjähriges Soloprojekt, Sammelleidenschaft und einigen Bands.</p>
<p><strong>Hallo Torsten und erstmal vielen Dank für deine Zeit! Bitte stelle den Leuten, die Northern Silence noch nicht kennen, kurz vor.</strong></p>
<p>Das Label wurde 2003 von mir gegründet und wird seitdem als „Soloprojekt“ betrieben. Die ersten beiden Releases waren ein exklusives Nåstrond Shirt und Endstille’s «Frühlingserwachen» Album auf Vinyl in 2003. Danach ging es stetig bergauf, mit etwa 10-15 Neuveröffentlichungen pro Jahr. Zu den nennenswertesten Releases der Anfangsjahre gehören u.a. Katatonia’s „Brave Murder Day“ Album auf Vinyl sowie die Debut-Veröffentlichungen von Amesoeurs, Fen und Nasheim.</p>
<p><strong>Erzähl uns bitte noch etwas über die Entstehungsgeschichte; wie kam es zur Gründung und wie hat sich alles entwickelt?</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-19504 size-medium" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Katatonia.jpg?resize=300%2C297&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="297" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Katatonia.jpg?resize=300%2C297&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Katatonia.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Katatonia.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ich war seit Mitte der 1990er Jahre Vinylsammler und hatte durch viel Tauscherei und Schnäppchenjagd auf eBay und anderswo eine beachtliche Menge an Black Metal Tonträgern gesammelt, die ich zum Teil doppelt besaß und wieder verkaufen oder tauschen konnte. Als Sammler ist man ja darauf bedacht, Raritäten im bestmöglichen Zustand zu ergattern, und nicht ganz so schöne Exemplare wieder loszuwerden. So hatte sich im Verlauf einiger Jahre ein kleiner Mailorder entwickelt, der vor allem als Anlaufstelle für Sammler von Black Metal Raritäten galt. Dadurch, dass ich Gewinne immer wieder in neue Einkäufe steckte, wuchsen sowohl Bestand als auch Kundenstamm immer weiter. 2003 fasste ich schließlich den Entschluss, künftig mein eigener Chef zu sein und schlug den Weg in die Selbständigkeit ein.</p>
<p><strong>Bei dem Namen Northern Silence musste ich direkt an die <a href="https://katatonia.com/">Katatonia</a> EP „Jhva Elohim Meth“ und den Song `The Northern Silence` denken. War das der Grund für die Namensgebung? Schließlich passt es von der Atmopshäre und den Bands sehr gut (extrem vielschichtiger Black Metal mit tonnenweise melodischen Einflüssen).</strong></p>
<p>Das war tatsächlich der Grund. Katatonia waren Mitte der 90er meine absolute Lieblingsband, und „Dance of December Souls“ ist nach wie vor für mich das beste Album aller Zeiten. Wie sich im Laufe der Zeit herausstellte, hat „Northern Silence“ noch eine weitere signifikante Bedeutung für mein Leben, auf die ich hier jedoch nicht näher eingehe, weil sie nichts mit Musik zu tun hat.</p>
<p><strong>Ihr habt eure Homepage aktualisiert und dadurch ist es um einiges komfortabler geworden bei euch zu bestellen. Hat sich durch die Umgestaltung eurer Homepage etwas bei euren Kunden getan bzw. gab es Feedback nach eurer Umgestaltung?</strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Das Feedback zum neuen Shop war durchgehend positiv. Wenn man bedenkt, dass wir da alles in allem rund 25.000 Euro reingesteckt haben und auch die laufenden Kosten nicht ohne sind, sollte sich das aber auch bezahlt machen. Von diversen kleineren Macken abgesehen erleichtert er uns unsere Arbeit jedenfalls ungemein im Vergleich zu früher.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Corona hat die Welt stellenweise zum Stillstand gebracht; massig Konzerte/Festivals liegen brach und viele Künstler nutzen die Möglichkeit, neue Alben aufzunehmen. Macht sich das bei Northern Silence ebenfalls bemerkbar?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-19536" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Caladan-Brood.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Caladan-Brood.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Caladan-Brood.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Caladan-Brood.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Caladan-Brood.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Caladan-Brood.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wir merken davon nur insofern etwas, als dass die Anzahl an Bestellungen merklich zugenommen hat. Das wiederum bietet uns die Möglichkeit, mehr Alben zu veröffentlichen und dadurch mehr Bands bekannter zu machen. Von daher hat das Ganze für uns mehr Vor- als Nachteile, wenn man mal davon absieht, dass aktuell kaum bzw. keine Konzerte und Festivals stattfinden, und dass Vinyl pressen lassen mittlerweile fast so lange dauert wie eine Schwangerschaft.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Wie hast du die Anfänge und den aktuellen Stand der Corona Pandemie persönlich erlebt? Gab es für dich viele Einschränkungen, oder war es eher lästiges Beiwerk?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Es gab und gibt bei mir bzw. uns keine nennenswerten Einschränkungen. Die Sache wäre hier keinem großartig aufgefallen, wenn das Thema nicht von Politik und Medien derart aufgebauscht worden wäre.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Ich kann mir vorstellen, dass sehr viele Künstler bei Northern Silence eher auf Albumveröffentlichungen, als auf Konzerte setzen. Wie empfindest du das?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Das ist tatsächlich so, und wir haben auch viele Solo-Projekte unter Vertrag, wo sich Live-Auftritte von vornherein sowieso ausschließen, außer vielleicht bei Dungeon Synth. Unabhängig davon sind meine Mitarbeiter Lee und Caro jedoch beide aktiv, was die Organisation von Konzerten und Festivals angeht. Deshalb sollte es auch kein Problem sein, unseren Bands Live-Auftritte zu ermöglichen, sobald der gegenwärtige Ausnahmezustand beendet ist.