<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Interviews Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
	<atom:link href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/category/interviews/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/category/interviews</link>
	<description>Dein Mag für mehr LIVE &#38; SZENE!</description>
	<lastBuildDate>Wed, 28 May 2025 11:35:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/cropped-NIC_MUSIC_ONLINE_MAGAZINE_LOGO_2024-1.png?fit=32%2C32&#038;ssl=1</url>
	<title>Interviews Archive - Nordmensch-in-Concerts</title>
	<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/category/interviews</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">199874177</site>	<item>
		<title>JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2025 11:26:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[ANATHEMA]]></category>
		<category><![CDATA[JACOB´S FALL]]></category>
		<category><![CDATA[KATATONIA]]></category>
		<category><![CDATA[METAL]]></category>
		<category><![CDATA[MOONSPELL]]></category>
		<category><![CDATA[MY INSANITY]]></category>
		<category><![CDATA[ROCK]]></category>
		<category><![CDATA[SAMAEL]]></category>
		<category><![CDATA[TIAMAT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=32203</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Schon mal von MY INSANITY gehört? In den 90ern war es eine Gothic Version von Samael, allerdings mit einer großen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview">JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>Schon mal von MY INSANITY gehört? In den 90ern war es eine Gothic Version von Samael, allerdings mit einer großen Prise Eigenständigkeit und einer herausragenden Stimme, deren Charisma ihresgleichen sucht. Einige ehemaligen Mitglieder musizieren unter <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://jacobsfall-band.com/">JACOB´S FALL</a></span> weiter und haben ein Album rausgehauen, das berührt, überrascht und fasziniert (siehe auch unser <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-lost-in-silence-review?preview_id=32211&amp;preview_nonce=39c2ddf9f5&amp;post_format=standard&amp;_thumbnail_id=32229&amp;preview=true">Review</a></span>).</strong><br />
<strong>Grund genug sich mit den Jungs einmal über Entstehung, Entwicklung und Ambitionen zu unterhalten.</strong></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-32205 size-medium" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/Jacobs-Fall-Cover.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Hallo und danke für eure Zeit. Wie würdet Ihr jemandem JACOB´S FALL beschreiben, der noch nie etwas von euch gehört hat? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian</span>: „Schwer zu sagen. Die Frage kann Dir ein Außenstehender vielleicht besser beantworten. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass unsere Musik sehr frisch klingt. Grob könnte man das Material als Mischung aus harter Rock Musik und Synthie Pop bezeichnen. Diverse Klassik-Anleihen sind auch zu vernehmen. Man bekommt auf keinen Fall irgendwelche Standardware. Am Besten hört jeder, der auf originelle, abwechslungsreiche Musik steht, einfach selbst mal rein. Mir fallen keine Bands ein, die man als direkten Vergleich heranziehen könnte.“</p>
<p><strong>Gehen wir einmal kurz zurück zu den Anfangstagen; wie kam die Bandgründung und der Bandname zustande? Ihr kanntet euch ja bereits von My Insanity.</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Unser Sänger Christian und ich haben Ende der 90er gemeinsam bei My Insanity musiziert. Nach meinem Ausscheiden 2001 blieben wir in lockerem Kontakt, obwohl ich zwischendurch an den Bodensee gezogen bin, während Christian 600 km nördlich in der Heimat verweilte. 2011 schickte er mir einige Songs, die er komponiert hatte und fragte, ob wir vielleicht gemeinsam was daraus machen könnten. Da ich von dem Material völlig begeistert war, gab ich natürlich sofort mein Okay. Insgeheim hatte ich eh immer gehofft, mal wieder gemeinsame Sache mit ihm zu machen.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Als nächstes haben wir überlegt, wen wir uns als Gitarristen ins Boot holen könnten, und kamen dabei ziemlich schnell auf unseren alten Freund Jens Pietzonka, der ebenfalls mal zu My Insanity gehörte. Der war sofort Feuer und Flamme. Die Position des Bassisten war da schon wesentlich schwieriger zu besetzen. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann Daniel dazukam.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Das war erst kurz vor unserem ersten Gig Ende 2016. Vorher hattet ihr ja schon diverse andere Leute angetestet. Ins Spiel gebracht wurde ich von Jens, mit dem ich schon in verschiedenen anderen Kapellen gespielt hatte.“</p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Man kann also 2016 als Gründungsjahr von Jacob´s Fall ansehen, da der Bandprozess erst ab da so richtig in Schwung kam.“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Der Bandname geht auf meine Kappe. Er bezieht sich auf die Bibelfigur Jacob, wobei wir betonen möchten, dass wir keine christliche bzw. religiöse Band sind. Dieser Jacob sieht im Traum eine Leiter, die als Verbindung zwischen Himmel und Hölle dient. Mit dem Fall von der Leiter versuchen wir symbolisch darzustellen, dass die Menschheit danach strebt in den Himmel (=bessere Welt etc.) zu kommen, jedoch durch ihr prinzipielles Verhalten oft daran scheitert. Der Bandname symbolisiert also grob gesagt die Überheblichkeit bzw. das Scheitern der Menschheit.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Jacob’s Fall - Lost In Silence (NEW ALBUM TEASER)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/rR0Odm0OXQI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Herzlichen Glückwunsch zu „Lost in Silence“! Ehrlich gesagt hatte ich beim Hören des Albums ein seltenes Luxusproblem: einerseits habe ich analytisch versucht das Album zu hören, um es für eine Rezension optimal beschreiben zu können. Als Gegengewicht driftete der analytische Fokus komplett ab, weil ich mich immer wieder in eure Songs fallen lassen habe und einfach die unfassbar abwechslungsreichen Klangwelten genießen wollte. Man kann euch (zum Glück) nur schwer einordnen; es ist, als würde man eine frische Band hören, die mit den Erfahrungen von Bands der 90er Jahre (Moonspell, Lacuna Coil, Therion) gesegnet ist. Wie kann man sich den Songwritingprozess bei euch vorstellen; klassisch im Proberaum oder modern über das Internet?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Weder noch! Aber erstmal vielen Dank für das Lob! Die Songs stammen alle von mir. Beim ersten Album „The War We Miss“ von 2019 entwickelte ich sämtliche Melodien sowie einen Großteil der Riffs und der Drumparts. Durch intensives gemeinsames Proben haben wir die Songs dann zu dem Material geformt, welches auch auf der fertigen Scheibe zu hören ist. Bei „Lost In Silence“ haben wir etwas anders gearbeitet. Während das erste Album im Woodhouse Studio aufgenommen wurde, haben wir die neue Scheibe in kompletter Eigenregie im Proberaum eingespielt. Da wurden bei den Recordings stellenweise komplette Songstrukturen verändert oder neue Ideen ausprobiert. Da wir keinerlei Kosten- und Zeitdruck hatten, war das überhaupt kein Problem. Im Prinzip kann man sagen, dass die Songs komplett aus meiner Feder stammen, das Material aber erst durch das Zusammenspiel aller Bandmitglieder zu dem wird, was man am Ende auf dem Album hört oder beim Konzert erlebt.“</p>
<p><strong>Wie kam der Albumtitel zustande und was bedeutet er für euch persönlich?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Der Titel stammt von mir. Ursprünglich hatte ich auch eine ganz andere Idee für das Plattencover. Man sollte vom Weltall aus einen Planeten sehen, auf dem ein Kind mit einem Teddybären im Arm steht, das traurig und verloren wirkt. Damit sollte symbolisiert werden, dass man als einzelne Person in der Gesellschaft ganz oft überhört wird. Man kann den Titel aber auch direkt auf den Planeten beziehen. Irgendwann hatten wir neue Ideen für das Coverartwork, wollten den Titel aber unbedingt behalten. Der Song und dessen Text sind übrigens erst viel später entstanden.“</p>
<p><strong>Könnte bitte jemand dem Sänger sagen, dass er bei `Like the Leaves`(ab Minute 02:38) die Gesangsspur einfach nur endlos weitersingen soll, damit ich die Gänsehaut bitte länger genießen kann? Ganz ehrlich: ich war angetan, aber ab der Stelle habt ihr mich komplett erwischt: Danke! Ein kurzer Blick auf die Vocals; wie kommen die Geschichten zustande? Sind es persönliche Erfahrungen, werden Eindrücke verarbeitet oder ist es etwas völlig anderes? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Jens:</span> „Die Texte stammen allesamt aus meiner Feder. Du liegst ganz richtig mit Deiner Vermutung. Prinzipiell entstehen die Lyrics aus Dinge, die mich gerade beschäftigen oder die mir im täglichen Leben widerfahren. Das sind sowohl private als auch gesellschaftsrelevante bzw. politische Themen. Häufig dienen mir die Texte dazu, bestimmte Ereignisse zu verarbeiten. „The Hole“ ist beispielsweise ein Song, der mir textlich ganz viel bedeutet.“</p>
<p><strong>Ihr habt ja aufgrund eurer vorangegangenen Banderfahrungen einiges an Bord, das euch in die Karten spielt. Man hört quasi heraus, dass ihr euch gut untereinander versteht und gleichzeitig entspannt und konzentriert an die Musik herangeht. Wie würdet ihr die Herangehensweise an die Songs beschreiben und was hat sich an der Art und Weise (im Vergleich zu euren Vorbands) verändert?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René</span>: „Jeder Einzelne von uns hat schon jahrelange Erfahrung, sowohl auf der Bühne als auch im Studio. Stellenweise auch gemeinsam. Über die Jahre lernt man halt, worauf es beim Musizieren im Kollektiv ankommt bzw. wie sich jeder am Effektivsten einbringen kann. Ich denke, das kann man schon irgendwie hören. Im Vergleich zu den alten My Insanity-Scheiben klingt jetzt alles viel runder und stimmiger. Damals wollte man halt auch mal zeigen, was man technisch alles drauf hat. Das war aber selten songdienlich. Mittlerweile hat jeder auch reichlich Lebenserfahrung gesammelt, sodass das gemeinsame Miteinander viel entspannter abläuft. Das macht sich in sämtlichen, die Band betreffenden, Belangen bemerkbar.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Jacob&#039;s Fall - Walk Through Ashes (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/dKi678tc2yc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Ihr habt ja auch einen YouTube Kanal. `Walk Through Ashes` wurde bereits aus dem Album ausgekoppelt. Sind weitere Videos geplant und was ist euch generell bei Videoauskopplungen wichtig? </strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es sind auf jeden Fall weitere Videos geplant. Es gibt auch schon reichlich Ideen, die wir demnächst versuchen umzusetzen. Lasst euch überraschen!“</p>
<p><span style="color: #003366;">Christian:</span> „Prinzipiell wollen wir es vermeiden, einfache Performance-Clips zu machen. Die sieht man ja von so ziemlich jeder Band. Wir erzählen lieber Geschichten in unseren Videos, als einfach eine musizierende Band zu zeigen. Das finden wir ziemlich langweilig. Der nächste Clip wird konzeptionell, aber ganz anders ausfallen, als „Walk Through Ashes“. Erstaunlicherweise gab es auch viele Rückmeldungen, dass Leute die Story des Clips gar nicht so richtig verstanden haben.“</p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Wir wollen halt die üblichen Klischees vermeiden. Am schönsten wäre es, wenn wir mit den Videos unseren eigenen Stil – sowohl musikalisch als auch visuell – zum Ausdruck bringen könnten.“</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-32209" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=300%2C169&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="169" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?resize=768%2C433&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/05/JAcobs-Fall-Vinyl.jpg?w=958&amp;ssl=1 958w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gibt es eigentlich Merch von euch und ist eine Vinylversion von „Lost in Silence“ erhältlich?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es gibt verschiedene T-Shirt-Motive, die man auf den üblichen Wegen (Bandcamp, Facebook etc.) erwerben kann. Derzeit wird bereits an neuen Sachen gearbeitet. „Lost In Silence“ gibt es auf Vinyl und zudem als digitale Version auf allen entsprechenden Plattformen. Eine CD-Variante ist erstmal nicht geplant, da sich dieses Formal derzeit leider kaum verkaufen lässt. Unser erstes Album „The War We Miss?“ ist übrigens weiterhin als CD und auf den digitalen Plattformen erhältlich.“</p>
<p><strong>Auch euer Albumcover sticht aus der Masse hervor; man hat das Gefühl, selbst auf einem Floß zu sitzen, während die Welt um einen herum auseinanderbricht und versinkt. Das einzige, was einen dann noch am Leben (oder über der Meeresoberfläche) hält, ist die Musik. Wie kam das Cover zustande und wer hat es erstellt?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">René:</span> „Wie schon erwähnt, hatten wir bzw. Christian zunächst ein völlig anderes Cover im Sinn. Nachdem wir ein intensives Brainstorming mit Björn Goosses von Killustrations hatten, kamen wir irgendwann zu der Einsicht, dass sich die alte Idee eher schlecht umsetzen ließ. Björn, der bereits unser letztes Shirt entwarf und bereits für unzählige Bands Albumcover anfertigte, hatte das nun vorliegende Covermotiv in seinem Archiv und meinte, das würde doch gut zum Albumtitel passen. Als ich das Bild zum ersten Mal sah, war ich völlig begeistert. Zum Glück ging es meinen Bandkollegen genauso. Deine Interpretation, dass Musik das einzige ist, was einem am Leben hält, ist ein sehr schöner Gedanke, der wirklich gut zum Coverbild passt. Mit dem untergegangenen Floß spannen wir gleichzeitig den Bogen zum Bandnamen, der ja grob das Scheitern der Menschheit symbolisiert.“</p>
<p><strong>Habt ihr noch weitere Pläne/Konzerte für dieses Jahr im Visier?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Daniel:</span> „Es stehen für dieses Jahr noch einige Gigs an, u.a. im September auf einem Festival in Berlin. Da wir aber bisher bei keiner Agentur unter Vertrag stehen, ist es momentan eher schwierig, an vernünftige Auftritte heranzukommen. Falls ein Booker Interesse hat, kann er uns gern kontaktieren. Ansonsten arbeiten wir bereits an neuen Songs, da die Pause bis zum nächsten Album nicht wieder 6 Jahre dauern soll.“</p>
<p><strong>Danke für euer wunderschön und ergreifendes „Lost in Silence“; das Album ist definitiv der beste Grund, ein Fan von euch zu werden! Ich wünsche euch eine schöne Releaseparty und weiterhin alles Gute mit JACOB´S FALL! Die letzten Worte an unsere Leser gehören euch </strong><strong>😊</strong></p>
<p><span style="color: #003366;">Lukas:</span> „Erstmal möchte ich mich im Namen der ganzen Band für das Interview und Deine lobenden Worte bezüglich des Albums bedanken. Wir sind schon sehr auf Dein Review gespannt! Des Weiteren hoffen wir natürlich, dass sich möglichst viele Leute mit unserer Musik beschäftigen. Wie bereits erwähnt, gibt es so Einiges zu entdecken. Live sollte man sich das natürlich auch mal anschauen. Danke und viele Grüße an alle Leser!“</p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/jacobs-fall-wenn-emotionen-ueber-genregrenzen-triumphieren-interview">JACOB´S FALL &#8211; Wenn Emotionen über Genregrenzen triumphieren (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">32203</post-id>	</item>
		<item>
		<title>DEAD PHOENIX IM INTERVIEW- Live Emotionen gehen weiter</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dead-phoenix-im-interview-live-emotionen-gehen-weiter</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2025 03:23:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[DEAD PHOENIX]]></category>
		<category><![CDATA[Leyka]]></category>
		<category><![CDATA[Linking Park]]></category>
		<category><![CDATA[METALCORE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=32124</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Eine junge, hungrige Band hat sich im Jahr 2024 auf ihre erste Tour begeben und konnte dabei amtlich abräumen. Die</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dead-phoenix-im-interview-live-emotionen-gehen-weiter">DEAD PHOENIX IM INTERVIEW- Live Emotionen gehen weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Eine junge, hungrige Band hat sich im Jahr 2024 auf ihre erste Tour begeben und konnte dabei amtlich abräumen. Die Rede ist von <a href="https://www.morecore.de/band/dead-phoenix/">DEAD PHOENIX</a>, deren EP &#8222;Unraveled Self&#8220; bereits <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dead-phoenix-unraveled-self-review">in unserem Review</a> neugierig gemacht hat. Nun begeben sich die Jungs erneut auf Tour plaudern ein wenig aus dem Nähkästchen.</p>
<p><strong>Gab es einen besonderen Moment auf eurer ersten Tour im März 2024, der euch lange in Erinnerung bleiben wird?</strong></p>
<p>„Keinen spezifischen Moment. Sondern eher wie gut alles lief. Dass so viele Menschen extra wegen uns gekommen sind und wieso viele tolle Abende hatten.“</p>
<p><strong>Gibt es Rituale oder Routinen, die ihr vor jedem Auftritt habt?</strong></p>
<p>„Wir haben nicht wirklich Rituale, aber jeder macht sich für sich selbst vor der Show etwas warm.“</p>
<p><strong>Ihr nehmt ja die Band Leyka jetzt mit auf eure neue Tour. Was schätzt ihr besonders an Leyka – musikalisch und persönlich?<br />
</strong><br />
„Musikalisch haben die Jungs echt einiges auf dem Kasten und passen definitiv sehr gut zu uns. Ihr könnt euch also auf eine tolle Show freuen. Wir haben ja schon vorher mit den Jungs gespielt und waren uns auf Anhieb unglaublich sympathisch. Daher war es für uns eine ziemlich logische Wahl.“</p>
<p><strong>Gibt es Pläne für gemeinsame Performances auf der Tour?<br />
</strong><br />
„Wir sind derzeit noch in der Planung und möchten aber noch nicht so viel verraten. Lasst euch also gerne überraschen.“</p>
<p><strong>Welche Herausforderungen bringt das Tourleben mit sich, auf die ihr euch diesmal besonders einstellt?<br />
</strong><br />
„Die größte Herausforderung ist es fit zu bleiben und auf sich zu achten, so dass man jeden Abend volle Leistung bringen kann. Beim letzten Mal nicht zum Glück alles sehr gut und dieses Mal wissen wir noch besser was uns erwartet. Also bin ich sehr optimistisch, dass alles gut läuft.“</p>
