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Das war das 14. Burning Q Festival (23.07. – 25.07.2026)

Traditionen wollen gelebt werden, vor allem, wenn es um unsere liebsten Festivals geht! So zog es uns auch in diesem Jahr wieder nach Freißenbüttel im niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck.

Das BURNING Q FESTIVAL ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie aus einem ersten kleinen Schritt eine richtig große Geschichte entstehen kann.

2011 startete das Open Air als eintägiges Event mit acht Bands und schon damals Unmengen an Herzblut. Das Line-up wurde über die Jahre immer größer, internationaler und vielfältiger, ohne dabei den Charakter eines Geheimtipps zu verlieren.

Das diesjährige 14. BURNING Q kommt mit einer Wucht von 35 Bands an insgesamt drei Tagen und beweist einmal mehr, dass dieses Festival echte Größe in der deutschen Metal-Landschaft erlangt hat.

Anreise und Organisation

Organisatorisch ist das BURNING Q hervorragend aufgestellt: Parkplatzsuche, Einlass, Kontrollen, Kasse und Bändchenverteilung laufen reibungslos. Wer Bargeld braucht, kann sogar direkt vor Ort Geld abheben. Campingmöglichkeiten und Parkplätze gibt es rund um das Festivalgelände in fußläufiger Entfernung. Was will man mehr?

Positiv aufgefallen ist uns im Übrigen auch, dass es bei den Sanitäranlagen verschiedene Optionen gibt: Neben dem Dixi-Toilettenbereich steht ein Toilettenwagen zur Verfügung, der super sauber ist und gut in Schuss gehalten wird. Bei den Dixis gibt es außerdem rollstuhlgerechte Toiletten.

An jeder Ecke merkt man, wie viel Arbeit und Engagement in diesem Festival steckt. Aufbau und Abbau, Technik, Bühnenumbauten… All das passiert im Hintergrund und sorgt dafür, dass alles möglichst reibungslos läuft. Auch die Gastronomie, der Campingbereich und die gesamte Infrastruktur wollen organisiert und betreut werden. Überall hat man ein offenes Ohr, wenn gerade schnell etwas gebraucht wird: ein Pflaster, Ohrenstöpsel, Klebeband oder was auch immer nötig ist, damit man das Festival genießen kann.

Dafür braucht es viele helfende Hände, und die wollen wir an dieser Stelle mal ausdrücklich erwähnen. Großartig, dass es euch gibt!

Burning Q 2026

Zwei Bühnen, keine Kompromisse

Wie beim BURNING Q üblich, ist der Wechsel zwischen Zelt- und Hauptbühne auch in diesem Jahr super geplant. Es gibt im Line Up keine Überschneidungen, sodass man jede Band komplett anschauen kann, sofern man es durchhält.

Ein schöner Nebeneffekt durch die kurzen Wege auf dem Gelände:
Während z.B. auf der Mainstage noch gespielt wird, kann man schon einmal zur Zeltbühne wandern, einen kurzen Blick hineinwerfen und dem Soundcheck der nächsten Band zuschauen. So kann man entspannt planen, ob man die nächste Band komplett sehen oder erst einmal in Ruhe eine Pizza essen möchte.

Das Wort zum Donnerstag

Anders als im vergangenen Jahr war der Donnerstagabend dieses Mal fester Bestandteil des Festivals und kein Extra-Warm-up für die früh Angereisten.

Für uns beginnt das Festivalwochenende aus zeitlichen Gründen leider trotzdem erst am Freitag, aber aus den epischen Erzählungen anderer Besucher können wir gut nachempfinden, was wir verpasst haben.

Kurz gesagt: Das war wohl ein richtiges Brett! Diejenigen, die schon am Donnerstag angereist sind, wurden von insgesamt fünf Bands in die nötige Partystimmung geknüppelt. SYNDEMIC, HUMAN PREY, DARKNESS SURROUNDING, FROSTSHOCK und FOR VICTORY bescherten der geneigten Zuschauerschaft einen Empfang, der sich gewaschen hat.

Freitag, 24.07.2026

Da sind wir nun endlich: Auf dem geliebten Acker des BURNING Q! Bei der ersten Runde über den Platz können wir feststellen, dass wir alles finden, was das kleine Metaller-Herz begehrt.

Wie schon in den vergangenen Jahren ist die kulinarische Auswahl bunt gemischt, von Klassikern wie Pizza und Crêpes bis hin zu vegetarischen, veganen und glutenfreien Gerichten.