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Lass uns einen kleinen Blick auf die aktuellsten Releases werfen:</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #000000;"><a href="https://gelure.bandcamp.com/">GELURE</a>: extrem atmosphärischer Ambient Soundtrack, der von der Welt Akulon handelt. Keine Gitarren, kein Geballer, ausschließlich Atmosphäre, die mich innerhalb weniger Sekunden komplett gepackt hat. Erzähl uns bitte etwas über die Geschichte zwischen Northern Silence und GELURE.</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-19516 size-medium" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Galure-CandlelightTomes-Cover-for-Promotion.jpg?resize=300%2C280&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="280" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Galure-CandlelightTomes-Cover-for-Promotion.jpg?resize=300%2C280&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Galure-CandlelightTomes-Cover-for-Promotion.jpg?resize=1024%2C955&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Galure-CandlelightTomes-Cover-for-Promotion.jpg?resize=768%2C716&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Galure-CandlelightTomes-Cover-for-Promotion.jpg?resize=1536%2C1433&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Galure-CandlelightTomes-Cover-for-Promotion.jpg?w=1606&amp;ssl=1 1606w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Lee hat mich quasi dazu überredet, das Portfolio von Northern Silence um Dungeon Synth Releases zu erweitern. Ich bin etwas reserviert, was diese Sparte angeht, doch es gibt auch Projekte, die mir sehr gut gefallen. Gelure war eines davon, weshalb ich dem Künstler angeboten habe, die Alben auf CD zu veröffentlichen, nachdem ich „The Candlelight Tomes“ auf Youtube gehört hatte. Musik- und artworktechnisch gefällt mir Gelure mit am besten von den ganzen neueren Dungeon Synth Projekten. Ansonsten mag ich eher Klassiker wie Mortiis oder Depressive Silence, bzw. neuere Bands, die in die gleiche Richtung gehen, wie Old Sorcery, Thangorodrim oder auch Mirthquell.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;"><a href="https://auclairdelune-northernsilence.bandcamp.com/">AU CLAIR DE LUNE</a>: erinnern mich an eine Mischung aus alten <a href="http://www.alcest-music.com/home/spiritual-instinct">Alcest</a> und der ersten <a href="https://octobertide.net/">October Tide</a> („Rain Without End“) Scheibe. Was denkst du über den Vergleich </span><span style="color: #000000;">und wie kam der Kontakt zustande?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19519 size-medium alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Au-Clair-de-Lune.jpg?resize=300%2C280&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="280" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Au-Clair-de-Lune.jpg?resize=300%2C280&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Au-Clair-de-Lune.jpg?resize=1024%2C955&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Au-Clair-de-Lune.jpg?resize=768%2C716&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Au-Clair-de-Lune.jpg?resize=1536%2C1433&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Au-Clair-de-Lune.jpg?w=1606&amp;ssl=1 1606w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Der Vergleich trifft den Nagel auf den Kopf. Genau das Gleiche dachte ich auch, und da ich die alten Alcest Sachen mag, und das October Tide Debut seit seiner Veröffentlichung sehr schätze, spricht mich auch Au Clair de Lune sehr an. Auch hier habe ich dem Künstler geschrieben, nachdem ich das Debut gehört hatte. Es war wohl ursprünglich geplant, es über ein anderes Label zu veröffentlichen, aber letztlich entschied er sich doch für Northern Silence.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;"><a href="https://www.facebook.com/blackghostbath/">GHOST BATH:</a> mittlerweile über Nuclear Blast vertrieben, aber eine schöne Digi Box über die Northern Silence Jahre bei euch erhältlich. Habt ihr noch Kontakt miteinander?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Wir stehen nach wie vor in Kontakt mit der Band und wünschen ihnen viel Erfolg mit den zukünftigen Releases, die dann weltweit über Nuclear Blast erscheinen. Stilistisch haben sie sich ziemlich vom Moonlover Album entfernt, das für uns das Highlight ihrer Diskografie ist. Von daher fällt der Abschied nicht so schwer, und es kommen ja auch immer herausragende neue Bands zu uns, wie Faidra, Los Males Del Mundo oder Autumn Nostalgie, um nur drei zu nennen.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-19523" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Artefacts-Digi-CD-MockupYtS3ERQARK0Xc.jpg?resize=300%2C213&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="213" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Artefacts-Digi-CD-MockupYtS3ERQARK0Xc.jpg?resize=300%2C213&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Artefacts-Digi-CD-MockupYtS3ERQARK0Xc.jpg?resize=1024%2C728&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Artefacts-Digi-CD-MockupYtS3ERQARK0Xc.jpg?resize=768%2C546&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Artefacts-Digi-CD-MockupYtS3ERQARK0Xc.jpg?w=1300&amp;ssl=1 1300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><a href="https://www.facebook.com/Beloreofficial">BELORE</a>: Mittlerweile das 2. Album, das Freunde von SUMMONING schnell in den Bann ziehen wird. Erzähl uns bitte etwas über die Entstehung des 2. Albums und wie eure Zusammenarbeit läuft.</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Über die Entstehung kann Aleevok sicher mehr erzählen. Unsere Zusammenarbeit läuft hervorragend. Er ist ein sehr netter Zeitgenosse, ein hervorragender Musiker und Songwriter, und er nimmt uns auch layouttechnisch die Arbeit für seine Releases ab. Besser könnte es also nicht laufen. Wir hoffen, dass wir Belore in Zukunft auch für Liveauftritte nach Deutschland holen können. Es ist in jedem Fall geplant, und Gastmusiker sind wohl auch bereits vorhanden.