<p><strong>Pünktlich zum Nikolaus ´24 erschien eure EP “Unraveled Self”. Gibt es eine zentrale Botschaft, die sich durch die gesamte EP zieht? (<br />
</strong><br />
„Unsere Songs waren schon immer sehr persönlich und von Emotionen geprägt. Das Besondere an Unraveled Self ist aber wie ungefiltert diese Emotionen wiedergegeben werden. Das ganze ist verpackt in einem Konzept der vier Jahreszeiten und stellt eine Reise durch die eigene Emotionswelt über diese Zeit dar. Im Fokus steht die eigene verzehrte Selbstwahrnehmung.“</p>
<p><strong>Wie setzt ihr das Konzept der EP live um – spielt ihr mit Licht, Visuals oder anderen Elementen?<br />
</strong><br />
„Da wir sehr kleine Bühnen bespielen, gibt es eher weniger Möglichkeiten etwas zu visualisieren, es ist nicht ausgeschlossen dennoch verzichten wir darauf, da es auf der Bühne auch schnell mal eng werden könnten wenn bspw. viel Lichttechnik auf der Bühne steht. Wir legen dann eher Wert auf eine energetische und gefühlsausdrückende Performance, die dann schon mehr Platz auf der Bühne beansprucht, um unsere Fans in den Bann zu ziehen!“</p>
<p><strong>Worauf freut ihr euch am meisten bei den anstehenden Shows?<br />
</strong><br />
„Wir freuen uns am meisten darauf unsere Fans wieder zu sehen und unvergessliche Abende zusammen zu erleben. Natürlich hoffen wir auch neue Leute mit unserer Musik zu erreichen.“</p>
<p><strong>Gibt es eine Stadt oder Location, auf die ihr euch besonders freut?<br />
</strong><br />
„Nicht wirklich da es in erster Linie um das Publikum geht. Wir freuen uns einfach auf die gesamte Tour und auf die Menschen die Teil davon sein werden.“</p>
<p><strong>An folgenden Stationen wird die Hütte brennen:</strong></p>
<p><strong><span id="gmail-docs-internal-guid-668b8431-7fff-ba70-58f4-e44e861b868b">CUT THE ROPES TOUR<br />
Support: <a href="https://www.leyka-band.com/">Leyka</a></span></strong></p>
<p><strong>10.10.2025 Berlin Privatclub<br />
11.10.2025 Hamburg Headcrash<br />
12.10.2025 Osnabrück Westwerk<br />
13.10.2025 Essen Don’t Panic<br />
14.10.2025 Köln MTC<br />
15.10.2025 Mainz Schon Schön </strong></p>
<p>(Pressefoto: Patricia Gratschow)</p>
<p>Redakteur: <a href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dead-phoenix-im-interview-live-emotionen-gehen-weiter">DEAD PHOENIX IM INTERVIEW- Live Emotionen gehen weiter</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">32124</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Lieblingsplatten Revisited &#8211; &#8222;Lauschangriff&#8220; mit Markus von IMPARITY</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/lauschangriff-lieblingsplatten-revisited</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 18:31:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[Amorphis]]></category>
		<category><![CDATA[ANATHEMA]]></category>
		<category><![CDATA[BLACK SABBATH]]></category>
		<category><![CDATA[Falkenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Hammerfall]]></category>
		<category><![CDATA[IMPARITY]]></category>
		<category><![CDATA[MOTÖRHEAD]]></category>
		<category><![CDATA[MY DYING BRIDE]]></category>
		<category><![CDATA[SENTENCED]]></category>
		<category><![CDATA[Swallow the sun]]></category>
		<category><![CDATA[THE GATHERING]]></category>
		<category><![CDATA[The Night Flight Orchestra]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=31720</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#160; Unsere Leidenschaft zur Musik wird von jedem von uns auf seine eigene Weise gelebt. Angefangen vom Hörerlebnis selbst, über</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/lauschangriff-lieblingsplatten-revisited">Lieblingsplatten Revisited &#8211; &#8222;Lauschangriff&#8220; mit Markus von IMPARITY</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unsere Leidenschaft zur Musik wird von jedem von uns auf seine eigene Weise gelebt. Angefangen vom Hörerlebnis selbst, über den Besuch von Konzerten, Tragen von Bandshirts bis hin zum eigenen musikalischen Projekt ist alles dabei. Dabei gibt es persönliche Vorlieben (Streaming, CD, Vinyl oder Tape) und Hörgewohnheiten (Lautsprecher oder Kopfhörer). Bei einem gemütlichen Gespräch mit Markus von <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="http://www.imparity.de/">IMPARITY</a></span> (siehe auch <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/imparity-tales-of-rust-and-bones">unsere Rezi zum Album</a></span>) plauderten wir über ungewöhnliche Ideen fürs Hörerlebnis, die Veränderung der eigenen Lieblingsbands innerhalb derer Diskographie und dem aktuellen Stand bei IMPARITY.</p>
<p><strong>Du hattest eine sehr coole Idee; sich einmal durch die komplette Diskographie einiger Lieblingsbands zu hören. Wie kam es zu dieser Idee?</strong></p>
<p>Eigentlich war das ein ganz profaner Grund, der mich zu dieser Idee brachte. Ich habe seit geraumer Zeit einen Plattenspieler in meinem Arbeitsbüro stehen und bin in der glücklichen Lage fast den ganzen Tag Musik hören zu können. Neben aktuellen Schallplatten, die ich an meine Arbeitsstelle schicken lasse, will ich aber natürlich auch alte Platten hören, die ich dann immer im Schwung von zu Hause aus meiner Sammlung mitnehme und nach dem Durchhören gegen andere austausche. Da ich meine Platten alphabetisch und innerhalb einer Band chronologisch sortiert habe war es mir aber tatsächlich zu mühsam, immer einzelne Platten herauszunehmen und sie hinterher wieder korrekt einzusortieren und daher habe ich immer die Kollektion einer Band im gesamten aus dem Regal genommen.</p>
<p><strong>Welche Bands hast du konkret durchgehört und warum ausgerechnet diese? Und gab es ein bestimmtes Medium (Schallplatte, CD, digital), das du bevorzugt hat oder hat du alles so gemischt, wie es in den Alltag passt?</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-31726 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB.jpg?resize=300%2C297&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="297" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=300%2C297&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=1024%2C1014&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=768%2C760&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=1536%2C1521&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?resize=2048%2C2028&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/MDB-scaled.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es waren eben Bands, von denen ich einfach besonders viele Schallplatten besitze. Bands deren Sammlung ich insbesondere Ende der 90er und in den 2000ern gesammelt habe und dort vornehmlich auf CD besitze, fielen daher hinten über. Wenn mir einzelne Releases auf Platte fehlten, habe ich diese aber in der korrekten Reihenfolge dann gestreamt, um auch wirklich die ganze Diskographie zu erfassen. Außerdem sollten es schon Bands sein, die eine umfangreiche Diskographien vorweisen können.</p>
<p>Unter anderem sind da vor allem Motörhead, My Dying Bride, Swallow the Sun, Anathema, Falkenbach, Sentenced, Amorphis, Hammerfall, Black Sabbath (dank der neu veröffentlichten LP-Boxen), The Gathering und The Night Flight Orchestra, aber auch eher nicht unter den Metal zu gruppierende Bands, wie Dire Straits, Queen oder Heart, zu benennen.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-31728" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Katatonia.jpg?resize=300%2C295&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="295">Hast du noch weitere Bands auf deinem Zettel, die du durchhören möchtest und falls ja, welche sind das?</strong></p>
<p>Als nächstes steht auf jeden Fall Katatonia und Long Distance Calling an, da besitze ich auch noch fast jede Veröffentlichung auf Vinyl und aus dem Rock-Sektor Pat Benatar. Danach muss ich schon etwas genauer schauen, wo ich wirklich noch ausreichende Mengen an Releases auf Vinyl vorliegen habe. Eventuell werde ich dann doch mehr auf das Streaming oder auf die CD setzen. Nevermore, Paradise Lost oder Moonspell würden mich auf jeden Fall sehr reizen, da habe ich die meisten Releases aber „nur“ auf CD. Da würde ich dann im Büro wohl eher auf das Streaming setzen.</p>
<p><strong>Wenn man eine Band in seiner Jugend zum ersten Mal hört und dann einige Alben immer wieder auf dem Plattenteller hat, gehören die schon fest zum eigenen Leben. Wenn man jetzt allerdings die komplette Diskographie durchhört, hört (und spürt) man ja schon einige Unterschiede im Gegensatz zum „ersten Mal“. Wenn du das aktuelle Hörerlebnis mit deinen ersten Begegnungen mit den Bands vergleichst: was hat sich konkret verändert und was ist gleich geblieben für dich beim Durchhören?</strong></p>
<p>Gleich geblieben ist natürlich die Liebe und die Begeisterung zu jeder der Platten. Von den genannten Bands gibt es wirklich nur wenige Platten, die ich nicht liebe und mag. Jede Platte für sich ist besonders und einzigartig, auch wenn sie manchmal aus dem Kontext fallen oder doch eine deutliche Kurskorrektur der Band aufweisen. Wenn man die Platten nun im Kontext der Banddiskographie hört fällt einem &#8211; wie ich finde &#8211; schon deutlicher auf, dass sich viele Stilwechsel eben doch längerfristig eingeschlichen haben und nicht wie es einem manchmal in der Jugend vorkam, von einer Platte auf die andere. Manchmal lässt sich der stilistische Wechsel auch natürlich auch an Wechseln in der Bandbesetzung festmachen. Ich habe auch versucht immer zu den Platten ein wenig über die Geschichte der Band zu recherchieren und die Platten auch im Zusammenhang von Besetzungswechsel, Plattenfirmawechsel und ggf. auch Aufnahmebudget zu sehen. So erschließen sich einem viele Unterschiede und Zusammenhänge, die man in früheren Zeiten auch auf Grund der damals nicht vorhandenen Datenbanken im Internet so gar nicht deuten konnte. In dem Zuge bin ich dann auch nach der Discographie einer Band gerne noch eine Zeit bei den Nebenprojekten der Mitglieder oder weiterführender Gruppen ehemaliger Mitglieder hängengeblieben.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-31730 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Imparity.jpg?resize=235%2C214&#038;ssl=1" alt="" width="235" height="214">Das bringt mich direkt zu eurer Band IMPARITY; stell dir vor, du würdest eure ersten musikalischen Gehversuche mit eurem aktuellen Album vergleichen; was hat sich da für dich verändert, wenn du es als Hörer durchhören würdest?</strong></p>
<p>Zum einen vor allem der Sound. Bei unserer ersten EP waren wir zwar in einem professionellen Studio und eigentlich ist es von der Technik her die am besten produzierte Platte. Aber wir wussten gar nicht so recht, welchen Sound wir eigentlich haben wollten und entsprechend langweilig ist dann auch der Mix ohne Ecken und Kanten ausgefallen. Die zweite Veröffentlichung „Dying Dreams“ haben wir dann in der Pandemie-Zeit komplett im Heim-Studio aufgenommen und ich habe sie selbst gemischt. Für einen Anfänger glaube ich gar nicht so schlecht, aber im Nachhinein merkt man dann natürlich doch wo die Schwachstellen sind. Bei dem ersten Langspieler haben wir dann zwar auch im Heimstudio recordet, das Ganze aber von Markus Skroch von den Kalthallen Studios (u.a. Ash of Ashes) mixen lassen und das Ergebnis hat uns auf der gesamten Länge überzeugt.</p>
<p>Der zweite Unterschied liegt sicher im Songwriting, wo wir mit der Zeit auch deutliche Fortschritte gemacht haben. Sowohl in der Abwechslung als auch in der Komplexität. Und schließlich auch in unseren eigenen Fähigkeiten am Instrument und in dem Mut, einmal etwas Neues zu probieren.</p>
<p><strong>Wie schaut´s aktuell im Lager von IMPARITY aus; euer Debut-Album „Tales of Rust and Bones“ war ja bereits eine Doom Perle. Wie sind die aktuellen Pläne in Sachen Songwriting und Konzerten?</strong></p>
<p>Wir bleiben in der Entwicklung nicht stehen und haben jüngst eine sehr erfreuliche Entwicklung. Wir konnten ein neues Bandmitglied für uns gewinnen und werden in Zukunft mit Geige und Keyboard die Bühnen unsicher machen. Dadurch wird unser Sound sicher deutlich komplexer und abwechslungsreicher sowie atmosphärischer. Wir sind mitten im Prozess des Songwritings für das neue Album, ein Termin steht hier aber auch noch gar nicht fest. Gerne würden wir auch ein kleines Label für uns gewinnen können. Erste Live-Termine sind für den Sommer auf jeden Fall geplant. Zum Beispiel am 02.08.2025 im Valhalle in Köln und am 06.09.2025 im Kult 41 in Bonn.</p>
<p><strong>Du bist ja auch viel auf Konzerten unterwegs; gibt es ein Festival, auf dem du gerne mit IMPARITY spielen würdest?</strong></p>
<p>Wir würden gerne mal auf einem Festival spielen, da kommen viele kleine Festivals im Ruhrgebiet oder in ganz Deutschland sicher in Frage. Ein Festival ist immer eine großartige Möglichkeit seine Musik einer größeren Gruppe von Musikbegeisterten zu präsentieren, die sonst nie auf diese Band gestoßen wären. Total schön wäre es mal in einer besonderen Location, wie z.B. der Naturhöhle in Balve zu spielen. Aber das sind weit entfernte Träume.</p>
<p>Danke für deine Zeit und die coole Idee für diesen Artikel!</p>
<p><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/"><strong>Sebastian Radu Groß</strong></a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/lauschangriff-lieblingsplatten-revisited">Lieblingsplatten Revisited &#8211; &#8222;Lauschangriff&#8220; mit Markus von IMPARITY</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">31720</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Im Gespräch mit Nigel Glockler von SAXON (Interview)</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/interview-mit-saxon-drummer-nigel-glockler</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[René Jauernik]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2025 19:20:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drums]]></category>
		<category><![CDATA[INTERVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[Nigel Glockler]]></category>
		<category><![CDATA[SAXON]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=31666</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Alteingesessene Heavy Metal-Fans werden sicherlich mit dem Namen Nigel Glockler etwas anfangen können. Schließlich handelt es sich hierbei um den</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/interview-mit-saxon-drummer-nigel-glockler">Im Gespräch mit Nigel Glockler von SAXON (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>Alteingesessene Heavy Metal-Fans werden sicherlich mit dem Namen Nigel Glockler etwas anfangen können. Schließlich handelt es sich hierbei um den Drummer der britischen Kult-Band SAXON. Mit seinem unverwechselbaren Groove hat er wesentlich dazu beigetragen, dass man Alben wie „Power &amp; The Glory“, „Crusader“ oder „Solid Ball Of Rock“ zurecht als Klassiker bezeichnet. Neben Leuten wie Phil Rudd (AC/DC), Stefan Kaufmann (Accept) oder Pete Spencer (Smokie) war Mr. Glockler einer meiner Haupteinflüsse, als es daran ging, es selbst mit der Trommelei zu probieren. Im Juli 2024 waren SAXON als Special Guest von Judas Priest in Europa unterwegs. Im Rahmen des Auftrittes in Dresden bekam ich die Gelegenheit, es mir mit Nigel im Tourbus gemütlich zu machen und ein ausführliches Pläuschchen abzuhalten. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Soundmann Jacky Lehmann, der das Ganze organisierte.</strong></p>
<p><strong>Zuerst würde mich natürlich interessieren, wann du mit dem Trommeln ange</strong><strong>fangen hast und wie es überhaupt dazu kam?</strong></p>
<p><em>„Das müsste im Alter von 7 oder 8 Jahren gewesen sein. Mein Bruder, der 11 Jahre älter ist als ich, hörte damals den ganzen Tag aktuelle Pop-Musik von Bill Haley und Konsorten. Irgendjemandem aus der Familie ist dann aufgefallen, dass ich dazu permanent mit meinen Händen auf dem Tisch und meinen Oberschenkeln mitgetrommelt habe. Das hat meinen Vater dann dazu bewogen, mir eine Snare und ein Becken zu kaufen. Lustigerweise hatte ich vorher schon eine Blechtrommel, mit der ich immer durch den Garten stolziert bin, als wäre ich einer der Wächter des Buckingham Palace (lacht). Irgendwann nahm ich dann richtigen Schlagzeugunterricht, der mich aber nicht großartig weiterbrachte, weil mein Lehrer nur die Grundtechniken drauf hatte, die ich selber recht schnell beherrschte. Das hat mich so gelangweilt, dass ich mich erstmal der Bassgitarre zugewendet habe und sogar eine Weile damit in unserer Schulband zugange war. Damals hatte ich absolut nicht vor, ein Berufsmusiker zu werden. Ich wollte unbedingt den Beruf eines Veterinärs ausüben, aber dafür haben meine schulischen Leistungen nicht ausgereicht. Mit 14 oder 15 habe ich mich wieder aufs Trommeln konzentriert und bin mit verschiedenen, kleineren Bands durch die örtlichen Clubs und Bars getingelt. 1976 hatten wir einen Gig in einer Location in Brighton, als mich jemand von der dort beheimateten Profi-Band Krakatoa ansprach, ob ich nicht bei ihnen vorspielen wolle. Das tat ich erfolgreich, und seit diesem Tag bin ich als Berufsmusiker unterwegs. Die Keyboards bediente übrigens Hans Zimmer, der später als Filmmusikkomponist weltberühmt wurde.“</em></p>
<p><strong>Kannst du dich noch an dein erstes Schlagzeug erinnern?</strong></p>
<p><em>„Natürlich (lacht)! Am Anfang hatte ich nur eine orange-glitzernde Snaredrum. Die war ziemlich flach, fast wie eine Piccolo-Snare. Als nächstes haben mir meine Eltern eine Bassdrum und ein Hängetom gekauft. So kamen dann immer mehr Einzelteile hinzu, bis ich ein komplettes Set hatte. Eines Tages habe ich jedoch schweren Herzens meine heiß geliebte elektrische Eisenbahn verkauft und mir von dem Geld ein rotes Olympic-Kit zugelegt. Das war sozusagen das Einsteigermodell der Marke Premier. Eine 20“ Bassdrum, ein 16“ Standtom und zwei 12“ Hängetoms. Damit konnte nichts mehr schiefgehen (lacht)!“</em></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-31671 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo2_Copyright_%402023-SAXON.jpg?resize=800%2C792&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="792" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo2_Copyright_%402023-SAXON.jpg?w=879&amp;ssl=1 879w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo2_Copyright_%402023-SAXON.jpg?resize=300%2C297&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo2_Copyright_%402023-SAXON.jpg?resize=768%2C760&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />Krakatoa war deine letzte Band, bevor du bei SAXON gelandet bist, oder?</strong></p>