Während wir so über das Gelände schlendern, hören wir schon aus dem Zelt, wie die Jungs von TRAKTAT das Publikum wachknüppeln. Die Bremer machen mächtig Action und verschaffen dem BURNING Q eine starke Eröffnung für den zweiten Festivaltag.

Mit viel Druck geht es auf der Mainstage weiter: NEPHYLIM bringen Melodic Death Metal und eine brutale Energie auf die Bühne. Das Publikum dankt es ihnen mit fröhlichem Headbanger-Frühsport. Wem der akustische Teil nicht ausreicht, der kann sich an der Optik erfreuen. Mit Kriegsbemalung, Lederkluft und starken Posen hinterlassen die Niederländer bleibenden Eindruck.

Nephylim – Burning Q 2026

Als nächstes übernehmen EXORCISM aus Birmingham die Tentstage und schaffen es, das Publikum komplett in Fahrt zu bringen. Die Haare werden geschüttelt, es wird mitgegrölt, es gibt Applaus für die Performance und den ersten Circle Pit des Tages. Das Zelt ist rappelvoll, und die Thrasher werden gebührend gefeiert.

Ein persönliches Highlight für uns folgt nun auf der Mainstage. PHANTOM SPELL feiern heute ihr Burning-Q-Debüt und kommen mit exquisitem Sound und ordentlich Wumms daher und legen mit professioneller Routine und Präzision einen super sympathischen Auftritt hin. Nicht nur uns hat die Combo rund um Kyle McNeill überzeugt, sondern auch die Menge vor der Bühne. Als „Prog Rock zum Mitsingen und Entspannen“ könnte man den Stil bezeichnen. Passend dazu und zu den sommerlichen Temperaturen liegen die Leute teilweise chillend im Gras, machen es sich gemütlich und genießen kopfnickend die Stimmung. Wir denken lauschend an Größen wie Rhapsody, Journey und Labyrinth und schwelgen in musikalischen Erinnerungen.

Endseeker – Burning Q

TYRANTHROPE rütteln und thrashen uns nach der ganzen Old-School-Entspannung einmal kräftig durch und überraschen mit einem ganz eigenen Sound, der ungebremst nach vorne geht und sich dabei geschmeidig in die Gehörgänge schiebt. Besonders überrascht uns der Sänger, der zunächst jung und unscheinbar wirkt, aber schnell zeigt, dass er sich in keiner Weise „die Butter vom Brot nehmen lässt“. Auf der Bühne ist ganz schön was los, und das Publikum geht richtig gut mit. Von Applaus über Mitgrölen und Headbangen bis hin zum Circle Pit ist alles dabei. Kurz gesagt: Die Meute vor der Bühne hat Spaß, die Band auch, alles bestens!

Der nächste Act auf der Mainstage kommt mit Abschiedsstimmung im Gepäck. Vom Sänger erfahren wir: „Unsere Tage sind gezählt.“ ENDSEEKER haben in diesem Jahr das Ende der Band bekanntgegeben und sind nun auf ihrer Abschiedstournee. Nach dem Burning Q sind nur noch einige Club-Konzerte geplant, ehe im Dezember 2026 in ihrer Heimatstadt Hamburg endgültig Feierabend sein soll. Jetzt nehmen die Death Metaller aber nochmal alles mit und machen keine Gefangenen. Neben einer Menge Energie und brutalem Sound bringen die Jungs eine wahnsinnig sympathische Ausstrahlung und eine spürbare Nähe zum Publikum mit.

Auf der Zeltbühne geht es nun mit SERVANT weiter. Wer Bock auf klassischen Black Metal hat, ist hier gut versorgt. Die Stimmung steigt, im Zelt wird es heißer, das Corpse Paint sitzt. Wobei wir an dieser Stelle erwähnen wollen, dass es uns im Zelt im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich angenehmer vorkommt. Mehr Luft, mehr Platz, so lässt es sich gut aushalten, auch direkt vor der Bühne. Wer trotzdem etwas mehr Luft zum Atmen möchte, steht draußen vor dem Zelt und nickt mit einem schönen Kaltgetränk in der Hand zu den Klängen der Band.

Ambush – Burning Q 2026

Auf der Hauptbühne übernehmen nun AMBUSH aus Schweden das Zepter. Die Band bringt Old-School-Heavy-Metal auf das BURNING Q und überzeugt auf ganzer Linie. Die Jungs haben Ausstrahlung und lassen sich auch in Sachen Performance nicht lumpen: Gitarren und Gesäß werden kräftig bewegt, Haare geschüttelt und Pommesgabeln in die Luft gestreckt. Wir sind begeistert und die feiernde Menge vor der Bühne spricht für sich.