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;"><a href="https://www.facebook.com/CanBardd/">CÂN BARDD</a> ist ebenfalls ein Leckerbissen für Summoning Freunde, wartet beispielsweise `Une Couronne de Branches` auch mal locker mit 10 Minuten Spielzeit auf, die viel zu schnell verstreichen. Kannst du dich hier noch an den beginn eurer Zusammenarbeit erinnern und was hat sich seit den Anfängen verändert?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-19530 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/CAN-BARDD.jpg?resize=300%2C192&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="192" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/CAN-BARDD-scaled.jpg?resize=300%2C192&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/CAN-BARDD-scaled.jpg?resize=1024%2C655&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/CAN-BARDD-scaled.jpg?resize=768%2C491&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/CAN-BARDD-scaled.jpg?resize=1536%2C983&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/CAN-BARDD-scaled.jpg?resize=2048%2C1310&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/CAN-BARDD-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/CAN-BARDD-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ich glaube, der Kontakt damals kam über Adje von Black Metal Promotion zustande, von dem ich den Tip bekommen hatte. Malo ist als Musiker und Songwriter sehr schnell gereift, und er weiß ziemlich genau, was er tut bzw. tun muss, um Cân Bardd Stück für Stück bekannter und erfolgreicher zu machen. Für mich hat sich an der Zusammenarbeit nichts geändert, da mir egal ist, wie bekannt oder erfolgreich ein Musiker oder eine Band ist. Viel wichtiger ist der Mensch an sich und die Qualität der Musik. Vielleicht nehmen wir auch deshalb primär Newcomer unter Vertrag, die uns vielversprechend erscheinen, und eher seltener Bands, die bereits etabliert sind.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Mit <a href="https://www.facebook.com/EminenzOfficial">EMINENZ</a> hatte wohl kaum noch jemand gerechnet. Das letzte Mal hatte ich die „The Blackest Dimension“ in den Händen, wobei ich die „Exorial“ immer noch extrem liebe. Wie kam es zu diesem überraschenden Release und hattet ihr die letzten Jahre über Kontakt?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-19528" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/EminenzDigi.jpg?resize=300%2C210&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="210" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/EminenzDigi.jpg?resize=300%2C210&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/EminenzDigi.jpg?resize=1024%2C717&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/EminenzDigi.jpg?resize=768%2C538&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/EminenzDigi.jpg?resize=130%2C90&amp;ssl=1 130w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/EminenzDigi.jpg?w=1300&amp;ssl=1 1300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die Jungs von Eminenz wohnen praktisch um die Ecke und wir kennen uns seit rund 25 Jahren. Insofern war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die erste Eminenz Veröffentlichung über Northern Silence erscheint. Beim neuen Album hat alles gepasst – Musik, Artwork, Produktion, und natürlich die freundschaftliche Interaktion mit den Bandmitgliedern selbst. Eminenz haben vor allem in Sachsen eine sehr große und treue Anhängerschaft, und durch die Zusammenarbeit mit Northern Silence können sie nun auch international etwas an Bekanntheit zulegen.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Mein erster Kontakt mit <a href="https://www.facebook.com/faidrablackmetal">FAIDRA</a> war mit dem Song `A Pact among Wolves`, der zwar nicht das gesamte Album wieder spiegelt, aber die Mischung aus Dreck und Atmosphäre sehr gut zur Geltung bringt. Erzähl uns bitte etwas über die Zusammenarbeit.</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-19532 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/faidra-cover.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/faidra-cover.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/faidra-cover.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/faidra-cover.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/faidra-cover.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/faidra-cover.jpg?w=1512&amp;ssl=1 1512w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Der Mann hinter Faidra hatte mir seinerzeit zwei Songs geschickt und gefragt, ob ich Interesse hätte, sein Album zu veröffentlichen. Ich fand sehr vielversprechend, was er bis dahin komponiert hatte, und wir tauschten uns aus, bis das Album fertiggestellt war. Auch er ist ein überaus angenehmer und unkomplizierter Zeitgenosse und es freut mich sehr, dass er mit seiner Musik die ihm gebührende Anerkennung erntet. Wir sind schon sehr gespannt auf das nächste Album, das im Laufe des Jahres fertiggestellt werden soll.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;"><a href="https://www.facebook.com/EmynMuil">EMYN MUIL</a> haben mit „Afar Angathfark“ einen weiteren Tolkien Klassiker abgeliefert, der sehr nah an Summoning dran ist. Bereits viele Jahre ist das Projekt bei euch zuhause und sowohl die Musik, als auch die Aufmachung lassen das Herz jedes Black Metal Vinyl Sammlers höher schlagen. Hat sich im Laufe der Jahre etwas an eurer Zusammenarbeit verändert?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-19534" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Emyn-Muil.jpg?resize=235%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="235" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Emyn-Muil.jpg?resize=235%2C300&amp;ssl=1 235w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Emyn-Muil.jpg?resize=803%2C1024&amp;ssl=1 803w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Emyn-Muil.jpg?resize=768%2C980&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Emyn-Muil.jpg?resize=1204%2C1536&amp;ssl=1 1204w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Emyn-Muil.