<p><em>„Oh nein! Krakatoa lösten sich 1978 auf. Die New Wave- und Punkbewegung hat uns überrollt. Wir haben eher funkiges Zeug gespielt und uns später in die Progressive-Rock-Richtung orientiert. Das klang so ähnlich wie Kansas. Der Gitarrist Roger ist bis heute einer meiner besten Freunde und wir schreiben noch immer Musik zusammen. Nach Krakatoa war ich erstmal eine Weile als Session-Drummer unterwegs.“ </em></p>
<p><strong>Konntest du davon leben?</strong></p>
<p><em>„Ja, aber nicht besonders gut. Damals wohnte ich noch bei meinen Eltern. Die Sessions waren aber sehr hilfreich, einen Fuß ins Business zu bekommen. Durch meinen Freund Hans Zimmer landete ich in der Band des neuseeländischen Sängers Zaine Griff. Da waren noch Leute von Ultravox und aus Elton Johns Band dabei. Wir probten in einem Studio in London für das zweite Album von Zaine. Dort lernte ich die Sängerin Toyah Willcox kennen, die mich ziemlich schnell abwarb und mit der ich das Album „Anthem“ einspielte. Kurz darauf stieg ich dann bei SAXON ein.“</em></p>
<p><strong>Das müsste 1981 gewesen sein, richtig?</strong></p>
<p><em>„Korrekt.“</em></p>
<p><strong>Wie kam es dazu? Hast du dich bei SAXON beworben?</strong></p>
<p><em>„Nein, die haben mich gefragt, ob ich mitmachen will. Die sind auf mich gekommen, weil der Bassist von Krakatoa gleichzeitig der Manager von SAXON war. Ich sollte nur für den damaligen Schlagzeuger Pete Gill einspringen, weil er sich eine Handverletzung zugezogen hatte. Der Anruf kam sonntags, und der Auftritt sollte am darauffolgenden Mittwoch stattfinden. Das Witzige ist, dass ich mir bereits ein Ticket für die Show gekauft hatte, weil ich mir die Band anschauen wollte (lacht).“</em></p>
<p><strong>Hast du die Kohle wenigstens zurückbekommen?</strong></p>
<p><em>„Natürlich nicht! Das müsste ich vielleicht nochmal ansprechen (lacht)!“ </em></p>
<p><strong>Warst du bereits mit dem Songmaterial vertraut?</strong></p>
<p><em>„Die Alben waren mir schon bekannt, ja. Das war trotzdem alles ziemlich chaotisch. Das Konzert fand im Brighton Center in London statt, und die Band hatte die Location schon zwei Tage vorher gebucht. Ich habe mich dann vor Ort mit den Live-Arrangements vertraut gemacht, und dann haben wir die Songs gemeinsam geprobt. Ich machte mir natürlich einige Notizen, weil ich mir das alles in der Kürze der Zeit nicht hätte merken können. Das hat bestens funktioniert, und so bin ich gleich mit SAXON auf Tournee gegangen. Ursprünglich sollte ich nur für eine Woche aushelfen. Sie hatten noch einen anderen Drummer dabei, der das Material aber nicht so schnell lernen konnte wie ich, weil er kein Session-Drummer war. Er sollte sich also eine Woche lang jeden Auftritt von mir sorgfältig anschauen und sich dabei die Songs einprägen. Nach dem ersten Gig war er jedoch auf Nimmerwiedersehen verschwunden! Der Manager ist natürlich erstmal richtig ausgeflippt (lacht). Dann wurde ich natürlich gefragt, ob ich nicht bleiben möchte. Da hatte ich absolut nichts dagegen.“</em></p>
<p><strong>Du hast dann bis 1987 mitgemacht.</strong></p>
<p><em>„Richtig. Ich habe SAXON dann verlassen, weil ich mit dem Management nicht einverstanden war. Ich bin der Meinung, dass die uns die ganze Zeit abgezockt haben. Mehr möchte ich aber dazu nicht sagen. Ich bekam dann ziemlich schnell das Angebot, GTR mit Steve Howe, der u.a. bei Yes und Asia gespielt hat, beizutreten. Das ging aber nur ein knappes Jahr, weil die Chemie nicht gestimmt hat. Mit Steve bin ich aber nach wie vor befreundet. Ich habe sogar auf einigen seiner Soloalben gespielt.“ </em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>SAXON haben dann ohne deine Beteiligung das „Destiny“-Album veröffentlicht. Das ist übrigens meine am wenigsten bevorzugte Scheibe der Band. Die ist mir zu poppig.</strong></p>
<p><em>„Zu dem Album kann ich überhaupt nichts sagen. Man muss aber sagen, dass vor allem in Südamerika und sogar in einigen US-Bundesstaaten auf unseren Touren immer nach „Ride Like The Wind“ gefragt wird. In Europa spielen wir den Song so gut wie nie. Höchstens mal in Spanien oder Italien. Der hat wahrscheinlich ein südländisches Flair (lacht). Ich spiele den Song aber ziemlich gern. Obwohl das Stück eigentlich von Pferden handelt, will Biff den Leuten aber immer weismachen, dass es um Motorräder geht.“ </em></p>
<p><strong>1989 bist du wieder zu SAXON zurückgekehrt. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?</strong></p>
<p><em>„Die Jungs haben mich einfach gefragt, ob ich wieder mitmachen will. Mit der damaligen Besetzung hat es wohl nicht so richtig funktioniert. Wir sind dann erstmal auf Europatournee gegangen und haben auf dieser Reise das „Rock´n´Roll Gypsies“-Livealbum mitgeschnitten.“</em></p>
<p><strong>Da ich ja – genau wie euer Soundmann Jacky &#8211; aus der ehemaligen DDR stamme, hatte ich in den Achtzigern leider nicht die Gelegenheit, euch live zu sehen. Mein erstes SAXON-Konzert erlebte ich erst 1992 in Halle (Saale) auf der „Bombers &amp; Eagles“-Tour mit Motörhead. </strong></p>
<p><em>„Das ist ja witzig! Wir sind ja hier in Dresden, und ich habe vorhin noch überlegt, wo wir schon überall im Osten gespielt haben. Halle ist mir noch ein Begriff.“</em></p>
<p><strong>Hast du noch Erinnerungen an die Tour?</strong></p>
<p><em>„Mit Motörhead waren wir ja ganz oft unterwegs. Das hat immer riesigen Spaß gemacht. Ihren Gitarristen Phil Campbell kenne ich seit 1977. Lemmy war auch ein großartiger Typ. Speziell die von dir erwähnte Tour war ein großer Erfolg. Wenn ich mich richtig erinnere, waren Rage noch mit von der Partie, oder?“</em></p>
<p><strong>Korrekt! Das war ein echt gelungenes Package. In Halle konnten Motörhead absolut nicht mit euch mithalten.</strong></p>
<p><em>„Hahaha, vielen Dank! Das höre ich natürlich gern!“</em></p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="Crusader (2009 - Remaster)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/OI5loEyhyZQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Euer damals aktuelles Album „Forever Free“ finde ich auch granatenstark. 1997 bist du dann zum zweiten Mal bei SAXON ausgestiegen.</strong></p>
<p><em>„Genau. Ich hatte einen Muskelfaserriss in der Schulter und war absolut nicht mehr in der Lage, Schlagzeug zu spielen. Mein Doktor hat mir auch davon abgeraten, da sich der Heilungsprozess sonst sehr schwierig gestaltet hätte. Ich habe aber weiterhin Material für SAXON komponiert.“ </em></p>
<p><strong>Das Keyboard-Intro vom „Metalhead“-Album geht auf deine Kappe, richtig?</strong></p>
<p><em>„Ja. An 3 oder 4 Songs von „Killing Ground“ habe ich auch mitgeschrieben. Die Grundidee von „Witchfinder General“ vom „Lionheart“-Longplayer ist ebenfalls in meinem Haus entstanden. Ich komponiere nach wie vor Songs. Das macht mir Spaß.“</em></p>
<p><strong>Hattest du zu dieser Zeit eine Ahnung, dass du ein paar Jahre später wieder bei SAXON einsteigen wirst?</strong></p>
<p><em>„Biff hat mich die ganze Zeit zu überreden versucht, wieder mitzumachen. Das kam aber für eine ganze Weile nicht infrage für mich. Ich hätte das ihrem damaligen Drummer Fritz Randow gegenüber nicht fair gefunden. Irgendwann fragten mich die Jungs, ob ich nicht Lust hätte, bei ihrem Wacken-Auftritt 2004 ein paar Songs zu trommeln. Das hat tierisch Spaß gemacht. Daraufhin kam die Frage, ob ich auf ihrer nächsten Tour beim Gig in London auch wieder mitmachen möchte. In der Zwischenzeit war Fritz übrigens ausgestiegen und Jörg Michael wurde sein Nachfolger. Der Gig in London war eine unglaubliche Erfahrung. Als Biff mich ankündigte, erklangen im gesamten Saal „Nigel! Nigel!“-Sprechchöre. Das war unfassbar! Ich habe mir fast in die Hose gemacht (lacht)! Biff hat mir nur zugezwinkert und meinte „Ab geht´s!“&nbsp; Als Nächstes hatten SAXON dann eine kleine Tour geplant, auf der nur Songs von den ersten 4 oder 5 Alben gespielt werden sollten. „A Night Out With The Boys“ hieß die Sache. Biff rief mich an und fragte, ob ich Lust hätte, mitzumachen. Zwischendurch waren sie mit Deep Purple unterwegs und im Anschluss hat Jörg SAXON verlassen, um sich wieder auf seine Stammband Stratovarius zu konzentrieren. Das war 2005, und seitdem bin ich wieder fest dabei.“</em></p>
<p><strong>Hast du noch Kontakt zu Fritz und Jörg?</strong></p>
<p><em>„Mit Fritz hatte ich nie persönlichen Kontakt. Ich kann dir auch nicht sagen, wieso er damals ausgestiegen ist und was er heute so treibt. Jörg treffe ich immer, wenn wir in Wacken spielen, da er dort als Bandbetreuer arbeitet. Er ist mittlerweile ein richtig guter Freund von mir. Beide sind übrigens ganz fantastische Schlagzeuger!“</em></p>
<p><strong>Wie kam es eigentlich dazu, dass Sven &#8211; der Sohn von Metal-Legende Udo Dirkschneider – dein Roadie wurde?</strong></p>
<p><em>„Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Udo und SAXON kennen sich ja schon seit Ewigkeiten. Ich glaube, das hatte unser Tourmanager eingefädelt. Gute Roadies sind Mangelware und er hat sich immer darum gekümmert, dass fähige Leute am Start sind. Später hat mich Sven sogar bei fünf Konzerten vertreten.“</em></p>
<p><strong>Ich weiß. Ich habe das letzte davon in Berlin gesehen. Er hat einen hervorragenden Job gemacht! Wenn man die Augen schloss, hat man fast keinen Unterschied gehört.</strong></p>
<p><em>„Das lag sicher daran, dass er mein Drumkit benutzt hat (lacht)! Sven ist wirklich ein ausgezeichneter Schlagzeuger. Du meinst aber die Gigs mit Motörhead, richtig? Da hat er mich auch für ein paar Shows ersetzt, die wegen Phil Campbells Krankheit kurzfristig verschoben werden mussten. Das hatte ich fast schon wieder vergessen (lacht). Sven hat uns aber bereits im Februar 2015 ausgeholfen, weil ich im Dezember 2014 aufgrund eines Hirn-Aneurysmas im Krankenhaus lag und kurz davor war, abzutreten. Die Ärzte teilten meiner Frau schon mit, sie solle mit dem Schlimmsten rechnen. Unser Promoter war so nett, die Konzerte auf Februar zu verschieben. Ich war einen kompletten Monat lang ans Bett gefesselt und sollte ein paar Wochen später schon wieder komplette Shows spielen. Unglaublich, oder? Das hat dann Sven erledigt. Ich bin zur letzten Show nach London gefahren und hatte mir vorgenommen, wenigsten einen Song – und zwar „747 (Strangers In The Night)“ – zu spielen. Meine Muskeln waren ja noch nicht mal ansatzweise wieder so fit, wie es für ein ganzes Konzert nötig wäre. Der Soundcheck lief echt super und im Endeffekt habe ich dann 5 Songs gespielt. Ich lag übrigens in Newcastle im Krankenhaus. Als wir das nächste Mal dort spielten, lud ich als kleines Dankeschön den Chirurg zum Konzert ein.“</em></p>
<p><strong>Hat er sich denn blicken lassen?</strong></p>
<p><em>„Ja, tatsächlich! Er brachte seine Frau mit und wir haben nach dem Gig noch ein paar Getränke zu uns genommen. Irgendwann meinte er zu mir: „Du bist ein absoluter Freak! Nach solch einer OP braucht man normalerweise anderthalb bis zwei Jahre, bevor man wieder mit voller Power trommeln kann. Und du bist nach vier Monaten schon wieder auf Tour!“ Dem Mann werde ich bis zu meinem Lebensende zutiefst dankbar sein!“</em></p>
<p><strong>Immerhin scheint er ja was von seinem Job zu verstehen.</strong></p>
<p><em>„Offensichtlich (lacht)!“</em></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-31670 alignleft" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo1.jpg?resize=800%2C600&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="600" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo1.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/03/Nigel_Photo1.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />Mich würde mal interessieren, welcher SAXON-Song für dich live am Schwierigsten zu spielen ist?</strong></p>
<p><em>„Gute Frage! Da würde ich einen vom neuen Album „Hell, Fire And Damnation“ wählen, den wir zwar noch gar nicht live gespielt haben, der aber mit Sicherheit auf der nächsten Tour dabei sein wird, nämlich „Fire And Steel“.“ </em></p>
<p><strong>Das dürfte einer der schnellsten SAXON-Songs überhaupt sein.</strong></p>
<p><em>„Genau deshalb (lacht)! Ich bin aber selbst schuld. Wenn wir die Songs im Studio aufnehmen, versuche ich oft, möglichst viele interessante Parts einzubauen. Live tendiert man als Schlagzeuger aber häufig dazu, etwas schneller zu spielen. Das kennst du ja bestimmt auch, oder?“</em></p>
<p><strong>Ähm, natürlich…</strong></p>
<p><em>„Siehst du (lacht)! In dem Song gibt es unheimlich lange Doublebassparts, die dann mit noch höherer Geschwindigkeit ziemlich anstrengend werden.“ </em></p>
<p><strong>Welchen Song spielst du am liebsten?</strong></p>
<p><em>„Momentan ist das auch einer vom aktuellen Album, und zwar „Madame Guillotine“. Der groovt von Anfang bis Ende und macht höllisch Spaß.“</em></p>
<p><strong>Der Song hat auch hervorragende Lyrics.</strong></p>
<p><em>„Oh ja! Das ist einer der besten Texte, die Biff je geschrieben hat. Ich finde es echt witzig, das Ganze aus Sicht der Guillotine zu erzählen. Der Text erinnert mich immer an die Anfangsszene der letzten „Napoleon“-Verfilmung mit Joaquin Phoenix, in der die Hinrichtung von Marie Antoinette gezeigt wird. Ein wirklich erstklassiger Streifen! „Roswell“ von der neuen Scheibe spiele ich auch unheimlich gern. Ich stehe total auf unsere groovigen Sachen. Das Wichtigste an einem Song ist der Groove. Der absolute Meister diesbezüglich ist meiner Meinung nach übrigens Phil Rudd. Wenn er anfängt zu spielen, wippst du automatisch mit dem Fuß mit. In den Achtzigern habe ich das leider noch nicht so gesehen. Da habe ich stellenweise versucht, zuviel in die Songs reinzupacken. Egal, ob notwendig oder nicht. So nach dem Motto: „Da gibt es doch dieses abgefahrene Fill von Neil Peart. Das muss ich auch irgendwo unterbringen!“ (lacht) Du weißt bestimmt, was ich meine.“</em></p>
<p><strong>Na klar. Auf dem „Power &amp; The Glory“-Album hast du dich diesbezüglich beispielsweise ziemlich ausgetobt.</strong></p>
<p><em>„Genau! Das war aber auch mein erstes SAXON-Album, und da musste ich zeigen, was ich draufhabe! Ich durfte ja die ganzen Pete Gill-Fans nicht enttäuschen! Bei den Aufnahmen hatten wir aber jede Menge Spaß!“</em></p>
<p><strong>Der Titelsong ist mein Lieblingstrack von SAXON.</strong></p>
<p><em>„Gute Wahl! Das ganze Album ist aber Klasse!“</em></p>
<p><strong>Vom Coverartwork mal abgesehen…</strong></p>
<p><em>„Hahaha, das stimmt! Das waren seltsame Zeiten. Damals ging es aber vielen Bands so wie uns, denen einfach irgendwelche komischen Cover aufdiktiert wurden. Sieh dir nur mal die ganzen Musikvideos von damals an! Mit dem „Crusader“-Cover haben wir diese Scharte aber wieder ausgewetzt!“</em></p>
<p><strong>Zum Schluss würde ich gerne wissen, ob es eine bestimmte Tour oder einen Einzelgig gibt, den du als Highlight deiner Karriere bezeichnen würdest?</strong></p>
<p><em>„Oh Mann, das ist echt schwierig! Ich liebe es aber, in Wacken zu spielen. Prinzipiell mag ich die ganzen großen Festivals. Für mich ist aber eher die Fertigstellung eines neuen Albums immer ein großes Highlight. Damit verknüpft man meistens nur gute Erinnerungen. Wir hatten 1989/90 eine etwas schlechtere Phase, als der Metal nicht mehr ganz so erfolgreich war und dieses Grunge-Ding aufkam. Aber so ging es wohl vielen Metal-Bands zu dieser Zeit.“</em></p>
<p><strong>Damals gab es doch auch eine kurze Tour gemeinsam mit Bands wie Manowar und Lizzy Borden, bei der ihr als Co-Headliner nur eine Spielzeit von 35 Minuten hattet.</strong></p>
<p><em>„Ja, genau. Da haben doch auch Sabbat mitgemacht, bei denen unser heutiger Stammproduzent Andy Sneap damals Gitarre spielte. Echt witzig!“</em></p>
<p><strong>Richtig. Außerdem waren noch Fates Warning dabei. Damit wären wir auch schon durch. Ich danke dir ganz herzlich, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch genommen hast. Es war mir eine echte Ehre, mit dir so ausführlich sprechen zu dürfen!</strong></p>
<p><em>„Das Gespräch hat mir wirklich Spaß gemacht, mein Freund! Jederzeit wieder! Wenn du noch irgendwelche Infos brauchst, dann melde dich! Bis dann!“</em></p>
<p><strong>Redakteur: <span style="color: #003366;">René Jauernik</span></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/interview-mit-saxon-drummer-nigel-glockler">Im Gespräch mit Nigel Glockler von SAXON (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">31666</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Dirkschneider im Interview &#8211; Jubiläum eines Meilensteins</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dirkschneider-im-interview-jubilaeum-eines-meilensteins</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[René Jauernik]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Feb 2025 19:26:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[ALBUM]]></category>
		<category><![CDATA[Balls to The Walls]]></category>
		<category><![CDATA[Dirkschneider. U.D.O.]]></category>
		<category><![CDATA[INTERVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[METAL]]></category>
		<category><![CDATA[reloaded]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Dirkschneider]]></category>
		<category><![CDATA[Tour 2025]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=31515</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>„Balls To The Wall“ sollte zumindest den älteren Semestern unserer Leserschaft ein Begriff sein. Immerhin handelt es sich bei dem</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dirkschneider-im-interview-jubilaeum-eines-meilensteins">Dirkschneider im Interview &#8211; Jubiläum eines Meilensteins</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p><strong>„Balls To The Wall“ sollte zumindest den älteren Semestern unserer Leserschaft ein Begriff sein. Immerhin handelt es sich bei dem Ende 1983 veröffentlichten Accept-Album um einen der größten Meilensteine der Musikgeschichte. Zum vierzigsten Jubiläum präsentiert Originalsänger Udo Dirkschneider mit seiner Band das gesamte Werk auf ausgiebiger Welttournee und hat das Album unter Mithilfe befreundeter Gastsänger komplett neu eingespielt. Wer auf der „Balls To The Wall Reloaded“ getauften Scheibe so alles am Start ist und was im Bandlager derzeit abgeht, erzählen der Metalgott sowie sein trommelnder Sohnemann Sven im folgenden Gespräch.</strong></p>
<p><strong>Hallo ihr beiden! Schön, euch zu sehen. Wie geht´s euch?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Hallöchen! Alles gut soweit. Ich leide noch etwas unter dem Jetlag.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Hi René! Hier ist auch alles bestens. Bei dir hoffentlich auch?</em></p>