Eingeschworene Heavy-Metal-Fans kommen bei dem Line-Up heute wirklich auf ihre Kosten. Als Nächstes sind AQUILLA an der Reihe und toben sich auf der Zeltbühne aus. Wir schnuppern kurz rein, entscheiden uns dann aber dafür, ein wenig in den Schatten zu gehen und uns im gegenüberliegenden Vereinsheim eine kleine Auszeit zu gönnen.

Dort angekommen, fehlt uns im ersten Moment der elektrische Bulle, der im vergangenen Jahr die Gäste am Bierstand bespaßt und zum Rodeo eingeladen hat. Etwas später sind wir uns aber einig: Es ist Gold wert, diese entspannte Lounge-Stimmung am Rand des Festivalgeländes zu haben, um kurz die heißen Köpfe abzukühlen, die Gehörgänge zu besänftigen und die Füße hochzulegen. Echt mal, wir werden alle nicht jünger, da weiß man eine Pause im Schatten zu schätzen! (Denkt euch hier bitte einen Zwinker-Smiley!)

IMMOLATION, die Nächsten auf der Mainstage, feiern heute ihren ersten Auftritt beim BURNING Q und fallen auf den ersten Blick durch ihre Outfits mit schlichten schwarzen Hemden und ein ungewöhnliches Bühnenbild auf, das mit roten Bildern trauernder Engel dekoriert ist. Der Sound geht gut nach vorne und drückt erbarmungslos in die Menge. Der Band gelingt es in kürzester Zeit, eine spürbare Nähe zum Publikum herzustellen und die Leute in Bewegung zu bringen. Das Publikum dankt es ihnen mit tüchtigem Headbangen und Applaus.

In der Zeltbühne kommen nun NAIL BY NAIL, die für MORIBUND OBLIVION eingesprungen sind. Mit lautem Sound, brutalem Gesang und Corpsepaint bringen sie Black Metal ins Zelt. Fans und Kenner der Band steigen voll mit ein.

Wir selbst nutzen die Gelegenheit noch für einen kleinen Snack, bevor eines unserer absoluten Highlights dieses Festivals auf die Bühne kommt: GRAVE DIGGER.

Bei GRAVE DIGGER hat man vom ersten Moment an mit einer starken Eröffnung den Eindruck davon, wie sehr diese Band liebt, was sie tut. Und weil „Tunes Of War“ in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert, gibt es zur Feier des Tages auch viele der ganz alten Hymnen zu hören. Mit ihrem altbewährten Power- und Heavy-Metal gehen die Jungs ab und lassen keine Wünsche offen.

Diesmal mit einem neuen Gitarristen: Tobias „Tobi“ Kersting macht einen richtig guten Job. Er kommt super sympathisch rüber, genauso wie der Rest der Kombo. Und das Publikum? Das geht natürlich ab wie Schmitz’ Katze.

Licht und Bühnenbild sind übrigens wunderbar, und man muss einfach sagen: GRAVE DIGGER sind live richtig stark. Chris Boltendahl weiß das Publikum zu begeistern und mit seinen altbewährten Grimassen und Posen mitzureißen und anzufeuern. Das ist sympathisch, lustig und macht einfach Spaß.

Grave Digger – Burning Q 2026

Drei weitere Bands hat das BURNING Q FESTIVAL an diesem Abend noch für uns bereitgehalten. Wir lassen den Abend langsam ausklingen, während SUNKEN aus Dänemark auf der Zeltbühne ihren Atmospheric Black Metal zelebrieren. Die Musik geht richtig tief, ist super atmosphärisch, melancholisch und düster. Keine leichte Kost, aber gerade dadurch sehr eindringlich.

Danach bringen LAMP OF MURMUUR auf der Hauptbühne ihren old-schooligen Black Metal mit einer wahrhaft tiefgründigen Düsternis.

RIOT CITY gehen anschließend noch einmal kräftig ran. Mit klassischem Speed Metal holen sie das Publikum zum Ende des Tages aus dem Tiefen der musikalischen Melancholie wieder nach oben und ballern noch einmal richtig los. Und so schicken sie die Festivalgäste mit einem metallischen Klaps auf den Allerwertesten ins Bett.

Samstag, 25.07.2026

Das Wetter ist heute deutlich anstrengender als am ersten Tag. Die Hitze macht uns zu schaffen, und auch die Bremsen nerven ein wenig. Sonnencreme und Insektenschutz sind daher eine richtig gute Idee, davon kann man gar nicht genug dabeihaben. Außerdem merkt man schnell, dass die Schattenplätze heiß begehrt sind.