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w" sizes="auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px" />Da hat sich nichts geändert. Die Zusammenarbeit läuft tadellos. Saverio ist nicht nur ein begnadeter Musiker und Songwriter, sondern auch unglaublich talentiert, was die grafische Gestaltung angeht. Er hat gerade für drei weitere Alben bei uns unterschrieben, und neben Emyn Muil werden wir demnächst auch sein vorheriges Projekt Valtyr in einer limitierten Auflage auf CD veröffentlichen, das zuvor nur in zwei kleinen Auflagen als Eigenrelease erschienen war.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Wahrscheinlich wirst du das oft gefragt, aber ich kann es mir nicht verkneifen: werden <a href="https://caladanbrood.bandcamp.com/album/echoes-of-battle">CALADAN BROOD</a> jemals wieder etwas veröffentlichen, oder war mit dem großartigen „Echoes of Battle“ bereits alles gesagt?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Das hängt wohl einzig und allein von Jake ab. Wir bekommen noch immer regelmäßig Anfragen von Fans und können nur hoffen, dass er und Sven irgendwann noch mehr Material für Caladan Brood schreiben.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Gleiche Frage, andere Band: wie schaut´s mit <a href="https://gallowbraid-northernsilence.bandcamp.com/">GALLOWBRAID</a> aus?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-19539 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Gallowbraid.jpg?resize=300%2C172&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="172" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Gallowbraid.jpg?resize=300%2C172&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Gallowbraid.jpg?resize=1024%2C587&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Gallowbraid.jpg?resize=768%2C440&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2022/01/Gallowbraid.jpg?w=1162&amp;ssl=1 1162w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gleiche Antwort. Ich glaube, es hat für Jake keine Bedeutung, wie erfolgreich er mit seiner Musik sein kann, oder dass er mühelos davon leben könnte. Er macht das, was sich für ihn gut und richtig anfühlt, und scheinbar liegt sein Fokus im Moment auf anderen Dingen. Das respektieren wir, auch wenn wir, wie so viele andere, neue Alben von Gallowbraid und Caladan Brood herbeisehnen.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Ihr habt auch sehr cooles Merchandise bei euch; gibt es eigentlich ein bestimmtes Merchandise, was du persönlich besonders gern bevorzugst? Ich selbst bin großer Longsleeve und Shirt Fan und gelegentlich auch Flaggen; mit Pins und Aufnähern kann ich zum Beispiel gar nichts anfangen.</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Ich bin da sehr unkompliziert und trage im Sommer T-Shirts oder Tank Tops und wenn‘s kälter wird Longsleeves oder Sweatshirts. Meine Kutte hatte ich seit über 20 Jahren nicht mehr an, aber ich kann den Reiz schon nachvollziehen, weshalb wir inzwischen auch Patches und Metalpins einiger unserer Bands im Programm haben.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Von mir aus abschließend noch einmal ein großes Dankeschön für deine Zeit und weiterhin alles Gute für NORTHERN SILENCE! Noch einige abschließende Worte an unsere Leser?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Es sind gerade sehr unschöne Dinge in Gange in Deutschland und weltweit. Haltet zusammen und lasst euch nicht spalten. Die Musik eint uns, egal welche Sprache, welche Hautfarbe oder welchen Impfstatus ein Mensch hat. Die gegenwärtigen Ausnahmezustände gehen irgendwann vorbei, doch die Musik bleibt. Vielen Dank für’s Interview und metallische Grüße an eure Leser!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es führte durch das Interview: <span style="color: #003366;"><strong>Sebastian Radu Groß (Chefredakteur &#8211; NIC NordMensch in Concerts Online Magazine)</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="City of Azure Fire" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/N-ZN98yAQuo?list=OLAK5uy_nyIHAP2yxrSuKUet4L2FNIzhweELnCOyc" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/northern-silence-special">NORTHERN SILENCE SPECIAL</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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		<title>KATATONIA im LIVE STREAM (Nachbericht)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/katatonia-im-live-stream</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2020 10:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Prog Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Eigentlich habe ich mich auf KATATONIA schon im Vorfeld gefreut, denn sie sollten auf meinem Lieblingsfestival, dem PARTY SAN, auftreten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/katatonia-im-live-stream">KATATONIA im LIVE STREAM (Nachbericht)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Eigentlich habe ich mich auf <span style="color: #003366;"><strong>KATATONIA </strong></span>schon im Vorfeld gefreut, denn sie sollten auf meinem Lieblingsfestival, dem <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="https://www.party-san.de/news">PARTY SAN</a></strong></span>, auftreten. Über Corona an sich, muss man nicht weitere Worte verlieren, und so machte man aus der Not eine Tugend und gab im <span style="color: #003366;">Studio Gröndahl</span> ein Live-Konzert, das man gegen einen lächerlichen Ovulus von 10,00 € nicht nur bestaunen, sondern auch noch 30 Tage lang auf <span style="color: #003366;"><strong>BLACKBOX</strong></span> streamen kann. Vorhang also auf, für den etwas anderen Konzertbericht:</p>