<p><strong>Alles prima! Ihr kommt ja gerade von der 70.000 Tons Of Metal Cruise in Florida. Wie war´s?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Das war auf jeden Fall super! Gut, dass wir da noch kurzfristig reingerutscht sind. &nbsp;</em></p>
<p><strong>Dort spielt man ja in der Regel zwei unterschiedliche Sets, oder?</strong></p>
<p><strong><em>Udo: </em></strong><em>Genau! Wir haben einmal auf dem Pooldeck und einmal im sogenannten Theater gespielt. Ich glaube, dass wir die Leute gut bedient haben. Zumindest herrschte permanent eine Wahnsinns-Stimmung.</em></p>
<p><strong>Das freut mich! In diesem Gespräch soll es aber hauptsächlich um das „Balls To The Wall Reloaded“-Album gehen. Wie und wann seid ihr denn auf die Idee gekommen, die Scheibe in der nun vorliegenden Form erneut einzuspielen?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> So richtig geplant war das zunächst eigentlich nicht. Diverse Leute aus dem Business und auch befreundete Musiker haben uns auf Festivals oder bei einzelnen Shows gefragt, ob wir zum vierzigsten Jubiläum von „Balls To The Wall“ irgendetwas Spezielles machen wollen. Damals hatten wir schon eine Tour, auf der wir das Album am Stück spielen wollten, im Auge, mussten dieses Vorhaben jedoch verschieben, weil im angedachten Zeitraum bereits ACCEPT unterwegs waren. Gleichzeitig loszuziehen, wäre aber doof gewesen. Häufig kamen dann Leute von anderen Bands und meinten: „Geile Idee! Da würde ich gerne mal einen Song mitsingen!“ Als sich solcherlei Anfragen vermehrten, begannen wir darüber nachzudenken, ob es Sinn ergeben würde, die Scheibe nochmal neu aufzunehmen. Nur mit mir als Sänger wollten wir das aber nicht machen. Eine heilige Kuh sollte man einfach nicht anfassen, wenn du weißt, was ich meine? Das ist immer ziemlich gefährlich (lacht)! Dann kam ganz schnell die Idee auf, jeden Song mit einem Gastsänger zu präsentieren.</em></p>
<p><strong>Also sind die beiden Ideen, eine Jubiläums-Tour zu machen und das Album neu einzuspielen, nicht gleichzeitig entstanden?</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Die Tour war schon etwas länger geplant. Durch Covid haben sich aber sämtliche Vorbereitungen verschoben, sodass wir das leider nicht zum exakten Zeitpunkt des Jubiläums durchziehen konnten. Ich denke aber, dass das den Leuten im Nachhinein egal ist. Immerhin zelebrieren wir hier eines der wichtigsten und bedeutendsten Alben der Metal-Geschichte. Ich glaube, da freuen sich die Fans drauf. Das haben wir auch auf der Cruise gemerkt, als wir „Balls To The Wall“ beim zweiten Set komplett aufgeführt haben. In Südamerika waren wir ja schon mit der Tour zugange. Da herrschte einfach eine ganz besondere Stimmung.</em></p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31517" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=471%2C471&#038;ssl=1" alt="" width="471" height="471" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/cover-DIRKSCHNEIDER-Balls-To-The-Wall-Reloaded.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w" sizes="auto, (max-width: 471px) 100vw, 471px" />Wie erfolgte die Auswahl der Sänger? Habt ihr euch die Leute ausgesucht oder kamen die von sich aus auf euch zu?</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Logischerweise hatten wir erstmal eine lange Liste mit Wunschkandidaten. Natürlich schaut man zunächst bei alten Weggefährten, wie in diesem Fall Biff Byford (Saxon), Doro Pesch, Dee Snider (Twisted Sister) oder Joakim Brodén von Sabaton. Das sind alles Leute, mit denen wir – oder besser gesagt mein Dad – schon oft auf Tour waren. Es standen auch noch jede Menge andere Namen auf der Liste, aber bei solch großen Projekten ist das am Ende des Tages alles ein riesiger Akt der Organisation. Die einen sind gerade im Studio, die anderen gerade auf Tour, oder was auch immer. Irgendwann muss man jedoch mal starten und den ganzen Kram koordinieren. Ich denke aber, schlussendlich hat das sehr gut funktioniert, da wir tolle Ergebnisse erhielten und mit allen Beiträgen hochzufrieden sind. Uns war es aber sehr wichtig, dass die einzelnen Leute auch Spaß daran haben. Es ging uns absolut nicht darum, bei den Gästen zu betteln, dass sie unseren Song singen. Eigentlich haben alle gesagt, dass sie gern eine eigene Interpretation des jeweiligen Stückes machen wollten und somit mit vollem Eifer dabei waren. Ich denke, das hört man den Liedern auch an. Meiner Meinung nach sind da ganz großartige Versionen dabei. Wir haben übrigens so gearbeitet, dass die Sänger immer den kompletten Song eingesungen haben. Es gab da keinerlei Vorgaben in der Art: „Sing mal Strophe zwei oder Satz Nummer vier etc.“ Am Ende konnten wir dann gemeinsam mit den Sängern entscheiden, welche Variante cool ist und verwendet werden soll.</em></p>
<p><strong>Haben sich die Gastsänger den jeweiligen Song selbst ausgesucht oder habt ihr die Stücke zugeteilt?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Wir hatten da schon konkrete Ideen, welcher Song zu welchem Sänger passen könnte. Als beispielsweise feststand, dass Doro dabei ist, war klar, dass sie „Winterdreams“ übernimmt. Das passt ja wie Arsch auf Eimer, wie man so schön sagt (lacht)! Für den Titelsong stand Joakim von Sabaton auch ziemlich schnell fest. Dafür war ursprünglich Till Lindemann von Rammstein geplant. Der war jedoch leider durch eine Knie-OP verhindert. Bei „Losers And Winners“ kam uns sofort Dee Snider in den Sinn, was sich als perfekte Wahl herausgestellt hat. „Losing More Than You´ve Ever Had“ gestaltete sich da etwas schwieriger, aber ich meinte dann: „Wenn das einer vernünftig hinbekommt, dann der Kiske!“ Der war sich zunächst völlig unsicher und hat sich das erst gar nicht zugetraut. Ich finde aber, dass er das toll gemacht hat und der Song völlig zu ihm passt. Oder nimm „Guardian Of The Night“. Das Stück ist doch prädestiniert für Tim „Ripper“ Owens. Im Endeffekt hat das alles wunderbar funktioniert.</em></p>
<p><strong>Da hast du zufällig auch meine drei Highlights der Scheibe genannt. Die Kiske-Version finde ich wirklich herausragend. Klasse, wie er seinen eigenen Stil mit eingebracht hat. Seid ihr eigentlich zu ACCEPT-Zeiten mal mit Helloween zusammen aufgetreten?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Nee! Ich habe tatsächlich noch nie mit den Jungs zusammengespielt. Auf irgendeinem Festival in Spanien standen wir auf demselben Billing, spielten aber an unterschiedlichen Tagen. Da haben wir uns nur hinten an der Bar getroffen (lacht). Wir sind aber gut miteinander befreundet.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Da war der Michael Kiske aber gar nicht mit dabei. Das war noch vor deren „Pumpkins United“-Reunion-Tour. Auf dem Masters Of Rock-Festival in Tschechien sind wir uns aber oft über den Weg gelaufen. In Hamburg hat man sich hier und da mal gesehen. Da gab es also schon reichlich Berührungspunkte. </em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>Vor drei Jahren solltet ihr ja eigentlich im Vorprogramm von Helloween touren, aber leider hat euch Corona da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gibt es eventuell Überlegungen, die Sache nochmal anzusetzen?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Im Augenblick ist nichts Derartiges geplant. Aber man weiß ja nie wie´s kommt.</em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>Das wäre auf jeden Fall eine erstklassige Kombination. Der Beitrag von Dee Snider ist ebenfalls einer der Höhepunkte, finde ich. Hattest du mit dem schon Kontakt während der ACCEPT-Ära?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ja, wir waren damals mit Twisted Sister unterwegs. Die spielten sogar bei uns im Vorprogramm. Später haben wir uns dann auf Festivals unzählige Male getroffen. Ich würde das jetzt nicht als tiefe Freundschaft bezeichnen, aber wir mögen uns (lacht)! Laut eigener Aussage ist er ein absoluter Fan und von daher passt seine Beteiligung hervorragend. </em></p>
<p><strong>Besteht eine Chance, dass man den einen oder anderen Gastsänger gemeinsam mit euch auf der Bühne erleben kann?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Wir versuchen es auf jeden Fall! Es gibt aber noch keine konkreten Planungen.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Bei der 70.000 Tons Of Metal-Cruise hatten wir Joacim Cans von Hammerfall bei „Head Over Heels“ mit auf der Bühne. Der war übrigens auch für „Balls To The Wall Reloaded“ eingeplant, aber das hat leider aus Zeitgründen nicht geklappt. Eine Live-Beteiligung der Gastsänger steht und fällt größtenteils damit, ob sie verfügbar sind. Die meisten sind ja selbst häufig auf Tournee, und dann wird´s natürlich schwierig. Wir versuchen aber definitiv, ein paar Gäste ran zu bekommen.</em></p>
<p><strong>Von Hammerfall gibt es ja bereits eine Studioversion von „Head Over Heels“, bei der du mitgesungen hast.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Genau. Das ist aber schon steinalt. Die Version hat locker schon über zwanzig Jahre auf dem Buckel! Das Einsingen hat damals aber tierisch viel Spaß gemacht und das Ergebnis ist echt gut geworden.</em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>Die meisten „Balls To The Wall“-Songs hattet ihr ja schon in den regulären DIRKSCHNEIDER-Sets. Songs wie „Losing More Than You´ve Ever Had“ oder „Guardian Of The Night“ waren bisher noch nicht dabei. War es schwer, sich die Stücke wieder drauf zu schaffen, oder hast du die automatisch drin?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> „Losing More Than You´ve Ever Had“ hatten wir tatsächlich noch nie live gespielt, auch mit ACCEPT nicht. „Guardian Of The Night“ war damals für zwei Abende im Programm, wenn ich mich recht erinnere. Was den Gesang anbelangt, war ich im Studio schon ein bisschen nervös. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich noch alle Töne treffe (lacht). Es hat aber alles bestens funktioniert. Da war ich selbst etwas überrascht. Im Prinzip haben wir uns bei den Neueinspielungen Eins zu Eins an die Originale gehalten. Soundmäßig hat sich natürlich einiges verändert. Das liegt auch an den veränderten beziehungsweise weiterentwickelten Aufnahmemöglichkeiten. Da wollten wir jetzt nicht unbedingt zu einhundert Prozent einen auf Vintage machen und schon irgendwie den aktuellen Hörgewohnheiten entsprechen. Bis auf das Solo in „Losing More Than You´ve Ever Had“ haben wir aber absolut nichts verändert. </em></p>
<p><strong>Leider habe ich keine Informationen, wo ihr das Album aufgenommen habt. Ich gehe aber mal stark davon aus, dass Stefan Kaufmann wieder involviert war, oder?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ja, klar! In Stefans Studio wurde das Schlagzeug eingespielt und mein Gesang aufgenommen. Die Gitarren haben die Jungs jeder für sich zuhause eingespielt.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Mit Stefan, Peter und Udo ist natürlich ein Großteil des originalen Line-Ups vertreten, was ein unglaublicher Vorteil für die ganze Sache ist. Ich hatte natürlich die große Ehre, dass mir Stefan original am Drumset zeigen konnte, wie er die Sachen früher gespielt hat. Ich finde, diesbezüglich sollte man die Songs auch nicht verändern. Du kannst beispielsweise nicht einfach mittendrin ein Ride-Pattern spielen, was vorher nie da war. Ich versuche mich bei den ACCEPT-Songs prinzipiell immer sehr konsequent an das Original zu halten. Natürlich irgendwo immer mit einer eigenen Note. So ging es den Gitarristen aber auch.</em></p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" title="DIRKSCHNEIDER - Balls To The Wall (feat. Joakim Brodén) (Official Lyric Video)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/cRd-7LcK7OE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Wi</strong><strong>e du schon gesagt hast, ist mir beim Album und auch bei den DIRKSCHNEIDER-Shows aufgefallen, dass ihr an den Arrangements so gut wie nichts verändert habt. Die Drumparts spielst du nahezu identisch, und ich finde es bemerkenswert, wie du Stefans Stil hinbekommst, ohne wie eine reine Kopie zu wirken. Das macht auch sehr viel von den Songs aus, finde ich.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Da hast du absolut Recht!</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Vielen Dank für das Lob! Es steckt zwar keine Schlagzeuger-DNA in mir, aber dafür ganz viel ACCEPT (lacht)!</em></p>
<p><strong>Du wurdest ja geboren, als dein Vater bereits zum zweiten Mal mit ACCEPT durchgestartet ist. Hast du dich mit den Scheiben deines alten Herrn schon beschäftigt, als du begonnen hast, dich aktiv oder bewusst für Musik zu interessieren oder kam das erst nach deinem Einstieg bei U.D.O.?</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Als ich noch ganz klein war, war ich sehr gut mit dem Julien Freund befreundet. Das ist der Sohn vom Dieter Dierks, in dessen Studio ja etliche ACCEPT-Alben produziert wurden. Dort haben wir als Knirpse ganz oft rumgehangen. Aus der Zeit gibt es noch ein Video, wo Julien mit einer Gitarre und ich im Tarnanzug mit Mikrophon bewaffnet im Wohnzimmer meiner Eltern „Metal Heart“ nachahmen. Das ist auch der Song, der ganz tief in mir drin ist. Jedes Mal, wenn ich den live spiele, ist das der reinste Gänsehaut-Moment! Als ich dann mit dem Schlagzeug spielen angefangen habe, waren so Sachen wie Rammstein angesagt. Ich kann mich noch erinnern, dass ich mit einem Kumpel immer den Song „Sonne“ nachgespielt habe. Kurz darauf kam diese riesige Pop-Punk-Welle aus den USA mit Bands wie Sum 41, Blink 182 etc. rüber geschwappt, die mich ziemlich begeisterten. Das ganze Zeug habe ich dann ausgiebig mit meiner damaligen Coverband nachgespielt. Als ich dann mit und für Bands unterwegs war, kam der Dreh zurück zum klassischen Hardrock und Heavy Metal, auch bedingt durch die zahlreichen entsprechenden Festivals. Zwischendurch gab es aber noch eine extreme Phase mit Bands wie Slipknot, Finntroll oder Children Of Bodom. Daran war aber meine Schwester schuld (lacht)! Als ich dann bei U.D.O. eingestiegen bin, war aber eher unser Produzent Matte mein Mentor, der damals auch die Alben gemacht hat und zudem ein ganz fantastischer Schlagzeuger ist. Von ihm konnte ich ganz viel in Sachen Studioarbeit lernen. Dann ging irgendwann die Sache mit dem DIRKSCHNEIDER-Projekt los, und da habe ich mich natürlich sehr oft mit dem Originaldrummer Stefan kurzgeschlossen. Natürlich steckt da auch ganz viel Üben drin.</em></p>
<p><strong>Ich kann mich noch an eine mehrteilige TV-Doku über U.D.O. erinnern, bei der man sehen konnte, wie dir Stefan dieses prägnante Break von „Metal Heart“ erklärt hat.</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Genau! Das Break war eigentlich ein Fehler, der aber so gelassen wurde. Diesen Fehler kann dir halt nur der Originaldrummer so hundertprozentig zeigen. Oder nimm den 16tel Hi-Hat-Part bei „London Leatherboys“. Den würde jeder Drummer automatisch zweihändig spielen. Stefan hat das mit nur einer Hand gespielt. Er meinte: „Wenn du willst, dass es richtig klingt, dann spiel´s einhändig!“ Dann sitzt du erstmal da und denkst: „Wie zur Hölle hat der das gemacht?“ (lacht) Das ist halt Übungssache und man muss eben die entsprechenden Stunden investieren. Nach unserer Show auf der Full Metal Cruise kam der Kreator-Trommler Ventor auf mich zu und meinte: „Ich finde es echt geil, dass du den Songs genau das gibst, was sie brauchen!“ Sowas freut mich natürlich sehr. Das ist aber auch mein Anliegen, weil es sonst einfach nicht richtig klingt.</em></p>
<p><strong>Bleiben wir gleich bei „Metal Heart“. Zum fünfunddreißigsten Jubiläum wollte ihr eigentlich eine spezielle Show in Wacken machen, die aber der Pandemie zum Opfer fiel. Wird das eventuell noch nachgeholt? Vielleicht zum Fünfzigsten?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ja, das wärs (lacht)! Wir könnten dieses Jahr zum Vierzigsten nahtlos an die „Balls“-Tour anschließen, aber ich denke, das lassen wir lieber sein. Bei den DIRKSCHNEIDER-Gigs spielen wir ja eh etliche Songs der Scheibe. Da dürften nicht mehr viele fehlen. Man muss auch aufpassen, dass man sich mit so einer Masche nicht totläuft. Irgendwann denken die Leute bestimmt, dass einem nichts mehr einfällt.</em></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Ich glaube, da besteht auch gar kein großes Interesse daran. U.D.O. ist mit der letzten Scheibe „Touchdown“ so erfolgreich gelaufen, dass wir uns lieber in diese Richtung weiterentwickeln wollen.</em></p>
<p><strong>Gibt es denn schon Pläne für ein neues U.D.O.-Album?</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Wir arbeiten parallel fleißig an neuen Songs. Bekanntlich stehen wir ja nie still!</em></p>
<p><em>&nbsp;</em><strong>Da bin ich schon sehr gespannt drauf! Ich hätte noch ein paar Fragen zum originalen „Balls To The Wall“-Album. Ist das okay für dich, Udo?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ja klar! Kein Problem. Schieß los.</em></p>
<p><strong>Mich würde mal interessieren, ob es sich bei dem Model auf dem Frontcover um ein Bandmitglied handelt?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Nee (lacht)! Das war ein Boxer, den wir sozusagen als „Mädchen für alles“ mit auf der Tour dabeihatten. Der war als Masseur tätig oder als Security und so weiter. Das ganze Konzept der Scheibe inklusive des Coverartworks muss man komplett unserer damaligen Managerin Gaby Hauke zuschreiben. Die hatte da ganz genaue Vorstellungen im Kopf, die auch ganz gut funktioniert haben.</em></p>
<p><strong>Die Gaby steht ja auch immer unter dem Decknamen Deaffy als Texterin auf euren Alben. Hat sie die Lyrics ganz allein verfasst, oder warst du auch involviert.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ich sag mal so: Wir haben zwar gemeinsam über die Textideen gesprochen, aber mein damaliges Englisch war nicht gut genug, um vernünftige Texte zu schreiben. Zu dieser Zeit hatte Gaby das deutlich besser drauf, als irgendjemand anderer aus der Band. </em></p>