Der musikalische Samstag beginnt laut und krachend, mit CHAINSAW DEMONS. Für alle, die schon früh richtig durchstarten möchten, ist ihre Mischung aus Thrash und Black Metal eine gute Gelegenheit, bretthart in den Tag zu starten. Die Band kommt aus Bremen und somit aus der Nachbarschaft und bringt die Zeltbühne direkt gehörig in Wallung.

Danach übernehmen DAMNATION DEFACED aus Celle die Hauptbühne. Ihr Mix aus technischer Finesse und eingängigen Melodien holt uns direkt ab und wir kommen schnell wieder in unseren Festival-Wohlfühl-Modus.

Auf der Zeltbühne geht es zügig weiter mit DIABOLISCHES WERK aus Kiel. Mit ihrer Mischung aus Death und Thrash Metal legen sie richtig los, und im Laufe des Sets nimmt die Stimmung im Zelt spürbar Fahrt auf.

MEGATON SWORD schließen auf der Hauptbühne an und bringen ihren Epic Metal kraftvoll und routiniert auf die Bühne. Für Liebhaber von hohen Gesangsstimmen sind sie genau richtig. Die Band wird gut gefeiert, bringt die Leute vor der Bühne in Bewegung, ist voll in Action und feiert enthusiastisch in ihren Old-School-Heavy-Metal-Outfits ab, was einfach total sympathisch rüberkommt.

Megaton Sword – Burning Q 2026

Weiter geht’s mit TÜRBÖWITCH, die Speed Metal, Thrash Metal und Punk auf die Zeltbühne bringen. Die Band liefert eine echte Metal-Party: Energiegeladen, mitreißend und roh, mit viel Power und Nähe zum Publikum. Die angeheizte Meute lässt sich mitnehmen und schmettert der Band die gleiche Wucht entgegen, die auch von der Bühne kommt. Schon die starke Eröffnung bringt die Leute in Wallung und in Action. Diese Band wird komplett abgefeiert.

Auf der Hauptbühne geht es nun weiter mit KNIFE, mit einem erstaunlich wandlungsfähigen Gesang und viel Schwung auf der Bühne. Die Bühnenpräsenz und Ansprache der feiernden Fans sorgen für reichlich Bewegung; das Publikum dankt es mit enthusiastischem Applaus, lautem Mitgrölen, Headbangen und Circle Pits. Man merkt: KNIFE sind echte Old-School-Liebhaber und bringen eine richtig große Fanbase mit.

RANÄ bringen als Nächstes ihren eigenwilligen Mix aus Black Metal, Post Metal und Crust auf die Bühne. Das Zelt ist gut gefüllt und die Band weiß, wie man musikalisches Drama und brachiales Geknüppel so verbindet, dass das Publikum voll und ganz auf seine Kosten kommt. Wir machen derweil eine gemütliche Runde übers Gelände und schauen im Heerlager vorbei.

NAILED TO OBSCURITY übernehmen nun die Hauptbühne. Der Sänger ist mit viel Herzblut dabei, und die Performance ist mitreißend und technisch sauber. Der Sound klingt streckenweise etwas matschig, doch das tut der Stimmung keinen Abbruch: Vor der Bühne gibt es Applaus und fleißiges Kopfnicken, und die zusätzliche Bühnenbeleuchtung mit den Röhren setzt eigene Akzente.

TYRANEX auf der Zeltbühne bringen Speed- und Thrash-Metal aus Schweden — und zwar mit einer Frontfrau als Sängerin. Der Sound kommt kraftvoll und glasklar rüber, die Performance ist präzise, dynamisch und technisch sattelfest. Diese Band ist irgendwie „nicht wie alle anderen“, sondern bringt einen sehr eigenen Sound mit, der gleichzeitig gut ins Ohr geht. Die Band geht gut nach vorne und legt sich mächtig ins Zeug, um die Leute zu aktivieren. Und das klappt ganz hervorragend: Die Mischung aus Gekloppe und Melodie kommt bei der Menge gut an, und das Publikum feiert TYRANEX mit lautem Applaus und viel Nacken-Action.

Burning Q 2026

ATLANTEAN KODEX auf der Hauptbühne liefern Heavy Metal mit einer starken Performance. Ein wenig erinnert die Stimme an Bruce Dickinson, was durchaus als Kompliment gemeint ist. Die Band weiß, was sie tut, und spielt solide. Die Bühnenpräsenz überzeugt mit viel Power, sympathischer Ansprache, Charisma und echter Nähe zum Publikum. Die Aufforderung zum Mitsingen funktioniert bestens, denn das Publikum ist ausgesprochen textsicher und bringt eine deutliche Fanbase mit. Optisch bleibt es sehr spartanisch: ein schwarzes Banner mit dem Bandnamen als Bühnenbild, mehr braucht es nicht, um im Gedächtnis zu bleiben.