<p>„Wir können euch zwar nicht sehen, aber wir wissen, dass ihr da draußen seid.“ Die Worte von Sänger Jonas beschreiben ganz gut, wie ungewöhnlich dieses Konzert für KATATONIA ist; keine Reaktionen, keine live Atmosphäre und auch keine Fangesänge. Auch wenn amn betont, wie nervös man eigentlich ist, merkt man es der Truppe zu keiner Sekunde an. Ohne Vorwarnung kracht `Lethean`vond er „Dead End Kings“ Scheibe in astreiner Soundqualität aus meinen Boxen und eröffnet ein herrliches Set, bei dem auch Fanwünsche mit eingeflossen sind. Auch wenn amn leider nicht inmitten Gleichgesinnter steht, so wurde hier mit sehr viel Liebe zum Detail vorgegangen, um eine möglichst authentische Live Atmosphäre zu zaubern. Lichteffekte und typisches KATATONIA Stageacting sind ebenso an Bord, wie verschiedene Kameraperspektiven und eine professionelle Umsetzung, die man beispielsweise von Rockpalast kennt. Auch wenn ich zuhause statt in der gefüllten Konzerthalle sitze, knallt die Gänsehaut zu `Teargas`ebenso schonungslos rein, während die Party in Sekundenbruchteilen über den Chat den Server in die Knie zu zwingen droht. Liebesbekundungen aus Chile, Mexico, Deutschland und vielen anderen Ländern erreichen die Band vielleicht nicht direkt beim Gig, scheinen aber auf wundersame Weise ihre Wirkung nicht zu verfehlen, denn KATATONIA liefern ab. Kaum zu glauben, dass sie in ihren Anfangstagen live kacke und auf Platte zum Niederknien waren; davon ist spätestens seit der „Night is The New Day“ Originaltour nichts mehr zu sehen und man konnte sich live stets steigern. Mit `Deliberation`würdigt man die „Great Cold Distance“, nachdem man die „Fall of Hearts“ mit `Serin` bedacht hat. So ein Wohnzimmer Gig hat auch Vorteile, denn es gibt keine Schlangen bei der Bar und gemütlicher geht es kaum. Dennoch ersetzt es natürlich nicht das live Erlebnis. Mit der Weltpremiere von `Winter of our Passing` vom aktuellen Album, wurden meine persönliche Gebete erhört und spätestens hier meine mentale Moshpit (inklusiver Ganzkörpergänsehaut) serviert. KATATONIA haben Blut geleckt und schieben mit `Ghosts of the Sun` den aggressiven Opener der „Viva Emptiness“ nach, was meine Boxen schnell an ihre Belastungsgrenzen bringt. Statt der gewohnten Jubelschreie in der Konzerthalle herrscht gespenstische Stille, was der Stimmung keinen Abbruch tut.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Katatonia - The Winter of our Passing OFFICIAL VIDEO" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/P2H4tCc9E3U?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Man schaltet mit `Racing Heart` in den Entspannungsmodus, wobei mich die Gesangsleistungen ehrfürchtig staunen lassen, die den Song direkt in die Hirnrinde tragen. Mit `Soil´s Song` geht es zurück ins Jahr 2006, ehe `Old Heart Falls`mir vor Augen führt, welche großartige Entwicklung die Schweden im Laufe ihrer Karriere durchlaufen haben. Mit `Forsaker` hat der Schmusekurs ein Ende, denn die Symbiose aus Melancholie und Kraft kracht auch heute noch sehr intensiv aus den Boxen direkt in die Seele. `Tonight´s Music` hatte damals den Weg zum neueren Stil klar aufgezeigt und ist sehr gut gealtert. Mit „Words are stones in my mouth“ meißelt Jonas zielsicher die Textzeilen von `Decima`in den Gehörgang, ehe es mit `Leaders` zurück in die Kälte geht. Eigentlich müsste man sich jetzt bereits an den Live Stream gewöhnt haben und denken, man habe sein Pulver verschossen; `Lacquer` belehrt mich rasch eines besseren und lässt „City Burials“ präzise in das Set mit einfließen. Auch wenn mir die Albumversion von `Omerta ` besser gefällt ist es schön, sie mal live zu hören. Mit `My Twin` hat man natürlich ein Heimspiel, ehe man mir mit `Unfurl`ein Riesengeschenk macht. Während ihrer Akustiktour klang er schon geil, aber das hier legt nochmal eine Schippte drauf. Man bleibt auf dem `Great Cold Distance`Trip und knallt `July`auf den Tisch, was meine Synapsen schnell erneut auf Betriebstemperatur bringt. `Evidence` war auch auf meiner Wunschliste für jede Setlist, und sie wird mehr als erfüllt. Als Nachtisch wird noch `Behind The Blood`serviert, ehe der Timer 01:46:23 und der Bildschirm das Bandfoto anzeigt.</p>
<p>Normalerweise würde ich jetzt an die Bar gehen, mich mit Gleichgesinnten unterhalten und den Merch Stand leer räumen. Stattdessen lausche ich dem Babyfon, stelle mein leeres Bier weg und verkrieche mich langsam in mein Bett. Ja, es tut sehr weh, dass dieses Jahr kein Festival ist. Ja, es fühlt sich auch immer noch kacke an, nicht mittendrin zu stehen und die Musik intensiver zu fühlen. Aber das Konzert hat meinen Akku für einige Wochen wieder aufgeladen. Ein kurzer Chat mit Gleichgesinnten, eine sehr schöne live Performance und meine danach angelegte Großbestellung auf der Bandseite sind definitiv eine sehr schöne Alternative zum Rumjammern und Wehklagen. Es wird noch etwas dauern, bis wir Konzertluft schnuppern können. In der Zwischenzeit unterstützt was ihr liebt und gönnt euch so einen Livestream! Die Bands freuen sich und es lohnt sich, denn auch wenn es nur auf dem Monitor ist, so spürt man das Herzblut zu jeder Sekunde. Und darum geht es schließlich in der Musik.</p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Setlist:</span></strong><br />
Lethean<br />
Teargas<br />
Serin<br />
Deliberation<br />
Winter of our Passing<br />
Ghosts of the Sun<br />
Racing Heart<br />
Soil´s Song<br />
Old Heart falls<br />
Forsaker<br />
Tonight´s Music<br />
Decima<br />
Leaders<br />
Lacquer<br />
Omerta<br />
My Twin<br />
Unfurl<br />
July<br />
Evidence<br />
Behind The Blood</p>
<p>Berichterstattung: <span style="color: #000080;">Sebastian Radu Groß</span></p>