<p><strong>Wie lief das mit dem Komponieren der Musik? Da hört man irgendwie unterschiedliche Meinungen. Der Herr Hoffmann behauptet ja oft, dass er der alleinige Songwriter bei den alten ACCEPT war. Ich habe aber auch schon öfter gelesen, dass eher Stefan und du die Hauptsongwriter waren.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Also beim „Balls To The Wall“-Album stammt ganz viel vom Stefan. Insgesamt ist die Scheibe aber wirklich durch gemeinsames Arbeiten entstanden. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Das ist heute im Prinzip nicht anders. Auf neue Riffideen singe ich erstmal irgendwelche „Hänschen-Klein“-Texte, damit ich irgendwie eine Gesangsmelodie entwickeln kann. Im Anschluss arbeite ich mit Sven dann an richtigen Texten. Da werden viele unterschiedliche Sachen ausprobiert, bis irgendwas passt. Wichtig ist dabei, offen für alles Mögliche zu sein. Selbst aus der scheinbar blödesten Idee kann was Großartiges entstehen. Grundvoraussetzung ist aber, dass ich mich damit wohlfühle. So ist das damals auch gelaufen. Peter war bei „Balls“ auch ein ganz wichtiger Faktor. Der hat gemeinsam mit Stefan die ganzen Songs arrangiert. Damit hatte Wolf zum Beispiel weniger zu tun. Er kam halt mit den meisten Riffs an, aber das Ganze in Form zu bringen, war das Spezialgebiet von Stefan und Peter. Unser damaliger Produzent Louis Austin hatte aber auch großen Anteil am Gelingen der Scheibe. Der hat sich beispielsweise darum gekümmert, dass meine Aussprache auch dem Englischen entspricht (lacht). Das waren damals ganz große Lernprozesse für uns. Wir waren ja noch relativ jung und wussten eigentlich noch gar nicht so genau, wohin wir eigentlich wollen. Man hat aber ganz schnell gemerkt, dass die ganze Sache irgendwie rund beziehungsweise stimmig war. Da passte alles zusammen. Dass die Scheibe dann so ein großer Erfolg werden würde, hätte damals keiner für möglich gehalten. Als die in den USA rauskam, lief die praktisch über Nacht bei 120 Radiostationen. Ich denke, das Album kann man guten Gewissens als Meilenstein bezeichnen.</em></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-31534" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2025/02/live-berlin-4-scaled-1.jpg?resize=800%2C600&#038;ssl=1" alt="" width="800" height="600"></p>
<p><strong>Das war euer weltweiter Durchbruch, oder?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Auf jeden Fall! Im Prinzip waren wir mit der Scheibe drei Jahre lang in Amerika unterwegs. Zwischendurch sind wir immer mal wieder für kleinere Touren oder Festivals nach Europa gekommen, aber die Songs für den Nachfolger „Metal Heart“ haben wir komplett in den Staaten komponiert. Bis 1986 lebten wir tatsächlich hauptsächlich in den USA und waren dort sehr erfolgreich. Als man das dann irgendwann in Deutschland mitbekam, war man plötzlich auch in der Heimat stolz auf uns (lacht). Das war so ähnlich wie bei den Scorpions. Das ist auch immer mal wieder Thema, wenn wir uns treffen. Alte Leidensgenossen, sozusagen. </em></p>
<p><strong>Beim Song „Losers And Winners“ gibt es im Mittelteil so eine Art Chorgesang beziehungsweise Shouting. Was singt ihr da eigentlich? Zu dieser Passage ist nirgends ein Text abgedruckt.</strong></p>
<p><strong><em>Udo: </em></strong><em>Ich kann dir sagen, was wir da singen: Hans Sachs!</em></p>
<p><strong>Ernsthaft?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Hahaha! Ja, wirklich. Aber frag mich nicht, wieso! Man könnte auch „Hot Socks“ singen, oder so. Es weiß aber kein Mensch mehr, wie wir da drauf gekommen sind. Wir haben das einfach so gelassen.</em></p>
<p><strong>Ich glaube, ab jetzt höre ich das Stück mit anderen Ohren. Deine ex-Band hat mal eine Zeitlang live bei dieser Stelle „Accept“ gesungen.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Das kann man auch machen. Würde gut passen. Da kann man viele Variationen einbauen.</em></p>
<p><strong>Damit wäre ein großes Mysterium gelöst. Ein weiteres birgt für mich der Titelsong. Nach dem Solo taucht für wenige Sekunden so ein seltsames Geräusch auf, was wie ein Knacken oder Zerbrechen klingt. Was soll das darstellen und wie habt ihr das fabriziert?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Das habe ich mit meinen Zähnen gemacht. Heute geht das leider nicht mehr. Damals habe ich irgendwie meine Beißerchen aneinander gerieben, aber was das bedeuten sollte, kann ich dir auch nicht mehr sagen. Ich glaube, das habe ich unbewusst gemacht und irgendwie fanden wir das cool. Manchmal macht man einfach irgendwelche ungeplanten Sachen. Lass uns mal beispielsweise ein Album zurückgehen. Beim „Restless And Wild“-Opener „Fast As A Shark“ gibt es ja dieses Heidi-Heido-Heida-Intro. Während der Aufnahmen des Albums kam die Mutter unseres Produzenten Dieter Dierks mit einer Single an und meinte: „Guckt mal, hier hat der Dieter als 10jähriger ein deutsches Volkslied gesungen.“ Das finden wir so geil, dass wir das direkt als Intro verwendeten. Um einen cooleren Effekt zu erzeugen, haben wir die Platte dann beim Abspielen noch schön zerkratzt, was Frau Dierks allerdings nicht so toll fand (lacht).</em></p>
<p><strong>Auf den Fotos im Innersleeve ist der heutige Victory-Boss Herman Frank zu sehen. Ist er auf dem Album auch zu hören, oder gehörte er nur zur Livebesetzung?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Ich glaube, ich muss da jetzt mal eine Lanze für den Herman brechen. Der hat ganz viel aufgenommen, ist letztendlich aber nur mit einem kurzen Solo bei „Losers And Winners“ zu hören. Das tut mir echt leid! Der Rest wurde wieder entfernt. Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen. Ich will hier keine bösen Geschichten auftischen.</em></p>
<p><strong>Nach den Aufnahmen war wieder euer alter Gitarrist Jörg Fischer dabei.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Genau. Die letzte Deutschland-Show der „Balls“-Tour fand an Weihnachten 1983 statt. Zu dem Zeitpunkt war schon klar, dass man Herman nicht mehr dabei haben wollte und hat den Jörg zurück geholt. Der hat dann die komplette US-Tour mit uns durchgezogen.</em></p>
<p><strong>Leider hört man von Herrn Fischer überhaupt nichts mehr. Hast du eine Ahnung, ob er noch musikalisch aktiv ist?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Das weiß kein Mensch. Ich glaube, der lebt in den USA. Aber ich habe keine Ahnung, was der so treibt.</em></p>
<p><strong>Deine ex-Band feiert ja demnächst fünfzigstes Jubiläum. In der Presse tauchten schon diverse Gerüchte auf, dass es zu diesem Anlass eine Tour geben soll, bei der du und Peter auch mit auf der Bühne stehen sollen. Ist da was dran?</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Da weiß ich nichts von, und da werde ich auch nicht auftauchen. Völlig ausgeschlossen! Zu der ganzen Sache möchte ich mich lieber nicht äußern.</em></p>
<p><strong>Akzeptiert. Eine letzte Frage habe ich allerdings noch: Da der Peter ja jetzt fest an Bord ist, wäre es da vielleicht denkbar, den Song „Crossroads“ vom „Predator“-Album mal mit ins Liveprogramm zu nehmen? Den Song finde ich absolut klasse.</strong></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Der war sogar schon mal im Gespräch für die Tour. Wir fangen allerdings erst in den nächsten Tagen damit an, uns konkret um die Setlist zu kümmern. Vielleicht geht da was. Ist auf jeden Fall ein schönes Duett zwischen Peter und mir. Mal gucken. Never say never (lacht)!</em></p>
<p><strong>Würde mich sehr freuen. Vielen Dank für das interessante Gespräch. Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg mit der Tour und dem Album.</strong></p>
<p><strong><em>Sven:</em></strong><em> Alles klar! Vielen lieben Dank!</em></p>
<p><strong><em>Udo:</em></strong><em> Wir sehen uns in Leipzig! Mach´s gut!</em></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Redakteur:</strong></span> <strong><span style="color: #003366;">René Jauernik</span></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/dirkschneider-im-interview-jubilaeum-eines-meilensteins">Dirkschneider im Interview &#8211; Jubiläum eines Meilensteins</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">31515</post-id>	</item>
		<item>
		<title>IRON PRIEST im Interview &#8211; 20 Jahre Metal Tribute</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/iron-priest-im-interview-20-jahre-metal-tribute</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Rachow]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 09:14:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[2024]]></category>
		<category><![CDATA[Coverband]]></category>
		<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Iron Priest]]></category>
		<category><![CDATA[JUBILÄUM]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[METAL]]></category>
		<category><![CDATA[Metal Tribute]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=30954</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Darf es ein bisschen mehr sein? Aber gerne! Mehr Old School, mehr Metal-Cover und mehr Partystimmung auf und vor der</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/iron-priest-im-interview-20-jahre-metal-tribute">IRON PRIEST im Interview &#8211; 20 Jahre Metal Tribute</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Darf es ein bisschen mehr sein? Aber gerne! Mehr Old School, mehr Metal-Cover und mehr Partystimmung auf und vor der Bühne. All das bieten <span style="color: #003366;"><strong>IRON PRIEST</strong></span>, eine sympathische sechsköpfige Combo aus dem Landkreis Rotenburg. Von Metallica über Manowar und Running Wild bis hin zu Helloween ist alles dabei, was das Metallerherz begehrt.</p>
<p>Heute haben wir die Ehre, mit einem der kreativen Köpfe hinter IRON PRIEST zu sprechen. Lennart Medebach, der auf der Bühne für Schlagzeug und Gitarre zuständig ist, wird uns einige spannende Einblicke in das Leben und Schaffen der „Eisenpriester“ geben.</p>
<figure id="attachment_30962" aria-describedby="caption-attachment-30962" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30962" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07400_fullres.jpg?resize=200%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="200" height="300"><figcaption id="caption-attachment-30962" class="wp-caption-text">IRON PRIEST</figcaption></figure>
<p><strong>Wir schreiben das Jahr 2024, in dem IRON PRIEST ihr zwanzigjähriges Bestehen feiern. Chapeau &#8211; das ist eine beachtliche Leistung! Doch blicken wir kurz auf die Anfänge zurück: Was war eigentlich der Anlass, IRON PRIEST zu gründen?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Lennart:</strong> </span>Stefan „Stotte“ Otte und ich spielten damals schon einige Jahre in der Band „Marianne’s Sons“ zusammen und hatten Bock mal die Metal-Songs zu covern, mit denen wir selbst so im Alter von 11/12 Jahren zum Metal gekommen sind und die uns seitdem nie wieder losgelassen haben. Da Marianne’s Sons eigentlich nur eigenes Material gespielt hatten, musste ein Nebenprojekt her und als dann noch die Anfrage eines befreundeten Motorradclubs nach einer Metal-Coverband kam, haben wir IRON PRIEST recht schnell aus dem Boden gestampft, um diese Auftrittsanfrage bedienen zu können. IRON PRIEST wurde 2004 quasi vorerst nur für diese eine Show und natürlich zum Spaß gegründet.</p>
<p><strong>Ihr wart also zunächst zu zweit mit Eurer recht spontanen Idee. Wie kam dann die erste komplette Besetzung von IRON PRIEST zusammen?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Lennart:</strong> </span>Als feststand, dass IRON PRIEST gegründet werden sollte (der Name stammt übrigens von Stottes Bruder Thomas), haben Stotte und ich ein kleines Brainstorming betrieben und überlegt: Wer von unseren Musikerfreunden und -bekannten hört ebenfalls klassischen Metal und kann sein Instrument überdurchschnittlich gut bedienen, um das Material auch adäquat umsetzen zu können? Die Besetzung der Leadgitarre stand mit Dennis Krüger (Powerslave, 4Lyn, Murder One etc.) direkt fest, denn der war und ist ein ziemliches Ass an der Gitarre. Stotte hatte auch schon Kontakt zu Holger Sommer (Feuerengel), den wir uns gut am Bass vorstellen konnten. Wir hatten anfangs mit Willi Könneker sogar einen Keyboarder, den Stotte und ich aus unserer gemeinsamen Zeit bei der Rock-Coverband „Jailhouse“ kannten. Die Idee, letztlich mit zwei unterschiedlichen Sängern, bzw. Stimmen zu arbeiten, stand auch schon sehr früh fest. Stotte wollte den tieferen, rauhen Gesangsbereich abdecken und so musste noch ein Sänger für die höheren Lagen her. Ich wiederum wollte endlich mal Gitarre in einer Band spielen, da ich dieses Instrument, im Gegensatz zum Schlagzeug, was ich mir selbst beigebracht habe, schließlich mal gelernt hatte. Timo Behrens, von unseren Freunden „Thorn“, bzw. „Distream“, die damals sehr geilen Progressive Death Metal spielten, war dann der absolute Glücksfall für uns, denn der konnte tierisch trommeln und hatte diese geile Power Metal Stimme, die er bei „Distream“ hier und da als Pendant zu Markus Weinheimers tiefen Growls einsetzte. Wir haben ihn schließlich ermuntert, sich auch als Frontmann vorne auf die Bühne zu stellen und zu singen und so konnten wir von Anfang an zwei Besetzungen innerhalb einer Band bei Livekonzerten bringen, was uns bis heute von den meisten anderen Cover- bzw. Tribute-Bands absetzt.</p>
<figure id="attachment_30966" aria-describedby="caption-attachment-30966" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30966" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07445_fullres.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07445_fullres.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07445_fullres.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07445_fullres.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07445_fullres.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07445_fullres.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07445_fullres.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-30966" class="wp-caption-text">IRON PRIEST</figcaption></figure>
<p><strong>Da hattet Ihr ja bald eine feine Truppe beisammen und konntet gemeinsam durchstarten. Wie hat sich die Band in den folgenden Jahren entwickelt und verändert?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Lennart:</strong> </span>Wir sind über die Jahre menschlich und musikalisch noch enger zusammengewachsen, sind in der Zeit alle Familienväter geworden und haben uns natürlich auch äußerlich ein wenig verändert <em>(lacht).</em> Es gab einige wenige Besetzungswechsel, das musikalische Niveau der Band ist stetig gewachsen und auch unsere Bühnenshow ist langsam größer geworden. Seit circa einem Jahr haben wir mit Jens Brunken auch ein quasi siebtes Bandmitglied, der uns als Fahrer, Stagehand und alles Weitere, was „on the road“ noch so anfällt, nach Kräften unterstützt.</p>
<figure id="attachment_30968" aria-describedby="caption-attachment-30968" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30968" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07485_fullres.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07485_fullres.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07485_fullres.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07485_fullres.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07485_fullres.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07485_fullres.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07485_fullres.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-30968" class="wp-caption-text">IRON PRIEST</figcaption></figure>
<p><strong>Sicher habt Ihr in all den gemeinsamen Jahren viel erlebt. Welche Herausforderungen habt Ihr in dieser Zeit gemeistert?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Lennart:</strong></span> Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit, in der sich jeder verändert und weiterentwickelt hat. Es gab immer wieder mal Phasen, in denen einzelne Mitglieder pausiert haben, z.B. um sich beruflich weiterzubilden oder weil sie zwischenzeitlich den Wohnort wechselten. Auch die schon angesprochenen Besetzungswechsel haben wir immer gut verkraftet, bzw. ausgleichen können. Zuletzt haben wir natürlich auch die Corona-Pandemie überstanden und sind für mein Gefühl, im Gegensatz zu vielen anderen Bands, stärker als je zuvor zurückgekommen.</p>
<figure id="attachment_30965" aria-describedby="caption-attachment-30965" style="width: 200px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30965" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07671_fullres.jpg?resize=200%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="200" height="300"><figcaption id="caption-attachment-30965" class="wp-caption-text">IRON PRIEST</figcaption></figure>
<p><strong>Kommen wir zu Euren Tour- und Konzert-Highlights: Was war Euer bisher denkwürdigster Auftritt und warum?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Lennart:</strong></span> Da gab es im Positiven wie im Negativen einige Anekdoten. Zwei besondere Highlights der letzten Zwanzig Jahre fanden beide in 2024 statt. Da wäre zum einen der Hamburger Hafengeburtstag zu nennen, wo sich zu unserem Auftritt tausende von Menschen bei bestem Wetter vor der Bühne einfanden. Wir waren von der schieren Menschenmenge völlig überrascht und geflasht, unfassbar! Dann natürlich der Auftritt auf dem Holy Ground in Wacken. Welcher Metal-Musiker träumt nicht davon, dort einmal aufzutreten, da ging für uns alle schon so etwas wie ein Lebenstraum in Erfüllung. Die Tage dort, das ganze Drumherum mit Party machen, musikalische Vorbilder treffen&nbsp; und das, trotz der Größe, immer noch familiäre Feeling, war schon sehr besonders. Dann gab es auch mal die Situation, als wir auf einem Konzert zusammen mit der Band Iron Savior gebucht waren, bei der ein gewisser Kai Hansen als Überraschungsgast auftrat. Der hatte sich erst von uns ein Gitarrenkabel geliehen und dann später für uns Backstage Bier gezapft und Schnäpse eingeschenkt, sowas ist natürlich unbezahlbar! Besonders denkwürdig war auch ein Auftritt in einer Kneipe in Faßberg. Wir kamen dort an und es war nichts da. Keine Bühne, kein Equipment, kein Techniker, nur ein kleines Mischpult ohne Kabel, das einsam auf einem runden Stehtisch stand. Auf die Frage hin, ob da noch was kommt, sagte man uns nein, das wäre alles. Wir also unseren Carsten angerufen, der noch nicht da war, ob er nochmal umdrehen könne um quasi alles an Equipment aus unserem Proberaum zu holen, um irgendwie diese Kneipe beschallen zu können. Der Gig fand dann letztlich vor ca. 12 Leuten statt, wovon geschätzt neun um die Ecke am Tresen saßen und von dort aus keinen direkten Blick auf die Band hatten. Das Angebot, über der Kneipe auf total verranzten Matratzen bei einem völlig strangen Typen in der Wohnung zu übernachten, haben wir dankend ausgeschlagen und sind nachts noch wieder nach Hause gefahren. Aber wir haben es durchgezogen!</p>