NEXION bringen als Nächstes einen irgendwie vertrauten und doch modernen Black Metal aus Island auf die Zeltbühne. Für die Band ist es die Deutschland-Livepremiere. Wer auf vielschichtigen und gleichzeitig ballernden Black Metal außerhalb der reinen Old-School-Traditionen steht, feiert hier kräftig mit: Beifall und Kopfnicken gibt es reichlich.

THE HAUNTED auf der Hauptbühne kommen mit Thrash Metal und einer gleichermaßen mitreißenden und routinierten Performance um die Ecke. Der Sänger grinst dabei übers ganze Gesicht und hat mit seiner Ansprache und Ausstrahlung die Leute bestens im Griff. Er animiert das Publikum zum Circle Pit, und tatsächlich dreht sich heute zum ersten Mal an diesem Tag eine handfeste Runde vor der Bühne.

The Haunted – Burning Q 2026

Der Abend wird lang, aber das BURNING Q hat sich noch drei weitere Bands aufgehoben: LUCIFER’S CHILD aus Griechenland bringen ihren düsteren Black Metal auf die Zeltbühne und ziehen mit stimmungsvollem Sound alle in ihren Bann, die noch aufrecht stehen. Das Zelt platzt inzwischen aus allen Nähten und die letzten Kraftreserven werden aufgebracht, um die Griechen gebührend zu feiern.

SPECTRAL WOUND übernehmen anschließend die Hauptbühne. Die Kanadier legen einen energiegeladenen Auftritt hin, der noch einmal richtig wach macht und den Platz vor der Bühne gut füllt. Was für ein Brett! Mehr Stimmung und Feierlaune kann sich eine Band kaum wünschen, vor allem zum Abschluss eines hart durchfeierten Festivalwochenendes.

Den Schlusspunkt setzen STEEL PREACHER auf der Zeltbühne mit gut gelauntem Heavy Metal im Stil altbekannter Größen, mit denen viele der Festivalbesucher „aufgewachsen sind“. Mit breitem Grinsen und bester Laune schicken sie die letzten Ausdauernden in die Nacht.

Wer das BURNING Q kennt, weiß, was nun kommt:

Vor der Mainstage geben sich die Damen und Herren von FREIES FEUER die Ehre und verschaffen dem Festival den krönenden und brandheißen Abschluss mit einer Feuershow der Extraklasse.

Unser Fazit: Mal ehrlich, natürlich ist es bei 35 Bands kaum möglich, mit jeder einzelnen Band den persönlichen Geschmack zu treffen. Das gehört für uns zu einem Festival dazu. Die Auswahl ist bunt, vielfältig und breit gefächert. Wir feiern so oder so jede einzelne Band, die beim BURNING Q auftritt, denn jede von ihnen trägt ihren Teil zu diesem Festival bei. Vor allem feiern wir aber die Stimmung, die Menschen, die Gesellschaft und das Miteinander.

Die Atmosphäre kam uns in diesem Jahr durchgehend sommerlich, entspannt und ruhig vor. Zwischendurch konnte man gerade bei den Bands am Nachmittag kurz den Eindruck bekommen, dass die Party-Stimmung vielleicht nicht ganz so ausgeprägt ist. Bei genauerem Hinsehen stellen wir aber fest: Die Party ist einfach eine andere.

Die Leute feiern, legen sich ins Gras, genießen die Musik und suchen zwischendurch ein schattiges Plätzchen. Alles wirkt ein wenig gechillter, entschleunigt und vor allem sehr herzlich. Wir erleben an allen Ecken Zufriedenheit und ein ausgesprochen friedliches Miteinander.

Burning Q 2026

Diese Stimmung macht das BURNING Q für uns so besonders. Hier darf es musikalisch gehörig knallen, während die Atmosphäre auf dem Gelände entspannt, familiär und harmonisch bleibt. Genau deshalb ist diese Art von Festival für uns immer wieder ein echtes Highlight.

Gut zu wissen für 2027

Der Termin für das nächste BURNING Q steht schon fest: Vom 22. bis 24.07.2027 brennt in Freißenbüttel wieder der Acker.

Wir freuen uns schon sehr darauf, die ganze Crew und die eingeladenen Bands vom 22. bis zum 24.07.2027 wiederzusehen und das BURNING Q in seine 15. Runde zu begleiten. Wir sind sicher: Das wird wieder episch und wunderschön.

Photocredits: Stephan Grunwald

Berichterstattung: Anna Rachow, Sven Baxmann

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