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		<title>ALCEST &#8211; &#8222;SPIRITUAL INSTINCT&#8220;</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/alcest-spiritual-instinct</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2019 19:53:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CD Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>ALCEST dürfte mittlerweile vielen Leuten ein Begriff sein. „Introvertierter Black Metal“ beschreibt den Sound dieser Band recht gut, in dem</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong><a href="https://www.alcest-music.com/">ALCEST</a> </strong>dürfte mittlerweile vielen Leuten ein Begriff sein. „Introvertierter Black Metal“ beschreibt den Sound dieser Band recht gut, in dem die Franzosen verwurzelt sind und deren Weg sie konsequent gegangen sind. Meine erste Begegnung mit ihnen war „Écailles de Lune“, die meine stillen Gebete nach einer ausbalancierten Symbiose aus melodischem und gleichzeitig räudigem Black Metal erhörte. Musik, Cover und Produktion stimmten hier einfach perfekt und eröffneten mir gleichzeitig den Horizont zu der Band Les Discrets, die ich auch gemeinsam sehen und interviewen durfte. Dabei lernte ich Songwriter Neige als spirituellen und gleichzeitig sympathischen Zeitgenossen kennen, der losgelöst von der Religionsrichtung auf der Suche nach spiritueller Selbstfindung war, die er mit ALCEST vertont.</p>
<p>Auf ihrem sechsten Album „Spiritual Instinct“ wird diese Selbstfindung auf den Punkt gebracht. Statt ausufernden Intros oder üppigen Soundcollagen, setzt man hier auf minimalistische Mittel: erdige Gitarrenriffs greifen mit rockigem Charme nach der Aufmerksamkeit des Hörers, ehe sich die gesamte Schönheit über den Hörer ergießt. Natürlich sind auch die zerbrechlichen Gitarrensounds wieder an Bord und auch die aggressiven Vocals sind vorhanden, aber der Fokus liegt hier klar auf Neige´s klarem Gesang und einprägsamen Melodien. Getreu dem Motto „weniger ist mehr“ haben Neige und Winterhalter Songs geschrieben, die eine Weiterentwicklung von ALCEST klar aufzeigen; der Hörer wird nicht mehr so eingelullt wie bei der „Les Voyages de l`Ame“, aber auch nicht so poppig bedient wie auf „Shelter“. Die Aggression findet im Hintergrund statt, man kommt bei dem Songwriting schnell auf den Punkt und schafft es gleichzeitig, schneller eine Gänsehautatmosphäre zu fabrizieren. Der klare Gesang von Neige ist dabei ganz klar der Haupttrumpf, dessen man sich auch ausgiebig und gekonnt bedient. Einfühlsame Textpassagen, gedoppelte Gesangslinien oder einfach nur das Zusammenspiel mit den Gitarren und dem Schlagzeug lassen bereits beim ersten Durchlauf eine beherzte Atmosphäre aufkommen, die gleichzeitig ihre Langzeitwirkung nicht verfehlt.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="ALCEST - Sapphire (OFFICIAL MUSIC VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/69fnUZhV8SI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch den Black Metal Riffs steht die klare Produktion und die geerdete Atmosphäre sehr gut (`Les Jardins De Minuit`). Das stampfende `Protection` beweist das Talent für groovige Riffs, und gleichzeitig erhabene Melodien, während `Sapphire` bereits vor der Albumveröffentlichung als Dauerbrenner im Netz fungierte. Durch den Wechsel von Prophecy zu Nuclear Blast bekam man das Budget, ein sehr atmosphärisches Video dazu zu drehen. Schon fast erschreckende Elektrosounds leiten `L´lle Des Morts` ein, gleiten dann aber schnell zurück auf die vertraute ALCEST Schiene und spielt auf 9 Minuten sämtliche Trümpfe dieser Band aus. `Le Miroir` entführt in eine sehr atmosphärische Soundcollage, die bereits auf der „Écailles de Lune“ ausgiebig zelebriert wurde und auch dort locker einen Platz als Bonustrack gefunden hätte. Meterlange Gitarrenwände dominieren den Titeltrack und werden von Neige´s Stimme sicher durch den Song ins Herz des Hörers geführt, womit man auch am Ende des Albums erreicht hat.</p>
<p>ALCEST haben mich bereits bei Prophecy fasziniert und erklimmen bei Nuclear Blast das nächste Level ihrer Karriere. Sehr viel live Erfahrung und die bereits sehr guten Veröffentlichungen haben sie bereits seit Jahren aus dem Underground Status hervortreten lassen (ALCEST live auf dem Prophecy Fest in der Balver Höhle sind atmosphärisch einfach unschlagbar). Mit „Spiritual Instinct“ haben sie auch musikalisch ein neues Level erreicht und beweisen, dass man auch mit minimalistischen und alten Mitteln (es wurde analog auf Tape aufgenommen) ein herausragendes und warmherziges Album erschaffen kann. Fanboys dürften sich über die Sammler Edition bei Nuclear Blast freuen, während das Album genrell auf jeder Plattform schnell Anhänger finden dürfte. Erdig, atmosphärisch und unfassbar schön!</p>
<p><strong>9 von 10 Punkten</strong></p>
<p>/Radu</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>ULVER- „Trolsk Sortmetall 1993-1997“</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/ulver-trolsk-sortmetall-1993-1997</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2019 19:42:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[ARCTURUS]]></category>
		<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[BORKNAGAR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der Wolf hat einen zentralen Stellenwert in der Mythologie. Als Einzelgänger in der Tierwelt streift er lediglich mit den Seinen</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der Wolf hat einen zentralen Stellenwert in der Mythologie. Als Einzelgänger in der Tierwelt streift er lediglich mit den Seinen umher, gleichzeitig als grimmiger Jäger und liebevolles Familienoberhaupt bekannt. Seine Mystifizierung wird zusätzlich durch den Werwolf Mythos unterstrichen, bei denen sich der Mensch seiner Ratio und seinen Werten vollständig entledigt und sich ganz seinem animalischen Kern, der ausschließlich von Instinkten gesteuert wird, hingibt. Genau diesem Prinzip haben sich <a href="http://www.jester-records.com/ulver/ulver.html"><span style="color: #333399;"><strong>ULVER</strong></span></a> („Wolf“) auf der kreativen Seite verschrieben und in den Jahren 1993-1997 mittels einer Trilogie vertont. Nachdem sie lange vergriffen war, wurde „Trolsk Sortmetall“ wiederveröffentlicht, was die drei ersten Alben „Bergtatt“, “Kveldssanger“ und „Nattens Madrigal“, sowie die Demo „Vargnatt“ und ein 102-seitiges Booklet beinhaltet, in dem seltene Fotos, sämtliche Texte und (endlich) die Übersetzungen an Bord sind.