<figure id="attachment_30964" aria-describedby="caption-attachment-30964" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30964" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07578_fullres.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07578_fullres.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07578_fullres.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07578_fullres.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07578_fullres.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07578_fullres.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07578_fullres.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-30964" class="wp-caption-text">IRON PRIEST</figcaption></figure>
<p><strong>Wie schafft Ihr es, über so viele Jahre als Band zusammenzubleiben?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Lennart:</strong></span> Die Band ist seit den Anfangstagen von einem freundschaftlichen und respektvollen Umgang miteinander geprägt, ein paar von uns kennen sich teilweise seit fast 30 Jahren. Es gibt keine Egomanen bei uns, wir sind absolute Teamplayer, treffen die meisten Entscheidungen, was Bandbelange angeht, zusammen und können auch Streitigkeiten, die natürlich auch dazugehören, wie normale Menschen klären. Wir hängen gerne auch mal privat miteinander ab, feiern hart, sprechen über Privates und arbeiten sogar manchmal füreinander, wenn der Job des einen mal für den des anderen gebraucht wird. Wir haben uns auch nie in irgendwas reinreden lassen, wenn wir das Gefühl hatten, das bringt der Band nichts oder könnte Zwietracht säen. Wir sind loyal zueinander und damit unangreifbar, das ist viel wert! Kurzum: Wir sind in gewisser Weise eine Familie.</p>
<p><strong>Kommen wir zur letzten Frage für heute: Worauf dürfen sich Eure Fans in naher Zukunft freuen und was ist für 2025 geplant?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Lennart:</strong></span> In der ganz nahen Zukunft dürfen sich unsere Fans natürlich auf unsere Jubiläumsshow am 09. November 2024 im Haus Niedersachsen in Rotenburg (Wümme) freuen. Außerdem dürfen sie sich weiterhin auf authentische und energetische Konzerte freuen. Wir wollen uns national und international weitere neue Auftrittsmöglichkeiten und&nbsp; -orte erschließen und sind an ein paar heißen Sachen dran. Das werden wir natürlich ankündigen, sobald da etwas spruchreif ist. Ansonsten: Never change a running system!</p>
<figure id="attachment_30963" aria-describedby="caption-attachment-30963" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30963" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07475_fullres.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07475_fullres.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07475_fullres.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07475_fullres.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07475_fullres.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07475_fullres.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/SGR07475_fullres.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-30963" class="wp-caption-text">IRON PRIEST</figcaption></figure>
<p>Wir von NIC NordMensch in Concerts werden bei der Jubiläumsshow live dabei sein und verraten Euch natürlich noch ein paar Eckdaten, falls Ihr auch mit IRON PRIEST feiern wollt:</p>
<p><strong>IRON PRIEST *JUBILÄUMSSHOW*</strong></p>
<p><strong>D</strong><strong>atum: </strong><span style="color: #003366;">09. November 2024</span></p>
<p><strong>Einlass: </strong><span style="color: #003366;">19:00 Uhr</span></p>
<p><strong>Veranstaltungsort: </strong><span style="color: #003366;">Haus Niedersachsen der Rotenburger Werke</span></p>
<p><strong>Ticketpreis: </strong><span style="color: #003366;">25,00 EUR Abendkasse</span></p>
<p><strong>Der Vorverkauf ist bereits abgeschlossen. Für Kurzentschlossene gibt es aber noch einige Restkarten an der Abendkasse.</strong></p>
<p>Mit dabei sind MAINTAIN und LOST SANCTUARY!</p>
<p><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.metaltribute.de/">IRON PRIEST – Metal-Tribute (metaltribute.de)</a></span></p>
<p><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://kir-row.de/produkt/iron-priest-jubilaeumshow/">Iron Priest *Jubiläumshow* &#8211; KiR Rotenburg (kir-row.de)</a></span></p>
<figure id="attachment_30956" aria-describedby="caption-attachment-30956" style="width: 214px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30956" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/flyer_ip_jubi20.jpg?resize=214%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="214" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/flyer_ip_jubi20.jpg?resize=214%2C300&amp;ssl=1 214w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/10/flyer_ip_jubi20.jpg?w=632&amp;ssl=1 632w" sizes="auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px" /><figcaption id="caption-attachment-30956" class="wp-caption-text">IRON PRIEST Jubiläumsshow</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bericht und Interview:</strong> <span style="color: #003366;">Anna Rachow</span></p>
<p><strong>Fotos:</strong> <span style="color: #003366;">Stephan Grunwald</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/iron-priest-im-interview-20-jahre-metal-tribute">IRON PRIEST im Interview &#8211; 20 Jahre Metal Tribute</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">30954</post-id>	</item>
		<item>
		<title>DEMON HEAD im Interview &#8211; Kurzgeschichten und musikalische Transformation</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/demon-head-im-interview-kurzgeschichten-und-musikalische-transformation</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 12:18:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[DEMON HEAD]]></category>
		<category><![CDATA[OKKULT ROCK]]></category>
		<category><![CDATA[Sisters of Mercy]]></category>
		<category><![CDATA[STONER ROCK]]></category>
		<category><![CDATA[THE DEVIL´S BLOOD]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=30497</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Was, wenn man Musik nicht einmal ansatzweise in einen Stil zuorden kann und sie trotzdem den Hörer in ihre eigene</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/demon-head-im-interview-kurzgeschichten-und-musikalische-transformation">DEMON HEAD im Interview &#8211; Kurzgeschichten und musikalische Transformation</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Was, wenn man Musik nicht einmal ansatzweise in einen Stil zuorden kann und sie trotzdem den Hörer in ihre eigene Welt saugt? Dieses Kunststück ist <strong>DEMON HEAD</strong> mit der aktuellen Langrille &#8222;Through Holes Shine The Stars&#8220; gelungen.<br />
Im Interview gab man uns einen tieferen Einblick in das Songwriting, Kurzgeschichten und den Mut, sich selbst auszuprobieren.</p>
<p><strong>Herzlichen Glückwunsch an &#8222;Through Holes Shine The Stars&#8220;: Wie geht es euch gerade und gibt es schon irgendwelche Rückmeldungen zu eurem Album?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Marcus:</strong></span> Vielen Dank! Mir geht´s &nbsp;gut danke. Wir sind damit beschäftigt, uns auf unsere erste Tour seit zwei Jahren vorzubereiten, also gibt es viel zu proben. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf Tour zu gehen und jeden Abend unsere Musik für die Leute zu spielen! Bisher scheint es, dass die Leute das neue Album gut aufgenommen haben. Ich habe einige nette Worte von Leuten gehört, die in das Album eingetaucht sind und hören können, dass die Songs wirklich gründlich gemacht sind und mit ganzem Herzen gespielt werden. Normalerweise schaue ich mir Bewertungen im Internet nicht allzu sehr an, da es oft eine gute Möglichkeit ist, das bisschen Selbstvertrauen zu bekommen, das man zerstört (lacht). Aber diejenigen, die offen für solche Musik sind, die nicht in ein bestimmtes Subgenre passt, sondern sie als etwas Eigenständiges betrachten können, haben sich positiv geäußert. Es gibt immer ein bisschen Verwirrung, wenn wir ein Album veröffentlichen, da die Rezensenten Schwierigkeiten haben, es in eine Schublade zu stecken.</p>
<p><strong>Stimmt, so ging es mir auch. Das war mein erster Kontakt mit eurer Musik. Wie würdest du DEMON HEAD jemandem beschreiben, der noch nie von euch gehört hat?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Marcus:</span> </strong>Schön, dass du jetzt deinen ersten Kontakt hattest! Ich würde es als teuflische Rockmusik bezeichnen. Es hat Härte, dunkle Passagen, Atmosphäre, Energieausbrüche, abenteuerliche Songstrukturen und Raum zum Träumen oder Motorradfahren &#8211; und eine recht unorthodoxe Gitarrenarbeit, die ziemlich mühelos wirkt. Wir werden oft als Doom Metal, Heavy Metal, &#8222;okkulter&#8220; Rock und viele andere Dinge bezeichnet, aber wir hatten nie das Gefühl, dass es wirklich den Nagel auf den Kopf trifft, obwohl wir selbst viele verschiedene Genres genießen.</p>
<p><strong>Zwischen den Zeilen gibt es viele Einflüsse; einige Iron Maiden Riffs, Sisters of Mercy, The Cure und viele mehr. Wie lief der Songwriting-Prozess ab und was habt ihr im Vergleich zu &#8222;Viscera&#8220; anders gemacht?</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30501 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Demon-Head-Through-Holes-Shine-The-Stars-1.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Demon-Head-Through-Holes-Shine-The-Stars-1.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Demon-Head-Through-Holes-Shine-The-Stars-1.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Demon-Head-Through-Holes-Shine-The-Stars-1.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Demon-Head-Through-Holes-Shine-The-Stars-1.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/09/cover-Demon-Head-Through-Holes-Shine-The-Stars-1.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><span style="color: #003366;"><strong>Marcus:</strong></span> Als Band sind wir von vielen sehr unterschiedlichen Musikstilen beeinflusst, und jedes Bandmitglied ist ein Musik-Nerd für sich (lacht). Während des Songwriting- und Aufnahmeprozesses habe ich Namen wie Mercyful Fate, Kate Bush, Scott Walker, Siouxsie and the Banshees, Deathspell Omega, Richard Dawson, Portishead, Neil Young und viele mehr gehört. Um das Album zu schreiben, gingen wir zunächst in ein kleines Haus auf einer Insel südlich von Kopenhagen, wo wir uns eine Woche lang isolierten. Hier hatten wir drei oder vier kleine Songwriting-Sessions, an denen wir jeder für sich oder ein paar zusammenarbeiten konnten. Es war eine lustige Zeit, obwohl Covid wütete, in der wir viele Demos von verschiedenen Bandmitgliedern gemacht, sie aber auch geteilt und zusammen bearbeitet haben. Etwa ein halbes Jahr später trafen wir uns wieder in Mikkels prächtigem Proberaum in einem alten Sägewerk auf dem Land in Südschweden und spielten diese Songs als Live-Band ein, um sie gründlich zu vollenden. Wir hatten geplant, dass dieses Album eher ein geradliniges &#8222;Live&#8220;-Album wird, da sich Viscera viel mehr als ein Studiodemo herausstellte, als wir ursprünglich gedacht hatten, und wir wollten ein Album machen, das in gewisser Weise mehr nach außen geht. Wie es der Zufall wollte, stellte sich heraus, dass der Prozess vielleicht noch mehr, wie ein Studioalbum war als beim letzten Mal. Ich denke, wir haben die Vision von Energie und Äußerlichkeit intakt gehalten, während wir darauf bestanden, die Grenzen zu überschreiten und das Unbekannte musikalisch zu erkunden. Am Ende verbrachten wir 20 Tage im Studio, dann einen Monat auseinander, wo Birk die Songs in seinem Haus in Irland arrangierte und schrieb. Danach lebten wir weitere 20 Tage wieder im Studio, um alles aufzunehmen, was wir brauchten.</p>
<p><strong>Die Arrangements funktionieren großartig, um eine authentische Atmosphäre zu schaffen. Die Doppelvocals sind etwas, das ich während des gesamten Albums sehr genossen habe. Wie kam es zu der Idee und wie lief der Aufnahmeprozess für dich ab?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Marcus:</strong> </span>Birk ist der Arrangement-Mastermind in der Band. Während wir alle die Parts und Songideen beitragen und wir alle Perfektionisten sind, wenn es darum geht, jede mögliche Idee im gesamten Prozess auszuprobieren, ist es sein Gespür für Komposition, Melodie und Orchestrierung, das dem neuen Album (und unserer Musik im Allgemeinen) eine zusätzliche Dimension verleiht. Wenn ich mir das Album genauer anhöre, haben seine Ideen ihm eine Qualität von wahrer Musik verliehen. Wenn man die Gitarren, das Schlagzeug und den Bass durch Trompeten, Orchester und Synthesizer ersetzen könnte, wäre es immer noch großartige Musik. Er singt auch die höheren Vocals, die sich nun zusammen mit meiner Stimme durch das ganze Album ziehen, und seine Arbeit daran haut mich immer wieder um. Wir haben in den letzten Jahren angefangen, mehr zusammen live zu singen, und ich bin sehr froh, dass es auf <em>&#8222;Through Holes Shine the Stars&#8220; eine ausgeprägtere Rolle gespielt hat</em></p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=lgOK409Ckg4" title="Demon Head - Demon Head (featuring Jinx Dawson and Coven)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/lgOK409Ckg4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Seit The Devil&#8217;s Blood scheint das Occult-Rock-Genre ein neues Revival zu erleben. Was denkst du darüber und wie könnte das auch die Metal-Szene beeinflussen?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Marcus:</span></strong> Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht allzu viel über die Höhen und Tiefen des Occult-Rock-Genres. Wir sehen uns nicht als solche, obwohl ich das Gefühl verstehe. Für mich war The Devil&#8217;s Blood eine tolle, düster-abenteuerliche Heavy Metal oder Dark Rock Band, bei der vor allem ihre späteren Alben Neuland erkunden. Es wird immer Höhen und Tiefen in der Metal-Szene geben, und ehrlich gesagt spielt das Genre für mich keine allzu große Rolle. Gute Musik wird den Test der Zeit bestehen, egal wie man sie nennt</p>
<p><strong>&#8222;This Vessel is Willing&#8220; klingt wie ein Probe-Outtake (auf eine gute Art und Weise). Wie ist dieser Song entstanden? Vielleicht ist das ein gutes Beispiel, in welche Richtung sich der Sound von DEMON HEAD entwickeln könnte&#8230;</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Marcus:</span></strong> <em>This Vessel Is Willing</em> ist vielleicht mein Lieblingssong vom neuen Album. Es war als ein sich langsam entwickelndes und kollabierendes/explodierendes Musikstück gedacht, bei dem es Raum gab. Auf dem Weg dorthin mit verschiedenen Melodien, Rhythmen und Texturen zu experimentieren und generell ein bisschen weiter in unbekannte Richtungen zu gehen, als wir es bisher getan haben. Es begann als kreisförmige Akkordfolge, die ich mir ausgedacht habe, aber die Ideen von Birk mit Cut-Out und bandmanipulierten Drums machten es bereits zu etwas Neuem. Als Thor den Geigenbogen in die Hand nahm und anfing, damit eine heruntergestimmte Gitarre zu spielen, über Birks fast Black- Metal-Gitarren, jagte es mir einen Schauer über den Rücken. Dies ist ein Song über Transformation und wurde selbst zu einem Beispiel. Es könnte sehr gut sein, dass auf diesem Weg noch mehr kommen wird&#8230;</p>
<p><strong>Bitte erzähl uns ein wenig über die Texte und die Entstehungsgeschichte der Texte. Es kommt mir so vor, als wären es kleine Geschichten, die vielleicht mehr Hintergründe verbergen, als der Hörer ergründen könnte. Was sind deine Einflüsse und musst du in einer besonderen Stimmung sein, um sie zu schreiben?</strong></p>
<p><span style="color: #003366;"><strong>Marcus:</strong></span> Ich habe versucht, die Texte als kleine Kurzgeschichten zu schreiben. Ich mag das Kurzgeschichtenformat sehr, und wenn ich besser schreiben könnte, würde ich vielleicht das tun. Aufgrund des begrenzten Platzes ist die Bedingung einer Kurzgeschichte immer, dass sie nur ein Fenster, einen kleinen Blick auf die Wahrheit bieten kann. Die Erzählungen spielen irgendwo in der fernen Vergangenheit, in der nahen Zukunft oder an einem Ort, der unserer Welt sehr ähnlichsieht. Sie handeln im Großen und Ganzen von Situationen der Krise, der Unterdrückung, der Zerstörung, des Widerstands, der Suche nach Sinn, dem Kampf gegen die Leere, der Hoffnung, der menschlichen Geschichte von Gewalt, Zivilisation und Fortschritt. Diese Texte liegen irgendwo dazwischen, und ich hoffe, dass die Menschen, die sie lesen oder hören, ihre eigenen Bedeutungen und Wahrheiten in ihnen finden können. Ich lasse mich inspirieren von Geschichte, Alltag, Philosophie, Anthropologie, Natur, Kunst und einigen meiner Lieblingsautoren wie Jorge Luis Borges, Ursula K LeGuin, Clarice Lispector, Cixin Liu, China Mieville, Astrid Ehrencron-Kidde und vielen mehr.</p>
<p><strong>Bitte erzähle uns, wie das Cover ausgewählt und zusammengestellt wurde.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Marcus:</span></strong> Das Cover ist eine analoge Fotografie von unserer überaus talentierten Freundin Christine Björk. Eigentlich besteht das gesamte LP-Cover aus verschiedenen Fotos, die sie gemacht hat. Es ist von einer Nacht, in der wir in einer Kirchenruine in Südschweden für uns und ein paar Freunde gespielt haben. Die verschiedenen Metallskulpturen unseres Symbols wurden von unserem Freund Back gebaut, und sie sind in der Lage, aufgrund seines verführerischen Genies zu brennen. Wir haben uns für das Cover entschieden, weil es schön ist, die Textur des Staubs ähnelt kleinen Sternen am Nachthimmel, während es eine Tiefe hat, in der ich auch nach langer Zeit immer wieder schauen und neue Aspekte finden kann.</p>
<p><strong>Hast du Pläne für die Zukunft (vielleicht eine Tour oder ein Video)?</strong></p>
<p><strong><span style="color: #003366;">Marcus:</span></strong> Ja, am 20<sup>.</sup> September 2024 werden wir uns auf die Burning Arrows Tour durch (hauptsächlich West-) Europa begeben. Ich kann es kaum erwarten. Ansonsten denken wir über weitere Konzerte und Festivals im nächsten Jahr nach und hoffen darauf, und wir arbeiten langsam auch an einem neuen Album.</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Zeit und für &#8222;Through Holes Shine The Stars&#8220;!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Redakteur: <span style="color: #003366;">Sebastian Radu Groß&nbsp;</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/demon-head-im-interview-kurzgeschichten-und-musikalische-transformation">DEMON HEAD im Interview &#8211; Kurzgeschichten und musikalische Transformation</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">30497</post-id>	</item>
		<item>
		<title>UNTAMED im Interview</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/untamed-im-interview</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2024 08:50:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[BLINK]]></category>