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-16060" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/M0B00005Y82I-large.jpg?resize=220%2C220&#038;ssl=1" alt="" width="220" height="220" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/M0B00005Y82I-large.jpg?w=220&amp;ssl=1 220w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/M0B00005Y82I-large.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w" sizes="auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px" />Die Geschichte der Trilogie basiert auf der norwegischen Mythologie, bei der noch einiges an Eigeninterpretation dazu gedichtet wurde. Den Anfang mach „Bergtatt- Et Eeventyr i 5 Capitler“&nbsp; („Spellbound- A Folktale in 5 Parts“). Gleich zu Beginn von `Capitel I: I Troldskog faren vild` fällt auf, dass man hier keine gewöhnliche Black Metal Scheibe auf dem Teller liegen hat; Midtempo, harsche Gitarren und klarer (!) Gesang. Einen ganzen Song damit zu verzieren war ein Novum, das damals nur ULVER gewagt haben und damals wie heute der absolute Gänsehautgarant ist und für sich alleine schon das Album rechtfertigt. Obwohl ich kein Wort verstehe, spielt sich im Kopfkino jener Film ab, in dem eine Jungfrau durch die Wälder irrt und von den Geheimnissen des Waldes empfangen und gleichermaßen bedroht wird. Am Mikro ist übrigens Garm, dessen Stimme bereits bei Arctutus und Borknagar mitgewirkt hatte. &nbsp;`Capitel II: Soelen gaaer bag Aase need` umschwärmt die Ohren mit einer akustischen Folklorenpassage (Gitarre und Flöte), ehe die verwaschenen Gitarren, das stumpfe Schlagzeug und die typische Black Metal Stimme die Boxen fluten. Es wird nie in Stumpfsinn abgedriftet, dafür sorgen die klargesungenen Chöre im Hintergrund, der atmosphärische Mittelteil und die geschickt eingestreuten Klargesänge. Sphärische Gitarrensoli gibt es auch, die perfekt mit dem rabiaten Geballer und dem Gesamteindruck harmonieren. Auch `Capitel II: Soelen gaaer bag Aase need` umgarnt zu Beginn mit introvertiertem Gesang und Akustikpassage, ehe es in Raserei verfällt. Ein wenig stumpfer, noch etwas roher aber von einer Hörpassage unterbrochen, die auch locker ihren Platz in einem Hörbuch gefunden hätte. Untypisch, befremdlich und ungemein atmosphärisch. Im Anschluss daran feuert man sowohl aggressiv, als auch harmonisch aus allen Rohren. `Capitel IV: Een Stemme locker`&nbsp; deutet das an, was auf dem Nachfolgealbum in vollem Umfang zelebriert wird; ein melancholischer Folkore Trip vom Feinsten. Unfassbar, wie viel Atmosphäre man mit einem Metronom, 2 Akustikgitarren einem mystischen Gesang und eingestreutem Frauengesang im Hintergrund erzeugen kann. `Capitel V: Bergtatt – ind i Fjeldkamrene` dreht das bisherige Prinzip um und galoppiert aggressiv nach vorne, ehe es sich mit einer akustischen Passage ausbremst, die überraschend lange anhält. Der Break mit dem Klargesang legt innerhalb eines Herzschlags die Gänsehaut frei, die sich dann auch über den aggressiven Rest erstreckt. Knackige Gitarrenriffs lotsen zielsicher durch die Black Metal Ströme, um den Hörer beim Abklingen mit leisen Gitarrenklängen und dem Gefühl der Einsamkeit zurück zu lassen. Wenige Sekunden später versöhnt erneut eine Akustikpassage die Sehnsucht nach mehr uns schlägt die Brücke zu „Kveldssanger“.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-16059 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/0019027899_10.jpg?resize=300%2C291&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="291" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/0019027899_10.jpg?resize=300%2C291&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/0019027899_10.jpg?resize=1024%2C992&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/0019027899_10.jpg?resize=768%2C744&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/0019027899_10.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />„Erwarte das Unerwartete“ heißt es auf dem zweiten Album „Kveldssanger“ („Twilight Songs“), das mit seinem farbenfrohen und gleichzeitig verwaschenen Cover der Eyecatcher schlechthin ist. ULVER haben hier alle Black Metal Elemente rausgeschmissen; kein Schlagzeug, keine sägende Gitarren und keine Kreischvocals. Stattdessen wurde ein komplett folkloristisches Album eingespielt, das neben Akustikgitarren auch Cello, Flöte und natürlich auch atmosphärische Soundcollagen beinhaltet. Ein extrem mutiger Schritt und ein Beweis dafür, dass sich diese Band keinen Deut darum schert, was Fans von ihnen halten, sondern ihr Ding durchziehen. Die Musik dominiert und daher gibt es kaum Texte; lediglich die Info aus dem ursprünglichen Booklet wurde übersetzt, in dem ULVER klar machen, dass sie dieses Album als Projekt angesehen haben. Gerade dieses freimütige Denken den Mut zur Veröffentlichung rechne ich der Truppe bis heute hoch an. Das Album selbst klingt stellenweise so, als hätte man die besten Akustikelemente aus dem Black Metal seziert und auf einem Album verewigt. Überwiegend melancholisch und nachdenklich, außer zwei Ausnahmen, bei denen die Gitarrenlinien schon fast wie Kinderriffs klingen. Es war stellenweise unausgegoren, aber im Großen und Ganzen eine runde Sache mit viel Herzblut und noch mehr Atmosphäre.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-16058" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/unnamed-1.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/unnamed-1.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/unnamed-1.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/unnamed-1.jpg?w=512&amp;ssl=1 512w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mit „Nattens Madrigal“ habe ich mich sehr schwer getan, und tue es bis heute noch. Von dem rein akustischen Stil, besinnten sich ULVER erneut zu ihren Black Metal Wurzeln und kramten alle Black Metal Elemente wieder raus. Eigentlich keine schlechte Idee, wäre da nicht die grottenschlechte Produktion, für die sich selbst Darkthrone geschämt hätten. Mal ganz ehrlich: wie kann man zwei Götteralben auf den Tisch hauen und danach eine derartige Grütze servieren? Nachdem ich den Mut gefasst hatte und wenigstens einige Minuten reingehört hatte, um vielleicht einige interessanten Momente raus zu hören, musste ich aufgrund der Produktion kapitulieren. Erst Jahre später bekam ich die Scheibe erneut auf den Tisch und machte mich nochmal an den Versuch und siehe da, es gibt tatsächlich einige Momente, die sich von dem monotonem Songwriting und der Rotzproduktion abheben. Durchbrochen wird alles von einigen Akustikpassagen und Soundcollagen, ansonsten bleibt es beim Staubsaugersound. Aber Moment mal: ist es nicht eigentlich auch genau das, was eine Black Metal Band ausmacht? Das Prinzip haben bereits Burzum und Abigor gefahren und großartige Songs in widerwärtige Rotzproduktion versteckt. Während ich mir die Frage stelle, gewöhnt sich mein Ohr langsam an den Sound und ich erkenne tatsächlich sowas wie unterschiedliche Songs darin. Freunde des rohen, norwegischen Black Metals dürften angesichts dieser Scheibe die ULVER Platte schlechthin vor sich haben. Für mich ist und bleibt es einfach eine Herausforderung, der ich mich nur gelegentlich stellen kann, ohne dass mir der Kopf platzt.</p>
<p><a href="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/R-384194-1616260846-7289.jpeg.webp?ssl=1"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-16061" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/R-384194-1616260846-7289.jpeg.webp?resize=300%2C294&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="294" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/R-384194-1616260846-7289.jpeg.webp?resize=300%2C294&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2019/08/R-384194-1616260846-7289.jpeg.webp?w=600&amp;ssl=1 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Die Box enthält auch die Promo Demo „Vargnatt“ aus dem Jahr 1993, die für eine Demo schon recht ausgeglichen klingt und mit einigen Überraschungen aufwartet. Zum einen klingt die Produktion um einiges besser als bei „Nattens Madrigal“ und es wird vieles angedeutet, was später auf den Alben zelebriert wird. Sei es verschachteltes Songwriting (hier noch recht extrem und von jeglichem Stil gelöst), Akustikpassagen, klarer Gesang und einer einzigartigen Atmosphäre. OK, an einigen Stellen ist der klare Gesang extrem schief geraten, was aber aufgrund des Demo Status gut zu verschmerzen ist. Zu vielseitig, tiefgründig und überraschend sind die Songs, als dass man hier meckern könnte. Eine Akustikpassage erinnert an Katatonia, das war´s auch schon mit Vergleichen. Gerade wenn man sich für die ersten musikalischen Schritte dieser Band interessiert, ist die Promo eine echte Bereicherung und es gibt darauf einiges zu entdecken.</p>
<p>Nach dem Abschluss ihrer Trilogie wendeten sich ULVER gänzlich neuen Gefilden zu. Mit „The Marriage Of Heaven And Hell“ (inspiriert von William Blake) waren der klare Gesang, Schlagzeug und auch dezente Gitarren an Bord, aber das war´s dann auch schon mit dem Wiedererkennungswert. Ansonsten dominierten die elektronischen Elemente, denen sie sich bis heute auch noch verschrieben haben. Nach einigen Durchläufen war ich selbst erstaunt, dass ich Zugang dazu gefunden hatte, obwohl es etwas gänzlich anderes war. Es klang wie eine elektronische Antwort auf ihre eigene Trilogie, bei denen sie sich selbst neu definierten und eine Symbiose aus Rock- und Metalelementen erschufen, die auch mit Trip Hop, Ambient und Elektronik harmonierten. Alles, was danach kam, entzieht sich meinen Augen, weil es für meinen Geschmack zu viel an Elektrik und zu wenig Gitarren waren. Ausnahme bildet für mich hier „Shadows Of The Sun“, das durch seine abgrundtiefe Melancholie ein weiterer Meilenstein dieser Band ist. Violine, Klavier, soundtrackartige Collagen und diese charismatische Stimme sind für mich der Inbegriff von einer introvertierten, schon fast intimen Atmosphäre, die nicht für jedermann geeignet ist. Einige, kurze Ausflüge zu „The Wars Of The Roses“ oder „The Assassination of Julius Caesar” sind zwar drin, aber für mich bleiben ULVER immer jene Wölfe, die in den 90ern aufgrund ihres innovativen Songwritings den Black Metal Fans die Scheuklappen abgerissen und das Genre für sich neu definiert haben.</p>
<p>Fazit: „Trolsk Sortmetall“ ist für alle ULVER Fans und Black Metal Freunde, die eine neue Sicht der Dinge erleben wollen, uneingeschränkt empfehlenswert. Die Aufmachung der Box, das schöne Booklett und die ersten drei Alben als Digipack machen ein schönes Bundle und über die Musik wurde bereits alles gesagt. Besitzer eines Plattenspielers sollten sich diese Alben unbedingt auch auf Vinyl holen, da sie endlich in der remasterten Version erhältlich und auch wunderschön gestaltet sind. Egal, ob zuhause im stillen Kämmerlein, im Auto oder (am besten) bei Nacht, die Songs haben im Lauf der Jahre absolut nichts von ihrem Zauber eingebüßt, sondern erstrahlen auch heute noch im eigenen Licht am Black Metal Kosmos.</p>
<p>Beware The Light of Day…</p>
<p><strong><span style="color: #000080;">/Sebastian Radu Groß&nbsp;</span></strong></p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Ulver - Bergtatt - 1995 - (full album)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/XVcjf_p5pDY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/ulver-trolsk-sortmetall-1993-1997">ULVER- „Trolsk Sortmetall 1993-1997“</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
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