		<category><![CDATA[Donots]]></category>
		<category><![CDATA[GREEN DAY]]></category>
		<category><![CDATA[JIMMY EAT WORLD]]></category>
		<category><![CDATA[UNTAMED]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=29018</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&#160; Ihr habt gerade eure neue Single &#8222;I Ain&#8217;t Gonna Do It&#8220; herausgebracht. Glückwunsch dazu! Auf eurem Album-Cover ist ein</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/untamed-im-interview">UNTAMED im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-29020" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/06/Promo1-quadratisch-3.png?resize=332%2C332&#038;ssl=1" alt="" width="332" height="332" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/06/Promo1-quadratisch-3.png?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/06/Promo1-quadratisch-3.png?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/06/Promo1-quadratisch-3.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/06/Promo1-quadratisch-3.png?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/06/Promo1-quadratisch-3.png?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/06/Promo1-quadratisch-3.png?resize=2048%2C2048&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/06/Promo1-quadratisch-3.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/06/Promo1-quadratisch-3.png?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px" />Ihr habt gerade eure neue Single &#8222;I Ain&#8217;t Gonna Do It&#8220; herausgebracht. Glückwunsch dazu! Auf eurem Album-Cover ist ein schwarzer Panther zu sehen. Welches Tier würde am besten zur Stimmung eurer neuen Single passen und warum?</strong></p>
<p>Gute Frage… ein Tier, das Unabhängigkeit symbolisiert, wäre ideal. Daher vielleicht ein Adler. Er fliegt frei, wohin er möchte und lebt nicht in einem Schwarm. So gibt es niemanden, dem er folgen muss.</p>
<p><strong>Habt ihr eine besondere Tradition oder ein Ritual, bevor ihr ins Studio geht, um Musik aufzunehmen?</strong></p>
<p>Wir haben kein festes Ritual. Jeder von uns bereitet sich einfach bestmöglich vor, sowohl als Band als auch individuell. Das ist im Endeffekt die Voraussetzung.</p>
<p><strong>Gibt es etwas, das ihr besonders gerne esst während der Studioaufnahmen oder nach einem Gig? Zum Beispiel Selleriestangen oder Burger?</strong></p>
<p>Während Studioaufnahmen und Gigs müssen wir unser Bestes geben, daher achten wir auf eine gesunde Ernährung. Bei den Aufnahmen zu unserem letzten Album gab es für mich (Domi Niggl) meistens Spaghetti Bolognese im Studio. Da wir uns noch keinen Band-Koch leisten können, musste es etwas sein, das schnell geht, aber nicht zu ungesund ist. Nach etwa sechs Wochen im Studio wollte ich dann allerdings zwei Monate lang keine Nudeln mehr sehen. Ansonsten esse ich persönlich immer gerne Bananen, bevor ich performe.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=Vhg0WFS3sHI" title="I Ain&#039;t Gonna Do It" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/Vhg0WFS3sHI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Als Künstler kann es manchmal Ängste oder Unsicherheiten geben. Gibt es etwas, das euch momentan beschäftigt oder worüber ihr euch Sorgen macht? Wie geht ihr mit solchen Gefühlen um?</strong></p>
<p>Wir sind Newcomer und hatten zum Glück bisher noch keine Ängste, wissen aber, dass so etwas mal passieren kann. Wir können uns aufeinander verlassen, offen miteinander reden und immer eine positive Lösung finden. Das beruhigt uns und hilft, unsere Ängste in Grenzen zu halten.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielt Selbstfürsorge und mentale Gesundheit in eurem Leben als Künstler überhaupt und wie pflegt ihr euer Wohlbefinden für gewöhnlich?</strong></p>
<p>Mentale Gesundheit ist essenziell, um langfristig als Künstler erfolgreich zu sein. Unser Wohlbefinden stärken wir durch unseren starken Zusammenhalt. Wir sind nicht nur eine Band, sondern auch beste Freunde. Das gibt unserem Arbeitsverhältnis einen familiären Flair, der vieles erleichtert und sich positiv auf unser allgemeines Befinden auswirkt.</p>
<p><strong>Kommen wir mal zu einem ganz anderen Thema: Verratet uns doch mal euer Geheimnis für eine erfolgreiche Probe?</strong></p>
<p>Zum einen eine gute Vorbereitung. Das Wichtigste für uns ist aber, dass wir während der Probe konzentriert, hart und effektiv arbeiten. Dann noch die richtige Portion Gelassenheit und die Probe läuft. So macht’s letztendlich auch am meisten Spaß, denn so merken wir, dass etwas vorangeht.</p>
<p><strong>Habt ihr besondere Methoden, um eure Proben effizienter zu gestalten?</strong></p>
<p>Unser Proberaum ist ein alter Luftschutzbunker, daher haben wir keinen Empfang und kein Internet. Das bedeutet, niemand wird abgelenkt. Wir haben auch bewusst keine Uhr aufgehängt, um uns beim Songwriting nicht unter Zeitdruck zu setzen und ständig auf die Uhr zu schauen. Dadurch können wir wirklich produktiv und extrem effizient sein. Bei unseren Proben gibt es nichts anderes außer uns drei und unsere Musik.</p>
<p><strong>Ich danke euch für eure Zeit und den Einblick.</strong></p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><strong>Sebastian Radu Groß</strong></span><br />
<strong>Foto:</strong> <span style="color: #003366;"><strong>Anja Niggl</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/untamed-im-interview">UNTAMED im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">29018</post-id>	</item>
		<item>
		<title>FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2024 12:10:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[BLIND GUARDIAN]]></category>
		<category><![CDATA[BORKNAGAR]]></category>
		<category><![CDATA[DAN SWANÖ]]></category>
		<category><![CDATA[DEVIN TONWSEND]]></category>
		<category><![CDATA[Dimmu Borgir]]></category>
		<category><![CDATA[DTAH METAL]]></category>
		<category><![CDATA[FAR BEYOND]]></category>
		<category><![CDATA[KATATONIA]]></category>
		<category><![CDATA[SENTENCED]]></category>
		<category><![CDATA[UNSUN]]></category>
		<category><![CDATA[WINTERSUN]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=28607</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Treffen sich ein Musiker und ein Journalist. Der Journalist fragt: „Was ist eigentlich schwerer; die Songtexte schreiben, oder die Instrumente</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse">FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Treffen sich ein Musiker und ein Journalist. Der Journalist fragt: „Was ist eigentlich schwerer; die Songtexte schreiben, oder die Instrumente einspielen?“ Antwortet der Musiker: „Am schwierigsten ist es mal kurz von DARK SOULS wegzukommen, um endlich mal wieder komponieren zu können.“</p>
<p>Was sich wie ein schlechter Witz liest, ist tatsächlich so passiert. Während unseres Interviews 2016 zum letzten <strong><span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://farbeyond.bandcamp.com/album/the-end-of-my-road">FAR BEYOND</a></span></strong> Album, stellte sich zwischen dem Verfasser dieser Zeilen und dem Solokünstler <span style="color: #003366;"><strong>Eugen Dodenhoeft</strong></span> die gemeinsame Leidenschaft zum Dark Souls Universum und zu Videospielen insgesamt heraus. Dieses Jahr ist das aktuelle Album „The End of my Road“ erschienen, das in unserem <strong><a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-the-end-of-my-road-review"><span style="color: #003366;">REVIEW</span></a></strong> amtlich abgeräumt hat. Grund genug, um über die Entstehung der Songs, verängstigte Nachbarn und andere Welten zu plaudern.</p>
<p><strong>Blind Guardians Erben</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28616" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Frozen-Flame.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das Vorgängeralbum deutet bereits an, dass die Entwicklung von FAR BEYOND unter einem guten Stern stand. Unter der Headline „Blind Guardians Erben“ wurde nur ein Einfluss genannt, den es auch bei diesem Album zu hören gibt. Die Resonanzen auf das Album sind überwiegend positiv; zusätzlich gibt es auch sehr durchwachsene Stimmen. Eine mexikanische Grind Metal Seite war nicht wirklich angetan von dem Werk und auch ein Blogger konnte nicht viel mit dem Album anfangen; allerdings wurde das Album von ihm nicht komplett verrissen, sondern aufgrund seiner Vielschichtigkeit empfohlen, es sich anzuhören, um sich seine eigene Meinung zu bilden. Gerade die Vielseitigkeit des Albums bietet eine Diskussionsgrundlage, die zusätzlich Aufmerksamkeit auf sich zieht. Beim Durchlauf kommen unterschiedliche Vergleiche auf: von Dimmu Borgir, Stratovarius, Borknagar, bis zu Edge of Sanity („Crimson“) ist die komplette Spannbreite dabei. Dabei ist die Chance groß, dass für jeden etwas dabei ist.</p>
<p>„Ich finde es sehr interessant, mit welchen Bands ich verglichen werde. Spontan bekomme ich alle Bands, mit denen ich verglichen wurde auch gar nicht mehr zusammen. Es ist so, als ob jeder seine eigene Brille auf hat und mich mit Bands vergleicht. Dabei sind Bands, wie Wintersun, Borknagar oder auch Bands, von denen ich noch nie gehört habe in meinem Leben. Bei Bands, die ich kenne, kann man bei einigen Elementen durchaus Ähnlichkeiten raushören. In Summe habe ich den Eindruck von meiner eigenen Musik, dass ich mich aus vielen Sachen zwar bediene, dass es aber gleichzeitig enorm eigenständig ist. Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich so eine Mischung, die ich aufgenommen habe, bei anderen Bands für mich noch nicht rausgehört habe. Ich habe nichts Neues erfunden: auf meinem Album hörst du bekannte Elemente wie Power-, Black- und Melodic Death-Metal Riffs, cleanen Gesang und Kreischvocals, Synthesizer und Chöre, also alles, was man schon einmal gehört hat. Ich bin auch kein Profi an der Gitarre, aber ich kaschiere es ganz gut (lacht). Ich würde sagen, dass die Mischung dieser Formen ein Alleinstellungsmerkmal ist.“</p>
<p><strong>Herrlich unperfekt</strong></p>
<p>Weiterentwicklung ist ein großes Thema bei neuen Alben. Besonders beim Gesang ist hier stark an sich gearbeitet worden. In Kombination mit dem epischen Songwriting kann man beispielsweise Parallelen zu Hollenthon, Black Lotus oder auch gelegentlich Borknagar erkennen. So hat sich die Textpassage „I am sorrounded by endless night“ (`From The Stars and The Crescent Moon`) in mein Langzeitgedächtnis gefräst. Da kommt die Frage auf, inwieweit da Gesangsunterricht genommen wurde.</p>
<p>„Ich habe da ehrlich gesagt gar nichts gemacht; es hat sich einfach so ergeben. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Songs so geschrieben habe, dass sie zu meiner Tonlage passen. Ich habe da nicht so eine große Bandbreite. Meine Stimme ist ziemlich tief, so dass ich nicht sonderlich hoch, aber dafür tief runterkomme. Der tiefe Gesang passt jedoch nicht zu den komplexen Songs, also muss ich eine gewisse Höhe erreichen, damit man mich überhaupt noch durchhören kann. Es ist sehr oft vorgekommen, dass ich mir Riffs ausgedacht habe, die nicht zu meiner Stimme gepasst haben. Dann habe ich die Songs so oft umgeschrieben, bis sie in das schmale Fenster passten, wo sie mit meiner Stimme harmonieren. Da habe ich bei diesem Album auch sehr viel mehr Wert draufgelegt als beim Vorgänger.“</p>
<p>Bei der Bandbreite zwischen Screams, clean und Growls gibt es viel zu tun. Was ist davon eher Heimspiel und was ist eine Herausforderung?</p>
<p>„Gerade die Screams fallen mir am schwersten. Hier ist Technik das absolut wichtigste, denn wenn du das falsch machst, hast du schnell deine Stimmbänder zerstört. Ich habe auch mal Screams aufgenommen, ohne mich vorher aufzuwärmen und dann direkt einen Krampf im Zwerchfell bekommen. Das ist besonders schön, denn davon hast du nicht nur 10 Minuten etwas, sondern mehrere Tage. Als ich dann versucht habe, kraftvoll zu Singen, hat das Zwerchfell direkt dicht gemacht und ich habe eine Woche keinen kraftvollen Ton mehr rausbekommen. Danach habe ich recherchiert und mir einen Kurs von BRITTA GÖTZ gekauft. Sie hat zusammen mit Christian Kohle aus dem Kohlekeller Studios einen Workshop gemacht und da waren sehr gute Aufwärmübungen dabei, die ich immer vor den Aufnahmen gemacht habe. Seitdem hatte ich keine Probleme mehr mit dem Zwerchfell und ich habe Töne rausbekommen, die auf dem Vorgängeralbum gar nicht möglich waren.“</p>
<p><strong>Die Vocals, oder „Wenn der Nachbar zweimal klingelt…“</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28613" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3.jpg?resize=169%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="169" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=169%2C300&amp;ssl=1 169w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=576%2C1024&amp;ssl=1 576w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=768%2C1365&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=864%2C1536&amp;ssl=1 864w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?resize=1152%2C2048&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/PXL_20220305_160850457.PORTRAIT_3-scaled.jpg?w=1440&amp;ssl=1 1440w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" />Die Instrumente einzuspielen ist eine Sache, die Vocals zu üben eine völlig andere, denn da wird es zwangsläufig etwas lauter. Dabei fällt Eugen auch eine Anekdote ein.</p>
<p>„Bis vor 3 Jahren habe ich immer in Wohnungen gewohnt. Als ich damals meine ersten Gesangsaufnahmen gemacht habe zu „Bleeding Rose“ im Jahr 2001, habe ich noch bei meinen Eltern gewohnt. Das war in meinem alten Kinderzimmer, wo ich mir nicht viele Gedanken über die Lautstärke gemacht habe. Nachdem ich dann mit meinen Gesangsaufnahmen fertig war, habe ich durch das gekippte Fenster noch Stimmengewirr gehört. Als ich rausgeschaut habe, hatte sich bereits eine kleine Traube von Menschen gebildet, die ich als meine Nachbarn identifiziert habe. Viele von ihnen haben aufgeregt nach oben gezeigt und da wusste ich, dass man mich gehört hatte. Kurze Zeit später klingelte es bereits an der Tür und ein besorgter Nachbar fragte mich, ob alles OK sei, weil es so klang, als würde ich meine Mutter umbringen. Sie hätten nur fürchterliche Schreie gehört und sie haben bereits die Polizei gerufen. Wenige Sekunden später kam auch ein großer Trupp von Polizei und Feuerwehrleuten, denen ich erklären musste, dass alles OK sei und ich nur die Gesangaufnahmen gemacht habe. Draußen stand bereits der Löschwagen mit Drehleiter und allem drum und dran und ich bin im Boden versunken. Nachdem ich denen erklärt hatte, dass es nur um Gesangsaufnahmen ging, wollten sie die natürlich auch mal hören. Die gesamte Mannschaft war also in meinem Kinderzimmer, ich habe dann die Gesangsaufnahme ohne Instrumente abgespielt und bin dann hart ausgelacht worden. Mir war das Ganze extrem peinlich, aber meinem Nachbarn auch. Er hat dann auch mein Album gekauft und wurde Fan meiner Musik. Das Erste, was ich danach gemacht habe, als ich von zuhause ausgezogen bin, war mir eine Gesangskabine zu bauen. Später bin ich dann auf Gesangskabinen von Isovox umgestiegen; da hast du den Kopf wie der Vogel Strauss in der Kabine, aber es funktioniert. Mittlerweile wohne ich in einem freistehenden Haus und jetzt ist das kein Problem mehr.“</p>
<p>Neben epischen Vocals sind auch Gitarrenwände &nbsp;und tightes Drumming am Start. Zusätzlich gibt es auch Chöre auf dem Album zu Hören.</p>
<p>„Ich habe zwei unterschiedliche Arten von Chören eingebaut; zum einen ein klassisches Plug In mit einer Software Library und zusätzlich habe ich in den Refrains einfach mehrere Gesangsspuren (teilweise bis zu 20 Spuren) meiner Stimme übereinander gelegt. An einigen Stellen habe ich auch meine Stimmen und die Chor Library kombiniert, damit es noch größer klingt.“</p>
<p><strong>Where Next to Conquer</strong></p>
<p>Nach dem Songwriting ist vor dem nächsten Album. Allerdings kennt man das vielleicht auch nach einem guten Buch, einem spannenden Film oder einem packenden Computerspiel; ist man einmal am Ende angelangt, fühlt sich das Leben kurzweilig leer und bedeutungslos an.</p>
<p>„Genau so ist das auch bei mir! Ich falle dann immer erstmal in eine „Postalbumrelease Depressionsphase“ (Ausdruck kam von Lukas von Nathram). Besser könnte ich das nicht beschreiben. Wenn ich ein Album erst einmal fertig habe, habe ich danach monatelang die Schnauze voll vom Musik machen und ich verkaufe die Gitarre, mit der ich das letzte Album gemacht habe, weil ich die nicht mehr sehen kann. „The End of my Road“ ist die erste Scheibe, wo ich meine Gitarre behalten habe, weil ich einfach so sehr an ihr hänge, dass ich sie nicht mehr hergeben will. Außerdem habe ich auch einige Verkäufe schon bereut. Irgendwann später kommt wieder in mir der Drang auf, dass ich wieder musikalisch was machen möchte. Es ging auch nicht direkt mit FAR BEYOND weiter, sondern ich habe von 2017 an <u>mit Matt am zweiten Euphoreon Album gearbeitet, das wir 2018 rausgebracht haben. </u>Effektiv habe ich 2019 angefangen, am neuen FAR BEYOND Album zu arbeiten. Da war eine Menge los, u.a. bin ich dreimal umgezogen. Fertig ist das Album schon 2023 gewesen, aber der Release hat sich einfach noch so lange hingezogen. Ich hoffe, dass das nächste Album nicht so lange dauert.“</p>
<p><strong>Die Geburt der Songs</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-28618 alignright" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/End-of-my-road.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />„Die Grundlagen der Songs setzen sich aus Riffs, Riffs und noch mehr Riffs zusammen. Ich spiele viel mit der Gitarre rum und irgendwann kommen Riffs und Patterns dabei raus. Ich nehme die dann direkt mit Cubase auf, füge Schlagzeug und Bass hinzu und schaue, was sich daraus entwickelt. Dann kommen einige Variationen bzw. Übergänge dazu, ich experimentiere etwas herum und füge die einzelnen Elemente zusammen. Die andere Basis ist die Akustikgitarre; viele Refrains sind auf der Akustikgitarre entstanden, weil ich einige Akkorde vor mich hin gespielt und etwas dazu gesungen habe. Wenn es funktioniert, nehme ich es dann direkt auf und arbeite an der Idee weiter. Wenn ich spontan eine Idee habe, nehme ich die auch mal mit dem Handy auf. Ich füge später noch Chöre oder Effekte hinzu, aber die Basis entsteht immer auf den Gitarren.“</p>
<p>Aber auch der Zufall und die Effekte spielen Eugen manchmal in die Karten.</p>
<p>„Früher ist es häufig vorgekommen, dass ich auf dem Keyboard gespielt habe und zufälligerweise ein Preset erwischt habe, der sich geil anhört. Der Anfang von „Evernight Part 1“ von meinem letzten Album ist ein sehr gutes Beispiel dafür; du drückst eine Taste und es klingt geil!“</p>
<p>Nachdem sich viele Ideen angesammelt haben, müssen diese natürlich noch in Form gegossen werden.</p>
<p>„Irgendwann habe ich genug Ideen gesammelt, jetzt müssen daraus Songs werden. Ich wehre mich grundsätzlich noch dagegen, die typischen Songpatterns zu benutzen; also Strophe, Bridge, Refrain, Strophe, Bridge, Refrain, Solo und fertig. Ich höre das so häufig, dass ich das in meiner Musik nicht will. Ich mag es eher, wenn sich etwas aufbaut, dann mit einem Zwischenpart alles wieder runterfährt, dann wieder aufbaut und das alles in Wellenform weitergeführt wird. Ich arbeite mich quasi von Klimax zu Klimax und nicht durch eine simple Songstruktur. Natürlich wiederholen sich bei mir auch Patterns und ich möchte dies bei meinem nächsten Album auch wieder anders machen, um meine eigenen Muster zu durchbrechen. Ich weiß noch nicht, wie genau ich es machen werde, aber es wird sich auf jeden Fall etwas ändern.“</p>
<p>Natürlich sind Wiederholungen als Wiedererkennungswert wichtig und bei der Sorge, dass beim nächsten Mal verschachtelte Songstrukturen auf Kosten der Atmosphäre benutzt werden, gibt Eugen direkt Entwarnung.</p>
<p>„Das wird definitiv nicht passieren. Für mich sind Wiederholungen auch eine Orientierungshilfe für den Hörer, allerdings geschickt verpackt. Ich habe beispielsweise die Themen eines Intros später im darauffolgenden Song wieder aufgegriffen, was gut funktioniert hat. Die Arbeitsweise ergibt sich irgendwie von selbst und deshalb bin ich auch nicht in der Lage, kurze Songs zu schreiben.“</p>
<p>Auch das Element der Überraschung kann da eine entscheidende Rolle spielen. So haben Katatonia in ihren Anfangstagen noch räudige Riffs gespielt und mittendrin ein Intermezzo aus cleanen Gitarren verwendet, ehe es mit einer ganz anderen Songstruktur weiterging. Auch wenn bei FAR BEYOND nicht genauso gearbeitet wird, so sind es gerade die unvorhersehbaren Songstrukturen, die den Reiz des Albums ausmachen.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=HcgcnzLeg8w" title="FAR BEYOND - FROM THE STARS AND THE CRESCENT MOON (OFFICIAL VISUALIZER)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/HcgcnzLeg8w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Magier am Griffbrett</strong></p>
<p>Auch als Soloprojekt hat man sich hier Hilfe in Form von Gastmusikern geholt.</p>
<p>„Nach meinem letzten Album hat sich ein Typ namens Lukas bei mir gemeldet. Ihm gefiel mein Album und ihm ist aufgefallen, dass ich alles allein mache. Er hat selbst ein Soloprojekt (NAHTRAM) und wollte sich gerne mit mir austauschen. Ich hatte dann bei ihm reingehört und war direkt schwer begeistert: viele Gitarren, geile Soli und alles im Alleingang, das hat mich schon beeindruckt! Da habe ich ihn gefragt, ob er Lust hat, auf meinem neuen Album die Leadgitarren einzuspielen und er hat sofort zugesagt. Ich habe ihm damals vier Stücke mit groben Beschreibungen zugeschickt, wo ich mir ein Solo vorstellen könnte. Es war unfassbar, was dabei zurückgekommen ist. Jeder Schuss hat sofort gesessen; Lukas hat instantan sofort die Atmosphäre des Albums gespürt und eine geiles Solo nach dem anderen dazu beigesteuert. Ich bin immer noch schwer beeindruckt davon, weil es einerseits sehr anspruchsvoll ist und gleichzeitig nicht nur Technik ohne Atmosphäre beinhaltet. Ich bin schwer begeistert und super happy, dass er beim nächsten Album wieder mitmachen will.“</p>
<p><strong>Live VS. Studio</strong></p>
<p>„The End of my Road“ funktioniert auf vielen Ebenen sehr gut. Segen und gleichzeitig Fluch von FAR BEYOND ist die Tatsache, dass es ein Soloprojekt ist, wo man vollständig unabhängig von anderen Komponenten oder Künstlern ist. Das schiebt gleichzeitig Live-Aktivitäten einen Riegel vor.</p>
<p>„FAR BEYOND live umzusetzen ist schwierig; ich müsste sehr viel vom Band laufen lassen, selbst wenn ich eine komplette Band mit Sänger, Schlagzeuger, Gitarristen, Bassisten und Keyboarder hätte. Auf der anderen Seite bekommen es Blind Guardian und Wintersun live ja auch hin, es wäre also möglich. Was mich aber wirklich abschreckt ist der Aufwand. Ich müsste sehr viel üben, um eine Stunde lang meine Sachen zu singen und gleichzeitig Gitarre zu spielen, was ich ja sonst nicht mache. Meine Songs entstehen schrittweise und deshalb habe ich auch noch nie meine Songs komplett durchgespielt. Dann noch die Leute zu finden, mit denen ich alles proben muss, ist schon eine Herausforderung. Andererseits stelle ich mir vor, dass ich als alter Mann rückblickend bereuen werde, nie die Live-Erfahrung zu machen, wie das Publikum zu meinen Songs steil geht und mitsingt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es etwas Besseres geben würde, als diese Erfahrung. Ich bekomme zwar digital viel positives Feedback, aber das kannst du mit dem Gefühl einer Live-Erfahrung nicht vergleichen. Das geht mir selbst nicht anders, wenn ich meine Lieblingsbands live sehe. Aber der Aufwand schreckt mich einfach ab.“</p>
<p>Da ist Eugen nicht allein, denn selbst bekannte Bands erzählen Geschichten vom Tourleben, die nicht gerade dazu verführen. In erster Linie besteht es aus Warten, dann aus Reisen und dem Vorbereiten, dann aus Warten, und nach dem Gig wieder reisen und auf Flughäfen/Bahnhöfen warten. Der Moment des Konzertes wird von allen geliebt, aber das Drumherum ist auch für gestandene Größen immer eine Herausforderung.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=VAH3GEKpp5M" title="FAR BEYOND - A Frozen Flame Of Ice" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/VAH3GEKpp5M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Kleiner Handgriff, große Wirkung</strong></p>
<p>Weiterentwicklung muss nicht immer in großen, epischen Schritten ablaufen. Manchmal sind es gerade die Kleinigkeiten, die den großen Unterschied machen.</p>
<p>„Beim Vorgängeralbum hatte ich lange Songs mit Intros integriert, was epische Songs als Ergebnis hatte. Dieses Mal habe ich die Intros als separaten Track von den Songs gelöst, damit die Songs auch besser zur Geltung kommen. Dadurch bleibt die Atmosphäre erhalten und gleichzeitig kann der Hörer direkt zum Punkt springen, an dem er sein Lieblingsriff hört.“</p>
<p>Definitiv eine gute Entscheidung; hat damals bei Edge of Sanity´s „Crimson II“ im Vergleich zu „Crimson“ auch super funktioniert. Auch in Sachen persönlicher Lieblingssong und Promo hat es sich zum Vorteil ergeben.</p>
<p>„Mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album ist ‚A Symphony of Light`. Allerdings wollte ich den nicht als Single raushauen; meine Hoffnung war, dass sich die Leute das Album kaufen und dann mit diesem Song auch ihr persönliches Highlight finden. Ich habe dann das Label gefragt, welchen Song die nehmen würden und die haben dann „From the Stars…“ genommen. Ich hatte den Song gar nicht auf dem Radar; er ist gut, aber nicht mein Favorit auf dem Album (dafür aber der Liebling des Redakteurs). Anscheinend hat das Label aber damit voll ins Schwarze getroffen, weil ich so viele positive Resonanzen zu dem Song bekommen habe.“</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=mGtrNZwqpCY" title="SENTENCED - No One There (OFFICIAL VIDEO)" width="800" height="600" src="https://www.youtube.com/embed/mGtrNZwqpCY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Blast from the Past</strong></p>
<p>Textlich atmet das Album eine sehr dichte Atmosphäre, die mich an die Black Metal Bands der 90er Jahre erinnert. Man hatte sich damals textlich und musikalisch was getraut, viel experimentiert und die Komfortzone bestand darin, Neues auszuprobieren. Man scheute nicht vor Akustikgitarren, Keyboards und Trompeten zurück und hat damals unsere heutige Musiklandschaft gestaltet (Beispiel: Emperor im Black Metal mit den Keyboards bzw. Mortiis mit Dungeron Synth). „Kennst du noch Sentenced?“ leitet eine Schwärmerei ein, bei der alles von der „Amok“ bis zur „Cold White Light“ erstmals würdig gehuldigt wird. Der Humor der Finnen ist ebenfalls unübertroffen; so soll auf der „Cold White Light“ ein Percussion Part sein, der angeblich das Klatschen auf dem nackten Arsch eines Bandmitglieds ist (*versucht bei der Vorstellung nicht zu lachen). Leider kann man diese Band nicht mehr live bewundern, da Miika Tenkula (Hauptsongwriter und Gitarrist) nicht mehr lebt; auch Peter Steele und Dio weilen leider nicht mehr unter uns, um uns epische Momente zu bescheren. Bei dem Thema „denkwürdige Momente“ biegen wir auf die Zielgerade des Interviews ab und stellen die Frage nach dem besten und übelsten Moment im Zusammenhang mit FAR BEYOND.</p>
<p>„Der beste Moment ist leicht: ich habe vor jedem Album ein Backing Sheet, wo alles einzeln aufgeführt und farblich markiert ist (Gitarren, Drums, Gesangsspuren usw.). Das ist für meinen Fortschritt beim Songwriting für mich essenziell. Wenn ich das letzte Feld grün einfärbe und das entsprechende Instrument weglege, weiß ich, dass ich mit dem Teil des Albums fertig bin, was ein sehr intensives Gefühl ist. Das sind definitiv immer die besten Momente. Ansonsten ist die Kompositionsphase sehr emotional, während die Recordingphase selbst ein sehr monotoner Prozess ist, der aber auch Spaß macht. Der Worst Case war beispielsweise die Aufnahmen zum Vorgängeralbum. Ich hatte noch in einer anderen Wohnung gewohnt und die Nachbarn hatten gefühlte 40 Wellensittiche, die bereits morgens Party gemacht haben. Die Instrumente und der Gesang waren kein Problem aufzunehmen, aber wenn ich eine Akustikgitarre aufnehmen wollte wusste ich nie, ob ich Ruhe habe, oder ob irgendwann mittendrin ein Wellensittich zu hören war. Also habe ich die Mikrofone in die Gesangskabine eingebaut und die Akustikgitarre dort aufgenommen. Eigentlich nicht schlimm, aber die Gesangskabine war so klein, dass man die Gitarre fast nur senkrecht nach oben halten konnte und ich gleichzeitig in verdrehter Körperhaltung reinsteigen musste. Wenn du dann noch nach jedem Take aufstehen musst, zum Rechner gehst und alles anhörst, wieder auf Aufnahme drückst und zurückgehst, geht das irgendwann massiv auf die Nerven.“</p>
<p><strong>Prepare to Mosh</strong></p>
<p>Unsere gemeinsame Leidenschaft Gaming bietet Stoff für ganze Bücher; dennoch halten wir uns hier zurück und beschränken uns auf die Frage, ob und für welches Computerspiel Eugen Musik schreiben würde.</p>
<p>„Ich finde, dass Metalmusik gar nicht so wirklich zu den Spielen passt, die ich gerne spiele. Ich musste natürlich gerade an die Dark Souls Reihe denken, aber dazu passt es nicht. Bei dem Reboot von Doom, im Zusammenhang mit dem Flow und dem Geballer funktioniert diese Art der Musik natürlich sehr gut. Ich bin aber nicht in der Lage Musik zu dieser Art des Mediums zu machen und ich wüsste auch nicht, zu welcher Art von Spielen meine Musik passen würde. Gleiches gilt für Filmmusik, denn es ist eine andere Art und Weise Musik zu machen. Man hört auch bei Spielesoundtracks die Musik während des Spiels stundenlang (Hallo „Baldur´s Gate 3“) und dafür darf sich die Musik nicht allzu schnell abnutzen. Auch bei From Softwares´“Elden Ring“ funktionieren leichte, langgezogene Töne perfekt, während bei Bossgegnern das volle Orchester aufgefahren wird. Außerdem ist es gefährlich, denn wenn ich beispielsweise bei „Dark Souls“ zum 1000. Mal gestorben bin, kann ich diesen Track einfach nicht mehr hören, weil es mich irgendwann aggressiv macht. Anders sieht´s beim Firelink Shrine aus, denn da weißt du, dass du runterfahren kannst und alles in Ordnung ist. Bei Spielemusik passe ich.“</p>
<p>Ist aber nicht schlimm, denn „The End of My Road“ bietet genug Stoff für ein eigenes, episches Kopfkino.</p>
<p><strong>Redakteur:</strong> <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/far-beyond-im-interview-am-ende-einer-epischen-strasse">FAR BEYOND im Interview &#8211; Am Ende einer epischen Straße</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">28607</post-id>	</item>
		<item>
		<title>UNTAMED im Interview &#8211; Play It Fucking Loud!</title>
		<link>https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/untamed-im-interview-play-it-fucking-loud</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Radu Groß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 09:12:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[ALBUM]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[BAND]]></category>
		<category><![CDATA[BLINK 182]]></category>
		<category><![CDATA[INTERVIEW]]></category>
		<category><![CDATA[JIMMY EAT WORLD]]></category>
		<category><![CDATA[METALLICA]]></category>
		<category><![CDATA[Motorjesus]]></category>
		<category><![CDATA[Nirvana]]></category>
		<category><![CDATA[UNTAMED]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/?p=28143</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der charsimatische Mix aus Nirvana und Metallica hat viele Rockherzen im Sturm erobert. Grund genug, um mit den Jungs von</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/untamed-im-interview-play-it-fucking-loud">UNTAMED im Interview &#8211; Play It Fucking Loud!</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmensch-in-Concert das Szene Magazin für Metal, Rock, Mittelalter, Goth und Alles was klingt. Immer vor Ort Interviews und CD-Tipps, Bildergalerien und Liveberichte.</p>
<p>Der charsimatische Mix aus Nirvana und Metallica hat viele Rockherzen im Sturm erobert. Grund genug, um mit den Jungs von <span style="color: #003366;"><strong><a style="color: #003366;" href="http://www.untamed-band.com/">UNTAMED</a></strong></span> einmal gemütlich zu Plaudern:</p>
<p><strong>Welche Emotionen und Erfahrungen habt ihr in eurer Musik verarbeitet, insbesondere auf eurem ersten Album?<br />
</strong>Auf unserem ersten Album geht es um persönliche Erfahrungen oder Ereignisse mit den verschiedensten Emotionen. Welche das sind? Hört am besten selbst mal rein.</p>
<p><strong><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-28139" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?resize=300%2C275&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="275" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?resize=300%2C275&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?resize=1024%2C940&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?resize=768%2C705&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/UNTAMED.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wie würdet ihr den kreativen Prozess beschreiben, der hinter der Entstehung eurer Songs steckt? Gibt es bestimmte Einflüsse oder Inspirationsquellen, die ihr dabei besonders hervorheben möchtet?<br />
</strong>Es gibt überall Inspiration und das in verschiedensten Formen. Dazu kommt die eigene Gefühlslage und wie inspiriert man selbst ist. Wenn man offen genug ist, entstehen durch viele Dinge auch verschiedene Ideen.</p>
<p><strong>Gibt es eine bestimmte Geschichte hinter einem der Songs auf dem Album, die ihr gerne teilen möchtet?<br />
</strong>Hinter jedem Song steckt etwas Bestimmtes. Vor allem aber hinter Can You Hear Me. Es geht darüber, dass man eine geliebte Person verloren hat und erst dann realisiert, dass man viel zu wenig Zeit miteinander verbracht hat. Also verbringt Zeit mit euren Liebsten 🙂</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=DOjD0KV_ayQ" title="Untamed - CAN YOU HEAR ME (Official Video)" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/DOjD0KV_ayQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p><strong>Wie sieht euer typischer Tag als Band aus, insbesondere während der Zeit, in der ihr nicht an einem Album arbeitet?<br />
</strong>Es gibt keinen typischen Tag als Band bei uns, denn jeden Tag gibt es etwas anderes zu erledigen. Am meisten Zeit in Anspruch nimmt jedoch die Arbeit außerhalb der Musik, also Promo, Social Media, usw… . Trotzdem lassen wir immer genug Freiraum für unsere Musik, denn darum geht es ja letztendlich.</p>
<p><strong>Was hat euch dazu inspiriert, Musik zu machen und eine Band zu gründen? Gab es einen bestimmten Moment oder eine spezielle Erfahrung, die euch dazu motiviert hat?<br />
</strong>Wir alle waren schon immer musikbegeistert. Daher waren alle auf der Suche nach einer Band. Als wir uns dann kennengelernt haben, war das das Beste, was uns passieren konnte.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist es für euch als Band, eine starke Online-Präsenz zu haben und Social Media zur Interaktion mit euren Fans zu nutzen?<br />
</strong>Das ist mit das Wichtigste für uns. Nicht nur Live gibt es eine Bühne, sondern auch online. Selbstverständlich nutzen wir das als Künstler. Und vor allem die tägliche Interaktion mit unseren Fans ist dadurch viel intensiver und auch regelmäßiger.</p>
<figure id="attachment_28146" aria-describedby="caption-attachment-28146" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28146 size-medium" src="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?resize=2048%2C2048&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/magazin.nordmensch-in-concerts.com/wp-content/uploads/2024/04/Untamed-Foto-02-Patrick-Rosyk1.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-28146" class="wp-caption-text">Foto: Patrick Rosyk</figcaption></figure>
<p><strong>Wie geht ihr als Band mit kreativen Blockaden oder Herausforderungen während des Songwritings um?<br />
</strong>Wie bereits erwähnt, kann Kreativität aus vielfältigen Quellen entspringen und wenn man dafür offen ist, fließen die Ideen oft ganz von selbst. Natürlich ist man nicht immer in diesem Modus. Es ist jedoch wichtig, jeden kreativen Moment zu nutzen, wenn er sich zeigt. Selbst wenn wir beim Songwriting mal nicht so viele Ideen haben, lassen wir uns davon nicht entmutigen. Als offene und kreative Personen erleben wir glücklicherweise selten echte Blockaden und dafür sind wir dankbar.</p>
<p><strong>Redakteur: <span style="color: #003366;"><a style="color: #003366;" href="https://www.radunator.de/">Sebastian Radu Groß</a></span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com/untamed-im-interview-play-it-fucking-loud">UNTAMED im Interview &#8211; Play It Fucking Loud!</a> erschien zuerst auf <a href="https://magazin.nordmensch-in-concerts.com">Nordmensch-in-Concerts</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">28143</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
